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Jetzt Mayen-Koblenzer Geschichte(n) schreiben

Region/Mayen-Koblenz – Autoren für das Heimatbuch 2023 des Landkreises gesucht – Beiträge können ab jetzt eingereicht werden – Redaktionsphase läuft bis Ende Mai. Ein Jahr im Landkreis Mayen-Koblenz ohne Heimatbuch ist undenkbar. Auch die Ausgabe 2023 soll wieder zu einem gelungenen Spiegel des Kreises, seiner Städte und Gemeinden sowie seiner Menschen, Geschichten, Sitten und Bräuche werden. Aus diesem Grund sucht die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz einmal mehr ehrenamtliche Autoren, die Beiträge verfassen möchten. Die Texte können bis Ende Mai eingereicht werden. Das Redaktionsteam im Kreishaus legt dann fest, welche Beiträge ins neue Buch aufgenommen werden.

Dabei ist wichtig, dass die Beiträge zu Mayen-Koblenz passen, Lust auf den Landkreis machen und Lesenswertes vermitteln. „Denn das Heimatbuch ist für unsere Bürger, für andere interessierte Leser und auch für mich persönlich eine Lektüre, die aktuelle und historische Ereignisse sowie vielfältige Besonderheiten in den Städten und Gemeinden des Landkreises Mayen-Koblenz widerspiegelt“, betont Landrat Dr. Alexander Saftig, der auch schon mehrfach selbst als Autor am Heimatbuch mitgewirkt hat. Ansonsten gibt es thematisch für die Autoren keine festen Vorgaben. Eingereicht werden können beispielsweise Sachtexte, Berichte, Anekdoten oder auch Gedichte.

Bereits seit 1982 gibt der Landkreis sein Heimatbuch heraus. Seither haben alle erschienenen Jahrgänge eines gemeinsam: sie sind vollgepackt mit lesenswerten Beiträgen. Die Autoren recherchieren in Archiven, forschen vor Ort nach, dichten, zeichnen und fotografieren und und sorgen damit dafür, dass der Mayen-Koblenzer Wissensspeicher stetig gefüllt wird. „Das Heimatbuch dokumentiert die Vielseitigkeit der Region an Mosel, Eifel und Rhein sowie der Menschen, die dort leben – in Schrift und Bild“, sagt Landrat Saftig und betont, dass alle Texte aus der Feder von ehrenamtlichen Autoren stammen, die viel Zeit und Herzblut in ihre Arbeit stecken. „Dieses freiwillige Engagement ist unglaublich wertvoll und stärkt unmittelbar unsere regionale Identität.“ Einige Autoren beteiligen sich seit vielen Jahren regelmäßig am Heimatbuch und gehören zur bewährten Stammbesatzung. „Ohne Menschen, die bereit sind mitzumachen, wäre das Heimatbuch nicht vorstellbar“, sagt der Kreischef und wirbt damit zugleich um Autorennachwuchs.

Das Redaktionsteam steht in engem Kontakt zu den Autorinnen und Autoren, sammelt die Beiträge und stellt schließlich das Buch zusammen. Ein hochkarätig besetztes Kuratorium unterstützt die Redaktion, berät über Gestaltung und Inhalt des Heimatbuches, sammelt Ideen und legt Sonderthemen fest. Die Auflage des Heimatbuches umfasst 5.000 Exemplare. Das aktuelle Heimatbuch 2022 ist für 7,10 Euro im regionalen Buchhandel erhältlich. Ältere Jahrgänge kann man im Internet abrufen. Mayen-Koblenz stellte als erster Landkreis in Rheinland-Pfalz seine Heimatschriften in die Online-Bibliothek Dilibri ein. Zur Freude vieler interessierter Nutzer sind die älteren Heimatbuch-Exemplare dort kostenlos abrufbar.

„Immer wieder erreichen uns Anfragen nach einzelnen Berichten oder kompletten Ausgaben vergangener Jahre. Leider sind die älteren Jahrgänge nicht mehr durchgängig im Buchhandel erhältlich. Deshalb haben wir nach Wegen gesucht, wie man das gesammelte Wissen weiterhin zur Verfügung stellen kann“, erläutert Landrat Dr. Alexander Saftig.

