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Heuschnupfen – weder harmlos noch unabwendbar

Region/Bad Ems – HNO-Arzt der Paracelsus Klinik Bad Ems bietet Behandlung dieser oft unterschätzten chronischen Erkrankung. In der HNO-Praxis Bad Ems der Paracelsus Klinik ist der Frühling angekommen. „Ich sehe viele tränende Augen und laufende Nasen“, beschreibt  Manhal Al-Ani den derzeitigen Praxisalltag. Denn der HNO-Facharzt behandelt derzeit viele Patienten, die unter einer Pollenallergie leiden, dem berüchtigten Heuschnupfen.

Volkskrankheit Heuschnupfen

Rund 20 bis 30 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Heuschnupfen, Tendez steigend. Für sie werden an sich harmlose Pflanzenpollen im beginnenden Frühling zu einem ernsten Problem. Die typischen und je nach Schwere sehr quälenden Symptome der Betroffenen sind juckende Augen, Halsschmerzen, laufende Nase oder Atembeschwerden. Eine solche Allergie ist jedoch sehr gut behandelbar und Al-Ani betont: „Viele Menschen nehmen eine Pollenallergie zu sehr auf die leichte Schulter. Aber eine Allergie, also eine Überreaktion des Immunsystems ist eine chronische Erkrankung, die unbedingt behandlungsbedürftig ist.“

Denn auch wenn  ein Heuschnupfen zunächst „nur“ die Lebensqualität beeinträchtigt – eine Allergie verschwindet nicht einfach von selbst, sondern schreitet unbehandelt immer weiter voran. Gefährliche Folge kann zum Beispiel ein allergisches Asthma sein, auch Kreuzallergien können sich entwickeln, die Betroffenen leiden dann zusätzlich unter Lebensmittelunverträglichkeiten.

Erprobte Medikamente lindern Symptome

Patienten mit leichteren Verläufen behandelt der Facharzt für HNO mit erprobten Medikamenten, so zum Beispiel cortisonhaltiges Nasenspray, das abschwellend auf die Schleimhäute wirkt. Auch Antihistaminika sind eine weitere Behandlungsoption. Als erfahrener HNO-Arzt behandelt er seit vielen Jahren auch Patienten mit Allergien, kennt sich also mit Dosierung, Wirkweise und Erfolgsaussichten bestens aus.

Das Immunsystem wieder einfangen

Eine medikamentöse Behandlung ist jedoch eine reine Behandlung der Symptome. Heutige Medikamente sind sehr gut verträglich und können saisonal die Symptome sehr gut lindern. Wer jedoch unter schweren Symptomen leidet, sollte über eine ursachenbezogene Behandlung nachdenken, die so genannte Hyposensibilisierung. Auch eine solche Hyposensibilisierung kann Al-Ani in seiner Praxis anbieten.

Ursache einer allergischen Pollenreaktion ist eine Überreaktion des Immunsystems auf solch harmlose Stoffe wie Pollen – derzeit sind es Pollen von Birke, Erle oder Haselnuss, später im Jahr kommen dann Gräserpollen dazu. Beim außer Rand und Band geratenen Immunsystem setzt die Hyposensibilisierung an und die Erfolgsaussichten stehen  –  laut wissenschaftlichen Studien – sehr gut. Denn: Die Hyposensibiliserung trainiert das Immunsystem darauf, nicht mehr überempfindlich gegen harmlose Stoffe zu reagieren. Der Körper wird langsam und vorsichtig an das Allergen „gewöhnt“. Dies kann nicht nur die Symptome deutlich lindern, sondern unter Umständen sogar die allergischen Beschwerden ganz zum Verschwinden bringen. „Ich empfehle eine solche Hyposensibilisierung. Allerdings müssen die Patienten Geduld haben. Etwa drei Jahre dauert es, bis sich das immunsystem wieder normal „benimmt“ und Pollen als das wahrnimmt, was sie sind: Harmlos.“

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Neue Brücken in Rekordzeit – Innovative Bauweisen beschleunigen Wiederaufbau

