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Gothaer unterstützt Fluthelfer

Euskirchen – 10.000 Euro an tiergestützte Hochwassernachsorge für Kinder und Jugendliche. Das Unwetter Bernd hat in großen Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli 2021 Verwüstungen eines bis dato nicht vorstellbaren Ausmaßes angerichtet. Der Kölner Versicherer Gothaer hat für die von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen einen Hilfsfonds ins Leben gerufen, aus dem Reiner Huthmacher von der gleichnamigen Gothaer Bezirksdirektion in Euskirchen 10.000 Euro an den auf Trauer- und Traumaarbeit spezialisierten Verein „Schrittchen für Schrittchen e.V.“ überreicht hat. Mit der Spende wollen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer tiergestützte psychosoziale Unterstützung für Mädchen und Jungen im Alter von 2 bis 16 Jahren organisieren.

„In dieser Ausnahmesituation hat für die Gothaer die schnelle Hilfe für die Menschen in den betroffenen Regionen die oberste Priorität. Allein unsere Agentur hat in den letzten Monaten über 400 Schäden bei betroffenen Kundinnen und Kunden in der Region Euskirchen besichtigt und etwas mehr als 300 Schäden abschließend und vollständig reguliert,“ erklärte Reiner Huthmacher von der Gothaer Bezirksdirektion.

Um in den betroffenen Regionen auch über die Versicherungsleistungen für Gothaer Kundinnen und Kunden hinaus zu helfen, hatte das Unternehmen im Juli einen Hilfsfonds mit einem Volumen von zunächst 500.000 Euro ins Leben gerufen. Gefördert werden vor allem soziale Projekte oder solche, die zu einem nachhaltigen Wiederaufbau in den betroffenen Regionen beitragen.

Viele Familien haben infolge der Hochwasserkatastrophe ihr Zuhause verloren. Andere wohnen aufgrund umfangreicher Renovierungsarbeiten auf Baustellen. Für Kinder und Jugendliche bedeutet dies häufig ein Verlust ihrer gewohnten und schutzgebenden Umgebung. Der Weg zur Schule hat sich verändert. Freizeitmöglichkeiten sind weniger geworden. Viele Sportstätten und Spielplätze können immer noch nicht genutzt werden. Neben den – teils traumatisierenden – Erlebnissen, die die Kinder und Jugendlichen in der Hochwassernacht erlebt haben, prägen diese Einschränkungen weiterhin ihren Alltag.

Mit der Spende von 10.000 Euro übernimmt die Gothaer den Großteil der Finanzierung des Projekts. Die zur Verfügung gestellten Mittel werden über einen Zeitraum von neun bis zwölf Monaten genutzt, um mit den vom Hochwasser betroffenen Kindern Ausflüge zu Tierhalterinnen und Tierhaltern in der Region oder tiergestützte Aktionen zu organisieren. Die Begegnungen werden inhaltlich angereichert durch fachliche Erzählungen, kindgerecht vermitteltem Wissen über die Tiere und gemütlichem Zusammensein am Grill oder Lagerfeuer.

„Wir freuen uns sehr über diese großzügige Geste der Gothaer-Versicherung,“ stimmen Kirsten Comes und Dietmar Batke des „Schrittchen für Schrittchen e.V.“ bei der Übergabe der Spende überein. „Viele Kinder und Jugendliche in der Region sind von den Geschehnissen der Flutkatastrophe stark traumatisiert. Mit unseren Aktionen möchten wir sie aus dem immer noch vom Hochwasser belasteten Alltag holen und durch gezielte Interaktionen mit den Tieren und einem unbeschwerten Miteinander mit Gleichaltrigen helfen, das Erlebte besser zu verarbeiten.“

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Höhner“-Hannes Schöner und viele andere untermalten mit Anti-Kriegsliedern Franz Kruses Friedens-Ausstellung in Alt-Hürth

Mechernich/Hürth-Alt-Hürth – Die Namen der Mitwirkenden und Besucher bei Franz Kruses Friedensausstellung („Die Flut, der Krieg und am Ende der Glaube und die Hoffnung…“) im Alt-Hürther Kulturhaus „Löhrerhof“ liest sich wie ein „Who is who“ aus Börde und Voreifel.

