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Stolze Summe für den Volksbund Deutsche Kriegsgräber-Fürsorge e.V. in Mendig

Mendig – Haus- und Straßensammlung in der Verbandsgemeinde Mendig. Seit über 100 Jahren widmet sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) unter der aktuellen Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht nur um die 832 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten mit etwa 2,8 Millionen Kriegstoten, sondern betreibt national und international eigene Projekte zur schulischen und außerschulischen Jugendarbeit sowie eigene Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten.

Nach dem Tod des langjährigen VDK-Beauftragten Gerald Frank wurden bereits letztes Jahr durch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Lempertz, und der Geschäftsführerin des Volksbundes für den Bezirksverband Koblenz-Trier, Bettina Hörter, zwei neue VDK-Beauftragte ernannt – Steffen Welsch und Matthias Künster. Erstmalig fand im Jahr 2021 dann die Haus- und Straßensammlung unter der Federführung von Steffen Welsch statt. Neben Steffen Welsch und Matthias Künster, kamen die Sammler nicht nur aus dem gesamten Gebiet der Verbandsgemeinde Mendig, sondern auch aus den Nachbargemeinden Lahnstein, Weibern, Nickenich und Boos sowie von der Realschule Plus Mendig mit ihrem Lehrer Dirk Wehner und seinen Schülerinnen und Schülern.

„Durch das große Engagement aller Beteiligten und ihrem sozialen Einsatz konnten insgesamt 6.334,51 Euro für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. als Spendengelder erzielt werden. Ich möchte mich nicht nur ausdrücklich und von Herzen bei Steffen Welsch und Matthias Künster sowie bei allen Sammlern bedanken, sondern auch bei unseren Bürgerinnen und Bürgern für ihre Bereitschaft, den Volksbund in seiner wichtigen Friedensarbeit weiterhin zu unterstützen“, so Lempertz bei der Überreichung des Spendenschecks im historischen Sitzungssaal des Rathauses.

 

 

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Malteser eröffnen Café Ausblick mit Kooperations-Partnern in Bad Münstereifel

Bad Münstereifel – Sicherer Ort für Flutbetroffene zum Reden, Lachen und Weinen. Am Donnerstag, dem 14.7.2022, eröffnen die Malteser gemeinsam mit den Kooperationspartnern vom Netzwerk Psychosoziale Hilfe (PSH) sowie der Caritas erstmals die Pforten ihrer neuen Begegnungsstätte für flutbetroffene Menschen.

Das Café Ausblick, das sich direkt an den Räumlichkeiten des Fluthilfebüros der Hilfsorganisation im goldenen Tal 10 befindet, soll Hochwasserbetroffenen bei kostenlosem Kaffee immer donnerstags von 14.00 bis 17.00 Uhr die Möglichkeit geben, miteinander ins Gespräch zu kommen. Auf Wunsch können Interessierte dann auch psychosoziale Unterstützung in Form von Einzelgesprächen in Anspruch nehmen.

Hierfür steht von Malteserseite nach vorheriger Terminabsprache der Diplom-Psychologe und psychologische Psychotherapeut Peter Keßeler zur Verfügung. Im Café Ausblick besteht darüber hinaus Gelegenheit, mit jenen Leuten in Kontakt zu kommen, die durch das Jahrhunderthochwasser des Vorjahres Gleiches erlebt haben. „Es soll ein Ort werden, an dem sich Menschen begegnen und an dem sie miteinander reden, aber auch lachen oder weinen können, wenn ihnen danach ist“, erläutert Malteser-Fluthilfebüroleiter Niklas Schmitz.

Dem 31-Jährigen, unter dessen Federführung das neue Begegnungscafé steht, war von Anfang an eines wichtig: „Die Menschen sollen bestmöglich dabei unterstützt werden, die Geschehnisse zu verarbeiten.“ Nach dem Vorbild seiner Malteser-Kollegen in Schleiden, die im Stadtteil Gemünd neben einem Fluthilfebüro ebenfalls mit einem Begegnungscafé für Flutbetroffene im Hilfszentrum Schleidener Tal vertreten sind und zahlreiche Menschen dabei unterstützen konnten, wieder selbstwirksam zu sein, soll den Hochwasserbetroffenen auch in Bad Münstereifel ein sicherer Ort zum Austausch geboten werden.

