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Verbandsgemeinde Mendig für Notlagen gewappnet – Zweitägige Fortbildung des Verwaltungs-Stabes

Mendig – Die Verbandsgemeinde Mendig hat seit Längerem einen Verwaltungsstab eingerichtet, der bei Krisen, Unglücken und Notlagen zusammenkommt, um schnelle Entscheidungen treffen zu können. Die Corona-Pandemie, Flutkatastrophe im Ahrtal und nicht zuletzt der Ukraine-Krieg werfen ein neues Licht auf die Vorkehrungen für den Krisenfall. Vielen wird bewusst, dass man sich ohne große Vorwarnung in einem Ausnahmezustand wiederfinden könnte.

„Zuständig ist die Verbandsgemeinde für Notlagen unterhalb der Katastrophenschwelle. Darauf gilt es intern vorbereitet zu sein. Kern des Krisenmanagements ist der sogenannte Verwaltungsstab sowie für die Vor-Ort-Arbeit der Führungsstab der Freiwilligen Feuerwehren der VG.

Der Verwaltungsstab wird im Krisenfall im Rathaus der Verbandsgemeinde einberufen und setzt sich aus verschiedenen Fachabteilungen zusammen.

Entscheidungen im Ernstfall

Während einer zweitägigen Fortbildung in den Konferenzräumen des Seehotels Maria Laach wurden die Verwaltungsstabmitglieder durch die beiden Krisenexperten Andreas H. Karsten und Manuel Weiskopf, Deutsche Bevölkerungsschutz Akademie (debak), nun intensiv geschult. Die Fortbildung habe gezeigt, dass es nicht immer eine Blaupause für einen Krisenfall gäbe. „Strukturiertes, zeitnahes und effektives Handeln ist daher das Gebot der Krisenbewältigung“, so der Leiter des Verwaltungsstabes, Bürgermeister Jörg Lempertz.

Von wesentlicher Bedeutung ist nach der Ahrtal-Katastrophe auch die Frage, wie die Bevölkerung bei einer Notlage flächendeckend informiert werden kann. Die Warn-App Katwarn und Nina seien zwar sinnvoll, werden aber längst nicht von allen genutzt. Insofern fordert der Bürgermeister dringend die zügige Einführung eines nationales SMS-Warnsytems. Neben Lautsprecher-Wagen und Radio-Durchsagen wird auch die Einführung von digitalen Sirenenanlagen mit Durchsagemöglichkeiten gesehen, deren Beschaffung derzeit kreisweit analysiert wird.

Übergangsweise beschafft die Verbandsgemeinde mobile Sirenenanlagen, die zeitnah Warnungen von betroffenen Ortsbezirken zulassen.

„Jede Krise ist herausfordernd, sowohl vom Zeitkonstrukt als auch von der Entscheidungsfülle. Genau deswegen sind Schulungen, Übungen und Fortbildungen wie die Aktuelle ein guter Ansatz, um auf solche Lagen gut vorbereitet zu sein“, so das Fazit der Schulungsteilnehmer.

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500 junge Rotbuchen wachsen im Waldstück bei Blumenrath

Alsdorf – Platz zum Wachsen ist hier reichlich: 500 junge Rotbuchen sind jetzt im Waldstück zwischen Blumenrath und der Broicher Siedlung – nahe Poststraße – gepflanzt worden. Sie füllen auf dieser Fläche Lücken, denn aufgrund von Hitze und Pilzbefall mussten dort zahlreiche Bäume entommen werden. Die Rotbuchen sind ein Geschenk: Im Rahmen der Aktion „Net(t)Aufforsten“ spendieren die NetAachen GmbH in Zusammenarbeit mit der fit4future foundation Germany verschiedenen Kommunen der Städteregion Aachen Bäume.

