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Medizin-Studierende erhalten finanzielle Unterstützung in der Verbandsgemeinde Daun

Daun – In der Verbandsgemeinde Daun haben erneut vier Medizinstudierende ihr achttägiges Blockpraktikum im Bereich der Allgemeinmedizin absolviert. Die Studierenden Lea Müller, Merle Werner, Leah Schmitz und Hozan Abdi konnten in dieser Zeit Einblicke in die Arbeit von Hausarztpraxen im ländlichen Raum gewinnen.

Die Medizinstudenten Hozan Abdi, Leah Schmitz und Merle Werner gemeinsam mit Dr. Carsten Schnieder (v. l. n. r.). Foto: Verbandsgemeindeverwaltung Daun

Hierfür erhalten Sie von der Bürgerstiftung Gesunde Verbandsgemeinde Daun jeweils eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 500,00 EUR.

Bereits seit 2019 unterstützt die Bürgerstiftung Gesunde Verbandsgemeinde Daun Medizinstudierende finanziell bei ihrer Famulatur, die im Rahmen des Medizinstudiums zu absolvieren ist. In Daun konnten zur Durchführung der Praktika die hausärztlichen Praxen Dr. Schnieder, Dr. Bergheim und Dr. Pitzen gewonnen und entsprechend zertifiziert werden. Betreut werden die Studierenden in dieser Zeit vor Ort zusätzlich durch Stiftungsratsmitglied Dr. Bangert.

Das Unterstützungsangebot der Bürgerstiftung hat sich an der Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität bereits etabliert und wird von den Studierenden gerne in Anspruch genommen. Seit Einführung haben bereits mehr als 20 Studentinnen und Studenten ihr Blockpraktikum in der Verbandsgemeinde Daun durchgeführt. „Mit dem Angebot möchten wir die Studierenden unterstützen und sie zeitgleich für unsere schöne Region begeistern. Damit verbunden ist natürlich die Hoffnung, ihnen einen Anreiz zu schaffen, auch in Zukunft in unserer Verbandsgemeinde beruflich tätig zu sein oder sich hier niederzulassen. Wir hoffen so einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung leisten zu können“, erklärt Bürgermeister Thomas Scheppe.

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Integrationsrat der Stadt Alsdorf lädt zu Vortrag „NSU und rechter Terror“ am Freitag 18. März ein

Alsdorf – „Kein Schlussstrich – NSU und rechter Terror in Deutschland“ – unter diesem Titel lädt der Integrationsrat der Stadt Alsdorf in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum der Städteregion Aachen und der Volkshochschule zu einem Vortragsabend ein.

Noch immer sind viele Fragen zur Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) unbeantwortet. Gab es weitere Komplizen? Wie wurden die Opfer und Tatorte ausgewählt? Bestehen Verbindungen zu weiteren Anschlägen? Halle, Hanau, der Mord an Walter Lübcke – immer wieder erschüttern rechtsextremistische Anschläge das Land. Und immer wieder stellen sich Fragen nach der Verantwortung und dem Versagen des Staates.

In einer Mischung aus Lesung, Vortrag und Diskussion greift Tanjev Schultz am Freitag, 18. März, diese Fragen auf. Um 18.30 Uhr beginnt der Abend im Kraftzentrale-Gebäude des Johannes Rau Kultur- und Bildungszentrums, Carl-von-Ossietzky-Straße 2. Tanjev Schultz ist Professor an der Uni Mainz, zuvor war er Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Er recherchiert seit Jahren über Rechtsextremismus, jüngst hat er den Band „NSU – Zehn Jahre danach und kein Schussstrich“ herausgegeben. Er ist Autor weiterer Bücher zum Thema. Seine Arbeiten sind mehrfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Nannen-Preis und einem Demokratie-Preis der Stadt Kassel. Anmeldung und Kursinformation telefonisch unter 02404/90630 sowie online unter: www.vhs-nordkreis-aachen.de. (apa)

