Hausabriss nach Hochwasser in Kommern. Mitunter muss juristisch geklärt werden, ob und wie die Betroffenen entschädigt werden. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich – Flutopfer können sich am 17. und 23. März in der Kommerner Bürgerhalle bei einer mit dem Arbeiter-Samariter-Bund kooperierenden Fachanwältin Rat holen. Mit kostenloser juristischer Beratung bis zur Klage unterstützt der Arbeiter-Samariter-Bund Nordrhein-Westfalen (ASB) Flutopfer in der Stadt Mechernich. Das teilten jetzt Dezernent Ralf Claßen, der Vorsitzende der Mechernich-Stiftung, und Teamleiterin Manuela Holtmeier von der Stadtverwaltung (Abteilung Bürger & Politik) dem Mechernicher „Bürgerbrief“ mit.
Es handelt sich um ein „versicherungsrechtliches Angebot“ des Arbeiter-Samariter-Bund NRW e.V., das Stadt und Bürgerstiftung den Ortsbürgermeistern an die Hand geben, aber auch über die Medien publizieren wollen.
Die Beratungsgespräche werden von Andrea Edelhoff, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Versicherungsrecht, von der Kanzlei Edelhoff-Muhr in Kooperation mit dem ASB in der Kommerner Bürgerhalle durchgeführt – und zwar am Donnerstag, 17. März, ab 10 Uhr und am Mittwoch, 23. März, ab 13 Uhr. Die Anwältin kann in dringenden Fällen auch vorab und per Telefon tätig werden.
Voranmeldung bei der Stadt Mechernich unter
Tel. (0 24 43) 49-4003 oder m.holtmeier@mechernich.de
Die Betroffenen sollen zu den für sie kostenfreien Beratungsterminen den Versicherungsschein und den bisherigen Schriftwechsel mit der Versicherung mitbringen. Im Beratungstermin geklärt werden Fragen wie diese: Besteht überhaupt Versicherungsschutz für eingetretene Schäden (Elementarschadenversicherung)? Wenn nein, beruht dies auf einer fehlerhaften Beratung? Welche Leistungen kommen in Betracht? Gibt es bereits Gutachten oder müssen diese beim Versicherer angefordert werden? Ist Unterversicherungsschutz vereinbart? Was passiert, wenn der Betroffene nicht fristgerecht wiederherstellen kann?
Im Kreis Ahrweiler sei diese Form der Hilfe aufgrund der schwierigen Situation derzeit leider nicht möglich – angefangen bei der Unterbringung bis hin zur Aufnahme in Kitas und Schulen.
Aachen – Der Krieg in der Ukraine beschäftigt auch in Aachen viele Menschen mit der Frage: Wie und wo kann man helfen? Alle Angebote und Informationen, die die Stadt hat, werden unter www.aachen.de/aachenhilft gebündelt und zur Verfügung gestellt. Die Seiten werden laufend aktualisiert und erweitert.
Aachen ist ein sicherer Hafen: Viele Menschen haben sich auf den Weg gemacht, um Schutz und Sicherheit jenseits der Grenze zu finden. Die Stadt nimmt in Aachen ankommende Geflüchtete aus der Ukraine auf und bringt sie in städtischen Unterkünften unter. Sie erhalten umfassende Unterstützung durch die kommunalen Integrationsmanager*innen. Derzeit stehen 500 Unterkünfte zur Verfügung. Ein Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) tritt seit dieser Woche regelmäßig zusammen, um die dynamische Lage zu bewerten und schnell Entscheidungen treffen zu können.
Neben den behördlichen Aktivitäten ist auch bürgerliche Gastfreundschaft willkommen: Wer also eine private Unterbringung anbieten möchte, kann dies unter https://elinor.network/gastfreundschaft-ukraine/ tun.
Derzeit werden für die Menschen, die in Aachen ankommen keine Sachspenden benötigt. Initiativen, die jedoch Sachspenden in die betroffenen Gebiete in Osteuropa liefern möchten, können sich bei der Stadt Aachen unter helfen@mail.aachen.de melden. Sie werden in eine Übersichtsliste aufgenommen.