Für jeden ihrer über 2.500 Geschäftskunden pflanzt die NetAachen einen Baum. Den Auftakt hat die Pflanzung in Alsdorf markiert. Dort haben Bürgermeister Alfred Sonders, der Geschäftsführer der NetAachen GmbH, Andreas Schneider, Revierförster Marko Steinmetz und Dr. Timo Sachsen vom Amt für Planung und Umwelt der Stadt Alsdorf mit angepackt. „Wir wollen als regionales Unternehmen einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung der Städteregion beitragen. Dazu gehört auch, die Region grüner und damit noch ein Stück lebenswerter werden zu lassen“, sagte Andreas Schneider. Auch Alfred Sonders hob die Zusammenarbeit von NetAachen und der Stadt Alsdorf hervor: „500 neue Bäume für unsere Stadt sind ein gewichtiger Beitrag für das Stadtklima im Speziellen und den Klimaschutz im Allgemeinen. Für diese Legislaturperiode hatte ich mir vorgenommen 500 zusätzliche Bäume zu pflanzen. Dank der Förderung von NetAachen kommen wir damit ein gutes Stück voran.“ (apa)

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Testwettkampf für die Sportler der LG Laacher See beim Frühjahrslauf in Bad Godesberg

Laacher See – Anfänger- und Wiedereinsteigertraining bei der LG Laacher See. Eigentlich sollte am 3. April der große Tag für die Walker und Läufer der LG Laacher See beim Halbmarathon in Bonn sein. Leider wurde die Veranstaltung abgesagt. Das Training wird von einen Teil der LG’ler, wie geplant durchgeführt und am ersten April Wochenende kann der Wettkampf gestartet werden. Es steht allerdings bei einigen noch nicht fest, wo dieser sein wird.

Als 10er Testwettkampf suchten sich Läufer und Walker der LG Laacher See den Frühjahrslauf in Bad Godesberg aus. Bei schönstem Sonnenwetter, mit zum Teil böigem Wind, fand die Veranstaltung auf dem Heiderhof statt. Bei den 10 km musste ein 5 km Kurs zweimal gelaufen oder gewalkt werden.

Jutta Handwerker, Dieter Wolnitzki, Frank Monschauer und Elisabeth Waldorf walkten die 10 km. Als erste Frau erreichte Jutta das Ziel in 1:14:28 Std. Damit ließ sie ihre Mitstreiter Dieter (1:18:16 Std.) und Frank (1:21:42 Std.) deutlich hinter sich.

Raheb Rahimi (M 20, 39:42 Min.), Klaus Dieter Müller (M 50, 50:38 Min.), Klaus Jahnz (M 70, 63:29 Min.) und Michael Ringel (M 45, 1:14:59 Std.) liefen den traditionellen Frühjahrslauf.

Das tolle Wetter machte es möglich, dass die Siegerehrung im Freien stattfinden konnte.

Unter dem Motto „von Null auf 10 000 Meter“ bietet die LG Laacher See am 30. März einen kostenlosen Infoabend für Laufanfänger und Wiedereinsteiger an. Ziel des Aufbautrainings ist die bewährte Teilnahme am Volkslauf „Rund um den Laacher See“ mit dem PSD Bank-Cup.

Folgender Ablauf ist vorgesehen:

  1. Mittwoch, 03.2022, 19:00 Uhr Kostenloser Informationsabend im Restaurant
    Ratsstuben in Mendig
  2. Donnerstag, 03.2022: Erstes gemeinsames Training in den Thürer Wiesen, Am alten Fort (Parken direkt neben den alten Gebäuden, gegenüber Reginaris)
  3. Danach Trainingsempfehlung, Beratung
  4. Weitere regelmäßige online-Sprechstunden nach Bedarf

Wichtig ist den Verantwortlichen der LG, dass alle Maßnahmen unter Beachtung der jeweils gültigen Verordnungen zur Corona-Krise durchgeführt werden.

Alle Interessierten werden gebeten sich bei Klaus Jahnz (Klaus@lglaachersee.de, Tel. 02651-76907 oder 0175-2962172) zu melden.

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Für den Frieden in der Ukraine – Solidaritäts-Bekundung vorm Rathaus Wachtberg

Wachtberg-Berkum – Ein Zeichen setzen, dass Aggression und Krieg in unserem freiheitlichen und demokratischen Europa keinen Platz haben und dass die Gemeinde Wachtberg an der Seite der Menschen aus der Ukraine steht, mit diesen Worten hatte Bürgermeister Jörg Schmidt jüngst gemeinsam mit den Beschäftigten der Gemeindeverwaltung die Wachtbergerinnen und Wachtberger zu einer Gedenkveranstaltung für den Frieden in der Ukraine aufgerufen.