In Kooperation mit dem Landesbibliothekzentrum wurde genau das erreicht. Das Digitalisierungsportal Dilibri stellt landeskundliche Werke zu Rheinland-Pfalz als frei zugängliche Scans auf seiner Internetplattform zu Verfügung. So kann jeder am Computer in älteren Heimatbüchern lesen. Zudem ist es möglich, einzelne Heimatbuch-Jahrgänge herunterzuladen oder gezielt nach Stichworten zu suchen.

Jetzt mitmachen:

Wer einen Beitrag für das Heimatbuch einreichen möchte, sollte folgende Regeln beachten: Die Manuskripte müssen in digitaler Form als Textdokument (z.B. Word, OpenDocument) eingereicht werden. Handschriftliche Manuskripte können nicht berücksichtigt werden. Der Umfang darf maximal 3 DIN A4-Seiten in der Schriftgröße 11, Arial, einfacher Zeilenabstand, betragen. Wünschenswert wären 2 bis 3 Sätze als Einleitung ins Thema sowie eine Auswahl an digitalisierten Illustrationen. Die Fotos müssen als eigene Bilddateien angehängt werden und in Druckqualität (mindestens 300 dpi) aufgelöst sein. Auch sollten die Bildquellen angegeben und passende Bildunterzeilen vorformuliert werden. Außerdem muss der Autor seine vollständigen Kontaktdaten, inklusive Telefonnummer angeben. Die Beiträge sind per E-Mail oder auf CD bis zum 31. Mai bei der Redaktion einzureichen. E-Mail an die Adresse Heimatbuch@kvmyk.de. CDs per Post an Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, Heimatbuchredaktion, Bahnhofstraße 9, 56068 Koblenz.

Weitere Infos rund ums Heimatbuch gibt es im Internet unter www.kvmyk.de oder per Telefon 0261/108-210

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IHK Aachen verschiebt Blauen Teppich auf den 13. Juni

Aachen – Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie verschiebt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen den Blauen Teppich auf Montag, 13. Juni 2022. Der Empfang der regionalen Wirtschaft, vormals als Jahresvollversammlung bekannt, hat bis vor zwei Jahren im Krönungssaal des Aachener Rathauses stattgefunden, jeweils am ersten Dienstag im März. 2021 hat die IHK Aachen ihre traditionsreiche Premiumveranstaltung zu einem Dialogforum mit dem Namen „Blauer Teppich“ weiterentwickelt.

„Nach der erfolgreichen Premiere des Blauen Teppichs im vergangenen Jahr, die coronabedingt rein digital stattfand, möchten wir unsere Gäste diesmal wieder real im Krönungssaal des Aachener Rathauses begrüßen“, sagt Gisela Kohl-Vogel, Präsidentin der IHK Aachen. „Der Blaue Teppich ist ein interaktives Format, das vom regen Austausch der Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft lebt. Dieser Austausch ist angesichts der enormen Herausforderungen, vor denen unsere Region steht, wichtiger denn je“, betont Kohl-Vogel. „Deshalb wollen wir mit unseren Gästen in einen konstruktiven, zielgerichteten und direkten Dialog treten.“

Die IHK Aachen wird Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Personen des öffentlichen Lebens in den Krönungssaal einladen. Das Motto des Blauen Teppichs 2022 lautet „Aufbruch ins Morgen-Land“, die Transformation des Rheinischen Reviers in eine nachhaltige Zukunft. Weitere Informationen werden unter www.blauerteppich.de veröffentlicht.

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Kunstausstellung in der Volksbank RheinAhrEifel in Adenau

Adenau/Koblenz – Katja Kerschgens, „Smoothies“ und „das große Universum“. Vom 17. Januar bis zum 11. März 2022 sind in der Filiale Adenau der Volksbank RheinAhrEifel Bilder der Künstlerin Katja Kerschgens aus zwei Themenbereichen zu sehen: „KatjasSmoothieKunst“ und „KatjasHimmelsKörper“.