An die gleiche Mail-Adresse helfen@mail.aachen.de können sich auch bereits bestehende oder neue bürgerschaftliche Initiativen wenden, die Menschen in der Ukraine helfen möchten. Auch diese werden dann in einer Übersicht aufgelistet.
Ebenfalls gesucht werden ehrenamtliche Dolmetscher*innen, die sich zur Verfügung stellen möchten. Bitte ebenfalls per Mail an helfen@mail.aachen.de. Eine Liste für den Bedarfsfall wird derzeit zusammengestellt.
Wer Geld spenden möchte, sollte dies bitte zentral über das Hilfsbündnis „Aktion Deutschland hilft“ tun – www.aktion-deutschland-hilft.de –, bei dem sich alle großen deutschen Hilfsorganisationen zusammengeschlossen haben. Die Stadt Aachen kann keine Geldspenden annehmen.
Im Kreis Ahrweiler sei diese Form der Hilfe aufgrund der schwierigen Situation derzeit leider nicht möglich – angefangen bei der Unterbringung bis hin zur Aufnahme in Kitas und Schulen.
Meckenheim – Die Stadt Meckenheim verurteilt den Angriff Russlands auf die Ukraine aufs Schärfste und fühlt mit allen Ukrainerinnen und Ukrainern vor Ort und in Meckenheim, die Angst um ihre Familien und ihre Heimat haben. „Wir sind fassungslos über das Geschehen in der Ukraine und diese Form der Aggression im Osten Europas. Natürlich sehen wir es als unsere Pflicht an, den Menschen, die vor diesem Krieg aus der Ukraine fliehen, zu helfen.“, so Bürgermeister Holger Jung.
Die Stadt versucht in ihren eigenen Liegenschaften freie Kapazitäten an Wohnraum für Geflüchtete aus der Ukraine, u.a. durch Umverteilung und verdichtete Belegung in den Wohneinheiten zu schaffen. Dabei spielt sie auch das Szenario durch, Hallen für die Unterbringung von einer großen Anzahl an Geflüchteten im Notfall bereitzustellen zu müssen.
Daneben ruft die Stadt ihre Bürgerinnen und Bürger auf, ebenfalls freie Unterkunftsmöglichkeiten und Hilfsangebote zu melden.
Die Solidarität und Anteilnahme in Meckenheim ist groß. Zur Koordinierung der Hilfen hat die Stadt Meckenheim eine UkraineHilfe-Hotline eingerichtet, die unter (02225) 917 888 bzw. unter ukrainehilfe@meckenheim.de zu erreichen ist.
Landrätin Cornelia Weigand (3.v.r.) und Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß, Wiederaufbaubeauftragte des Landes (2.v.l.), trafen sich zu einem gemeinsamen Gespräch mit Günter Kern, Vor-Ort-Beauftragter für den Wiederaufbau (l.), Geschäftsbereichsleiterin Anja Toenneßen (2.v.r.) und Anne Weller (r.) vom Aufbaustab der Kreisverwaltung. Ein Thema: Der aktuelle Bericht des Landes über den Wiederaufbau. Foto: Bernhard Risse / Kreisverwaltung Ahrweiler
Ahrweiler – Landrätin Weigand im Austausch mit Staatssekretärin Steingaß. Bereits kurz nach ihrem Amtsantritt im Kreishaus hat sich Landrätin Cornelia Weigand mit der für den Wiederaufbau zuständigen Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß getroffen. Im Mittelpunkt des Austausches standen unter anderem die Themen Wiederaufbaufonds, die Antragsverfahren in der Wiederaufbauhilfe sowohl für die kommunale Infrastruktur als auch für Private, Unternehmen und Vereine sowie weitere zukünftige Vorhaben.
„Die Notwendigkeit des Aufbaus bringt auch Chancen in den Kreis: für eine ökologische und nachhaltige Entwicklung, touristische und wirtschaftliche Perspektiven, Zukunftsfähigkeit.“ Dies alles sei in den nächsten Jahren möglich, so Weigand. „Das Voranschreiten des Wiederaufbaus ist untrennbar mit dem Thema Hochwasservorsorge verbunden. Im Rahmen der Hochwasserpartnerschaft „Ahr“ haben wir gemeinsam mit unseren Partnern bereits beschlossen, ein überörtliches Hochwasservorsorgekonzept zu erstellen.“ Nun gelte es, diese Grundlage für ein zukunftsgerichtetes verantwortungsvolles Handeln aller Akteure zu nutzen und gemeinsam Projekte und Maßnahmen umzusetzen. „Wir müssen alle zusammen diese Chancen nutzen, denn nur gemeinsam kann der Wiederaufbau gelingen“, betont Weigand.