Jemand, der immer zu Franz Kruses (l.) Ausstellungen kommt ist der frühere nordrhein-westfälische Innenminister und Euskirchener Oberkreisdirektor Dr. Ingo Wolf. Foto: Charlotte Kruse/pp/Agentur ProfiPress

„Höhner“-Hannes Schöner und sein Freund, der Percussionist Klaus Mages, einer der profiliertesten internationalen Schlagzeuger in der Jazz- und Pop-Musikszene, spielten auf – ebenso der Kabarettist und Kruse-Vertraute Achim Konejung mit Antikriegsliedern am Flügel.

Bei der Vernissage sang der Kabarettist und Autor Achim Konejung im Löhrerhof, Alt-Hürth, Lieder gegen den Krieg und neue eigene Kompositionen. Foto: Franz Kruse/pp/Agentur ProfiPress

Am Rednerpult lösten sich Klemens Hecker und Prof. Dr. Michael Willems von der Hürther „Freitagsgesellschaft“ ab, einem 1956 von Bürgern der Stadt gegründeten Zusammenschluss mit konservativ orientiertem Wertebild. Die „Gründungsurkunde“ befand sich übrigens auf einem Bierdeckel, man unternimmt freitags gemeinsam Besuche vor allem von Konzerten, Kunstausstellungen und Aufführungen.

Der in Floisdorf mit seiner Frau Charlotte lebende und im Atelier am Mechernicher Eifelstadion wirkende Franz Kruse vor dem „Titelbild“ seiner Alt-Hürther „Löhrerhof“-Ausstellung. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Franz Kruse, der als Gestalter und Bühnenbildner an den Bühnen der Domstadt arbeitete, vor allem an der Oper, aber auch Karnevalsarrangements für den Rosenmontagszug und das Hotel Maritim zu entwerfen pflegte, kam seinerzeit über die Kölner Karnevalisten-Promiszene mit den Größen des Rhein-Erft-Kreises in Berührung.

Im Kruse-Jubiläumsjahr 2021 jährte sich ein Projekt zum 30. Mal, das er in Kerpen-Horrem 1991 plante und 1992 verwirklichte. Dabei handelt es sich um die hochgelobte Gestaltung einer Reliefwand in der Adolf-Kolping-Schule, 22 Meter breit und vier Meter hoch. Dem Werk, das noch heute in der Geburtsstadt des heiliggesprochenen Gesellenvaters zu sehen ist, kam viel mediale Aufmerksamkeit zu.

Klemens Hecker, der spätere Leiter der Kölner Medienschule, vertrat die Adolf-Kolping-Kolleg-Schule als deren früherer Direktor ebenso wie die Freitagsgesellschaft bei Franz Kruses „Löhrerhof“-Ausstellung in Alt-Hürth. Auch der frühere nordrhein-westfälische Innenminister und Euskirchener Oberkreisdirektor Dr. Ingo Wolf war dabei – wie er grundsätzlich bei Vernissagen des 1941 in Gelsenkirchen geborenen Kruses zugegen ist.

Flut und Frieden

Insgesamt litt der Publikumsandrang zur Vernissage im Alt-Hürther Kulturhof an der winterlichen Großwetterlage zu diesem Zeitpunkt – und an der verbesserungsbedürftigen PR-Unterstützung seitens der Stadt und den dortigen Medien. Immerhin schickte Bürgermeister Dirk Breuer, der kurzfristig verhindert war, seinen Stellvertreter Peter Prinz.

Der in Floisdorf mit seiner Frau Charlotte lebende Künstler greift mit seinen Bildern, Plakaten und Skulpturen sogenannte „unsterbliche“, aber auch hochaktuelle Themen auf wie die Flutkatastrophe 2021 oder den Ukrainekrieg, der als motivischer und apellativer „Aufhänger“ für die Hürther Ausstellung diente.

Titelbild war sozusagen ein vier Meter breites Band, das brennende Hochhäuser zeigt und den Liedtitel „Sag mir, wo die Blumen sind…“ Pete Seeger, der das Lied auf Englisch herausbrachte, berief sich auf den Don-Kosaken-Choral „Koloda Duda“. Joan Baez und andere Interpreten der 68er Jahre machten den Song in der ganzen Welt berühmt, Marlene Dietrich (1962) und Hannes Wader in Deutschland.

Kruse zeigte im „Löhrerhof“ unter anderem die Bilder „Menschen in Booten“, „Chaos in der Welt“, „Alle in einem Boot“, „Krieg bis ins Wohnzimmer“, „Gescheiterter Dialog“, „…der werfe den ersten Stein“, „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, „Am Ende siegt nur der Glaube“ und seine durch die Jahrzehnte seines Schaffens sich hinziehenden Blütenvariationen.