Neben den kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fanden sich Ratsmitglieder sowie Bürgerinnen und Bürger zu der Solidaritätsveranstaltung vorm Rathaus ein. „Wir wollen heute gemeinsam deutlich machen, dass wir als überzeugte Demokraten an der Seite der Menschen in der Ukraine stehen. Wir erklären uns solidarisch mit den Menschen, die mutig für die Freiheit ihres Landes kämpfen und mit denen, die auf der Flucht sind“, sagte Bürgermeister Jörg Schmidt. „Wir erleben in diesen Tagen, wie zerbrechlich das Leben ist, wie zerbrechlich die Demokratie ist, wie zerbrechlich der Frieden ist, wie zerbrechlich die Freiheit ist.“ Es sei nicht hinnehmbar, dass im 21. Jahrhundert Konflikte mit Waffen gelöst würden. Konflikte müssten am Verhandlungstisch gelöst werden. Er gedachte der Verletzten, der Toten und deren Angehörigen, der Familien und Kinder auf der Flucht. „Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, dass wir die Menschen aus der Ukraine in Wachtberg willkommen heißen. Ich erlebe eine unbeschreibliche Gastfreundschaft und Bereitschaft zum Helfen in Wachtberg. Es ist eine großartige Leistung, dass wir die ersten Flüchtlinge gut unterbringen und versorgen konnten. Das macht mich sehr stolz und dankbar, Bürgermeister von Wachtberg zu sein. Dort, wo unsere Kapazitäten und Ressourcen als Gemeinde an ihre Grenzen kommen, treffe ich auf das große ehrenamtliche Engagement in unserer Gemeinde. Vielen Dank dafür!“

Ratsmitglied Alina Lägel, die anschließend das Wort ergriff, berührte mit ihrem Redebeitrag die Anwesenden, ist sie doch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew geboren und aufgewachsen. Von Familienangehörigen und Freunden berichtete sie und gab dem Unfassbaren so ein Gesicht. Ihre große Dankbarkeit galt den gemeindlichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich um das Wohlergehen der Flüchtlinge in Wachtberg kümmern.

Sabine Killmann, stellvertretende Bürgermeisterin, bezeichnete den Krieg in der Ukraine als menschliche Tragödie, deren Ausmaß noch gar nicht abschätzbar sei. Aber sie sprach auch über Hoffnung, angesichts des Mutes von Präsident Selenskyj, des unermüdlichen Einsatzes der Ärzte, des ungebrochenen Zusammenhaltes der Menschen in der Ukraine und nicht zuletzt in der EU.

Ein Banner für den Frieden

Zum Schluss hielt Bürgermeister Schmidt noch eine Überraschung für alle Anwesenden bereit: „Mir ist es wichtig, dass auch nach unserer Versammlung heute an unserem Rathaus ein Zeichen für die Solidarität und den Frieden in der Ukraine sichtbar ist. Unsere Jugendfachkräfte haben gemeinsam mit Jugendlichen ein Banner der Gemeinde mit Friedenssymbolen gestaltet. Dieses Banner möchte ich nun hissen.“ Gesagt, getan. Die Aktion wurde allesamt begeistert aufgenommen. Das Banner mit dem Wachtberger Gemeindewappen und aufgemalten Friedenszeichen weht seitdem vorm Rathaus. (mm)

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DJK vergibt Preis für christliche Werte im Sport – Preisverleihung am 02. September in Ochtendung

Region/Trier/Koblenz/Saarbrücken –  Bewerbungen werden bis Juli entgegen genommen. Zum sechsten Mal vergibt der Diözesanverband des Katholischen Sportverbands in Deutschland (DJK) einen Ethikpreis im Bistum Trier. Die Auszeichnung richte sich an Personen, die sich für ein christliches Menschenbild im Sport einsetzen, so Bernd Butter, erster Vorsitzender der DJK Trier. Im Rahmen der digitalen DJK-Sportkonferenz gab er den offiziellen Startschuss zur Bewerbungsphase.

Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wird am 2. September um 19 Uhr im Park der Generationen in Ochtendung durch Weihbischof Jörg Michael Peters verliehen. Anmeldeschluss für den Ethikpreis mit dem Titel „Der Mensch im Sport“ ist der 15. Juli 2022. Informationen und die Ausschreibungen gibt es bei der DJK-Geschäftsstelle Trier, Herzogenbuscherstr. 56, 54292 Trier, per E-Mail: info(at)djk-dv-trier.de oder auf der Webseite https://t1p.de/djk-ethikpreis. (ia)

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Simmerather Bürgermeister Goffart zu Besuch bei aus der Ukraine geflüchteten Menschen

Simmerath – Helferplattform „Simmerather helfen“ ins Leben gerufen. Dankbarkeit und Respekt für die Hilfsbereitschaft im Vordergrund. Mittlerweile sind über 80 ukrainische Bürgerinnen und Bürger in Simmerath angekommen. Eine Unterkunft für diese Menschen stellt Familie Steffens in Simmerath bereit. Hier lebt seit zwei Wochen das ukrainische Ehepaar Didorenko zusammen mit zwei erwachsenen und einer minderjährigen Tochter sowie zwei Enkelsöhnen.

Bürgermeister Bernd Goffart war vor Ort, um sich ein Bild von der Situation der Menschen zu machen. Die Familie drückte in erster Linie ihre Dankbarkeit und ihren Respekt gegenüber den unzähligen Helferinnen und Helfern und auch gegenüber der deutschen Regierung aus. Innerhalb von nicht einmal zwei Tagen war die leerstehende, unmöblierte Wohnung mit unzähligen helfenden Händen bewohnbar gemacht worden.

„Die Situation in der Ukraine ist für uns unvorstellbar, umso wichtiger ist es uns, dass Sie sich hier willkommen fühlen“, so Bürgermeister Goffart. Diesbezüglich können schon kleine Gesten viel bewirken, so hatte sich Mutter Olena besonders darüber gefreut, dass bei der Ankunft ein Strauß Tulpen als Willkommensgeste auf dem Tisch gestanden hatte. Emotional realisieren konnte die Familie das Geschehene bisher jedoch selbst nicht.

Auch Sorgen kamen bei dem Besuch zur Sprache. Die Familie versucht sich best- und schnellstmöglich zu integrieren. Familie Steffens versucht dabei zu unterstützen wo es geht. So kann Tochter Sofiia bereits zur Grundschule gehen und konnte dort trotz Sprachbarriere schon neue Freundschaften schließen. Die Sprache ist auch für die anderen Familienmitglieder ein wichtiges Thema. Aktuell lernen sie mit Hilfe von Apps auf dem Smartphone, wollen aber sobald möglich Sprachkurse besuchen und auch arbeiten gehen. Alle behördliche Vorarbeit ist bereits in die Wege geleitet, daher heißt es vorerst warten.

Bürgermeister Goffart weiß das Engagement der vielen hilfsbereiten Menschen in Simmerath, wie das der Familie Steffens, sehr zu schätzen und hofft, dass sich noch mehr Menschen finden, die Wohnraum und Unterstützung anbieten. „Ohne ehrenamtliche Hilfe können wir diese Krise nicht stemmen, der Krieg ist noch nicht vorbei und es werden weitere Menschen in Simmerath ankommen“. Daher appelliert der Bürgermeister an die Simmerather Bevölkerung, sich auch weiterhin zu engagieren um Menschen wie der Familie Didorenko eine Perspektive zu bieten.

Helferplattform „Simmerather helfen“

Um Hilfsangebote besser koordinieren zu können, wird die Plattform „Simmerather helfen“ ins Leben gerufen. Hierzu findet am Mittwoch, den 30. März, um 19 Uhr eine Zoom-Videokonferenz statt, zu der sich Interessierte über jschmitz@gemeinde.simmerath.de anmelden können. Die Zugangsdaten zur Veranstaltung werden am Tag vorher versendet. Weitere Informationen hierzu auch auf www.simmerath.de.

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„Bosau hilft“ nach der Flut – Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Ausflüge inklusive

Mechernich/Bosau – Zeltlager in Schleswig-Holstein für 100 Kinder und Jugendliche aus Mechernich und Euskirchen – Flutbetroffene sollen sich zeitnah anmelden. Zerstörung und Leid nach der Flutkatastrophe für ein paar Tage vergessen – mit diesem Ziel stampfte die Initiative „Bosau hilft“ nur zwei Wochen nach dem verheerenden Hochwasser ein Camp für flutbetroffene Kinder und Jugendliche am Plöner See aus dem Boden. 120 Helfer vom Technischen Hilfswerk (THW), vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und von verschiedenen Feuerwehren haben in Bosau (Kreis Ostholstein) mit angepackt.

