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Diabetes-Selbsthilfe 2022 in Mechernich

Mechernich – Jeden 1. Dienstag im Monat ist Treffen im Ambulanten Zentrum am Kreiskrankenhaus Mechernich. „Diabetes und Corona“ ist das Thema eines Vortrags von Apotheker Dr. Peter Schweikert-Wehner vor der Diabetes-Selbsthilfegruppe Mechernich am Dienstag, 4. Januar, um 18 Uhr im Seminarraum des Ambulanten Zentrums neben dem Kreiskrankenhaus, Stiftsweg 17.

Die Ansprechpartner Dr. Schweikert-Wehner (Tel. 0 24 43/ 90 49 04, info@apotheke-mechernich.de) und Oliver Totter (Tel. 0 24 43) 31 45 500, info@ra-totter.de) werben auch um die Teilnahme neuer Mitglieder an der Selbsthilfegruppe, die sich monatlich um 18 Uhr an jedem 1. Dienstag trifft. Dr. Schweikert-Wehner steht vor jedem Treffen ab 17:30 Uhr in der Apotheke am Kreiskrankenhaus für Fragen zur Verfügung.

Die Selbsthilfegruppe helfe dabei, ständig etwas Neues und Hilfreiches über Diabetes zu erfahren. „Sie dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch von Betroffenen und Angehörigen, der praktischen Lebenshilfe sowie der gegenseitigen Unterstützung und Motivation“, so Dr. Schweikert-Wehner.

Am 4. Januar referiert Dr. Schweikert-Wehner über „Diabetes und Corona“, am 1. Februar gibt es einen allgemeinen Austausch, am 1. März ist „Diabetes und Niere“ das Thema, am 5. April „Hautpflege bei Diabetes“, am 3. Mai „Diabetes und Augen“ mit Dr. Oldendoerp, am 7. Juni geht es um neue Hilfsmittel der Firma Sanofi, am 5. Juli steht Eis essen auf dem Programm und am 2. August spricht die Podologin Bernadette Mießeler über „Richtige Schuhe für Diabetiker“.

Am 6. September thematisiert Dr. Peter M. Schweikert-Wehner „Neues in der Diabetes-Therapie“, am 4.Oktober spricht Oliver Totter über „Die BE“. Am 6. Dezember ist das gemeinsame Weihnachtsessen vorgesehen.

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Stadt Mayen erhält Reifenspende von der Firma Depta

Mayen – Bei der Hochwasserkatastrophe im vergangenen Juli wurde beim Betriebshof ein Großteil der eingelagerten Winterreifen weggespült. Dies nahm die Firma „Reifen Hobby Depta“ zum Anlass, dem Betriebshof in Verbindung mit der Firma „Point S“ einen Satz Winterreifen der Marke Falken zu spenden.

Die Übergabe der Reifenspende erfolgte am 30. November durch die Geschäftsleitung Heinz Depta, Gerd Depta und Gabriele Kirst sowie der Mitarbeiter Daniel Wagner und Kevin Seier an den Leiter des Betriebshofes Wolfgang Saur. Dieser bedankte sich im Namen der Stadt Mayen bei den anwesenden der Firma Depta für die großzügige Spende.

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LG Laacher See Athleten auf den Spuren von Pheidippides beim „Authentic Marathon“ in Griechenland gestartet

Laacher See – Nicole Frantzen und Björn Bahnsen mit erfolgreichem Debüt. Den „Eid der Athleten“ schwörend gingen zwölf Athlet*innen der LG Laacher See beim „38. Athen Marathon“ gemeinsam mit ca. 8.000 Teilnehmer*innen im altwürdigen Marathon unter hohen COVID-Sicherheitsbestimmungen (nur 2G) an den Start, dort wo 490 v.Chr. der Bote Pheidippides unter Einsatz seines Lebens den Sieg über die Perser an die Athener übermitteln wollte und nach einem anstrengenden 40 km Lauf und Übermittlung der Botschaft in Athen verstarb. Die LG´ler liefen die Original-Marathon-Strecke der Olympischen Spiele der Neuzeit von 1896. Eine sehr anspruchsvolle Strecke mit ca. 450 Höhenmetern.

