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Kreisverkehr in Blankenheim in nur fünf Tagen saniert

Blankenheim – Der Kreis Euskirchen hat am vergangenen Wochenende die Fahrbahndecke der Kreisstraße 69 im Bereich des Kreisverkehrs Bahnhofstraße, Lühbergstraße, Trierer Straße, Aachener Straße in Blankenheim unter Vollsperrung des Verkehrs erneuert. Durch eine gute Baustellenorganisation und erhöhtem Personaleinsatz des Unternehmens Kemna Bau Andreae, Zweigniederlassung Neuss, konnte die Sanierungsmaßnahme in nur fünf Tagen durchgeführt werden. Daher konnten die Behinderungen für die Anlieger und den Durchgangsverkehr auf ein Minimum reduziert werden.

Nach dem Abfräsen des Fahrbahnbelages wurde der Asphaltaufbau mit einer gegenüber dem bisherigen Belag stabileren Gussasphaltdeckschicht hergestellt. Hiervon verspricht sich der Kreis Euskirchen zukünftig eine längere Haltbarkeit.

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Hitzewelle – Stadt Aachen bietet Unterstützung zur Abkühlung an

Aachen – Wer angesichts des aktuellen Wetters mehr als kühles Wasser aus den vier Aachener Trinkbrunnen benötigt, dem bietet die Stadt Aachen Orte, an denen sich der Hitze entkommen lässt. Bei Außentemperaturen über 30 Grad können Menschen ab sofort alle städtischen Museen und Einrichtungen der Route Charlemange im Rahmen der Öffnungszeiten kostenlos zum Abkühlen besuchen. Ganz vorn dabei empfehlen sich die Museen Centre Charlemagne, Suermondt-Ludwig-Museum und das Ludwig Forum. Alle drei verfügen über Klimaanlagen, wenn auch im Falle des Ludwig Forums nicht in allen Räumen.

Darüber hinaus sollen Bürger*innen und Besucher*innen die Möglichkeit bekommen, in den Verwaltungsgebäuden Wasser zu erhalten. Wer eine Trinkflasche mitbringt, bekommt diese kostenlos aufgefüllt. Das städtische Gebäudemanagement prüft derzeit, ob das an allen Pforten der Verwaltungsgebäude problemlos möglich ist. Damit möchte die Verwaltung Vorreiter sein und geht mit der Idee auch auf Gastronomen und Einzelhändler zu.

Angenehmere Temperaturen als in Straßen und Häuserfluchten findet jeder natürlich auch in den Aachener Parks. Die Stadt Aachen bittet allerdings sehr darum, die Interessen der Anwohner*innen zu beachten und ab 22 Uhr Ruhe zu wahren. Wer Abwechslung zu den Parks sucht und die Anwohner*innen schonen will, den laden neben dem Aachener Wald auch die Aachener Friedhöfe zum besinnlichen Verweilen ein. Sie machen rund 30% des innerstädtischen öffentlichen Grünflächenanteils aus und haben im Vergleich zu anderen Kommunen in NRW mit die höchste Baumanzahl.

Übrigens: Wussten Sie, dass es zwischen Bäumen und an Bächen drei Grad weniger sind als in baum- und wasserlosen Bereichen? Dass es in Aachen entlang der Bachläufe Kaltluftschneisen gibt, die kontinuierlich Frischluft in die Stadt schicken? Grünfinger werden sie auch genannt und systematisch in Bebauungsplänen und im Flächennutzungsplan beachtet und geschützt. Um zukünftig noch mehr Kühlung in die Innenstadt zu bringen, ist zudem auch ein Konzept zur Freilegung der Aachener Bäche in Arbeit.

Wer dennoch lieber in der Innenstadt bleibt, der kann den Aachener Einzelhandel unterstützen und die kühlen Ladenlokale zum Shopping nutzen. Auch in Kirchen ist es meist angenehm kühl, daher laden sie ebenfalls zum Verweilen ein.