Steingaß überreichte Weigand den aktuellen Bericht des Landes über den Wiederaufbau. Darin ist nicht nur das Ausmaß der Zerstörung dokumentiert, sondern es werden auch die nach der Katastrophe schrittweise ergriffenen Maßnahmen, wie die Organisation des Wiederaufbaus, finanzielle Fördermaßnahmen und Aufbauhilfen sowie Initiativen zur Neuerrichtung der zerstörten Infrastruktur zusammengefasst.
Thomas Benkert, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK). Foto: ABDA
Region/Mainz/Berlin – Die Hilfsorganisationen der Apothekerinnen und Apotheker rufen zu Geldspenden auf, um die Menschen in der Ukraine bedarfsgerecht mit dringend benötigten Medikamenten, Verbandstoffen und Hilfsmitteln versorgen zu können. „Der Krieg in der Ukraine sorgt für großes menschliches Leid. Er führt dort auch bereits zu Arzneimittelengpässen. Wir als deutsche Apothekerinnen und Apotheker wollen und können da helfen“, sagt Thomas Benkert, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK): „Ich freue mich sehr, dass die Hilfsorganisationen der Apotheker in wenigen Tagen Aktionen umgesetzt haben, die bereits jetzt vielen Menschen vor Ort und auf der Flucht helfen. Die Lieferketten für Arzneimittel und Verbrauchsmaterial sind bei vielen Apotheken und Kliniken in der Ukraine unterbrochen. Da braucht es eine ganz gezielte und bedarfsgerechte Unterstützung. Deshalb mein Appell an die Menschen in Deutschland: Spenden Sie gerne Geld für die Hilfsorganisationen, aber spenden Sie keine Arzneimittel! Lassen Sie die Expertinnen und Experten den Bedarf vor Ort erheben und zielgerichtet bedienen – der Kauf einzelner Packungen oder die Abgabe von Resten aus der Hausapotheke helfen da nicht weiter.“
Mehrere Hilfsorganisationen von Apothekern sind derzeit für die Menschen in und aus der Ukraine im Einsatz. Apotheker ohne Grenzen Deutschland e.V. organisieren – zusammen mit der polnischen Hilfsorganisation Polish Medical Mission (PMM) – Lieferungen von medizinischem Bedarf für ukrainische Krankenhäuser, die bis an die Grenze gebracht und dort von ukrainischen Partnern übernommen werden. Apotheker helfen e.V. ermitteln in Zusammenarbeit mit ihrem Partner LandsAid e.V., wie Geflüchtete mit gesundheitlichen Problemen an der polnisch-ukrainischen Grenze am besten medizinisch versorgt werden können. Auch ein Krankenhaus in Lwiw (Lemberg) wird mit Arznei- und Verbandmitteln versorgt. Das Hilfswerk der Baden-Württembergischen Apothekerinnen und Apotheker e.V. hat mit seinem Partner action medeor e.V. bereits eine Soforthilfe auf den Weg gebracht. Mit einem Spendenaufruf sollen in der Ukraine nun vor allem Verbandsmaterial, aber auch Arzneimittel und medizinisches Gerät für die dortigen Krankenhäuser beschafft werden.
Weitere Informationen unter www.abda.de sowie zu Spendenkonten unter:
Die Meldungen müssen spätestens bis zum 31. März dort eingegangen sein und werden dann geprüft.
Düren – Die Verteilung und das Verfahren der Impfungen mit dem Impfstoff von Novavax wird noch einmal angepasst. Der Impfstoff wird auf einige Impfstellen im Kreisgebiet verteilt. Somit entfallen die bisherigen Impftermine bei der Johanniter Unfallhilfe.
