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Miniermotten-Bekämpfung in Mechernich-Wachendorf geht weiter

Mechernich-Wachendorf – Über 40 freiwillige Helfer sind der seit fast 15 Jahren in Wachendorf erfolgreich im Zaum gehaltenen Rosskastanienminiermotte auch dieses Jahr wieder mit chemiefreien Waffen zu Leibe gerückt. Hinzu kamen Mitarbeiter des städtischen Mechernicher Bauhofs, wie Ortsbürgermeister Christof Jansen lobend erwähnt.

Beim Mehrgenerationendeal für den Erhalt der ortsbildprägenden Wachendorfer Kastanienallee waren selbstverständlich auch Angehörige der jüngeren Generation mit am Start. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Die gesammelten Blätter wurden zur Heißkompostierung auf die Kreismülldeponie gebracht. Dort sollen die Eier und Larven der Miniermotte bei über 60 Grad Celsius absterben. „Die Rosskastanien-Miniermotte ist eigentlich eine Falterart aus Südosteuropa“, so Jansen. „Nach Eiablage und Schlupf fressen die Raupen Fraß-Gänge in das Blatt. Das führt zum Absterben des Laubs und schwächt die Bäume, die in Wachendorf eine wunderbare Allee vom und zum Schloss bilden“, so der Ortsbürgermeister.

Radlader und Hochleistungssauger

Die Helferinnen und Helfer waren mit Rechen, leichten Traktoren, Radlader und einem Hochleistungslaubsauger der Stadt angerückt. Unter schwierigen Witterungsverhältnissen wurde eifrig auf allen Abschnitten der Kastanienallee, aber auch in den angrenzenden Gärten gearbeitet.

Jansen: „Wer eine Pause machte, wurde mit Pausenproviant versorgt und konnte sich stärken.“ Der Ortsbürgermeister freute sich über die vielen Helfer, darunter auch neue Gesichter. Er hält solche Gemeinschaftsaktionen gerade in Pandemiezeiten für enorm wichtig. Sie zeigten Zusammenhalt und über den Tag hinausweisende gemeinsame Ziele.

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ISB spendet 5.000 Euro an Verein der Verwaisten Eltern Rhein-Ahr-Eifel e.V.

Region/Mainz – Weihnachtsspende unterstützt Selbsthilfe für betroffene Eltern. Seit vielen Jahren unterstützt die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) mit ihrer Weihnachtsspende soziale Projekte und Initiativen, von deren Engagement die rheinland-pfälzische Gesellschaft profitiert. In diesem Jahr spendet die Förderbank 5.000 Euro an den Verein Verwaiste Eltern Rhein-Ahr-Eifel eG in Bad Bodendorf.

„Wir freuen uns sehr darüber, mit unserer Spende einen Beitrag zur wertvollen Arbeit des Vereins der Verwaisten Eltern Rhein-Ahr-Eifel e.V. leisten zu können. Unsere Wahl fiel auf den Verein, da er trauernden Eltern, deren Kind gestorben ist, die nötige Hilfe anbietet, sie bei diesem Schicksalsschlag berät und unterstützt“, sagte Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der ISB.

Der Verein der Verwaisten Eltern Rhein Ahr Eifel e.V. bietet betroffenen Eltern eine begleitete Selbsthilfegruppe an, in der sie ihren schmerzlichen und chaotischen Gefühlen Ausdruck geben können und sich damit in ihrer Trauer verstanden und angenommen fühlen. Außerdem werden Seminare mit unterschiedlicher Ausrichtung einschließlich kreativen Elementen, Spaziergänge (walk and talk) und Gedenkgottesdienste angeboten. Auch stehen Bücher zum Ausleihen zur Verfügung.

