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A-Junioren – Kleinere Staffeln auf Kreisebene im Fußball-Verband Rheinland

Region/Koblenz – Neue Maßnahmen des Verbands-Jugendausschusses im Bereich der A-Junioren: Ab sofort werden die Staffelgrößen auf Kreisebene reduziert – pro Staffel sind nunmehr acht oder neun Mannschaften aktiv, die meisten Spieltage werden zu Beginn der Saison bis November 2022 gelegt. Darüber hinaus werden im Frühjahr 2023 weitere fünf oder sechs Spieltage angesetzt. „Bei den A-Jugendlichen mussten wir leider immer wieder rund ein Dutzend Mannschaftsabmeldungen während der Saison verzeichnen, meist zu Beginn des neuen Jahres“, sagt Peter Lipkowski, Vizepräsident Jugend des Fußballverbandes Rheinland. „Ob Freundin, Schulabschluss, Beruf, größere persönliche Flexibilität oder auch die Unzufriedenheit mit Trainer und Verein: Die Gründe dafür waren und sind vielfältig.“

Also stellte der Verbandsjugendausschuss intensive Überlegungen an, wie Vereinen, Mannschaften und Spielern entgegengekommen werden kann. Das Ergebnis sind die kleineren A-Jugend-Kreisstaffeln, die viele Vorteile mit sich bringen. So wird die Anzahl der Spieltage nun überschaubar sein, sodass Jugendliche auch im Seniorenbereich eingesetzt werden können, ohne dass eine Überlastung der Spieler droht und eine Mannschaft abgemeldet werden muss. Zudem werden die Fahrten zu Auswärtsspielen kürzer, und es gibt einige spielfreie Wochenenden. „An diesen freien Wochenenden bieten wir eine A-Jugend-Sonderrunde an, die Teilnahme ist freiwillig. Die Gruppen bestehen aus vier oder fünf Mannschaften, wobei wir die Mannschaftsstärke bei der Einteilung berücksichtigen werden“, sagt Lipkowski. „Mit diesen Maßnahmen möchten wir jenen Vereinen helfen, die einen dünnen A-Jugendkader haben, möchten aber auch weitere Spielmöglichkeiten für diejenigen bieten, die einen ausgedehnten Spielbetrieb brauchen und wollen. Wichtig war uns, dass trotzdem weiterhin allen Vereinen Spielmöglichkeiten geboten werden – dies ist uns auf diesem Weg gelungen.“

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Live-Schafschur in der Kita „Kastanienlaube“ Blankenheim-Ripsdorf

Blankenheim-Ripsdorf – Ungewöhnlicher Besuch in der Rotkreuz-Kita „Kastanienlaube“: Schäferfamilie Strack aus Alendorf. Mit brachten sie ein Lamm und zwei Schafe, wovon eines schon geschoren war. Bei der Schur des zweiten durften die Kinder und Mitarbeiterinnen dann sogar live zuschauen. Sie waren sich schnell einig: „Wir hatten einen sehr interessanten und lehrreichen Vormittag!“

Im Anschluss durften alle die mochten die Schafe streicheln und den Unterschied zwischen Schafswolle und Geschoren erfühlen. Fazit: Die geschorene Wolle roch nicht ganz so gut und fühlte sich etwas fettig an.

Als Schäfer Strack dann schließlich betonte, man könne die Wolle als Schutz im Blumenbeet gebrauchen, durfte die Kita sie für die eigene Schmetterlings- sowie Blumenwiese und das Hochbeet behalten.

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1,2 Millionen Euro-Bauprojekt – Mechernicher Straße „Peterheide“ soll ab 8. August saniert werden

Mechernich – Die Straße „Peterheide“ in Mechernich wird ab Anfang August auf einer Strecke von 320 Metern vollausgebaut. Daher trafen sich einige der an dem rund 1,2 Millionen Euro-Bauprojekt beteiligten Parteien zu einem Anlaufgespräch vor Ort. Das Ergebnis: Man sei zuversichtlich, schon am Montag, 8. August, mit den Arbeiten beginnen zu können.

Die Sanierung beinhaltet das Verlegen eines neuen Mischwasserkanals mit Rückhaltung, Trinkwasser- und Gasleitungen, Glasfaserkabel, die Installation neuer Straßenbeleuchtung und einen Vollausbau der Straße auf der Länge bis hin zum Gelände, das derzeit von der RVK genutzt wird – so die Zuständigen gegenüber dem Mechernicher Bürgerbrief.

