Kategorien
News

CHIO Aachen 2024 – Boyd Exell siegreicher „Punkte-Jäger“ im Preis der Fa. Horsch, Der Entsorger

Aachen – Ehe es für die Vierspänner morgen auf die Marathon-Strecke geht, waren heute noch einmal absolute Präzision und etwas Mathematik gefragt bei der „Jagd um Punkte“, dem Preis der Fa. Horsch, Der Entsorger.

Die „Jagd um Punkte“ der Fa. Horsch, Der Entsorger ist zwar eine Kegelfahrprüfung, aber eine der besonderen Art. Welche Hindernisse die Fahrer wann anfahren, ist nicht vorgegeben, sondern sie können ihn innerhalb von drei Minuten frei wählen. Für die Absolvierung der Hindernisse gibt es Punkte, je schwieriger die Aufgabe, desto höher die Punkteausbeute. Einzige Vorgabe: Jedes Hindernis darf nur zweimal durchfahren werden. Es gewinnt der Fahrer, der in der kürzesten Zeit die meisten Punkte gesammelt hat.

Und das war Australiens Boyd Exell. Mit Celviro, Checkmate, Hero und Ivor an den Leinen war er der einzige, der 1900 Punkte sammeln konnte. Somit war es irrelevant, dass er nicht der Schnellste gewesen war, denn die Zeit entscheidet nur bei Punktgleichstand. Platz zwei ging an den Niederländer Bram Chardon mit 1840 Zählern. Dritter wurde der Schweizer Jérôme Voutaz, der es auf 1820 Zähler brachte.

Kategorien
News

CHIO Aachen 2024 – Koen Vereeckes erste gelbe Aachen-Schleife im VBR-Preis

Aachen – „Zu gewinnen ist immer schön und in Aachen zu gewinnen, ist nochmal extra schön“ – so, Belgiens Koen Vereecke nachdem er die Soers als Sieger des VBR-Preises verlassen hatte. Das dritte Mal ist er nun in Aachen, das erste Mal sicherte er sich eine gelbe Schleife.

Partnerin des Erfolges war die zehnjährige BWP-Stute Oilily de Muze v. Vigo d’Arsouilles. Für sie war es der erste Start in Aachen und in den ersten Tagen sei sie doch noch sehr beeindruckt vom Aachener Stadion gewesen, so Koen Vereecke. Er hält viel von der Stute, hat sich Zeit gelassen mit ihrer Ausbildung und ihr auch in Aachen Zeit gegeben, sich einzuleben. „Am ersten Tag war sie etwas überrascht und hatte einen Fehler am ersten Sprung. In der zweiten Prüfung hatte sie einen Fehler gegen Ende des Parcours, sprang aber schon sehr gut. Ich wollte sie noch in einer weiteren Prüfung reiten, damit sie sich an die Atmosphäre gewöhnen kann.“ Das Ergebnis war die gelbe Schleife im VBR-Preis, einem 1,50 Meter-Springen mit zwei Phasen. Oilily war eines von acht Pferden, das mit weißer Weste ins Ziel gekommen war und dazu eine knappe Sekunde schneller als die Konkurrenz.

An zweiter Stelle reihte sich Philipp Weishaupt mit dem zehnjährigen Hannoveraner Mescorial PS v. Messenger ein (28,39). Dritter wurde der Schweizer Romain Duguet im Sattel der OS-Stute Stawita PS v. Stakkatol, wie Mescorial gezogen auf dem Gestüt Lewitz, daher der Namenszusatz „PS“ für Paul Schockemöhle.

