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200.000 Euro Spendenscheck an’s Ahrtal übergeben

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Bonn – Fünf Monate nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal konnten heute 200.000 Euro Spenden an die betroffenen Menschen übergeben werden. Rund 30.000 Besucher*innen der Klangwelle für´s Ahrtal am Bonner Post Tower hatten das Geld eingespielt.

„Dieses Geld heute überreichen zu können, macht mich unglaublich stolz und glücklich“, sagte Julian Reininger, Geschäftsführer der fünfdrei eventagentur, die die Klangwelle veranstaltet hatte. „In kürzester Zeit haben wir es geschafft, die Klangwelle zu organisieren und dann 30.000 Besucher*innen dafür zu begeistern, sich daran zu beteiligen, den Betroffenen in Ahrtal zu helfen. Ein besonderer Dank geht aber auch an unsere zahlreichen Sponsoren, Techniker*innen und Helfer*innen, ohne die die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.“

Diesem Dank konnte sich Guido Orthen, Bürgermeister von Bad Neuenahr-Ahrweiler, nur anschließen: „Was Sie alle zusammen geleistet haben, ist einzigartig. Es zeugt von einem Zusammenhalt über Landesgrenzen hinweg. Wir danken allen Besucher*innen, die dafür gesorgt haben, dass wir heute diese große Summe entgegennehmen konnten.“

„Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leben im Ahrtal. Als Unternehmen und mit dem freiwilligen Engagement vieler Kolleginnen und Kollegen unterstützen wir diejenigen, die von der Flut betroffen sind. Für uns war es daher auch selbstverständlich, das Gelände des Post Towers für die Klangwelle zur Verfügung zu stellen“, so Monika Schaller, Leiterin Konzernkommunikation, Nachhaltigkeit und Marke der Deutsche Post DHL Group.

An acht Tagen im Oktober hatte die Klangwelle am Fuße des Post Towers rund 30.000 Besucher*innen begeistert. Sieben der acht Shows waren ausverkauft. Neben der eigentlichen Show traten die Brassband „Knallblech“ und das Duo „saxOsing“ auf, um das Publikum in Stimmung zu bringen. Dazu gab es ein umfangreiches Gastro-Angebot – alles unter coronakonformen Bedingungen.

„Die Klangwelle in Bonn veranstalten zu dürfen, war eine der schönsten Aufgaben, die wir in den vergangenen 15 Jahren angehen durften. Mit dem Ergebnis dürfen wir alle sehr zufrieden sein“, fasste Simon Reininger, Geschäftsführer der fünfdrei eventagentur zusammen. „Wir freuen uns, auch in Zukunft mit der Stadt Bad Neuenahr zusammenarbeiten zu können.“

Jan Ritter, Geschäftsführer der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH ergänzt: „Wir haben die hervorragende Zusammenarbeit mit der fünfdrei eventagentur sehr genossen. Trotzdem freuen wir uns doch sehr auf ein Wiedersehen 2022 im Kurpark. Es ist allerdings geplant, weitere gemeinsame Projekte umzusetzen. Hier dürfen unsere Gäste gespannt sein!“

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Lichterzug durch geschändete Orte der Gemeinde Kall

Kall – 30 illuminierte Trecker und Lastwagen setzten in den Flutgebieten der Gemeinde Kall Zeichen der Hoffnung und Solidarität – Bürgermeister Hermann-Josef Esser: „Danke, dass ihr dabei ward“ – Blaulicht-Gewitter. Es war Balsam für die Seelen der vielen Flutopfer in der Gemeinde Kall und ein weiteres Zeichen der großen Solidarität, die nach dem schlimmen Hochwasser im Juli in den betroffenen Orten noch immer zu spüren ist.

Vor dem, von der Flut schwer beschädigten Gerätehaus des Löschzuges Kall standen die Feuerwehrleute mit Pechfackeln Spalier. Foto: Reiner Züll

Am Abend vor dem vierten Adventssonntag startete in Steinfeld ein imposanter Lichterzug mit 30 illuminierten Traktoren und Lastwagen, die sich in langsamer Fahrt über Urft und Sötenich zum Zielort an der Kaller Bürgerhalle bewegten.

Bei der Vorbeifahrt am Gerätehaus des Löschzuges Kall wurde der Lichterzug von einem Blaulichtgewitter der Einsartzfahrzeuge von Feuerwehr und DRK empfangen. Foto: Reiner Züll

Nachdem ein paar Tage zuvor ein Lichterzug entlang der Flutgebiete in der Stadt Schleiden stattgefunden hatte, regte der Frohnrather Georg Schmitz an, eine solche Aktion auch in der Gemeinde Kall starten. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kall wurde das Projekt „Ein Funke Hoffnung“ innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt.