Region/Düsseldorf – Verkehrsministerin Brandes gibt während der Tempo-Woche zwei weitere Strecken im Kreis Euskirchen für den Verkehr frei. Nach der Unwetterkatastrophe im Juli hat das Land alles darangesetzt, den Wiederaufbau der Straßen so schnell wie möglich abzuschließen, damit die Menschen in den betroffenen Gebieten wieder zu Normalität zurückkehren können. Mehrere Brückenbauwerke sind innerhalb weniger Monate wiedererrichtet worden. Dabei geholfen haben innovative Schnellbauweisen verschiedener Firmen. Während der Tempo-Woche hat Ina Brandes, Ministerin für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit Dr. Petra Beckefeld, technische Direktorin vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW), jetzt die Erftbrücke an der Landesstraße L 181 in Weilerswist-Lommersum und die Brücke auf der L 497 am Houverather Bach in Bad Münstereifel wieder für den Verkehr freigegeben.

Verkehrsministerin Ina Brandes: „Der Wiederaufbau der Verkehrsinfrastruktur ist hervorragend geglückt in den vergangenen Monaten. Die Landesregierung setzt alles daran, dass Hilfe zügig ankommt und spürbar wirkt. Die neuen Brücken an der Erft und am Houverather Bach zeigen vorbildhaft: Mehr Beschleunigung bei Planung und Bau ist möglich, wenn wir noch stärker auf modernste Technik mit ressourcensparenden Fertigbauteilen setzen. Niemals zuvor war es wichtiger, dass wir schneller werden bei Sanierung und Ersatzbau von Brücken und Straßen! Denn gute Mobilität ist Standortfaktor und Lebensqualität.“

So wurde die Brücke an der L 181 bei Lommersum von der Firma Echterhoff in Fertigteilbauweise unter anderem mit sogenannten Hybridkappen errichtet. Zunächst wurden die Widerlager für das neue Brückenbauwerk hergestellt. Danach wurden die bereits im Werk hergestellten Fertigteile für den Überbau aufgelegt und die Brückenplatte hergestellt. Die Firma Max Bögl baute die Brücke an der L 497 über den Houverather Bach ebenfalls in Fertigteilbauweise und mit direkt befahrbaren Betonoberflächen. Ingenieurbauwerke in Fertigteilbauweise zu errichten, ermöglicht eine kürzere Bauzeit vor Ort, die wiederum zu weniger Verkehrseinschränkungen führt.

„Innerhalb von nur acht Monaten haben wir sieben Brücken, die im vergangenen Sommer zerstört oder irreparabel beschädigt wurden, nach modernen Standards neu geplant und gebaut“, so Dr. Petra Beckefeld von Straßen.NRW. „Drei weitere befinden sich im Bau. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir auch mit der Bauausführung der übrigen fünf Bauwerke beginnen. Das ist eine großartige Leistung außerhalb der Norm! Das Hochwasser hat unsere Kolleginnen und Kollegen vor große, teils ungeahnte Herausforderungen gestellt, und sie haben eindrucksvoll bewiesen, was durch den Abbau von Bürokratie und eine beschleunigte partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Straßen.NRW und den Bauunternehmen in unserem Land möglich ist.“

Dass der Verkehr nach nur wenigen Monaten wieder rollen kann, bringt Entlastung nicht nur für die Anwohnerinnen und Anwohner in Nordrhein-Westfalen – die L 497 führt über den Houverather Bach nach Rheinland-Pfalz.

Hintergrund:

Von zunächst 220 Straßensperrungen im Zuge der Unwetterkatastrophe in Zuständigkeit des Landes sind inzwischen 100 Prozent aufgehoben, in Bau oder die Sanierungen beauftragt beziehungsweise veranlasst. Unmittelbar nach der Unwetterkatastrophe wurden niederlassungsübergreifend alle verfügbaren Ressourcen des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen genutzt. Das Verkehrsministerium setzte eine Taskforce Wiederaufbau ein. Die Beteiligten sind seitdem im Einsatz, um die Infrastruktur wieder instand zu setzen. Um schneller voranzukommen, hat das Land dafür gesorgt, dass Ersatzneubauten ohne weitere Genehmigungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfungen gebaut werden können, selbst dann, wenn Anpassungen an aktuelle Standards erforderlich sind. Bis zu einem Volumen von 5,3 Millionen Euro konnten Aufträge nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung ohne Ausschreibungsverfahren direkt vergeben werden.