Seit Mittwoch, 02. März, wird der Impfstoff von Novavax bei diesen Impfstellen im Kreis Düren angeboten:
Jülich (Öffnungszeiten Mo-Fr von 14 bis 19 Uhr, Sa 10 bis 19 Uhr, So 10 bis 17 Uhr)
Maxis Gruppe, Freifläche Zuckerfabrik, Dürener Straße (Kreisverkehr gegenüber Königskamp)
Niederzier (Öffnungszeiten Mo-Sa von 16 bis 20 Uhr und So von 9 bis 20 Uhr)
DWS Test-Impfzentrum, Rurbenden 2
Düren
Annakirmesplatz: Öffnungszeiten, So-Do 14 bis 18 Uhr, Fr und Sa 14 bis 20 Uhr
Der Impfstoff wird nicht in der Impfstelle in Düren (Zehnthofstraße 4) und in Nideggen angeboten.
Ein Termin ist nicht erforderlich. Das Kontingent ist derzeit begrenzt. Wer von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht ab dem 16. März betroffen ist, wird mit Priorität geimpft. Für diese Personengruppe steht ausreichend Impfstoff zur Verfügung. Die zweite Impfung findet nach drei Wochen statt. Eine Impfung mit Novavax ist ab 18 Jahren möglich. Diejenigen, die die Erstimpfung mit Novavax erhalten haben, werden auch bei der zweiten Impfung damit geimpft.
Impfquote
Im Kreis Düren sind mittlerweile 64,5 Prozent der Gesamtbevölkerung dreimal geimpft (81,3 Prozent haben zwei Impfungen erhalten). Der Kreis Düren liegt sowohl bei den Zweit- als auch Drittimpfungen über dem Landesschnitt von derzeit 78,4 Prozent (Zweitimpfung) bzw. 59,5 Prozent (Drittimpfung).
Ein „Ewiges Licht“ für den Frieden wurde in der Meditationskapelle der Communio in Christo entzündet und Blumen in den Landesfarben der Ukraine vor der Pieta im Gebetsraum der von dem bekannten Kölner Architekten Kaspar Krämer errichteten Kapelle aufgestellt. Foto: CIC/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich – Ein „Ewiges Licht“ für den Frieden wurde in der Meditationskapelle der Communio in Christo entzündet und Blumen in den Landesfarben der Ukraine vor der Pieta im Gebetsraum der von dem bekannten Kölner Architekten Kaspar Krämer errichteten Kapelle aufgestellt.
Einrichtungsleiterin Sonja Plönnes vom Sozialwerk der Communio in Christo mit Father Jaison Thazhathil, dem stellvertretenden Generalsuperior des Ordo Communionis in Christo. Foto: CIC/pp/Agentur ProfiPress
Wer immer möchte, kann sich dort nun im Gebet für die Opfer von Krieg und Gewalt und in Gedanken an den bedrohten Weltfrieden vertiefen. Zugang in den Bereich zwischen den Pflegeeinrichtungen, dem Hospiz „Stella Maris“ und dem Mutterhaus des Ordo Communionis in Christo findet man von der Bruchgasse, der Adolf-Meyer-Straße (Papageiensiedlung) und der Andreas-Girkens-Straße.
Tiefe Solidarität
„Das Ewige Licht in der Pieta-Kapelle der Communio in Christo ist das Zeichen der tiefen Solidarität mit der Ukraine“, schreibt der stellvertretende Generalsuperior Jaison Thazhathil in einer Pressemitteilung.
