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Ehrenamtlicher Dolmetscher-Pool leistet wertvolle Integrationsarbeit

Wittlich – Vor einem Jahr hat das Integrationsbüro der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich die Verwaltung des ehrenamtlichen Dolmetscher-Pools Bernkastel-Wittlich übernommen. Die im Jahr 2014 entstandene Initiative des Arbeitskreises der Integrationspartner Bernkastel-Wittlich war zuvor beim DRK Kreisverband Bernkastel-Wittlich angesiedelt und wird seit 12 Monaten von den neuen Ansprechpartnerinnen Ute Erz und Veronika Kutschin koordiniert. Sie konnten die erfolgreiche und wertvolle Arbeit des DRK Kreisverbandes rund um die Verwaltung, Organisation, Vermittlung, Neugewinnung und Betreuung des Dolmetscher-Pools fortsetzen.

Durch den Einsatz der ehrenamtlichen Sprachmittler wurden viele neuzugewanderte Menschen und Familien bei der Kommunikation mit Kindertagesstätten, Schulen und Behörden begleitet. Sie haben Unterstützung erfahren, wenn es darum ging, Sprachbarrieren in ihrem Alltag zu überwinden.

Für die Sprachmittler gab es Ende des vergangenen Jahres ein ganz besonderes Qualifizierungsangebot. Durch eine Kooperation des Dolmetscher-Pools Bernkastel-Wittlich mit der gemeinnützigen Bildungs- und Beratungseinrichtung Arbeit & Leben gGmbH und dem Projekt „DOOR – Dolmetschen im sozialen Raum“ erhielten sie die Möglichkeit, an einer praxisnahen Basis-Qualifizierung teilzunehmen.

Derzeit sind rund 30 Ehrenamtliche aktiv unter anderem in den Sprachen Arabisch, Türkisch, Kurdisch, Russisch, Kroatisch, Lettisch, Persisch und Rumänisch. Bei den Ehrenamtlichen handelt es sich nicht um amtlich vereidigte oder amtlich bestellte Dolmetscher im Sinne des Dolmetschergesetzes. Sie leisten vielmehr Alltagshilfe und unterstützen neuzugewanderte Bürger im täglichen Leben und bei der Kommunikation mit verschiedenen lokalen Behörden, öffentlichen Einrichtungen sowie Organisationen aus dem Sozial- und

Gesundheitsbereich.

Um die ehrenamtlichen Sprachmittler bestmöglich bei ihrer Dolmetschertätigkeit zu unterstützen, wird es auch im Jahr 2022 wieder Qualifizierungsangebote und Austauschtreffen geben. Wer Interesse an einer Mitarbeit im ehrenamtlichen Dolmetscher-Pool hat, ist herzlich willkommen. Gesucht werden derzeit insbesondere Sprachmittler für Bosnisch, Bulgarisch, Rumänisch, Serbisch und Ungarisch.

Zugriff auf den Dolmetscher-Pool haben ausschließlich öffentliche und soziale Einrichtungen und Organisationen. Privatpersonen können den ehrenamtlichen Dolmetscher-Pool nicht anfordern. Um den Pool nutzen zu können, ist eine einmalige Registrierung als Kooperationspartner beim Integrationsbüro der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich notwendig.

Kontakt: Integrationsbeauftragte Ute Erz, E-Mail: ute.erz@bernkastel-wittlich.de, Tel.: 06571 14-2390 und Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Veronika Kutschin, E-Mail: veronika.kutschin@bernkastel-wittlich.de, Tel.: 06571 14-2226.

Weitere Informationen auf www.bernkastel-wittlich.de unter dem Stichwort Dolmetscherpool.

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Flutgebiet – Alexander Schweitzer: Die Unterstützung der Betroffenen hat weiterhin höchste Priorität

Region/Mainz – Ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe im Ahrtal berichtete Minister Alexander Schweitzer über die Fortschritte der vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung initiierten Projekte, die Betroffene in der Region unterstützen. „Wir lassen die Menschen nicht im Stich und werden weiterhin alles unternehmen, um Betroffene der Hochwasser-Katastrophe vor Ort zu unterstützen. Ich bin sehr froh, dass wir sehen, wie gut die Projekte angenommen werden“, betonte Schweitzer.

Um die arbeitssuchenden Menschen im Ahrtal in ihrem veränderten Alltag zu unterstützen und sie zu begleiten, werden seit Mitte Oktober die beiden Projekte „Ganzheitliches Coaching in der Flutregion“ durchgeführt. Die Coaches nehmen die Belange der Teilnehmenden ganzheitlich in den Blick und verstehen sich als Lotsen zu bestehenden Unterstützungs- und Beratungsangeboten. So sind neben der Sicherung der alltäglichen Bedürfnisse die Entwicklung beruflicher Perspektiven oder Hilfen bei der beruflichen Neuorientierung zentrale Elemente der Projekte, um die Teilnehmenden auf die Eingliederung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vorzubereiten. Die beiden Projekte haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022.

Insgesamt stehen in den beiden Projekten, die das Land fördert, 80 Plätze zur Verfügung. Die Plätze werden durch Beratungsgespräche im Jobcenter Ahrweiler oder der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen vermittelt. Bereits rund 70 Teilnehmende profitieren von dem ganzheitlichen Coaching.