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Partner der Familienkarte Rheinland-Pfalz

Mayen/Region/Vordereifel – Rentnertruppe „Wirken statt Welken“ nicht nur beim „Nachtsheimer Strühmannspettje“ engagiert. Die 18-köpfige Rentnertruppe aus Nachtsheim wirkt in vielen verschiedenen Bereichen, so unter anderem auch an dem für Familien mit Kindern besonders geeigneten Rundwanderweg „Nachtsheimer Strühmannspettje“.

Der familienfreundliche etwa 12 Kilometer lange Rundweg, bei welchem man nach ca. 6 Kilometern auch zum Ausgangspunkt zurückkehren kann, wird derzeit von der Rentnertruppe mobil ausgestattet.

Das „Nachtsheimer Strühmannspettje“ wird im Internet unter www.familienkarte.rlp.de in der Kategorie „Aktivitäten und Erlebnisse“ im Landkreis Mayen-Koblenz abwechslungsreich und spannend, mit vielen schönen Bildern, beschrieben. Ebenso ist hier auch ein Videolink hinterlegt.

Der Heinzelmännchens Berg mit seiner Höhle, Sonnenliegen aus Holz, Jongliergerät, Waldxylophon und liegendem Kletterbaum lädt nicht nur Familien mit Kindern zur ausgiebigen Rast. Der Wanderweg ist außerdem mit einem Lebensturm, welcher zahlreiche Tierarten beheimatet, einem kleinen Wassertümpel, einem Sandarium, also einem Sandbeet unter anderem für Wildbienen, diversen Insektenhotels und Wildblumenwiesen naturnah und umweltbewusst gestaltet. Eine Lehrtafel erklärt hierbei auch, warum Insekten so wichtig für unser Leben sind.

Historisch und kulturell interessierte Wanderer können entlang des Weges zwei Hügelgräber mit Gräbergarten, Standorte ehemaliger Römersiedlungen, ein Mahnkreuz sowie eine frühere Hexenverbrennungsstätte erkunden. Vor Ort erläutern Basaltstehlen mit Infotafeln die Bedeutung der einzelnen Standorte und Stationen.

Die Dreifaltigkeitskapelle, eine Muttergottesgrotte und das Heiligenhäuschen der schmerzhaften Muttergottes laden zur inneren Einkehr, Ruhe und Besinnung.

Unterwegs weist das Logo des „Strühmännchens“, also ein kleines Strohmännchen, den Weg.

Das „Nachtsheimer Strühmannspettje“ ist genau der richtige Weg, um die Natur mit allen Sinnen zu erleben, Geschichten, Mythen und Legenden zu entdecken, traumhafte Aussichten zu genießen und schöne Täler zu durchwandern. Und durch die Vielzahl an Erlebnisstationen unterwegs, wird es auch Kindern garantiert nicht langweilig!

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Eifel-Spezialitäten jetzt auch auf dem Bad Münstereifler Wochenmarkt

Bad Münstereifel – Neuer Markstand mit regionalen Leckereien in Bad Münstereifel. Seit November letzten Jahres gibt es mit www.lecker-eifel.de einen Marktplatz im Internet für Produkte und Spezialitäten aus der Eifel. Zusammen mit ihrer Familie geht Gründerin Marie-Rose Michaeli schon immer gerne auf Märkte oder in Hofläden, um neue und besondere regionale Produkte zu entdecken.

Seit letzter Woche bietet sie die Lecker-Eifel-Produkte nun selbst auch auf dem Wochenmarkt in Bad Münstereifel an. Ob Wild-Fleischwurst, handgemachte Nudeln, Kaffee- und Teespezialitäten, Marmeladen und andere Aufstriche- hier ist für jeden etwas dabei. Neben einer Vielfalt an leckeren Spezialitäten aus der Eifel sind auch schöne, handgedrechselte Holzprodukte und Geschenkboxen erhältlich, welche auch vorbestellt und individuell angepasst werden können.

Auf den ersten Marktbesuchen gab es viel positives Feedback von den Besuchern. Schauen doch auch Sie in den kommenden Wochen mal vorbei. Der Wochenmarkt in Bad Münstereifel findet immer freitags von 08.00 Uhr bis -13.00 Uhr im Bereich vor der Stiftskirche (Langenhecke) statt.