„Eltern fühlen sich oft durch den Tod eines geliebten Kindes beraubt. Sie haben ihr Kind als Geschenk empfangen, in Liebe für es gesorgt, Freude mit ihm gehabt, Kummer, vielleicht auch Krankheiten durchstanden, und dann ist alles weg! Unwiederbringlich – das ,Nie-Wieder‘ scheint unerträglich“, so Gisela Meier zu Biesen, 1. Vorsitzende. „Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, betroffenen Eltern etwas Wohltuendes zu bieten. Wir freuen uns sehr über die großzügige Spende der ISB, mit der wir unter anderem ein kostenloses Trauerwochenende für Betroffene planen.“

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Fußballjugend verkauft wieder Weihnachts-Bäume am Samstag 18. Dezember in Mechernich

Mechernich – Große, kleine, mittlere Weihnachtsbäume verkauft die Fußballjugend der JSG Mechernich/Feytal/Weyer auf dem Platz vor der Volksbank in der Weierstraße – und zwar am morgigen Samstag, 18. Dezember, ab 9 Uhr.

Innerhalb Mechernichs gibt es den Transportservice sofern gewünscht gleich mit dazu. Trainer Nico Schmitz: „Im Stadtgebiet liefern wir den Weihnachtsbaum gerne persönlich nach Hause. Natürlich unter Einhaltung der gültigen Coronaschutzverordnung. Über eine kleine Spende würden wir uns freuen.“

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GK-Mittelrhein bietet spezielle Zusatz-Weiterbildung an

Region/Mayen-Koblenz – Mediziner können sich in Koblenz im Bereich Klinische Akut- und Notfallmedizin qualifizieren. Das GK-Mittelrhein fühlt sich als Maximalversorger und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in jeder Hinsicht der Lehre verpflichtet. Im medizinischen Bereich geht es dabei von der Famulatur, über das Praktische Jahr, bis hin zur Weiterbildung zum Facharzt (m/w/d) und darüber hinaus zu den Spezialdisziplinen. Mit mehr als 20 verschiedenen Fachabteilungen und 22 zertifizierten Zentren deckt das GK-Mittelrhein fast alle medizinischen Fachbereiche ab und hält damit auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Weiterbildungsoptionen inklusive Spezialisierungen bereit.

Eine davon ist die die Zusatz-Weiterbildung Klinische Akut- und Notfallmedizin. Für eben diese gibt es in Rheinland-Pfalz bisher nur wenige Weiterbildungsstellen. Eine davon ist im GK-Mittelrhein. Karin Stahl, Chefärztin Zentrale Notaufnahme Kemperhof und Ev. Stift, ist Fachärztin für Allgemeinchirurgie und besitzt die Zusatz-Weiterbildung Klinische Akut- und Notfallmedizin. Zudem ist sie Managerin Klinische Notfall- und Akutmedizin (Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin).

„Die Zusatz-Weiterbildung dauert 24 Monate. Die Absolventen erlangen Fachkompetenz im Bereich der interdisziplinären Diagnostik und Behandlung von Notfallpatienten aller Fachbereiche im Krankenhaus“, berichtet Karin Stahl. Dazu müssen sie 18 Monate in einer Zentralen Notaufnahme, in der eine Person mit entsprechender Weiterbildungsermächtigung wie bei Karin Stahl arbeitet, tätig gewesen sein. Zudem sind 6 Monate auf einer Intensivstation nachzuweisen. „In der Regeln bringen die Ärzte diese bereits mit ihrer abgeschlossenen Facharztweiterbildung mit““, erläutert Stahl.

„Die Notfallmedizin ist ein extrem spannendes medizinisches Fachgebiet, weil unsere Patienten täglich mit einer Vielfalt an Krankheitsbildern von uns behandelt werden. Unsere Aufgaben ist es, bei jedem einzelnen Patienten nach der Stabilisierung anhand der Symptome , die Diagnostik und eine entsprechende Behandlung in die in die Wege zu leiten “, weckt Karin Stahl das Interesse für diese Weiterbildung.

