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Förderung für energieeffiziente Gebäude der KfW vorläufig gestoppt

Region/Berlin – Bundesregierung ordnet Förderung und gesetzliche Standards für Neubau neu. Die Bewilligung von Anträgen nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der KfW wird mit sofortiger Wirkung mit einem vorläufigen Programmstopp belegt. Endgültig eingestellt wird die Neubauförderung des Effizienzhauses/Effizienzgebäudes 55 (EH55), die ohnehin zum Monatsende ausgelaufen wäre. Die enorme Antragsflut im Monat Januar insbesondere für Anträge für die EH55 Neubauförderung hat die bereit gestellten Mittel deutlich überstiegen. Angesichts der vorläufigen Haushaltsführung musste die KfW das Programm daher heute mit sofortiger Wirkung stoppen.

Im Einzelnen:

Endgültig eingestellt wird die Neubauförderung des Effizienzhauses/Effizienzgebäudes 55 (EH55), die ohnehin zum Monatsende ausgelaufen wäre. Die Förderung für Sanierungen wird vorläufig gestoppt und wieder aufgenommen, sobald entsprechende Haushaltsmittel bereitgestellt sind. Über die Zukunft der Neubauförderung für EH40-Neubauten wird vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden Mittel im Energie- und Klimafonds und der Mittelbedarfe anderer Programme in der Bundesregierung zügig entschieden. Ebenso wird zügig über den Umgang mit den bereits eingegangenen, aber noch nicht beschiedenen EH55- und EH40-Anträgen entschieden. Auch für diese Anträge reichen derzeit die bereitgestellten Mittel Haushaltsmittel nicht aus. Um keine Liquiditätslücken für baureife Projekte auf Seiten der Antragsteller entstehen zu lassen, prüfen Bundesregierung und KfW ein Darlehensprogramm, das Kredite für alle Antragsteller anbietet, deren Anträge nicht bewilligt wurden. Damit soll auch auf etwaige Härtefälle bei privaten Bauherren nach Ende der Förderung reagiert werden.

Nicht betroffen vom Programmstopp ist die vom BAFA umgesetzte BEG-Förderung von Einzelmaßnahmen in der Sanierung (u.a. Heizungstausch, etc.).

Die neue Bundesregierung hat angesichts der Entwicklungen auf dem Markt entschieden, dass der EH55-Standard rasch der gesetzliche Mindeststandard im Neubau werden soll. Damit wird konsequent das gesetzlich geregelt, was der Markt schon längst kann und was daher auch der regulatorische Mindeststandard sein muss.

Genauso wichtig ist es den drei zuständigen Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz, für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie der Finanzen, möglichst schnell die Förderung für die energetische Gebäudesanierung wieder aufzunehmen und eine klimapolitisch ambitionierte, ganzheitlich orientierte Förderung für neue Gebäude, wie sie auch im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, aufzusetzen.

Weitergehende Fragen und Antworten (FAQ-Liste):

  1. Was genau wird gestoppt und was passiert mit eingegangen Anträgen?

Ab dem 24. Januar 2022 können zunächst keine neuen Anträge für Fördermittel für die KfW-Programme in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gestellt werden. Dies gilt für alle drei KfW-Programmbereiche: Effizienzhaus /Effizienzgebäude 55 im Neubau (EH/EG55), Effizienzhaus /Effizienzgebäude 40 im Neubau (EH/EG40), Energetische Sanierung. Die BEG-Förderprogramme der BAFA laufen unverändert weiter.

Die KfW-Förderung für energetische Sanierungen wird wieder aufgenommen, sobald entsprechende Haushaltsmittel bereitgestellt sind.

Die Förderung für Effizienzhaus/Effizienzgebäude 55 im Neubau (EH/EG55) wird endgültig eingestellt, d.h. das bisher für den 31.1.2022 vorgesehene Auslaufen des Programms wird auf den 24.1.2022 vorgezogen. Es werden keine neuen Anträge mehr angenommen.

Über die Zukunft der Neubauförderung für EH40-Neubauten wird vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden Mittel im Energie- und Klimafonds und der Mittelbedarfe anderer Programme durch die Bundesregierung zügig entschieden.