Für Koen Vereecke ist es das dritte Mal beim CHIO Aachen, dies war sein erster Sieg. „Ich wollte immer mal hier reiten und nun sind wir das dritte Jahr in Folge hier“, sagte er mit einem gewissen Stolz. Was an Aachen so anders ist im Vergleich mit anderen Turnieren? Koen Vereecke sagt, es sei das Publikum. „Das ist das beeindruckendste. Hierher kommt jeder, um die Pferde zu sehen, die Reiter und die Pferdemenschen. Sie applaudieren auch dann noch, wenn es einen Abwurf gab. Sie fühlen mit den Reitern mit. Das ist für mich das beeindruckendste an Aachen.“

Kategorien
News

Kreis Dürener Landrat gratuliert Kerstin Felser von der FHM zur Professur

Düren – Professorin Dr. Kerstin Felser, Wissenschaftliche Leiterin des Hochschulstandortes der Fachhochschule des Mittelstands (FHM), wurde von Landrat Wolfgang Spelthahn zu ihrer Professur beglückwünscht. Im April wurde sie zur Professorin für Digitale Innovation von der FHM ernannt. Aktuell wird am Multi-University Campus in Düren ein repräsentatives, kreisbezogenes Lagebild zum Stand der Digitalisierung und des Wirtschaftsschutzes für die Unternehmen des Kreises Düren erarbeitet.

„Zu diesem besonderen Anlass der Professur gratuliere ich Frau Professorin Dr. Kerstin Felser herzlich. Die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule des Mittelstands hat für den Kreis Düren einen sehr hohen Stellenwert, denn die Digitalisierung stellt eine sehr große Veränderung für das Arbeitsleben vieler Menschen dar. Dies muss gemeinsam mit ihnen, den Unternehmen, dem Handwerk und Partnern aus Wirtschaft sowie Wissenschaft gestaltet werden“, betonte Landrat Wolfgang Spelthahn beim gemeinsamen Treffen im Kreishaus.

Dieses nutzen Professorin Dr. Kerstin Felser, Annegret Greven, Leiterin der Stabsstelle für Kreistagsangelegenheiten und Kultur des Kreises Düren, sowie Landrat Wolfgang Spelthahn für einen Austausch zu aktuellen Entwicklungen, neuen Projekten sowie künftigen Plänen der Fachhochschule. Die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin, Professorin Dr. Kerstin Felser, hat im vergangenen Jahr die wissenschaftliche Leitung des Hochschulstandortes übernommen. Düren ist ein „Multi-University Campus“ der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) gemeinsam mit der britischen University of Gloucestershire, mit maßgeblicher Unterstützung des Kreises Düren.

Prof. Dr. Kerstin Felser promovierte an der britischen Universität mit dem Schwerpunkt auf die Entwicklung von IT-Strategien in der deutschen Automobilindustrie. Sie ist aktiv in der Lehre und Forschung tätig und lehrt beispielsweise Grundlagen zu digitalen Wertschöpfungsprozessen. Die Fachhochschule in Düren bietet attraktive Studienprogramme, wie den Bachelor Digital Business Management, den Bachelor Cyber and Computer Security und den Master Cyber Security, sowie ab Herbst ein zweijähriges berufsbegleitendes Masterstudium „Digital Transformation Management“. Dabei steht das praxisnahe Studium im Vordergrund.

Prof. Dr. Kerstin Felser legt bei ihrer Arbeit einen besonderen Schwerpunkt darauf, wie Unternehmen die komplexe digitale Transformation sowie den damit einhergehenden Kulturwandel bewältigen können. Gleichzeitig setzt sich die wissenschaftliche Leiterin dafür ein, dass die im Kreis Düren und darüber hinaus ansässigen Unternehmen und Institutionen eine ortsnahe und an die spezifischen Bedürfnisse ausgerichtete akademische Ausbildung erhalten. Dazu gehört auch die Förderung von regionalen Netzwerken mit Partnerschaften aus Wirtschaft, Wissenschaft oder zu anderen Kommunen.

Kategorien
News

CHIO Aachen 2024 – Irland holt Mercedes-Benz Nationenpreis auf die grüne Insel

Aachen – 2010 waren zum letzten Mal die Klänge von „The Soldier’s Song“, der irischen Nationalhymne, über den Rasen der Soers geweht. Am gestrigen Donnerstag war es wieder so weit. Überlegen sicherten sich die Springreiter von der grünen Insel den Mercedes-Benz Nationenpreis 2024. Und das zum 70. Geburtstag der Partnerschaft der Luxus-Automobilmarke mit dem Stern und dem CHIO Aachen.