Die Reisegruppe der LG nach dem Zieleinlauf. Foto: Privat

Die Stimmung an den Straßen war atemberaubend und einzigartig, der ein oder andere Läufer wurde auch mit einem alten Brauch konfrontiert. Hübsche Griechinnen überreichten ihren auserwählten Athlet*innen einen Olivenzweig, dieser soll ihnen Ruhm, Ehre und den Sieg bringen.

Der Zieleinlauf war dann bei recht angenehmen Temperaturen im alten Olympiastadion „Panathinaikon“. Nach einem sehr anstrengenden Marathon erreichten alle  Athlet*innen der LG gesund und erfolgreich das Ziel. Alle waren sich einig: Eine Top-Veranstaltung, die man als Marathoni erleben muss.
Danke den Organisatoren Daniel Breslauer, Michael Rüb und Christiane Münzel.

Schnellster LG’ler war Michael Krämer er erreichte das Ziel mit neuer persönlicher Bestzeit von 3:05,53 und einer Top-Platzierung (Gesamt 197, AK 11. Platz).

Die weiteren Ergebnisse:

Karin Breslauer (4:26,34), Nicole Frantzen (4:18,37), Sabine Hanusch (5:13,57), Susanne Haupenthal (5:27,44), Christiane Münzel (5:54,14), Thomas Kahl (4:26,36), Daniel Breslauer (4:01,19), Michael Elzer (4:28,58), Michael Rüb (4:42,23), Björn Bahnsen (5:27,44) und Egon Göhring (4:30,59.).

Als Schlachtenbummler an der Strecke waren Toni Büttgen, Natalie Grams, Andreas Grams, Jason Luxem, Damiano Poertner, Gabi Elzer und Hannah Haupenthal.

Bitte vormerken – 38. KSK– Winterläufe 2021/2022 in Bell

Samstag, 11.12.21 – Sportplatz Bell (13:00 bis 16:00 Uhr)

Samstag, 08.01.22 – Sportplatz Bell (13:00 bis 16:00 Uhr)

Informationen und Anmeldung unter www.winterlaeufe.de.

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Digitalisierung am GAT in Mechernich schreitet voran

Mechernich – Tablets für alle Achtklässler: Selbst die Ranzen sind leichter geworden – Bessere Vorbereitung auf den Berufsalltag. Begeistert von den neuen Möglichkeiten des Lernens, die die Digitalisierung mit sich bringt, sind Schüler und Lehrer am städtischen Mechernicher Gymnasium am Turmhof. Das berichtet der für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständige Lehrer Bernhard Karst.

Eine neue Zeit beginnt am GAT: Die Schüler gehen wie selbstverständlich mit neuer Computertechnik um. Das Tablet wird gleichsam zum zweiten Antlitz… Foto: Franz-Josef Kursch /GAT/pp/Agentur ProfiPress

Seit einem Jahr zähle die Arbeit mit iPads zum Unterrichtsalltag. 84 Geräte wurden mit finanzieller Unterstützung des Fördervereins angeschafft. Sie sind in nahezu allen Klassen und Kursen regelmäßig im Einsatz.

Jens Hohlweck, der Informatiklehrer der Schule: „Die iPads nutzen wir, um Daten zu strukturieren und auszutauschen, um miteinander zu kooperieren und zu kommunizieren. Mit ihnen erstellen wir Präsentationen und weitere digitale Produkte. Das ist mittlerweile Alltag für unsere Schüler.“

Die Ausstattung des GAT mit Geräten, der Ausbau der digitalen Projektionsmöglichkeiten, WLAN-Ausstattung und Software seien in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt worden, schreibt Karst. So verfüge jeder Schüler über einen Office365-Zugang. „Die Lernmanagementsysteme Teams und Moodle ermöglichen zudem die digitale Abbildung unterrichtstypischer Prozesse“, heißt es in einer Pressemitteilung des GAT.