Im vergangenen Sommer hatte sich ein großes Betreuer-Team zusammengefunden, um die flutbetroffenen Kinder und Jugendlichen beim Zeltlager der Initiative „Bosau hilft“ zu unterstützen. Foto: Alexander Daum/pp/Agentur ProfiPress

Auch in diesem Jahr soll es wieder ein Zeltlager geben: von Freitag, 29. Juli, bis Sonntag, 7. August, sollen Kinder und Jugendliche aus dem Flutgebiet Euskirchen und Mechernich einen kostenlosen Urlaub im schleswig-holsteinischen Bosau ermöglicht bekommen.

Das Team um Alexander Daum steckt bereits mitten in den Vorbereitungen. 100 Kinder zwischen 9 und 16 Jahren sowie fünf bis sechs Betreuer aus Mechernich und Euskirchen sollen an dem Zeltlager teilnehmen dürfen.

Anmeldungen werden noch bis Ende April entgegengenommen von Alexander Daum per E-Mail an alexander.daum1@gmx.de sowie telefonisch oder per WhatsApp an 01 74-6 24 53 08 und von Ela Rübenach per E-Mail an elaruebenach@hotmail.com sowie telefonisch oder per WhatsApp an 01 71-6 03 63 45. Da nur eine begrenzte Anzahl teilnehmen kann wird um zeitnahe Anmeldung gebeten.

Camp am Plöner See

„Viele Eltern aus dem Gebiet haben dieses Jahr leider nicht die Möglichkeit, ihren Kindern einen Urlaub zu ermöglichen,“, erklärt die Initiative, die im vergangenen Sommer ein Zeltlager für Kinder und Jugendliche aus Stolberg, Eschweiler und Erftstadt realisiert hatte.

Auch in diesem Jahr ist für die Teilnehmer des Camps alles inklusive: An- und Abreise mit dem Bus, Unterkunft, Verpflegung und Ausflüge zum Beispiel in den Hansapark oder in den Tierpark Hagenbeck. Eindrücke vom Zeltlager 2021 gibt es auf der Facebookseite „Bosau hilft / Camp ‘22“.

 

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Landkreis Mayen-Koblenz sponsert 500 Notfalldosen für Bewegungs-Gruppen

Region/Mayen-Koblenz – Notfalldosen – Lebensretter im Kühlschrank. Sie stehen in der Kühlschranktür, doch es befindet sich nichts Essbares darin: Notfalldosen enthalten wichtige medizinische und persönliche Daten, die im Fall der Fälle Leben retten können. 500 solcher Notfalldosen stellt der Landkreis Mayen-Koblenz nun den zahlreichen älteren Teilnehmenden am Projekt Bewegung in die Dörfer kostenlos zur Verfügung.

Immer mehr Menschen haben zu Hause einen Notfall- und Impfpass, einen Medikamentenplan, eine Patientenverfügung und vieles mehr – eine sehr gute Entwicklung. Nur ist es für Retter oft unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden. Um dies zu vermeiden, gibt es die Notfalldose. Treffen die Retter bei jemandem zu Hause ein und sehen auf der Innenseite der Wohnungstür und dem Kühlschrank den Aufkleber „Notfalldose“, kann die Notfalldose umgehend aus Kühlschranktür entnommen werden und notfallrelevante Informationen sind sofort verfügbar. Grund genug für den Landkreis Mayen-Koblenz, aktiv für den Lebensretter zu werben. „Durch die persönliche Ansprache der Bewegungsbegleiterinnen und Bewegungsbegleiter werden viele ältere Menschen gezielt auf dieses Angebot hingewiesen und sicherlich noch einmal mehr motiviert, eine Notfalldose mit wichtigen Infos sichtbar bei sich zu Hause bereitzustellen“, sagt Lea Bales, Gleichstellungsbeauftrage bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz.

Nachdem die Rückmeldungen aus den Bewegungsgruppen ausgesprochen positiv ausfielen und fast alle Bewegungsgruppen das Angebot dankend annahmen, konnten rund 500 Notfalldosen an die Teilnehmenden der Bewegungsgruppen verteilt werden.