„Zu sagen, dass ich glücklich wäre, ist eine starke Untertreibung. Das stand seit langem auf meiner Bucket List! Es ist eine Ehre, hier zu sein.“ Es sprach eine gewisse Befriedigung aus Equipechef Michael Blake, als er das sagte. Grund dazu haben er und sein Team allemal, nachdem sie in bestechender Form den Mercedes-Benz Nationenpreis 2024 für sich entschieden hatten. Die Helden des Abends waren Denis Lynch mit Vistogrand, Bertram Allen auf Pacino Amiro, Shane Sweetnam im Sattel von James Kann Cruz und Cian O’Connor mit Fancy de Kergane. Wobei letzterer heute einen Teilzeitjob hatte, denn im zweiten Umlauf konnte er sich seinen Start sparen. Schon nach dem dritten Starter stand die Equipe als Sieger fest, nachdem kein einziger Fehler für sie zu Buche schlug.

Lynch, O’Connor, Sweetnam und Allen – es sind die gleichen Reiter, die zusammen 2017 Europameister geworden waren. Damals sei es ein „Shamrock“ gewesen, das irische Nationalsymbol, das der Mannschaft Glück gebracht hätte. Und Simsalabim, Bertram Allen zauberte ein sorgfältig gefaltetes Papier aus seinem Sakko. Darin befinde sich das gleiche Kleeblatt wie damals in Göteborg, versicherte Allen. „Ich trage es seit sieben Jahren bei mir! Wir sind sehr abergläubisch …“

Nun stellt sich die Frage, ob es der Glücksbringer war, der den Löwenanteil am heutigen Erfolg hatte, oder aber das Können der beteiligten Paare. Fest steht jedenfalls, seit Göteborg waren die vier nicht mehr zusammen in einem Team und heute haben sie wieder gewonnen. Definitiv auch für sie ein ganz besonderer Erfolg: „Das ist der Stoff, aus dem Träume gemacht sind“, so Shane Sweetnam. Cian O’Connor, der auch beim letzten irischen Sieg in Aachen im Jahr 2010 im Team dabei gewesen war, fügte hinzu: „Das war das gleiche Adrenalin. Es lässt das Blut schneller durch die Venen rauschen. Es ist fantastisch hier zu sein! So, wie immer.“

Spannend war der Kampf um die weiteren Plätze. Mexiko war mit einer Wildcard nach Aachen gereist und die Statistiken von EquiRatings powered by SAP wiesen das Team als krassen Außenseiter mit einer 15-prozentigen Chance aufs Podium aus. Die Briten hingegen hatten den Zahlen nach immerhin 23 Prozent Chancen. Ihr letzter Nationenpreissieg in Aachen liegt allerdings inzwischen auch schon 24 Jahre zurück. Als die letzten Reiter der Mannschaften im zweiten Umlauf in den Parcours mussten und Irland bereits als Sieger feststand, war klar: Wenn die Schlussreiter von Mexiko und Großbritannien, Eugenio Garza Perez auf Contago und Scott Brash mit Hello Jefferson, null bleiben, haben beide vier Fehler auf dem Konto. Dann müsste die Zeit über die Plätze zwei und drei entscheiden. So kam es. Und Mexiko war schneller. Der Fanclub auf der Tribüne flippte schier aus, als Garza Perez die Siegesfaust gen Himmel reckte. Auch für sie ein ganz besonderer Abend.

„Wir sind buchstäblich sprachlos. Wir sind dem Veranstalter so dankbar, dass wir teilnehmen dürfen. Das ist das wichtigste Turnier der Welt und es ist einfach in jeder Beziehung magisch. In dieses Stadion einzureiten, beschert einem Gänsehaut. Es ist ein unglaubliches Gefühl, ein Abenteuer, ein Traum. Das werden wir nie vergessen“, fasste Federico Fernandez seine und die Gefühlslage seiner Teamkameraden Garza Perez, Nicolas Pizarro und Andres Azcarraga zusammen. Letzterer war eigens aus Spruce Meadows angereist. Ansonsten hatten sie noch etwas zu sagen: „Danke an die Briten, dass sie uns erlaubt haben, Zweiter zu werden!“