Unterstützung der Stadt

Unterstützung im Rahmen dieses Transformationsprozesses erhielten die Mitglieder der Schulgemeinschaft durch den Technik-Support der Stadtverwaltung Mechernich sowie das schulinterne Digitalisierungsteam um Lehrer Michael Wood.

Auch den neuen erzieherischen Herausforderungen, die der Einsatz der Technik mit sich bringe, stelle man sich am GAT, so Bernhard Karst: „Neben den Fachlehrern sind auch Medienscouts und außerschulische Experten im Einsatz, um die Schüler zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den digitalen Endgeräten zu befähigen.“

Zu Beginn dieses Schuljahres hat man am GAT zudem mit dem Rollout von Tablets in der Jahrgangsstufe 8 begonnen. „Ein Meilenstein der Digitalisierung an unserer Schule“, so Mittelstufenkoordinator Michael Schmitz. So bekomme jeder Schüler ab der 8. Klasse ein Tablet. Dabei profitierten die Gymnasiasten zunächst von einem kostengünstigen Verleihsystem des Fördervereins, bevor das iPad schließlich in das Eigentum des Schülers übergehe.

Eine Umfrage unter Achtklässlern belegte deren gesteigerte Lernmotivation – selbst die Schultaschen seien leichter geworden… Außerdem bereite der realitätsnahe Umgang mit Hard- und Software auf das spätere Berufsleben vor.

Die Ausstattung der Schule soll noch in diesem Schuljahr um weitere 32 Leih-iPads ergänzt werden, weitere 44 Geräte sollen bis zum Schuljahr 2024/25 hinzukommen. Daneben beschäftigt man sich intensiv mit der Umsetzung weiterer Digitalisierungsprojekte in den Bereichen Robotik, Virtual und Augmented Reality und 3D-Druck.

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Schöne Bescherung

Meckenheim – Lions-Club Bonn-Rhenobacum und Stadt Meckenheim sind wieder unterwegs. Das ehrenamtliche Engagement des Lions-Clubs Bonn-Rhenobacum gilt ganz besonders Projekten und Aktivitäten in der Region. Wieder konnten die Lions zum Jahresende 2021 trotz des diesjährigen Unterstützungsschwerpunkts „Flutopferhilfe“ Zuwendungen im sozialen Bereich bereitstellen. Denn auch hier gibt es Mitbürgerinnen und Mitbürger, die im Schatten des Lebens stehen und leicht vergessen werden.

In der Vorweihnachtszeit haben sich deshalb Vertreter des Lions-Clubs Bonn-Rhenobacum mit Bürgermeister Holger Jung getroffen, um anschließend gemeinsam mit der Demografiebeauftragten der Stadt Meckenheim Bettina Hihn Haustürbesuche bei bedürftigen Seniorinnen und Senioren zu starten. Ihnen wurden Geschenktüten mit einem persönlichen Gruß des Bürgermeisters und einem Brief des Lions-Präsidenten Michael F. Firmenich mit einem Geldbetrag übergeben. Die „Weihnachtsüberraschungstüten“ enthielten außerdem einen knackigen Apfel vom Meckenheimer Obsthof Martin Hörnig, Tee der Firma Tee Gschwendner, einen „Winterzauber“ von der Grafschafter Krautfabrik, ein Pflegemittel der Firma Eubos, je eine Spende der Raiffeisenbank Voreifel und von „Meckenheim hilft“ sowie Nützliches, darunter FFP2-Masken, Notfalldosen und mehr.

Bürgermeister Jung sprach den Lions einen großen Dank für diese „Activity“ aus, mit denen sich die Seniorinnen und Senioren einen besonderen Wunsch erfüllen oder ihre Lieben mit einem Geschenk erfreuen können. „Das ist eine tolle Aktion“, so der Bürgermeister. Präsident Firmenich hob die nun schon jahrelange gute Zusammenarbeit mit der Stadt hervor, nach dem Lions-Motto „We serve“.