Die Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 hatte auch massive Auswirkungen auf die Ausbildung von zukünftigen Pflegefachpersonen im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Viele praktische Ausbildungsorte wie ambulante Pflegedienste wurden in der Katastrophe zerstört. Zudem sind etliche Pflegeauszubildende aus dem Landkreis auch persönlich von der Katastrophe betroffen. Damit die Ausbildung dennoch fortgesetzt werden kann, wurde ein Pflegeschulstandort am Krankenhaus der Marienhaus GmbH im Landkreis reaktiviert“, so Sozialminister Alexander Schweitzer. Für die praktische Ausbildung wird das sogenannte Skills-Lab aus Mitteln der Landesregierung in Höhe von 124.000 Euro vollfinanziert.

Das Skills-Lab enthält neben verschiedenen Pflegesimulationspuppen und der dazugehörigen Software auch die Möglichkeit, per Videoübertragung die praktische Ausbildung zu gestalten. Es bildet typische Tätigkeitsbereiche des Pflegeberufes ab und bietet die Möglichkeit, demonstrierte pflegerische und medizinische Tätigkeiten beobachtbar zu machen. Damit wird für die Pflegeauszubildenden die Möglichkeit geschaffen, einen lernzielorientierten und effektiven simulationsgestützten Unterricht durchzuführen. Der Bewilligungsbescheid wurde im Dezember 2021 überreicht. Derzeit werden die Geräte zum Aufbau des Skills-Lab beschafft und installiert.

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Kreisverwaltung Mayen-Koblenz treibt Digitalisierung voran

Region/Mayen-Koblenz – Kreisverwaltung Mayen-Koblenz bietet mehr Online-Angebote im Jahr 2022. Die Digitalisierung hat längst Einzug in unseren privaten Alltag gehalten- und die Art, wie wir arbeiten und leben, stark verändert. Sie macht auch vor Behördentüren keinen Halt. Eine gesetzliche Verpflichtung, dass Bürger und Unternehmen bis spätestens Ende 2022 ihre Anträge, Nachweise und Berichtspflichten an Bund, Länder und Kommunen online abwickeln können, gibt es bereits. Grundlage dafür ist das Online-Zugangsgesetz (OZG).

Auch der Landkreis Mayen-Koblenz befindet sich mitten in diesem Prozess und arbeitet daran, dass Dienstleistungen vom Antrag bis zur Erledigung eines Anliegens online, papierlos und idealerweise ohne persönliche Vorsprache bei der Kreisverwaltung erledigt werden können. Für die Umsetzung zeichnet sich die hausinterne Koordinierungsstelle Digitalisierung (KoDig) verantwortlich. Diese begleitet und unterstützt die Fachbereiche bei dem Veränderungsprozess. „Wir haben das klare Ziel, die Digitalisierung weiter voranzutreiben, um dadurch einen optimalen Service für alle Bürger zu gewährleisten. Die Einführung eines Dokumentenmanagementsystem (DMS) und der Ausbau interner digitaler Workflows werden zudem erhebliche Mehrwerte für die Mitarbeiter bedeuten“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig. Auf dem Weg zum DMS sollen im Frühjahr die dazu erforderlichen Daten der gesamten Verwaltung erhoben werden.

Die Einführung einiger elektronischer Formulare konnte bereits umgesetzt werden. Über das Bürgerserviceportal sowie den roten Button Onlineangebote können Bürger beispielsweise Sperrmüll beantragen, Elterngeldformulare ausfüllen oder ihr Wunschkennzeichen reservieren. Außerhalb der Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes werden bereits die Bewerberprozesse für Auszubildende online durchgeführt. Ebenfalls wurde eine Plattform für Beschwerden zum Öffentlichen Personennahverkehr eingerichtet und Termine für die KFZ-Zulassungsstelle, die Ausländerbehörde und die Führerscheinstelle können online vereinbart werden. Als nächstes wird auch die Beantragung von Unterhaltsvorschuss online möglich sein. Das Pilot-Projekt befindet sich in der Abschlussphase.

Was in der Theorie oft einfach klingt, gestaltet sich in der tatsächlichen Umsetzung digitaler Prozesse schwierig. „Die Digitalisierung kann nicht einfach per Knopfdruck umgesetzt werden. Neben der Schaffung der technischen Voraussetzungen und den notwendigen personellen Ressourcen für die Umsetzung der einzelnen Projekte, müssen auch rechtliche Vorgaben berücksichtigt werden, die oftmals eine große Hürde darstellen“, sagt Nina Baierl. OZG-Beauftragte der Kreisverwaltung. Insgesamt sei E-Government ein sehr komplexes Thema, bei dem viele Bausteine ineinandergreifen. Für das anstehende Jahr ist Nina Baierl zuversichtlich: „Ich bin aber guter Dinge, dass wir 2022 einige nennenswerte Projekte ans Laufen bekommen.“

Gemeinsam mit anderen Kreisverwaltungen sowie den Städten und Verbandsgemeinden des Landkreises werden in den Arbeitsgemeinschaften „Digitales Kreishaus“ und „AG Bürgerportal“, die die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz initiiert hat, gemeinsame Lösungen für eine digitale Verwaltung geschaffen. Weiter ist die KoDig auch in den Anwenderbeiräten OZG und DMS vertreten, die von den kommunalen Spitzenverbänden auf Landesebene gegründet wurden, um in ganz Rheinland-Pfalz einheitliche Standards in der Digitalisierung zu definieren.

