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Bei Wasser-Entnahme droht hohes Bußgeld im Kreis Euskirchen

Euskirchen – Die Bäche im Kreisgebiet Euskirchen leiden nach den geringen Niederschlägen der letzten Wochen und Monate unter der zunehmenden Trockenheit. Aufgrund des ausgebliebenen Regens führen die Bäche immer weniger Wasser, stellenweise sind Gewässerabschnitte bereits trockengefallen. Regionale Schauer und Gewitter verbessern die Lage höchstens kurzfristig. Umso problematischer sind in der jetzigen Zeit die verstärkten und größtenteils unzulässigen Wasserentnahmen aus Bächen, Seen und Teichen, zum Beispiel zum Bewässern des eigenen Gartens.

Die Untere Wasserbehörde des Kreises Euskirchen weist darauf hin, dass diese Wasserentnahme lebensbedrohlich für die in den Gewässern lebenden Tiere und Pflanzen sein kann. Besonders bei der zusätzlichen Entnahme aus kleinen Bachläufen ist die zu Verfügung stehende Wassermenge schnell erschöpft. So ist für die Lebewesen im oder am Gewässer nicht mehr ausreichend Wasser übrig, was kurz- bzw. mittelfristig zu großen ökologischen Schäden führt.

Der Kreis weist deshalb im Interesse des Gewässerschutzes noch einmal auf die bestehende Rechtslage hin: Das Entnehmen von Wasser aus oberirdischen Gewässern bedarf nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen grundsätzlich einer wasserrechtlichen Erlaubnis, die vorher zu beantragen ist. Wer zum Beispiel Wasser abpumpt, um den Garten zu bewässern, der kann mit einem hohen Bußgeld belangt werden – im Einzelfall bis zu 50.000 Euro. Entsprechende Kontrollen werden zurzeit bereits durchgeführt.

Die Untere Wasserbehörde des Kreises Euskirchen bittet zudem eindringlich darum, auch die (erlaubte) Wasserentnahme durch das Schöpfen mit „Handgefäßen“ zu dieser warmen Jahreszeit einzustellen.

 

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GKV-Finanzgesetz – An Apotheken zu sparen ist versorgungs- und patientenfeindlich

Region/Berlin – Deutschlands 18.000 Apotheken mit ihren 160.000 Beschäftigten weisen die neuen Sparpläne der Bundesregierung an der lokalen Arzneimittelversorgung scharf zurück. Die Apotheken fordern stattdessen Planungssicherheit und eine angemessene Vergütungsanpassung aufgrund drastisch gestiegener Kosten. Die Apotheken vor Ort haben bewiesen, dass sie für ein krisenfestes Gesundheitswesen unverzichtbar sind. Das muss politisch jetzt endlich honoriert werden. Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „Das ist ein Schlag ins Gesicht für jede Apothekerin und jeden Apotheker. Die Bundesregierung will den Apotheken das Honorar kürzen durch eine Erhöhung des Apothekenabschlags um etwa 13 Prozent. Das bedeutet für zwei Jahre einen Sparbeitrag der Apotheken von ungefähr netto 240 Millionen Euro. Für alle engagierten Apothekerinnen und Apotheker, gerade auch für den dringend benötigten Nachwuchs, ist das eine schallende Ohrfeige.“

Overwiening: „Die Apotheken haben in den beiden vergangenen Jahren unzählige Sonderaufgaben übernommen, um Deutschland gut und sicher durch die Corona-Pandemie zu bringen. Nun können, wollen und müssen die Apotheken sich endlich wieder ihren Kernaufgaben zuwenden, sollen aber durch rigide Sparmaßnahmen bestraft werden. Dieses Vorhaben ist absolut versorgungs- und patientenfeindlich! Die Apotheken vor Ort arbeiten hoch effizient und ihr Anteil an den Ausgaben der Krankenkassen ist inzwischen auf nur noch 1,9 Prozent gesunken. Das Apothekenhonorar ist trotz steigender Inflation seit fast 10 Jahren eingefroren. Wenn der Bundesgesundheitsminister die Apotheken nun zugleich für ihre bisherigen Pandemie-Leistungen und neu eingeführten Pharmazeutischen Dienstleistungen lobt, zeigt das bloß die Absurdität dieser Sparpläne.“

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„Grube Günnersdorf“ ausgezeichnet

Mechernich – Barrierefrei und glücklich: Das Mechernicher Bergbaumuseum „Grube Günnersdorf“ unter dem Vorsitzenden Günter Nießen ist mit der Urkunde „Information zur Barrierefreiheit“ ausgezeichnet worden. Verliehen wird die entsprechende, bundesweite Kennzeichnung “Reisen für Alle“ durch den Verein „Deutsches Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V.“, welcher durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird.