Die Briten trugen es mit Fassung. Robert Whitaker fasste zusammen: „Wir waren nah dran am Sieg. Alle sind gut geritten und die Pferde sind gut gesprungen. Wir sind wirklich glücklich mit dem Ergebnis.“

Und die Deutschen? Konnten ihrer von EquiRatings ausgerechneten Favoritenrolle nicht ganz gerecht werden. Zwar lieferten Jana Wargers auf Limbridge und Aachen-Nationenpreisdebütantin Kendra Claricia Brinkop im Sattel von Tabasco de Toxandria Z jeweils „Doppelnuller“, aber bei André Thieme auf Chakaria sowie Christian Kukuk mit Mumbai waren Stangen gefallen. Acht Fehler bedeuteten Rang sechs.

Aber nächstes Jahr wird es ja wieder einen Mercedes-Benz Nationenpreis in Aachen geben, den man gewinnen kann. Die Verlängerung der seit 1954 währenden Partnerschaft wurde heute bekannt gegeben.

Kategorien
News

CHIO Aachen 2024 – Abdel Saïds erster Aachen-Sieg im STAWAG-Preis

Aachen – Zum zweiten Mal ist der früher für Ägypten und nun für seine Wahlheimat Belgien startende Abdel Saïd beim CHIO Aachen am Start. Am gestrigen Donnerstag holte er im STAWAG-Preis seine erste gelbe Schleife in der Soers.

Die verdankt er einer 14-jährigen französischen Stute mit Namen Arpege du Ru, die ihm in fehlerfreien 63,04 Sekunden den Sieg im STAWAG-Preis bescherte, einem Fehler-Zeit-Springen über 1,50 Meter. Zweiter wurde – mal wieder – Richard Vogel. Und erneut saß er im Sattel von Cydello, der ihm bereits gestern eine silberne Schleife beschert hatte. Heute kamen sie nach 63,45 Sekunden ins Ziel und ließen damit erneut McLain Ward (USA) hinter sich, der bereits gestern im Turkish Airlines-Preis von Europa das Nachsehen hinter Vogel gehabt hatte. Er ritt heute die elfjährige OS-Stute First Lady v. Don Diarado, die einst von Justine Tebbel in den Sport gebracht worden war, 2021 zu Ward in die Vereinigten Staaten wechselte und nun drei Jahre später mit ihm erstmals wieder in Europa am Start ist.

Abdel Saïd und seine Apache d’Adriers-Tochter sind seit fünfeinhalb Jahren ein Team und haben zusammen diverse Erfolge gefeiert. Aber hier heute in Aachen zu gewinnen, das sei etwas Besonderes, so Saïd. Vor allem freue er sich aber für seine Stute. „Sie ist unglaublich! In jedem Parcours gibt sie 1000 Prozent!“ Dementsprechend zuversichtlich war er heute an den STAWAG-Preis herangegangen: „Naja, wir sind hier, um zu gewinnen. Ob ich es erwartet habe – ich habe ein gutes Pferd, ich bin nicht der schlechteste Reiter, also ja, ich habe zumindest drauf gehofft!“ Was sich dann ja auch erfüllt hat.

Arpege du Ru hat nun frei. Sie hat das Ihrige zum erfolgreichen Wochenende ihres Reiters beigetragen. Der hofft nun, sich mit den beiden Pferden, die er für die große Tour mit nach Aachen gebracht hat, für den Großen Preis zu qualifizieren.

Kategorien
News

Initiative der Kreissparkasse Bitburg-Prüm – 8.000 EUR an die St. Martin-Schule Bitburg

Bitburg – Die Kultur- und Sozialstiftung der Provinzial Rheinland unterstützt das Schüler-Eltern-Lehrer-Projekt „Schulgarten als Wohlfühloase“ der St. Martin-Schule Bitburg und spendet – auf Initiative der Kreissparkasse Bitburg-Prüm – 8.000 Euro.