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4000 Euro für die Flutopferhilfe

Kall/Grevenbroich – Eine Spende von 4000 Euro der Wassenberg GmbH aus Grevenbroich für die Flutopfer-Hilfe der Gemeinde Kall überbrachten die Prokuristin der Firma, Esther Schürmann, und der Außendienstmitarbeiter Jürgen Wette. Im Bauhof der Gemeinde übergaben die beiden den Spendenscheck an Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Der versprach, dass jeder Cent der Spenden für die Flutopfer bei den Betroffenen ankomme. Esser: „Wir schauen genau dorthin, wo das Geld gebraucht wird“.

Die aktuellen Maschinen für Kommunaltechnik und Gartenbau wurden am 16. September bei der Wassenberg GmbH vorgestellt. Foto: Stephan Planker

Die Firma für Kommunaltechnik, Garten- und Landschaftsbau war im April 2019 eines der Unternehmen, die beim großen Bauhofleitertreffen in Kall ihre neuen Maschinen vorgestellt hatten.  Anlässlich eines Tags der offenen Tür am 16. September hatte die Wassenberg GmbH eine große Tombola zugunsten der Gemeinde Kall gestartet. Der Kommunaltag hatte unter dem Schwerpunkt Elektro-Mobilität stattgefunden. Auch Mitarbeiter des Kaller Bauhofes hatten die Veranstaltung in Grevenbroich besucht, fleißig Lose gekauft und damit die Spendenaktion für die Gemeinde Kall unterstützt.

Einen 4.000,00 Euro-Scheckder Wassenberg GmbH für die Flutopfer-Hilfe der Gemeinde Kall konnte der Kaller Bürgermeister entgegen nehmen. Von links: Ortsvorsteher und Vizebürgermeister Stefan Kupp, Bauhofleiter André Kaudel, Wassenberg-Prokuristin Esther Schürmann, Bürgermeister Hermann-Josef Esser, Vize-Bauhofleiter Florian Marx und Wassenberg-Außendienstmitarbeiter Jürgen Wette. Foto: Reiner Züll

Esther Schürmann und Jürgen Wette brachten jetzt nicht nur den dicken Spendenscheck nach Kall, sondern auch die Preise, die die Kaller Bauhofmitarbeiter in Grevenbroich gewonnen hatten. Nach der schlimmen Flut habe die Firma Opfer des Juli-Hochwassers unterstützen wollen, berichtete Prokuristin Esther Schürmann. Auch wenn die GmbH in anderen Kommunen viele Kunden habe, sei die Gemeinde Kall für sie erste Wahl gewesen. Sie stamme schließlich aus Schönecken und sei ein „Eifeler Mädchen“. Die schlimmen Folgen der Flut seien auch ihr nicht verborgen geblieben, weil eine Angehörige eines Mitarbeiters im Hochwasser den Tod gefunden habe.

„Wir wollen den Menschen helfen, die noch immer in großer Not sind“, so Esther Schürmann. Über 400 Gäste aus dem professionellen Kommunal- und Gartenbaubereich hätten den unter Corona-Bedingungen veranstalteten Tag der offenen Tür besucht. Die Tombola habe einen Erlös von 1600 Euro erbracht, der von der Geschäftsführung auf 4000 Euro aufgestockt worden sei.

Bürgermeister Hermann Esser bedankte sich bei der Wassenberg GmbH, dass sie sie die Gemeinde Kall als Spendenempfänger ausgewählt habe, obwohl sie auch geschäftliche Verbindungen zu anderen betroffenen Kommunen habe. Man werde die Spenden gezielt einsetzen. Esser dankte auch den Bauhofmitarbeitern, die beim Kommunaltag in Grevenbroich fleißig Lose gekauft hätten.