Nun ist das Museum dazu berechtigt, im Zeitraum von Juli dieses Jahres bis Juni 2025 die Auszeichnung „zu führen und vertragsgemäß zu nutzen“.

„Herzlichen Glückwunsch zur abgeschlossenen Zertifizierung“, betonte auch Tanja Theißen, „Projektmanagerin für barrierefreien Tourismus 2.0“ des „Naturpark Nordeifel e.V.“, welche Rolf Schrader, Geschäftsführer des „Deutsches Seminar für Tourismus Berlin e. V.“ und Dominik Hosters, Geschäftsführer des „Naturpark Nordeifel e.V.“ höchstselbst unterzeichneten.

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Nacht der Vulkane-Highlight-Abschluss-Wochenende in Mendig 2022 ohne Feuerwerk

Mendig – Das Programm läuft wie geplant, allerdings muss aus Brandschutzgründen auf das Höhenfeuerwerk verzichtet werden. Besucher dürfen sich auf 5 Bands rund um den einzigartigen Steinkreisel in der Mendiger Brauerstraße freuen. Heute kaum mehr vorstellbar, erschütterte die Kraft des größten Vulkans Mitteleuropas vor 13.000 Jahren die hiesige Region. Der Laacher-See-Vulkan erhob sich mit magmatischer Gewalt und prägte so eine bis heute einzigartige Landschaft.

Motivation genug für die „Arbeitsgemeinschaft Laacher See“, bestehend aus den Verbandsgemeinden Brohltal, Mendig und Pellenz, der Stadt Mendig, der Ortsgemeinde Nickenich und der Abtei mit Seehotel Maria Laach, ein gemeinsames touristisches und kulturelles Programm zu veranstalten, welches am kommenden Freitag und Samstag seinen Höhepunkt in Mendig finden wird.

Am Freitagabend, 29. Juli, wird die Band „Völkerball – A Tribute to Rammstein“ mit einer einmaligen Lichtshow und brillanten Pyroeffekten das Publikum zum Beben bringen. Bereits zuvor wird die frische Vorband „Badeverbot“ die Stimmung ab 20 Uhr für einen stimmungsvollen Abend anheizen. Tickets gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.ticket-regional.de. Tageskarten sind ebenfalls an der Abendkasse vor Ort verfügbar.

Die große Vulkanparty am Samstag, 30. Juli, mit RPR1.-Bühne, fabelhaftem Programm, Live-Musik und einer spektakulären Feuershow des Feuerkünstlers Lemmi startet ab 18:30 Uhr mit der Band Strange Wars. Ihr folgt Europas gefragteste Coldplay Tributeband „Goldplay“, die mit Emotionen, Show und Musikalität ein erstklassiges Konzerterlebnis für alle Coldplay Fans hinlegen werden. Um 22 Uhr heißt es dann Bühne frei für „John Diva & the Rockets of Love“. Seit der Ära der großen Rockbands der 80er Jahre hat es wohl kein kraftvolleres und ambitionierteres Format gegeben. John Diva ist geborener Entertainer und überragendes Gesangstalent. Als Coach, Trainer und Songwriter hat er bereits für die Größen der Musikgeschichte wie Bon Jovi, Aerosmith, Kiss, Van Halen, Guns N‘ Roses und viele andere gewirkt. In einer mitreißenden Performance bringen er und seine „Rockets“ die größten Hits der weltweit angesagtesten Rockbands auf die Bühne.