Alex Frings, Filialleiter in Adenau: “Als Frau Kerschgens mit der Idee einer Ausstellung zu den Themen „Smoothies“ und „Himmelskörper“ auf uns zukam, konnten wir uns zunächst nicht vorstellen, wie aus einer jahrelangen Abneigung gegen Obst eine Leidenschaft für das Malen von Getränken aus Obst werden konnte, und wie dazu Bilder von Sternen und Planeten passen können. Doch gerade die Vielseitigkeit der Künstlerin, ihr Engagement und die Intensität ihrer Bilder haben uns schließlich restlos überzeugt, diese ungewöhnliche Ausstellung bei uns zu installieren. Wir wünschen Frau Kerschgens viel Erfolg!“ Die Besucher der Ausstellung können sich über einen QR-Code einen AudioGuide herunterladen, in dem Katja Kerschgens durch die Ausstellung führt und von den Beweggründen hinter ihrer Kunst erzählt.

Katja Kerschgens, geboren 1969 in Köln, machte ihren Magister in Germanistik und arbeitete mehrere Jahre lang als Redakteurin. Im Jahr 2001 machte sie sich selbstständig als Rhetorik-Trainerin und trainiert seitdem bundes- und branchenweit Tausende von Teilnehmeninnen und Teilnehmern, hält Vorträge, schreibt Bücher und hat einen Podcast. Sie arbeitet mit Acrylfarben auf Leinwand, ihre kleinsten Bilder messen 10 x 10 Zentimeter, ihr bislang größtes Kunstobjekt, bestehend aus 12 Einzelbildern, misst in der Breite fast vier Meter. Seit 2002 wohnt sie mit ihrem Mann in der Hocheifel und bringt sich dort ehrenamtlich und kommunalpolitisch ein. Sie lebt seit 1994 mit der Diagnose Multiple Sklerose.

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Zertifikat nach der Genesung

Euskirchen – Wer ein digitales Genesungszertifikat nach einer Corona-Infektion benötigt, erhält dies in Apotheken. Bislang bekamen Personen, bei denen mittels PCR eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, dieses Zertifikat auf Wunsch vom Gesundheitsamt. Aufgrund der hohen Neuerkrankungszahlen ist eine zeitgerechte Ausstellung der Zertifikate durch das Amt aber nicht mehr möglich.

Genesene haben 28 Tage nach ihrer PCR-Testung die Möglichkeit, das Zertifikat in einer Apotheke ausstellen zu lassen. Hierzu ist die Vorlage des namentlichen Laborbefundes und eines Lichtbildausweises erforderlich. Die meisten Apotheken, die das Impfzertifikat erstellen, können auch das Genesenenzertifikat generieren. Unter folgendem Link findet man eine Apotheke in der jeweiligen Umgebung: www.mein-apothekenmanager.de

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Kommern erinnert sich

Mechernich-Kommern – Acht neue „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig in Kommern verlegt – Redner appellierten an Menschen für Toleranz und gegen das Vergessen – Unter anderem Landrat Markus Ramers und Bürgermeister Dr. Schick vor Ort – Angehörige der Opfer aus London per Videotelefonat über Rainer Schulz zugeschaltet – Viele Gäste vor Ort, Polizei sperrte Straße ab.

„77 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz setzen wir Stolpersteine und erinnern uns. Senkt den Kopf und lest. Erzählt der Welt, was uns angetan worden ist.“ Mit diesen Worten eröffneten drei Schülerinnen der Euskirchener Marienschule die Stolpersteinlegung am 25. Januar in der Kommerner Mühlengasse. Parallel dazu, nur wenige Meter entfernt, begann Gunter Demnig damit, die vier Gedenksteine an die deportierte und ermordete Familie Lewin zu setzen.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick mahnt vor dem Vergessen und dankt für das weitreichende Engagement der Helfer, sowie natürlich Gunter Demnig selbst. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Die zweite Station war die Kölner Straße 18, ebenfalls in Kommern, in dem die Familie Kaufmann vor ihrer erfolgreichen Flucht nach England gelebt hatte. Betretenes Schweigen herrschte, als die zwar unterschiedlichen, doch ergreifenden Geschichten hinter den Steinen erzählt waren.