Auch auf dem Frühlingsfest in Nideggen am Sonntag 20. März wird Lecker-Eifel mit einem Stand voller Eifel-Spezialitäten teilnehmen.

Kontakt:

Marie-Rose Michaeli
Adresse: Uhlenbergweg 20, 53902 Bad Münstereifel
Telefon: 0178-6543654
E-Mail: info@lecker-eifel.de
Weitere Informationen unter www.lecker-eifel.de

 

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Kupferstadt Stolberg bietet Hilfe für Flüchtende aus der Ukraine – E-Mail Adresse eingerichtet

Stolberg – Die Kupferstadt Stolberg koordiniert Wohnungsangebote. Immer mehr Ukrainerinnen und Ukrainer flüchten vor dem russischen Angriffskrieg. „Uns ist es wichtig, dass wir allen Geflüchteten, die nach Stolberg kommen oder uns in absehbarer Zeit zugewiesen werden, eine angemessene Unterkunft bieten können“, unterstreicht Bürgermeister Patrick Haas das Engagement und die Aufnahmebereitschaft der Kupferstadt Stolberg.

„Viele Stolbergerinnen und Stolberger haben uns zur Unterstützung bereits ihre Wohnungen oder Häuser als Unterbringungsmöglichkeiten angeboten.“

Die Kupferstadt Stolberg hat deshalb eine Mailadresse für Menschen eingerichtet, die Wohnungsangebote zur Unterbringung machen wollen: Ukraine-Hilfe@stolberg.de

Die eingehenden Angebote werden dann anhand eines Fragebogens katalogisiert und bei Bedarf entsprechend vermittelt.

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Stipendien für Medizin-Studierende – Jetzt bewerben! – Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler fördert

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Mit je 8.000 Euro pro Jahr fördert das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler junge Menschen bei ihrem Medizin-Studium in Ungarn, Bulgarien oder online – und will so Talente von morgen ans Klinikum binden. Nichts als Einsen auf dem Abi-Zeugnis – andernfalls rückt ein Medizinstudium in Deutschland für junge Menschen oft in weite Ferne. Das schafft nicht jeder, der von einer Zukunft als Ärztin oder Arzt träumt – obwohl er oder sie dennoch das Zeug für eine solche Zukunft hätte.

Diese jungen Talente haben an ausländischen oder Online-Universitäten die Chance, ein Medizinstudium zu beginnen. „Die Studiengebühren muss man sich aber leisten können“, ist sich Dr. Andreas Tecklenburg, Geschäftsführer der Marienhaus Kliniken GmbH bewusst. „Hier setzen wir mit unserem neuen Stipendienprogramm an und unterstützen junge Menschen dabei, ihren Traum zu verwirklichen.“ 15 Studierende aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland erhalten über sechs Jahre hinweg jeweils 8.000 Euro im Jahr, um damit bis zu 100 Prozent der Kosten an der Uni in Pécs in Ungarn, in Plovdiv in Bulgarien oder an der Online-Universität EDU abzudecken. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 15. April möglich über die Internetseite www.marienhaus.de/stipendium.

Gute Chancen haben Abiturientinnen oder Abiturienten, die in der Region rund um das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler leben. Dr. Andreas Tecklenburg erläutert die Idee hinter dem Konzept: „Unsere Krankenhäuser versorgen kompetent und familiär vornehmlich Menschen in ländlichen Regionen. Wer hier verwurzelt ist, also Familie und Freunde hat, für den ist unser Klinikum ideal für den Berufseinstieg nach dem Medizinstudium“. Mit dem Stipendium haben die Studierenden daher nicht nur die Zusage auf bis zu 48.000 Euro Förderung, sondern nach bestandenem Examen auch direkt einen festen Arbeitsvertrag über drei Jahre für eine Facharztausbildung in ihrer Heimat.

Weiterer Pluspunkt: Das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler stellt jedem Stipendiaten einen persönlichen Mentor zur Seite, an den sie sich für die Dauer des Studiums jederzeit wenden können – bei Problemen, mit Fragen zum Lernstoff oder auch zur Organisation ihres Studiums. In einem jährlichen Summercamp in Deutschland lernen sich die jungen Menschen zudem untereinander kennen und knüpfen erste Netzwerke als Mediziner und innerhalb der Marienhaus-Gruppe.