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Neu am Nelly-Pütz-Berufskolleg – Praxisintegrierte Ausbildung Kinderpflege

Düren – Das Nelly-Pütz-Berufskolleg wird ab dem kommenden Schuljahr 2022/2023 die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zum staatlich geprüften Kinderpfleger oder zur staatlich geprüften Kinderpflegerin anbieten. Das wesentliche Merkmal der PIA ist eine enge Theorie-Praxis-Verzahnung, also der Wechsel zwischen Schulunterricht und praktischer Arbeit in einer Einrichtung der Kindertagespflege.

Seit vielen Jahren entstehen neue Kindertagespflegeeinrichtungen und Offene Ganztagsschulen werden erweitert. Die Nachfrage nach qualifizierten Kinderpflegern und Kinderpflegerinnen wächst und dementsprechend auch der Bedarf an Ausbildungsplätzen. Alltagshelfer und Alltagshelferinnen sowie Seiteneinsteiger und Seiteneinsteigerinnen, die die Kitas bereits bei den Corona-Hygienemaßnahmen unterstützen, wird so eine Berufs- und Aufstiegsperspektive geboten. Gleichzeitig soll mit dem neuen Angebot dem Personalmangel entgegengesteuert werden.

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und findet parallel in der Schule und in der Praxisstelle statt. Die Auszubildenden schließen zu Beginn einen Vertrag mit dem Träger der Kindertagespflege und bewerben sich parallel auf den Platz am Nelly-Pütz-Berufskolleg. Während der Ausbildung können die Auszubildenden eine Ausbildungsvergütung erhalten, die vertraglich mit dem Träger vereinbart wird.

Die Bewerberinnen und Bewerber benötigen für die Aufnahme an der Schule mindestens einen Hauptschulabschluss nach Klasse 9 sowie den Nachweis eines Ausbildungsplatzes für zwei Jahre bei einem anerkannten Träger der Kinder- und Jugendhilfe.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Berufskollegs www.nelly-puetz-bk.de.

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Einladung zum 3. Jülicher Nachhaltigkeits-Stammtisch am Montag 17. Januar online über Zoom – Anmeldung per E-Mail

Jülich – Beim dritten Jülicher Nachhaltigkeitsstammtisch am Montag, 17.01.2022 um 18 Uhr (online über Zoom) stellen sich einige Preisträger des Klimaschutzpreises 2021 vor. Außerdem werden Vertreterinnen der Verwaltung über die Lastenräder der Stadt Jülich sowie das Klimaschutzmanagement informieren und für Fragen zur Verfügung stehen.

In Jülich engagieren sich viele Menschen für eine global nachhaltige Entwicklung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele, damit alle Menschen hier vor Ort und weltweit, sowie auch die uns folgenden Generationen gut leben können. Die Stadt Jülich lädt regelmäßig alle Bürgerinnen und Bürger zu einem virtuellen Nachhaltigkeitsstammtisch ein, um dieses Engagement kennenzulernen, sich auszutauschen und miteinander zu vernetzen.

Der Westenergie Klimaschutzpreis wird gemeinsam von Westenergie und der Stadt Jülich vergeben. Der erste Preis geht in diesem Jahr an das Mädchen Gymnasium Jülich. Geplant wird ein Projekttag, der die Schülerinnen im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ fördern soll. Das Engagement der Schirmerschule, das durch gezieltes Upcycling einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, wurde mit dem zweiten Platz belohnt. Der dritte Preis geht an das Café Gemeinsam, für den ressourcenschonenden Umgang mit Gütern und die Verknüpfung von Umwelt- und Klimaschutz mit der Förderung des Fairen Handels. Mit dem vierten Platz wurde die Verkehrswacht Jülich ausgezeichnet, die durch die insektenfreundliche Gestaltung ihres Geländes einen Beitrag zur Biodiversität leistet. Einige der Gewinnerprojekte werden im Rahmen des Nachhaltigkeitsstammtisches genauer vorgestellt.

Seit September 2021 können die E-Lastenräder der Stadt Jülich von Jülicher Bürgerinnen und Bürgern gebührenfrei ausgeliehen werden. Es handelt es sich um das Zweirad „Willi“ mit festinstallierter Transportbox und um das Dreirad „Julchen“ mit 2 bequemen Kindersitzen. Sie stehen für den alltäglichen privaten Gebrauch zur Verfügung. Denkbar ist die Nutzung beispielsweise für Einkäufe, Ausflüge mit Kindern oder andere Transportaufgaben. Die Mobilitätsbeauftragte der Stadt Jülich wird das Angebot vorstellen und Ihre Fragen dazu beantworten.

Die Stadt Jülich engagiert sich seit vielen Jahren für den Klimaschutz. Bereits im Jahr 1995 trat die Stadt dem Klima-Bündnis bei und setzt sich seitdem aktiv für eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen ein. Die Klimaschutzmanagerin der Stadt Jülich wird über die aktuellen Projekte berichten und Ideen vorstellen, wie Sie selbst aktiv werden können.

Kontakt und Anmeldung

Der Termin findet online über Zoom statt. Anmelden können Sie sich per E-Mail an SReichenbach@Juelich.de. Die Zugangsdaten zur Zoom Sitzung schicken wir Ihnen dann vor der Veranstaltung zu.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Stefanie Reichenbach (Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik)
Tel.: +49 2461 63 284 – E-Mail: sreichenbach@juelich.de

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Geflügelpest – Freiwillige Selbst-Verpflichtung der Branche bietet Schutz vor weiteren Ausbrüchen in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Staatssekretär Bottermann: Höchste Wachsamkeit für nordrhein-westfälische Geflügelhalterinnen und Halter ist weiterhin geboten. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und  Verbraucherschutz teilt mit: Unter der Regie des Landes Nordrhein-Westfalen haben die Landwirtschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe, der Geflügelwirtschaftsverband NRW, die Landesvereinigung Ökologischer Landbau, die Landwirtschaftskammer, die Rassegeflügelzuchtvereine Rheinland und Westfalen-Lippe sowie die Tierärzteschaft und Veterinärbehörden eine gemeinsame Erklärung zu erweiterten Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung des Eintrags und der Weiterverbreitung der Geflügelpest verabschiedet.

Die Branche hat sich verpflichtet, ab Mitte Januar, zunächst bis Ende März 2022, in allen geflügelhaltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen, gestaffelt nach Größenordnungen und besonderen Risikokriterien, weitergehende Biosicherheitsmaßnahmen umzusetzen sowie über präventive Untersuchungen in den Beständen eine sichere Früherkennung der Geflügelpest zu ermöglichen.

Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann appelliert an die nordrhein-westfälischen Geflügelhaltenden: „Die Gefahr des weiteren Auftretens von Geflügelpestfällen ist nach wie vor nicht gebannt. Alle müssen weiterhin außerordentlich wachsam sein. Nur konsequent eingehaltene Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügelhaltungen können effektiv vor einer Eintragung des Erregers schützen. Hobbyhaltungen und erwerbsmäßige Nutztierhaltungen sind gleichermaßen betroffen und in der Verantwortung.“

Im Hinblick auf die derzeit dramatische Tierseuchensituation ist es gemeinsames Ziel aller Beteiligten, unmittelbar und bestmöglich vorbeugende Maßnahmen in geflügelhaltenden Betrieben umzusetzen, um weitere Einträge des Virus in unsere Hausgeflügelbestände zu verhindern und einer Weiterverbreitung der Tierseuche von Bestand zu Bestand aktiv entgegenzuwirken.

Auf die Durchführung von Geflügelausstellungen und Geflügelmärkten wird derzeit einvernehmlich verzichtet.

Ein besonderes Tierseuchenrisiko stellen zudem Betriebe dar, die Geflügel im Reisegewerbe an Dritte veräußern. In diesen Tierhaltungen werden abzugebende Tiere nunmehr innerhalb von 72 Stunden vor der Abgabe stichprobenartig tierärztlich und labordiagnostisch untersucht. Käuferinnen und Käufer von Geflügel aus dem sogenannten „Reisegewerbe“ sollten sich die entsprechend mitgeführte tierärztliche Bescheinigungen zeigen lassen, bevor sie die gekauften Tiere nach Hause in ihre eigenen Bestände bringen.

Im Einzelnen verpflichten sich die Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter in Nordrhein-Westfalen eigenverantwortlich zu folgenden Maßnahmen:

Hygiene im Bereich der Geflügelhaltung

Es gilt, den direkten und indirekten Kontakt von Haus- und Wildvögeln unbedingt zu vermeiden. Besucherkontakte sind in allen Geflügelhaltungen auf das notwenige Minimum zu beschränken. Betriebsfremde Personen müssen Einwegschutzkleidung und Schuhüberzieher tragen, wenn sie eine Geflügelhaltung betreten. Auch Tierhalterinnen und Tierhalter selbst sollen bei der Versorgung ihrer Tiere stallspezifische Schutzkleidung und Schuhe oder Überschuhe tragen. In Betrieben ab 1000 Tieren gelten weiterhin strengere Biosicherheitsanforderungen.

Was ist bei Stallpflichten zu beachten?

Wer Geflügel im Freien hält, muss für den Fall behördlich angeordneter Stallpflichten entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten vorsehen. Kontakt zu Wildvögeln und ihrem Kot ist so gut wie möglich zu verhindern. Volieren oder Wintergärten beziehungsweise Kaltscharräume müssen so eingerichtet werden, dass kein Wildvogelkot von oben hineinfallen kann und auch keine Wildvögel eindringen können. Unabhängig von behördlich angeordneten Stallpflichten muss bei der Fütterung und Tränkung von Geflügel darauf geachtet werden, dass die Tiere nur an Stellen gefüttert und getränkt werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind.  In allen Geflügelhaltungen sind zudem Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.

Schnelle und sichere Früherkennung der Geflügelpest ermöglichen

Treten innerhalb von 24 Stunden in einem geflügelhaltenden Bestand oder einem räumlich abgegrenzten Teil des Bestandes Verluste von mindestens drei Tieren in kleinen Beständen bis zu 100 Tieren oder mehr als einem Prozent der Tiere bei einer Größe des Bestandes von mehr als 100 Tieren auf, sind Tierhalterinnen und Tierhalter verpflichtet, ihren Tierarzt/ ihre Tierärztin mit einer Abklärungsuntersuchung auf die Geflügelpest zu beauftragen. Auch Abweichungen sonstiger Produktionsdaten wie der Legeleistung sind jeweils tierärztlich abzuklären.

In allen Fällen, in denen Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter lebendes Geflügel aus ihren Beständen abgeben wollen, werden die Tiere je nach Herkunft und Zweck risikoorientiert beprobt.

Hintergrund

Bereits zum zweiten Mal im Jahr 2021 hatte die Geflügelpest mit dem ersten Ausbruch vom 18.11.2021 auch Nordrhein-Westfalen erreicht. Laut aktueller Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vom 10.01.2022 erlebte Deutschland zwischen dem 30.10.2020 und

April 2021 die bisher schwerste Geflügelpestkrise überhaupt. Seit Mitte Oktober 2021 wurden in Deutschland erneut Hunderte von HPAIV-infizierten Wildvögeln aus mindestens zwölf Bundesländern sowie über 50 Ausbrüche bei Geflügel und gehaltenen Vögeln aus zahlreichen Bundesländern gemeldet.  Nordrhein-Westfalen hatte im Winter 2021/2022 bereits neun Ausbrüche der Geflügelpest zu verzeichnen. Aktuell befinden sich drei Verdachtsfälle bei Wildvögeln noch in der Abklärungsuntersuchung.

Weitere Informationen:

https://www.umwelt.nrw.de/presse/detail/gefluegelpest-umweltministerium-warnt-vor-gefahr-durch-fliegende-haendler-in-nordrhein-westfalen-1638517791

  • „Höchste Achtsamkeit geboten: Ausbruch von Geflügelpest in den Landkreisen Paderborn und Soest“ (Pressemitteilung vom 23.11.2021)

„Höchste Achtsamkeit geboten: Ausbruch von Geflügelpest in den Landkreisen Paderborn und Soest“ (Pressemitteilung vom 23.11.2021)

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Zwei Top-5-Platzierungen für das Eifeler Haupt Racing Team beim Hankook 24H Dubai

Meuspath/Dubai – Das Haupt Racing Team hat zum Auftakt der neuen Motorsport-Saison beim 24-Stunden-Rennen von Dubai gleich zwei Top-Platzierungen eingefahren. Der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer #4 verpasste mit Platz vier das Podium auf dem Dubai Autodrome nur knapp. Das Schwesterfahrzeug mit der #777 kam auf Position fünf auf dem Wüstenkurs über die Ziellinie.

In der Qualifikation am Donnerstag konnten sich beide Fahrzeuge von HRT eine vielversprechende Ausgangslage für das Rennen sichern. Der Mercedes-AMG GT3 #4, pilotiert von Khaled Al Qubaisi (UAE), Hubert Haupt (GER), Raffaele Marciello (ITA) und Manuel Metzger (GER), konnte sich auf dem Rundkurs in Dubai den zweiten Startplatz sichern. Das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer #777 um das Fahrer-Quartett Al Faisal Al Zubair (OMA), Indy Dontje (NED), Martin Konrad (AUT) und Luca Stolz (GER), komplettierte die starke Quali-Leistung von HRT mit Startposition drei.

Beide Fahrzeuge bestätigten ihre starke Leistung vom Vortag und erwischten bei perfekten äußeren Bedingungen am Freitag einen guten Rennstart. Startfahrer Raffaele Marciello machte im Mercedes-AMG GT3 #4, im blau-gelben Komplettdesign von Teampartner Bilstein, von Beginn an Druck und übernahm zwischenzeitlich die Führung. Nach dem ersten Stopp hatte Marciello Pech und musste mit einem Reifenschaden erneut an die Box. Als nächstes übernahm Teambesitzer Hubert Haupt erstmals das Steuer und arbeitete sich im Sonnenuntergang auf dem Wüstenkurs wieder Stück für Stück nach vorne. Nach exakt drei Stunden kam Haupt mit Abu Dhabi Racing by HRT auf Platz vier an die Box. Im weiteren Verlauf des Langstrecken-Events festigte Marciello nach Einsatz von Manuel Metzger den Platz in der Spitzengruppe und übergab das Fahrzeug bei der Sechs-Stunden-Marke auf Position drei wieder an Haupt.

Mehrere Code-60-Phasen, unterschiedliche Rennstrategien und spannende Positionskämpfe prägten das Nachtgeschehen, wobei sich die #4 auch danach stets im Spitzenfeld behaupten konnte. Bei noch drei zu absolvierenden Stunden fand sich der GT3 #4 auf Position vier wieder. Metzger übernahm das Steuer wieder von Al Qubaisi bei nun mäßigen äußeren Bedingungen und holte sich durch ein starkes Überholmanöver zwischenzeitlich den dritten Platz. Marciello absolvierte den letzten Stint im Mercedes-AMG GT3 #4 und musste kurz vor Ende des Rennens einen weiteren Tankstopp einlegen. Am Ende verpasste das Abu Dhabi Racing by HRT mit Endposition vier das Podium nur hauchdünn.