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Aufruf zur Bürgermeister-Wahl am Sonntag 20. März in der Verbands-Gemeinde Kaisersesch

Kaisersesch – Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger, am Sonntag, den 20. März 2022 wählen Sie mit Ihrer Stimme eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kaisersesch für die nächsten acht Jahre. Ich möchte Sie herzlich bitten, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und Ihre Stimme, sofern Sie nicht bereits an der Briefwahl teilgenommen haben, am Sonntag, den 20. März 2022, in der Zeit von 08:00 Uhr bis 18:00 Uhr, in Ihrem auf der Wahlbenachrichtigung angegebenen Wahllokal abzugeben.

Durch Ihre Wahlbeteiligung bestimmen Sie mit, wer gemeinsam mit den Gremien der Verbandsgemeinde Kaisersesch das Geschehen und die Zukunft unserer Gemeinde gestalten wird.

Aufgrund der besonderen Situation durch die Corona-Pandemie haben bereits viele Wählerinnen und Wähler von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch gemacht. Noch bis einschließlich Freitag, den 18. März 2022, 18:00 Uhr, können Briefwahlunterlagen im Wahlamt bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch, Am Römerturm 2, 56759 Kaisersesch beantragt werden.

Bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung können noch bis zum Wahlsonntag, 15:00 Uhr, Briefwahlunterlagen beantragt werden. Hierzu bitte ich Sie, samstags in der Zeit von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr bzw. sonntags ab 08:00 Uhr, sich unter der Telefonnummer 02653 9996-800 zu melden.

Ihr Thomas Welter
Beigeordneter als Wahlleiter

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Dänischer Bestsellerautor signiert am Samstag 19. März ab 13 Uhr in Hillesheim

Hillesheim – Olsen im Kriminalhaus. Der internationale Bestsellerautor Jussi Adler Olsen signiert am Samstag, 19. März, ab 13 Uhr im Kriminalhaus Hillesheim seine Bücher – vorzugsweise seinen aktuellen Thriller „Natriumchlorid“.

Wie die Kriminalhaus-Betreiber Monika und Ralf Kramp mitteilen, veröffentlicht der dänische Autor seit 1997 Romane, seit 2007 die erfolgreiche Serie um Carl Mørck vom Sonderdezernat Q: „Er ist einer der erfolgreichsten Bestsellerautoren weltweit, seine vielfach preisgekrönten Bücher erscheinen in über 40 Ländern und wurden mehrfach verfilmt.“

Die Buchhandlung „Lesezeichen“ bietet auch einen Versandservice an. Signierwünsche können an info@lesezeichen-hillesheim.de geschickt oder unter (0 65 93) 809 433 telefonisch übermittelt werden.

Schon seit fünfzehn Jahren zieht das Kriminalhaus sowohl Krimifans als auch Autoren aus nah und fern an. Finden kann man den deutschlandweit bekannten Ort der Kriminalliteratur samt 30.000 Bänden starker Bibliothek in Hillesheim.

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Drei weitere Spiel- und Sportanlagen in Schleiden geplant

Schleiden – Vorhandenes Spiel- und Bolzplatzkonzept soll fortgeführt und um den Sportpark Schleiden sowie die Spiel- und Sportanlagen in Oberhausen und Olef erweitert werden – Stadtrat entscheidet am 7. April 2022. In Folge der Flutkatastrophe im Juli 2021, die auch zahlreiche Spiel- und Sportanlagen in der Tallage massiv beschädigt oder gar zerstört hat, gilt es das vom Stadtrat im Herbst 2019 beschlossene Spiel- und Bolzplatzkonzept für das Stadtgebiet Schleiden fortzuführen und weiter zu optimieren. Hierzu wird der Erste Beigeordnete und Projektleiter „Schleiden 21/26“, Marcel Wolter den aktuellen Sachstand sowie die weiteren Planungen zur Umsetzung in der Sitzung des Bildungs- und Sozialausschusses am 17. März 2022 vorstellen.