Ursprünglich kommt Franz Kruse aus der Gestaltung. Seine Lehrer waren Kurt Janitzki, Hans Rahn und Bert Schadeck. Laudatoren seiner Ausstellungen waren unter anderem Alfons Silbermann, Kurt Rossa, Angelus Seipt, Reinhard Hellweg und Ludwig Baum.

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Mayen-Koblenz beherbergt knapp 1.600 Flüchtlinge aus der Ukraine

Region/Mayen-Koblenz – Im Landkreis Mayen-Koblenz sind mit Stand vom 8. April 1.578 registrierte Personen aufgenommen worden, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtete sind. Bislang haben meisten Menschen in den Städte Andernach (226) und Mayen (224) Zuflucht gefunden. Die Verbandsgemeinde (VG) Vallendar bietet derzeit 206 Geflüchteten Obdach, 197 wohnen in der VG Weißenthurm, 155 in der VG Rhein-Mosel und 132 in der Stadt Bendorf. Die VG Vordereifel beherbergt 130 Personen, die VG Maifeld 118, die Stadt Mendig 110 und die VG Pellenz 80. Der Landrat lobt ausdrücklich das Engagement von privaten Helfern sowie der Städte und Verbandsgemeinden im Landkreis. „Ich freue sehr über die Hilfsbereitschaft der Mayen-Koblenzer“, sagt Dr. Alexander Saftig.

Rund 30 Prozent der geflüchteten Menschen aus der Ukraine sind Grundschulkinder und Jugendliche, die weiterführende Schulen besuchen. Knapp 15 Prozent sind Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Mehr als die Hälfte der im Landkreis aufgenommenen Flüchtlinge sind zwischen 18 und 64 Jahre alt. Gut 5 Prozent der Personen zählen zu der Altersgruppe der Senioren ab 65 Jahren.

Da die Einreise von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine viele Menschen im Landkreis Mayen-Koblenz beschäftigt, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder geflüchtete Menschen zukünftig unterstützen wollen, hat die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz auf ihrer Homepage Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengestellt. Alle Informationen gibt es unter der Adresse www.kvmyk.de/ukraine

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Pumptrack offiziell eröffnet – Initiative von Jülicher Kindern ist erfolgreich

Jülich – Der Pumptrack Jülich wurde am Donnerstag, 07.04.2022, offiziell eröffnet. Wegen des April-Wetters war das Treffen nicht wie geplant am Pumptrack möglich. Dank Hoteldirektor Marcus Clauberg konnte die Feier kurzfristig in das JUFA Hotel im Brückenkopfpark Jülich verlegt werden.

„Hallo Herr Fuchs! Wir, Milan Petzi 10 Jahre und Marco Ascione 9 Jahre, haben die Idee, dass Jülich einen Pumptrack braucht.“ So begann der Brief, den Bürgermeister Fuchs im März 2019 erhielt. Mit Unterstützung ihrer Eltern hatten sie ihre Idee mit guten Argumenten, Unterstützerunterschriften und konkreten Informationen zur Umsetzung formuliert. Die mittlerweile großen Jungs freuten sich riesig, dass ihre Idee nun Realität wurde.

Bürgermeister Fuchs lobte das Engagement der Kinder ebenso wie die Einigkeit innerhalb der städtischen Gremien. Diese einstimmigen Beschlüsse waren auch eine wichtige Voraussetzung für die Förderung durch Bund und Land. Dies stellte auch MDgt Thomas Lennertz, Abteilungsleiter Stadt- und Flächenentwicklung beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG NW) heraus. Nur ein Teil der gestellten Anträge kann auch eine Förderung erhalten. Daher legt das Ministerium bei der Verteilung der Fördergelder großen Wert auf die kollektive Zustimmung von Verwaltung und Rat. So wurde der Pumptrack in Jülich mit 333.000 Euro im Rahmen des „Investitionspakts zur Förderung von Sportstätten“ bezuschusst.

Als Vertreter der für die Planung verantwortlichen Ingenieurgesellschaft Quadriaga aus Würselen waren Herr Vitten von der Geschäftsführung und Herr Dohmen anwesend. Ebenso einige Vertreter von Tiefbauamt und Bauhof der Stadt Jülich, welche die Bauarbeiten tatkräftig unterstützt haben. Die ausführende Firma Schneestern aus Durach in Bayern war verständlicherweise nicht extra angereist.