Um mit Stipendium ins Studium zu starten, bewerben sich Schülerinnen und Schüler im ersten Schritt bis Mitte April über www.marienhaus.de/stipendium um die Förderung. Wer nach dem Vorstellungsgespräch eine Zusage erhalten hat, kann im zweiten Schritt den Bewerbungsprozess an der jeweiligen Uni anstoßen. Schnell sein lohnt sich besonders für ein Studium in Pécs: Hier ist der Bewerbungsschluss für dieses Jahr schon am 31. Mai.

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Ratssitzung in Euskirchen am heutigen Donnerstag 17. März im Live-Stream

Euskirchen – Am heutigen Donnerstag, 17. März, tagt um 17 Uhr der Rat der Kreisstadt Euskirchen in der Aula der Marienschule. Für die Bürgerinnen und Bürger, die die Sitzung von zu Hause aus verfolgen möchten, besteht wieder die Möglichkeit, dies über die Homepage der Stadt Euskirchen zu tun, auf der ein Live-Stream der Sitzung angeboten wird.

Unter https://www.euskirchen.de/rathaus/rats-tv kann die Sitzung live am Bildschirm verfolgt werden.

Wer sich zuvor über die Tagesordnungspunkte informieren will, kann dies unter dem folgenden Link tun

https://euskirchen.ratsinfomanagement.net

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Gelungener Kinoabend zum Weltfrauentag in der Filmbühne Hillesheim

Daun/Hillesheim – Der traditionelle Kino-Abend anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2022 in der Eifel-Film-Bühne in Hillesheim, zu dem die Kommunale Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und der Landfrauenverband Vulkaneifel alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen haben, war ein voller Erfolg.

Podiumsdiskussion nach der Filmvorstellung: Landräin Julia Gieseking, Landtagsabgeordnete Astrid Schmitt, Vorsitzende des Landfrauenverbandes Ilse Spohr und Gleichstellungsbeauftragte Doris Sicken (v.l.n.r.).Foto: Kreisverwaltung Vulkaneifel

Alle verfügbaren Tickets waren bereits Tage vor der Veranstaltung reserviert. Dass diese hohe Nachfrage nicht zuletzt auf den mit überaus guter Kritik versehenen Film „Wunderschön“ von und mit Karoline Herfurth zurückzuführen ist, zeigt, dass die Verantwortlichen erneut ein gutes Händchen bei der Filmauswahl zum Weltfrauentag bewiesen haben.

Mit Augenzwinkern, einer genauen Beobachtungsgabe für die Realität und einer großen Portion Sensibilität zeigt der Film fünf Frauen, die in verschiedenen Abschnitten ihres Lebens stehen und sich nicht schön genug, nicht glücklich genug oder nicht erfolgreich genug fühlen.

„Ein rundum perfekter Wohlfühlfilm mit Tiefgang, bei dem sich jede und jeder in irgendeiner Weise in einer Szene oder einer Rolle wiederfinden konnte“, so das Fazit der Gleichstellungsbeauftragten Doris Sicken. Im Anschluss an die Filmvorstellung durfte das Publikum sich auf einen Gesprächsaustausch mit der Landtagsabgeordneten Astrid Schmitt, die spontan für die leider kurzfristig erkrankte Bundestagsabgeordnete Lena Werner einge-sprungen ist, Landrätin Julia Gieseking, der Vorsitzenden des Landfrauenverbandes Ilse Spohr und der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Doris Sicken freuen. Dabei zeigt sich Landrätin Julia Gieseking beeindruckt von der Filmvorstellung:

„Ich bin immer noch geflasht. Auch ich habe mich im Film wiedergefunden. Alle, die Kinder haben, wissen, wie hin- und hergerissen man ist zwischen Wohlbefinden der Kinder und Job. Auch heute, in Zeiten der Corona-Pandemie, sieht man deutlich, dass vor allem Frauen den Spagat zwischen Kinderbetreu-ung, Job und Homeschooling bewältigen müssen.“

Auch Landtagsabgeordnete Astrid Schmitt war begeistert von der Message der Tragikomödie und betonte im Rahmen der Podiumsdiskussion, dass es nach wie vor mutige Frauen braucht, die etwas beitragen und verändern möchten. „Ich finde es toll, dass wir eine starke Landrätin, so viele selbstbewusste Landfrauen und eine engagierte Gleichstellungsbeauftragte haben und ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam etwas erreichen können, wenn wir unsere Kräfte bündeln“, so Astrid Schmitt.