Ebenso wird zügig über den Umgang mit den bereits eingegangenen, aber noch nicht beschiedenen EH55- und EH40-Anträgen entschieden. Auch für diese Anträge reichen derzeit die bereitgestellten KfW-Mittel nicht aus. Gegebenenfalls kann für diese eingegangenen Anträge ein Angebot zinsverbilligter Kredite der KfW zur Verfügung gestellt werden, das wird jetzt geprüft.

  1. Wann wird die Förderung für Sanierungen und die EH 40 wieder aufgenommen?

Die drei Ministerien BMWK, BMWSB und BMF arbeiten mit Hochdruck daran, möglichst schnell die Förderung für die energetische Gebäudesanierung wieder aufzunehmen und eine klimapolitisch ambitionierte, ganzheitlich orientierte Förderung für neue Gebäude, wie sie auch im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, aufzusetzen.

  1. Warum wurde die Möglichkeit zur Antragstellung in der BEG jetzt so kurzfristig gestoppt? Warum hat man diese Ankündigung nicht früher gemacht?

Mit dem vorläufigen Programmstopp für die BEG-Förderung und der Überführung des EH55-Standards zum gesetzlichen Mindeststandard reagieren die KfW und die neue Bundesregierung auf eine massive klimapolitische und fiskalische Fehlsteuerung der letzten Jahre. Notwendige Anpassungen wurden in den vergangenen Jahren versäumt.

Obwohl bekannt war, dass der EH55-Standard sich im Neubau als Standard durchgesetzt hat, wurde das Ende der EH55-Förderung erst im November 2021 mit Wirkung für Ende Januar 2022 verkündet. So wurden in 2021 6 Milliarden Euro Steuergelder – und damit rund ein Drittel der 2021 insgesamt für die Gebäudeeffizienzförderung verfügbaren Mittel – für einen Baustandard zugesagt, der sich längst am Markt durchgesetzt hatte.

Das dann im November 2021 angekündigte nahende Ende der EH55-Neubauförderung hat zu einem „Run“ auf die Förderung geführt. Dieser extreme Anstieg von Förderanträgen für EH55-Neubauten allein im Januar 2022 hat dazu geführt, dass die im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung für die „Bundesförderung effiziente Gebäude“ der KfW zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 5 Mrd. Euro bereits jetzt ausgeschöpft sind.

Daher musste die KfW die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit sofortiger Wirkung mit einem Programmstopp belegen.

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Ehemaliges Kino in Gemünd soll zur Kinder-Tagesstätte werden

Schleiden – Dort, wo früher Filme gezeigt wurden, sollen künftig Kinder betreut werden – Haupt- und Finanzausschuss berät in seiner Sitzung am 3. Februar 2022 über den Ankauf des ehemaligen Kinos in Gemünd – Projekt soll bis 2024 realisiert werden

Dies dürfte aus städtebaulichen Aspekten eine richtungsweisende Entscheidung für Gemünd sein, die der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am 3. Februar 2022 zu treffen hat: Die Verwaltung schlägt vor, das alte Kino in Gemünd anzukaufen und dieses zu einer viergruppigen Kindertagesstätte umzubauen.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die beiden durch die Flutkatastrophe im Juli 2021 massiv beschädigten Kindertagesstätten in Malsbenden und am Kreuzberg nicht mehr aufgebaut werden. „In beiden Einrichtungen wurden bislang zwei Gruppen betreut. Aufgrund der steigenden Nachfrage im U3-Bereich und der Betreuungszeit sowie aus pädagogischen Gesichtspunkten sind insbesondere in größeren Ortschaften zweigruppige Einrichtungen nicht mehr zeitgemäß, da sie eine durchgängige Betreuung unter Hinzunahme der Gruppenform 2 („Krabbelgruppe“) nicht ermöglichen,“ so der Erste Beigeordnete der Stadt Schleiden, Marcel Wolter. Allein aus baurechtlichen Gründen sei eine Erweiterung im Falle eines Wiederaufbaus an beiden bisherigen Standorten zudem nicht möglich gewesen, führt Wolter weiter aus.  Die Einrichtung in Malsbenden liege beispielsweise im Überschwemmungsgebiet.

Am zentralen Standort in der Gemünder Innenstadt sollen die beiden zweigruppigen Kindertagesstätten nun zu einer viergruppigen Einrichtung zusammengeführt werden.

Für den Ersten Beigeordneten bietet dieser Standort gleich mehrere Vorteile: Die zentrale Lage bietet vielen Eltern die Möglichkeit, die Kindertagesstätte zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. Zudem stehen mit dem Marienplatz und Eifel-Ardennen-Platz ausreichende Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Gleichzeit haben die Kinder einen direkten Zugang zum Kurpark.

Zudem verspricht sich Wolter eine Belebung der Gemünder Innenstadt. „Wenn die Familien in diesem Zuge noch Einkäufe in der Dreiborner Straße tätigen, haben wir schon Synergieeffekte erreicht. Für Gemünd und die Innenstadt entsteht dadurch ein deutlicher Mehrwert“, ist Wolter überzeugt. Damit wird die Stadt Schleiden ihren Leitbildzielen in Bezug auf einen wohnortnahen Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen sowie der Entwicklung einer bedarfsgerechten und attraktiven Infrastruktur gerecht.

Mit den derzeitigen Eigentümern, Familie Peters, die das Gebäude bisher als Lager für ihren Outdoor-Onlinehandel nutzte, wurde die Stadt Schleiden handelseinig.

„Durch die Flut haben wir die Grundlage für unseren Onlinehandel verloren“, berichtet Familie Peters. „Unser künftiges Geschäft werden wir neu strukturieren, so dass wir das Gebäude künftig nicht mehr benötigen. Umso mehr freuen wir uns, dass die Stadt Schleiden eine gute und sinnvolle Nutzung gefunden hat.“

Sollte der Stadtrat dem Ankauf zustimmen, könnten noch im Jahr 2022 die planungs- und baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, sodass ab dem Jahr 2023 mit den Baumaßnahmen begonnen werden könnte.

Ziel ist es, dass die Kinder der beiden Einrichtungen aus Malsbenden und Kreuzberg, ab dem Jahr 2024 in ihre neue Kindertagesstätte einziehen können.

Sowohl der Kreis Euskirchen als auch das DRK, als Betreiber der beiden Einrichtungen Malsbenden und Kreuzberg befürworten den Standort ebenfalls.

„Die Stadt Schleiden hat uns in die Überlegungen zum Umbau des alten Kinos Gemünd eingebunden“, so Ralf Krutwig, Bereichsleiter Kindertagesstätten und stellvertretender Geschäftsführer des DRK Kreisverband Euskirchen. „Es bieten sich nun endlich Möglichkeiten, die wir an den bisherigen Standorten aus baulicher Sicht nicht umsetzen konnten.“ Hier sei vor allem die Möglichkeit zur Betreuung von weiteren U3-Kindern zu nennen. Bisher sei eine Steigerung der U3 Zahlen aufgrund der Vorgaben zum Raumprogramm nicht möglich gewesen. „Auch die Lage des Kinos innerhalb von Gemünd ist für die neue Einrichtung ideal. Die Kinder können fußläufig sowohl am städtischen Leben als auch an der Natur teilhaben. Wir freuen uns daher sehr, dass es für die Zeit nach der Modul-Kita in Olef bereits frühzeitig eine Perspektive gibt“, so Krutwig abschließend.

Kino war bis 2011 in Betrieb                   

Das altehrwürdige Kino in Gemünd wurde 1937 von Johann Pilger erbaut. Nachdem es im Krieg stark zerstört wurde, baute Pilgers Sohn Albert mit seiner Ehefrau Betty das Kino 1948 wieder auf. Sie betrieben das Kino bis 1977, bis Herbert Renck und sein Partner das Kino übernahmen. In der Hoch-Zeit des Films – besonders an Sonntagen – gab es drei Vorstellungen. Dabei kam es auch schon einmal vor, dass alle 300 Sitzplätze mit drei Rängen und einer Loge vollständig besetzt waren. Renck betrieb das Gemünder Kino ganze 34 Jahre. Rückläufige Besucherzahlen und eine veraltete Technik machten es letztendlich dem kleinen Kino schwer mit den großen, digital ausgestatteten Kinos mitzuhalten. So flimmerte im November 2011 der letzte Film auf der Leinwand mit dem die Kino-Ära in Gemünd schließlich zu Ende ging.

