Oberbürgermeister Dirk Meid überreicht Richard Frensch Ehrennadel und Urkunde. Foto: Stadt Mayen
Mayen – Verdiente Persönlichkeit für ehrenamtliches Engagement geehrt. Richard Frensch konnte in den vergangenen Tagen von Oberbürgermeister Dirk Meid die Goldene Ehrennadel der Stadt Mayen für sein außerordentliches Engagement in Empfang nehmen. Die Ehrung fand im Rahmen der Vernissage der Frühlingsausstellung in der Stehbach-Galerie statt.
Richard Frensch ist seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiv und gehört zur ersten Riege der engagierten Bürger in der Mayener-Kunstszene. Er ist Mitherausgeber des immerwährenden Geburtstagskalenders zugunsten der Aktion „Sonne für Kinder von Tschernobyl“, Beauftragter der Kooperation „Kunstakademie Rheinland und Kreismusikschule Mayen-Koblenz“ zur Förderung der Jugendkunst, Vorsitzender der Künstlergemeinschaft Augstmühle, Gründer der Internationalen Kunstschule Mayen sowie Hauptinitiator für die Eröffnung der Stehbach-Galerie im Alten Arresthaus.
„Ihrem Engagement haben wir es zu verdanken, dass das Alte Arresthaus im Herzen unserer Stadt zu einem unverzichtbaren Ort der Kunst und der interkulturellen Begegnung geworden ist“, so Dirk Meid im Rahmen der Vernissage.
„Für all Ihre Verdienste möchte ich Ihnen ein kleines Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichen und zwar die Goldene Ehrennadel der Stadt Mayen. Herzlichen Dank für alles, was Sie geleistet haben“, so der Stadtchef weiter und überreichte dem engagierten Ehrenamtler die Goldene Ehrennadel sowie eine Urkunde.
„Ärzteteams und Pflege arbeiten Hand in Hand für eine optimale Patientenversorgung“
(v.l.n.r.) Thomas Waßong (Bereichsleitung Orthopädie), Dr. med. Volker Strauß (Facharzt im Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie) und Patientin der Klinik für Orthopädie. Foto: L. Birkenfeld / Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH
Mechernich – Die Patientenzufriedenheit in beiden Krankenhäusern liegt über dem Bundesdurchschnitt. Dieses ausgezeichnete Ergebnis geht aus einer Analyse der Patientenbefragung im Erhebungszeitraum 9/2021 bis 2/2022 hervor. Insbesondere im Bereich „Pflegerische Betreuung“ konnte mit 94 Prozent ein herausragender Wert erzielt werden.
Dabei wurde in erster Linie die empathische Unterstützung durch das Pflegepersonal als sehr positiv bewertet. In den Kategorien „Ärztliche Betreuung“, „Schmerzlinderung“ und „Patientensicherheit“ gab es ebenfalls überdurchschnittlich gutes Feedback.
Für Sarah Lückenbach, Leiterin der Abteilung für Organisation und Qualitätsmanagement, die verdiente Belohnung eines gemeinschaftlichen Kraftaktes. „Die Einschränkungen und veränderten Prozesse durch die Corona-Pandemie hatten in den vergangenen Jahren eine zusätzliche Belastung zur Folge und waren ein Stresstest für uns alle. Daher freuen wir uns umso mehr, dieses herausragend positive Ergebnis erzielen zu können. Das ist eine große Motivation.“
Den Ergebnissen liegen in der aktuellen Befragung 770 Rückmeldungen aus allen Fachbereichen beider Krankenhäuser zugrunde, die ein repräsentatives Stimmungsbild im Vergleich mit 129 Krankenhäusern ergeben.
Patientenbefragung als Impulsgeber und Erfolgsindikator
Seit 2008 ist die Patientenbefragung ein wichtiges Instrument in der Organisationsentwicklung beider Krankenhäuser und erfolgt alle drei Jahre in Kooperation mit der unabhängigen Forschungsgruppe Metrik,
die auf Zufriedenheitsanalysen im Gesundheitswesen spezialisiert ist. Das etablierte Verfahren beruht auf standardisierten Befragungsbögen, die von einem interdisziplinären Expertenteam ausgewertet werden.
Fragen zur Betreuung, Qualität des Essens, der Hygiene sowie zum Aufnahme- und Entlassprozess sind ebenso Bestandteil des Fragebogens wie die Bewertung der organisatorischen Abläufe in den Funktionsbereichen.
Um an den richtigen Stellen anzusetzen, wird neben der Zufriedenheit auch die Wichtigkeit der Themen abgefragt. Es zeigt sich, dass insbesondere auch die wichtigen Themen in unseren Krankenhäusern
in der Bewertung alle weit über dem Durchschnitt liegen. Der Vergleich zu externen Kliniken ermöglicht zudem einen regelmäßigen Blick über den Tellerrand hinaus und hilft die eigenen Abläufe und Strukturen zu reflektieren und zu optimieren.
In den verbesserten Kategorien „Ausstattung“ und „Sauberkeit“ spiegeln sich die vielen Investitionen und Baumaßnahmen wieder. Mehr Zufriedenheit bei den persönlichen Wartezeiten sowie bei Aufnahme und Entlassung zeigen rundere Abläufe. „Aber natürlich schauen wir auch genau auf die Rückmeldungen zu den einzelnen Kliniken und wollen uns besonders in den Bereichen Freundlichkeit und Kommunikation noch weiter steigern“, resümiert Sarah Lückenbach.