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Deutschkurse mit Kinderbetreuung für Frauen in Mayen

Mayen – Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gelungene Integration ist der Erwerb der deutschen Sprache. Angebote zur Sprachförderung gibt es viele. Doch eine Zielgruppe bleibt aus einem einfachen Grund oftmals unberücksichtigt: Frauen mit kleinen Kindern. In der Vergangenheit scheiterten viele junge und motivierte Frauen daran, dass die Kinderbetreuung während der Sprachkurse nicht gesichert werden konnte. An diesem Punkt setzte eine Arbeitsgruppe, bestehend aus der katholischen Familienbildungsstätte Mayen, der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr und der Kreisvolkshochschule Mayen-Koblenz (KVHS) an. Als Ergebnis wurde ein Sprachkursangebot geschaffen, das Frauen das Lernen der deutschen Sprache ermöglicht, indem parallel eine Kinderbetreuung angeboten wird.

Dank des Engagements der beteiligten Kooperationspartner ist es gelungen, die bestehenden Hürden aus dem Weg zu räumen. So hat die Familienbildungsstätte geeignete Räume und eine Betreuungskraft zur Verfügung gestellt, die Caritas neben einem Kursraum insbesondere die Ansprache der Zielgruppe übernommen und die KVHS Mayen-Koblenz als Bildungsträger die Konzeption und Finanzierung der Kurse organisiert. Der erste Kurs konnte bereits 2020 starten, im Herbst 2021 folgten dann zwei weitere. „Es ist schön zu sehen, wie gern die Frauen das Angebot annehmen, mit großem Engagement lernen und Fortschritte machen“, sagt Beata Kobylarz-Winn, pädagogische Leiterin der KVHS, die neben der beruflichen und sozialen Integration der Frauen selbst auch die positiven Auswirkungen auf den Bildungserfolg ihrer Kinder betont: „Wenn die sprachlichen Barrieren abgebaut werden, funktioniert der Austausch zwischen den Eltern und den Bildungseinrichtungen, die die Kinder besuchen, auch besser.“

Derzeit laufen die Planungen für Folgekurse, die ab Ende April starten werden. Geplant sind ein Alphabetisierungskurs mit Kinderbetreuung, ein A2-Kurs und weitere Deutschkurse nach Bedarf. Die erste Informationsveranstaltung mit Anmeldemöglichkeit findet am Donnerstag, 31. März, um 15 Uhr, in der Albert Schweitzer Realschule plus, Joignystraße 5, Mayen, statt. Dort werden individuelle Bedarfe besprochen und weitere Details bekannt gegeben.

Weitere Informationen zum Kursangebot gibt es telefonisch unter 0261/108-123 oder www.kvhs-myk.de

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Eine Ära ging zu Ende – Marlies Lottermoser in Mechernich verabschiedet

Mechernich – Volle Kirche, großer Bahnhof für die scheidende katholische Kindergartenleiterin Marlies Lottermoser (63) in St. Johannes Baptist – Zwei Generationen bestritten das Programm – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Nachbarin und Berufene“.

Beim Empfang für Marlies Lottermoser im Johanneshaus (v.l.) Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, TuS-Präsident und Ratsherr Dr. Peter Schweikert-Wehner, Festausschuss-Präsident Albert Meyer und sein Vereinskollege Gerd Jannes. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Einen ganz großen und auch großartigen Abschied bescherten Kinder und Erwachsene der scheidenden Kindergartenleiterin Marlies Lottermoser (63) in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Dort leitete Pfarrer Erik Pühringer einen ökumenischen Wortgottesdienst, der in großen Teilen von Marlies Lottermosers ehemaligen Schützlingen gestaltet wurde.

Einen ganz großen und auch großartigen Abschied bescherten Kinder und Erwachsene der scheidenden Kindergartenleiterin Marlies Lottermoser (r.) in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Und zwar nicht nur von solchen, die noch immer die Kindertagesstätte St. Johannes Baptist der Caritas Lebenswelten gGmbH direkt neben der Pfarrkirche besuchen, sondern auch von deren Eltern, die ebenfalls schon bei der aus Mechernich-Bescheid stammenden Montessori-Erzieherin in den Kindergarten gegangen waren.

Zum Auftakt sang der neue Kinderchor um den Kirchenmusiker Erik Arndt, dann Marlies Lottermosers Kindergartenkinder unter der Leitung ihrer Nachfolgerin Eva Zimmers: „Gestern, heute und morgen bin ich geborgen in Deiner Hand“. Dann schenkten die „Pänz“ ihrer „Lotti“ einen ganzen Blumengarten mit äußerst symbolträchtigen Gewächsen, die sie einzelnen in einen mit Erde gefüllten Bollerwagen setzten.