Das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 777, in den Farben von Teamsponsor Al Manar Financial Investments und der Nennung Al Manar Racing by HRT, zeigte mit Startfahrer Luca Stolz ebenfalls von Beginn an eine starke Leistung. Indy Dontje übernahm den kastanienbraunen Mercedes-AMG GT3 erstmals in Runde 43 von Stolz und steuerte auf Platz drei liegend nach genau drei Stunden an die Box. Auch Al Faisal Al Zubair machte ein gutes Rennen und setzte sich mit fortlaufender Renndauer im Spitzenfeld fest.

Zur Hälfte des Rennens fand sich Al Manar Racing by HRT in den Top fünf wieder. Auch Martin Konrad konnte den Mercedes-AMG GT3 #777 in seinen Stints in den frühen Morgenstunden weiter vorne halten. Startfahrer Luca Stolz brachte das Fahrzeug schließlich nach 24 Stunden auf einem starken fünften Platz über die Ziellinie und rundete damit ein gelungenes Auftaktwochenende für das Haupt Racing Team ab.

Das Team CapitalRT-YADRO, das von HRT maßgeblich beim technischen und logistischen Einsatz unterstützt wurde, startete am Freitag nach einem starken Qualifying von Platz zwei in der GT3-AM-Klasse. Der Mercedes-AMG GT3 #13, der von Dmitry Gvazava, Denis Remenyako, Victor Shaytar und Sergey Stolyarov (alle RUS) pilotiert wurde, kam am Ende des Rennens auf Platz vier in seiner Klasse über die Ziellinie.

Hubert Haupt, Teambesitzer HRT / HRT #4:

„Wenn ich mir die gesamte Woche anschaue, bin ich zufrieden. Wir hatten ein insgesamt ein sehr gutes Fahrzeug und eine starke Performance. Aus eigener Kraft zu gewinnen wäre schwierig gewesen. Am Ende mussten wir noch einen Tankstopp einlegen, wodurch wie das Podest ganz knapp verpasst haben. Trotzdem hat die Woche Spaß gemacht.“

Khaled Al Qubaisi, #4 Abu Dhabi Racing by HRT:
„Wir hatten das ganze Wochenende ein großartiges Auto, das auch mit unseren Bilstein-Farben fantastisch aussieht. Die Pace war von Anfang an gut und wir konnten uns Platz zwei in der Qualifikation sichern. Alles in allem können wir mit der Leistung des ganzen Teams zufrieden sein, auch wenn wir das Podium ganz knapp verpasst haben.“

Raffaele Marciello, #4 Abu Dhabi Racing by HRT:
„Leider konnten wir nicht zu 100% das erreichen, was unsere Speed hergegeben hätte. Der zusätzliche Taknstopp hat uns leider eine Position gekostet. Dennoch haben wir die ganze Woche über eine starke Leistung gezeigt und wollen es im nächste Jahr noch besser machen.“


Al Faisal Al Zubair, #777 Al Manar Racing by HRT: 
„Wir hatten ein tolles Wochenende und sind sehr gut ins Training gestartet. Auch im Qualifying hat sich das Fahrzeu sehr gut angefühlt, so konnten wir uns Startposition drei sichern. Im Rennen hatten wir ein bisschen Pech, davon abgesehen haben wir alle einen tollen Job gemacht. Am Ende bin ich mit einem fünften Platz in meinem ersten Rennen in Dubai sehr zufrieden.“

Indy Dontje, #777 Al Manar Racing by HRT: 
„Es war eine großartige Woche für uns. Alles lief gut, vom Training bis hin zum Qualifying. Auch im Rennen war der Speed sehr gut und selbst in der Nacht waren wir noch sehr schnell unterwegs. Wir haben das ganze Rennen über um die Spitzenplätze gekämpft. Alles in allem können wir mit dem Auto, dem Rennen und dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Hoffentlich können wir beim nächsten Mal ein Podium erreichen.“

Luca Stolz, #777 Al Manar Racing by HRT:
„Ich denk es wäre sogar noch mehr drin gewesen als Position fünf. Wir haben viele unglückliche Code-60-Phasen erwischt, deshalb war am Ende nicht mehr drin. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht. Das ganze Team hat gut harmoniert und jeder hat einen tollen Job gemacht.“

Sean Paul Breslin, Teamchef Haupt Racing Team:
„Es war ein enges Rennen und schwieriges Rennen. Wir wollten das Rennen unbedingt gewinnen. Am Ende war das nicht möglich und wir wollten den dritten Platz sichern. Leider hatten wir nicht die richtige Strategie, sodass es zum Schluss ein vierter Platz geworden ist. Zudem haben wir noch einen fünften Platz erreicht.“

Über HRT
HRT steht für HAUPT RACING TEAM. Das im Juli 2020 von dem Rennfahrer und Unternehmer Hubert Haupt gegründete Team ist im internationalen GT3-Sport erfolgreich. Bei zahlreichen Einsätzen geht HRT mit erweiterter Werksunterstützung durch Mercedes-AMG an den Start. Die Vorbereitung der Einsätze und Fahrzeuge erfolgt unweit des Nürburgrings von Meuspath aus. Darüber hinaus engagiert sich HRT mit einem eigenen eSPORTS Team im professionellen Segment des Sim-Racings und ist ein gefragter Partner für Motorsport-Events aller Art. HRT verfügt über zahlreiche Experten mit großer Motorsport- und Engineering-Erfahrung, mit denen das breit aufgestellte Motorsport-Unternehmen unter anderem auch technische Entwicklungsprojekte für und mit seinen Partnern durchführt. Unternehmenssitz der Haupt Racing Team GmbH ist Grünwald bei München. Neben dem Motorsport ist Hubert Haupt vor allem als erfolgreicher Projektentwickler bekannt. Mit seiner Immobilien Holding realisiert er im süddeutschen Raum hochwertigste Wohn- und Gewerbekonzepte – von innovativen Gebäuden bis hin zu kompletten Stadtteilen.