Die Gemeinde als Veranstalter kümmerte sich um die Genehmigung und die Versicherung des Umzuges. Bürgermeister Hermann-Josef Esser: „Wir möchten den leidgeprüften Menschen in den Flutgebieten der Gemeinde Kall am vierten Adventswochenende ein wenig Freude und Hoffnung schenken“.

Dankbar, so Esser, sei er Georg Schmitz und dessen Mitorganisator Sebastian Walter, die die Halter von Traktoren und Lkw, die bei der Flut im Gemeindegebiet im Helfereinsatz gewesen waren, mobilisiert hätten. Schmitz und Walter waren es dann auch, die bei der Aufstellung des Konvois und bei der neun Kilometer langen Lichterfahrt die Fäden in der Hand hielten, unterstützt von der Polizei und der Feuerwehr.

Bei der Aufstellung der illuminierten Fahrzeuge herrschte in Steinfeld eine gespenstische Stimmung, denn es herrschte dichter Nebel, so dass sich die Lichterpracht im Gewusel der Konvoi-Aufstellung durch die diesige „Waschküche“ durchkämpfen musste. Die Lichter der Hoffnung konnte der Nebel dennoch nicht verschleiern.

Schon eine Stunde vor Beginn des Lichterzuges sah man in den Orten die Menschen am Straßenrand auf das Ereignis, das es – genau wie die schlimme Flut – in der Gemeinde Kall noch nicht geben hat. Doch das lange Warten lohnte sich. Angeführt von der Polizei und einem rundum illuminierten Löschfahrzeuges der Kaller Feuerwehr, das sogar den Nikolaus mit an Bord hatte, fuhren die beleuchteten Fahrzeuge langsam von Steinfeld aus durch Urft und Sötenich nach Kall.

Unterwegs stoppte der Konvoi hin und wieder, wenn Zuschauer mit Kindern am Straßenrand warteten. Die staunten dann nicht schlecht, wenn der Nikolaus aus dem beleuchteten Feuerwehrfahrzeug stieg und  Schoko-Nikoläuse an die Kinder verteilte. 200 dieser süßen Überraschungen hatte der Löschzug Kall eigens für den Lichterzug geordert.

Bei der Fahrt durch Urft, Sötenich und Kall fuhr der Konvoi nicht über die Hauptstraßen, sondern vornehmlich durch die Straßen, in denen die Flut in der verhängnisvollen Nacht zum 15. Juli gewütet und großes Unheil hinterlassen hatte. Auch am Hüttengraben zwischen Sötenich und Kall, bog der Tross in die Grubenstraße Richtung Hallenbad und Feuerwehrgerätehaus ab, wo das Juli-Hochwasser im Neubaugebiet neben dem ehemaligen Milz-Gelände zahlreiche Häuser zerstört und unbewohnbar gemacht hatte. Am Feuerwehrgerätehaus, das vom Hochwasser besonders schwer beschädigt worden war, wurde der Lichter-Konvoi von Feuerwehrmännern mit Pechfackeln sowie mit einem spektakulären Blaulichtgewitter der Einsatz-Fahrzeuge von Feuerwehr und DRK empfangen.

Vor dem Feuerwehr-Domizil verfolgten auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Ortsvorsteher Stefan Kupp das einmalige Schauspiel.

„Vielen Dank, schön dass ihr dabei ward“, bedankte sich Bürgermeister Esser bei jedem Fahrzeugführer mit einem Benzingutschein über 50 Euro. Diese Gutscheine hatte die Bochumer Aral AG der Gemeinde im Rahmen der Flutopfer-Hilfe für die Halter von Helferfahrzeugen zur Verfügung gestellt. (Reiner Züll)

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Mayener „ZUCKERTONI“ überreicht Spende an Wildvogel-Station Kirchwald

Mayen – Im vergangenen Festspielsommer sorgte die Bürgerbühne der Burgfestspiele mit dem „Zuckertoni“ für Furore. Das 8-köpfige Laienensemble erzählte mit großer Leidenschaft die Geschichte von Anton Kohlhaas, der bis heute in der Erinnerung der Mayener*innen lebendig ist. Und nicht nur die Spieler selbst standen mit ihren Geschichten und Liedern auf der Bühne, der „Antunn“ selbst stand im Mittelpunkt der Inszenierung von Kaspar Küppers. Eine kunstvoll gefertigte Puppe erweckte den „Zuckertoni“ zum Leben. Tickets für das Stück rund um das Mayener Original waren in kürzester Zeit vergriffen und durch lange Wartlisten heiß begehrt, Zusatzvorstellungen wurden angeboten, um den unzähligen Kartenwünschen nachkommen zu können.