Die Fluthilfe- Kooperationspartner der Malteser, wie der Caritasverband und das Netzwerk PSH Bad Münstereifel, werden das neue Café Ausblick im Bereich der Organisation und Abwicklung ebenfalls tatkräftig unterstützen. Zufällig gewählt ist der Eröffnungstermin am 14.07. übrigens nicht. Nachdem sich an diesem Datum die Hochwasserkatastrophe zum ersten Mal jährt und der Tag für viele sicherlich kein leichter sein wird, will die Hilfsorganisation zeigen, auch ein Jahr nach der Flut noch für die Betroffenen da zu sein. Außerdem signalisieren die Malteser, den Menschen auch in Zukunft weiterhin zur Seite zu stehen. Infos unter: fluthilfe.badmuenstereifel@malteser.org oder Tel.: 0170 5956667

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Grundsteuer-Reform – Hilfestellungen bei der Abgabe der Grundsteuer-Erklärung

Region/Mainz – Mit dem Start der Erklärungsabgabe zur Feststellung des Grundsteuerwerts sehen sich viele Bürgerinnen und Bürger vor eine große Herausforderung gestellt. Die Finanzämter helfen durch telefonische Auskunft, sind aber aufgrund der hohen Anzahl an Anrufen derzeit stark ausgelastet und es kann zu längeren Wartezeiten kommen. Deshalb stellt die Finanzverwaltung verschiedene Unterstützungsangebote vor:

Klickanleitung für ELSTER

Hilfe beim Ausfüllen der Feststellungserklärung über ELSTER bietet die vom Landesamt für Steuern erstellte „Klickanleitung zum Ausfüllen der Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts“. Diese ist einsehbar unter: https://www.lfst-rlp.de/grundsteuer – hier unter „Unser Service für Sie“. Weitere Hilfe bietet der  „Fragen-Antworten-Katalog“, der  auf der gleichen Seite zu finden ist.

Grundsteuererklärung für einfache Sachverhalte

Darüber hinaus können Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern, Eigentumswohnungen oder unbebauten Grundstücken, die im Privateigentum sind, auch die kostenlose Abgabemöglichkeit über die Web-Anwendung: https://www.grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de/ nutzen.  Auf die dortige Rubrik „Häufig gestellte Fragen“ wird ausdrücklich hingewiesen. Aktuell kann dieser Service allerdings nur von Personen genutzt werden, die noch kein ELSTER-Konto haben. Ab September 2022 soll die Nutzung auch mit ELSTER-Konto möglich sein. Im Übrigen können Fragen inhaltlicher und technischer Art zur Web-Anwendung „Grundsteuererklärung für Privateigentum“ an die E-Mail-Adresse kontakt@grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de gerichtet werden.

Papiererklärungen nur auf amtlichen Vordrucken

Grundsätzlich ist eine elektronische Abgabe der Grundsteuererklärung vorgesehen. Ausnahmsweise können Papiervordrucke in sog. Härtefällen verwendet werden. Ob ein solcher Härtefall vorliegt, entscheidet das jeweilige Finanzamt. Dies ist z. B. der Fall, wenn eine Eigentümerin oder ein Eigentümer von Grundbesitz nicht über die technische Ausstattung oder erforderlichen technischen Kenntnisse für eine elektronische Übermittlung verfügt.

Für diese Eigentümerinnen und Eigentümer gibt es folgende Möglichkeiten:

Zum einen  können die als PDF-Dateien unter www.fin-rlp.de/Vordrucke – hier unter „Grundsteuer“ – veröffentlichten amtlichen Vordrucke ausgefüllt und in Papier dem zuständigen Finanzamt übersandt werden. Zum anderen sind alternativ unter Angabe der entsprechenden Gründe, Papiervordrucke in den Service-Centern der Finanzämter erhältlich. Hierbei sollten die Informationsschreiben zur Grundsteuerreform samt Datenstammblatt mitgebracht werden.

Die Service-Center der Finanzämter können diesbezüglich montags von 8:00 bis 16:00 Uhr und donnerstags von 8.00 bis 18.00 Uhr ohne eine vorherige Terminvereinbarung aufgesucht werden.