Betroffen lauschten die Gäste der Aktion den Worten des Landrates Markus Ramers. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Gäste und Helfer

An der Zeremonie nahmen darüber hinaus auch Landrat Markus Ramers, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Stadtdezernent Ralf Claßen, Kommerner Zeitzeugin Christine Hiller, sowie die Mitinitiatoren der Aktion Britta und Rainer Schulz, Gisela und Wolfgang Freier und Elke Höver teil. Emmy Kaufmanns Kinder, Anthony und Helen, nahmen darüber hinaus an der gesamten Zeremonie per Videotelefonat über das Handy von Mitorganisator Rainer Schulz teil. Im Vorfeld hatte er bereits die Stellen, an denen die Steine in das Pflaster eingelassen wurden, markiert.

Die Mechernicher Polizei sorgte für eine sichere Umleitung von Autos um die Aktion, als sich die Gäste und Initiatoren, allesamt ausgestattet mit medizinischen Gesichtsmasken, schließlich in einem anliegenden Innenhof versammelten, richteten Landrat Ramers, Bürgermeister Dr. Schick, Rainer Schulz und Gisela Freier noch ein paar Worte der Erinnerung und Dankbarkeit an alle.

„Ich bin sehr stolz auf Euch!“

Der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick bedankte sich zu Beginn herzlich bei allen Organisatoren und Helfern, dem Künstler und „Stolperstein“-Initiator Gunter Demnig und den Schülerinnen der Euskirchener Marienschule für ihr Engagement sowie ihre Hilfe und richtete sich mit seinen Worten an alle: „Euch trifft keine Schuld, doch ihr müsst wissen, was auch hier damals geschah! Wie viele heute hier sind, ist wahrlich ein wichtiges Zeichen. Ich finde es bewundernswert, nach allem, was diesen Menschen angetan wurde, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, dem sogenannten „Volk der Täter“ anzugehören, wie es die hier heute per Videoanruf zugeschalteten Kinder der geflüchteten Emmy, Anthony und Helen, getan haben. Und für uns alle sollte gelten: Jeder, der nach Hilfe sucht, sollte sie bekommen und mit offenen Armen empfangen werden, egal wo seine Wurzeln liegen. Ich bin sehr stolz auf Euch!“

Den Menschen ihren Namen zurückgeben

„Ich kann mich den Worten von Bürgermeister Schick nur anschließen“, so Landrat Ramers. „Wir müssen uns erinnern. Auch Familien und Kinder aus Kommern, aus dem ganzen Kreis und darüber hinaus, haben ihren Namen verloren und stattdessen Zahlen bekommen. Das machte ihre systematische Vernichtung für den NS leichter und sollte auch etwas anderes vernichten: Die Erinnerungen an diese Menschen. Doch das werden wir nicht zulassen. Ich danke an dieser Stelle herzlich den Initiatoren des heutigen Tages, denn so wird den Menschen endlich wieder ihr Name zurückgegeben!“

Dann ergänzte er: „Es gibt aber auch eine Grenze, die wir niemals überschreiten dürfen. Das Leid der Opfer des NS zu relativieren und sich mit ihnen gleich, ja sogar über sie zu stellen, dürfen und werden wir nicht hinnehmen. Ich danke allen Anwesenden sehr für ihre Hilfe, sowie ihre Teilnahme bei dieser sehr wichtigen Aktion gegen das Vergessen.“