Er schreibt: „Ein ewiges Licht brennt vor der Pieta, der schmerzhaften Mutter mit dem toten Jesus auf dem Schoß. Wir beten und bitten für die sofortige Beendigung des Krieges in der Ukraine, für die Menschen in der Ukraine, die unter dem Krieg leiden, für die Menschen, die wegen des Krieges aus ihrer Heimat fliehen mussten und für die Menschen, die um ihre Angehörigen trauern…“
Der aus Indien stammende derzeitige Obere der Communio in Christo: „Wenn jemand einen betenden Moment für dieses Anliegen haben möchte, ist diese Kerze eine Einladung dazu an alle!“
Von links nach rechts:
Die Bürgermeisterkollegen vor dem Mendiger Kriegerdenkmal: Ortsbürgermeister Thomas Braunstein (Kottenheim), Bürgermeister Claus Peitz (Andernach), Oberbürgermeister Dirk Meid (Mayen), Bürgermeister Alfred Schomisch (Verbandsgemeinde Vordereifel), Bürgermeister Jörg Lempertz (Verbandsgemeinde Mendig) und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel (Mendig). Foto: Jacqueline Blang / Stadt Mayen
Mayen/Mendig – Eine kürzlich stattfinde Sitzung des Arbeitskreis Mühlsteinrevier RheinEifel nutzen die Bürgermeisterkollegen der beteiligten Kommunen auch um ein Zeichen des Friedens und der Solidarität für die Menschen in der Ukraine zu setzen.
„Wir sind in Gedanken bei den Menschen in der Ukraine bzw. jenen, die sich bereits auf der Flucht aus der Heimat befinden. Dies möchten wir auch nach außen zeigen“, erklärt Mayens Oberbürgermeister und ruft in diesem Zusammenhang nochmals zur regen Teilnahme an der Solidaritätsveranstaltung am heutigen Mittwochabend ab 18:30 Uhr auf dem Mayener Marktplatz auf.
Dort wird er eine kurze Ansprache an die Teilnehmer richten, es folgen Worte der Geistlichkeit sowie Liedbeiträge. Außerdem wird es auch eine Beleuchtung anliegender Gebäude in den ukrainischen Nationalfarben durch Lichtkünstler Peter Baur geben.
Zahlreiche Getränke – wie die beliebte Krewelshofer Apfelschorle – werden in Pfandflaschen verkauft. Für Heißgetränke zum Mitnehmen setzt der Krewelshof auf das deutschlandweite Pfandsystem Recup. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Obergartzem/Lohmar – Einmal Jeans und zurück. Jeans-Recycling fürs Klima: Auf dem Krewelshof werden Kleidungsstücke aus Jeansstoff gesammelt, um daraus neue Textilien herzustellen – Weitere praxisnahe Tipps zu umweltbewusstem Konsumverhalten gibt der Kreis Euskirchen beim „Müllfasten“ ab Aschermittwoch.
Kim Bieger vom Krewelshof in Lohmar macht es vor: Ausgediente Jeans in der Recycling-Tonne entsorgen, um dem wertvollen Denimstoff auf klimafreundliche Weise zu einem zweiten Leben zu verhelfen. Foto: Krewelshof/pp/Agentur ProfiPress
Die Jeans ist das beliebteste Kleidungsstück weltweit. Kein Wunder: Sie lässt sich mit allem kombinieren von sportlich bis schick, unzählige Modelle lassen für jede Figur eine schmeichelnde Passform finden, sie ist pflegeleicht und bequem. Sollte es doch einmal so weit kommen, dass eine Jeanshose, ein Jeansrock oder eine Jeansjacke aus dem Kleiderschrank verbannt wird, gibt es jetzt eine Möglichkeit, dem wertvollen Denimstoff zu einem zweiten Leben zu verhelfen: mit der blauen Jeans-Tonne, die als Sammelstelle zum Beispiel auf dem Krewelshof in Lohmar und ab Samstag, 5. März, auch in Mechernich-Obergartzem zu finden ist.
Jedes Jahr werden rund zwölf Milliarden Tonnen Baumwolle für die Herstellung von Kleidung produziert. Mehr als ein Drittel davon wird zu Jeans verarbeitet. Um nur eine Jeans herzustellen braucht es etwa 8.000 Liter Wasser, 35 Kilogramm Kohlendioxid und jede Menge Chemikalien. Grund genug, ausgediente Jeans klimafreundlicher wiederaufzubereiten.
Vom Baumwollfaden zur Jeans – und zurück
Dazu werden die gesammelten Jeans in einer auf Textilrecycling spezialisierten Firma gerissen und geschreddert, bis sie wieder wie die ursprüngliche Baumwolle aussehen – nur eben blau. Bei einem Garnproduzenten wird das recycelte Denim zusammen mit frischer Baumwolle zu einem neuen Baumwollfaden verarbeitet.