Die Gemeinde werde mit den Spendengeldern die 80-prozentigen Soforthilfen des Landes aufstocken und zudem bei besonderen Härtefällen einspringen. Hilfe werde langfristiger erforderlich sein, denn die große Antragsflut für Beihilfe werde erst im nächsten Jahr erwartet, weil derzeit Gutachter und Handwerker Mangelware seien. (Reiner Züll)

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Finanzämter in Nordrhein-Westfalen wahren Weihnachtsfrieden

Region/DüsseldorfIn den abschließenden 14 Tagen des Jahres leiten die Finanzämter in Nordrhein-Westfalen keine belastenden Maßnahmen ein. Das Ministerium der Finanzen NRW teilt mit: In der Zeit vom 17. Dezember bis zum 31. Dezember verzichten die nordrhein-westfälischen Finanzämter auf Vollstreckungsmaßnahmen und die Einleitung von Betriebsprüfungen. Eine entsprechende Anweisung hat Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, wie schon in den vergangenen Jahren den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ämter gegeben.

„Die Wahrung des Weihnachtsfriedens ist gelebte und geschätzte Tradition in der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung“, betonte Lienenkämper. Der Frieden in der festlichen Zeit festige das gute Verhältnis zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung zusätzlich, sagte der Minister.

Die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung wird in diesen letzten 14 Tagen des Jahres 2021 auch keine Prüfungsberichte an die Bürgerinnen und Bürger und die Angehörigen der steuerberatenden Berufe versenden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen wird grundsätzlich verzichtet. Handeln werden die Ämter nur, wenn ein schnelles Eingreifen der Finanzverwaltung erforderlich ist – beispielsweise, um einer drohenden Verjährung von Steuerausfällen entgegenzuwirken.

Minister Lienenkämper hebt hervor, dass ihm das Aufrechterhalten dieser Tradition insbesondere in der für alle Menschen im Land belastenden Zeit der Corona-Pandemie wichtig ist. „Alle Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen sollen zum Jahreswechsel möglichst Ruhe finden. Auch aus diesem Grund ist mir der Weihnachtsfrieden ein besonderes Anliegen“, sagte Lienenkämper.

Mahnungen werden durchgehend verschickt. Gleiches gilt für Steuerbescheide. So können auch Steuererstattungen schnellstmöglich erfolgen.

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Neuer Quellenband zur Geschichte des „Tietze Lejjenad“ ab heute erhältlich

Aachen – Das Warenhausgebäude der Firma Leonhard Tietz am Aachener Markt, eröffnet im November 1906, war eines der markantesten Gebäude der Aachener Innenstadt und bildete einen architektonischen Gegenpart zum Rathaus. Es gehörte zu den vielzitierten „Einkaufspalästen“, mit denen die Pioniere der Warenhausunternehmen – zu denen Leonhard Tietz gehörte – um die Jahrhundertwende nicht nur das Bild der Innenstädte veränderten, sondern zugleich neue Formen des Einkaufens, der Alltagskultur und des Einzelhandels etablierten.

„Tietze Lejjenad“

Mit seiner an Renaissance-Gebäude erinnernden Fassade, seinem markanten Turm und seinen drei Lichthöfen mit umlaufenden Galerien war „das Tietz“ viele Jahrzehnte lang das größte Warenhaus Aachens. Unter dem Namen „Tietze Lejjenad“ wurde es zu einem festen Bestandteil der Stadtgesellschaft. Bis heute verbinden zahllose Aachenerinnen und Aachener positive Kindheits- und Jugenderinnerungen mit dem 1965 abgebrochenen Gebäude.