Für das von der Flutkatastrophe betroffene Finanzamt Bad Neuenahr-Ahrweiler gilt: Das Service-Center ist nur nach vorheriger telefonischer Terminabsprache geöffnet, da es keinen Wartebereich gibt. Weitere Informationen zur besonderen Situation der von der Flutkatastrophe Betroffenen finden Sie unter: https://www.lfst-rlp.de/unsere-themen/grundsteuer/besonderheiten-flutkatastrophe

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Laufgemeinschaft Laacher See aktuell

Laacher See – Persönliche Bestzeit für Corinne Törper beim Volkslauf in Eitelborn. Top Platzierungen beim Kondelwaldlauf. Die Anreise für die LG’ler nach Eitelborn wurde mit vielen tollen Platzierungen belohnt. Bei gutem Wetter und toller Organisation fühlten sich die Sportler herzlich willkommen. Die Strecken der jeweiligen Läufe waren anspruchsvoll, denn neben einigen Höhenmeter musste man sich auf ständig wechselnden Untergrund wie Stock und Stein einrichten.

So lief Corinne Törper mit 54:03 Min. ihre persönliche Bestzeit über 10 km und sicherte sich somit den ersten Platz ihrer Altersklasse wHK. Die 8-jährige Nina Winkler lief ihr Debüt für die LG Laacher See. Sie startete über 1.000 m und erreichte mit einer guten Zeit von 5:06 Min. den 3. Platz.

Den 5 km Lauf bestritt Joachim Massion in einer Zeit von 35:02. Den ersten Platz ihrer jeweiligen Altersklassen im 10 km Lauf erreichten Nicole Frantzen (W40, 55:03 Min.), Bärbel Monschauer (W70, 59:30 Min.), Christian Kaufmann (M40, 46:31 Min). Über Platz 2 der W60 freute sich Anita Massion (57:26 Min.). Michael Ringel kam mit 1:17:14 Std. Rang vier der M45. Silke Törper und Frank Monschauer walkten gemeinsam die 10 km und kamen nach 1:31:54 ins Ziel.

Beim Kondelwaldlauf in Bengel war nur eine kleine Delegation der LG Laacher See am Start. Elisabeth Waldorf und Klaus Jahnz walkten 5 km in 51:14 Min. Klaus lief anschließend den Hauptlauf über 10 km und gewann mit 72:09 Min. die AK M70. Raheb nutzte den Jedermannlauf um sich einzulaufen und lief als Zweiter über die Ziellinie nach 20:35 Min. Mit diesem Ergebnis wurde er Zweiter der AK MHK. Beim Hauptlauf belegte er mit 45:33 Min. ebenfalls den 2. Platz „Die Strecken waren recht anspruchsvoll und die sommerlichen Temperaturen erschwerten die Bedingungen“, resümierte Raheb.

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Gedenk-Veranstaltung am Donnerstag 14. Juli im Kurpark Bad Neuenahr – SWR-Fernsehen überträgt live

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Landrätin und Bürgermeister laden herzlich zur offenen Veranstaltung ein. Am kommenden Donnerstag, 14. Juli 2022, jährt sich die Flutkatastrophe zum ersten Mal. Der Kreis Ahrweiler und die vier unmittelbar betroffenen Kommunen möchten den Betroffenen und den vielen Mitfühlenden die Möglichkeit geben, bei einer für alle offenen Gedenkveranstaltung im Kurpark von Bad Neuenahr gemeinsam innezuhalten und an die Opfer sowie die beiden noch immer Vermissten zu erinnern.

„Viele Menschen, die die Flut erlebt haben, möchten diesen ersten, sicher sehr emotionalen Jahrestag nicht in ihrem Zuhause, direkt am Ort des Geschehens, verbringen oder alleine sein. Insbesondere den Betroffenen möchten wir ein würdiges Gedenken in solidarischer Gemeinschaft ermöglichen. Daher haben wir uns ganz bewusst für ein offenes Veranstaltungsformat, ohne festen Einladungskreis entschieden“, betont Landrätin Cornelia Weigand und spricht – auch im Namen der hauptamtlichen Bürgermeister – noch einmal eine herzliche Einladung an alle Interessierten aus.

Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Gedenkveranstaltung sind übersichtlich auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter https://kreis-ahrweiler.de zusammengefasst. So finden sich hier unter anderem Informationen zu Parkmöglichkeiten, der psychosozialen Beratung vor Ort oder aber auch der Barrierefreiheit.