„Ich bin begeistert von diesem Projekt und mein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen beigetragen haben,“ sagte Bürgermeister Fuchs und bat dann die jugendlichen Antragsteller symbolisch das Eröffnungsband durchzuschneiden.

 

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Für die Ukraine-Hilfe gelaufen

Kall/Marmagen – Kilometergeld von Sponsoren – Auch Regen und Wind konnte den Eifer der Kinder des Grundschulverbundes Marmagen/Zingsheim nicht bremsen – 4651 Euro für die Hilfsgruppe Eifel – Willi Greuel: „Jeder Cent kommt an“ – Lauter Jubel bei der „Das kann ich schon“-Feier

Die Übergabe des Spendenschecks erfolgte während der „Das kann ich schon“-Feier in der Marmagener Grundschule. Foto: Reiner Züll

Der letzte Schultag vor den Osterferien war für die Schüler der Grundschule Marmagen/Zingsheim ein ganz besonderer. Nicht nur, dass der Freitag im Zeichen der traditionellen „Das kann ich schon“-Feier stand, Schulleiterein Barbara Jordans konnte zum Ferienstart auch den Vorsitzenden der Hilfsgruppe Eifel sowie deren Pressesprecher Reiner Züll am Marmagener Standtort willkommen heißen.  Von Willi Greuel erfuhren die Erst-bis Viertklässler viele über die Arbeit der Hilfsgruppe, die sich derzeit auf die Unterstützung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine kümmert, die in den  Kreis Euskirchen gekommen sind.

Die Vertreter der Hilfsgruppe waren aber nicht zu den Kindern gekommen, um nur über die Aktivitäten des Kaller Vereins zu berichten. Vielmehr hatte die Schulleitung sie eingeladen, um eine Spende für das Ukraine-Projekt der Hilfsgruppe zu übergeben. Denn der Krieg in der Ukraine und das große Leid der Flüchtlinge sind seit ein paar Wochen auch ein Thema in dem Grundschulverbund der Gemeinde Nettersheim.

Um der Hilfsgruppe und damit ukrainische Flüchtlinge zu unterstützen, harten sich die Schulkinder mächtig ins Zeug gelegt.  Am 1. April waren sie zu einem großen Sponsorenlauf gestartet um Geld für ihre gelaufenen Kilometer zu sammeln. Zudem hatten sie Buttons mit dem Bild einer Friedenstaube hergestellt und verkauft.

Wie Schulleiterin Barbara Jordans berichtete, waren sowohl  die Button-Aktion als auch der Sponsorenlauf erfolgreich verlaufen. Zwar habe beim Laufen am 1. April recht mieses Wetter geherrscht, jedoch hätten Regen und Wind den Eifer der 112 teilnehmenden Kinder keineswegs bremsen können.

Den symbolischen Spendenscheck, den Schulleiterin Barbara Jordans  während der  „Das kann ich schon“-Feier in der Aula übergab, hatte das Kollegium in den blau-gelben Farben der Ukraine gestaltet. Den Spenden betrag hielt die Rektorin  zunächst vor den Schülern und Willi Greuel geheim. „Schätzen Sie mal“, fragte sie den Vorsitzenden des Kaller Vereins. Mit seinen geschätzten 200 Euro lag Greuel dann aber ganz gewaltig daneben.

Unter den Kindern brach lauter Jubel aus, als die Rektorin den Scheck mit dem stattlichen Betrag von insgesamt 4651 Euro vorzeigte. Willi Greuel versprach, dass jeder Cent  der Ukraine-Hilfe zugutekomme: „Darauf könnt Ihr Euch verlassen“. Er berichtete von einer Aktion der Hilfsgruppe, die 2004 in der Großstadt Lviv, im westlichen Teil der Ukraine, die komplette Kinderstation des Tschernobyl-Hospitals für rund 200.000 Euro erneuert habe.

Sollte dort wieder Hilfe notwendig sein, werde die Hilfsgruppe diese wieder leisten. Man bemühe sich, Kontakt zu dem Krankenhaus zu bekommen. Derzeit gehe es aber hauptsächlich um die Unterstützung von ukrainischen Flüchtlingen im Kreis Euskirchen.