„Viele gute Menschen“

Gisela Freier, ehemalige Hauptschullehrerin, kannte Emmy, Mutter von Anthony und Helen gut. Als sie sich im Jahre 2003 mit Christine Hiller dafür einsetzte, die ersten Stolpersteine in Kommern legen zu lassen, erhielt sie kurze Zeit später einen Anruf aus London. Es war Emmy Kaufman, welche sie daraufhin zu sich einlud. Daraus entwickelte sich eine über lange Jahre, bis zu ihrem Tod währende Freundschaft und ein tiefes Vertrauensverhältnis. Freier berichtete des Weiteren davon, dass sie bei Emmy immer einen leisen Anflug von Heimweh nach Kommern verspürt hätte. So erinnerte sie sich an einen ihrer Sätze ganz besonders: „Kommern hatte viele gute Menschen.“

Sie betonte weiter: „Die Erinnerung darf nicht zu Wohlfühlritualen der Kinder der Täter werden. Wir dürfen nicht nur betroffen schaue, sondern müssen aktiv handeln. Ich danke auch den drei Schülerinnen der Marienschule und ihrer Lehrerin herzlichst für ihre Teilnahme und schönen Worte der Erinnerung. Ich hoffe, dass wir bereits im nächsten Jahr wieder weitere Stolpersteine einsetzen können!“

Geschichten zweier Familien

Die Schülerinnen der Marienschule, welche Gerda und Emmy Kaufmann bis zu ihrer mittleren Reife ebenfalls besucht hatten, Charlotte Schmitz, Laura Talarico und Franziska Lüttgen, die gemeinsam mit Lehrerin Elke Höver die Ansprache während der Zeremonie entwickelt und gehalten haben, erzählten: Wie die Familie Lewin bestehend aus den Eltern Erich, ein Uhrmacher und seine Frau Lina mit ihren Töchtern Käthe und Else bis 1930 in Kommern, dann bis 1936 in der Mechernicher Bahnstraße und ab dann wieder in der Kommerner Mühlengasse gewohnt hatten. Laut Aufzeichnungen seien Erich, Lina und Käthe schließlich 1942 aus dem „Judenhaus“ in Kommern nach Minsk deportiert und ermordet worden. Else, die jüngere Schwester wurde 1942 mit 12 Jahren aus Potsdam nach Sobibor deportiert und ebenfalls ermordet. Wie sie allerdings nach Potsdam kam, sei nicht klar.

An der zweiten Station, dem ehemaligen Haus von Sigmund und Bertha Kaufmann samt ihren Töchtern Emmy und Gerda in der Kölner Straße, erzählten sie ebenso – Wie die Kaufmanns über drei Generationen lang im „schönsten Fachwerkhaus Kommerns“ gelebt hätten, von ihrem Vorfahren Isaak Kaufmann, geboren 1838, der sich laut Erzählungen jeden Tag um Punkt 11 Uhr mit seinem Freund Schäng Lambert auf einer Bank vor seinem Haus traf, um sich gegenseitig die Welt zu erklären. Gerda floh bereits 1938 nach England, Emmy folgte ihr 1939. Den Eltern gelang es schließlich, einen Tag vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges ebenfalls nach England zu flüchten. Gerda starb in Jahr 2009, Emmy im Jahr 2010.

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Michaela Habscheid in den Ruhestand verabschiedet

Wittlich – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde verabschiedete Bürgermeister Joachim Rodenkirch vergangene Woche die langjährige Leiterin der Kindertagesstätte Jahnplatz Michaela Habscheid aus den Diensten der Stadtverwaltung Wittlich.

Die gelernte Jugend- und Heimerzieherin wurde im Jahre 1985 als Mitarbeiterin bei der Stadtverwaltung Wittlich eingestellt. Im August 1994 übernahm sie die Leitung der Hortgruppe. Nach zahlreichen Fort- und Weiterbildungen und ihres hohen Erfahrungswissens wurde ihr bereits nach kurzer Zeit die Leitung der Kindertagesstätte Jahnplatz übertragen. Diese Funktion übte sie bis heute fast 25 Jahre mit viel Freude und Empathie aus.

Bürgermeister Rodenkirch bedankte sich bei Michaela Habscheid für die langjährige gute Zusammenarbeit und ihr großes Engagement. Sie habe ihre Aufgaben stets mit einer hohen Professionalität, Fachlichkeit und Leidenschaft ausgeübt. Er wünschte ihr für den wohlverdienten Ruhestand alles Gute.