Ein großer Wunsch des Bürgerbühnenensembles war es, eine Vorstellung für den guten Zweck zu spielen. Schnell einigten sich die Schauspieler*innen auf die Wildvogel-Pflegestation Kirchwald e.V. als Empfänger. Aufgestockt wurde die Spende noch durch die Versteigerung eines „Zuckertoni-Pakets“ während der Benefiz-Gala der Festspiele.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dirk Meid und dem „Zuckertoni“ selbst, konnte ein Teil des Bürgerbühnenensembles letzte Woche nun ein Scheck in Höhe von 1.339,92 Euro überreichen. Für die Wildvogel-Pflegestation Kirchwald e.V. eine große Hilfe, die der Rettung von verletzten Wildvögeln und Igeln zugutekommen wird.

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Vorgezogene Weihnachts-Überraschung für den Bücherei-Verbund Wachtberg

Wachtberg – Großzügige Spende aus dem Nachlass der „Wachtberger Kugel“. Dreimal wurde er ausgeschrieben! Dreimal wurde er vergeben! Dreimal fand die Preisverleihung im Drehwerk zu Adendorf statt: Der weit über die Grenzen Wachtbergs hinaus bekannte und in Fachkreisen hoch geschätzte Wettbewerb für komische Lyrik, die „Wachtberger Kugel“.

Spiritus rector dieses so erfolgreichen Projekts war der Berkumer Herbert Reichelt, ohne dessen Liebe für skurrile, urkomisch witzige, tiefgründige, ja merkwürdige Gedichte, ohne dessen nimmermüdes Engagement und organisatorisches Talent ein solches Mammutprojekt nie zu stemmen gewesen wäre. Nach seinem Tode im Sommer 2019 sah sich bedauerlicherweise niemand aus dem eigens für diesen Wettbewerb gegründeten Verein „DiWa“ (Dichtung in Wachtberg) in der Lage, diese große Lücke zu füllen. Geblieben sind dagegen die Erinnerungen an einen wunderbaren Menschen. Geblieben sind drei liebevoll zusammengestellte Lyrikbände „Die besten Kugel-Schreiber“. Geblieben sind nach der Auflösung des Vereins „DiWa“ aber auch noch an die 1000 Euro! Diese wurden nun von Frau Barbara Fuchtmann-Reichelt und dem letzten Vereinsversitzenden Erwin Ruckes an die Gemeinde gespendet, mit der Vorgabe, sie an kulturelle Einrichtungen der Gemeinde weiterzugeben.

Zusammen mit dem Bürgermeister der Gemeinde, Jörg Schmidt, war man sich schnell einig, dieses Geld den Büchereien der Gemeinde für den Ankauf neuer Bücher zukommen zu lassen. Eine vorgezogene und vollkommen unerwartete Weihnachtsüberraschung für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in den Büchereien, exakt zum richtigen Zeitpunkt, können sie doch jetzt noch vor Weihnachten weitere Bücher für ihre junge Kundschaft anschaffen! „Diese Spende wäre auch genau im Sinne von Herbert Reichelt! Wo ist dieses Geld besser angelegt als für Kinder, die durch Bücher Lust beim und dann Freude am Lesen bekommen sollen!“  Mit diesen Worten bedankte sich Dieter Dresen im Namen des Büchereiverbundes.

Er nutzte bei diesem Treffen zudem die Gelegenheit, Bürgermeister Schmidt die Aufgaben und Projekte des Büchereiverbundes ausführlich darzustellen, nicht zuletzt mit dem Hinweis, dass im Augenblick wegen der Corona-Situation leider viele Realisierungen nicht möglich sind. „Käpt’n Book“ konnte zwar auch in diesem Jahr trotz angespannter Infektionslage – „auch dank unserer großzügigen Sponsoren“ – noch in Kitas und Schulen, allerdings ohne öffentliche Veranstaltungen, problemlos stattfinden. Und auch eine Lesung mit Wolfgang Kaes im Köllenhof Mitte November wurde unter akribisch kontrollierten und eingehaltenen Corona-Auflagen vom Büchereiverbund durchgeführt. Der „Wachtberger Vorlesetag“ wird jedoch wohl auch im nächsten Jahr leider wieder ausfallen müssen. Angedacht sei auch, im Kulturzentrum Köllenhof in Zusammenarbeit mit Frau Ackermann vom Ökumenischen Arbeitskreis ein regelmäßig stattfindendes Kindertheater „ThiK“ (Theater im Köllenhof“) zu initiieren, im Sommer auf einer Freilichtbühne im Innenhof, aber auch da müsse man erst einmal die weitere Corona-Entwicklung abwarten. Vielleicht könnte dann ab Sommer auch wieder zu den halbjährlichen Treffen im Büchereiverbund eingeladen werden. Begrüßenswert sei es, dass inzwischen die Offenen Bücherschränke im E-Center dank der Unterstützung der Filialleiterin, Frau Duhera, wieder an ihrem angestammten Platz der Öffentlichkeit zugängig sind und seitdem auch stark frequentiert werden.