Bei der Gedenkveranstaltung handelt es sich grundsätzlich um eine Stehveranstaltung. Sitzplätze stehen für mobil eingeschränkte Gäste in begrenzter Anzahl zur Verfügung. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität stehen zudem Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsgeländes vor dem Kurhaus Bad Neuenahr, Kurgartenstraße, zur Verfügung. Ausreichend Sanitäranlagen und Behinderten-WCs sind ebenfalls vorhanden.

Rund um die Veranstaltung

Die Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Flutkatastrophe am 14. Juli beginnt um 17.30 Uhr, Einlass ist bereits ab 16.30 Uhr. Das Gedenken findet im Kurpark von Bad Neuenahr statt und ist für rund 2000 Personen ausgelegt. Zentrales Element der rund 60-minütigen Veranstaltung wird das Gedenken an die 134 Todesopfer sowie die weiterhin zwei Vermissten im Kreis Ahrweiler sein. Stellvertretend für die flutbetroffenen Kommunen Sinzig, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Altenahr und Adenau blicken vier Betroffene auf ihre Erfahrungen zurück.

Der SWR wird die Gedenkveranstaltung live im SWR-Fernsehen und online übertragen.

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Erfolgreiche Absolventen und neue Gesichter bei der Kreisverwaltung Ahrweiler

Ahrweiler – Die Kreisverwaltung Ahrweiler hat zwei Beamtenanwärter, die im Sommer ihren Abschluss gemacht haben, jetzt in den Dienst übernommen. Gleichzeitig starten neue Auszubildende sowie Anwärterinnen und Anwärter ihre Ausbildung im Kreishaus. Lorenzo Micheloni und Miriam Weltken haben ihr duales Verwaltungsstudium erfolgreich absolviert und verstärken ab sofort das Team der Kreisverwaltung.

Alina Hamidovic hat den dreijährigen Ausbildungsgang zur Verwaltungs-fachangestellten ebenfalls erfolgreich durchlaufen. Sie schließt nahtlos ein duales Studium als Beamtenanwärterin im dritten Einstiegsamt (ehemals gehobener Dienst) an. Mit ihr beginnen das Studium Chiara Hartig, Luca Harwardt, Jennifer Knieps, Adelina Nohles, Rinesa Sahiti, Luca Surges und Rebekka Ullrich. Den schulischen Teil werden sie in der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen absolvieren.

Den Beruf der Verwaltungsfachangestellten erlernen ab dem 1. August 2022 Alina Basche, Bedirhan Dincer und Nadja Poppelreuter. Theodor Baier startet zeitgleich in seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration.

„Wir alle wissen, dass der Start ins Berufsleben immer spannend ist. Im Kreis Ahrweiler kann man aktuell aber nicht von ‚normalen Umständen‘ sprechen. Umso mehr freue ich mich, dass Sie alle die Herausforderungen und Chancen annehmen und die Zukunft unserer Verwaltung sein möchten. Ihnen allen wünsche ich einen guten Start“, sagte Landrätin Cornelia Weigand bei der Übergabe der Ernennungsurkunden an die Beamtenanwärterinnen und -anwärter.

Auch im kommenden Jahr wird die Kreisverwaltung Ahrweiler wieder ausbilden. Gesucht werden Beamtenanwärterinnen und -anwärter, Studentinnen und Studenten der Sozialen Arbeit, angehende Verwaltungsfachangestellte sowie Auszubildende zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft.

Die Kreisverwaltung freut sich über Online-Bewerbungen bis zum 30. September 2022 unter www.stellenausschreibung.kreis-ahrweiler.de.

Weitere Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten der Kreisverwaltung und zum Bewerbungsverfahren gibt es bei Anne Bois (Telefon: 02641 / 975-215, E-Mail: Anne.Bois@kreis-ahrweiler.de) und bei Samira Messaoudi (Telefon: 02641 / 975-588, E-Mail: Samira.Messaoudi@kreis-ahrweiler.de).

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Wittlicher Bürgermeister begrüßt Wandergesellen

Wittlich – Auf ihrer traditionellen Wanderschaft machten die „zünftigen“ und „ehrbaren“ Wandergesellen Leo Neumann, Anton Riedel, Julius Schipper und Lukas Hauer in Wittlich Rast. Drei Jahre und einen Tag müssen die Gesellen mindestens unterwegs sein und dürfen sich in dieser Zeit ihrem Heimatort nicht mehr als 50 km nähern.