Bevor sich die Kinder in die Osterferien verabschiedeten, bedankte sich Willi Greuel sich bei Schulleiterin Barbara Jordans mit einer Urkunde der Hilfsgruppe. (Reiner Züll)

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Rudolf Bast wird in festlichem Rahmen offiziell zum Ehrenbürger der Stadt Alsdorf ernannt

Alsdorf – Er ist jemand, dem seine Heimatstadt in besonderer Weise am Herzen liegt. Einer, dessen berufliches und privates Engagement im Lauf der Jahrzehnte viel dazu beigetragen haben, auch anderen diese Stadt näherzubringen. Sei Ziel war und ist, dass Menschen die Geschichte und die Entwicklung dieser Heimatstadt Alsdorf kennenlernen. Angesichts seines vielfältiges Wirkens als Chronist und Lehrer, als Ideengeber und Wegbereiter, hatte der Rat der Stadt Alsdorf bereits im Dezember einstimmig für die Verleihung der Ehrenbürgerrechte an Rudolf Bast votiert. Nun folgte der offizielle Festakt in der Stadthalle.

Dort stimmte die Bigband des Gymnasiums unter Leitung von Stephan Müller auf den Abend ein. Ein musikalischer Brückenschlag, wenn man so will, schließlich verbinden Generationen von Schülerinnen und Schülern den Namen Rudolf Bast fest mit eben diesem Gymnasium. In Ofden hatte Rudolf Bast als Lehrer und später als Schulleiter große pädagogische Spuren hinterlassen. Seine Urteilskraft, sein immenser Wissensschatz und sein stets freundlicher Umgang mit den Menschen hallen nach, wenn man an den heute 85-Jährigen denkt. „Rudolf Bast ist jemand, auf dessen Urteil auch ich sehr großen Wert lege, weil er stets fair und sachlich sowie auf Basis von fundiertem Wissen sein Urteil fällt und dessen Herz geradezu überquillt vor Liebe zu seiner Heimatstadt“, sagte Bürgermeister Alfred Sonders zu Beginn des Abends.

Als Schüler hatte Thomas Thelen Rudolf Bast erlebt. An zahlreiche Begegnungen mit ihm erinnerte der heutige Chefredakteur der Aachener Zeitung und der Aachener Nachrichten in seiner Laudatio. Sei er Rudolf Bast anfänglich noch mit Ehrfurcht begegnet, so habe dessen wiederholt gezeigte menschliche Wärme daraus eine respektvolle Zugewandtheit werden lassen. Loyalität, Disziplin, Hilfsbereitschaft – das seien nur ein paar der Tugenden, die er und viele andere mit dem Menschen Bast verbinden. „Alsdorf hat Glück, diesen großen Sohn der Stadt zum Ehrenbürger zu haben“, würdigte Thomas Thelen.

Der Geehrte selbst zeigte nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt – bei dem wie stets seine Gattin Gisela an seiner Seite war – eine Eigenschaft, die ihn ebenfalls auszeichnet: große Bescheidenheit. Den Menschen, die jahrzehntelang an seiner Seite standen, zollte er seinen Dank: Lehrerinnen und Lehrern des Gymnasiums, den Mitstreitern des Geschichtsvereins, den Bast viele Jahre lang als Vorsitzender geprägt hatte. Und seiner Familie, begonnen mit dem Urgroßvater Julius Bast, den es im 19. Jahrhundert nach Alsdorf zog und der die Wurzeln legte für eine Liebe zu der Stadt, die sich durch die Generationen seiner Familie gezogen habe, so Bast. Ob er diese hohe Auszeichnung tatsächlich verdient habe, wisse er zwar nicht, sagte Bast, „doch viele meiner Vorfahren hätten sich gewaltig darüber mit mir gefreut!“

Im Rahmen des Empfangs dankte der Bürgermeister auch den nach Ablauf der vergangenen Legislaturperiode ausgeschiedenen Ratsmitgliedern. Auf der Bühne überreichte er Bruno Borrmann, Birgit Graf, Norbert Leschnik, Hubert Lothmann und Josef Nevelz kleine Präsente und würdigte ihr Engagement. „Sie haben über viele Jahre hinweg ihre Zeit in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Sie haben dabei in einer Stadt, die leider nicht alle Wünsche ihrer Bürgerinnen und Bürger erfüllen kann, auch so manches Mal ungerechtfertigte Kritik ertragen müssen.“