Der Büchereiverbund Wachtberg bedankt sich an dieser Stelle nicht nur bei Bürgermeister Schmidt und bei Frau Frech für die Übergabe der Spende an den Büchereiverbund, sondern auch nochmals ausdrücklich bei Frau Fuchtmann-Reichelt und Herrn Erwin Ruckes von „DiWa“ im Namen der Büchereien sowie im Namen von vielen Kindern und Jugendlichen, die von den neu angeschafften, aktuellen Büchern profitieren werden. Und vielleicht ist dann darunter ja auch ein Gedichtband mit „skurrilen, urkomisch witzigen, tiefgründigen, ja merkwürdigen Gedichten“. Es soll sie ja geben: von Ringelnatz und Morgenstern und Gernhardt und Jandl und Krüss und Tucholsky und Brecht und Kästner und Heine und Goethe … und … und viele andere lassen sicher auch grüßen. Und dies nicht nur zur Weihnachtszeit! (Dieter Dresen)

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Europaschule Langerwehe – Landrat Wolfgang Spelthahn besucht Wasserstoff-AG

Düren – Das Ziel, das der Oberstufen-Projektkurs der Europaschule Langerwehe verfolgt, ist klar: Den Wasserstoff als Rohstoff der Zukunft bekannter zu machen und die Akzeptanz für Wasserstoff zu erhöhen. Dies soll unter anderem mit von den Schülern gestalteten Plakaten gelingen, die nun bei einem Kursbesuch von Landrat Wolfgang Spelthahn vorgestellt wurden.

Im Mittelpunkt der Plakatkampagne steht das Maskottchen „Hydrolino“, das den Wasserstoff und das, was in ihm steckt, einfach, kurz und vor allem verständlich erklärt. „Ich bin sehr begeistert von den Plakaten. Sie bringen genau das auf den Punkt, was wir mit unserer Wasserstoff-Offensive vermitteln wollen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn sichtlich beeindruckt. „Sie zeigen, wie gut und vielseitig Wasserstoff einsetzbar und dabei gleichzeitig gut für das Klima ist.“ Landrat Wolfgang Spelthahn erzählte bei seinem Besuch den Schülern von dem Vorhaben des Kreises, zur Wasserstoff-Modellregion zu werden, und dass der Wasserstoff ein wichtiger Baustein im Strukturwandel sei. Im Januar werden die ersten wasserstoffbetriebenen Busse im Kreis Düren fahren. „Wir haben hier eine große Chance im Kreis Düren und ich freue mich, dass gerade von der jüngeren Generation so viel Interesse und Unterstützung da ist.“

Den Projektkurs zum Thema Wasserstoff belegen die sieben Schüler und eine Schülerin freiwillig. Hier sammeln sie erste Erfahrungen zu dem Thema, können Kontakte unter anderem zu Forschungseinrichtungen und Unternehmen in der Region knüpfen und schauen jetzt schon über den schulischen Tellerrand hinaus. Unterstützt werden die Schüler von Frank Burkard und Marius Richter vom Wasserstoff-Team des Kreises Düren, die einmal im Monat den Projektkurs besuchen.

Die Lehrerinnen Wiebke Gerhardt und Janine Dassen begleiten die Oberstufenschüler im Kurs. „Wir lernen hier gemeinsam auf Augenhöhe. Die Schülerin und Schüler wollen die Zukunft mitgestalten und Vorurteile und Ängste in Bezug auf Wasserstoff abbauen“, sagt Janine Dassen. „Wir merken auch, dass die Themen aus dem Kurs nachhaltig sind und sich die Schülerinnen und Schüler auch außerhalb der Schule gerne damit auseinandersetzen“, ergänzt ihre Kollegin Wiebke Gerhardt. Dieser Enthusiasmus soll nun mit Hilfe der Plakate auch auf die Einwohner des Kreises Düren übertragen werden. „Hydrolino“ ist nun der Startschuss der gut durchdachten Plakatkampagne und hängt bereits an verschiedenen Stellen aus. Die Schülerin und Schüler haben noch viele weitere Ideen, wie man den Wasserstoff bekannter machen kann. Damit nehmen sie zudem an einem Wettbewerb des Projekts „Rheinisches Revier – Jugend gestaltet den Strukturwandel“ vom gemeinnützigen Verein ANTalive teil.