Mit den blauen Jeans-Tonnen sind der Krewelshof in Lohmar und ab Samstag auch der Krewelshof in Obergartzem Sammelstellen für die Jeans-Kampagne der gemeinnützigen Iglu UG (www.iglu-gug.org). Wichtig ist, dass die aussortierten Jeans blau sind und zu mindestens 95 Prozent aus Baumwolle bestehen. Weitere Infos zu dem Projekt gibt es unter www.jeans-recycling.org.
Um klimafreundlichen Konsum und die Vermeidung von Müll geht es auch bei der Aktion „Müllfasten“ des Kreises Euskirchen ab Aschermittwoch. Ziel ist es, dass die Menschen ihr Konsumverhalten ändern, auf sogenannte „Fast Fashion“, also schnell und billig produzierte Kleidung, und andere kurzlebige Gebrauchsartikel verzichten und so weniger Plastik- und Verpackungsmüll erzeugen.
Gut fürs Klima: Produkte vom Erzeuger
Karen Beuke, die Abfallberaterin der Kreisverwaltung, empfiehlt, CO2-Ausstoß und Klimawandel auf den Index zu setzen und beispielsweise Produkte aus der Umgebung oder vom Erzeuger zu erwerben statt solcher Dinge, die erst um die halbe Erdkugel geflogen werden, ehe sie im Regal landen.
Wöchentlich liefert der Kreis ab Aschermittwoch über seine Social-Media-Kanäle praxisnahe Tipps, die man angeblich einfach und leicht umsetzen kann. Immer mittwochs um 8 Uhr gibt es bis Ostern einen neuen Post. Anhand der „Zero Waste Pyramide“ kann jeder seinen eigenen Konsum beobachten.
Letztendlich geht es darum, die eigenen Gewohnheiten zu überdenken: Brauche ich das wirklich? So lohnt zum Beispiel der Umstieg auf einen Mehrwegbeutel, unverpacktes Obst- und Gemüse einzukaufen. Der Kreis Euskirchen weist darauf hin: „Auch wenn Plastiktüten seit diesem Jahr verboten sind – die dünnen »Hemdchenbeutel« an der Obst- und Gemüsetheke, sind es nicht…“ 2019 wurden 3,65 Milliarden solcher Beutel – 44 pro Kopf – verwendet. „Steigen Sie um“, appelliert Karen Beuke. Und: „Nutzen Sie alles, was schon vorhanden ist. Kaufen Sie gebrauchte Sachen, nutzen Sie Mehrwegsysteme.“
Mehrweg macht mehr her
Diesen Ansatz verfolgen auch die Krewelshöfe. Hausgemachte Marmelade, Ziegenkäse aus eigener Herstellung oder die beliebte Apfelschorle werden in Pfandgläsern und Flaschen verkauft. „Andere Produkte wie zum Beispiel unsere neue Karamellsauce aus Ziegenmilch oder die fruchtige Erdbeersauce verkaufen wir in Gläsern ohne Pfandsystem – die Gläser nehmen wir aber dennoch gerne zurück“, betont Danielle Bieger, die gemeinsam mit Bauer Theo Bieger die Krewelshöfe betreibt.
Heißgetränke gibt es auf den Krewelshöfen zwar weiterhin zum Mitnehmen – aber nicht in Einwegbechern aus Pappe, die weltweit Berge von Müll produzieren. Stattdessen setzt man hier auf das Pfandsystem Recup, dass schon an vielen Stellen in der deutschen Gastronomie genutzt wird. Die Becher aus Polypropylen sind schadstofffrei und spülmaschinenfest, können also mehrfach wiederverwendet oder alternativ an den deutschlandweit mehr als 10.000 Ausgabestellen gegen Pfand zurückgegeben werden.