Dabei waren Andreas König, Teamleiter für Straßen und Öffentliche Grünflächen bei der Mechernicher Stadtverwaltung, Werner Regh, einer der Geschäftsführer der „M&R Ingenieurgesellschaft“, Jochen Hochgürtel, Bauingenieur und Bauleiter bei der beauftragten Floisdorfer Baufirma „Schilles“ und einer der beiden Geschäftsführer der Firma, Peter Schilles. Beteiligt ist auch die Firma „E-regio“ (Gasleitungen und Straßenbeleuchtung) sowie die „Telekom“ (Glasfaserkabel).

„Das Material ist geordert und steht auf Abruf zur Verfügung, nur Personal und Geräte sind aufgrund der aktuellen Lage noch schwer zu bekommen“, so Andreas König. Er erklärte: „Sobald begonnen, werden wir die Engstellen an denen wir arbeiten, möglichst geringhalten und diese auch Stück für Stück wieder freigeben, um damit den Anliegerverkehr der hier ansässigen Firmen weiterhin zu ermöglichen.“

Man rechne mit ungefähr sieben Monaten, die das Sanierungsprojekt voraussichtlich in Anspruch nehmen werde, um somit Anfang des nächsten Jahres fertig zu sein. Begonnen haben die Planungen bereits 2019, die Kosten belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

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Internationale Künstlerin stellt bei „Kunst & Kultur in Wittlich aus

Wittlich – Seit Mitte Juli sind die neuen Ausstellungsstücke in den Schaufenstern der Außenstelle, ehemalige Commerzbank Burgstraße sowie im Foyer des Rathauses der Verbandsgemeinde Wittlich-Land“ zu bewundern.

Die niederländische Künstlerin Liesbeth Johnson-Kampen qualifizierte sich früh für die renommierte Kunstakademie in Maastricht und arbeitete im Anschluss für eine Grafikagentur in Essen.
Nachdem ihre Gemälde von einem dort ansässigen Finanzhaus entdeckt und erstmalig ausgestellt wurden, folgten weitere Ausstellungen in den Niederlanden.

Von Kunsthändlern bewundert, findet man ihre Gemälde fortan auch in Kanada und Amerika. Als Liesbeth Johnson-Kampen 1996 mit ihrer Familie nach Großbritannien zieht, werden auch dort ihre Werke entdeckt und auf Nachfrage des Krankenhauses in Tunbridge Wells, Kent, ein Bild für ihre Traumabteilung, wo sich traumatisierte Frauen nach einer Fehlgeburt erholen, zu fertigen, überlässt sie dieses als Geschenk.

1999 kehrt Johnson-Kampen in die Niederlande zurück und entscheidet sich nach sechsjähriger Tätigkeit im Einzelhandel für die Selbstständigkeit mit einem Textildruck-Geschäft, dass sie bis zum Eintritt des Rentenalters erfolgreich mit ihrem Mann führte.
Nach ihrem Umzug 2012 nach Üttfeld/Binscheid hatte Liesbeth Johnson-Kampen die Möglichkeit, ihr eigenes Atelier einzurichten, in dem sie seither einzigartige Gemälde kreieren kann.

Ihre Werke sind noch bis Mitte September in den Räumlichkeiten der Verbandsgemeindeverwaltung Wittlich-Land ausgestellt.

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Tennis-Feriencamp des „TC Blau-Gold Kommern e.V.“ erfolgreich zu Ende gegangen

Mechernich-Kommern-Süd – Endlich konnte der „Tennis-Club Blau-Gold Kommern“ wieder die Tore zu seinem traditionellen Tennis-Feriencamp auf seiner Kommern-Süder Anlage öffnen. 31 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis 15 Jahren verbrachten dort bei schönstem Sommerwetter fünf Tage voller Sport, Spiel und Spaß.

Dabei begann jeder Tag mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem sich Kinder und Betreuer kennenlernen konnten. „Dies trug maßgeblich dazu bei, dass die Woche sehr harmonisch verlief“, wie der Verein betonte. Der abschließende Freitag war dann ganz dem Wettbewerb gewidmet. Für alle Alters- und Leistungsgruppen fanden kleine Turniere statt, alle Kinder erhielten im Anschluss Urkunden und die Siegerinnen und Sieger dazu noch kleine Preise.