Der kontinuierliche Verbesserungsprozess wurde dagegen
deutlich bestätigt. Im direkten Vergleich von Zufriedenheit und Wichtigkeit der Themen ist die Bewertung des aktuellen „Erfolgs der Behandlung“ aus Patientensicht in beiden Krankenhäusern auf Platz 1!
Ab der zweiten Mai-Woche ist ein Kamerafahrzeug für die Netzdokumentation der Westnetz in den Ortsgemeinden Kollig, Löf, Rüber und Thür im Einsatz. Foto: Westnetz
Saffig – In den Ortsgemeinden Kollig, Löf, Rüber und Thür ist ab der zweiten Mai-Woche ein besonderes Fahrzeug der Westnetz GmbH im Einsatz. Ein Kia Niro mit rein elektrischem Antrieb und einem smarten optischen Messsystem fährt die Ortsgemeinden ab, um zuerst in Kollig die Straßenbeleuchtungsanlagen und anschließend in Löf, Rüber und Thür die Breitbandtrassen digital zu erfassen.
Sven Nahles aus der Netzdokumentation des Regionalzentrums Rauschermühle erklärt: „Mit dem sogenannten Mobile Mapping sind wir jetzt noch schneller und detaillierter in unserer Dokumentation. Die Fotos liefern neben dem optischen Zustand der Umgebung wichtige Geodaten. Unter anderem können wir in den Fotos später auch Entfernungen messen. Das hilft uns bei der Planung und dem Bau von Versorgungsleitungen und der Verlegung von Glasfaserkabeln. Wichtig zu wissen: Personen und Autokennzeichen werden selbstverständlich unkenntlich gemacht. Die gespeicherten Daten sind nur für einige unserer Mitarbeiter einsehbar.“
In Kollig wird Westnetz im Auftrag der Ortsgemeinde die Straßenbeleuchtungssachdaten ermitteln. Durch das Mobile Mapping-Verfahren kann das Energieunternehmen die genauen Standorte der Beleuchtungsanlagen digital erfassen und somit einen exakten Straßenbeleuchtungsplan erstellen.
In den Ortsgemeinden Löf, Rüber und Thür ist das Mobile Mapping für die Vermessung und Planung der neuen Glasfasertrassen hilfreich. Westnetz wird 2023 im Auftrag der Westenergie Breitband GmbH das Glasfasernetz in diesen Kommunen ausbauen und rund 13 Kilometer Leerrohre ins Erdreich einbringen.
Durch das Mobile Mapping-Verfahren kann ohne viel Aufwand der Zustand der Infrastruktur detailliert abgebildet werden. Das ist praktisch und zeitsparend, denn bisher mussten die Westnetz-Mitarbeiter die Versorgungstrassen deutlich aufwendiger dokumentieren. Das Mobile Mapping liefert beim Befahren automatisch Fotos und weitere wichtige Informationen über eine Strecke.
Was lange währt wird endlich gut - in Duppach haben viele Akteure erfolgreich an einem Strang gezogen. Foto: Heike Görres
Gerolstein/Duppach – Duppach kann (endlich) mit dem Breitband-Ausbau starten. Durch das beharrliche Engagement der Ortsgemeinde in enger Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Gerolstein und dem Landkreis Vulkaneifel ist nun auch in Duppach der Weg frei für den flächendeckenden Ausbau mit Glasfaserhausanschlüssen.
Sandra Sonnack, Westenergie Breitband GmbH und Ortsbürgermeister Gottfried Wawers besiegeln den Ausbau-Vertrag. Foto: Heike Görres
Nach mehreren Jahren technischer Vorbereitung startet das mit 1,2 Mio. Euro budgetierte Projekt in den kommenden Wochen. „Ein Meilenstein für die Ortsentwicklung“, so Ortsbürgermeister Gottfried Wawers. Zum offiziellen Startschuss und Vertragsunterzeichnung kamen in dieser Woche in Duppach Vertreter von Land, Kommune, Ortsgemeinde und Politik zusammen. Mit dabei auch die atene KOM GmbH als Projektträger des Förderprogramms für den Ausbau des Gigabit-Internets im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr, die MICUS-Strategieberatung, die den Prozesse fachlich betreute und die Westenergie Breitband GmbH, mit der ein regional verwurzeltes Unternehmen für den Ausbau gewonnen werden konnte.
„Nicht zuletzt die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig heute schnelle Internetanschlüsse sind. Spätestens seit Corona und dem damit verbundenen Home-Office hat sich der Blick auf die Eifel und ihre Arbeitswelt verändert und bietet neue Chancen für unsere Gemeinden mit ihren Bürgerinnen und Bürgern“, betonte Bürgermeister Hans Peter Böffgen. „Dank der Hartnäckigkeit von Ortsbürgermeister Gottfried Wawers, der sich seit Jahren mit großem Engagement für den Breitbandausbau in seiner Gemeinde eingesetzt hat, kann Duppach heute einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer leistungs- und zukunftsfähigen Breitbandversorgung feiern. Auch die Ratsmitglieder haben hinter dem Projekt gestanden. Mit dieser Rückendeckung kann man den ein oder anderen Rückschlag, den es auf dem langen Weg sicherlich gab, verkraften. Ihr hattet stets das Ziel vor Augen, für die gute Sache weiterzukämpfen!“ Böffgen dankte auch den weiteren beteiligten Akteuren Bund, Land, der Kommunalaufsicht und der Strukturentwicklung der Kreisverwaltung.