Die Verwaltung plant, künftig fünf öffentliche, große Spiel- und Sportanlagen in den bevölkerungsreichen Ortschaften Oberhausen, Schleiden, Olef, Gemünd und Dreiborn einzurichten. Während in Gemünd und Dreiborn an den Grundschulstandorten mit der Installation von zwei Multisportfeldern bereits erste Veränderungen realisiert wurden, stehen diese in Oberhausen, Schleiden und Olef noch an.  Für alle fünf öffentlichen Anlagen gilt jedoch: Sowohl Pflegezustand, Spiel- und Freizeitangebot sowie Aufenthaltsqualität sollen erheblich verbessert werden.

Oberhausen

In Oberhausen soll der Bereich am Sportplatz, der durch die Flutkatastrophe massiv beschädigt wurde, wiederhergestellt und durch Spielgeräte und weitere Sportangebote erweitert werden. Dazu wird der Spielplatz an der Zöllerstraße mittelfristig aufgegeben. Die Pflege und Unterhaltung des künftigen Spiel- und Sportareals soll der TuS Oberhausen übernehmen. Über die Rahmenbedingungen entscheidet der Stadtrat nichtöffentlich am 7. April.

Schleiden

In Schleiden stehen sowohl im Bereich des Schulzentrums ‚Am Mühlenberg‘ unter Einbeziehung einer Teilfläche des bisherigen Waldorf-Waldkindergartens und auf dem Sportplatz Veränderungen an, dabei wohl die größte am Sportplatz Schleiden: Dieser soll zu einem großen Sportpark mit einem vielfältigen Sport- und Freizeitangebot für Jung und Alt umgebaut werden. Hierzu wurden im Rahmen der Städtebauförderung ‚Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten‘ im vergangenen Jahr Fördermittel in Höhe von 666.000 Euro bewilligt. Der Eigenanteil der Stadt Schleiden beträgt 74.000 Euro. Am Schulzentrum ist geplant, den vorhandenen Hartgummiplatz zu erneuern und das Spiel- und Sportangebot in diesem Bereich zu erweitern.

Olef

Am Sportplatz bzw. Bolzplatz Olef soll eine große Spiel- und Sportanlage errichtet werden. Die Umsetzung erfolgt, sobald die Fläche nicht mehr für die Kita-Container benötigt wird. Der Spielplatz im Johannesweg wird dann künftig zugunsten des größeren Sport- und Spielareals wegfallen. Der Spielplatz am Lützenberg bleibt für das ‚Oberdorf‘ bestehen – er wird künftig von der ‚Bürgergemeinschaft Olef‘ und der ‚Lützenberg Initiative‘ gepflegt und unterhalten.

Insgesamt 24 Spiel- und Sportanlagen

Wird das Spiel- und Bolzplatzkonzept, wie die Verwaltung vorschlägt, am 7. April 2022 durch den Stadtrat beschlossen, wird es im Stadtgebiet Schleiden in Zukunft fünf große öffentliche Spiel- und Sportanlagen und 19 kleinere öffentliche Spiel- und/oder Bolzplätze geben.

„Wir möchten das Angebot für unsere Kinder und Jugendlichen auf öffentlichen Plätzen zukünftig auch mit trendigen Sport- und Spielanlagen verbessern“, freut sich der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter. „In allen Ortsteilen haben wir mindestens eine Spiel- oder Sportmöglichkeit, die unsere Kinder und Jugendlichen als auch unsere Feriengäste nutzen können.“  Die Qualität der Spiel- und Bolzplätze werde durch die Erweiterung und Fortführung des Konzepts deutlich verbessert, was letztlich allen zugutekomme.