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Ehemalige Schüler des Albertinums Gerolstein erhalten materielle Anerkennung

Gerolstein/Region/Trier – Betroffene von Gewalt am ehemaligen Bischöflichen Internat Albertinum Gerolstein erhalten eine finanzielle Leistung in Anerkennung ihres Leids. Das hatte der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann am 11. Februar den ehemaligen Schülern bei der Vorstellung des Abschlussberichts zum Aufarbeitungsprojekt „Gewalt am bischöflichen Internat Albertinum – Aufarbeitung mit und für Betroffene“ zugesagt. Nun ist eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Die betroffenen früheren Internatsschüler erhalten je nach individuellen Voraussetzungen zwischen 17.000 und 30.000 Euro. Die Auszahlung der materiellen Anerkennung hat bereits begonnen. Für die Anerkennung des Leids durch sexuellen Missbrauch gilt unabhängig davon die Verfahrensordnung der Deutschen Bischofskonferenz.

„Ich bin dankbar, dass wir in relativ kurzer Zeit und in gutem Einvernehmen mit ehemaligen Schülern und dem Betroffenenbeirat im Bistum Trier eine Lösung zur Anerkennung des Leids, das Schülern im ehemaligen Internat Albertinum in Gerolstein von Priestern und Lehrkräften des Hauses zugefügt wurde, finden konnten“, erklärte Bischof Ackermann. Die Leistungen sind ausschließlich bezogen auf ehemalige Schüler des Albertinums. Die jetzt gewählte einrichtungsspezifische Form ist in Rücksprache mit den betroffenen ehemaligen Schülern, dem Betroffenenbeirat sowie der Lenkungsgruppe des Aufarbeitungsprojekts erarbeitet worden. „Projektleitung und Lenkungsausschuss haben zum Thema Anerkennung des Leids klare Aussagen gemacht“, sagte Ackermann. Sie solle angemessen sein, alle Formen der Gewalt berücksichtigen und einem einfachen und transparenten Verfahren folgen. Im Gespräch mit dem Betroffenenbeirat habe sich gezeigt, dass ausgehend von einem Grundbetrag, der sich orientiert an Leistungen in Bezug auf andere geschlossene Systeme, zwei weitere Kriterien eine Rolle spielen sollen: der Alter des Eintritts ins Albertinum und die Aufenthaltsdauer.

Dieses Vorgehen hat Ackermann mit allen ehemaligen Schülern besprochen, die ein Gespräch mit ihm gewünscht haben. „Mein Eindruck war, dass alle Betroffene sich dem Vorgehen gut anschließen konnten.“ Auf weitere Plausibilitätsprüfungen habe man verzichten können, da die Männer beim Aufarbeitungsprojekt mitgearbeitet und ihre Erfahrungen in Form von Interviews zur Verfügung gestellt hatten. Die Anerkennung nimmt nunmehr psychische und physische Gewaltanwendung in den Blick.

Das Projekt „Gewalt am bischöflichen Internat Albertinum – Aufarbeitung mit und für Betroffene“ hatte am 11. Februar 2022 seinen Abschluss gefunden (siehe https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/traumatische-erlebnisse-belasten-bis-heute/). Bischof Ackermann hatte nach der Vorstellung des Berichts festgehalten, die Geschichte des ehemaligen Internats sei eine im Bistum nach bisherigen Erkenntnissen einmalige „ununterbrochene Geschichte verschiedener Formen von Gewalt“. Er bat die ehemaligen Schüler um Verzeihung für „das, was Ihnen an Schmerz in einer Institution des Bistums zugefügt worden ist“. Zu den Konsequenzen, die Projektleitung und Lenkungsausschuss Bischof Ackermann und dem Bistum Trier ans Herz gelegt hatten, gehörte neben der Überprüfung von Standards und Strukturen zum Kinderschutz auch die Frage nach einer Anerkennung des Leids. (JR)

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Ford wird Premium-Partner des Frauenfußballs im Fußball-Verband Mittelrhein

Region/Hennef – Ford und der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) schließen eine strategische Partnerschaft für den Frauenfußball. Die „Kick it like Ford“-Kampagne zeigt das Engagement des Automobilherstellers für Diversität und Geschlechtergleichstellung. Im Mittelpunkt der Partnerschaft stehen die Unterstützung des FVM-Pokals der Frauen –künftig Ford-Pokal der Frauen – sowie der Teams der Frauen-Mittelrheinliga, die Förderung von Frauen im Fußball sowie allgemeine Formate zur Qualifizierung von Frauen in Sport oder Beruf.