Informationen gibt es auch hier: https://www.gk.de/beruf-und-karriere/facharzt-gk/

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Eifelkreis Bitburg-Prüm startet mit neuer Online-Beteiligungs-Plattform

Bitburg – Seit Mittwoch, den 15. Dezember 2021, ist die neue Online-Beteiligungsplattform für den Eifelkreis Bitburg-Prüm aktiviert. Diese bietet allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, digital an der Mitgestaltung ihres Landkreises mitzuwirken. Die Nutzung der Dialogplattform ist kostenlos und wird zunächst im Rahmen des Digitalprojekts EIFELKREIS VERBINDET eingesetzt.

 Gerade in der andauernden Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass die digitale Teilhabe ein immer wichtigeres Werkzeug ist, um der Bürgerschaft trotz strenger Kontaktbeschränkungen die Möglichkeit zu bieten sich an demokratischen Prozessen einzubringen und mitzuentscheiden. „Nachdem die Auftaktveranstaltung des Projekts EIFELKREIS VERBINDET verschoben werden musste, ist es uns besonders wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger auch zu Corona-Zeiten ihr Leben vor Ort aktiv mitgestalten können“, betont Landrat Andreas Kruppert.

Genau dies möchte der Eifelkreis Bitburg-Prüm nun mit dem Start der Online-Beteiligungsplattform „Zukunft-Eifelkreis“ erreichen, der für nächste Woche geplant ist. Ab dann können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger auf digitalem Wege an der Weiterentwicklung des Eifelkreises einbringen. Die Plattform richtet sich dabei ausdrücklich an alle Menschen im Landkreis, unabhängig ihres Alters, ihres Geschlechts oder ihrer Herkunft.

Zu Beginn wird sich die Bürgerbeteiligung um das Thema der Digitalisierung drehen und wie digitale Technologien und Angebote den Alltag der Menschen im Landkreis sinnvoll unterstützen können. Hierzu können bis Mitte Februar 2022 einzelne Handlungsfelder des Digitalprojekts EIFELKREIS VERBINDET priorisiert sowie Ideen und Vorschläge zum Thema eingereicht werden. Darüber hinaus sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu eingeladen, die verschiedenen Anregungen konstruktiv zu diskutieren. Die Ergebnisse der digitalen Beteiligung werden anschließend in verschiedenen Workshop-Formaten aufgegriffen und fließen letztendlich in die integrierte Digitalstrategie ein.

In weiteren Schritten wird es ab nächstem Jahr auch weitere Beteiligungsformate im Rahmen des integrierten Kreisentwicklungskonzepts für den Eifelkreis geben.

Zukunft-Eifelkreis – Gestalten Sie mit!

Die Bürgerbeteiligungsplattform ist seit dem 15. Dezember 2021 über die Internetseite www.zukunft-eifelkreis.de erreichbar sein. Für die aktive Teilnahme ist im ersten Schritt eine Registrierung erforderlich. Anschließend erhält man einen Bestätigungslink per E-Mail. Nach der Bestätigung steht die digitale Bürgerbeteiligung auf jeglichen Endgeräten über den Browser bereit. Die erste Phase der Online-Beteiligung zur Digitalstrategie des Projekts EIFELKREIS VERBINDET wird zwei Monate lang verfügbar sein. Weitere Partizipationsmaßnahmen diverserer Themenbereiche werden nach und nach ergänzt.

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Grünes Licht für die Renaturierung im Propsteier Wald in Eschweiler

Eschweiler/Bonn – In Eschweiler ist der Startschuss für den Rückbau der Konversionsfläche im Propsteier Wald gefallen. Am Dienstag 14. Dezember haben die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), vertreten durch den Bundesforstbetrieb Rhein-Weser, sowie die Stadt Eschweiler mit den Bauarbeiten am ehemaligen belgischen Militärstandort „Camp Reine Astrid“ begonnen. In diesem Zuge wurde auch das Bauschild am Haupttor Glücksburg aufgestellt. Aus Sicherheitsgründen bleibt das gesamte Gelände während der Bauphase für die Öffentlichkeit gesperrt.