Bis auf die großen Spiel- und Sportanlagen, insbesondere an den Grundschulen, wurde die Pflege und Unterhaltung inzwischen in die Hände von Vereinen, Institutionen oder privaten Initiativen gegeben. Dies ermöglicht es, ein so großes, vielfältiges und ortsnahes öffentliches Spiel- und Sportangebot dauerhaft aufrecht zu erhalten. „Wir sind sehr dankbar, dass wir fast in allen Orten verlässliche Partner gefunden haben, die sich um die Spiel- und Sportflächen professionell kümmern“, so der Erste Beigeordnete.

Hintergrund

Im September 2019 hatte der Stadtrat den Grundsatzbeschluss getroffen, nach dem die Spielplatzpflege und -unterhaltung der zentralen öffentlichen Spielplätze in Gemünd (Alte Schule) und in Schleiden (Sturmiuspark) sowie die Spielplatzpflege und -unterhaltung auf den Schulhofspielplätzen der Grundschulen in Schleiden, Gemünd und Dreiborn weiterhin vom städtischen Bauhof durchgeführt wird. Bei allen anderen öffentlichen Spielplätzen soll die Pflege- und Unterhaltung der Spielplätze durch ortsansässige Vereine, Elterninitiativen, andere Institutionen, etc. gegen eine Kostenerstattung oder im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages erfolgen. Für die Bolzplätze wurde eine ähnliche Vorgabe festgelegt.

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Symposium bringt Experten im GK-Mittelrhein zusammen – Patienten optimal einbinden

Region/Mayen-Koblenz – „Die Bekämpfung von Übergewicht sowie Adipositas, und damit auch von Volkskrankheiten wie Diabetes Typ 2, sind wichtige Gesundheitsziele in Rheinland-Pfalz“, betonte Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz beim Adipositas-Symposium im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein in Koblenz.

Der Maximalversorger konnte den Landesgesundheitsminister gemeinsam mit dem Adipositasnetzwerk Rheinland-Pfalz und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. für die Schirmherrschaft gewinnen. Der Minister verriet wieso: „Es wird noch immer unterschätzt, welche schwerwiegenden Folgen Übergewicht und Adipositas auf die Gesundheit haben. Deshalb sensibilisieren wir regelmäßig für dieses Thema.“ Ein Problem bestehe für Betroffene darin, dass Therapie- und Unterstützungsangebote nicht bekannt sind. Es fehlt oft an einer transparenten und gut verständlichen Darstellung. Das Adipositasnetzwerk nannte er als einen wichtigen Partner bei der Aufklärung und Information. „Gemeinsam mit ihm veranstalten wir regelmäßig Aktivitäten und Projekte wie Pausenspiele – ein Konzept, das mit seinen vielseitigen, barrierefreien Freizeitspielen für mehr Bewegung im Schulalltag sorgt.“

Dass die optimierte Zusammenarbeit und vernetztes Denken das A und O sind, betonte sodann der Vorsitzende des Adipositasnetzwerkes Rheinland-Pfalz Dr. Johannes Oepen: „Adipösen Menschen nachhaltig zu helfen und ihre Lebensqualität dauerhaft zu verbessern, muss unser gemeinsames Ziel sein. Dabei ist wichtig, auch die Betroffenen selbst nicht auszugrenzen, sondern sie bei ihrem Therapieplan aktiv mitzunehmen. Im Vordergrund steht nicht einfach, Gewicht zu reduzieren, sondern der Bedarf von Menschen mit Adipositas und die Besserung von Aktivitäten und Teilhabe der Betroffenen in ihrem
Alltag. Diese individuelle Passung ist mit den Fortschritten der Chirurgie und den konservativen Methoden besser möglich geworden.“

Beim gut frequentierten, hybriden Adipositas-Symposium im GK-Mittelrhein kamen daher sowohl vor Ort als auch im virtuellen Raum Betroffene zu Wort. Prof. Dr. Samir Said, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Ev. Stift St. Martin in Koblenz und Leiter des Adipositaszentrums Mittelrhein hatte zwei Patientinnen eingeladen, um von ihrer adipositaschirurgischen Therapie zu berichteten. „Ich bin ein neuer Mensch!“ und „Ich fühle mich wunderbar“, waren zu hören.