„Gemeinnützige Vereine können derartige Veranstaltungen nur mit Unterstützung von Sponsoren auf solch einem hohen Niveau durchführen“, so die Verantwortlichen: „Auch in diesem Jahr wurden wir durch die Volksbank Euskirchen, vertreten durch Herrn Schmitz und Sandra Schumacher der Geschäftsstelle Mechernich, maßgeblich unterstützt. Ihr Engagement im Bereich »Verein und Gesellschaft« kann nicht hoch genug herausgestellt werden!“

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Kreissparkasse Mayen sponsert Mayen-Alzheim eine Seniorenbank

Mayen – Im Rahmen des Projektes „Bewegung in die Dörfer“ wurde in den letzten Tagen in Mayen-Alzheim,  gegenüber dem Dorfplatz, eine neue Seniorenbank aufgestellt. Gesponsert wurde diese von der Kreissparkasse Mayen. In den letzten Jahren konnte aufgrund der Corona-Pandemie keine Übergabe durch die Bewegungsgruppe stattfinden.

Nun konnte die Einweihung nachgeholt werden und Oberbürgermeister Dirk Meid, die Bewegungsgruppe, Vorstandsvorsitzender Karl-Josef Esch sowie Landrat Dr. Alexander Saftig trafen sich kürzlich und weihten die Seniorenbank in Alzheim gebührend ein. Die Kreissparkasse Mayen spendete darüber hinaus 100€ für Kaffee und Kuchen.

„Es freut mich sehr, dass wir eine weitere Seniorenbank in Mayen-Alzheim verzeichnen können, denn nun gibt es eine weitere Möglichkeit, insbesondere für die Senioren, sich in Alzheim zurückzuziehen und die Natur zu genießen, “ so Oberbürgermeister Dirk Meid.

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Niederzissen – Großbrand auf dem Abfall-Wirtschaftszentrum

Niederzissen/Ahrweiler – Feuerwehren aus dem Kreisgebiet im Einsatz − Anwohner werden zur Umsicht gebeten. Derzeit läuft ein Großeinsatz der Feuerwehren: Grund ist ein Großbrand der am Freitagabend gegen 21.30 Uhr auf dem Abfallwirtschaftszentrum „Auf dem Scheid“ in Niederzissen aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen ist. Ein Feuerwehrmann wurde beim Einsatz leicht verletzt und in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht. Vom Brand betroffen ist eine rund 35 x 60 Meter große Halle. Die Fahrzeuge des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) wurden nicht beschädigt. Im Einsatz sind rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren des gesamten Kreises Ahrweiler und der Feuerwehr Mendig (Kreis Mayen-Koblenz), die THW-Ortsverbände Ahrweiler und Sinzig, die Polizei sowie das DRK.

Die Anwohner im Bereich Burgbrohl, Niederzissen und Waldorf sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Gebäudelüftungsanlagen sollten abgestellt werden. Die umliegenden Straßen und Zufahrtswege zum Industriegebiet müssen für die Einsatzkräfte unbedingt freigehalten werden. Auch über die Warn-Apps Nina und KATWARN wurde die Bevölkerung gewarnt.

Wie die Feuerwehr mitteilt, besteht derzeit keine akute Gefährdung für die Bevölkerung, da der Brandrauch wetterbedingt senkrecht nach oben von der Brandquelle aufsteigt.

„Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir den Brand unter Kontrolle, werden aber natürlich die ganze Nacht im Einsatz sein. Wir gehen aktuell auch davon aus, dass der Einsatz aufgrund der vielen Glutnester vermutlich noch mehrere Tage andauern wird“, erklärt Frank Linnarz, stellvertretender Brand- und Katastrophenschutzinspekteur.

Die Technische Einsatzleitung des Kreises (TEL) unterstützt die Einsatzleitung Brohltal bei der Bekämpfung des Brandes. Auch Landrätin Cornelia Weigand ist vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen.

Das Abfallwirtschaftszentrum in Niederzissen bleibt vorerst geschlossen. Das Wertstoffzentrum Remagen-Kripp sowie das Umschlag- und Wertstoffzentrum Adenau-Leimbach öffnen regulär.

Die Kreisverwaltung dankt allen Einsatzkräften und wünscht dem verletzten Feuerwehrmann schnelle und gute Genesung.

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Bürgerservice der Kupferstadt Stolberg vergibt Termine jetzt online

Stolberg – Zum 1. August wird die Terminvergabe für das Bürgerbüro der Kupferstadt Stolberg bürgerfreundlich und komfortabel auf eine Online-Buchung umgestellt. Die Online-Terminvergabe ist unter https://termine.stolberg.de verfügbar. Termine können künftig ausschließlich online gebucht werden. Bereits telefonisch vereinbarte Termine für den Monat August behalten ihre Gültigkeit.