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Personelle Veränderungen bei der Handwerks-Kammer Aachen

Aachen – Auf der Ebene der Geschäftsführung der Handwerkskammer Aachen werden sich in diesem Jahr mehrere Veränderungen ergeben: Ende Oktober wird Hauptgeschäftsführer Peter Deckers (64) nach zehnjähriger Tätigkeit in den Ruhestand eintreten. Bereits Ende März wird die Stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Nicole Tomys (55) nach mehr als 20-jähriger Tätigkeit die Handwerkskammer verlassen.

Der Vorstand der Handwerkskammer hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, der Vollversammlung vorzuschlagen, die freiwerdenden Positionen mit Kräften aus dem eigenen Haus zu besetzen: Künftiger Hauptgeschäftsführer soll der jetzige, für den Bereich Recht, Prüfungen und Berufsbildung zuständige Geschäftsführer Georg Stoffels werden. Wilhelm Grafen, Geschäftsführer für den Bereich der Bildungszentren, soll in die Funktion des Stellvertretenden Hauptgeschäftsführers nachrücken. Beide Herren sind schon langjährig in der Handwerkskammer tätig: Georg Stoffels seit 22 und Wilhelm Grafen seit 21 Jahren.

Anstelle einer bisher vierköpfigen Geschäftsführung soll die Kammer künftig von zwei Geschäftsführern geleitet werden. Für die Wahl von Geschäftsführern ist die Vollversammlung als das oberste Gremium der Handwerkskammer zuständig. Zu ihrer nächsten Sitzung wird die Vollversammlung am 15. Juni zusammentreten.

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NRW Ministerin Gebauer: Halbjahres-Zeugnisse sind Wegweiser ins zweite Schulhalbjahr

Region/Düsseldorf – Halbjahreszeugnisausgabe und Zeugnistelefone der Bezirksregierungen. Das Ministerium für Schule und Bildung NRW teilt mit: In Nordrhein-Westfalen endet morgen das erste Schulhalbjahr 2021/2022 mit der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse an alle rund 2,1 Millionen Schülerinnen und Schüler ab der dritten Jahrgangsstufe. Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Mit dem Halbjahreszeugnis halten Nordrhein-Westfalens Schülerinnen und Schüler einen Wegweiser für das kommende Schulhalbjahr in den Händen. Die Zeugnisse geben den Schülerinnen und Schülern ein Zwischenresultat, in welchen Fächern sie bereits auf einem guten Weg sind und um welche Bereiche sie sich künftig intensiver kümmern müssen.

Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern und auch ihren Eltern, dass sie mit stolzem Blick auf die Halbjahreszeugnisse schauen, denn unsere Schülerinnen und Schüler haben in dieser andauernden, besonders herausfordernden Zeit große Leistungen erbracht. Aus dem bisher Erreichten können die Schülerinnen und Schüler die Motivation ziehen, sich für die kommenden Monate weitere Ziele zu setzen. Ich wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg für die zweite Hälfte des Schuljahres.“

Für Schülerinnen und Schüler sowie Eltern mit Fragen zur Notengebung oder zur Schullaufbahn bieten auch in diesem Jahr die Bezirksregierungen Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster mit ihren Zeugnistelefonen Beratung und Unterstützung an.

Bezirksregierung Arnsberg: 31. Januar und 1. Februar, jeweils von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr sowie am 2. Februar von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr unter der Nummer 02931 823388 zu den Schulformen Realschule, Gymnasium, Gesamtschule, Sekundarschule und Berufskolleg.

Bezirksregierung Detmold: Am 28. und 31. Januar, jeweils von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr unter der Nummer 05231 714848.

Bezirksregierung Düsseldorf: Am 28. und 31. Januar sowie am 1. Februar jeweils von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr unter der Nummer 0211 4754002 zu den Schulformen Realschule, Gymnasium, Gesamtschule, Sekundarschule und Gemeinschaftsschule sowie Berufskolleg.