Damit es aber überhaupt erst nicht zum krankhaften Übergewicht kommt, warb Prof. Dr. Dr. Perikles Simon, Leiter der Abteilung Sportmedizin am Institut für Sportwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, für eine „bewegte Kindheit“ und die frühzeitige Prävention ab dem Kindergartenalter.

Den Teufelskreis der Stigmatisierung und Diskriminierung von adipösen Menschen zeigte Dr. Andrea Benecke, Vizepräsidentin der LandesPsychotherapeuten-Kammer Rheinland-Pfalz, auf. „Adipositas ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern ein von der Gesellschaft beeinflusstes, bei dem auch psychologische Faktoren zu berücksichtigen sind.“

Dem stimmte Dr. Hermann Schubert, Chefarzt der Psychosomatik am Heilig Geist in Boppard, zu und ergänzte: „Unser Ziel muss sein, Adipositas umfassend zu verstehen und multimodal im Team mit dem Patienten zu behandeln.“

Zum multimodalen Konzept gehören auch die Ernährungsexperten wie Diplom-Oecotrophologin Ruth Kirchmann, die verdeutlichte, was klientenzentriert vor einer OP zu tun ist, damit die Patienten nach einer OP gut im Alltag zurechtkommen.

Prof. Dr. Samir Said stellte im Anschluss mit seinem Team den strukturierten Ablauf im etablierten Adipositaszentrum des GK-Mittelrhein vor. Dabei ging Dr. Dirk Wasmuth, Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Kemperhof, auf die weltweit steigende Zahl adipöser Menschen ein. Adipositas sei nicht ohne Grund seit dem Jahr 2000 von der Weltgesundheitsorganisation als chronische Erkrankung klassifiziert. „Adipositas bringt eine Reihe von Begleiterkrankungen mit, die ebenfalls Lebenszeit verkürzen“.

Prof. Dr. Anca Zimmermann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Diabetologie und Endokrinologie Rheinland-Pfalz, betonte in ihrem Statement, dass allein die Gefahr, an Diabetes zu erkranken, bei adipösen Menschen sechs bis zehn Mal höher liegt. „Insofern werte ich das geplante Disease Management Programm Adipositas als Teil der nationalen Diabetesstrategie.“ Abschließend formulierte sie Forderungen an das Gesundheitssystem.

Bewegung als wichtigen Baustein stellte Dr. Sven Oosterloo, Leitender Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Ev. Stift St. Martin, vor. „Damit die einzelnen Bausteine nicht aus den Augen verloren werden und die Patienten auf ihrem langen Weg begleitet werden, stellen wir ihnen in unserem Zentrum eine Zentrumskoordinatorin zur Verfügung.“

Prof. Dr. Samir Said, ausgewiesener Experte auf dem Feld der Adipositas-Chirurgie, skizzierte die unterschiedlichen minimal-invasiven Operationen – Schlauchmagen und Magen-Bypass. „Gemeinsam mit dem Patienten besprechen wir ausführlich, welche Methode wieso die geeignete ist.“ Die operative Adipositas-Therapie sei der wichtigste Baustein, um schweres Übergewicht und die damit einhergehenden gesundheitsgefährdenden Folgen zu behandeln. „Die OP allein ist aber keineswegs ausreichend“, betonte Prof. Said. Thorsten Kratz, Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Ev. Stift St. Martin, stellte in diesem Kontext die strukturierte Nachbehandlung vor. „Diese sichert den Erfolg der Gewichtsreduktion und überprüft die Verbesserung der Begleiterkrankungen, mit der erfreulicherweise oft die Anzahl der einzunehmenden Medikamente erheblich sinkt.“