Zum Bauauftakt wurde das Baustellenschild feierlich enthüllt. Foto: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)

Was lang währt, wird endlich gut: Auf der Konversionsfläche im Propsteier Wald rollen ab sofort die Bagger. Der Rückbau der rund 400, größtenteils bereits eingestürzten Gebäude im ehemaligen „Camp Reine Astrid“ erfolgt auf der Basis umfangreicher Fachgutachten und in enger Abstimmung mit den Landesdienststellen – insbesondere mit der Unteren Naturschutzbehörde der StädteRegion Aachen sowie mit einer externen naturschutzfachlichen Betreuung.

Aus naturschutzfachlicher Sicht besonders wertvoll

Dort, wo im Zweiten Weltkrieg der bewaffnete Kampf tobte und nach 1945 belgische Gaststreitkräfte einzogen, kehrt nach deren Abzug 1995 jetzt bald endgültig Ruhe ein. Mehr als 50 Jahre militärische Nutzung im „Camp Reine Astrid“ und der anschließende Dornröschenschlaf der Liegenschaft erwiesen sich als wahrer Glücksfall für die Natur und den Artenschutz: Das rund 370 Hektar große Areal bietet heute rund 90 Vogelarten, darunter Schwarz- und Mittelspecht sowie Waldohreule, einen wertvollen Lebensraum. Fledermäuse fühlen sich im alten Wald mit seinen vielen offenen Bereichen ebenfalls wohl. In feuchten Senken und Tümpeln finden seltene Kröten und Molche ihren Laichgrund und auf manch offener Fläche sonnt sich sommertags bisweilen die sehr seltene Schlingnatter. Diese und viele weitere Arten werden von der Renaturierung maßgeblich profitieren.

Zukunft nun klar: Naturschutz, sanfte Erholung und erneuerbare Energien

Dabei stehen gleich mehrere Entwicklungsziele der Liegenschaft im Fokus des öffentlichen Interesses: Die Beseitigung der Gefahrenquellen für Leib und Leben, die naturverträgliche Erholungsnutzung und nicht zuletzt der besondere Schutz und die Förderung des Naturhaushaltes im Sinne der Nationalen Biodiversitätsstrategie der Bundesrepublik. Ob erneuerbare Energiequellen (Photovoltaik) auf dem Standort errichtet werden können, wird derzeit ebenfalls geprüft. Die Anlage könnte auf den ohnehin vorhandenen versiegelten Bereichen des ehemaligen Truppenlagers aufgestellt werden. Außerdem regte der Förderverein Propsteier Wald e.V. an, eine Teilfläche des Waldes für die Naherholung zu öffnen. Mit dem jetzt beschlossenen Gesamtkonzept werden die BImA als Eigentümerin und die Stadt Eschweiler den vielfältigen Nutzeransprüchen gerecht.

Investition in die Zukunft

„Mit dem Baubeginn nimmt das Projekt Fahrt auf“, freuen sich Bürgermeisterin Nadine Leonhardt und Hermann Gödde, Erster und Technischer Beigeordneter der Stadt Eschweiler, über den Auftakt zur Umsetzungsplanung. Auch Achim Urmes vom BImA-Geschäftsbereich Bundesforst ist als Projektleiter und Leiter des Fachbereichs Naturschutz im Bundesforstbetrieb Rhein-Weser mit den abgestimmten Planungen zufrieden: „Hier wird durch die Renaturierung eine bemerkenswerte und hervorragende Fläche für den Naturhaushalt, die Biodiversität und die stadtnahe Erholung entwickelt und für die Zukunft gesichert. Zudem werden in einem ausgewählten geeigneten Bereich Potentiale für die so dringend benötigten erneuerbaren Energien in Form einer Photovoltaikanlage projektiert.“