Lernen ist und sollte für alle zugänglich sein. Genau diesen Grundsatz erfüllt die Förderschule St. Martin, die seit 55 Jahren im Bitburger „Schlösschen“, dem historischen Barockschloss in Bitburg zu Hause ist. „Selbstverwirklichung und soziale Integration“ lautet der Auftrag. Das wichtigste Anliegen der St. Martin-Schule ist es, die Schülerinnen und Schüler zu möglichst selbstbewussten, selbstständigen Menschen zu erziehen, die sich in ihrem Umfeld behaupten und zu sich selbst stehen können.

Um genau diesem Anliegen und dem ganzheitlichen Lernen in der Natur nachzukommen, richtet die St. Martin-Schule einen „Wohlfühl-Oase-Schulgarten“ ein. Der Garten wird mit Bauwagen, rollstuhlgerechtem Zugang, Hochbeeten, Sitzgelegenheiten und Sonnenschutz ausgestattet werden. Hier wird den Schülerinnen und Schülern sowohl einen Ort zum Lernen als auch für eine Auszeit im Garten geschaffen.

Am 3. Juli 2024 besuchte der Vorstand der Kreissparkasse Bitburg-Prüm gemeinsam mit Landrat Andreas Kruppert und Gerd Bettendorf, Vertriebsleiter Provinzial, die St. Martin-Schule und überreichten den Spendenscheck. „Wir freuen uns sehr, dass die Kultur- und Sozialstiftung der Provinzial das Projekt „Schulgarten als Wohlfühloase“ so großzügig unterstützt und somit einen Beitrag dazu leistet, Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung einen Mehrwehrt in ihrem schulischen Alltag zu ermöglichen“, so Rainer Nickels, Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse Bitburg-Prüm.

Stiftungszweck der Kultur- und Sozialstiftung

Es sind die Kinder und Jugendlichen von heute, die morgen die Gesellschaft prägen und gestalten. Verantwortung für die Gesellschaft gehört zum Selbstverständnis der Provinzial. Als eine wichtige Aufgabe sieht sie es an, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Gesellschaftliche Projekte zu unterstützen heißt, Talente zu fördern sowie Integration und Entwicklungen zu stärken. Dies und das Ziel, das Engagement im sozialen und kulturellen Bereich zu konzentrieren, war der Grund, eine Stiftung zu gründen. Im Jahre 2002 wurde die Kultur- und Sozialstiftung der Provinzial Rheinland gegründet. Das Stiftungsvermögen beläuft sich zur Zeit auf rund sechs Millionen Euro. Ein Unternehmen, das über 175 Jahre in der Region verankert ist und aufgrund seiner lokalen Präsenz eine besondere Nähe zu den dort lebenden Menschen hat, trifft eine besondere Verpflichtung auch zur Unterstützung von sozialen Belangen.

Daher ist die Kultur- und Sozialstiftung gerne dem Vorschlag der Kreissparkasse Bitburg-Prüm gefolgt und unterstützt die St. Martin-Schule in Bitburg.

Kategorien
News

CHIO Aachen 2024 – Isabell Werth und Wendy triumphieren im Preis der Familie Tesch

Aachen – Erst kurz vor Beginn des CHIO Aachen fiel die Entscheidung, Isabell Werths Neuzugang Wendy de Fontaine anstelle von Quantaz in die Mannschaft für den Lambertz Nationenpreis der Dressurreiter zu nehmen. Der wird im Rahmen des Grand Prix entschieden, dem Preis der Familie Tesch. Danach kann man nun sagen: Feuertaufe bestanden.

Seit Beginn dieses Jahres hat Isabell Werth die zehnjährige dänische Stute Wendy de Fontaine unter dem Sattel. Sie haben schnell zueinander gefunden. So schnell, dass sie als potenzielles Olympiapaar gelten und sich hier in Aachen auf Geheiß des Auswahlkomitees für die Mannschaft in Paris noch einmal dem direkten Vergleich mit anderen Fünf-Sterne-Paaren im Preis der Familie Tesch stellen sollten. Darum wurde Wendy statt Quantaz ins Team für den Lambertz Nationenpreis gerufen. Die beiden waren erstes Paar für Deutschland und lieferten gleich im ersten Viertel der Prüfung eine Vorstellung, die von keinem anderen Paar mehr zu schlagen war. Mit 76,50 Prozent sicherten sie sich ihren ersten Grand Prix-Sieg in Aachen und damit den Preis der Familie Tesch.