Dass es wichtig ist, das Selbstwertgefühl der Betroffenen insgesamt wieder zu stärken und eine körperliche Auffälligkeit nicht durch eine neue zu ersetzen, betonte Dr. Andreas Sandner, Chefarzt der Klinik für Plastische, Hand-, Ästhetische und Verbrennungschirurgie im Ev. Stift St. Martin und Heilig Geist. Gemeint sind unter anderem die Fettschürzen und die insgesamt in ihrer Struktur geschädigte Haut. Der Experte stellte die Möglichkeiten der plastisch-ästhetischen Chirurgie nach einer Adipositas-OP vor. Auch wenn die Kostenübernahme durch die Krankenkasse in den allermeisten Fällen abgelehnt wird, machten sich die Patienten auch im Chat gegenseitig Mut, weiter dafür zu kämpfen.

Wie wichtig insgesamt die Rolle der Hausärzte ist, die sich mit eigenem Konzept fachlich befassen, verdeutlichte Dr. Katja Schippel-Coressel, Hausärztin und Fachärztin für Innere Medizin: „Mir ist es immer wichtig, gemeinsam herauszufinden, welche Therapie – operativ oder konservativ – für den Patienten die beste ist und sich dann dazu auszutauschen.“ Sie konnte dabei von Erfolgen sogar bei Menschen mit extremer Adipositas berichten.

Dass das Symposium auch Auftakt für eine zukünftige Fortbildungsreihe ist, betonten die drei Kooperationspartner abschließend unisono.

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Luftreiniger-Spende für die Kaller Gaststätte Gier – Uwe Schubinski: „Eine gute Idee zum Schutz der Gäste“

Kall – Der große Karton, den der Kaller Jungunternehmer Thomas Przytarski in die Gaststätte Gier schleppte, hatte es in sich. Es war ein mobiler Luftreiniger, der die Gäste der Gaststätte vor Viren, Bakterien und sonstigen Erregern schützen  soll. Rund 750 Euro kostet der Kompakt-Luftreiniger mit Turbofunktion, den Thomas Przytarski, der Geschäftsführer des Kaller Unternehmens „MA-Versand GmbH“, jetzt dem Verein zur Erhaltung der Gaststätte Gier schenkte.

Mit dem Gerät zur Reinhaltung der Luft wolle er den Kneipenverein unterstützen, der sich seit sieben Jahren um den Erhalt der Gaststätte bemühe, erklärte Thomas Przytarski bei der Übergabe des Gerätes an den Vorsitzenden Uwe Schubinski und dessen Stellvertreter Ralf Schumacher.

Gerade in der Gaststätte mit viel Publikumsverkehr könne der Luftreiniger zeigen was er kann. Als Gast der Gaststätte Gier wolle er mit dem gestifteten Gerät auch anderen Gästen Lösungen aufzeigen, wie man sich vor Corona-Viren und sonstigen Erregern, die durch die Luft schwirren, schützen  könne.

Der jetzt im Gasthaus Gier aufgestellte Luftreiniger „CAS 800 compact line“ ist eines von sechs Modellen, die Unternehmer Thomas Przytarski  in seinem Versandhandel in Kall vertreibt. Von der Wirksamkeit des Gerätes ist er aus seiner eigenen Erfahrung überzeugt. „In meinem Betrieb arbeiten tagtäglich 20 Leute, und bisher hat sich noch keiner der Mitarbeiter mit Corona angesteckt“, berichtete er bei der Übergabe des Geschenks.

Das Gerät in Größe eines kleinen Kühlschranks, das Przytarski  jetzt dem Kneipenverein schenkte, ist quasi ein Mercedes unter den verschiedenen Typen von Luftreinigern. Es ist so leistungsfähig, dass es sogar im knapp 100 Quadratmeter großen Saal der Gaststätte die Luft mit einem Wirkungsgrad von 99,95 Prozent sauber halten kann.

Przytarski: „In einer Stunde kann er 800 Kubikmeter Raumluft reinigen. Idealerweise soll die Raumluft fünf bis sieben Mal pro Stunde gereinigt werden“. Die etwa 50 Euro teuren Viren-Filter müssten erst nach 3000 Betriebsstunden gewechselt werden.