In enger Abstimmung mit der Feuerwehr kann das Programm planmäßig durchgeführt werden, lediglich auf den pyrotechnischen Vulkanausbruch mit Feuerwerk muss aufgrund der anhaltenden Trockenheitsperiode und der daraus folgenden, nicht auszuschließenden Brandgefahr verzichtet werden. Die Besucher können sich jedoch als Ersatz für diesen Programmpunkt auf ein weiteres Überraschungs-Highlight im Laufe des Abends freuen. Wir hoffen hier sehr auf das Verständnis der zahlreichen Besucher und versprechen, dass das Programm auch ohne das traditionelle Abschlussfeuerwerk magmatisch gut wird!

Weitere Infos unter: www.nacht-der-vulkane.de

 

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Wahl-Versammlung der VDS-Region Eifel am 27. August in Daun

Daun – Professor Dr. Walter Krämer lädt alle Vereinsfreunde
in Absprache mit Regionalleiter Albert Igelmund zu einer Regionalversammlung am Samstag, 27. August 2022 um 18:00 Uhr ins Forum, Raum Wehrbüsch, Leopoldstraße 5 in Daun ein.

Tagesordnung:
1. Eröffnung und Begrüßung
2. Wahl von Regionalleiter, Stellvertreter und weiteren Delegierten
3. Vortrag Prof. Krämer: „Gendersprache – Brücke oder Bremse zur vollen Gleichberechtigung der Frauen“.
4. Aussprache

Zu 2.: Ihr bewährter Regionalleiter Albert Igelmund will auf meine Bitte wieder kandidieren. Das muss aber niemanden abhalten, es ihm gleichzutun. Auch für die Stellvertretung kandidiert wieder Frau Beate Härig-Dickersbach. Gesucht werden auf jeden Fall noch weitere Delegierte für die jährliche Bundesdelegiertenversammlung. Die nächste ist im September in der schönen Lutherstadt Wittenberg.

Interessenten können sich vorab bei mir melden oder auch auf der Versammlung ihr Interesse bekunden. Wie auch immer, ich hoffe, möglichst viele von ihnen am 27. August wiederzusehen oder erstmals persönlich kennenzulernen.

Vielleicht ist ja auch einer meiner Freunde aus Kinder- und Jugendzeiten dabei – ich bin im heutigen Kreis Daun, in Ormont, geboren und freue mich sehr auf diesen Besuch in der alten Heimat.

Ihr Vereinsvorsitzender
Professor Dr. Walter Krämer.
PS: bringen Sie gerne auch Gäste mit, je mehr desto besser

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Jett op de Uhre – Weiter geht´s mit den „Nachrichten op Platt“

Mechernich/Euskirchen – Schon seit Mai gibt es den „Podcast op Platt“ der Mechernicher Agentur ProfiPress. Immer mal wieder erscheinen hier „Nachrichten op Platt“, gesprochen von Manfred Lang, der die neuesten Ereignisse aus Mechernich, dem Kreis Euskirchen und der Eifel in echter, traditioneller Mundart wiedergibt.

Diesmal geht´s um den Baubeginn am Parkplatz der alten Schule in Bleibuir und um das Maislabyrinth des Krewelshofes Eifel, das in den Sommerferien kostenlos besucht werden kann.

Hier geht´s zur neuesten Folge auf www.ProfiPress.de:

https://profipress.de/podcast/nachrichten-vom-26-juli

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Brunnenanlagen in der Stadt Mayen werden abgeschaltet

Mayen – Aufgrund des andauernden Ukrainekrieges und dem damit verbundenen Gasembargo ist auch die Stadt Mayen gezwungen Maßnahmen zu ergreifen, die den Energieverbrauch reduzieren. Aber nicht nur die Energieeinschränkungen stellen ein großes Problem dar, sondern auch die aktuelle Wetterlage gibt zusätzlichen Anlass, Wasser einzusparen.

Aus diesem Grund werden alle Brunnen in der Innenstadt, mit Ausnahme der Brunnen in der Brückenstraße, bis auf weiteres abgestellt. Die Abschaltung des Marktbrunnens ist zusätzlich erforderlich, da dort derzeit erhebliche technische Probleme bestehen und eine Sanierung erforderlich ist. Die Stadtverwaltung wird zeitnah eine Firma beauftragen, die sich mit der Problematik befasst.