Werths Fazit: „Ich bin sehr, sehr glücklich mit Wendy. Wir wachsen immer mehr zusammen und bei jeder Prüfung erkenne ich mehr und mehr, wie man diese und jene Situation handhaben muss. Die Stute ist wirklich fantastisch. Sie ist so ehrlich und entspannt. Sie will wirklich ihr Bestes geben, und das ist ein Vergnügen und ein Geschenk.“ Aber sie habe auch das Gefühl, dass da auch noch Luft nach oben ist.

Mit einer absolut korrekten Vorstellung belegten die WM-Mannschaftsbronzegewinner von 2022, Ingrid Klimke und Franziskus FRH, den zweiten Platz im Preis der Familie Tesch. 76,043 Prozent lautete ihr Endergebnis und Chefrichterin Susanne Baarup (DEN) bei C hatte sie sogar auf Rang eins. „Ich bin sehr glücklich, weil Franz so zuverlässig war und wirklich sein Bestes gegeben hat“, sagte Ingrid Klimke. „Als ich reingeritten bin, wusste ich, dass er total fokussiert ist und bei mir ist. Wir haben es heute beide genossen.“

Nach Fehlern in den Zweierwechseln und in der zweiten Pirouette – letzteres doppelt teuer, weil die Wertnoten für die Pirouetten zweifach zählen – wurden Frederic Wandres und Bluetooth Dritte (75,630). Trotzdem war Wandres zufrieden: „Ich muss sagen, mein Pferd fühlt sich besser als je zuvor an. Ich denke, das konnte man vor dem Einritt sehen, wo er ein paar ,positive Explosionen‘ hatte“, umschrieb Wandres die Bocksprünge seines 14-jährigen Bordeaux-Sohnes, die er zeigte, ehe die Prüfung begonnen hatte. Aber Wandres weiß auch: „Er ist gut, dass er so frisch ist. Die Trabtour und auch starker und versammelter Schritt waren sehr gut. Dann hatten wir die Fehler in der Galopptour, die mich heute viele Punkte gekostet haben. Normalerweise sind gerade die fehlerfreien Prüfungen unsere Stärke. Also werde ich versuchen, Samstag ohne Fehler abzuliefern. Aber ich kann dem Protokoll entnehmen, dass die Richter zu schätzen wissen, wie gut er in Form ist. Das werde ich Samstag versuchen zu zeigen.“

Denn am Samstag geht es in den Grand Prix Special um den MEGGLE-Preis, an dem die besten 30 Paare aus dem Preis der Familie Tesch teilnehmen dürfen.

Kategorien
News

CHIO Aachen 2024 – Ein überglücklicher Chester Weber im Preis der Martello Immobilien-Management GmbH & Co. KG

Aachen – Der erste Sieg fürs Partnerland USA beim CHIO Aachen 2024! Dafür sorgte am gestrigen Donnerstag Chester Weber in der Dressurprüfung der Vierspännerfahrer um den Preis der Martello Immbilienmanagement GmbH & Co. KG – etwas, was ihn wortwörtlich sprachlos vor Glück gemacht hat.

Mit einer schwungvollen, losgelassenen Vorstellung, die Richter, Zuschauer und Chester Weber gleichermaßen begeisterte, sicherte sich der US-Amerikaner die Dressurprüfung für Vierspänner um den Preis der Martello Immobilienmanagement GmbH & Co. KG. Und das mit Weile! 35,59 Minuspunkte hatte er auf dem Konto und damit einen satten Vorsprung vor dem elffachen Aachen-Sieger Boyd Exell für Australien. Hier wurden es 38,79 Minuspunkte. An dritter Stelle hielt Mareike Harm die deutsche Fahne hoch mit 40,99 Minuspunkten.