Blumen als Symbole

Und zwar „gelbe Tulpen für Freundschaft, Lavendel für Ruhe und Ausgeglichenheit, Gänseblümchen für Langlebigkeit, Sonnenblumen für Fröhlichkeit, Veilchen für Schüchternheit, Efeu für Beständigkeit, Margariten für Natürlichkeit und Orangenrosen für Kreativität“, wie die Kinder jeweils dazu sagten. Und dazu die Weisheit: „Kinder wachsen im Kindergarten wie Pflanzen im Garten und die Kinder kommen heutzutage – wie die Pflanzen – auch aus fernen Ländern der Erde.“

Wie der biblische Feigenbaum im Gleichnis, dem man Zeit und pflegliche Behandlungen zugestehen muss, damit er Früchte trägt, so Pfarrer Erik Pühringer in seiner Predigt, erreiche man auch im Umgang mit Kindern, wie Marlies Lottermoser zeitlebens demonstriert habe, die besten Ergebnisse mit Geduld und Ruhe.

Bei den Fürbitten wurde nicht nur die Kindergartenleiterin und Erzieherin Marlies Lottermoser in den Blick genommen, sondern auch die Frau, Mutter und Oma. Auch Ehemann Helmut, die Söhne Mirco und Marcel, Schwiegertöchter und Enkelkinder waren sowohl in der Kirche als auch beim anschließenden Empfang im Johanneshaus mit von der Partie.

Vor Pastor Pühringers Schlusssegen bedankten sich Fahnenabordnungen kirchlicher Mechernicher Vereine, aber auch von TuS und Rotem Kreuz bei Marlies Lottermoser, die am Bleiberg eine „Institution“ gewesen sei und als solche auch in Erinnerung bleibe, so Marcel Hembach als Chef des Vereinskartells, der in Feuerwehruniform gratulierte. Aus den Händen von Festausschuss-Präsident Albert Meyer erhielt die scheidende Kindergartenleiterin einen Karnevalsorden.

Pilgerkreuz als Staffelholz

Ihrerseits gab Marlies Lottermoser das Pilgerkreuz des Kindergartens im Gottesdienst an ihre Nachfolgerinnen Heidi Zander und Eva Zimmer weiter. Erstere war bislang Chefin der Kita St. Nikolaus in Kall und übernimmt nach Marlies Lottermosers offiziellem Ausscheiden Ende März die Bereichsleitung beider Caritas-Lebenswelten-Kindergärten im Kreis Euskirchen, also Mechernich und Kall. Eva Zimmer, die sich bereits seit 2006 an Marlies Lottermosers Seite um die integrative Gruppe beziehungsweise heilpädagogische Gruppe in Mechernich kümmert, wird Standortleiterin in Mechernich.

Furioses Finale in der Kirche war Lotti Krekels Evergreen „Mir schenken der Ahl e paar Blöömche“ – und zwar als Rap der Kinder– und danach als gewaltige Orgelimprovisation von Erik Arndt. Beim Empfang im Johanneshaus sagte Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der im selben kleinen Dorf Bescheid lebt wie auch Marlies Lottermoser: „Deine Arbeit war nicht nur Beruf, sondern Berufung, insofern hast Du alles richtig gemacht. Wer einer Tätigkeit nachgeht, die er liebt, muss niemals arbeiten…“

Marlies Lottermosers Chef Guido Rothkopf, der Geschäftsführer der Caritas Lebenswelten gGmbH mit Sitz in Eschweiler, die im Bistum Aachen insgesamt elf Kindertagesstätten betreibt, und Bereichsleiterin Susanne Antunes schenkten der nach über 40 Jahren aus dem kirchlichen Dienst scheidenden Kindergartenleiterin die Patenschaft über einen Beleuchtungsengel in der Chorhalle des Aachener Domes. Und mit dem Bekenntnis nach 36 Jahren Mechernich, seit 2006 in den Caritas-Lebenswelten: „Eine Ära geht zu Ende…“

Außerdem verriet Rothkopf denen, die es noch nicht wussten, durch Abspielen der Filmmusik aus den unsterblichen Agatha-Christie-Filmen mit Margret Rutherford den Spitznamen Marlies Lottermosers, nämlich „Miss Marple“.