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RLP Innenminster Lewentz: Polizeistärke soll erstmalig auf 10.000 Köpfe anwachsen

Region/Mainz – Innenminister Roger Lewentz hat gemeinsam mit dem Leiter der Hochschule der Polizei, Uwe Lederer, die neuesten Maßnahmen zur Polizei-Nachwuchsgewinnung vorgestellt. Gerade während der Pandemie sind dabei häufig alternative Formate zur klassischen Einstellungsberatung im persönlichen Kontakt gefragt.

„Alleine bei den Polizeibeamtinnen und -beamten soll im Laufe der Legislaturperiode erstmalig die Zahl von 10.000 Köpfen erreicht werden. Die reine Kopfzahl der Gesamtbeschäftigten soll in diesem Jahr sogar 14.000 Beschäftigte übersteigen. Das sind absolute Rekordwerte, so viele wie nie zuvor“, betonte Innenminister Roger Lewentz. Um als Arbeitgeber aber auch die besten Köpfe von sich zu überzeugen, bedürfe es fortlaufender Anstrengungen.

„Bislang ist es trotz wiederholter Rekordeinstellungszahlen von 580 Anwärterinnen und Anwärtern immer gelungen, genügend junge Menschen für die Polizeilaufbahn in Rheinland-Pfalz zu gewinnen. Doch darauf wollen wir uns nicht ausruhen. Die Polizei muss sich weiterhin als der attraktive Arbeitgeber präsentieren, der sie auch ist. Sie braucht in diesem Wettbewerb der Talente keinen Vergleich zu scheuen“, so Lewentz. Gerade auch Aspekte wie das Wohnen und Leben auf dem Campus der Hochschule, ein guter Verdienst bereits während des Studiums und spätere, heimatnahe Verwendungsmöglichkeiten seien für junge Menschen durchaus relevante Kriterien.

„Die Polizei Rheinland-Pfalz bietet jungen Menschen attraktive Anreize für ihre Berufsentscheidung und die Hochschule der Polizei entwickelt die Maßnahmen zur polizeilichen Nachwuchsgewinnung fortlaufend weiter, um die Berufseinsteigerinnen und -einsteiger von sich zu überzeugen“, sagte Hochschulleiter Uwe Lederer. Die Pandemie erschwere jedoch den persönlichen Kontakt, der häufig den primären Ausschlag gebe, sich für eine Bewerbung bei der Polizei zu entscheiden, wie Befragungen unter den Studierenden belegten.

Die etablierten Maßnahmen wie persönliche Einstellungsberatungen, Bewerbertrainings, Besuche oder Praktika von Schülerinnen und Schülern in den Polizeidienststellen oder auch die Informationstage an Schulen, können aktuell nur eingeschränkt angeboten werden. Daher treten verstärkt digitale Beratungsangebote, neu aufgelegte Flyer und Plakate an deren Stelle. Geworben wird künftig mit eigenen Polizeistudierenden wie Linda Vajsada und Andreas Willgerodt, deren Gesicht beispielsweise auf Plakaten im ganzen Land, aber auch auf den Einsatzfahrzeugen der Polizei Rheinland-Pfalz zu sehen sein wird. Die Studierenden sollen authentisch ihre Beweggründe für den Polizeiberuf vermitteln.

Das neue, zielgruppenorientierte Konzept steht unter dem Slogan „Mit Einsatz. Im Einsatz. Für Rheinland-Pfalz“. „Der Polizeiberuf ist vielseitig, abwechslungsreich, und bietet sehr gute Karrierechancen bei gleichzeitiger Jobsicherheit. Wir können daher alle Interessierten nur ermuntern, sich für ein Studium bei der Polizei Rheinland-Pfalz zu bewerben“, so der Innenminister. Die verschiedenen Facetten reichten später vom Dienst bei der Schutz-, Bereitschafts-, Wasserschutz- oder Kriminalpolizei bis hin zu Verwendungen bei den Spezialeinheiten oder der Polizeihubschrauberstaffel.