Beim sogenannten Wirtschaftlichkeitslückenmodells (FTTB-Ausbau) werden mithilfe Investitionsbeihilfen bisher nicht berücksichtigte ortseigene Adressen über ein NGA-Netz erschlossen. Dabei müssen nach Ende der Maßnahme flächendeckend alle vorgegebenen 171 Haushalte zuverlässig mit Bandbreiten von mindestens einem Gigabit versorgt werden. Damit sind Arbeiten und Lernen zu Hause, Video-Konferenzen sowie Surfen und Streamen gleichzeitig möglich.
„Das ist eine gute Nachricht für alle Bürgerinnen und Bürger sowie für die Unternehmen in der Gemeinde“, freut sich Gottfried Wawers. „Eine verlässliche und leistungsfähige Internetanbindung ist wichtiger denn je.“ Der Ortsbürgermeister lobte die beispielhafte Kooperation und bedankt sich bei allen am Verfahren Beteiligten. „Ein besonderer Dank geht auch an den Bund und das Land Rheinland-Pfalz, das die Förderprogramme dazu erarbeitet hat, um auch kleineren Gemeinden einen flächendeckenden Breitbandausbau zu ermöglichen, die dabei anfallenden Kosten zu stemmen.“
Die Gesamtkosten des Projekts (Wirtschaftlichkeitslücke) belaufen sich auf 1.200.635 Euro. Der Bund fördert das Projekt mit einer Zuwendung von 840.444 Euro. Auf den Bund entfallen damit 70 Prozent der Förderung, das Land Rheinland-Pfalz trägt 20 Prozent. Die Ortsgemeinde Duppach selbst steuert über 100.000 € Eigenanteil bei – eine „Kraftanstrengung“.
Federführend koordiniert wurde das Projekt „Breitbandausbau in Duppach“ von der Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Gerolstein in enger Abstimmung mit dem Landkreis Vulkaneifel.
„Für die Weiterentwicklung unserer schönen Eifel-Heimat, besonders was die Wirtschaft und damit auch die Unternehmen und Fachkräfte betrifft, ist eine gute Infrastruktur mit einer optimalen Breitbandversorgung von großer Bedeutung. So ist es kein Problem mehr, in der Eifel zu wohnen und in der Stadt zu arbeiten oder umgekehrt. Duppach kann sich diesem Wettbewerb stellen,“ so Bürgermeister Hans Peter Böffgen.
Die Breitbandförderung des Bundes hat sich zum Ziel gesetzt, gigabitfähige Internetverbindungen für alle Haushalte und Unternehmen zu schaffen. Insgesamt stellt der Bund rund zwölf Milliarden Euro für die Förderung von Glasfaseranbindungen zur Verfügung. Die Bundesländer beteiligen sich ebenfalls an den Kosten des Gigabitausbaus.
Die bereits 2017 vom Landkreis Vulkaneifel beschlossene Breitbandversorgung konnte in Duppach, anders als im übrigen Kreisgebiet, bisher noch nicht realisiert werden. Grund: Ein Internetdienstleister aus Euskirchen hatte den Ausbau blockiert. „Die Präsenz der Firma aus dem Nachbar-Bundesland sorgte für eine theoretisch ausreichende Versorgung, sodass der Kreis rechtlich gar nicht die Möglichkeit hatte, tätig zu werden“, so Wawers. Im von der Firma angestrengten Rechtsstreit ging die Gemeinde als Gewinnerin hervor, die Klage wurde vom Landgericht Trier zurückgewiesen.
Region/Mainz – „Ich begrüße, dass am Wochenende mit einer Einigung im Trilogverfahren ein Fortschritt beim Gesetzgebungsprozess zum Digital Services Act erzielt worden ist. Der europäische Ansatz, wonach das was offline illegal ist, auch online illegal sein muss und eine stärkere Verantwortung für Online-Plattformen gelten soll, ist für eine effektive Bekämpfung von Hate Speech im Netz ein großer Fortschritt. Sosehr ich die Regulierung des digitalen Binnenmarktes in vielen Teilen begrüße, möchte ich jedoch gleichzeitig betonen, dass wir privaten oder staatlichen Akteuren damit nicht gleichzeitig die Macht über unsere europäischen Medieninhalte geben dürfen.“ erläutert Ministerpräsidentin und Vorsitzende der Rundfunkkommission Malu Dreyer.
Der Digital Services Act soll europaweit einheitliche Standards für den Umgang mit illegalen Inhalten im Netz schaffen und hat in diesem Zusammenhang den Anspruch, mit einem umfassenden Regelwerk sowohl Handelsplätze als auch Kommunikationsplattformen im Netz zu regulieren.