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Weihnachts-Grüße des Landrats Gregor Eibes aus dem Kreishaus in Wittlich

Wittlich – Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Dankbarkeit ist die Fähigkeit, ganz in der Gegenwart zu leben. Der dankbare Mensch nimmt an, was ihm heute begegnet. Er erinnert sich an das Gute, das ihm widerfahren ist, und er hofft auf eine Zukunft, die lebenswert ist.
-Udo Hahn-

Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und das neue Jahr steht ungeduldig vor der Tür. Jeder zieht am Ende eines Jahres seine persönliche Bilanz. Jeder reflektiert die vergangenen 12 Monate auf seine eigene und individuelle Art und Weise und dennoch gibt es Belange und Ereignisse, die die Gesellschaft als Ganzes betreffen.

Seit fast zwei Jahren verlangt die Corona-Pandemie uns allen, jedem einzelnen von uns viel ab. Zeitweise Kita- und Schulschließungen, die Beschränkung von Besuchsrechten in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern, mehrere Lockdowns, die das wirtschaftliche und soziale Leben sehr einschränkten, die Existenzsorgen vieler von Kurzarbeit betroffener Bürgerinnen und Bürger und vieler Unternehmen sowie die wirtschaftlichen Verluste der Gastronomie-, Tourismus- und Veranstaltungsbranche, um nur einige der der Pandemie geschuldeten Schwierigkeiten der vergangenen 21 Monate zu nennen. Das Bedauerlichste aber sind die bis dato zu beklagenden 70 Todesfälle. Diese Zahl der in unserem Landkreis im Zusammenhang mit Corona Verstorbenen ist nicht nur eine bloße Zahl. Dahinter stehen persönliche Schicksale, dahinter stehen Angehörige, Menschen, die ihre Partnerin/ ihren Partner, ihre Mutter, ihren Vater, ein Großelternteil, Geschwister oder Freunde verloren haben, um die sie schmerzlich trauern.

Dann, zu Beginn des Jahres 2021, konnte zügig mit der Impfung der Bevölkerung begonnen werden. Viele Bernkastel-Wittlicher/innen nahmen das Impfangebot wahr, sodass man im vergangenen Sommer bei niedrigen Inzidenzzahlen den Eindruck gewinnen konnte, wir hätten das Schlimmste der Pandemie überwunden. Doch verschiedene Mutanten des SARS-CoV2-Virus und die kalte Jahreszeit stellen uns aktuell vor die Herausforderungen der 4. Corona-Welle. Deshalb hat der Landkreis Anfang Dezember in eigener Verantwortung das bisherige Ende September 2021 geschlossene Impfzentrum im ehemaligen Hela-Baumarkt als kommunale Impfstelle wiedereröffnet und bietet dort den Bürger/Innen sechs Tage in der Woche die Möglichkeit, sich gegen Corona impfen zu lassen. Ich hoffe sehr und appelliere deshalb eindringlich an alle impffähigen Menschen im Kreis, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen und auch die wichtige Booster-Auffrischungsimpfung wahrzunehmen. Denn durch die Impfung schützen wir uns selbst und unsere Mitmenschen.

Ein weiteres Ereignis, die Unwetterkatastrophe Mitte Juli dieses Jahres, hat uns allen gezeigt, wie hilflos wir Menschen den Naturgewalten ausgeliefert sein können. Am 14./15. Juli 2021 hat ein Unwetter von bisher nie da gewesenem Ausmaß in unseren Nachbarländern, in Nordrhein-Westfalen und auch in Rheinland-Pfalz eine bedauerliche hohe Zahl von Todesopfern gefordert. Selbst kleinste Bäche und Flüsse wurden innerhalb weniger Minuten zu reißenden Fluten und verursachten Schäden an privaten Häusern und der öffentlichen Infrastruktur in Milliardenhöhe. Auch unser Landkreis, viele Orte in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land und unsere Kreisstadt Wittlich waren stark betroffen. Wir dürfen dankbar sein, dass wir keine Todesopfer zu beklagen hatten. Die Not der in Mitleidenschaft gezogenen Menschen, insbesondere im Landkreis Ahrweiler, hat viele Menschen zutiefst betroffen gemacht. Besonders beeindruckend war die riesige Welle der Hilfsbereitschaft, die diese Flutkatastrophe in unserem Land ausgelöst hat. Die Rettungsorganisationen wie das Technische Hilfswerk, die Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz, das Malteser Hilfswerk, die Katastrophenschutzeinheiten und auch tausende ehrenamtlich engagierte Menschen aus allen Regionen unserer Bundesrepublik halfen selbstlos in den Hochwasserregionen und -orten, um die Betroffenen in ihrer Notlage nicht alleine zu lassen und ihnen etwas Zuversicht zu schenken. Viele Menschen haben ihre Herzen und ihre Portemonnaies geöffnet und großzügig für die Flutopfer gespendet. Gerne war die Kreisverwaltung in der Auszahlung von Spendenmitteln sowie Soforthilfen für geschädigte private Haushalte und Unternehmen tätig.