Die rheinland-pfälzische Polizei stellt jährlich im Mai und Oktober neue Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärter ein. Die Bewerbungsverfahren für die nächsten Studiengänge sind bereits im vollen Gange. Die Bewerbungsfrist für Oktober 2022 endet am 30. April 2022, für Mai 2023 am 31. Oktober 2022. Eine Onlinebewerbung ist jederzeit möglich unter https://bewerbung.polizei.rlp.de

Neben dem Bachelorstudium Polizeidienst bietet die Polizei Rheinland-Pfalz mit dem Studiengang Angewandte Informatik und dem Qualifizierungslehrgang zum IT-Kriminalisten oder zur IT-Kriminalistin auch neue Karrierewege. Weitergehende Informationen sind zu finden unter: www.polizei.rlp.de/karriere/

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Leseförderung der Stadtbücherei Mayen – Kostenloses Bilderbuch für Dreijährige

Mayen – Ab sofort können Eltern von Dreijährigen sich ein kostenloses Lesestartset in der Stadtbücherei Mayen abholen. Darin enthalten: ein altersgerechtes Bilderbuch, Informationen für die Eltern mit Alltagstipps zum Vorlesen und Erzählen und eine kleine Stofftasche.

„Lesestart 1–2–3“ ist ein bundesweites Programm zur frühen Sprach- und Leseförderung, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und von der Stiftung Lesen durchgeführt.

„Als Eltern spielen Sie eine wichtige Rolle dabei, Ihr Kind in seiner vielfältigen Entwicklung zu fördern. Dazu gehört insbesondere, auch die Freude am Lesen früh zu wecken. Denn Lesen öffnet Horizonte – in allen Lebensphasen, von der Kindheit über die Jugend bis ins Erwachsenenalter. Kinder lernen dabei auch, sich zu konzentrieren, Zusammenhänge zu verstehen und, ganz nebenbei, ihren Wortschatz zu erweitern. Sie lieben die gemeinsame Vorlese-Zeit als Momente der Geborgenheit, der Ruhe und Zuwendung. Dabei legen Sie ganz spielerisch eine zentrale Grundlage für den späteren Bildungsweg.“ do Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung, zum Projekt „Lesestart“ der Stiftung Lesen.

Die Stadtbücherei im Theodore-Dreiser-Haus ist Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr und Samstag von 10.00 – 13.00 Uhr geöffnet.

Ein Leserausweis für Kinder kostet nur 2,50 pro Jahr.

Angeboten werden in der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Stadtbücherei Mayen neben Büchern auch Spiele, Hörbücher und Tonies.

Beim Besuch sind die jeweils geltenden Pandemie-Bestimmungen zu beachten; aktuell erfolgt der Zutritt nach 3G.

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Karnevalszug in Meckenheim fällt aus – Stadt Meckenheim sagt Rathaussturm ab

Meckenheim – In der Apfelstadt fällt die fünfte Jahreszeit erneut der Corona-Pandemie zum Opfer. Die Spitzen der Karnevalisten haben sich einvernehmlich darauf verständigt, den Meckenheimer Karnevalszug abzusagen und auf Veranstaltungen im klassischen karnevalistischen Sinne zu verzichten. Der Rathaussturm wird ebenfalls in die nächste Session verschoben. „Diese Entscheidung ist vollends nachvollziehbar und wird von der Stadtverwaltung mitgetragen. Denn die Corona-Entwicklung lässt uns derzeit leider keine andere Wahl“, bekräftig Bürgermeister Holger Jung.

„Wir schwimmen mitten in der vierten Welle. Angesichts rasant steigender Infektionszahlen ist es daher nicht zu verantworten, diese Veranstaltungen durchzuführen“, bedauert Jung den Ausfall der Session schon im zweiten Jahr in Folge. „Besonders schade empfinde ich die Absage für unsere inthronisierten Tollitäten und alle, die das rheinische Brauchtum in der fünften Jahreszeit vun Hätze fördern und feiern“, erklärt der Bürgermeister. „Wir blicken jetzt auf die nächste Session, die uns hoffentlich wieder vergönnt sein wird“, bleibt Holger Jung zuversichtlich.

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Kreis Ahrweiler erlässt Allgemein-Verfügung gegen sogenannte „Montags-Spaziergänge“

Ahrweiler – Jeden Montag kommen in ganz Deutschland und auch im Kreis Ahrweiler Bürgerinnen und Bürger bei sogenannten „Spaziergängen“ zusammen, um ein Zeichen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen zu setzen. Auch für die kommende Zeit ist mit entsprechenden Veranstaltungen zu rechnen.

Vor diesem Hintergrund erlies der Kreis Ahrweiler als zuständige Versammlungsbehörde eine Allgemeinverfügung. Die Verfügung trat in der Nacht von Sonntag auf Montag, 23. auf den 24. Januar 2022, um 00.00 Uhr in Kraft und gilt zunächst bis 11. Februar 2022.

Bei den Aktionen handelt es sich nicht um „zufällige“ und „ungeplante“ Spaziergänge. Diese Treffen sind offensichtlich geplante, öffentliche Versammlungen, bei denen die Beteiligten versuchen, das Versammlungsgesetz zu umgehen.

Konkret bedeutet die Allgemeinverfügung für diese nicht ordnungsgemäß angemeldeten öffentlichen Versammlungen, die in Form von sogenannten „Spaziergängen“, „Montagsspaziergängen“ oder thematisch vergleichbaren Ersatzversammlungen unter freiem Himmel stattfinden, unter anderem:

– Es gilt das Abstandsgebot von 1,5 Metern für Personen, die nicht demselben Hausstand angehören;

– Sofern das Abstandsgebot nicht eingehalten werden kann, gilt die Maskenpflicht;

– Die Teilnehmer müssen Bürgersteige nutzen, um sich und vor allem den Straßenverkehr nicht zu gefährden;

– Einsatzfahrzeugen, wie Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei, muss die Durchfahrt ständig möglich sein.

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325 Einwohner spenden 5437 Euro

Mechernich – Eine Spende in Höhe von 4124 Euro übergaben Vertreter der acht Floisdorfer Vereine im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus an Maria Jentgen und Ralf Claßen von der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung.

Michael Züll, der Vorsitzende der Kirmesgesellschaft und Sprecher der Vereine, sagte dem Mechernicher „Bürgerbrief“, das Geld sei zum Teil bei Veranstaltungen eingenommen worden, stamme zum Teil aber auch aus den Reserven der Floisdorfer Vereine, die nicht namentlich genannt werden wollten.

Die Idee sei in der von ihm geführten Kirmesgesellschaft nach der Hochwasserkatastrophe entstanden, so Michael Züll. Sie ist mit 55 Mitgliedern der größte Verein im 325-Einwohner-Ort. Stiftungsvorsitzender Ralf Claßen sagte den Floisdorfer Vereinsvertretern, zu denen sich auch der im Ort lebende Vize-Bürgermeister Günter Kornell gesellte, „ein ganz großes Dankeschön“.

„Es ist ganz toll, dass Ihr beim Feiern an andere gedacht habt, denen zurzeit überhaupt nicht nach Feiern zumute ist“, so Claßen. Das Geld werde jederzeit dringend gebraucht, um unschuldig in Not geratene Mechernicher Familien und Einzelpersonen zu unterstützen, so die Seelsorgerin Maria Jentgen, die nach eigenen Angaben gerade von einer bedürftigen Familie zur Scheckübergabe in Floisdorf kam.

Spendenflut lässt nach

„Nach Weihnachten lässt die Spendenflut deutlich nach“, bilanzierte Ralf Claßen im Interview: „Aber es ist immer wieder erfreulich, was sich die Leute alles an Ideen und Initiativen einfallen lassen, wie jetzt auch in Floisdorf.“ Förderanträge träfen praktisch ununterbrochen an, die Bedürftigkeit sei nach wie vor groß…

Am Rande der Scheckübergabe von Michael Züll an Ralf Claßen und Maria Jentgen sagten Gerda Schilles vom Mechernicher Kirchengemeindeverband und Johannes Inden vom örtlichen Cäcilienchor dem „Bürgerbrief“, bei der diesjährigen Sternsingeraktion seien im 325-Seelen-Ort 1313 Euro zusammengekommen – etwa 500 bis 600 Euro mehr als in sonstigen Jahren. Insgesamt hätten die Floisdorfer also in den letzten Wochen nicht weniger 5437 Euro für Hilfebedürftige aufgebracht.