Bürgermeister Rodenkirch begrüßte die Vier vor dem Rathaus und gab ihnen als Proviant eine Flasche Wein aus Wittlich mit auf den weiteren Weg, der nun nach Freiburg im Breisgau führen soll.

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Wie der Wohn- und Betreuungs-Verbund „Haus Sonne“ gemäß individuellem Bedarf fördert und fordert

Bad Münstereifel/Nettersheim – Thomas Hochgürtel („Haus Sonne“) bringt es auf den Punkt: „Menschen mit seelischer Beeinträchtigung oder Suchterkrankung werden bei uns je nach ihren Möglichkeiten und ihrem Unterstützungsbedarf gefördert und gefordert.“

Sie kümmern sich mit fachlicher Betreuung um seelisch beeinträchtigte Erwachsene in den Angeboten der „Haus Sonne gGmbH“ mit Besonderen Wohnformen in Bad Münstereifel und Schönau sowie dezentralen Wohngruppen, wie hier in Nettersheim-Pesch (v.l.): Thomas Hochgürtel, Elke Schmitz, Torsten Strumila, Isabellé Stammen und Rebecca Hoch. Die sechsköpfige Gruppe aus einer Frau und fünf Männern, die dort lebt, verlor ihre ursprüngliche Unterkunft in Schönau durch die Flutkatastrophe 2021 und musste im Herbst umziehen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Während die Zahl der klassisch körperlich und geistig Behinderten über lange Zeiträume konstant bleibt, steigt die Zahl der psychisch angeschlagenen Zeitgenossen von Jahr zu Jahr. Manchmal scheint es, als produziere die moderne Leistungsgesellschaft psychisch beschädigte Gemüter. Die Situation hat sich durch Flut und Corona noch verschärft

Soziale Einrichtungen wie der Wohn- und Betreuungsverbund „Haus Sonne“ helfen den Betroffenen professionell und mit viel Einfühlungsvermögen und mit angeleiteter Hilfe zur Selbsthilfe. Zum Beispiel in sogenannten „Anbieterverantworteten Wohngemeinschaften“. Dort werden neuerdings moderne Kommunikationsverfahren mit Tablets und Laptops als moderne Hilfsmittel der Betreuung eingesetzt.

In der Praxis umfassen die Tätigkeiten des Fachpersonals Gesprächsführung oder die Anleitung zur Befähigung des Alltags. Ziel der Betreuer ist es, ihren Klienten zur größtmöglichen Selbstständigkeit zu verhelfen, so Maike Seidenfaden, Leitung des Wohnverbundes.

Aus dem Heim in die Wohngruppe

Thomas Hochgürtel: „Wer das Heim in eine betreute Wohngruppe verlassen kann, hat einen Meilenstein passiert“. Manche Betreute leben auch weiterhin in ihren Familien, nicht wenige werden eines Tages wieder in eigener Wohnung zurechtkommen. Maike Seidenfaden: „Die zu erbringenden Leistungen orientieren sich an der individuellen Lebenssituation, dem jeweiligen Bedarf der Leute, der bewilligten Leistung sowie der Konzeption des Wohn- und Betreuungsverbunds Haus Sonne.“ Ziel sei ein weitestgehend selbstbestimmtes und selbständiges Leben: „Mit sozialer Teilhabe!“

In den Besonderen Wohnformen „Haus Sonne“ in Schönau und „Haus Maria“ in Bad Münstereifel sowie in fünf dezentralen Wohngemeinschaften bzw. eigenen Wohnungen in der Stadt Bad Münstereifel und Umgebung betreuen die Fachkräfte der gemeinnützigen Gesellschaft „Haus Sonne“ mittlerweile über 80 Erwachsene mit unterschiedlichen Diagnosen und Beeinträchtigungen.

Meilensteine und Schicksalsschläge

Thomas Hochgürtel: „Wer in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft lebt oder von der Besonderen Wohnform dorthin wechselt, besitzt bereits ein erhöhtes Maß an Selbstständigkeit“. Manche Betreute leben auch weiterhin in ihrer eigenen Wohnung und werden dort von den Mitarbeitern fachlich betreut.