Chester Weber war so überwältigt von seinem Erfolg, dass er keine Worte dafür fand. Er hatte aber ohnehin nicht wirklich Gelegenheit sich zu äußern, denn direkt nach seiner Prüfung war er umringt von einer Traube Fans, die sich mit ihm freuten. Boyd Exell war sehr zufrieden mit seinen Pferden, weniger mit sich selbst – obwohl er wie immer eine Runde ablieferte, die in Sachen Präzision Lehrfilmcharakter hatte. Mareike Harm hat das Pech – oder das Glück, wie man’s nimmt –, eines hoch motivierten Gespanns. Das führte dazu, dass die Schritttour nicht ganz so gelassen ausfiel, wie die Richter sich das gewünscht hätten. Sonst wäre womöglich sogar ein zweiter Platz drin gewesen.

Aber auch mit „nur“ dem dritten Platz legte Harm die Grundlage für die Führung der deutschen Mannschaft in der Boehringer Ingelheim Nationenpreis-Wertung. Zusammen mit Michael Brauchle und Georg von Stein liegt sie nun mit 91,10 Minuspunkten vor Australien (94,630) und den Dauersiegern aus den Niederlanden (95,830), die seit 2007 ungeschlagen in der Aachener Nationenpreiswertung der Vierspänner sind. Das wird also noch spannend in den nächsten Tagen!

Kategorien
News

CHIO Aachen 2024 – 43. Sieg für Deutschlands Dressurreiter im Lambertz Nationenpreis

Aachen – Das Deutsche Bank Stadion ist ihr Tanzparkett – Seit 1977 gibt es den Lambertz Nationenpreis beim CHIO Aachen. 2024 konnten Deutschlands Dressurreiter den 43. Sieg in dem prestigeträchtigen Länderwettstreit verbuchen.

Bei den wenigen Gelegenheiten, in denen nicht die deutsche Nationalhymne für die Dressurreiter im Lambertz Nationenpreis spielte, waren es entweder die niederländische oder die dänische. Und diese beiden Nationen waren es auch, die in diesem Jahr am dichtesten dran waren am deutschen Quartett.

Unter der schwarz-rot-goldenen Flagge ritten Isabell Werth auf Wendy de Fontaine (76,50), Ingrid Klimke mit Franziskus (76,043), Frederic Wandres im Sattel von Bluetooth (75,630) sowie Katharina Hemmer mit Denoix (68,326). Letztere war bei ihrer Premiere im Aachener Nationenpreisteam das Streichergebnis, nachdem ihr Denoix von Geräuschen anderer Pferde außerhalb des Vierecks abgelenkt wurde und kurzfristig mit dem Kopf woanders war als bei seiner Aufgabe im Viereck. Die drei Ergebnisse, die zählten, summierten sich zu 228,173 Punkten.

Bundestrainerin Monica Theodorescu zog ein gemischtes Fazit: „Ich bin natürlich sehr glücklich mit dem ersten, zweiten und dritten Platz“, spielte sie auf Werth, Klimke und Wandres an, die auch in der Einzelwertung der Prüfung die Besten waren. Leid tue es ihr für Katharina Hemmer. „Sie hatte einfach Pech, dass ihr Pferd zu gestresst war im Viereck. Aber das kann passieren. Ihr Pferd ist in super Form, aber sie konnte das im Viereck heute nicht zeigen. Sie konnte nur versuchen, das zu managen und das hat sie super gemacht, so gut es nur eben ging. Aber das passiert. Aber natürlich waren die anderen drei Pferde sehr dicht beieinander und da ist hoffentlich noch Raum für Verbesserungen für die Zukunft und für die Olympischen Spiele. Aber natürlich, mit dem Ergebnis bin ich sehr, sehr zufrieden.“

Das bedeutete am Ende einen komfortablen Vorsprung vor der Equipe der Niederlande, die es auf 215,674 Zähler brachte. Gepunktet haben Devenda Dijkstra mit Hero (69,848), Dinja van Liere im Sattel von Vita di Lusso (74,696) und Marieke van der Putten im Sattel von Torveslettens Titanium (71,130). Ähnlich glücklich äußerte sich Dinja van Liere als beste Reiterin der Niederlande mit ihrem erst neunjährigen Vita de Lusso, für die es zudem ein neues persönliches Bestergebnis wurde – obwohl sie gegen Ende der Aufgabe die Luft anhalten musste, als die Zuschauer schon anfingen zu klatschen, noch ehe sie gegrüßt hatte. „Es ist eine Ehre, hier in Aachen zu reiten. Es ist das beste Turnier der Welt. Die Atmosphäre ist fantastisch. Auch wenn die Zuschauer heute vielleicht sogar ein wenig zu enthusiastisch waren …“