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ÖKOPROFIT: Ressourcen und Kosten sparen – Klima schützen – Online Termin Dienstag 25. Januar

Region/Mayen-Koblenz – Unternehmen können sich am morgigen Dienstag, 25. Januar bei einem Online-Termin informieren. Die Energiepreise steigen, die Folgen des Klimawandels werden immer offensichtlicher und die rechtlichen Anforderungen an Unternehmen steigen. Gute Gründe also für Unternehmen, sich am Projekt ÖKOPROFIT zu beteiligen. Das Netzwerk, das Unternehmen dabei unterstützt, Einsparungen in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall zu erzielen und damit gleichzeitig einen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz zu leisten, startet im Frühjahr im Landkreis Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz in eine neue Projektrunde. Für interessierte Unternehmen findet am 25. Januar eine Online-Info-Veranstaltung statt.

ÖKOPROFIT ist ein Einstieg in ein Umweltmanagement. Verbrauchswerte werden erfasst und analysiert. Hierauf aufbauend werden im Unternehmen konkrete Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt, um dauerhaft Einsparungen zu erreichen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Unternehmen Rechtssicherheit in Bezug auf Umweltauflagen erhalten, was viele teilnehmende Unternehmen im Nachgang besonders positiv hervorheben. Über Umweltteams werden die Mitarbeiter der Unternehmen aktiv in den Prozess eingebunden. Am Ende stehen eine Kommissionsprüfung und die werbewirksame Auszeichnung als ÖKOPROFIT-Betrieb.

Im Rahmen des Projekts gibt es acht thematische Workshops und vier individuelle Beratungstermine in den Betrieben. Aufgrund des individuellen und praxisorientierten Ansatzes eignet sich ÖKOPROFIT für Unternehmen und Organisationen nahezu jeder Größe und Branche.

Am Dienstag, 25. Januar, um 10 Uhr, haben interessierte Unternehmen die Möglichkeit, sich bei einem Info-Webinar ausführlich zu ÖKOPROFIT, dem Projektverlauf, den Voraussetzungen und mehr zu informieren. Anmeldungen dazu sind möglich bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, bei Rüdiger Kape, E-Mail: ruediger.kape@kvmyk.de, Tel. 0261/108-420 oder der Stadtverwaltung Koblenz  bei Bernd Bodewing, E-Mail: bernd.bodewing@kvmyk.de, Tel. 0261/129-1529.

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Klimawandel: Turmhof-Sextaner pflanzen im Mechernicher Wald

Mechernich – Städtisches Gymnasium am Turmhof kooperiert mit der Nesselrode’schen Fortverwaltung im Sinne der Nachhaltigkeit. Im Rahmen einer kürzlich geschlossenen langfristigen Kooperation mit der Nesselrode`schen Forstverwaltung in Burgfey pflanzten die fünften Klassen des städtischen Mechernicher Gymnasiums am Turmhof (GAT) mit ihrem Lehrer Andreas Maikranz jetzt Bäume.

Und zwar auf einem Waldstück bei Mechernich, auf dem nahezu sämtliche Fichten durch Trockenheit und Borkenkäferbefall abgestorben waren. Bei ihrer Exkursion pflanzten die Sextaner Eichen, Küstentannen und Douglasien als junge Baumsetzlinge.

Andreas Maikranz: „Da in der Forstwissenschaft noch nicht abschließend erforscht ist, welche Baumarten in Zukunft mit den veränderten Klimabedingungen wie beispielweise stärkerer Trockenheit zurechtkommen, setzt der Forstbetrieb Nesselrode auf verschiedene Baumarten.“ Familie Nesselrode erklärte den Pennälern die entsprechenden ökologischen und ökonomischen Zusammenhänge.

Biologieunterricht im Freien

Langfristiges Ziel der Kooperation zwischen Schule und Forstverwaltung ist es, dass in den kommenden Jahren jeder Fünftklässler des GAT einen Baum pflanzt. Außerdem plant man am Gymnasium, das Waldstück als Ziel für Exkursionen im Rahmen des Biologieunterrichts zu nutzen, um Bodenanalysen zu machen oder theoretischen Unterrichtsstoff praktisch anzuwenden. Mittel- und Oberstufenschüler sollen dort Forschungsmöglichkeiten vorfinden – auch im Hinblick auf den renommierten Wettbewerb „Jugend forscht“.