Ford und der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) schließen sich im Frauenfußball zusammen. Unter dem Motto „Kick it like Ford“ werben der Kölner Automobilhersteller und der siebtgrößte Landesverband im deutschen Fußball für die Förderung von Frauen im Fußball und im Beruf. Der Auftakt für die Zusammenarbeit erfolgte am 30. Juli 2022 im Rahmen des verbandseigenen Leadership-Tags für Frauen in der Leverkusener BayArena. Mit der Partnerschaft bekräftigen Ford und der FVM ihr starkes Engagement in Sachen Diversität.

Bereits seit über 20 Jahren setzt sich Ford neben Vielfalt und Inklusion auch aktiv für Gleichberechtigung ein und ist für sein Engagement seitdem mit über 37 Awards ausgezeichnet worden. Durch verschiedene Mitarbeiternetzwerke wie das „Women’s Engineering Panel“ werden beispielsweise die Themen Frauen in technischen Berufen oder auch die Wahrnehmung der Frauen bei Ford vorangetrieben. Friederike Philipsenburg, Supervisor Technologie Strategie Fahrzeugprogramme, Ford Europa, die als Maschinenbauingenieurin und ehemalige Henry-Ford-Stipendiatin Teil des Women’s Engineering Panels ist, unterstützt das Projekt „Kick it like Ford“ als Schirmfrau.

Unterstützt wird sie dabei von Lena Lotzen, ehemalige Fußball-Nationalspielerin und aktuell unter anderem zuständig für die Betreuung der weiblichen Top-Talente sowie die Jugendkoordination beim 1. FC Köln.

Die Förderung des Frauenfußballs und die Unterstützung von Frauen im Fußball wird im Fußball-Verband Mittelrhein großgeschrieben. Im sportlichen Bereich stärkt der FVM beispielsweise den Pokalwettbewerb durch einen eigenen Finaltag oder mit der Live-Übertragung von Pokalauslosungen in den sozialen Medien. Zudem setzt sich der FVM mit Leadership-Programmen oder einem Mentoringprogramm für Mädchentrainer*innen für die Förderung von ehrenamtlich engagierten Frauen ein und stärkt unter dem Hashtag #leidenschaftzählt die Sichtbarkeit von Frauen und Mädchen im Fußball am Mittelrhein.

Mit Ford und dem Fußball-Verband Mittelrhein haben sich zwei Partner mit gleichen Zielen für den Frauenfußball gefunden, die mit der Kooperation ein Ausrufezeichen für Vielfalt und Gleichberechtigung setzen. Der Automobilhersteller wird die Austragung des Verbandspokals der Frauen unterstützen und an die zwölf Mannschaften der Frauen-Mittelrheinliga als höchster Verbandsklasse Trikots übergeben. Darüber hinaus beinhaltet die Zusammenarbeit die gemeinsame Entwicklung von Qualifizierungsangeboten für Frauen. Unter dem Kampagnen-Hashtag #KickItLikeFord werden alle Inhalte rund um die Partnerschaft im Frauenfußball gebündelt.

Zum Start der Kooperation anlässlich des FVM-Leadership-Tags für Frauen freut sich Friederike Philipsenburg: „Wir bei Ford setzen uns bereits seit vielen Jahren für Diversity ein. Beispielsweise haben wir mit „FiT – Frauen in technischen Berufen“ ein ganzes Team, das jungen Frauen technische Ausbildungen näherbringen möchte. Da ist die Partnerschaft mit dem Fußball-Verband Mittelrhein die perfekte Ergänzung, um das Thema prominent zu platzieren.“