Die Online-Terminvergabe ist so gestaltet, dass automatisch der früheste verfügbare Termin angeboten wird. Sollte dieser nicht in Frage kommen, kann aus allen verfügbaren Terminen ein Wunschtermin gebucht werden. Wer gleichzeitig mehrere Anliegen im Bürgerbüro bearbeiten lassen möchte, kann die entsprechenden Dienstleistungen in der Auswahlmaske angeben. Nach erfolgter Reservierung erfolgt eine Terminbestätigung per E-Mail. Nach Verfügbarkeit werden tagesaktuell ab ca. 07:45 Uhr zusätzliche Termine für den Bürgerservice freigeschaltet.

Für Bürgerinnen und Bürger, die keinen Zugang zum Internet haben, steht das Team des Bürgerservice gerne unter der Rufnummer 02402 / 13 – 615 oder persönlich an der Information im Bürgerservice, Frankentalstraße 16, zu den üblichen Öffnungszeiten für eine Terminvergabe zur Verfügung.

Auch bei dringenden Anliegen bittet das Team des Bürgerservice um telefonische Kontaktaufnahme.

 

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Gefährdung von Verbrauchern durch verdorbene Lebensmittel in großer Menge verhindert

Bitburg – Weiterfahrt untersagt – 2,9 Tonnen Lebensmittel wegen nicht eingehaltener Kühltemperatur aus dem Verkehr genommen. Durch Einschreiten der Lebensmittelüberwachung der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm am 18. Juli konnte eine Gefährdung von Verbrauchern durch verdorbene Lebensmittel in großer Menge verhindert werden. Ein Lebensmittelgroßhändler im Eifelkreis Bitburg-Prüm setzte das Veterinäramt darüber in Kenntnis, dass bei einer Anlieferung von 2,9 Tonnen Tiefkühlware eine erheblich zu hohe Lagertemperatur festgestellt wurde. Der mit Back- und Fleischwaren beladene LKW einer deutschen Spedition aus Hessen wies bei einer ersten Überprüfung eine Kühlung von plus 5° C statt der vorgegebenen minus 18° C auf. Die portionierte und verpackte Ware war zur Weitergabe an Gastronomiebetriebe, vorwiegend im Eifelkreis, bestimmt.

Die Lebensmittelüberwachung des Veterinäramts informierte die Polizeiinspektion Prüm und bat im Rahmen der Amtshilfe darum, dem Fahrzeug bis zum Eintreffen der Lebensmittelkontrolleure die Weiterfahrt zu untersagen. Die lebensmittelrechtliche Kontrolle der transportierten 1730 kg Backwaren und 1175 kg Fleischwaren ergab Messungen zwischen minus 6° C und plus 3°C. Die Kühltemperaturaufzeichnung des LKWs bestätigte zudem, dass die Ware bereits am Vortag nicht mehr in erforderlichem Umfang gekühlt wurde.

Da somit die Kühlkette für längere Zeit unterbrochen und die Lebensmittelsicherheit nicht mehr gewährleistet war, wurde die fachgerechte Entsorgung der gesamten Ware angeordnet. Bei nicht ausreichend gekühlten Lebensmitteln besteht die Gefahr einer zu großen Belastung mit Mikroorganismen und einer möglichen Erkrankung der Verbraucher nach dem Verzehr. Angaben zum möglichen Grund für die zu hohe Temperatur machte die Spedition, die nun mit Konsequenzen rechnen muss, nicht. Die Kreisverwaltung dankt den Beamten der Polizei Prüm für die gute und zügige Zusammenarbeit.

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Vierspuriger Ausbau der Bundesstraße bei Kommern befindet sich auf der Zielgeraden

Mechernich – Vier Tage lang wird es noch einmal knifflig. Doch dann ist freie Fahrt in Sicht für alle, die die Bundesstraße 266/477 bei Kommern nutzen. Die Arbeiten am vierspurigen Ausbau, die im Mai 2021 begonnen wurden, befinden sich auf der Zielgeraden. „Wenn alles weiterhin gut läuft, sollten wir Ende Oktober fertig sein“, sagt Andreas Groß, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen.NRW. Anschließend steht dann noch der Anschluss des Radwegs von Eicks kommend auf dem Bauzeitenplan. Zudem werden anschließend einige Begrünungsmaßnahmen durchgeführt.

Aktuell wächst auf 500 Metern die Lärmschutzwand in die Höhe. Rund 100 Betonbohrpfähle wurden dazu in die Erde gebohrt. „Mit einem 90 Zentimeter großen Durchmesser und im Schnitt sechs bis sieben Meter tief“, erläutert Andreas Groß. An manchen Stellen ist die Wand 5,50 Meter hoch, um die Wohnbebauung effektiv vor dem Lärm zu schützen. Dort werden im oberen Bereich statt der grünen Alu-Elemente, Scheiben eingesetzt. Das lässt die Wand optisch kleiner erscheinen.