Bezirksregierung Köln: Vom 27. Januar bis 1. Februar, wochentags jeweils von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr unter der Nummer 0221 1472000.

Bezirksregierung Münster: Vom 28. Januar bis 2. Februar, wochentags von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr unter der Nummer 0251 4114199.

Wie schon im vergangenen Jahr hat das Ministerium für Schule und Bildung die nordrhein-westfälischen Schulen auch in diesem Jahr über die pandemiebedingt flexibilisierten Möglichkeiten der Zeugnisausgabe informiert für die besonderen Fälle, in denen den Kindern und Jugendlichen die Zeugnisse nicht persönlich übergeben werden können. Es kommen sowohl eine postalische Versendung als auch eine Abholung der Zeugnisse an den Schulen oder eine sonstige Form der Bekanntgabe in Betracht, wenn dabei die infektionsschutzrechtlichen Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung und der Coronaschutzverordnung eingehalten werden. Hilfsweise kann mit Zustimmung der Eltern auch eine elektronische Vorabübermittlung mit späterer Aushändigung erfolgen. Über die Modalitäten der Zeugnisübergabe entscheiden die Schulen in eigener Zuständigkeit.

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Klimateam der Sekundarschule hat Interesse an E-Ladesäulen

Jülich – Schon seit einigen Jahren setzt sich die Stadt Jülich erfolgreich für den Klimaschutz ein. Auch der Sekundarschule ist eine Verbesserung des Klimas sehr wichtig. Daher hat sich in den vergangenen Jahren ein Klima-Team an der Schule aufgestellt, in dem Schülerinnen und Schüler verschiedene Projekte auf die Beine gestellt haben. Durch ihre zielstrebige Umsetzung verschiedener Klimaprojekte kam es vor einigen Jahren sogar zu der Übergabe eines 1000€ Schecks für deren geplanten und verwirklichten Klimaschutzmaßnahmen.

Vor kurzem wurden zuständige Kolleg*innen der Stadt Jülich von dem Klima-Team der Sekundarschule eingeladen, um über das Thema ‚Elektromobilität‘ zu informieren. Den Schüler*innen war es wichtig mit Ansprechpartner*innen der Stadtverwaltung über dieses präsente Anliegen zu sprechen. Auch wenn die Schüler*innen selber noch nicht die Möglichkeit haben Auto zu fahren, ist es ihnen trotzdem wichtig, sich für einen klimaschonenden Autoverkehr einzusetzen. Daher zielte ihr konkretes Interesse dahingehend, welche Lademöglichkeiten es für die Lehrer der Sekundarschule gäbe. „Ein breites Angebot an E-Ladesäulen würde auch das Lehrpersonal dazu motivieren, Elektroautos anzuschaffen“, so das Klimateam.

Vier Kolleg*innen der Stadt Jülich haben sich auf den Weg zur Sekundarschule gemacht und dort mit dem Klimateam über das Thema ‚E-Ladesäulen‘ gesprochen. Mit dabei war unter anderem Eva Strehl, die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt Jülich. Aus diesem Anlass wurde sie bei den Schüler*innen als neue Ansprechpartnerin zum Thema Klimaschutz vorgestellt. Um die Verkehrsordnung bei der Besprechung von E-Ladesäulen auf dem Parkplatz zu berücksichtigen, war Herr Hallensleben vom Ordnungsamt vor Ort. Herr Bölter von den Stadtwerken wurde ebenso zu dem Termin eingeladen. Zuletzt war auch die Mobilitätsbeautragte Claudia Tonic-Cober anwesend, die die Anregungen des Klimateams in anstehende Umsetzungspläne einer bedarfsgerechten Ladesäuleninfrastruktur für das gesamte Stadtgebiet Jülich aufnimmt. Die Kolleg*innen stellten sich den Schüler*innen vor und präsentierten jeweils ihre Aufgaben in diesem Zusammenhang.

Den Schüler*innen wurde ausführlich erklärt, was für die ‚Elektromobilität‘ spricht und was es zu beachten gilt.