Uwe Schubinski und Ralf Schumacher  bedankten sich bei Thomas Przytarski für die „tolle Idee“, dem Verein einen solchen Luftreiniger zu schenken. Im Gasthaus könne das Gerät zum Schutz der Gäste gute Dienste leisten. Weil das Filtergerät mobil auf Rädern und nur 14 Kilo schwer sei, könne es sowohl im Schankraum als auch im Saal für saubere und Viren freie Luft sorgen. (Reiner Züll) www.ma-versand.de

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Gedenken für den Frieden in der Ukraine – Versammlung vor dem Rathaus Wachtberg am Donnerstag 17. März

Wachtberg – „Die Bilder, die uns aus der Ukraine erreichen, machen mich sehr betroffen“, sagt Bürgermeister Jörg Schmidt. „Für uns alle war nach der Wiedervereinigung die Hoffnung groß, dass es dauerhaft Frieden in Europa geben würde. Mit dem Angriff auf die Ukraine ist der Krieg zurückgekehrt. Dieser Krieg in unserer Nachbarschaft lehrt uns, Frieden nicht mehr als so selbstverständlich anzusehen, wie wir es bislang getan haben.“

Die Beschäftigten der Wachtberger Gemeindeverwaltung werden sich am Donnerstag, den 17. März 2022 um 11.00 Uhr vor dem Rathaus (Rathausstraße 34, 53343 Wachtberg-Berkum) zu einem Gedenken für den Frieden versammeln.

„Damit soll ein Zeichen gesetzt werden, dass Aggression und Krieg in unserem freiheitlichen und demokratischen Europa keinen Platz haben und dass die Gemeinde Wachtberg an der Seite der Menschen aus der Ukraine steht,“ erläutert der Bürgermeister diese Aktion… und lädt die Wachtberger Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich an diesem Gedenken zu beteiligen. (mm)

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Ehemaliger IHK-Haupt-Geschäftsführer Otto Eschweiler verstorben

Aachen – Die Region trauert um eine bedeutende Persönlichkeit der heimischen Wirtschaft. Am Samstag, 12. März, ist Professor Dr. Otto Eschweiler im Alter von 90 Jahren verstorben. Mehr als 25 Jahre lang, von 1971 bis 1997, leitete er als Hauptgeschäftsführer die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen. Seit 1955 war er dort zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig, später als Dezernent und Leiter der Abteilung Handel. Er leitete das Referat Öffentlichkeitsarbeit und betreute den Juniorenkreis der IHK.

„Otto Eschweiler war Visionär und Pragmatiker zugleich. Hervorzuheben ist sein unermüdlicher Einsatz für den Strukturwandel in den 1980er-Jahren“, würdigt Gisela Kohl-Vogel, Präsidentin der IHK Aachen, den Verstorbenen. Damals stand die Region vor einer bedrückenden Zukunft: Keine der acht Steinkohlenzechen mit rund 40.000 Beschäftigten hatte eine langfristige Perspektive. Hinzu kam das Ende nahezu aller 120 Fabriken der Tuch- und Kleiderindustrie sowie das Wegbrechen weiterer altindustrieller Strukturen.

In dem hohen Forschungs- und Technologiepotenzial der Region sah Eschweiler einen Schlüssel zum Erfolg. Mit technologieorientierter Wirtschaftsförderungspolitik legte er den Grundstein für die Erneuerung der ökonomischen Struktur nach dem Ende der Steinkohleförderung im Aachener Revier. Er schloss 1981 die ersten Kooperationsverträge mit der RWTH Aachen, der Fachhochschule Aachen und dem Forschungszentrum Jülich. 1983 initiierte er die Gründung der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH (AGIT).