Diese Weihnachts- und Neujahrsgrüße will ich auch nutzen, um Danke zu sagen: Mir ist es wichtig, den Menschen herzlich zu danken, den Pflegerinnen und Pflegern, den Ärztinnen und Ärzten, die häufig bis an die Grenzen der Erschöpfung Herausragendes in der medizinischen Versorgung und Betreuung ihrer Patienten und der an Corona Erkrankten leisten.

Sehr herzliche Dankesworte richte ich an alle ehrenamtlich engagierten Menschen im Landkreis, die sich auf vielfältige Weise für ihre Menschen einsetzen und durch ihr freiwilliges Wirken dazu beitragen, dass unser Landkreis eine lebenswerte Heimatregion ist. Dieses Jahr gelten meine Dankesworte deshalb insbesondere denjenigen, die sich um die von der Unwetterkatastrophe betroffenen Menschen in unserem Landkreis und den vielen Helferinnen und Helfern, die sich auch um die Hochwasseropfer im Ahrtal gekümmert haben. Allen Ehrenamtler/innen gilt mein herzlicher Dank für ihr wertvolles Tun.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Digitalisierung hält immer mehr auch in den Verwaltungen Einzug. Die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich wird das digitale Angebot unserer Verwaltungsleistungen weiter ausbauen und so werden Sie sich künftig manchen Gang zum Kreishaus sparen können. Ich nenne beispielhaft: Die Beantragung von Elterngeld, Bafög, Wohngeld, Jagdscheinangelegenheiten und Bauanträge.

Auch im kommenden Jahr wird die Kreisverwaltung als moderne Dienstleisterin mit Kompetenz und Bürgernähe für Sie aktiv sein.

Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger und Ihren Familien, wünsche ich von Herzen gesegnete und frohe Weihnachtsfeiertage, Zeit zum Ausruhen und Krafttanken für die kommenden Herausforderungen und ein hoffnungsvolles, lebenswertes und vor allem gesundes Jahr 2022.

Aus dem Kreishaus in Wittlich grüßt Sie herzlich

Ihr
Gregor Eibes
(Landrat)

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Advent im Flutgebiet – Caritas-Verband bietet in Wintertreffs reichhaltiges Programm

Ahrweiler/Ahrtal – Angebote im Hochwassergebiet an der Ahr zu organisieren ist in Pandemie-Zeiten ein Drahtseilakt: Der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr will nah bei den Menschen sein, ohne sie zu gefährden. Denn die Flut hat nicht nur äußerlich Spuren hinterlassen, auch im Inneren hat sie viele Menschen seelisch verletzt und verunsichert. Insbesondere im Winter möchte der Caritasverband den Menschen schöne, aufbauende Erlebnisse, ein wenig Geborgenheit und Normalität im Alltag bieten. Einen Beitrag dazu sind Veranstaltungen in den sogenannten „Wintertreffs“.

Die Caritas-Mitarbeiterinnen wollen den Advent und die Weihnachtszeit mit den Menschen feiern. Da bauen Kinder an einem gemütlichen Bastelnachmittag im Wintertreff im Kurpark von Bad Neuenahr-Ahrweiler Lebkuchenzüge oder es gibt ein Adventsfrühstück für alle, die gerne auf Abstand, aber in Gemeinschaft Kaffee trinken wollen. Die Gastgeberinnen Ingrid Neubusch, Gemeindeschwester plus, und Ute Remshagen vom Pflegestützpunkt konnten dazu jüngst 20 Gäste im weihnachtlich dekorierten Wintertreff am Moses-Parkplatz begrüßen. In Zukunft soll diese Gelegenheit zum Beisammensein im Übrigen monatlich stattfinden. Wer nicht alleine kommen kann, wird von einem Fahrdienst abgeholt, heißt es in einer Mitteilung des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr.