 

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„So wie jetzt, kann es nicht bleiben“

Mechernich – Die Ergebnisse der Mechernicher Katholiken-Vollversammlung stoßen beim Bistum in Aachen auf positives Echo – Pfarrer Erik Pühringer sieht die Zukunft in einer Ermöglichungspastoral, die von Klerikern, Ehrenamtlichen und anderen Gläubigen aktiv gestaltet wird.

„So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben“, lautet das Fazit der GdG-Vollversammlung, die Pfarrer Erik Pühringer zum „Heute-bei-Dir“-Prozesses an das Bistum Aachen weitergeben konnte und dort auf positives Echo gestoßen ist. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Die Ergebnisse und Ideen können sich sehen lassen“, sagt ein stolzer Pfarrer Erik Pühringer. 28 seiner „Schäfchen“ hatten sich im Dezember 2021 in einer Vollversammlung der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Barbara am Meinungsbildungsprozess des „Heute-bei-Dir“-Prozesses des Bistums Aachen beteiligt, wo jeder eingeladen ist, mitzureden, wie die Zukunft und Struktur der Kirche im Bistum Aachen aussehen könnte.

In diversen Workshops und Kleingruppen wurden Modelle sowie deren Chancen und Risiken offen und konstruktiv aber auch kontrovers diskutiert. Das Ergebnis zu dem die Mechernicher Katholiken kamen, liest sich eindeutig und unmissverständlich: „So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben.“ Das wurde auch dem Bistum Aachen signalisiert.

Aber wie könnte es aussehen? Bei den vorab diskutierten Modellen gibt es drei Stoßrichtungen. Im Modell 1 würden die bisherigen Pfarreien bleiben und die GdG größer. Mit Modell 2 tritt anstelle der GdG eine neue Pfarrei mit bis zu 55.000 Katholiken. Die Gründung von acht neuen Pfarreien im ganzen Bistum sieht dagegen Modell 3 vor. Modell eins sei besonders nah an den jetzigen Formen und am vertrautesten – „eine zunächst sympathischste Lösung“, so Pühringer: „Bei Modell zwei und drei äußerten viele Teilnehmer ihre Skepsis gegenüber den großen Strukturen.“

Welche Variante schlussendlich vom Synodalkreis des Bistums gewählt wird, müsse man abwarten. Er selber will sich heute noch nicht festlegen, welches Modell er bevorzugt. „Alle Szenarien beschreiben letztlich nur einen Bilderrahmen. Viel wichtiger ist, dass bei der gewählten Variante innerhalb der Strukturen ausreichend Platz und Möglichkeit gegeben sind, innendrin mit bunten Farben zu gestalten – und zwar von allen Beteiligten gemeinsam“, betont Pühringer.

„Das, was wir brauchen!“

Bis zum höchsten Gremium des „Heute-bei-Dir“-Prozesses sind mittlerweile die Ausarbeitungen und Ergebnisse der Mechernicher Katholiken vorgedrungen – und auf ein überaus positives Echo gestoßen. „Genau das, was wir brauchen!“, so der Tenor aus Aachen. Gefallen hat vor allem, dass Probleme von den GdG-Gläubigen offen angesprochen wurden und damit Kritik direkt von der Basis kommt.

Auch, wenn es wehtue, sagt Pühringer, man müsse ran, gegebenenfalls sich auf dem Weg und im Prozess der Neufindung von Liebgewonnenen und Vertrautem verabschieden und im Zweifel auch die Grundsatzfrage aller Fragen zulassen, nämlich: „Müssen wir das alles so wie bisher überhaupt noch aufrechterhalten?“ Die sinkende Zahl von Priestern und Ehrenamtlern in der Kirche tue sein Übriges und erhöhe den Druck.

Erik Pühringer ist überzeugt, dass sich das Bild des Bistums wandeln muss. Er sieht den Pfarrer nicht mehr in einer priesterzentrierten Pastoral, sondern in einer sogenannten Ermöglichungspastoral, in der man gemeinsam Kirche sein und Glauben gestalten darf: „Wo es auch darum geht, die Lebendigkeit der Menschen und ihre Ideen, die sie haben, und das was sie ausprobieren wollen, zuzulassen, zu wecken, zu hegen, zu pflegen, um eine ganz individuelle, bunte Blumenwiese zu erhalten.“ Von deren Gedeihen wiederum die Glaubens-Gemeinschaft profitiere.

Andocken

Andocken dürfen, mit Freude mitmachen, eigene Qualitäten einbringen, lautet das Credo Pühringers. Zu wenige Ehrenamtler und Priester, trügen heute viel zu viele Lasten. Das müsse sich auf mehr Schultern verteilen. „Sonst schreckt das nur ab und ein Burnout ist programmiert“, so Pühringer.