„Mit seinem festen Willen und seiner Begeisterung für die Region hat Otto Eschweiler es immer wieder verstanden, Mitstreiter für seine Ideen zu finden“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. Für sein herausragendes Engagement wurde Eschweiler mit der Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung der IHK. Darüber hinaus erhielt er die Ehrensenatorenwürde der RWTH Aachen und wurde vom nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium zum Ehrenprofessor ernannt.

Als langjähriger Honorarkonsul der Niederlande und Leiter des Deutsch-Niederländischen Jugendwerks setzte er sich auch für grenzüberschreitende Zusammenarbeit ein. Für seine Leistungen auf dem Gebiet der Hochschulförderung und der deutsch-niederländischen Beziehungen erhielt Eschweiler 1991 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 1998 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Die niederländische Königin ernannte ihn 1997 zum Ritter des Ordens Oranje Nassau.

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Rettungsdienst im Landkreis Vulkaneifel erhält neuen Standort in Walsdorf

Gerolstein/Walsdorf – Das Gebäude in der Rosenstraße in der Ortsgemeinde Walsdorf wurde als optimale Außenstelle für ein zusätzliches Rettungsfahrzeug im Gebiet Jünkerath-Kelberg-Gerolstein ausgewählt. Der dort stationierte Notfall-Krankenwagen wird 24 Stunden täglich einsetzbar sein. Über seine Funktion als Krankentransporter hinaus wird das Fahrzeug personell besetzt und technisch ausgerüstet sein wie ein Rettungswagen.„Wir freuen uns sehr über die Zusage zum Rettungsstandort Walsdorf“, so Landrätin Julia Gieseking. Die neue Außenstelle verbessert nicht nur die Versorgungsqualität in der Verbandsgemeinde Gerolstein, sondern im gesamten Landkreis Vulkaneifel.“ Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird im Zuge der Erweiterung den in Gerolstein vorhandenen Krankentransportwagen personell auf 24 Stunden aufstocken und von Walsdorf aus im gesamten Landkreis einsetzen. Im zweiten Schritt sollen ein höherwertiges Fahrzeug und zusätzlich weiteres hochqualifiziertes Personal eingesetzt werden.

Der Standort Walsdorf wird als Außenstelle („Stellplatz“) der Rettungswache Gerolstein eingerichtet und ein Jahr lang in der Praxis daraufhin getestet, ob die Einrichtung die gewünschten Verbesserungen erzielt oder weitere Anpassungen notwendig werden„Mit dem erweiterten Rettungsdienst im Bereich Gerolstein/Hillesheim geht der von Politik, Verwaltung, DRK und vielen Bürger*innen, und damit unser aller lang gehegter Wunsch in Erfüllung, den Rettungsdienst zu stärken und damit die gesetzliche Hilfeleistungsfrist in allen Gemeinden unserer Verbandsgemeinde zu gewährleisten. Dieses Ergebnis konnten wir nur erzielen, weil Landkreis, Verbandsgemeinde, das DRK und vor allem auch die Ortsgemeinde Walsdorf und ein ortsansässiger Betrieb gemeinsam an einem Strang gezogen haben“,  so Hans Peter Böffgen, der allen Beteiligten und der Ortsgemeinde Berndorf, die im Gemeindehaus ebenfalls Räumlichkeiten für eine Rettungswache angeboten hat, für ihren Einsatz in dieser Sache herzlich dankt.

„Als Ortsbürgermeister der Gemeinde Walsdorf-Zilsdorf freut es mich besonders, dass wir als künftiger Standort eines neuen, zusätzlichen Rettungsdienststandortes Räumlichkeiten zur Verfügung stellen können. Das ist doch eine klasse Sache für jeden Bürger. Wenn Hilfe erforderlich ist zählt schließlich jede Sekunde“ freut sich auch Ortsbürgermeister Horst Well über die neue Einrichtung in seiner Ortsgemeindeund fügt schmunzelnd hinzu, „die Idee zur Nutzung des leerstehenden Jugendraumes kam von meiner Frau, als ich ihr von den Problemen bei der Raumfindung im Gemeindehaus erzählte“.