Besonderen Dank zollte er auch den vielen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern, die sich derzeit in der Betreuung der aus der Ukraine Geflüchteten engagieren. Rund 200 Menschen seien bislang in Alsdorf angekommen. Vorwiegend sind sie in privatem Wohnraum untergekommen, doch künftig werden weitere Unterkünfte für sie vorbereitet werden müssen. „Wir alle werden an der einen oder anderen Stelle Verzicht üben müssen, darauf müssen wir uns gemeinsam einstellen. Diese schwere Krise wird uns alle auf derzeit noch unabsehbare Zeit im Griff haben. Nur gemeinsam können wir sie durchstehen. Aber wir werden sie durchstehen, das steht für mich außer Frage!“ (apa)

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SolarOffensive im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Wittlich – Am Dienstag, den 26. April findet von 18:30 bis 20:30 Uhr die digitale Infoveranstaltung „SolarOffensive – Kohle sparen mit Sonnenschein“ mit dem Landkreis Bernkastel-Wittlich als Veranstalter statt. Seit März 2021 organisiert der BUND Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit dem ProjektPartner ZENAPA (Zero Emission Nature Protection Areas) und gemeinsam mit Kommunen die interaktive Online-Veranstaltungsreihe. Ziel ist es, Privatpersonen und Eigenheimbesitzer über die Vorteile und Möglichkeiten zum Solarstrom vom eigenen Dach zu informieren und ihnen Raum für Fragen zu bieten.

Zunächst stellen Katja Manns (Projektleiterin der BUND-SolarOffensive), Laura Cramer (Klimawandelmanagerin im Natur- und Geopark Vulkaneifel) und Christina Morlo-Martin (Klimawandelmanagerin des Nationalparkamts Hunsrück-Hochwald) die Initiative vor. Anschließend spricht Alexander Licht, der Erste Beigeordnete des Landkreises BernkastelWittlich, ein Grußwort. Stephan von St. Vith von der Struktur- und Kreisentwicklung der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich stellt in seinem darauffolgenden Impulsvortrag das Solarkataster des Landkreises vor.

Danach können die Teilnehmenden in drei Themenräumen ihre Fragen zu Planung, Installation, Betrieb und Kombinationsmöglichkeiten von Photovoltaik-Anlagen stellen: Wie sind die ersten Schritte der Anlagenplanung? Welche Speichermöglichkeiten gibt es und was sind die rechtlichen Grundlagen? Wie können Eigentümer die gewonnene Solarenergie nutzen? Welche alternative PV-Systeme gibt es neben der klassischen Dachanlage? Erfahrungsberichte geben außerdem Einblicke in den Alltag mit Solarenergie, Speichernutzung und E-Mobilität.

Experten von der Energieagentur Rheinland-Pfalz, der Verbraucherzentrale RheinlandPfalz, des Fachbetriebs Rathscheck Schiefer und des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) informieren zu den Themen und beantworten Fragen.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung unter https://zenapa.de/solaroffensive-26-04-2022/ ist erforderlich. Unter den Teilnehmenden wird ein Gutschein für eine Naturerlebnisführung im Rahmen der Sonntagsreihe durch den Natur- und Geopark Vulkaneifel verlost.

Die „SolarOffensive – Kohle sparen mit Sonnenschein“ vom BUND Rheinland-Pfalz und dem EU-Life-Projekt ZENAPA (Zero Emission Nature Protection Areas) wird in Kooperation mit rheinland-pfälzischen Städten und Gemeinden durchgeführt. Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz fördert die Initiative des BUND, weitere Kooperationspartner sind neben ZENAPA die Energieagentur und die Verbraucherzentrale des Landes Rheinland-Pfalz.

 

 

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Als erstes Bundesland bietet die nordrhein-westfälische Polizei Vernehmungen künftig auch online an

Region/Düsseldorf – Bis Jahresende: Vernehmungen bei der NRW-Polizei auch online möglich. NRW Minister Reul: Die Online-Vernehmung vereinfacht Verfahren um ein Vielfaches. Bis Jahresende soll in allen 47 Kreispolizeibehörden neben dem persönlichen Erscheinen im Kriminalkommissariat auch die Vernehmung per Video möglich sein. Dies bringt Erleichterungen für die kriminalpolizeiliche Sachbearbeitung und für die Bürgerinnen und Bürger mit sich.