Lena Lotzen ergänzt: „Die Frauen-Nationalmannschaft hat mit ihrem großartigen Auftritt bei der Europameisterschaft ein ganz starkes Zeichen für den Fußball gesetzt. Genau das tun Ford und der FVM mit der Partnerschaft auch. Sport und insbesondere Fußball verbindet und stärkt die Menschen, ungeachtet ihres Geschlechts. Dieses Engagement unterstütze ich sehr gerne als Schirmfrau.“

FVM-Präsident Dr. Christos Katzidis erklärt: „Wir freuen uns auf diese Partnerschaft. Ford ist ein starker Partner für unsere starken Frauen. Im FVM engagieren sich bereits viele qualifizierte Frauen – in unseren Gremien, aber auch auf dem Fußballplatz. Wir wollen aber noch mehr Frauen für den Fußball begeistern und die bestehenden Mannschaften unterstützen. Der fantastische Erfolg der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft hat eine große Welle der Euphorie in Deutschland ausgelöst. Diesen Schwung wollen wir nutzen. Gemeinsam mit Ford können wir die Sichtbarkeit des weiblichen Fußballs weiter erhöhen und sportliche wie ehrenamtliche Aktivitäten von Mädchen und Frauen im Fußball stärken.“

Sichtbar wird die Partnerschaft im Frauenfußball bereits in den kommenden Wochen unter anderem bei der offiziellen Übergabe der Trikotsätze an die Mannschaften der Frauen-Mittelrheinliga, im Rahmen der ersten Runde des Ford-Pokals der Frauen und im Ligabetrieb der Mittelrheinliga.

Weitere Informationen zur „Kick it like Ford“-Kampagne finden Sie hier: https://kickitlike.fordpresskits.com

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Private Aufbauhilfe der ISB – Verfahren für Flutopfer wird erleichtert

Ahrweiler/Mainz – Das Land gewährt ab sofort bei der privaten Wiederaufbauhilfe für Betroffene der Flutkatastrophe in besonderen Härtefällen Abschlagszahlungen von bis zu 40 Prozent. Zudem können jetzt auch Angehörige von Betroffenen unter bestimmten Voraussetzungen Anträge auf Aufbauhilfe stellen. Diese und weitere Erleichterungen im Antragsverfahren sollen eine schnellere Antragstellung und Bewilligung der Hilfen durch die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) ermöglichen, ohne dass darüber eine Härtefallkommission im Einzelfall befinden muss. Darauf weist die Kreisverwaltung hin.

Die Aufbauhilfe umfasst bis zu 80 Prozent der Reparatur- beziehungsweise Wiederaufbaukosten für Wohngebäude. Betroffene können in Härtefällen eine Abschlagszahlung von bis zu 40 Prozent erhalten, wenn bei erhöhtem Liquiditätsbedarf eine Zwischenfinanzierung nicht möglich ist. Eine Abschlagszahlung von 20 Prozent ist die Regel. Eine Liste mit Belegen der Kosten kann später nachgereicht werden. Die Belege müssen zehn Jahre aufbewahrt und auf Anfrage vorgelegt werden.

Darüber hinaus können betroffene Eigentümer ihren Erben das Grundstück übertragen oder verkaufen, damit diese dann einen Antrag stellen können. Auch Ehepartner und Lebenspartner können die staatliche Hilfe geltend machen.

Ist für einen Betroffenen der Wiederaufbau unzumutbar, kann er dennoch Aufbauhilfe erhalten. Dies gilt insbesondere für Personen, die mindestens 80 Jahre alt sind oder bei denen beispielsweise ein Behinderungsgrad von mindestens 50 beziehungsweise eine Pflegegradstufe von drei bis fünf vorliegt. Sollten diese Kriterien nicht erfüllt sein, kann eine Einzelfallentscheidung durch die Härtefallkommission getroffen werden.

Personen, die den Wiederaufbau im kleineren Maßstab oder beispielsweise auf einem kleineren Grundstück planen, können unter Umständen mehr als 80 Prozent der Kosten erstattet bekommen. Aus dem Wiederaufbaufonds werden 80 Prozent der entstehenden Gebäudekosten gefördert mit Blick auf das beschädigte oder zerstörte alte Gebäude. Ist der Neubau oder das Ersatzgrundstück also günstiger als 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben, werden die Kosten vollständig übernommen. Hinsichtlich der Grundstückskosten erfolgt die Förderung bis zur Höhe des am Altgrundstück entstandenen Schadens.