Eine der von „Haus Sonne“ eingerichteten und betreuten fünf Anbieterverantworteten Wohngemeinschaften lebte bis zum schicksalhaften 14. Juli 2021 in einem Gebäude des Bad Münstereifeler Ortsteil Schönau. In der Nacht wurde Erdgeschoss komplett überflutet – im Herbst stand dann fest, dass wegen des enormen Renovierungsbedarfs ein Ortswechsel vollzogen werden musste.

Fünf Männer und eine Frau der ursprünglich siebenköpfigen Wohngruppe fanden in Pesch (Gemeinde Nettersheim) zum passenden Zeitpunkt eine neue Heimat. „Das bestehende Mobiliar einschließlich der Küchen und das Inventar waren durch die Flutkatastrophe zerstört, die gesamten Erdgeschosse in den Gebäuden samt Inhalt durchspült und verschlammt“, berichtet Thomas Hochgürtel: „Die »Aktion Mensch« hat uns geholfen – und die Neueinrichtung in Pesch mitfinanziert. Dafür sind wir und die Klienten der Wohngemeinschaft außerordentlich dankbar!“

Auch im neuen Zuhause erhalten die Klienten weiterhin die regelmäßige und strukturierte Betreuung durch die Fachkräfte des Hauses Sonne, die durch Gespräche und Anleitungen für die Weiterentwicklung beziehungsweise den Erhalt sozialer und lebenspraktischer Fähigkeiten sorgen. „Wichtig sind dabei auch Regeln und angemessene Strukturen in der Wohngemeinschaft“, heißt es dazu aus dem Team des Ambulant Betreuten Wohnen.

Modernste Kommunikationstechnik

So leben die Klienten gemeinsam in der Umgebung eines idyllischen Eifeler Wohngebiets, üben das soziale Miteinander unter bestimmten Rahmenbedingungen, halten sich an gemeinsame Strukturen und gehen mit Unterstützung der fachlichen Betreuung weitestgehend selbstbestimmt durchs Leben.

Betreuer wie Betreute bedienen sich dazu seit kurzem modernster Kommunikationstechnik. Der gesamte Wohnverbund ist digital vernetzt. Die Betreuer des Ambulant Betreuten Wohnens dokumentieren mobil über Laptops die Leistungen und zugehörige Berichte.

Eine einheitliche Betreuungssoftware und ein digitales Qualitätsmanagementsystem für alle Bereiche des Wohn- und Betreuungsverbundes machen Ergebnisse sowie vorhandene Informationen und Dokumente in Echtzeit von überall her abrufbar.

Die Klienten der so genannten „Anbieterverantworteten Wohngemeinschaften“ haben in einem abschließbaren Schrank in einem Gemeinschaftsraum ein gemeinschaftliches Tablet, mit dem sie Kontakt zu Freunden und Angehörigen in aller Welt halten können – oder auch nach Vereinbarung bzw. momentan beispielsweise aufgrund von Corona-Symptomen oder einer Quarantäne mit den Fachkräften kommunizieren können. Laut Nutzungsvereinbarung muss das Tablet im Schränkchen eingeschlossen und aufgeladen werden, wenn es gerade nicht genutzt wird.

Mit Förderung der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und Projektunterstützung des Forschungszentrums Jülich konnte das gesamte Digitalisierungsprojekt „Nie mehr allein“ – Betreuung, Angebot und Soziale Teilhabe über digitale Lösungen mit Fachpersonal, Angehörigen und Freunden unter dem Förderaufruf „Zugänge erhalten – Digitalisierung stärken“ in die Tat umgesetzt werden. Maike Seidenfaden: „Über diesen Zugewinn für alle Beteiligten gilt den Förderträgern ein außerordentlicher Dank.“

Organisationsmitarbeiter Thomas Hochgürtel ist glücklich über die fortschreitende Digitalisierung, die die Arbeit einfacher und schneller mache: „Qualitätssicherung ist uns sehr wichtig!“ Das gelte für alle fünf Bereiche des Wohn- und Betreuungsverbundes „Haus Sonne“, die „Besonderen Wohnformen“ in Bad Münstereifel und Schönau, das „Ambulant Betreute Wohnen“, das Büro für Betreuungen und das „Servicewohnen für Senioren“.