Minister Reul: „An dieser Stelle ist Nordrhein-Westfalen einmal mehr bundesweiter Vorreiter. Wir schaffen hier eine enorme Erleichterung – für die Polizei und für die Bürgerinnen und Bürger: eine Win-Win-Situation. Die Online-Vernehmung vereinfacht Verfahren um ein Vielfaches und sorgt für eine flexible Polizeiarbeit.“

Bislang müssen Zeugen oder Geschädigte persönlich im Kriminalkommissariat erscheinen, um ihre Aussagen aufzugeben. Dies wird häufig zum Problem, da der Wohnort der Beteiligten nicht selten vom Tatort abweicht. In diesen Fällen übernimmt die wohnortsansässige Dienststelle die Vernehmung. Die Sachbearbeitung durch mehrere Ermittlerinnen und Ermittler kann zu längeren Verzögerungen führen. Auch die persönliche Vernehmung von Deutschen, die im Ausland leben, wurde durch bürokratische Verfahren erschwert. Die Online-Vernehmung erspart künftig eine weite Anreise, bürokratische Verfahren und die Bearbeitung durch unterschiedliche Dienststellen.

Seit Juli 2021 wird die Online-Vernehmung im Düsseldorfer Polizeipräsidium erprobt – und zwar nicht als Test, sondern innerhalb echter Strafverfahren. Nach Abschluss der Pilotierungsphase wird nun ein landesweites Umsetzungskonzept erarbeitet. „Die Beteiligten waren von der effizienten und flexiblen Ermittlungsarbeit überrascht. Neben der gesteigerten Bereitschaft zur Teilnahme an polizeilichen Ermittlungsverfahren und den erheblichen Zeit- und Kostenersparnissen gestaltet die Online-Vernehmung auch den kriminalpolizeilichen Beruf attraktiver. Die zeit- und ortsunabhängige Vernehmungsform fördert künftig auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sowie das Arbeiten aus dem Home-Office“, sagte Innenminister Reul bei der Vorstellung der Online-Vernehmung. Und weiter: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, den Beruf der Kriminalbeamtinnen und -beamten attraktiver zu gestalten. Die Ergebnisse aus dem Polizeipräsidium Düsseldorf zeigen einmal mehr, dass die NRW-Polizei mit der Zeit geht und sich nicht nur für den Bürokratieabbau, sondern auch für das Berufs- und Familienleben einsetzt“, betont Reul.

Die Onlinevernehmung kommt bei leichter bis mittelschwerer Kriminalität wie etwa bei leichten Körperverletzungen oder Beleidigungen zum Einsatz. Bei schwersten Kriminalfällen wie Mord oder Sexualdelikten ist nach wie vor ein persönliches Erscheinen erforderlich. Auch besonders sensible oder deliktisch herausragende Sachverhalte sowie Verfahren, die besondere Anforderungen an den Opferschutz stellen, werden nicht online durchgeführt.

Und so funktioniert die Online-Vernehmung:

  • Nach einer Einschätzung des Sachverhaltes wird der Bürgerin oder dem Bürger eine Online-Vernehmung angeboten
  • Wenn Interesse an dem Angebot besteht und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind, wird durch das zuständige Kriminalkommissariat zu einer Videokonferenz eingeladen
  • Der Teilnehmerkreis kann beispielsweise durch Rechtsbeistände, Dolmetscher oder Betreuer der eingeladenen Personen erweitert werden
  • Nach dem Beitritt zur Videokonferenz müssen alle Beteiligten durch die Sachbearbeiterin oder den Sachbearbeiter aus einem Warteraum heraus zur eigentlichen Konferenz zugelassen werden
  • Zu Beginn der Vernehmung wird die Identität der Bürgerin oder des Bürgers festgestellt und protokolliert
  • Neben der schriftlichen Protokollierung besteht die Möglichkeit zur digitalen Aufzeichnung der Vernehmung
  • Durch die digitale Bildschirmübertragung können während der Vernehmung mögliche Beweismittel eingeblendet und gezeigt werden
  • Am Ende wird, wie bei der persönlichen Zusammenkunft auch, das Protokoll verlesen, korrigiert und durch die Bürgerin oder den Bürger bestätigt

Die Online-Vernehmung ist Teil der Initiative ‚Pro K‘, die Innenminister Herbert Reul dieses Jahr ins Leben gerufen hat. Unter Leitung des Landeskriminaldirektors Johannes Hermanns entwickelt eine landesweite Arbeitsgruppe Ideen und Maßnahmen, um die Kriminalpolizei modern, attraktiv und zukunftsfähig aufzustellen.