Bewohnerinnen und Bewohner von Campingplätzen erhalten die Hausratpauschalen auch dann, wenn das Dauerwohnen baurechtlich nicht gestattet war. Voraussetzung hierfür ist, dass Betroffene zum Zeitpunkt der Flutkatastrophe an dem betroffenen Campingplatz mit Hauptwohnsitz gemeldet waren.

Zerstörte oder beschädigte Gebäude müssen nicht zwingend an alter Stelle wiederaufgebaut werden. Wer an anderer Stelle ein Privatgebäude neu aufbaut, kann dafür eine Förderung erhalten, wenn sich das von der Flutkatastrophe beschädigte Gebäude im besonderen Gefahrenbereich oder sonstigen Überschwemmungsgebiet („gelbe“ beziehungsweise „blaue Zone“ auf der SGD-Nord-Karte) befunden hat. Für Gebäude im sogenannten „blauen“ Bereich ist eine Bescheinigung dieser besonderen Gefahrenlage der SGD Nord erforderlich. Diese kann formlos bei der SGD Nord beantragt werden.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Landesregierung zum Wiederaufbau unter https://wiederaufbau.rlp.de/de/haeufige-fragen/von-privatpersonen/ abrufbar.

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Ordnungsamt Zülpich zu einhundert Prozent elektrisch unterwegs

Zülpich – Mitarbeiter des Ordnungsamtes ab sofort mit neuem Dienstfahrzeug. Auffällige Gestaltung soll Präsenz des Ordnungsamtes deutlich zeigen. „Ordnungsamt“ – der gelbe Schriftzug auf blauem Untergrund ist nicht zu übersehen. Er prangt deutlich sichtbar auf den Türen und der Motorhaube des Fahrzeugs, mit dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ordnungsbehördlichen Außendienstes der Stadt Zülpich ab sofort im Stadtgebiet unterwegs sind.

Durch das blau-silberne Äußere und die gelben Reflektoren erinnert der VW up! an die Einsatzfahrzeuge der Polizei, und das ist auch so gewollt. „Wir arbeiten eng mit den Kollegen vom Bezirksdienst der Polizei zusammen“, sagt Werner Lorse, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Zülpich. „Mit dem neuen Fahrzeug wollen wir dem verständlichen Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung nachkommen und die Präsenz des Ordnungsamtes überall im Stadtgebiet deutlich zeigen.“

Zugleich setzt die Stadt Zülpich mit dem neuen Dienstfahrzeug ein weiteres Zeichen für Nachhaltigkeit und Umweltschutz, denn der kleine Flitzer fährt zu einhundert Prozent elektrisch. Es ist mittlerweile das fünfte Fahrzeug mit elektrischem Antrieb bei der Stadt Zülpich.

Zwei weitere Elektrofahrzeuge stehen dem Baubetriebshof für seine vielfältigen Aufgaben zur Verfügung. Außerdem verfügt die Stadtverwaltung über zwei E-Bikes, die von den Bediensteten des Rathauses für kürzere Dienstfahrten verwenden werden.

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Schließung von Sportstätten in der Energiekrise vermeiden

Region/Koblenz – Sportbund Rheinland wendet sich an Landräte und Bürgermeister. Der Sportbund Rheinland (SBR) hat in einem Schreiben die Vertreter der Kommunen im Rheinland aufgerufen, darauf hinzuwirken, die Schließung von Sportstätten infolge der Energiekrise zu vermeiden und bietet sich für konstruktive Gespräche an. Hintergrund des Briefes ist die Empfehlung des Deutschen Städtetags, Sporthallen und Schwimmbäder zu schließen, um Energie zu sparen.