Aufgrund der Auswirkungen solcher neuen Regeln auf Fragen der Inhalteregulierung im Netz haben sich die Länder sowohl im Bundesrat, in Gesprächen mit Vertretern und Vertreterinnen der Europäischen Kommission und durch eigene Regulierungsvorschläge intensiv eingebracht.
Schon vor Veröffentlichung des Gesetzentwurfes durch die Europäische Kommission haben die Länder einen Entschließungsantrag im Bundesrat mit den wichtigsten Anliegen aus medienrechtlicher Perspektive formuliert (BR-Drs. 642/20). Nach der Veröffentlichung des Entwurfs folgte eine weitere Bundesratsstellungnahme mit konkreten Vorschlägen, medienrechtliche Aspekte zu berücksichtigen, sodass insbesondere die Medienvielfalt und staatsferne Aufsichtsstrukturen gewährleistet werden (BR-Drs. 96/21). Diese Aspekte wurden unter anderem in einem Gespräch zwischen Medienstaatssekretärin Heike Raab als Koordinatorin der Rundfunkkommission der Länder und der Vizepräsidentin der EU-Kommission und Kommissarin für Werte und Transparenz, Věra Jourová, im Oktober vergangenen Jahres erläutert und konnten so in das EU-Verfahren Eingang finden.
In diesem Zusammenhang hat sich die Rundfunkkommission mit diesen und darüber hinausgehenden Fragen und europarechtlichen Rahmenbedingungen befasst und beim Institut für Europäisches Medienrecht e.V. (EMR) die Studie „Zur Kompetenzverteilung zwischen der Europäischen Union und den Mitgliedstaaten im Mediensektor“ in Auftrag gegeben. Die Studie selbst sowie dazugehörige Begleitmaterialien finden Sie unter www.rundfunkkommission.rlp.de.
Aachen bewegt sich: Gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Stadtsportbund Aachen e.V., Nadine Frey (links), und Petra Mahr vom Team Stadt der Zukunft und Bürger*innendialog, Engagierte und kooperative Stadt, stellt Sportdezernent Dr. Markus Kremer die diesjährige Kampagne vor. Foto: Stadt Aachen / Andreas Herrmann
Aachen – Mit den Worten „Sport fördert den Zusammenhalt!“, hat Sportdezernent Dr. Markus Kremer am gestrigen Montag, 25. April die Auftaktveranstaltung zur Engagementkampagne „Aachen bewegt sich“ eröffnet. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Stadtsportbund Aachen e.V., Nadine Frey, und Petra Mahr vom Team Stadt der Zukunft und Bürger*innendialog, Engagierte und kooperative Stadt, stellte er die diesjährige Kampagne vor.
„Ich freue mich, mit der diesjährigen Kampagne gleich zwei wichtige gesellschaftliche Themen in den Blick zu nehmen“, so Kremer. „Einerseits rücken wir die für den Sport- und Bewegungsbereich so bedeutende Säule des ehrenamtlichen Engagements ins Rampenlicht, in dem wir all diejenigen freiwilligen Helfer*innen in den Mittelpunkt stellen, die sonst eher im Hintergrund arbeiten. Andererseits machen wir auch die gesellschaftspolitische wie gesundheitsfördernde Bedeutung des Sports an sich deutlich und sorgen somit dafür, noch mehr Menschen in Bewegung zu bringen – vielleicht sogar so weit, dass sie perspektivisch selbst eine Aufgabe im Bereich des sportlichen Ehrenamts – zum Beispiel als Übungsleiter*in – übernehmen.“
Frey unterstreicht dabei die Rolle der Sportvereine in der Gesellschaft: „Das Sportsystem in Deutschland und Aachen ist einzigartig und dabei spielen die Ehrenamtler*innen eine zentrale Rolle. Sie tun mit ihrer Arbeit viel für die Gesellschaft und das Zusammenleben. Das ist auch während der Pandemie nicht anders gewesen.“ Aus der Perspektive des Stadtsportbundes weiß sie, dass die Mitglieder*innen ihren Vereinen auch in dieser schweren Zeit treu geblieben sind. „Die Sportvereine sind nicht kaputtzukriegen“, so Frey weiter.
„Es ist wichtig, allen ehrenamtlich Engagierten einmal ‚Danke‘ zu sagen“, so Mahr. In diesem Jahr werden mit der Engagementkampagne die Ehrenamtler*innen im Sport in den Fokus gerückt, um ihnen Anerkennung und Respekt zu zollen. Teil der Kampagne wird, neben vielen weiteren Aktionen und Veranstaltungen, auch der Aufruf sein, unter dem Hashtag #aachenbewegtsich persönlich „Danke“ zu sagen. Mahr betont: „Auf die Engagierten können wir uns verlassen.“ Deshalb soll es für alle die Möglichkeit geben, die eigene Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. In einer Aktion im Rahmen der Kampagne werden alle Bürger*innen dazu aufgerufen, einer ehrenamtlich tätigen Person ihrer Wahl in einer persönlichen Botschaft „Danke!“ zu sagen. Ausgewählte Beiträge werden im Herbst im Rahmen einer Plakatierungskampagne in der Stadt zu sehen sein.