Besucherinnen und Besucher müssen noch warten

Mit dem Baubeginn steht für die BImA als verantwortliche Eigentümerin die Verkehrssicherheit in der Fläche auf der Prioritätenliste ganz oben. Neben den Gefahren durch die stark baufälligen, meist mit Schadstoffen belasteten Gebäude sowie überwachsene, gefährlich tiefe Schächte und einer nachweislich vorhandenen Kampfmittelbelastung im Boden, herrscht fortan nun zusätzlich reger Baustellenverkehr. „Wir können und wollen hier kein Risiko eingehen. Die Gefahren durch baufällige Gebäude, Schadstoffe und Munition sind lebensbedrohend. Unrechtmäßiges Betreten der Liegenschaft wird deshalb zur Anzeige gebracht“, betont Stefanie Krause von der Projektleitung des BImA-Geschäftsbereichs Portfoliomanagement. Dies gelte auch im Sinne der Stadt Eschweiler. Während der Bauphase bleibt das gesamte Gelände daher konsequent für die Öffentlichkeit gesperrt. Der bereits verstärkte und reparierte Außenzaun wird ab sofort in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Das Ordnungsamt der Stadt Eschweiler unterstützt bei der Einhaltung des Betretungsverbots.

Die Bautätigkeiten werden sich voraussichtlich bis Ende 2022 hinziehen. Eine Öffnung des Geländes für eine naturverträgliche Erholungsnutzung ist im Anschluss auf ausgewählten und sicheren Besucherwegen geplant.

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Weihnachtsbaum-Aktion in der Brohltal Klinik St. Josef Burgbrohl

Burgbrohl – Die Brohltal-Klinik schenkt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Weihnachtsbaum. Der Eingangsbereich der Brohltal-Klinik, Fachklinik für geriatrische Rehabilitation, gleicht an diesem Mittwoch einem Winterwald. Für die Vorweihnachtszeit hat sich die Hausleitung eine außergewöhnliche Überraschung ausgedacht. 80 Weihnachtsbäume in unterschiedlichen Größen stehen vor der Klinik für die Mitarbeitenden zur Auswahl bereit. In einem Zeitfenster von 4 Stunden hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, mit einem warmen Punsch in der Hand, den passenden Baum für das Fest mit der Familie auszuwählen.

„Unter Berücksichtigung der derzeitigen pandemischen Situation, wollen wir eine Möglichkeit schaffen, den Mitarbeitenden unseren Dank für die geleistete Arbeit des Jahres auszudrücken,“ erklärt Claudia Häfner, Kaufmännische Hausleitung der Klinik, die besondere Aktion. „Eine Weihnachtsfeier ist leider auch in diesem Jahr zur Sicherheit unserer Mitarbeitenden, Patientinnen und Patienten nicht möglich. Dennoch haben die Kolleginnen und Kollegen es verdient, ihre hervorragende Arbeit noch einmal besonders gedankt zu bekommen. Für diese Aktion haben wir bewusst ein Zeitfenster von 4 Stunden gewählt, damit die Mitarbeitenden zeitversetzt und möglichst kontaktarm unter Einhaltung unserer strengen Hygienerichtlinien, den Baum für ihre Familie auswählen können.“ Dennoch ersetzt diese schöne Überraschung nicht die Freude, die eine Weihnachtsfeier im Kreis der Kolleginnen und Kollegen spenden würde. Dessen ist sich auch Claudia Häfner bewusst. „Wir können nur einen kleinen Ausgleich bieten, aber gerade jetzt ist es wichtig, alles zu tun, um ein wenig Freude zu verbreiten. Die Weihnachtsbäume sollen hierzu einen kleinen Beitrag leisten.“

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Familienaktion in Mayen – „Schmück mich“-Tanne

Mayen – Dieses Jahr haben sich die Netzwerkkoordinatorin des Stadtjugendamtes Mayen und das „Netzwerk Familienbildung“ der Kath. Familienbildungsstätte Mayen e.V. eine besondere Weihnachtsaktion für Familien überlegt: Die „Schmück mich“-Tanne.

Aufgrund der stürmischen Wetterlage am Veranstaltungstag musste die geplante Familienaktion jedoch abgeändert werden. Anstelle eines Bastelstands wurden kurzerhand kleine Basteltüten gepackt, die im nahen Umkreis der Familienbildungsstätte verteilt wurden. Nun können Familien die „Schmück mich“-Tanne, die vor dem Haus der Familienbildungsstätte in der Bäckerstraße 12 steht, mit selbstgestalteten Tannenbaumschmuck verzieren.