In einem ersten Schreiben hatten sich zuvor bereits der Deutsche Olympische Sportbund und der Landessportbund Rheinland-Pfalz gegenüber dem Städtetag-RLP, dem Gemeinde- und Städtebund RLP und dem Landkreistag RLP klar positioniert. Darin bekennen sich DOSB und LSB zur Verantwortung des organisierten Sports, seinen Beitrag zur Bekämpfung der Energiekrise zu leisten. „Aber die Schließung von Sportstätten darf keinesfalls die prioritäre Leitlinie unseres bzw. Ihres Handelns sein und werden“, heißt es in dem Schreiben. Insbesondere eine erneute Schließung der Schwimmbäder sei „unverantwortlich“.

Der Sportbund Rheinland unterstreicht in seinem Schreiben an die Kommunen die Bedeutung der Sportvereine in Krisenzeiten, wie zuletzt in der Corona-Pandemie bewiesen. „Erst jetzt wird in ganzem Ausmaß erkennbar, welche negativen Auswirkungen Bewegungsmangel auf die soziale und psychische Entwicklung insbesondere Heranwachsender hat. Ganz zu schweigen von den möglichen dramatischen Folgen des Nicht-Schwimmenlernens von Kindern“, betont Monika Sauer, die Präsidentin des Sportbundes Rheinland.

„Aus diesem Grund hat auch die Landesregierung dem organisierten Sport zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um nach der Corona-Pandemie den Sport im Sportverein zu reaktivieren. Dieses Geld nutzen wir für unsere Kampagne „Comeback der Bewegung“, die eine nachhaltige Wirkung auf die Mitgliederentwicklung in unseren Sportvereinen erzielen soll“, ergänzt SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke. Auch dieses Engagement würde mit der Schließung von Sportstätten mit einem Schlag zunichte gemacht.

Der SBR richtet mit seinem Schreiben die eindringliche Bitte an die kommunalen Repräsentanten, das Gespräch mit den Sportvereinen zu suchen, um gemeinsam Konzepte zur Energieeinsparung zu entwickeln. Man sei sich sicher, dass „Vereinsvertreter mit kreativen Vorschlägen das Bemühen der Kommunen zum Energieeinsparen unterstützen werden.“

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Über 20.000 Besucher*innen besuchten bisher das Stadtglühen in Aachen

Aachen – Am kommenden Wochenende steht das große Finale an, bei dem an neun Orten in der Innenstadt rund 20 verschiedene Programme zu bewundern sind. Das Stadtglühen der freien Kultur in Aachen. Ein „Wanderzirkus der alternativen Kultur“, der seit Anfang Juli auf der Reise durch elf besondere Orte Aachens ist und bisher tausende Aachner*innen in seinen Bann gezogen hat. Dazu ein Sommer, wie er im Buche steht. Noch bis zum 7. August sind zahlreiche Events der freien Kulturszene in der Stadt zu sehen und zu hören. Kunst und Kultur sind hier kostenlos für alle Aachener*innen erfahr- und erlebbar.

„Der Name dieses Formats ist Programm“, sagt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen nach fünf Wochen Stadtglühen in einem Pressegespräch und ergänzt: „Überall in der Stadt lebt in den Herzen der Menschen momentan die Kultur. Das Stadtglühen bespielt die Kulturtopographie Aachens von der Innenstadt bis in die Bezirke. Das Konzept eines Wanderzirkusses hat mich dabei von Anfang an begeistert.“

Begeistert hat das Konzept auch die bisher über 20.000 Besucher*innen, die die verschiedenen Events des Sommer-Festivals besuchten. Statistisch gesehen waren etwa 500 Besucher*innen bei jeder einzelnen Veranstaltung – abgesehen von zwei Unwettertagen, an denen die geplanten Formate im Park des Ludwig Forums abgesagt werden mussten. Highlights waren dabei die Veranstaltungen am Reallabor am Templergraben – hier zählten die Veranstalter deutlich mehr als 3.000 Besucher*innen „und es herrschte eine tolle Atmosphäre wie beim Rock am Ring“, berichtet Eric Gluth vom städtischen Veranstaltungsmanagement.

Am kommenden Wochenende steht nun das große Finale an, bei dem an neun Orten in der Innenstadt rund 20 verschiedene Programme zu bewundern sind. Los geht es am Samstag, 6. August, bei St. Foillan und auf dem Lindenplatz mit Carmina Mundi sowie im Elisengarten mit dem Theater Rosenfisch und den Compagnien Irene K. („Look at me“) und Maureen Reeor mit Tanztheater.