Unter der Überschrift „Aachen …“ wird in vier aufeinanderfolgenden Jahren – beginnend mit 2021 – ein dynamisch und kooperativ zu entwickelndes Format angeboten, das den Dialog und die Engagementbereitschaft aller Akteur*innen der Stadtgesellschaft bündelt und sichtbar macht. Durchgehendes Zentralthema ist Engagement in und für Aachen, gesehen jeweils durch die Brille des Jahresmottos. Weitere Informationen zur diesjährigen Kampagne sind nachzulesen unter aachen.de/aachenbewegtsich.
Von links nach rechts:
Staatssekretärin Nicole Steingaß übergab den Förderbescheid Oberbürgermeister Dirk Meid sowie Wolfgang Saur, Leiter des Betriebshofes. Foto: Janine Pitzen / Stadt Mayen
Mayen – Die Wiederaufbaubeauftragte der Landesregierung, Staatssekretärin Nicole Steingaß, überreichte Oberbürgermeister Dirk Meid einen Förderbescheid in Höhe von 3,16 Millionen Euro für den städtischen Betriebshof. Hierbei handelt es sich um eine Zuwendung aus dem Sondervermögen Aufbauhilfe 2021. Die Förderung dient der ersatzweisen Wiederherstellung des Betriebshofes nach der Flutkatastrophe an einer anderen Stelle – hier das ehemalige Gelände der Firma Bicma.
Durch die Flutkatastrophe im Juli 2021 wurde der alte Betriebshof stark beschädigt. Nicole Steingaß hatte diesen bereits im Dezember besichtigt und konnte sich ein Bild von den entstandenen Schäden durch die Flut machen.
In den Richtlinien für die Aufbauhilfe ist ausdrücklich vorgesehen, dass auch Ersatzvorhaben – wie der Umzug des Betriebshofes – gefördert werden können. Ebenso können die Kosten für den ordnungsgemäßen Rückbau des alten Betriebshofes durch die Förderung aus dem Aufbauhilfefonds gedeckt werden.
Das geförderte Vorhaben ist zudem im Maßnahmenplan des Landkreises Mayen-Koblenz enthalten und wurde durch Innenminister Lewentz bestätigt.
Staatssekretärin Nicole Steingaß betonte, wie wichtig die örtlichen Betriebshöfe für die kommunale Infrastruktur sind und dass es unabdingbar ist, solche Einrichtungen nach der Katastrophe in Stand zu setzen. Weiterhin erwähnt Nicole Steingaß: „Dass in Mayen auf ein bereits vorhandenes Objekt zurückgegriffen wird, ist besonders nachhaltig und beschleunigt das Vorhaben.“
„Ich bin dem Bund und dem Land sehr dankbar für die Fördermittel und die vielseitige Unterstützung. Besonders für den Umzug des alten Betriebshofes können die Fördermittel sinnvoll eingesetzt werden. Nach der Umsiedlung befindet sich der neue Betriebshof auch nicht mehr in einem Überschwemmungsgebiet, sodass eine ganz andere Einsatzbereitschaft möglich ist“, freute sich Oberbürgermeister Dirk Meid. Dem konnte sich Wolfgang Saur, Leiter des Betriebshofes, anschließen.
Schulleiter Jürgen Gieraths, Weihbischof Franz Josef Gebert, der Vorsitzende der Schulstiftung Dr. Berthold Kohl und der Landtagsabgeordnete Dr. Joachim Streit (von links). Foto: Stefan Endres
Biesdorf – 100. Jubiläumsjahr der Schule startet mit Gottesdienst in das Festjahr. Mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Franz Josef Gebert und einem Festakt ist das St.-Josef-Gymnasium Biesdorf am 24. April in ein Festjahr zu seinem 100-jährigen Bestehen gestartet. Aus einer von den „Missionaren von der Heiligen Familie“ im Jahr 1922 in dem Eifelort gegründeten Missionarsschule entstand ein Gymnasium, das sich nach dem Rückzug des Ordens als Schulträger zu einer katholischen Privatschule in gemeinnütziger Trägerschaft entwickelt hat.
In seiner Predigt in der ehemaligen Klosterkirche betrachtete Weihbischof Gebert das Sonntagsevangelium, das von Jesu Erscheinen vor den Jüngern am Osterabend und dem ungläubigen Thomas erzählt. In ihm zeige sich, wie der Osterglaube nur in der personalen Begegnung mit Jesus selbst zu erfassen und der verständliche Zweifel zu überwinden sei. Die dem Thomas dargebotenen Wunden des Auferstandenen seien ein „Identitätsmerkmal Jesu“ und stünden für die Verwundungen des Menschen, in denen Begegnung stattfinde. Diese führe aus der Isolation heraus und zu den Menschen – gemeinsam mit dem empfangenen Heiligen Geist und der Aussendung in seinem Namen.