Des Weiteren ist der Wasserspielplatz neben dem Marktbrunnen defekt. Nach erfolgter Reparatur wird dieser jedoch wieder zur uneingeschränkten Nutzung zur Verfügung stehen. Die Stadtverwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger um ihr Verständnis und Rücksichtnahme.

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Lesung mit Stefanie H. Martin in der Stadtbücherei Alsdorf am Donnerstag 28. Juli – Anmeldung erforderlich

Alsdorf – Die Düsseldorfer Autorin Stefanie H. Martin wird bei einer Lesung zu Gast in der Stadtbücherei Alsdorf sein. Am Donnerstag, 28. Juli, beginnt der Abend mit ihr um 19.30 Uhr in der Bücherei auf der ersten Etage der Stadthalle am Denkmalplatz.

„Eine Frau braucht Geld und ein Zimmer für sich allein, wenn sie Bücher schreiben möchte“ – so forderte es einst Virginia Woolf in ihrem Essay, „Ein Zimmer für sich allein“, der zu einem Manifest des Feminismus geworden ist. Wie wohl kaum eine andere Schriftstellerin hat Virginia Woolf darum gerungen, mit ihren Romanen ihre eigene Stimme zu finden, die Art und Weise des Erzählens zu revolutionieren und trotzdem als Schriftstellerin unabhängig zu bleiben von den Mechanismen des Buchmarktes – und das in einer Zeit, in der es noch verpönt war, wenn Frauen mit geistiger Arbeit Geld verdienten. Sie hatte gute Gründe dafür, sich gegen die Vorherrschaft der Männer aufzulehnen – sowohl in künstlerischer Hinsicht als auch privat. Diese private, oft von Krisen durchschüttelte Welt der berühmten Schriftstellerin erkundet die Düsseldorfer Autorin Stefanie H. Martin in ihrem neuen Roman „Virginia“ und die neue Zeit, der den Auftakt bildet zu einer Romansaga „Die Liebenden von Bloomsbury“ rund um Virginia Woolf und ihren Bloomsbury Kreis.

„Ich wollte die Frau kennenlernen, die hinter der Ikone steckt, und entdeckte in Virginia Woolf nicht nur eine überraschend lebenshungrige und humorvolle Persönlichkeit, sondern eine ganze Gruppe von geistig brillanten Menschen, deren Witz und Originalität mich absolut begeistert hat “, so Stefanie H. Martin über ihre Arbeit an der Saga. Die stellt sie nun auch in Alsdorf vor.

Gefördert wird die Lesung im Rahmen der Aktion „Neu Start Kultur“ von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Der Eintritt ist kostenlos, allerdings ist eine Anmeldung unter 02404/93950 oder per Mail unter stadtbuecherei@alsdorf.de notwendig. (apa)

 

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Neue Beauftragte für Migration und Integration im Landkreis Vulkaneifel

Daun – Im Landkreis Vulkaneifel leben über 6.000 Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit. Gemessen an der Gesamtbevölkerung im Kreis von 60.882  Personen entspricht dies einem Anteil von rund 10 Prozent. All diese Menschen bereichern den Landkreis Vulkaneifel und machen ihn bunter und lebendiger. Damit sich diese Menschen in einem für sie fremden Land mit unbekannter Sprache und Kultur zurechtfinden, kommt der sozialen und kulturellen Integration eine enorme Bedeutung zu.

Um die Integrationsarbeit im Landkreis zu bündeln, zu vernetzen und zu koordinieren, beruft der Kreistag des Landkreises Vulkaneifel auf Vorschlag der Landrätin für die Dauer seiner gesetzlichen Wahlzeit eine/einen Beauftragte/n für Migration und Integration. Für den Landkreis nahm bisher die gebürtige Französin Celine Reineke aus Daun diese Aufgabe wahr. Sie wurde von ihrer Stellvertreterin Lidija Gensirovskij unterstützt. Da Celine Reineke ihr Amt niedergelegt hat, hat der Kreistag in seiner Sitzung im Juni 2022 Maaike Thijs aus Kopp als als Beauftragte für Migration und Integration ab dem 01.07.2022 bestellt. Ebenfalls ab dem 01.07. wurde Haya Zarnaji, 54550 Daun, als weitere Stellvertreterin bestellt. Landrätin Julia Gieseking dankte Celine Reineke für die jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Menschen mit Migrationshintergrund im Landkreis Vulkaneifel. Gleichzeitig gratulierte sie den neuen Beauftragten zu ihrer Bestellung.