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Jugendmonitor 2022 im Kreis Mayen-Koblenz startet

Region/Mayen-Koblenz – Fragen beantworten und Tickets für Rock am Ring 2023 gewinnen. Wie ticken die Jugendlichen in Mayen-Koblenz? Genau das möchte der Landkreis mit der groß angelegten Online-Umfrage Jugendmonitor in Erfahrung bringen, um besser auf die Bedürfnisse der jungen Generation eingehen zu können. Mitmachen können alle Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren, die im Landkreis Mayen-Koblenz leben. Unter den Teilnehmern werden attraktive Preise verlost – unter anderem Tickets für Rock am Ring 2023.

Der Jugendmonitor ist ein Forschungsprojekt des Landkreises, in dem herausgefunden wird, wie die aktuellen Orientierungen und Zukunftspläne von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Landkreis aussehen. Zuletzt wurde dieser 2017 erhoben. Die quantitative und qualitative Studie soll zeigen, ob junge Menschen den Landkreis verlassen, weil sie von den guten Zukunftschancen vor Ort nichts wissen oder andere Gründe dafür haben. Außerdem bringt der Jugendmonitor Aufschluss über die Entscheidungsprozesse junger Menschen bezüglich ihrer Zukunft im Landkreis und wie sie sich über ihre berufliche Zukunft informieren.

Nur in Zusammenarbeit mit den jungen Menschen aus dem Landkreis Mayen-Koblenz können zielgruppenspezifische Veränderungen und Angebote angestoßen werden. Daher sind alle jungen Menschen aus MYK zwischen 15 bis 25 Jahren aufgerufen, sich zu beteiligen. Die Beantwortung der Umfrage dauert circa acht Minuten. Zwischen allen Teilnehmenden werden als Dankeschön neben zwei Tickets für das Musikfestival Rock am Ring 2023, ein Rundflug für zwei Personen über die Region Mayen-Koblenz sowie ein Gutschein für den Freiraum Kletterwald Sayn oder Vulkanpark für zwei Personen verlost.

Link zur Umfrage: https://survey.lamapoll.de/jugendmonitor-myk

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Enge Zusammenarbeit von Hilfs-Organisationen und Wohlfahrts-Verbänden im Ahrtal

Bad Neuenahr-Ahrweiler – „Nicht nebeneinander, sondern in Gemeinschaft schaffen wir mehr für die Menschen“, da waren und sich alle einig. Im September 2021 kam man erstmals zusammen – seitdem treffen sich die Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände AWO, ASB, Stiftung Bethel, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Ahrweiler e. V., Diakonie und Diakonie Katastrophenhilfe, Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V., Johanniter und Malteser Fluthilfe einmal monatlich, um Projekte und Aktionen rund um die Fluthilfe abzustimmen und zu organisieren. Die Idee, Kräfte zu bündeln, um gemeinsam für Flut-Betroffene da zu sein, hatten Richard Stahl, Geschäftsführer der Caritas Rhein-Mosel-Ahr, und Siglinde Hornbach-Beckers, Fachbereichsleitung Jugend, Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung Ahrweiler.

Die Zielsetzung der Zusammenarbeit ist klar abgesteckt: Allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis soll so einfach wie möglich vermittelt werden, wo sie welche Hilfsangebote bekommen. „Zudem tauschen sich die Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände über ihre Aktivitäten im Ahrtal aus, damit nichts doppelt gemacht wird und man direkt erkennt, an welchen Stellen man durch eine Kooperation das Hilfsangebot noch verbessern kann“, sagt Richard Stahl Geschäftsführer der Caritas Rhein-Mosel-Ahr. „So erfahren wir auch untereinander von verschiedenen Bedürfnissen und Bedarfen der Bürgerinnen und Bürger, von Fragen des Wohnens bis zu einem offenen Ohr, und können dann zielgerichtet darauf reagieren.“

Die Austauschrunde hat sich nach neun Monaten zu einem praktikablen und hilfreichen Arbeitsweg entwickelt. Situationsbezogen und immer aktuell werden akute Themenfelder der Betroffenen besprochen und Lösungsschritte entwickelt. Aus dieser Erfahrung und Runde heraus hat sich inzwischen ein Arbeitskreis zum Thema ‚Netzwerk-Wohnen‘ gebildet.

„Diesen Weg möchten wir auch zukünftig weitergehen, denn nur gemeinsam ist es zu schaffen“, betonen alle Kooperationspartner anlässlich des Jahrestags der Flutkatastrophe und bieten an ihren bekannten Standorten Raum und Gelegenheit für Gespräche, Austausch sowie Zeit zum Innehalten an.