Schulleiter Jürgen Gieraths begrüßte beim anschließenden Festakt etwa 70 Gäste, darunter Vertreter des Schulträgers mit Stiftung und Schulwerk, Bürgermeister und Abgeordnete, Vertreter des Bistums, der Schulaufsicht, der Schülerschaft, des Elternbeirats sowie des Lehrerkollegiums und Mitarbeitende. Er dankte allen Freunden, Förderern und Ehemaligen, die Teil der „Erfolgsgeschichte der Schule“ seien. Im Namen des Schulträgers hieß der Vorsitzende der Schulstiftung, Dr. Berthold Kohl, die Gäste willkommen. Im Spannungsfeld zwischen „Zweifel und Glaube“ habe sich auch die nach dem Rückzug des Ordens Als Schulträger erforderliche Neustrukturierung bewegt, sagte Kohl mit Verweis auf den Gottesdienst. „In den entscheidenden Momenten aber war es der Glaube daran, dass es sinnvoll ist, die Schule am Leben zu halten und fortzuentwickeln“, sagte der Stiftungsvorsitzende und beschwor den besonderen „Biesdorfer Geist“ der Schule.
„Ist das katholisch oder kann das weg?“, fragte Dr. Christof Gärtner in einem Impulsvortrag mit dem Untertitel „Von der Kunst, heute katholische Schule zu sein“. Darin leitete der Priester und Pastoraltheologe aus Bielefeld anhand von fünf geläufigen Kunstmerkmalen Kriterien ab, die eine konfessionell geprägte Schule heute auszeichnen müssten. Demnach sei sie, wie „gute Kunst“ auch, gekennzeichnet von Widerstand und Kontroverse, die sie auslöse, sowie von Können, einer klaren Adressaten-Orientierung, einer „Schönheit“ in der Form sowie von beständiger „Mühe“. Idealerweise entstehe auf allen Ebenen ein Gesamtkunstwerk, an dem aber stets gearbeitet werden müsse. So müsse eine katholische Schule beispielsweise besonders die „Perspektive der Benachteiligten im Blick haben“, was die Adressaten-Orientierung betreffe. Nach dem Festakt, den ein Streicherensemble musikalisch gestaltete, standen Begegnung und Austausch beim abschließenden Empfang im Mittelpunkt.
Seit 2014 ist die St.-Josef-Gymnasium Biesdorf gGmbH gemeinnütziger Träger des privaten, staatlich anerkannten katholischen Gymnasiums in freier Trägerschaft im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Gesellschafter der Träger-gGmbH sind die „Stiftung St.-Josef-Gymnasium Biesdorf“ und der von Eltern und sonstigen Förderern getragene gemeinnützige Verein „Schulwerk St.-Josef-Gymnasium Biesdorf e. V.“. Das Bistum Trier ist Mitglied im Kuratorium (Aufsichtsrat) der Stiftung und unterstützt die Schule auch finanziell. Sie unterrichtet derzeit knapp 500 Schülerinnen und Schüler aus rund 90 Ortschaften in den Klassenstufen 5 bis 13. Das Gymnasium ist geprägt von dem Ziel einer ganzheitlichen Bildung und Erziehung auf der Grundlage des christlichen Glaubens. Weitere Informationen unter www.sjg-biesdorf.de.(red)
RCN-Vorsitzender Daniel Klein (rechts) vor dem Start eines Kart-Rennens in Eupen. Bei der Jahreshauptversammlung des RCN im Saal Gier wurde er für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Foto: Reiner Züll
Kall – Seine erfolgreichen Motorsportler ehrte der Rallye Club Nordeifel (RCN) während der Jahreshauptversammlung im Saal Gier in Kall. Im Verlauf des Zusammentreffens fanden zudem turnusmäßige Wahlen zum Vorstand statt. Zur Neu- oder Wiederwahl standen die Ämter des ersten Vorsitzenden, des Sporteiters, des Verkehrsreferenten und des Beisitzers an.
Der RCN ehrte im Saal Gier in Kall seine erfolgreichen Fahrer. Von links: Vize-Meister Michael Klein, Clubmeister Fabian Schumacher, Sportleiter Hubertus Klinkhammer und der Drittplatzierte Lars Kaulen. Foto: Reiner Züll
Wiedergewählt wurden sowohl der erste Vorsitzende Daniel Klein als auch der Sportleiter Hubertus Klinkhammer. Neu besetzt wurden die Ämter des Verkehrsreferenten mit Fabian Schumacher und des Beisitzers mit Hartmut Krause.
In der Versammlung wurde deutlich, dass die Corona-Pandemie und das Hochwasser im Juli letzten Jahres auch das Vereinsleben der Motorsportler erheblich ausgebremst hatte. Der Rechenschaftsbericht des Vorstandes fiel dementsprechend recht spärlich aus. „Unser letztes Treffen der Clubmitglieder war beim Grillfest 2020“, umschrieb Vize-Vorsitzender Marcel Kronenberg die Aktivitäten der letzten zwei Jahre. Corona und Flut hätten kaum Aktivitäten zugelassen. Zu allem Übel sei auch das Clublokal Dahmen in Gemünd durch die Flut schwer getroffen worden.
Weil das Clubleben fast zum Erliegen gekommen war, hatte sich der RCN-Vorstand dazu entschieden, die Beiträge der Clubmitglieder um 50 Prozent zu reduzieren. Die solide Kassenlage lasse dies zu, berichtete Kassierer Michael Klein. Denn, so Klein, sei der Club nicht auf „Profit hinaus“.