Zu den Schwerpunktaufgaben der Beauftragten für Migration und Integration zählt unter anderem die Hilfestellung bei der Orientierung in der neuen Heimat. Darüber hinaus versteht sie sich auch als Anlaufstelle der Menschen bei familiären und schulischen Problemen sowie für den Kontakt mit Behörden und zur Überwindung von Sprachbarrieren.

Sollten Sie Fragen zum Thema Integration haben, können Sie sich gerne an die ehrenamtlich Beauftragte für Migration und Integration des Landkreises Vulkaneifel, Maaike Thijs, Tel.: 06594-180115 wenden

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Aktion am letzten Schultag in Wittlich möchte Jugendlichen Mut machen

Wittlich/Trier – Kühle Getränke, ein Strohhalm aus Edelstahl und ein gelbes Rezeptheft – damit sind viele Kinder und Jugendliche der weiterführenden Schulen in Wittlich am 22. Juli in die Sommerferien gestartet. „Lass dich nicht von deinen Noten aussaugen“ war die Botschaft der Aktion, die darauf aufmerksam machen soll, dass Schülerinnen und Schüler mehr sind als ihr Zeugnis.

In Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist am 22. Juli der letzte Schultag vor den Sommerferien zu Ende gegangen. Damit die Schülerinnen und Schüler gestärkt in die Ferien gehen, haben sich der Pastorale Raum Wittlich, die Kirche der Jugend Marienburg, die Suchtprävention des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e.V., der Arbeitskreis Jugendschutz/Suchtprävention und die Schulsozialarbeit der Wittlicher Schulen gemeinsam mit einigen Jugendlichen etwas ganz besonderes überlegt: An drei Stationen verteilten sie nach Schulschluss Strohhalme aus Edelstahl und „Cocktail“-Rezepte. „Lass dich nicht von deinen Noten aussaugen“ war die Botschaft der Aktion #mehralsmeinzeugnis, die es seit etwa 10 Jahren an den weiterführenden Schulen in Wittlich gibt.

Die 14-jährige Nele geht in die neunte Klasse des Cusanus-Gymnasiums. Sie war in diesem Jahr zum ersten Mal an den Vorbereitungen beteiligt. „Eine wichtige Aktion“, findet sie. „Ich war direkt dabei, als ich gefragt wurde, ob ich mitmachen möchte. Dafür habe ich sogar meine Reitstunde abgesagt.“ Die Vorbereitungsgruppe, an der auch Schülerinnen und Schüler weiterer Schulen beteiligt waren, habe sich an mehreren Nachmittagen getroffen, um die Aktion zu planen. Von den Jugendlichen sei auch die Idee mit den Strohhalmen gekommen, erklärt Armin Surkus-Anzenhofer. Der Pastoralreferent betreut die Aktion #mehralsmeinzeugnis schon von Anfang an. Ihm ist wichtig: „Kinder und Jugendliche sind viel mehr als ihre Noten.“ Besonders am letzten Schultag vor den Ferien sollten sie nicht auf ihr Zeugnis reduziert werden.

Die „Cocktail“-Ideen dachten sich ebenfalls Schülerinnen und Schüler aus. Dabei geht es in erster Linie nicht um Zutaten für süße Mischgetränke, sondern um Ideen für schöne Ferien, für gute Laune, für aktive Tage, für lustige Treffen mit Freundinnen und Freunden, zum Kopf-frei-kriegen und zum Chillen, die von den jungen Leuten vorbereitet und selbst ergänzt werden können. „Lass dich nicht von deinen Noten aussaugen! Gönn dir lieber einen ‚Cocktail‘ …“, heißt es auf dem gelben Rezeptheftchen, das zusammen mit den nachhaltigen Edelstahlstrohhalmen verteilt wurde.

Die Strohhalme samt Rezepten gab es am letzten Schultag in Wittlich am Eventum, am Busbahnhof ZOB und am Peter-Wust-Gymnasium. (ia)