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Stadtrat Zülpich verabschiedet kommunalen Wiederaufbau-Plan – Schäden in Höhe von 12,45 Millionen Euro

Zülpich – Verwaltung geht von 100%-Förderung über den Hilfsfonds des Landes NRW aus. Gut acht Monate nach der Flutkatastrophe, bei der insbesondere in den an Rotbach, Bleibach und Vlattener Bach gelegenen Ortsteilen neben den Beschädigungen an vielen Privathäusern auch teils erhebliche Schäden an städtischen Einrichtungen und an der städtischen Infrastruktur entstanden sind, hat der Rat der Stadt Zülpich nun den von der Verwaltung vorgelegten Wiederaufbauplan einstimmig verabschiedet.

Darin sind 59 Maßnahmen mit Gesamtkosten von rund 12,45 Millionen Euro aufgeführt. Der Wiederaufbauplan bildet die wesentliche Grundlage für die Gewährung der Wiederaufbauhilfe des
Landes NRW. Die einzelnen Maßnahmen sind für die Kommunen bis zur Höhe des tatsächlich entstandenen Schadens inklusive der Kosten für Planungsleistungen und Bauüberwachung förderfähig. Unmittelbar
nach der Flutkatastrophe wurde im Zülpicher Rathaus intensiv und abteilungsübergreifend mit der Erfassung der Schäden begonnen. Parallel dazu wurden auch zahlreicher Sofortmaßnahmen zur Beseitigung vordringlicher Schäden durchgeführt.

Die erhobenen Flutschäden sind nun in den kommunalen Wiederaufbauplan eingeflossen, der die Voraussetzung für die Generierung von Wiederaufbauhilfen nach der „Förderrichtlinie Wiederaufbau Nordrhein-Westfalen“ bildet. Um den Anforderungen an diesen Plan gerecht werden zu können, hat die Verwaltung bei einigen Schadensbereichen auf die Dienstleistung externer Ingenieurbüros zurückgegriffen. Darüber hinaus wurden auch die Ortsvorsteher bei der Bestandsaufnahme mit einbezogen.

Von den rund 12,45 Millionen Euro werden zirka 644.000 Euro abgezogen, die die Stadt als Versicherungsleistung oder Spenden erhalten hat. „Wir gehen davon aus, dass wir die übrigen Schäden haushaltsneutral über den Wiederaufbauplan darstellen können“, so der Beigeordnete und Kämmerer Ottmar Voigt. Diese Aussage deckt sich mit der Ankündigung des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung und der Ministerin Ina Scharrenbach, der zufolge die Kommunen die Kosten des Wiederaufbaus über den Hilfsfonds zu einhundert Prozent refinanzieren können.

Die größten Posten im Wiederaufbauplan sind die Wiederherstellung von beschädigten Straßen mit rund 3,2 Millionen Euro, Wirtschaftswegen mit rund 2,5 Millionen Euro und Flutgräben mit rund 3,0 Millionen Euro sowie der Wiederaufbau des Kindergartens in Sinzenich mit rund 880.000 Euro.

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Bio-Aktion auf dem Recyclinghof Aachen

Aachen – Etwa die Hälfte aller Haushaltsabfälle sind kompostierbar. Und dennoch werden Millionen von Tonnen an Gemüse-, Obst- und anderen Essensabfällen falsch getrennt und landen häufig im Restmüll. Im Gegensatz dazu finden die Müllwerker des Stadtbetriebs in den Biotonnen häufig andere Abfälle, die dort nicht hineingehören: Windeln beispielsweise aber auch mal Elektrokleinteile. „Auf der einen Seite haben wir also verunreinigten Bio-Abfall und auf der anderen Seite eine Verschwendung der wertvollen Bio-Rohstoffe“, fasst Stefanie Tollkamp, Abfallberaterin des Stadtbetriebs, zusammen.

Um die Bürger*innen für diese Thematik noch einmal zu sensibilisieren, waren nun Mitarbeiterinnen des Stadtbetriebs auf dem Recyclinghof an der Kellershaustraße und warben für mehr Aufmerksamkeit. Mit rund 100 Kund*innen kamen sie ins Gespräch, verteilten Sortierhilfen, Bastelbögen für Kinder und gaben Tipps für den Alltag. Dabei betonten sie auch immer wieder, dass kein Plastik im Bioabfall enthalten sein darf, ebenso keine Plastikbeutel oder Produkte, die als „kompostierbar“ oder mit dem Keimlingsymbol gekennzeichnet sind. „Stattdessen können einfache Papiertüten oder Zeitungspapier zur Vorerfassung des Bio-Abfalls genutzt werden“, erklärt Tollkamp. Oder natürlich die kleinen Abfallbehälter, die es an diesem Vormittag ebenfalls als kleines Geschenk gab.