Nicht nur beim Kaffee für unterwegs, auch beim Frühstück vor Ort in einem der Krewelshof-Cafés wird Müllvermeidung großgeschrieben. Butter, Marmelade und Schokoladencreme gibt es dort nämlich nicht in abgepackten Mini-Portionen, sondern in großen Gläsern und Töpfen zum selber portionieren – „wie früher bei Oma“, erinnert sich Danielle Bieger. Ein Bauernhof sei eben immer nachhaltig orientiert. Und wenn dann doch mal etwas weggeschmissen werden muss, landet es buchstäblich in der Tonne – und nicht im Müllsack. Danielle Bieger: „Die Tonnen müssen wir dann zwar öfter reinigen, aber so fallen wenigstens nicht diese zusätzlichen Mengen an Müll durch die unzähligen Plastikbeutel an.“
Die BonnLive Initiatoren. Der russische Angriff auf die Ukraine an Weiberfastnacht stellte das Team derweil vor eine schwierige Herausforderung. „Nach sorgfältigen Überlegungen über mögliche Konsequenzen haben wir uns entschieden, die Karnevalskonzerte fortzusetzen“, beschreibt Sandro Heinemann, Geschäftsführer von BonnLive die Situation. „Wir fühlen mit den Menschen in der Ukraine und wollten zusammen mit den BonnLive Zuschauer*innen ein Zeichen gegen den Krieg setzen.“ Foto: Frederic Hafner
Region/Bonn/Köln – Mehr als 20.000 kostümierte Zuschauer*innen waren in Bonn und Köln zu Gast. Mit dem Höhenpunkt der närrischen Tage im Rheinland sind auch die BonnLive Karnevalskonzerte erfolgreich zu Ende gegangen. Bei den 35 Shows am Bonner Westwerk und im Kölner Jugendpark waren nach Abschluss der Veranstaltungen mehr als 20.000 Karnevalist*innen zu Gast. „Die BonnLive Karnevalskonzerte haben uns einmal mehr gezeigt, dass Bonner*innen und Kölner*innen den Karneval brauchen.
Und wir sind mehr als stolz, dass wir es auch in diesem Jahr geschafft haben, sichere Veranstaltungen für alle Gäste auf die Beine zu stellen“, sagt BonnLive-Geschäftsführer Julian Reininger.
Zwar habe es immer wieder mal Corona-bedingte Verschiebungen im Programm gegeben. Letztlich seien aber alle Besucher*innen auf ihre Kosten gekommen, ergänzt Katharina Hetkämper, ebenfalls Geschäftsführerin von BonnLive: „Dass die Omikron-Variante auch vor einigen Mitgliedern unserer Bands nicht Halt machen würde, war zu befürchten. Trotzdem haben wir es, manchmal auch sehr kurzfristig und dank der Spontaneität der Künstler*innen, geschafft, dass die Qualität des Programms nicht gelitten hat.“
Der russische Angriff auf die Ukraine an Weiberfastnacht stellte das Team vor eine weitere Herausforderung. „Nach sorgfältigen Überlegungen über mögliche Konsequenzen haben wir uns entschieden, die Karnevalskonzerte fortzusetzen“, beschreibt Sandro Heinemann, Geschäftsführer von BonnLive die Situation. „Wir können alle Menschen verstehen, die in der aktuellen Situation nicht feiern wollten. Für uns war aber klar: Der rheinische Karneval steht seit jeher für Zusammenhalt und Freude. Wir fühlen mit den Menschen in der Ukraine und wollten zusammen mit den BonnLive Zuschauer*innen ein Zeichen gegen den Krieg setzen.“
Ohne die Unterstützung zahlreicher Partner und Sponsoren wäre ein Großprojekt wie die Karnevalskonzerte an zwei Spielorten nicht möglich gewesen. „Unser Dank geht an die Firmen, die uns schon lange begleiten und unterstützen. Allen voran seien die Deutsche Post DHL Group, REWE und die Deutsche Telekom genannt“, freut sich BonnLive-Geschäftsführer Simon Reininger. „Auch Radio Bonn/Rhein-Sieg und Radio Köln sind seit vielen Projekten unsere treuen Begleiter.“
Schon seit gestern laufen an beiden Spielorten die Abbauarbeiten. Dass die Karnevalskonzerte aber nicht das letzte BonnLive Projekt sein wird, ist inzwischen klar. „Wir sind schon mitten in den Planungen für das Telekom Open Air, das Anfang Juni beginnen wird“, freut sich Katharina Hetkämper. „Hier hoffen wir, schon bald weitere Details bekanntgeben zu können.“
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