Am Sonntag, 7. August, folgen Veranstaltungen an verschiedenen Orten rund um Dom und Rathaus. Ein großer Umzug durch die Innenstadt, bei dem fünf Combos (die Aixotic Sambistas, das Improtheater to go, die SunLane Ltd. New Orleans Jazzband, das Urinetown flashmob musical sowie die Spedition Hubweber) von Ort zu Ort ziehen, rundet das Finale des 2022-er Stadtglühens ab. Start ist in der Großkölnstraße, dann geht es weiter über den Markt und den Münsterplatz zum Elisengarten und schließlich zum Hof. Überall spielt jede der fünf Formationen ein 20-minütiges Set und zieht dann weiter. „Das wird wie ein leicht verstrahlter Karnevalszug mit besserer Musik“, lacht Lars Templin, Projektleiter „Stadtglühen“ und Geschäftsführer Musikbunker-Aachen e.V..

Sibylle Keupen: „Mit dem Stadtglühen in seiner zweiten Folge konnten und können wir Kultur in diesem Sommer endlich mal wieder richtig leben, wie wir sie lieben. Das Festival ist super gelungen und zeugt von einer guten Zusammenarbeit der freien Szene und der Verwaltung. Mal sehen, was in Zukunft noch passiert …“

Weitere Informationen zum Finale des Stadtglühens gibt es im Internet unter www.stadtgluehen.de sowie unter #aachenmachtkultur.

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E-Bürgerauto übertrifft alle Erwartungen

Region/Mayen-Koblenz – Großes Interesse am kostenlosen Angebot des Landkreises. Seit Mai stehen in acht Gemeinden und Stadtteilen des Landkreises Mayen-Koblenz Elektroautos bereit, die Einwohner der jeweiligen Gemeinde kostenlos ausleihen können. Bis Ende Juni wurden insgesamt bereits rund 44.000 Kilometer mit den Fahrzeugen zurückgelegt und es kommen im Schnitt täglich über 120 Kilometer pro Elektroauto hinzu. „Die Fahrtleistung übertrifft damit deutlich unsere Erwartungen“, sagt René Leßlich, der als Klimaschutzmanager gemeinsam mit seinem Kollegen Nico Hickel das Projekt aus der Kreisverwaltung koordiniert. Mehr als 230 Personen haben die elektrischen Autos bereits genutzt. Registriert haben sich sogar mehr als 900 Personen und zeigen damit Interesse an der Nutzung der Fahrzeuge.

Ein Wermutstropfen ist aktuell, dass die Fahrzeuge vielfach durch einzelne Nutzer auf Wochen im Voraus gebucht werden und so andere registrierte Personen so nicht zum Zug kommen. „Auch erleben wir häufig, dass die gebuchten Fahrzeuge zum Termin gar nicht genutzt werden. Das erzeugt Unmut bei anderen, die die Fahrzeuge buchen wollen“, so Nico Hickel. Da die Fahrzeuge gegenwärtig bis zu 48 Stunden am Stück gebucht werden können, entstehen oftmals große ungenutzte Lücken. Um dies in Zukunft zu vermeiden, wird der Ausschuss für Umwelt, Klima und Verkehr in seiner nächsten Sitzung Mitte September über geeignete Änderungen und Anpassungen am Buchungssystem beraten. Es soll eine gerechte und effektive Nutzung des E-Bürgerautos für die Bürgerinnen und Bürger gewährleistet werden.