4,6 Millionen Euro Baukosten

Der Lärmschutz macht rund 1,2 Millionen Euro der prognostizierten 4,6 Millionen Euro Baukosten aus. Etwa 900 Meter Straßenbau beinhaltet das Projekt. Wenn die Lärmschutzwand fertiggestellt ist und die Bordsteine vor der Wand verlegt sind, ist die neue Asphaltschicht an der Reihe. Für diese Arbeiten im Knotenpunkt nach Eicks muss die
K 20 für vier Tage gesperrt werden. „Die zweite Septemberwoche ist dafür eingeplant, wir werden das aber rechtzeitig im Vorfeld noch einmal ankündigen“, erklärt Torsten Gaber, Pressesprecher von Straßen.NRW, Regionalniederlassung Ville-Eifel. Das ist der letzte kniffelige Akt in diesem Projekt, das mitunter einige Herausforderungen zu bieten hatte.

„Durch die Flut stand hier zwei, drei Monate alles still, weil wir die Baufirmen natürlich für die Instandsetzung der beschädigten Infrastruktur eingesetzt haben“, erläutert Projektleiter Andreas Groß. Wie so oft gab es auch auf dieser Baustelle Lieferengpässe bei den Bauteilen für die Lärmschutzwand, die den Zeitplan etwas durcheinandergewirbelt haben. „Außerdem haben wir uns intensiv mit dem Freilichtmuseum abgestimmt, um den Zu- und Abfluss des Verkehrs trotz Baustelle so reibungslos wie möglich zu gestalten“, sagt Andreas Groß. Dafür sei an Veranstaltungs-Wochenenden eine Baustellenampel installiert worden, auf die man in der Woche verzichtet habe, um die Bundesstraße als Verkehrsader leistungsfähig zu halten.

Intelligente Ampelschaltung

Das ist auch das Ziel der neuen Ampelanlage am Abzweig zur K20 nach Eicks, die auch von Besuchern des Freilichtmuseums genutzt wird. Die Ampelmasten stehen bereits. Berechnungen der Experten haben ergeben, dass eine Ampelanlage einer Kreisverkehrslösung deutlich überlegen ist. „Das ist insbesondere auch eine Frage der Verkehrssicherheit gewesen. Die Kreuzung war mitunter ein Unfallschwerpunkt“, sagt der Projektleiter des Landesbetriebs Straßen.NRW. Bei größeren Veranstaltungen des Museums war der Knotenpunkt zudem deutlich überlastet. Auch das soll mit der Ampelanlagen der Vergangenheit angehören.

Eine Anlage, die sehr intelligent programmiert werden muss und soll. „Denn Richtung Euskirchen kommen gleich zwei weitere Ampeln in kurzen Abständen. Diese drei Anlagen müssen unbedingt aufeinander abgestimmt werden, damit der Verkehr in beide Richtungen fließen kann“, sagt Andreas Groß. Zudem müsse auch der Radverkehr, der über den dann vollendeten Radweg von Eicks aus komme, in die Ampelschaltung integriert werden.

Gas- und Wasserleitung verlegt

„Stand heute“, so Andreas Groß weiter: „hat die Baumaßnahme im Großen und Ganzen gut funktioniert.“ Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Mechernich sowie mit der E-Regio und dem Verbandswasserwerk Euskirchen habe reibungslos geklappt. Denn für die Erweiterung auf vier Spuren mussten Gas- und Wasserleitungen verlegt werden. Weil die Erschütterungssensoren in der denkmalgeschützten Severinus-Kapelle dabei mehrfach angeschlagen hätten, sei sehr kurzfristig sogar eine andere Trassenführung umgesetzt worden.

Die musste auch für den Abzweig in Richtung Kirchberg geändert werden. Der neue Bordstein führt jetzt nur eine Gehwegsplatte breit am Treppenaufgang zur Kapelle vorbei. Denn eigentlich sollte das im Jahr 1668 zu Ehren des Heiligen Severinus erbaute denkmalgeschützte Kleinod um zehn Meter versetzt werden. „Allerdings ist das Bauwerk ohne Fundament auf Stein gebaut worden. Das hat ein einfaches Versetzen unmöglich gemacht“, sagt Andreas Groß. Daher werden die künftigen Nutzer der vierspurigen Trasse nach der Fertigstellung zahlreiche Neuerung wahrnehmen, aber eines bleibt gleich: St. Severinus steht auch nach 334 Jahren noch an derselben Stelle.