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Isabel Rübsamen übernimmt Ernährungs-Beratung im ATZ

Region/Bad Ems – Mit Beginn des neuen Jahres hat Isabel Rübsamen den Fachbereich „Ernährungsberatung“ im Ambulanten Therapiezentrum (ATZ) Nassau der Paracelsus Klinik Bad Ems übernommen. Die diplomierte Ökotrophologin und Ernährungsberaterin gehört darüber hinaus zum Team der Abteilung für Altersmedizin an der Klinik in Bad Ems.

Isabel Rübsamen bietet im ATZ individuelle Ernährungsberatungen an. Je nach Anliegen liegt dabei der Schwerpunkt auf der praxisnahen Beratung bei Nahrungsmittelunverträglichkeit, Übergewicht oder einer begleitenden Beratung bei Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Osteoporose oder Arthrose. Auch werdende Mütter profitieren von einer solchen Beratung, ebenso wie Menschen im Seniorenalter, die sich für eine gesundheitsfördernde Ernährung im Alter interessieren. Innerhalb der geriatrischen Abteilung in der Paracelsus Klinik ist Rübsamen vor allen Dingen zuständig für eine begleitende Beratung bei Mangelernährung oder bei ernährungsbedingten Grunderkrankungen.

Isabel Rübsamen ist in der Region keine Unbekannte – seit 2017 arbeitete sie als selbständige Ernährungsberaterin in eigener Praxis in Bad Ems. In dieser Zeit entstand auch die enge Zusammenarbeit mit der Paracelsus Klinik. „Eine richtige Ernährung, jeweils gut abgestimmt auf den individuellen Gesundheitsstatus meiner Klienten, kann enorm viel beitragen zu einem gesünderen Leben. Bei vielen Erkrankungen ist die Ernährungstherapie sogar Teil des Behandlungskonzepts“, erklärt Rübsamen, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) als Ernährungsberaterin zertifiziert ist. Ganz besonders in den Fokus nimmt sie die Prävention: „Volkskrankheiten wie Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauferkrankungen oder Bluthochdruck lassen sich durch eine gesunde Ernährungsweise verhüten – für mich eine wichtige Motivation in meiner täglichen Arbeit“, erklärt Rübsamen.

Bei ihren Beratungen legt die Ernährungsexpertin viel Wert auf Praxisbezug. Neben einer genauen Analyse des Ess- und Trinkverhaltens, einer engen Begleitung bei der Umstellung auf eine veränderte Ernährungsweise und fundierten, leicht verständlichen Wissensvermittlung rund um Ernährung und Lebensstilveränderung, bietet Isabel Rübsamen beispielsweise eine Einkaufsberatung an. Um einen fundierten Ernährungsplan ausarbeiten zu können, hilft auch die Technik. Eine High-tech-Waage, die neben dem Gesamtgewicht auch den Anteil an Muskelmasse, Fett und Körperwasser differenziert misst.

Die Pandemie hatte Folgen

Die Auswirkungen der Pandemie insbesondere auf Kinder und Jugendliche sieht die Ernährungsberaterin häufig in ihrer Praxis. Und zwar in zweierlei Hinsicht. Einerseits steigen die Zahlen übergewichtiger Kinder und Jugendliche durch Bewegungsmangel während der langen Pandemiezeit mit ihren Einschränkungen stark an. Andererseits besteht für übergewichtige junge Menschen ein erhöhtes Risiko, einen schwereren Verlauf zu erleiden bzw. an langfristigen Folgen, der so genannten Long Covid Erkrankung zu leiden. Neben der unbedingt notwendigen fachärztlichen Behandlung rät Isabel Rübsamen, die selbst dreifache Mutter ist, Eltern, auch das Thema Ernährung in Angriff zu nehmen, um dauerhaft die Folgen der Pandemie auf die Gesundheit der jüngeren Menschen zu lindern.

In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten einer Ernährungsberatung. Wer dazu Fragen hat oder einen Termin im ATZ Nassau vereinbaren möchte, erreicht Isabel Rübsamen unter der Nummer 02604 3848-600 oder direkt per Mail unter isabel.ruebsamen@pkd.de