An dem drei Jahre dauernden Projekt nehmen die Verbandsgemeinden Pellenz, Maifeld, Rhein-Mosel, Weißenthurm sowie die Städte Andernach, Mayen, Bendorf und Mendig teil. Innerhalb der Städte und Verbandsgemeinden sind die Fahrzeuge während der drei Jahre in unterschiedlichen Stadtteilen und Ortsgemeinden stationiert. Aktuelle Standorte der Bürgerautos:

  • Andernach-Eich, An der Feuerwehr
  • Mayen-Kürrenberg, Dorfgemeinschaftshaus
  • Bendorf-Mülhofen, Parkplatz Hüttenstraße
  • Mülheim-Kärlich, Rathaus
  • Winningen, Parkplatz am Rathaus
  • Mertloch, Feuerwehrhaus
  • Plaidt, Verbandsgemeindeverwaltung
  • Mendig, Tiefgarage der Stadt unter VG Neubau

Durch die unterschiedlichen Standorte sollen möglichst viele Mayen-Koblenzer in den Genuss kommen, die Autos nutzen zu können. Der Nutzerkreis ist je nach Kommune unterschiedlich geregelt. So können in Eich, Mülhofen, Mülheim-Kärlich und Plaidt alle Bürger der jeweiligen Stadt oder Verbandsgemeinde die Elektroautos ausleihen, während in Mendig, Kürrenberg, Winningen und Mertloch die Nutzung den Bürgern der jeweiligen Stadt, Stadtteile und Ortsgemeinde vorbehalten ist.

Für die Nutzer ist das Ausleihen kostenlos. Die Leasing-Kosten in den ersten beiden Projektjahren tragen der Landkreis Mayen-Koblenz und im dritten Jahr die Verbandsgemeinden und Städte. Die Kosten für das Laden am örtlichen Standort übernehmen die Kommunen über den gesamten Projektzeitraum. Das Laden außerhalb der Standorte ist durch die Nutzer eigenständig zu organisieren. Buchen kann man die Autos online oder per App über den Carsharing-Anbieter Regio.Mobil. Der Zutritt zu den Autos erfolgt in der Regel ebenfalls per App. Darüber hinaus besteht für Bürger ohne Smartphone die Möglichkeit, mittels einer Karte das Auto freizuschalten. Diese kann im Rahmen der Registrierung angefordert werden.

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Ausstellung im Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum Aachen wird verlängert

Aachen – Die Ausstellung „Alle für eine? – 50 Jahre kommunale Neuordnung in Aachen!“ wird bis zum 04. September 2022 verlängert. Im Jahr 2022 jährt sich die kommunale Neugliederung in Aachen zum 50. Mal. Das sogenannte Aachen-Gesetz trat am 1. Januar 1972 in Kraft, mit dem die Neugliederung des Kreises Aachen beschlossen wurde. Aachen wuchs dadurch nicht nur auf etwa das Dreifache seiner Fläche, sondern gewann auch rund 63.000 Einwohner hinzu.

Die ehemaligen Gemeinden Brand, Eilendorf, Haaren, Kornelimünster, Laurensberg, Richterich und Walheim wurden durch die Eingemeindung zu neuen Stadtteilen der Stadt Aachen. Die kommunale Neuordnung von 1972, bei der die sieben Gemeinden ihre Eigenständigkeit verloren, war nichts völlig Neues, fand jedoch in einem bisher nicht gekannten Ausmaß statt. Bereits 1897 wurde die Stadt Burtscheid mit der Stadt Aachen zusammengeschlossen, 1906 folgte die Eingemeindung der Gemeinde Forst.

Die Ausstellung wird die vielgestaltigen Hintergründe und Auswirkungen der Neugliederung sowie die unterschiedlichen Perspektiven von Stadt, Gemeinden und Bürger*Innen vorstellen. Dabei stehen die sieben eingemeindeten Orte mit ihrer jeweiligen historischen Entwicklung, ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden im Zentrum. Gezeigt werden Dokumente verschiedenster Art, Pläne und Karten, Foto- und Filmmaterial sowie dreidimensionale Exponate wie Vereinsfahnen, Einrichtungsgegenstände aus den alten Gemeinde-sälen und Modelle historischer Gebäude. Infografiken und Karten erläutern anschaulich die wichtigsten Aspekte, darüber hinaus gibt es Medienstationen mit Zeitzeugeninterviews mit Beteiligten aus Politik und Verwaltung, die von ihren persönlichen Erfahrungen berichten.

Kuratoren: Lars Neugebauer und Katrin Bündgens