GAT-Pressesprecher Bernhard Karst: „Das GAT leistet im Rahmen der Kooperation einen kleinen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Wir engagieren uns für nachhaltige Entwicklung (BNE).“ Ermöglicht wurde die Kooperation durch die Rotarier in Euskirchen. Schulleiter Micha Kreitz: „Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Damit hat das Prinzip, das vor über 300 Jahren für die sächsische Forstwirtschaft formuliert wurde, heute in fast alle Lebensbereiche Einzug gehalten.“

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Meilenstein auf dem Weg zur papierlosen Verwaltung in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – 10.000 Beschäftigte der Landesverwaltung nutzen elektronische Akten. Minister Pinkwart: Mit der voranschreitenden Digitalisierung schaffen wir die Basis für eine moderne Servicekultur zum Nutzen der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen.

Aktenordner und Umlaufmappen gehören beim Geologischen Dienst seit Jahresbeginn der Vergangenheit an. Die 216 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bearbeiten Vorgänge nun vollständig digital in elektronischen Akten und Laufmappen. Damit nutzen mittlerweile insgesamt mehr als 10.000 Beschäftigte der Landesverwaltung diese digitalen Komponenten der elektronischen Verwaltungsarbeit und sparen dadurch viel Zeit, Platz und Papier. Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart überreichte dem Direktor des Geologischen Dienstes, Dr. Ulrich Pahlke, heute (21. Januar 2022) eine Auszeichnung für den 10.000. Nutzenden der elektronischen Verwaltungsarbeit. Die Auszeichnung in Form einer Glas-Trophäe würdigt stellvertretend das besondere Engagement aller Behördenleitungen und Beschäftigten, die an der Einführung der E-Verwaltungsarbeit mitwirken.

Minister Pinkwart: „Die Digitalisierung der Landesverwaltung ist eines der größten Reformprojekte in Nordrhein-Westfalen. Die Fortschritte bei der Einführung der E-Verwaltungsarbeit zeigen die enorme Bereitschaft in den Behörden, eine zukunftsgerichtete und ressourcenschonende Verwaltung zu gestalten, die den Anforderungen der digitalen Transformation gerecht wird. Mit der papierlosen Bearbeitung von Verwaltungsvorgängen schaffen wir die Basis für eine moderne digitale Servicekultur zum Nutzen der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen.“

Ulrich Pahlke: „Die elektronische Verwaltungsarbeit ist ein ganz wesentlicher Baustein für die Transformation der öffentlichen Verwaltung in eine digitale Zukunft. Auch wenn beim Geologischen Dienst NRW erste digitale Prozesse bereits vor Jahrzehnten eingeführt worden sind, gelten die E-Akte und die E-Laufmappe als wesentliche neue Meilensteine für eine flexiblere und effizientere Aufgabenerledigung. Ich freue mich sehr darüber.“

Ausgezeichnet wurden auch der Direktor der Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen, Werner Brommund, und die Leiterin der dortigen Zentralabteilung, Marion Michaelis: In ihren Zuständigkeitsbereich fällt der 40.000. Arbeitsplatz, der für die künftige Nutzung elektronischer Akten und Laufmappen vorbereitet wird. Somit ist mehr als ein Drittel der Zielmarke von rund 111.000 Nutzerinnen und Nutzern in der Landesverwaltung auf dem Weg in die elektronische Verwaltungsarbeit oder nutzt diese bereits. Die flächendeckende Umsetzung der digitalen Landesverwaltung soll nach dem neuen E-Government-Gesetz (EGovG NRW) bis 2025 abgeschlossen sein, sechs Jahre früher als es von der Vorgängerregierung gesetzlich vorgesehen war.

Die Einführung der E-Verwaltungsarbeit ist eines der umfassendsten Modernisierungsvorhaben der Landesverwaltung. Verantwortet wird es vom Beauftragten der Landesregierung für Informationstechnik (CIO), Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke. Erst im Jahr 2017 wurde der Zuschlag für den Rahmenvertrag zur Einführung der landesweiten E-Akte in NRW erteilt und die erste Version der E-Laufmappe entwickelt. Nach umfangreichen Tests und Pilotierungen im MWIDE als digitalem Modellministerium wird die E-Verwaltungsarbeit seit April 2020 in insgesamt 258 Behörden der Landesverwaltung eingeführt. E-Akte und E-Laufmappe bilden dabei die Grundlage für eine weitergehende Digitalisierung der Verwaltungsabläufe. Sie sorgen dafür, dass vollständig digital, medienbruchfrei und ortsunabhängig gearbeitet werden kann.