Bei allem auf und ab während der Corona-Pandemie seien wenigstens einige sportliche Aktivitäten der RCN-Fahrer möglich gewesen, so dass man 2020 und 2021 eine Meisterschaft habe realisieren können, berichtete Sportleiter Hubertus Klinkhammer. 15 RCN-Fahrern sei die Teilnahme an sechs Rennen auf der Kartbahn im belgischen Eupen, der Hausbahn des RCN, möglich gewesen.
Die Zahl der aktiven Fahrer weise eine steigende Tendenz auf, berichtete Hubertus Klinkhammer, der die Ehrung der Clubmeister und die Übergabe der Pokale vornahm. Clubmeister ist Fabian Schumacher, der den großen Wanderpokal zum zweiten Mal in Empfang nehmen konnte. Zweiter der Meisterschaft wurde Michael Klein während Lars Kaulen Platz drei belegt.
In 2022 will der RCN ab Juni wieder richtig durchstarten. Ab dann stehen sieben Meisterschaftsläufe auf der Kartbahn in Eupen auf dem Programm. Auch für eine Teilnahme am traditionellen ADAC-Ortsclubtreff während des 24-Stunden-Rennens vom 26. bis 29. Mai auf dem Nürburgring liegen dem Vorstand zahlreiche Anmeldungen vor.
Endlich fahren die Züge auf der Eifelstrecke wieder von und bis Mechernich und Köln. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick erhielt am Montag viel Applaus für den fast vollendeten Abschluss der knapp elf Millionen Euro teuren Bahnsteig- und Anlagenmodernisierung. Die Stadt hatte die Maßnahme auf eigene Faust in die Hand genommen, obwohl sie DB-seitig noch lange nicht an der Reihe gewesen wäre. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich – Elf Millionen Euro wertvolle Modernisierung der Mechernicher Gleisanlagen inklusive überdachter Bahnsteige, Aufzüge und Fußgängerbrücken in Betrieb genommen – Seit Samstag rollen wieder die Regionalzüge auf der seit der Flut 2021 wieder aufgebauten Eifel-Eisenbahnstrecke.
Die Offiziellen nach der Feierstunde aus der Schienenperspektive (v.l.): Jens Schäfer (Leiter S-Bahnen), Projektmanager Erster Beigeordneter Thomas Hambach, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Zweckverbandsvorsitzender Bernd Kolvenbach (Verkehrsverbund Rhein-Sieg), Bahnhofsmanager Kai Rossmann (DB Station & Service), der in Kommern-Süd lebende Regionalverkehrspolitiker Hans Schmitz und Nahverkehr-Rheinland-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober, rechts außen der Grünen-Stadtrat Peter von Wilcken. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Großer Bahnhof im Bahnhof: Viel prominentes Fachpublikum fand sich zum Wochenbeginn im Mechernicher Bahnhof ein, um den Abschluss der fast elf Millionen Euro teuren Bahnsteig- und Anlagenmodernisierung einschließlich Fußgängerüberführung und Aufzugsanlagen zu feiern.
Dabei gab es viel Lob für die Stadt Mechernich, die einen barrierefreien Ausbau der völlig veralteten Gleisanlagen in Gang gesetzt hatte, obwohl sie originär gar nicht zuständig war. Und seitens der DB auch nicht an der Reihe gewesen wäre…
Mit dieser millionenschweren Initiative zogen Stadtrat, Erster Beigeordneter Thomas Hambach als Projektmanager und Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick letztendlich auch die Deutsche Bahn (DB), Nahverkehr Rheinland (NVR) und DB Station & Service AG mit.
Dazu allerdings bedurfte es unter anderem der politischen Unterstützung des von Bernd Kolvenbach geführten Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Sieg, in dem auch der Mechernicher Kommunalpolitiker Hans Schmitz sein gewichtiges Wort in die Waagschale warf, ebenso der Landtagsabgeordnete Klaus Voussem.
„Schneller als eine Großstadt“
„Dass wir nach gut zwei Jahren Bauzeit trotz aller Handicaps einschließlich Corona schon fertig sind bei einer überschaubaren Kostenüberschreitung“, lobte NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober: „Das ist das Verdienst der den Bau ausführenden Firmen, der Planungsbüros Schmidt und Gotthard & Knipper, vor allem aber der Stadtverwaltung Mechernich.“
„Mit einer Großstadt“, so Reinkober, wäre man nie und nimmer so zügig und konsequent zum Ziel gekommen.
Am Ende bleiben eine halbe Million oder auch noch etwas mehr der 10,8 Millionen Kosten am Mechernicher Stadtsäckel „hängen“, eine Summe, die politisch verantwortbar sei angesichts des Quantensprungs an logistischer Infrastruktur, Modernisierung und Bequemlichkeit für Bürger und Bahnnutzer, so Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.
Einen großen Anteil, nämlich 500.000 Euro der Planungskosten, hatte die DB Station & Service der Kommune abgenommen. Die reinen Baukosten trägt der Betrieb Nahverkehr Rheinland (NVR) zu hundert Prozent.
Immerhin 60 Prozent der arbeitenden Bevölkerung am Bleiberg seien Pendler. Zurzeit nutzten auch dank der vielen kommunalen Park- & Ride-Parkplätze bereits etwa 3000 Ein- und Aussteiger den Mechernicher Bahnhof, so Dr. Schick. Ein Wert, den Dr. Norbert Reinkober gerne schnellstmöglich auf 5000 in Mechernich ein- oder aussteigende Bahnnutzer pro Tag steigern möchte.