Ein besonderes Schmankerl schenken die beiden Artisten, Manuel Mitasch und Inga Schäfer, Kindern und Erwachsenen mit Jonglier-Workshops, die vor Weihnachten im Wintertreff von Walporzheim sowie in den Wintertreffs im Kurpark und auf dem Moses-Parkplatz in Neuenahr-Ahrweiler angeboten werden (Näheres dazu am Ende des Artikels).

Insgesamt gibt es an elf Standorten Wintertreffs. Dort finden unterschiedliche Aktionen wie Vorträge beispielsweise zum Thema „Sicherheit im Alltag“ in Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Weissen Ring, Aktionen für Kinder und Familien, Handarbeitsnachmittage, Spieletreffs und Beratungsangebote statt.

Darüber hinaus ist die Caritas in Beratungscontainern vor Ort. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen bei Antragverfahren, vermitteln psycho-soziale Hilfe und engagieren sich in der aufsuchenden Sozialarbeit.

Die Jonglage-Workshops finden statt am:

  1. Dezember, 15 Uhr, Wintertreff im Kurpark
  2. Dezember, 15 Uhr, Wintertreff Moses Parkplatz
  3. Dezember, 15 Uhr, Wintertreff Walporzheim

Es gelten die aktuellen Corona-Regelungen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Telefonische Anmeldung und weitere Infos beim Caritasverband unter Tel.: 02641-75 98 60. Weitere Informationen zu den Angeboten der Caritas gibt es auch auf www.caritas-rhein-mosel-ahr.de.

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Mechernicher Dr. Hans-Peter Schick Bürgermeister von Bethlehem

Mechernich – Dr. Hans-Peter Schick, 15 Kinder, Kinderchor und Band spielen bei Mechernicher Krippenspiel der GdG St. Barbara mit – Gezeigt wird das Schauspiel an Heiligabend ab 16 Uhr auf Youtube – Den Wortgottesdienst hält Manfred Lang – Agnes und Rainer Peters übernahmen Organisation, Regie und Kamera.

Statt dem Stall von Bethlehem ist das Hotel „Hilton“ der Schauplatz von Jesus Geburt, an die Fersen von Maria und Josef heftet sich ein rasender Reporter und anstelle des Königs Herodes spielt Dr. Hans-Peter Schick als waschechter Bürgermeister mit. Man darf sagen, das Krippenspiel der GdG St. Barbara wartet mit etlichen Überraschungen auf.

Ausgestrahlt wird das Schauspiel an Heiligabend auf dem Youtube-Kanal „Mechernicher Krippenspiel“. Ab 16 Uhr sollte man Computer, Tablet oder Mobiltelefon „anwerfen“, wenn man dabei sein will. Den dazugehörigen Wortgottesdienst zum Fest hält Diakon Manfred Lang.

Die Aufnahmen fanden in der Alten Kirche statt, die den Darstellern und der Filmcrew nicht nur ein (wetterunabhängiges) Dach über dem Kopf bot, sondern darüber hinaus eine heimelige und geräuscharme Kulisse für den Dreh. Die alte Holztür zur Sakristei dient als Pforte zum Jesuskind.

Zwei Engel in Quarantäne

Allerdings stellte die Corona-Pandemie mit ihren hohen Inzidenzen die Regisseurin, Kamerafrau und Leiterin des Krippenspiels, Agnes Peters, die außerdem im Pfarramt der GdG arbeitet, von Beginn an vor große Herausforderungen. „Weil wir niemanden gefährden wollten, haben wird die Szenen einzeln oder in ganz kleinen Gruppen abgedreht. Zwischendurch mussten wir außerdem Drehtage verschieben, weil zwei der Engel unter Quarantäne standen“, berichtet Peters. Mehrmals hieß es also „Klappe, die nächste“. Insgesamt sind 15 Drehtage absolviert worden.

Agnes Peters und ihr Mann Rainer führten die beiden Kameras – eine die in der Bewegung mitging, eine weitere, die vom Stativ eine feste Perspektive einnahm. Immer wieder wurden Szenen wiederholt bis sie perfekt im Kasten waren. „Sie müssen dann gleich so tun als ob hier ganz viele Menschen sind“, gab Agnes Peter erste Instruktionen an Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick für das Bad in der Menge.