Der Priester fungiert in diesem modernen Bild der Kirche Pühringers mehr wieder wie ein Wanderseelsorger: „Der dazukommt, inspiriert, unterstützt oder einfach nur mitmacht oder beiwohnt.“ Das Prinzip funktioniere aber nur mit Ehrenamtlichen – egal ob kleine oder große Räume.

Die Mechernicher GdG-Versammlung sieht der Pfarrer als Startschuss.  Ergebnisse des „Heute-bei-Dir“-Prozesses erwartet Pühringer frühestens 2023.

Die französische Kirche nimmt er als segensreiches Vorbild, die gerne nach dem Prinzip verfahre, erstmal auszuprobieren und die Erkenntnisse später erst in ein Konzept einfließen zu lassen. Seine Hoffnung daher: „Man braucht nicht alles direkt in Stein zu meißeln, man darf auch erste Schritte einfach wagen.“

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MVZ Mittelrhein stellt ein starkes Impfteam – Impfungen immer Dienstags

Region/Mayen-Koblenz – Mitarbeitende und Bevölkerung können sich immer dienstags ohne Anmeldung in Moselweiß impfen lassen. Seit fast zwei Jahren stellt das GK-Mittelrhein an seinen fünf Standorten ein starkes und engagiertes Team auch zur stationären Versorgung von Covid-Patienten. Seit November 2021 bietet das MVZ Mittelrhein, Tochtergesellschaft des GK-Mittelrhein, darüber hinaus auch die Covid19-Schutzimpfung an. Mittlerweile konnten neben den Mitarbeitenden rund 1800 Bürgerinnen und Bürger vor Ort geimpft werden.


Auch in Zukunft zeigt das Team rund um die Praxis „Innere Medizin/Hausärztliche Versorgung Monika Prinzen und Dr. Markus Schneider“ Präsenz und impft jeden Dienstag zwischen 13 und 17 Uhr. Das Impfzentrum befindet sich im zentral gelegenen Konferenzzentrum des Kemperhofs (Koblenzer Straße 161, 56073 Koblenz). Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Es können sich alle Personen ab 18 Jahren impfen lassen. Wichtig ist, dass die zu impfende Person keinerlei Symptome akuter Erkrankungen aufweist. Neben der Erst- und Zweitimpfung werden auch Auffrischungsimpfungen durchgeführt. Grundsätzlich können sich alle volljährigen Bürger, deren zweite Impfung drei Monate oder länger zurückliegt, eine kostenlose Auffrischungsimpfung geben lassen. Personen, die mit dem Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson geimpft wurden, erhalten frühestens vier Wochen nach der Impfung eine Auffrischungsimpfung.

Alle Informationen zum Impfangebot im GK-Mittelrhein gibt es hier: https://www.gk.de/infos-zum-corona-virus/corona-impfangebot/

Weitere Impfangebote in Koblenz gibt es unter anderem auch am Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur und im Löhr-Center.

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Urnenwand erneut erweitert

Meckenheim – 14 neue Würfel auf dem Friedhof Bonner Straße. Der Wandel der Bestattungskultur schreitet weiter voran. Viele Bürgerinnen und Bürger wollen sich nach ihrem Ableben einäschern und in einer Urne beisetzen lassen, nicht zuletzt, weil dadurch die mühsame Grabpflege für die Angehörigen entfällt. Die Stadt Meckenheim kommt diesem wachsenden Bedürfnis nach und hat jetzt die Urnenwand auf dem alten Friedhof an der Bonner Straße um zunächst 14 Würfel erweitert. Nach der Einsegnung durch die evangelische Pfarrerin Franziska Hageloch und den katholischen Pfarrvikar Franz-Josef Steffl übergab Bürgermeister Holger Jung die neue Urnenwand offiziell ihrer Bestimmung.

Die Erweiterung passt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. In jedem der 14 Würfel finden jeweils vier Aschekapseln Platz. In der Regel werden diese Aschekapseln jedoch in einer so genannten Überurne beigesetzt. Je nach Größe und Form der Überurne rechnet man mit einer durchschnittlichen Belegung von zwei Urnen je Würfel. Wie bei einem Urnengrab werden auch in einem solchen Würfel üblicherweise Familienangehörige und keine „Fremden“ zusammen bestattet.

Schon vor zehn Jahren hatte die Stadtverwaltung auf die sich verändernde Bestattungskultur reagiert. Damals war erstmals eine Urnenwand mit 28 Würfeln entstanden, die aufgrund der hohen Nachfrage im Jahr 2016 um weitere 28 Würfel und zuletzt 2019 nochmals um 28 Würfel ergänzt wurde. Die Baukosten für die jüngste Erweiterung betragen 13.928 Euro. Nach der Friedhofsgebührensatzung kostet der Erwerb des Nutzungsrechtes für einen Würfel bislang 1.851 Euro. Die Nutzungsdauer beträgt 20 Jahre. Die Urnenwand befindet sich gegenüber der Trauerhalle unmittelbar vor der Außenmauer.

Bei ihrer würdevollen Einsegnung sprachen die beiden Geistlichen von der Urnenwand als Haus für die Verstorbenen und vom Friedhof als Ort des Todes und des Lebens. Hier können die Angehörigen die Nähe zu ihren Verstorbenen suchen und mit anderen Hinterbliebenen zusammenkommen, sich austauschen, einander Trost spenden, Ruhe finden und sich ihrer Lieben erinnern.