Deutlich enger wurde es zwischen den Plätzen zwei und drei. Die dänischen Mannschaftsweltmeister sammelten 214,544 Punkte, kamen also bis auf 1,13 Zähler an „Oranje“ heran – dabei waren sie nur zu dritt unterwegs, hatten also kein Streichergebnis. Das beste Resultat erzielten mit 73,674 Prozent Nanna Skodborg Merrald und St. Schufro. Mit ihnen gekämpft haben Nadja Aaboe Sloth auf Favour Gersdorf (72,348) sowie Anna Zibrandtsen mit Quel Filou (68,522). Für die Dänen zog Nanna Skodborg Merrald ein Fazit: „Das Team hat es super gemacht. Es ist noch ziemlich unerfahren, aber wir alle haben eine gute Leistung gebracht und Dritte in Aachen zu werden, ist etwas, auf das wir wirklich stolz sein können.“

Kategorien
News

CHIO Aachen 2024 – Philippaerts’sches „Familienpferd“ Gadget Mouche siegt im Sparkassen-Youngsters-Cup

Aachen – Die Nachwuchsspringpferde im Sparkassen-Youngsters-Cup haben am gestrigen Donnerstag den Tag im Hauptstadion der Aachener Soers eröffnet. Sieger wurde Nicola Philippaerts mit einem Pferd, das bislang sein Vater und sein Bruder unter dem Sattel hatten.

In 58,16 Sekunden sprangen Belgiens Nicola Philippaerts und der achtjährige Selle Français-Wallach Gadget Mouche v. Andiamo Semilly zum Sieg in der zweiten von drei Wertungsprüfungen des Sparkassen-Youngsters-Cup. Damit gaben sie der Nummer eins der Weltrangliste, Henrik von Eckermann (SWE), im Sattel des BWP-Hengstes Steely Dan v. Hardrock Z das Nachsehen. Die benötigten 59,11 Sekunden für den 440 Meter langen 1,45 Meter-Parcours mit elf Hindernissen und 13 Sprüngen. Rang drei sicherte sich die Kanadierin Erynn Ballard mit der Zangersheider Stute Marieke Z Santa Rosa v. Moncler van Overis (60,06).

Bereits am Dienstag, in der ersten Wertung der Nachwuchstour, waren Nicola Philippaerts und Gadget Mouche fehlerfrei und platziert gewesen. Dabei ist Aachen das erste internationale Turnier für die beiden als Paar. Bislang war der Wallach vor allem von Philippaerts‘ Vater Ludo und zuletzt auch vom jüngeren Bruder Thibault geritten worden. Dass nun Nicola im Sattel saß, hatte pragmatische Gründe: „Ich darf dieses Jahr in Aachen reiten und dachte, das wäre ein guter Platz für ihn. Heute hat er gezeigt, dass er das Stadion hier in Aachen mag. Und natürlich – wenn man nach Aachen kommt, dann nimmt man seine besten jungen Pferde mit, denn das ist immer ein besonderes Turnier.“

Wie gut die jungen Pferde sind, die im Sparkassen-Youngsters-Cup an den Start gehen, kann man vielleicht daran erkennen, dass von 35 Ritten 20 fehlerfrei waren. Was Gadget Mouche für Philippaerts besonders macht? „Ich denke, er ist sehr cool. Er hat keine Angst und eine innere Ruhe. Dazu ist er vermögend und vorsichtig. Von daher versprechen wir uns viel für die Zukunft.“ Wer aus der Familie Philippaerts künftig von dem Talent profitiert, Nicola, oder einer seiner Brüder, stehe aber noch nicht fest. „Wir haben dafür noch keinen Plan gemacht. Erst einmal hatten wir nur für Aachen geplant und der Rest kommt später. Ich hoffe, wir werden auch ein gutes Finale haben!“ Das steht für Samstag auf dem Programm – dann mit Stechen.