15 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren spielen mit. Auch Kommunionkinder sind darunter. Der Text des Krippenspiels, das im Original von Gabriele Meyer-Allenstein stammt, wurde umgeschrieben, um es mit feinem Lokalkolorit auf Mechernich zu münzen. „Mit der Autorin haben wir Kontakt aufgenommen und auch erzählt, dass wir es um einige Rollen erweitert haben, damit alle, die mitmachen wollen beim Krippenspiel auch mitmachen können“, so Agnes Peters.

Goldtaler & Live-Musik

Beim Dreh mit dem Mechernicher – pardon – Bethlehemer Bürgermeister war Fabian Meyer als Buchhalter dabei, der Dr. Hans-Peter Schick genau auf die Finger schaut, wenn es um die Goldtaler der Stadt geht. Luisa Flaschentreher und Pauline Wilms spielen die Rolle des Portiers und der Managerin im Hotel „Hilton“, in dem Maria und Josef Unterschlupf gefunden haben zur Geburt des Jesuskindes.

Auf die Idee, Dr. Hans-Peter Schick mit (s)einer Rolle in das Krippenspiel einzubinden, war Agnes Peters gekommen: „Wir haben ihn einfach gefragt und haben uns riesig gefreut, dass er den Spaß mitmacht.“

Live-Musik gibt es auch. Der von Mechernichs Kantor Erik Arndt neu gegründete Kinderchor singt unter seiner Leitung zwei Lieder. Und auch die bekannte Krippenspielband sorgt für bereichernde Zwischentöne mit Eileen Winand (Flöte), Stephan Milz (Klavier), Tanja Peters (Flöte), Rainer Peters (Bass), Laura Dustert (Gesang) und Erik Arndt (Keyboard).

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Kinder, Eltern und Organisatoren haben unendlich viel Mühe und Arbeit in die Aufführung gesteckt, um trotz Corona die frohe Botschaft des Heiligen Abends unter die Menschen zu bringen. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn viele Mechernicher ‚einschalten‘.“ Das erste Mechernicher Krippenspiel der GdG St. Barbara auf Youtube im Corona-Dezember 2020 zählte bereits beeindruckende 1.477 Klicks.

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Omikron-Variante des Corona-Virus zum 2. Mal im Kreis Euskirchen nachgewiesen

Euskirchen – Zum zweiten Mal ist nach Angaben des Kreis-Gesundheitsamtes im Kreis Euskirchen die Omikron-Variante des Corona-Virus nachgewiesen worden.

Betroffen ist ein „Elternteil“ eines Kindergartenkindes, das eine Kita im Stadtgebiet Euskirchen besucht. Bei diesem Kind, das ebenfalls positiv auf Corona getestet wurde, laufen die Untersuchungen noch.

Da in der KiTa mehrere Infektionsfälle in Belegschaft und bei Kindern bestehen, wurde die Einrichtung geschlossen und Eltern gebeten, die Kontakte zu reduzieren und sich und die Kinder mittels PCR testen zu lassen. Sichere Angaben zu den Infektionsquellen und den Infektionswegen sind trotz genauer Ermittlungen derzeit nicht möglich.

Insgesamt besteht bei 14 aktuell im Kreisgebiet infizierten Personen der dringende Verdacht auf Omikron, hier wartet das Gesundheitsamt auf die Sequenzierungsergebnisse.

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96 Prozent Impfquote bei der nordrhein-westfälischen Polizei

Region/Düsseldorf – Innenminister Reul: Die Beschäftigten schützen sich, um andere schützen zu können. Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat in allen 50 Polizeibehörden des Landes den Impfstatus abfragen lassen. Zwischen dem 24. November und dem 12. Dezember 2021 haben 51.318 Polizeibeschäftigte, die in diesem Zeitraum Dienst auf einer Dienststelle oder im Außendienst ausgeübt haben, bei Dienstantritt entweder ihren Impfnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Testnachweis vorgelegt.

Das sind 88,9 Prozent aller 57.728 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der nordrhein-westfälischen Polizei. Von den 51.318 kontrollierten Beschäftigten haben 49.274 einen Impfnachweis und 381 einen gültigen Genesenennachweis. Das entspricht einer Impfquote von 96,02 Prozent.

Innenminister Herbert Reul zu dem Ergebnis: „Wir kennen den Impfstatus von fast 90 Prozent der rund 58.000 Polizei-Beschäftigten und von diesen sind 96 Prozent geimpft. Das ist eine sagenhafte Quote, auf die wir stolz sein können. Die Beschäftigten schützen sich, um andere schützen können; das ist genau der Gemeinschaftssinn, den ich mir für unsere ganze Gesellschaft wünsche. Damit kommt die Polizei ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und auch ihrer Vorbildfunktion nach.“