Der neue Quellenband des Aachener Stadtarchivs, der ab dem 13. Dezember erhältlich ist, ordnet das Warenhaus Tietz in die Architektur- sowie in die Stadt-, Wirtschafts- und Zeitgeschichte ein: Die Aachener Architektin Maike Scholz und Professsor Dr. Daniel Lohmann, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege der TH Köln, rekonstruieren die Baugeschichte des Warenhauses von den Vorläuferbauten und dem ersten Entwurf des Aachener Architekten Albert Schneiders über die Umplanungen während der Bauzeit und die Eröffnung bis hin zu den baulichen Veränderungen der Zwischenkriegszeit, der improvisierten Wiedereröffnung im Jahr 1945 und dem Entscheidungsprozess, der zum Abbruch im Jahr 1965 führte. Dabei skizzieren sie auch die Bedeutung des Bauprojekts für den heute weltberühmten Architekten Ludwig Mies van der Rohe, der als junger Mann im Architekturbüro Schneiders‘ mit Zeichenarbeiten für den Tietz-Neubau am Markt befasst war.

Die Vorgeschichte

Die Historiker Dr. Thomas Müller und Dr. René Rohrkamp, Stadtarchiv Aachen, ordnen das Tietz-Warenhaus in die Wirtschafts- und Kulturgeschichte Aachens ein und beleuchten seine Stellung im international tätigen Tietz-Konzern. Sie rekonstruieren die Vorgeschichte und die Radikalisierung der antisemitischen Agitation, die im Frühjahr 1933 zunächst im Boykott der Tietz-Warenhäuser mündete und kurz darauf zu ihrer Übernahme durch ein Bankenkonsortium – also zur ‚Arisierung‘ – führte. Nicht zuletzt analysieren sie auch die Rolle der Stadt Aachen hinsichtlich der Entscheidung zum Abbruch des Gebäudes.

Der Kölner Kaufmann Leonhard Tietz hatte bereits 1892 eine erste kleine Filiale in Aachen eröffnet und in den folgenden Jahren mehrmals einen neuen und größeren Standort bezogen. Der 1905/06 errichtete Warenhausneubau am Markt war der vierte Aachener Standort des Unternehmens und blieb es bis zur Eröffnung des Kaufhof-Gebäudes an der Adalbertstraße im Jahr 1955.

„Arisierung“

Wie viele frühe Warenhausunternehmen gehörte der Tietz-Konzern einer jüdischen Familie. Dies machte sie frühzeitig zum Angriffsziel antisemitischer Propaganda, die auch im Aachen der 1890er-Jahre bereits nachweisbar ist. Im April 1933 gehörte die Leonhard Tietz AG zu den ersten Unternehmen in Deutschland, die von den Nationalsozialisten „arisiert“ wurden – noch ehe der Begriff „Arisierung“ überhaupt etabliert war. Die Familie Tietz verlor ihr Eigentum an den Warenhäusern, die in „Westdeutsche Kaufhof AG“ umbenannt wurden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das frühere Tietz-Warenhaus am Markt unter dem Namen Kaufhof wiedereröffnet, als Standort jedoch mittelfristig zu Gunsten der Adalbertstraße aufgegeben. Die Eröffnung des dortigen Kaufhof-Neubaus war Teil eines unternehmerischen Entscheidungsprozesses, der letztlich zum Abbruch des historischen Warenhauses am Markt im Jahr 1965 führte. Dieser stellt nicht nur aus heutiger Sicht eine Fehlentscheidung dar, sondern war bereits damals Gegenstand kontroverser Interessen und Debatten.

Neue wissenschaftliche Forschungen

Das Buch ist die erste Gesamtdarstellung des Aachener Tietz-Warenhauses überhaupt. Es beruht auf neuen wissenschaftlichen Forschungen und der Erschließung bislang unzugänglicher Archivquellen im Rahmen eines Kooperationsprojektes des Stadtarchivs Aachen mit der TH Köln. Aber es flossen zugleich Hinweise, Erinnerungen, Fotos und Unterlagen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger ein, die sich im Frühjahr 2020 nach einem öffentlichen Aufruf beim Stadtarchiv gemeldet hatten.

Dokumentiert wird die Geschichte des Warenhauses Tietz anhand von 51 faksimilierten, transkribierten und kommentierten Dokumenten aus dem Stadtarchiv Aachen und anderen Sammlungen. Der Band erscheint im Schuber mit Beilagen: zwei Bauplänen, einer Entwurfszeichnung und einer Zeitungsanzeige im Großformat (A 2) und einer Fotografie als Großpostkarte.

„Aus den Quellen des Stadtarchivs Aachen“, Band 5

Die neue Veröffentlichung ist der fünfte Band der Schriftenreihe „Aus den Quellen des Stadtarchivs Aachen“. Das Ziel der 2018 begonnen Reihe ist es, die vielfältigen Quellenbestände aus dem Stadtarchiv Aachen, die vom Jahr 1018 bis heute reichen, in visuell ansprechender Form und mit wissenschaftlicher, aber verständlicher Kommentierung vorzustellen. Dabei greift das Erscheinungsbild der Reihe mit schlichtem grauem Umschlag die Aufbewahrung des wertvollen Archivguts in zumeist grauen Kartons auf, in denen aber faszinierende, oft auch farbenfrohe und unerwartete Archivalien stecken.

Zum Buch: Daniel Lohmann, Thomas Müller, René Rohrkamp, Maike Scholz (Hrsg.), Das Warenhaus Tietz in Aachen – Ein Bauwerk im Spannungsfeld von Zeitgeschichte und Architektur 1892-1965, (Aus den Quellen des Stadtarchivs Aachen; Bd. 5), ISBN 978-3-00-069326-7.

Der Quellenband ist ab dem 13. Dezember zum Preis von 25 € im Stadtarchiv Aachen, Reichsweg 30, erhältlich (nur Barzahlung möglich). Aufgrund der Corona-Pandemie ist eine vorherige Anmeldung per Mail (stadtarchiv@mail.aachen.de) oder unter der Telefonnummer 0241-432 4972 erforderlich. Darüber hinaus kann das Buch im Aachener Buchhandel erworben beziehungsweise bestellt werden.

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„Ganz nah am Puls der Zeit“ – Neuer Mädchen-Kalender 2022 ist druckfrisch erschienen

Euskirchen – Neuer Mädchenkalender widmet sich – neben Ausbildung und Beruf – diesmal dem Schwerpunktthema Nachhaltigkeit. Kostenlose Verteilung über die Schulen an Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren.

Informativ, spannend und im praktischen Kleinformat (DIN A6): Der neue Mädchenkalender 2022 ist druckfrisch erschienen. Die 4. Auflage enthält wie üblich zahlreiche Tipps rund um Ausbildung, Studium und Beruf. Daneben steht diesmal das Schwerpunktthema „Nachhaltigkeit“ im Mittelpunkt. In diesen Tagen wird der Kalender über die Schulen an alle Schülerinnen zwischen 14 und 18 Uhr im Kreisgebiet verteilt.

„Der Mädchenkalender ist eine Erfolgsgeschichte“, freute sich Landrat Markus Ramers bei der offiziellen Präsentation im Kreishaus. „Und mit dem Schwerpunktthema Nachhaltigkeit sind wir ganz nah am Puls der Zeit. Es dürfte aktuell wohl kaum ein anderes Thema geben, das junge Menschen mehr bewegt und interessiert.“

„Im Mädchenkalender 2022 gehen wir der Frage nach, wie Schülerinnen ihren Alltag zu Hause, in der Schule und am Ausbildungsplatz nachhaltig gestalten können“, sagt Lilli Oberholz, die als studentische Aushilfe im KoBIZ (Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum) federführend am Kalender mitgearbeitet hat. Dabei gehe es um Fragen wie: Wie können wir nachhaltig leben? Wie lässt sich Müll vermeiden? Wie passen Nachhaltigkeit und Ausbildung zusammen? Die Flutkatastrophe vom Sommer 2021 habe gezeigt, wie wichtig nachhaltiges Handeln für unsere gemeinsame Zukunft sei.

Im Kalender findet man neben den Interviews mit Auszubildenden und dem Beitrag der Ausbildungs-Betriebe zur Nachhaltigkeit auch Artikel über Frauen, die hauptberuflich in diesem Bereich arbeiten. Passend zu den Interviews inspiriert der Kalender mit praktischen Alltagstipps zum nachhaltigen Handeln vor Ort. Karen Beuke, die Abfallberaterin des Kreises Euskirchen, gibt Tipps zur Müllvermeidung. Daneben gibt es Empfehlungen zum Umgang mit alter Kleidung und den Hinweis auf die Nachhaltigkeitskarte des Kreis Euskirchen. Dort finden sich z.B. die Repair-Cafés. Beim Einkauf helfen die Seite zum Umgang mit Umwelt-Siegeln und beim Reisen die Anregungen zu nachhaltigem Tourismus in der Region.

Zum Thema Berufsorientierung ist das Kalendarium des Mädchenkalenders gespickt mit Terminen rund um Schule und beruflicher Orientierung. Dabei spielen immer wieder auch Berufe eine Rolle, die eher männerdominiert sind, aber auch für Frauen von Interesse sein können. „Ich habe nach jedem Interview meinen Berufswunsch geändert, so spannend war das alles“, sagt Lilli Oberholz rückblickend.

Der Kalender erscheint in einer Auflage von 2.000 Stück und kann dank der treuen Sponsoren – Kreissparkassenstiftung Euskirchen, Lions-Club Euskirchen-Nordeifel und der Verein „VieLe“ – kostenlos an die jungen Frauen verteilt werden.

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In Kallmuth „wichtelt“ es

Mechernich-Kallmuth – „Kalli“ beantwortet vom Georgskapellchen aus Kinderbriefe und Bildbotschaften per E-Mail. In der Vorweihnachtszeit verschieben sich die Realitätsebenen zuweilen und es treten Figuren zu Tage, die sonst das ganze Jahr über nicht zu sehen sind. Jeder vernünftige Mensch weiß um die Existenz von Sankt Nikolaus, Luzia oder am Bleiberg ganz besonders um die Heilige Barbara.

Es gibt unterdessen – von Skandinavien kommend – eine steigende Anzahl von nicht unbedingt heiligem Hilfspersonal rund um die genannten Heiligen auch in hiesigen Breiten – und die werden gemeinhin „Wichtel“ genannt. In Schweden und Norwegen hat jedes Haus einen solchen Hilfszwerg, der bei den Weihnachtsvorbereitungen dem „Heiligen Mann“ und /oder dem Christkind zur Hand geht.

In Kallmuth ist im vergangenen Winter 2020/21 erstmals ein solcher Wichtel eingezogen – und zwar im Kapellchen Ortsausgang Richtung Scheven, genau am Kindergarten. Das berichtete Ortsbürgermeister Robert Ohlerth dem Mechernicher „Bürgerbrief“. Dort wohne „Kalli“, ein Zwergenwesen, das sich darauf verlegt hat, Briefe und Bildsendungen von Kindern schriftlich per E-Mail zu beantworten.

Tagsüber Ruhe halten

Ohlerth: „Die Bildbotschaften können Kinder an Kallis Häuschen am Kapellchen direkt in einen kleinen Briefkasten schmeißen. Man sollte dabei vermeiden, den nachtaktiven Wichtel zu wecken, denn tagsüber braucht er seinen Schlaf.“

Hin und wieder ist Jaqueline Schott beim Leeren des Briefkastens zu sehen und das hat einen guten Grund, so die Kallmutherin, die bereits mit ihren Kindern einen Sankt-Georgsritt der Steinpferdchen organisiert hatte, als der echte wegen Corona ausfiel: „Wichtel »Kalli« kann die ganze Post nicht mehr alleine bewältigen, deshalb hilft ihm unser Familienwichtel »Wipp«. Sollte der mal zu viel Arbeit haben, wird »Kalli« ihm seinerseits unter die Arme greifen.“