Voraussetzung wäre die möglichst baldige Elektrifizierung der Eifelstrecke Köln-Trier-Saarbrücken. „Es wäre die Vollendung meines Lebenswerks“, so Reinkober: „Dann wäre das gesamte Rheinland oder jedenfalls der Großraum Köln umweltfreundlich an das überregionale Schienennetz angebunden.“
Das erklärte Reinkober vor der erheblichen Geräuschkulisse der seit Samstag wieder verkehrenden dieselbetriebenen Regionalexpresszüge, die auch während der Feierstunde alle halbe Stunde aus Richtung Köln, beziehungsweise Trier/Saarbrücken ein- und aus fuhren, so dass die Festredner ihre Ansprachen unterbrechen mussten. „Mit E-Loks wäre das nicht passiert“, so Reinkober.
„Nicht nur geredet, sondern gehandelt“
„Egal, welche Probleme aufgetreten sind, wir haben alles sehr unkonventionell lösen können“, berichtete der Nahverkehrschef: „Dann hat Bürgermeister Schick angerufen und hat gesagt: »Wir müssen reden« – und dann haben wir uns umgehend zusammengesetzt und nicht nur geredet, sondern nach Lösungen gesucht…“
Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick nutzte die Gunst der Stunde, um Mechernich, das moderne aufstrebende Mittelzentrum im Herzen der linksrheinischen Provinz, als Haltepunkt für den Regionalexpress RE 12 zu empfehlen. Damit wäre der Bleiberg-Hauptbahnhof, den die Unternehmer-Familie Rolf („Schäfer Reisen“) und Christoph Schäfer (Autohaus Schäfer GmbH) vor mehr als zehn Jahren gekauft und modernisiert hat, Schnellzughalt auf der bald elektrifizierten und möglicherweise in ihrer Bedeutung stark aufgewerteten linksrheinischen Eisenbahnstrecke.
Nach dem verheerenden Unwetter im vergangenen Sommer war die Eifelstrecke an mehreren Stellen unterspült und verschüttet worden. Züge von Köln und bis Mechernich sowie in umgekehrter Richtung verkehren erst seit vergangenem Samstag, 23. April, wieder.
Zum Zeitpunkt der Feierstunde bereits fertig gestellt sind unter anderem der Hausbahnsteig und der neue Mittelbahnsteig, die beide 170 Meter lang sind und mit Bahnsteigdächern versehen wurden. Auch die Fußgängerbrücke mit Treppenanlagen und drei Aufzugstürmen steht bereits, kann aufgrund von Restarbeiten aber voraussichtlich erst ab Juli genutzt werden, hieß es.
„Aufzug geht erst im Juli in Betrieb“
Die Stadt habe im Umfeld mehrere P+R-Anlagen mit 488 Stellplätzen gebaut. Genutzt werden könnten zudem 25 Fahrradboxen, mehrere Bike-und-Ride-Anlagen sowie eine e-Bike-Station, so Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Unser Ziel ist es, dass bis Ende Mai die Personenüberführung fertiggestellt ist. Die drei Aufzüge können voraussichtlich Ende Juli in Betrieb genommen werden.“
NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober betonte die Wichtigkeit des barrierefreien Ausbaus: „Durch die Modernisierung werden alle Menschen in Mechernich – ob mit Handicap oder ohne – die Züge einfach und bequem nutzen können.“ Für die beschleunigte Elektrifizierung der Eifelstrecke sei bereits eine Finanzierungsvereinbarung mit dem NRW-Verkehrsministerium unterzeichnet worden.
Kai Rossmann, Bahnhofsmanager bei der DB Station & Service AG, bedankte sich bei Bürgermeister Dr. Schick: „Durch das Engagement der Stadt mit eigenen finanziellen Mitteln und dem Einsatz bei Planung und Bau ist ein wahres Schmuckstück entstanden. Alle Bürger können stolz darauf sein, ein so modernes Tor zum Schienenverkehr zu haben.“
Jens Schäfer, Leiter S-Bahnen Köln der DB Netz AG, zeigte sich erfreut darüber, dass der Betrieb auf dem Streckabschnitt von Euskirchen nach Mechernich gut angelaufen ist: „Jetzt können die Menschen aus der Region den Bahnhof Mechernich nach langen Monaten des durch die Flut erzwungenen Stillstands endlich wieder nutzen. Es mussten und müssen im weiteren Verlauf der Strecke zerstörte Gleise, Bahnkörper, Bahnsteige und die Signaltechnik wiederhergestellt werden.“
Im Sommer dieses Jahres soll der sich anschließende Abschnitt bis Kall wieder befahrbar sein. Die Arbeiten am Abschnitt bis Nettersheim werden voraussichtlich bis Ende 2023 dauern. Auf der Voreifelstrecke zwischen Bonn und Euskirchen kann ab dem 1. Mai dieses Jahres wieder die komplette Strecke genutzt werden. Dann soll auch das letzte von den Hochwasserschäden betroffene Teilstück zwischen Rheinbach und Euskirchen instandgesetzt sein.
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