Bereits seit mehr als 100 Jahren wird am 8. März weltweit auf Frauenrechte, die Gleichstellung der Geschlechter und bestehende Diskriminierungen aufmerksam gemacht. Der traditionelle Kinoabend anlässlich des Weltfrauentages in der Eifel-Film-Bühne Hillesheim fand erstmals 1997 auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen statt und feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.

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„Soziale Werte als Mittelpunkt seines Handelns“ – Trauer um FVM-Ehrenpräsident Egidius Braun

Region/Hennef – Der Fußball-Verband Mittelrhein trauert um Egidius Braun. Der Ehrenpräsident des Deutschen Fußball-Bundes und des Fußball-Verbandes Mittelrhein verstarb am 16. März 2022 in Aachen im Alter von 97 Jahren.

„Egidius Braun hat den deutschen Fußball, den Fußball am Mittelrhein und unseren Verband als Präsident geprägt wie kein zweiter“, erklärt FVM-Vizepräsident Hans-Christian Olpen. „Wir verneigen uns vor einem einzigartigen Menschen und seinem herausragenden Lebenswerk. Fußball war für Egidius Braun immer mehr als ein 1:0. Soziale Werte waren immer Mittelpunkt seines Handelns für den Sport. Die Anliegen der kleinen Vereine lagen ihm am Herzen. Er war ihr Fürsprecher und setzte sich dafür ein, dass die Kinder und Erwachsenen in ihren Vereinen nicht nur eine sportliche, sondern auch eine soziale und gesellschaftliche Heimat finden“, so Olpen. „Wir werden Egidius Braun immer ein ehrendes Andenken bewahren und sind in Gedanken bei seinen Kindern und allen Angehörigen.“

FVM-Ehrenpräsident Alfred Vianden: „In all den Jahren meiner ehrenamtlichen Arbeit für den Sport habe ich keinen Menschen kennengelernt, der die Interessen des Sports im Allgemeinen und seine soziale Kraft mit so viel Enthusiasmus, Aufrichtigkeit und Nachdrücklichkeit vertreten hat. Er hat der Entwicklung des Fußballs am Mittelrhein, in Deutschland und der ganzen Welt unnachahmlich seinen Qualitätsstempel aufgesetzt. Vor allem ist er aber immer eins geblieben: Ein außergewöhnlicher Mensch mit dem Blick für seine Mitmenschen – und mit herausragenden Fähigkeiten, andere Menschen für die gute Sache zu begeistern.“

Die sportliche und später auch die Funktionärskarriere von Egidius Braun begann beim SV Breinig im Fußballkreis Aachen, dem er von 1954 bis 1971 vorstand. Später wurde Braun zunächst Vorsitzender des Fußballkreises Aachen, ehe er 1973 zum Präsidenten des Fußball-Verbandes Mittelrhein, später zum DFB-Schatzmeister und 1992 zum DFB-Präsidenten gewählt wurde. Braun war zudem Vizepräsident und Schatzmeister der UEFA, Vorsitzender der Organisationskommission der Europameisterschaft 1996 in England, Mitglied der Organisations-Kommission für die Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich und ist Träger zahlreicher Auszeichnungen großer in- und ausländischer Institutionen sowie kleinerer Vereine.

Sein Credo ‚Fußball ist mehr als ein 1:0‘ hat den deutschen Fußball geprägt und seine Ursprünge in Brauns Heimatverband. Alle Vereine sollten einmal in die Sportschule Hennef kommen können, und so initiierte er ein Vereinsprogramm, das genau dies kostenlos für Vereine ermöglichte. Unzählige Kampagnen wie „Mein Freund ist Ausländer“ rief Braun zunächst am Mittelrhein und dann bundesweit ins Leben. Er nutzte die Kraft des Fußballs, um immer wieder deutlich zu machen, dass es im Fußball eben um so viel mehr geht als um das reine Fußballspiel. Die Gründung der nach ihm benannten Stiftung 2001 setzt sein Wirken um die 1986 gegründete Mexico-Hilfe und sein Verständnis von Fußball als sozialem wie integrativem Motor in seinem Sinne mit Ferienfreizeiten für in der Jugendarbeit engagierte Vereine oder der Flüchtlingsinitiative „1:0 und 2:0 für ein Willkommen“ fort.