Das erste Resümee der Netzwerkerinnen fiel bei einem gemeinsamen Besuch der „Schmück mich“-Tanne bereits sehr zufriedenstellend aus, denn nur knapp zwei Wochen nach Start der Aktion strahlen schon zahlreiche individuelle Anhänger an der Tanne.

Bis zum 24. Dezember haben Familien noch die Möglichkeit, ihren selbst gebastelten Baumschmuck an der Tanne anzubringen, sodass der Weihnachtsbaum bis Heiligabend bunt erstrahlen kann. Die Netzwerkerinnen bedanken sich für die schönen Schmuckstücke und freuen sich auf weitere kreative Familien.

Weitere Informationen unter www.fbs-mayen.de .

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Weihnachtsmarkt-Beschicker*innen spenden 3500 Euro an städtische Einrichtungen für geflüchtete Menschen

Aachen – Alljährlich spenden die Beschicker*innen des Aachener Weihnachtsmarktes an Kinder und Familien in Not. In diesem Jahr erhalten die städtischen Einrichtungen für Geflüchtete 3500 Euro, um Rückzugsräume einzurichten, in denen die dort lebenden Kinder lesen, spielen und Hausaufgaben machen können.

„Ich freue mich, dass wir trotz der schweren Zeiten den Weihnachtsmarkt veranstalten und ein bisschen Normalität zurückholen konnten. Durch die Spende der Beschicker*innen schaffen wir für die meist stark traumatisierten Kinder Räume zum Entspannen und Wohlfühlen“, freut sich Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen bei der Checkübergabe am Dienstag, 14. Dezember, im Aachener Rathaus.

Peter Loosen, seit 25 Jahren Beschicker des Weihnachtsmarktes, wollte auch in Pandemiezeiten die „traditionelle Spende“, so Loosen, nicht ausfallen lassen und Manfred Piana und Till Schüler vom Märkte und Aktionskreis City e.V., kurz MAC, stockten die Summe auf: „Auch wenn wir deutlich weniger Besucher*innen als sonst auf dem Weihnachtsmarkt begrüßen durften, ist es uns gelungen, Freude zu schenken und weiterzugeben“, erklärt Piana.
Dank der Spende können Thomas Bremerich und Sundra Kisitu vom Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration der Stadt Aachen in einigen Einrichtungen für Geflüchtete unter anderem Bibliotheken einrichten: „Von den 1800 Geflüchteten, die in Aachen leben, sind über 700 minderjährig. Wir möchten den Spracherwerb fördern, aber auch Lust am Lesen schaffen und Spiel- und Sitzecken einrichten“, berichtet Bremerich.

Ehrenamtliche Helfer*innen gesucht
Um auch weiterhin Angebote in den Einrichtungen für geflüchtete Menschen anbieten zu können, werden jederzeit ehrenamtliche Helfer*innen gesucht und benötigt. Interessierte können sich unter helfen@mail.aachen.de informieren.

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Allergie? Hatte ich mal

Region/Mayen-Koblenz – Hyposensibilisierung hilft auch Kindern, sich an Allergene zu gewöhnen. Lara ist zehn Jahre alt. Sie lebt im Rhein-Sieg-Kreis in Windeck auf dem Land, ist quirlig, aufgeweckt und liebt Tiere – besonders Katzen. Seit Familie Grieger vor drei Jahren aus den USA nach Deutschland gezogen ist, hat sich ihr Leben jedoch sehr verändert. „Lara hat als Kleinkind schon immer viel gehustet und Bronchitis gehabt. Als wir dann nach Texas in das Wüstenklima umgezogen sind, wurde plötzlich alles besser“, erzählt Mutter Rükiye. Zurück in Deutschland ging es mit Lara aber nur noch von Arzt zu Arzt und oft auch ins Krankenhaus. „Wir waren wirklich verzweifelt. Der Husten und das Asthma wurden immer schlimmer. Wir haben schon einige Lungenentzündungen hinter uns und sobald Lara in die Nähe von Tieren – und vor allem Katzen – kam, reagierte sie hochgradig allergisch.“ Mutter, Vater und die beiden jüngeren Geschwister hatten schon oft Angst um sie.

Lara liebt es, draußen und mit den Nachbarskindern zu spielen. „Die haben alle Katzen und ich durfte dann einfach nicht nah an die drankommen und schon gar nicht mit rein“, sagt sie traurig. „Lara fühlte sich richtig ausgeschlossen. Wir haben alle schon viel geweint deswegen“, sagt die Mutter. „Der Kinderarzt hat uns zum Spezialisten geschickt. Da waren wir bei einigen. Als Behandlungsmöglichkeit wurde immer wieder die Hyposensibilisierung erwähnt. Aber wenn es dann um die Umsetzung ging, also ein junges Schulkind mit hochgradigem Asthma gegen das offensichtlich besonders gefährliche Allergen Katze zu behandeln, gab es immer wieder Bedenken – zu gefährlich, hieß es da.“

Inzwischen hat Lara ein Jahr dieser Behandlung hinter sich. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind ausgeblieben. Das Beste ist: Erste Kindergeburtstage in Katzenhaushalten hat Lara schon gefeiert – ohne Asthma-Anfall. Durchgeführt wird die Behandlung in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein. „Eine so schwere Katzenallergie ist schon besonders“, erläutert Privatdozent Dr. Thomas Nüßlein, Chefarzt der Klinik und auch Kinder-Pneumologe und Allergologe, „sowohl was – unbehandelt – den Schweregrad der allergischen Reaktionen betrifft, als auch die Risiken der Hyposensibilisierung, also der Verabreichung kleiner Mengen des Katzenallergens unter die Haut zur Gewöhnung des Körpers. Da weiß man als Behandler sehr zu schätzen, dass man für den Notfall eine Intensivstation im Rücken hat, die jederzeit in weniger als einer Minute erreichbar ist.“

Gebraucht hat Lara diese nicht. Vor einem Jahr bestand der erste Schritt der Behandlung darin, das Asthma durch regelmäßige Inhalation eines „Kortison-Abkömmlings“ zu kontrollieren. Das war nach vier Wochen erreicht. Seitdem kommt Lara einmal im Monat zur Spritze. Munter plaudert sie während des Piks weiter von den aktuellen Plänen. Einen Zoobesuch könnte sie sich gut vorstellen – trotz der besonders allergenen Großkatzen.

„Dr. Nüßlein hat sich so viel Zeit für uns genommen. Er ist ein entspannter und toller Arzt – und hat immer gute Laune“, lacht Mama Rükije. „Ich bin ihm unendlich dankbar.“ Auch Lara mag ihn sehr. „Ich gehe jetzt ganz allein zu ihm und Mama wartet mit meinen Geschwistern draußen“, sagt Lara. „Da habe ich gar keine Angst.“ Und wie hat die Desensibilisierung bis jetzt angeschlagen? „Gut! Es bringt auf jeden Fall etwas. Vor kurzem war sie zwei Stunden in einem Haus mit Katzen und es ist nichts passiert“, so Rükiye Grieger. „Der Nutzen ist bei einer Hyposensibilisierung, auch Spezifische Immuntherapie genannt, oft schnell erkennbar“, erklärt Dr. Nüßlein. „Trotzdem wird in der Regel drei Jahre behandelt – für die Nachhaltigkeit. Lara soll auch in vielen Jahren noch von dieser aufwändigen Behandlung profitieren. Für die langfristige Wirkung gibt es gute Belege, vor allem natürlich bei den viel häufigeren Allergien gegen Birken- oder Gräserpollen.“

Lara kann durch die Desensibilisierung heute viel unbeschwerter leben. Das färbt auf die gesamte Familie ab. Deren Lebensqualität hat deutlich zugenommen. Und was ist Laras größter Wunsch? Eine eigene Katze…..