Der Fußball-Verband Mittelrhein würdigt das außerordentliche Wirken seines Ehrenpräsidenten seit 2010 auf jedem Verbandstag mit der Verleihung des Egidius-Braun-Preises an eine herausragende Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise für das gemeinschaftliche Wohl einsetzt. Preisträger sind die beiden Nationalspieler Rudi Völler und Wolfgang Overath, Prälat Arnold Poll, der frühere Präsidenten des Kindermissionswerkes „Die Sternsinger“ und Wolfgang Watzke, langjähriger Geschäftsführer der Egidius-Braun-Stiftung. „Wir wollen so das herausragende Engagement unseres Ehrenpräsidenten würdigen und unterstreichen, welch ungeheure Kraft und große gesellschaftspolitische Verantwortung der Fußball weit über das Fußballspiel hinaus hat“, erklärt FVM-Vizepräsidentin Johanna Sandvoß. „Dies werden wir im Fußball-Verband Mittelrhein im Sinne von Egidius Braun weiter fortführen.“

Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Im Sinne des Verstorbenen wird um Zuwendungen für die Ukraine-Soforthilfe der DFB-Stiftung Egidius Braun gebeten:

Sparkasse Rhein Neckar Nord
Inhaberin DFB-Stiftung Egidius Braun
IBAN: DE14 6705 0505 0040 1385 44
BIC: MANSDE66

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Ministerpräsident Hendrik Wüst zum Tod von Egidius Braun

Region/Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen verliert großen Förderer des Sports und herausragende Persönlichkeit des deutschen Fußballs. Der gebürtige Stolberger und ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Egidius Braun ist im Alter von 97 Jahren in Aachen verstorben. Ministerpräsident Hendrik Wüst zum Tod von Egidius Braun: „Nordrhein-Westfalen trauert um Egidius Braun. Mit ihm verliert das Land einen großen Förderer des Sports und eine herausragende Persönlichkeit des deutschen Fußballs.

Egidius Braun hat den organisierten Fußball in Deutschland und insbesondere den Deutschen Fußball-Bund wie kaum ein zweiter nachhaltig geprägt. Unvergessen bleiben sein Engagement und sein unermüdlicher Einsatz für Kinder, Jugendliche und sozial Schwache. Die soziale Inklusion durch den Sport war ihm Zeit seines Lebens ein wichtiges Anliegen. Die integrative Kraft des Sports stand immer im Fokus seines Tuns. In Erinnerung bleiben vor allem Aktionen wie ‚Kinder in Not‘ oder die ‚Mein Freund ist Ausländer‘-Kampagne nach den Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen.

Egidius Braun steht wie kaum ein anderer für die so wichtige Verbindung von Sport und gesellschaftspolitischem Engagement. Nordrhein-Westfalen und Deutschland werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Sein Motto ‚Fußball – mehr als ein 1:0‘ bleibt über den Tag hinaus.“

Geboren 1925 in Stolberg-Breinig in Nordrhein-Westfalen gründete Egidius Braun schon kurz nach dem zweiten Weltkrieg sein erstes Unternehmen. Parallel dazu war der Fußballsport seine große Leidenschaft, lange als aktiver Sportler in seiner Heimat Breinig, wo er sich viele Jahre aktiv und ehrenamtlich für den Sport engagierte. Von dort aus begann seine Funktionärskarriere in Nordrhein-Westfalen bis an die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes, dessen Präsident er von 1992 bis 2001 war. Im Anschluss ernannte ihn der Verband zu seinem Ehrenpräsidenten. Die 2001 gegründete DFB-Stiftung Egidius Braun nimmt sein Engagement auf. Bis zuletzt wirkte er als Vorsitzender der Stiftung, die sich für die soziale Integration von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und weltweit starkmacht.

Für sein außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement verlieh ihm das Land Nordrhein-Westfalen 1995 den Landesverdienstorden. Mit dem Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen wurde Egidius Braun für seinen herausragenden Beitrag für den Sport und das Bild Deutschlands in der Welt gewürdigt. Darüber hinaus war er Träger des großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland.