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Kirche leistet Beitrag zum Energiesparen – Bistum Trier erlässt Richtlinien für Verwaltung und Kirchen-Gemeinden

Region/Trier/Koblenz/Saarbrücken – Das Bistum Trier hat Richtlinien zum Energiesparen in den Büro- und Verwaltungsgebäuden des Bistums, den angeschlossenen Dienststellen und Kirchengemeinden sowie für Kirchen, Pfarrheime und -häuser erlassen. Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg schrieb, er sei sich bewusst, dass dies von Mitarbeitenden und Gläubigen vor Ort Einschränkungen verlange – ähnlich wie schon durch die Corona-Pandemie. Andererseits wisse er, dass viele diese Maßnahmen mittragen werden. „Letztlich kommt es vor allem unserer Umwelt zugute und zeigt uns auch, was anders und besser geht.” Er sei sicher, dass eine gute Kommunikation und gute Ideen den Gläubigen dabei helfen können, auch kühlere Kirchenräume zu akzeptieren.

Aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und der dadurch ausgelösten Krise in der Energieversorgung haben sich die EU-Mitgliedstaaten auf die Einsparung von Gas verständigt. Nach dem derzeitigen Stand muss Deutschland etwa 20 Prozent Gaseinsparung erreichen, um eine Gasmangellage abzuwenden. Die Richtlinien des Bistums orientieren sich dabei an der für kirchliche Einrichtungen verbindlichen Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung, die die Bundesregierung Anfang September in Kraft gesetzt hat.

Demnach sollen alle Büro- und Konferenzräume des Bistums und der Kirchengemeinden auf maximal 19 Grad aufgeheizt werden. Für Schulen und Kindertageseinrichtungen gelten regional unterschiedliche Bestimmungen. Der Höchstwert für die Lufttemperatur von maximal 19 Grad gilt nicht für Einrichtungen, bei denen höhere Lufttemperaturen in besonderer Weise zur Aufrechterhaltung der Gesundheit der sich dort aufhaltenden Personen geboten sind, etwa bei Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Energetisch mangelhafte Büros und Konferenzräume innerhalb der Verwaltung werden während der Heizperiode nach Möglichkeit geschlossen. Die Möglichkeit des „Mobilen Arbeitens“ nutzend, können Mitarbeitende in anderen Büros untergebracht werden. Sofern energetisch mangelhafte Diensträume der Pastoralen Räume und Kirchengemeinden geschlossen werden müssten, würden individuelle Lösungen gefunden. Die Richtlinien enthalten auch Maßnahmen zum Stromsparen.

Pro Pfarreiengemeinschaft oder fusionierter Pfarrei dürfen im kommenden Winter maximal zwei Kirchen für Gottesdienste beheizt werden. Hierbei soll eine Nutztemperatur von 11 Grad während der Gottesdienste nicht überschritten werden. In allen übrigen Kirchen sollen Maßnahmen zur Vermeidung von Frost-, Schimmel- und Feuchtigkeitsschäden umgesetzt werden. Auch für Pfarrheime gilt eine maximale Raumtemperatur von 19 Grad.

Zum Immobilienbestand im Bistum gehören unter anderem Kirchen, Kindertagesstätten und Kindergärten, Pfarrhäuser, Pfarrheime und Pfarrzentren, Schulen und Verwaltungsgebäude. Schon im März hatte von Plettenberg als Zeichen der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine die Kirchengemeinden im ganzen Bistum gebeten, die Kirchenheizungen abzustellen oder wenigstens deutlich zu drosseln. Zudem hatte das Bistum im Mai für ein Jahr einen Planungs- und Baustopp für Heizungsanlagen mit fossilen Brennstoffen für die Immobilien des Bistums und der Kirchengemeinden erlassen.

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Das Erfolgsrezept für begeisterte Kinder – Europa Miniköche EIFEL!

Prüm – Mit 36 angemeldeten Kindern im Alter von zehn und elf Jahren ist der diesjährige Auftakt des Projektes Europa Miniköche® in der Eifel rekordreif: Noch nie gab es so viele ganz junge Menschen, die sich im Rahmen der Miniköche-Initiative für die Zubereitung von Lebensmitteln interessieren.

Dem Bundestagsabgeordneten Patrick Schnieder ist das kreative Kinder- und Jugendprojekt ein Herzensanliegen, er ist seit vielen Jahren Schirmherr der Eifeler Gruppe der Europa Miniköche®. Die Idee begeistere ihn immer wieder aufs Neue: „Es ist beeindruckend, wie engagiert die Kinder teilnehmen und wie viel sie während der Ausbildung zum Minikoch über Ernährung und regionale Lebensmittel lernen. Das liegt an der tollen Arbeit der Verantwortlichen und insbesondere der Köche und Ernährungsberater. Ich freue mich auf die Kreationen des neuen Jahrgangs und die gemeinsamen Veranstaltungen.“

Auch die Profis unterstützen tatkräftig die zehn jährlichen Treffen der Kinder, bei denen sie hautnah unter fachkundiger Anleitung in Restaurantküchen erleben, wie gutes Essen entsteht. Sie lernen Grundfertigkeiten und Wissenswertes über die Erzeugung und Verarbeitung von regionalen Zutaten und Lebensmitteln. Eine behagliche Tischkultur mit entsprechender Deko gehört ebenso zur Wissensvermittlung. Ganz sinnlich haben sie Spaß daran, Mahlzeiten selbst zu kochen und die eigenen Fähigkeiten auszuprobieren. Für Selbstbewusstsein sorgt schon das Erscheinungsbild der Miniköche: Kochmütze und -jacke, Halstuch und Schürze. Auch das Handwerkszeug ist wie bei den Profis mit Messer, Sparschäler, Brett, Spätzleschaber und Serviette. Das alles beinhaltet der Minikoch-Koffer, den jedes Kind zu Anfang ausgehändigt bekommt. Die Ausstattung sowie das Handwerkszeug sind in dem einmaligen Teilnahmebeitrag von 150 Euro pro Kind enthalten.

Andreas Becker vom Verein der Köche Trier e. V. ist zugleich Küchenchef im Trierer Brüderkrankenhaus. In dieser Rolle ist er auch mit den Folgen falscher Ernährung täglich konfrontiert und weiß, wie wichtig frühzeitiges Gegensteuern ist. „Es ist mega schön, den Kindern zu zeigen, wie gesunde Lebensmittel zubereitet werden und wofür sie gut sind.“ Sein Wunsch ist klar: „Eigentlich müsste so etwas schon in Kitas und Grundschulen gelehrt werden. Das Fach Ernährung gehört meiner Meinung nach ins Schulsystem.“ Da dies jedoch noch nicht der Fall ist, engagiert sich Becker umso überzeugter für die Europa Miniköche®. „Die Kinder sind wissbegierig und sehr kreativ. Ich bin sicher, dass damit auch der Grundstein für manch eine Berufswahl in Richtung Koch gelegt wird.“ Junge Menschen für das Berufsbild zu öffnen und zu sensibilisieren ist aus Beckers Sicht, der selbst Ausbilder ist, ein positiver Effekt des Projektes.

Thomas Herrig, der in seinem Gasthaus in Meckel einen Teil der Ausbildung der Kinder stemmt, weiß ebenfalls, worauf es ankommt: „Die rekordreifen Anmeldezahlen sprechen dafür, dass zunächst den Müttern Essen und Trinken als Kulturgut am Herzen liegt. Aber auch die Kinder selbst erreichen wir über die sozialen Medien. Die reden untereinander darüber, wie cool es ist, bei den Miniköchen mitzumachen, und motivieren sich gegenseitig.“

Sein gastronomischer Kollege Tobias Stadtfeld, Chef der Heidsmühle in Manderscheid, freut sich ebenfalls über die riesengroße Resonanz. Mit einer rotierenden Aufteilung der Lerngruppe sei es möglich, dass jedes Kind sowohl die Theorie des Kochens vermittelt bekommt wie auch in die Praxis von Küche und Service eingeweiht wird. Seiner Erfahrung nach bleiben fast alle bis zum Ende begeistert dabei. Ein schönes Motiv dafür sei der Stolz, Wichtiges mitgestalten zu dürfen. „Die Kinder erleben viel, unter anderem bei unseren Außeneinsätzen bei Empfängen oder anderen öffentlichen Anlässen. Da können sie zeigen, wie viel sie schon drauf haben in Sachen Kochen.“

Alle Akteure der Europa Miniköche® sind sich einig: Die Begeisterung der Kinder, die Sensibilisierung für gesunde regionale Lebensmittel und die Hoffnung der Gastronomie auf wachsende Offenheit für die Berufsbilder, die sie bietet, lohnen den Einsatz!

Hintergrundinformationen:

Das Projekt der Europa-Miniköche, das 1989 im Rahmen des „Ferienprogramms Bartholomä“ vom Gründer der Europa Miniköche, Jürgen Mädger, ins Leben gerufen wurde, hat sich bis heute zu einem europaweiten Projekt entwickelt. Neben Gruppen aus Deutschland werden auch in Österreich, Finnland, der Schweiz und Frankreich Miniköche ausgebildet.

2021 ging Jürgen Mädger in den wohlverdienten Ruhestand und übergab sein Lebenswerk in die bewährten Hände der DEHOGA Landesverbände Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen, die neuen Gesellschafter der Europa Miniköche gGmbH. Damit einher ging auch die Verlegung der Geschäftsstelle der Europa Miniköche nach München.

2009 wurde erstmalig eine Gruppe der Europa-Miniköche EIFEL ins Leben gerufen. Seitdem 199 Kinder in der Eifel-Gruppe betreut und zu Miniköchen ausgebildet. In der aktuellen Gruppe nehmen 36 Kinder teil.

Unter dem Motto „Gesundheit durch richtige Ernährung in einer intakten Umwelt“ werden die Miniköche, zu Beginn im Alter von 10-12 Jahren, innerhalb von 2 Jahren spielerisch für das Kulturgut Essen und Trinken sensibilisiert. Unter fachkundiger Anleitung von Ernährungsberatern, Chefköchen und Servicekräften werden die Kinder gleichermaßen in die Theorie wie in die Praxis eingeführt. Schwerpunkte der regelmäßigen, regionalen Gruppentreffen sind die Bedeutung regionaler Produkte, der Umweltschutz, sowie die Konfrontation mit der Bedeutung einer beruflichen Ausbildung.

Die Miniköche werden federführend betreut durch Thomas Herrig, Gasthaus Herrig in Meckel und Tobias Stadtfeld, Hotel Heidsmühle, Manderscheid. Als Ernährungsfachfrau unterstützt Pia Lehnen – die Koordination der EIFEL-Gruppe erfolgt bei der Eifel Tourismus (ET) GmbH, Prüm.

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„Spannendste Region Europas“ – Kreis Düren präsentiert sich auf der Expo Real in München

Düren/München – „Wir leben im Kreis Düren in der spannendsten Region Europas“ – das sagte Landrat Wolfgang Spelthahn am gestrigen Mittwoch, 5. Oktober auf der Expo Real, der größten Immobilienmesse Europas, in München. Nirgendwo sonst würden in Zukunft drei große Seen entstehen, die enorme Lebensqualität und Chancen nicht nur für den Tourismus bieten.

Ebenso sehr besonders: „Der Kreis Düren ist Forschungs- und Wissenschaftsregion und setzt auf innovative Themen, zum Beispiel auf Wasserstoff.“ Zudem sei es im Kreis noch möglich, nicht nur gut, sondern auch vergleichsweise preiswert zu wohnen – so äußerte sich Landrat Wolfgang Spelthahn, kurz zusammengefasst, auf der Kreis Düren-Veranstaltung „Investitionsarena Westliches Rheinland“, auf der renommierte Experten über die Zukunftschancen des Kreises Düren sprachen. Und das mitten auf der Expo. Die Stuhlreihen waren sehr gut gefüllt, immer wieder blieben Besucherinnen und Besucher zudem stehen, um dem informativen und unterhaltsamen Talk zu folgen.

Mit dabei waren neben dem Landrat Prof. Dr. Christiane Vaeßen (Region Aachen Zweckverband), Mario Kmenta (Trivium GmbH) und Bernhard Sommer (Kern-Haus AG). Ihr Fazit: Der Kreis Düren bietet umfassende Möglichkeiten und Voraussetzungen für ein attraktives Leben und Wohnen. Der Kreis sei deshalb ideal für Investoren, betonte Prof. Vaeßen. Die Bereitschaft zusammen zu arbeiten, sei groß, „auf allen Ebenen“. Das spüre man „auch hier in München auf der Expo, die viele neue Impulse bietet“, so Christiane Vaeßen. Wichtig sei es, die Menschen gut auszubilden und in der Region zu halten. Dass im Kreis an einem Strang gezogen würde, betonte auch Mario Kmenta. Das sehe man unter anderem daran, dass in München zwölf Bürgermeister aus dem Kreis vertreten seien, die ihre Kommune und damit den ganzen Kreis positiv ins Gespräch brächten. Zum Beispiel über die gute Lage und Erreichbarkeit einiger Metropolen und Flughäfen in der Nähe, wie Bernhard Sommer hervorhob.

Kurzum: Mit Blick auf die Zukunftsaussichten sei es sinnvoll, jetzt zu investieren. Dem konnte Landrat Wolfgang Spelthahn nur zustimmen und nannte noch einen erheblichen Vorteil: Der Kreis habe immer schon, aber besonders wegen seiner Wachstumsoffensive Familien im Blick und biete deshalb beispielsweise für fast alle Gebühren freie Kita-Plätze. Dies ist nach wie vor außergewöhnlich.

„Wir heißen die Menschen willkommen“, sagte der Landrat während der von Robert Esser moderierten Runde. Deshalb sei kürzlich am Kreishaus das „Welcome-Center“ eröffnet worden, in dem es alle Informationen zum Kreis gibt und in dem sich die Kommunen mit ihren Vorzügen präsentieren.

„Der Strukturwandel bietet für uns alle eine riesige Chance“, betonte der Landrat. „Wir müssen und wir werden sie nutzen.“ Von der Entschlossenheit, den Möglichkeiten, Ideen und der Innovationskraft des Kreises Düren konnten sich die Gäste auf der Expo in München heute eindrucksvoll überzeugen.

 

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„Stolz auf meine Stadt Mechernich“

Mechernich-Kommern – Rotkreuzvorsitzender Rolf Klöcker dankt Kommune für ihre Solidarität und Förderung der Blutspendenbereitschaft in der Bevölkerung – Ortsverein des Roten Kreuzes ehrte im Kommerner Burghof über 50 anonyme Lebensspender, die bislang gemeinsam 1262,5 Liter Lebenssaft für andere Menschen gaben – Auch Schatzmeister Johann Beul (93) schüttelte bei der Gratulationscour Hände.

Gruppenbild bei der Blutspenderehrung des Rotkreuz-Ortsvereins Mechernich am 30. September im Kommerner Burghofrestaurant. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Über 50 verdiente Blutspenden-Jubilare zeichneten Stadt und Rotkreuz-Ortsverein Mechernich am 30. September im Kommerner Burghofrestaurant aus. Urkunden, Anstecknadeln und Präsente gab es dabei für allein sieben Spender, die im Lauf der Jahre über 100mal ihren Lebenssaft für andere hergaben.

Allen voran Hans Joachim Gerlitz, den früheren langjährigen kaufmännischen Mitarbeiter der Mechernicher Stadtwerke, und den Berger Postbeamten a.D. Heinz Schmitz mit jeweils 150 Blutspenden.

Damit sind die beiden über Jahrzehnte ebenso zu Rettern von Menschenleben geworden wie Siegfried Rieger aus Firmenich und Hans-Willi Wergen aus Strempt mit je 125 sowie Horst Bresgen, Stefan Franz (beide Mechernich) und Josef Ordziniak (Firmenich) mit je hundert Blutspenden.

Insgesamt hatten die über 50 Geehrten 1262,5 Liter Blut gespendet. Da die jeweils halben Liter Lebenssaft pro Termin in mehrere Bestandteilgruppen aufgespalten werden, so der Ortsvereinsvorsitzende und Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker, werden mit einer einzigen Blutspende heutzutage mehrere Menschen behandelt, vor allem Krebs- und Herz-Kreislauf-Patienten. „Plasma, Plättchen, Zellen – jeder bekommt heute eine Hämo-Therapie nach Maß“, so Klöcker.

Nur noch sechs Prozent machten „klassische“ Blutspenden an den Operationstischen aus. In einem kurzen Filmbeitrag bedankten sich unter anderem eine junge Leukämiepatientin und ein Motorradfahrer bei den Blutspendern. Letzterer hatte die Folgen eines schweren Verkehrsunfalls nach 36 Blutkonserven überlebt.

1200 Spenden jährlich

„Blutspender und Lebensretter zu werden ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr“, sagte Rolf Klöcker an der Seite des Mechernicher Vize-Bürgermeisters Günter Kornell, der den erkrankten Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick vertrat und seitens der Stadt – ebenso wie es das Rote Kreuz tat – Urkunden und Präsente überreichte.

Ortsvereinsvorsitzender Rolf Klöcker und der stellvertretende Bürgermeister Kornell betonten, dass Blutspenden und das Rote Kreuz Herzensanliegen des Mechernicher Verwaltungschefs und seines Stabes seien. „Ich bin schon ein bisschen stolz darauf, dass meine Stadt zu den Vorreitern unter den Kommunen gehört, die die Blutspende-Bereitschaft in der Bevölkerung so aktiv unterstützen“, betonte Rolf Klöcker.

Deutschlandweit geht die Bereitschaft zum gemeinnützigen Aderlass zurück, im ländlichen Raum sind die Zahlen konstant, so auch in der Stadt Mechernich mit regelmäßigen Spendeterminen in Kommern und Mechernich mit noch immer jährlich 1200 Halb-Liter-Portionen. Benötigt werden deutschlandweit vier Millionen Blutspenden pro Jahr – die Blutspendedienste des Roten Kreuzes sind seit 1952 damit beschäftigt, die Blutversorgung in der Bundesrepublik sicherzustellen.

Besonders freuten sich der stellvertretende Bürgermeister Günter Kornell und DRK-Chef Rolf Klöcker, dass mit Edeltraud Engelen auch die stellvertretende Kreisvorsitzende und Blutspende-Beauftragte des Roten Kreuzes ins Burghofrestaurant gekommen war: „Sie ist auch stets engagiert bei den Spendenterminen in Kommern und Mechernich mit von der Partie“.

Trotz seiner 93 Jahre als Schatzmeister des Rotkreuz-Ortsvereins aktiv ist Johann Beul, ein früherer Mitarbeiter der Stadtverwaltung Mechernich. Er schüttelte vielen Geehrten ebenso die Hände wie Kameradschaftsleiter Sascha Suijkerland. Besonders herzlich fiel der Händedruck zwischen Johann Beul und Hans Joachim Gerlitz aus, der wie Beul sein Berufsleben bei der Stadt Mechernich verbracht hatte.

Für 75 Blutspenden wurden Dieter Friederichs, Thorsten Hansen, Josefine Hoffmann, Maria Jannes, Christoph Kühn, Margareta Lipus, Bertram Röttgen und Gerhard Stroka ausgezeichnet. 50mal zur Ader ließen sich Markus Bierth, Bernd Dirk Danilkin, Patrick Meyer, Werner Manfred Mutschke, Dieter Eduard Schulz und Rolf Wagner.

Nicht ganz ernst gemeinte Ratschläge

25 Blutspenden gaben Carsten Clemens, Carmen Hedwig Dahmen, Christoph Dasburg, Hans-Peter Drügh, Franz Josef Esser, Gertrud Gericke, Ruth Katharina Gronveld, Thomas Udo Helmling, Silke Henk-Nanetti, Elke Horst, Reinhard Kijewski, Andreas Knapp, Peter Kramp, Lorenz Küpper, Robin Frank Kurka, Frank Josef Lauterbach, Bernhard Mauren, Jan Michaels, Patrick Nosbers, Michael Franz Josef Offermann, Nicole Reipen, Monika Schommer-Henning, Heinz-Leo Schröder, Regina Theresia Simons, Hannelore Strauch, Hildegard Syberg, Stefan Thur, Christina Tiefensee, Pia Wassong, Heike Witzsche, Martha und Zimmermann.

Nach der Ehrung eröffnete ein gemeinsames Abendessen den gemütlichen Teil des Abends, den der stellvertretende Mechernicher Rotkreuzvorsitzende und Diakon Manni Lang mit Mundartunterricht und guten Ratschlägen fürs tägliche Leben abschloss. Dabei blieb kein Auge trocken.

 

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Ausgezeichnet – Netzwerk von Handwerks-Kammern hilft bei Klimaschutz und Energieeffizienz

Region/Berlin/Koblenz – E-Tool und 55 praktische Maßnahmen, um in Betrieben Kosten zu senken und Ressourcen zu schonen. Weil sie gemeinsam dabei helfen, Energie zu sparen und Klimaschutz zu fördern, ist nun ein Netzwerk von elf Handwerkskammern in Berlin ausgezeichnet worden. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ hatten sich die Handwerkskammern – darunter die aus Koblenz – im Sommer 2021 bundesweit zu dem Netzwerk zusammengeschlossen. Erklärtes Ziel war es dabei schon vor der aktuellen Energiekrise, sich gemeinsam als wichtige Multiplikatoren für mehr Nachhaltigkeit in den Regionen einzusetzen. Gleichzeitig wollen die Mitglieder so Impulse geben, damit weitere Energie- und Klimaschutz-Netzwerke entstehen. Ein weitsichtiger wie wichtiger Ansatz, gerade mit Blick auf die aktuelle – oft für Betriebe massiv belastende – Situation.

Das Netzwerk der Handwerkskammern trägt vielfältige Ideen, Beispiele und Erfahrungen zusammen, um ganz praktisch dabei zu helfen, Energie und Kosten zu sparen sowie das Klima zu schützen. Insgesamt gibt es bisher 55 solcher Maßnahmen. Dazu gehört die Möglichkeit, Berufsbildungszentren energieeffizient zu heizen, Veranstaltungs- oder Produktionsräume energiesparend zu beleuchten, die IT mit Blick auf den Energieverbrauch zu optimieren oder eine smarte Gebäudetechnik zu installieren. Direkt in den Betrieben können Produktionsabläufe oder Öffnungszeiten angepasst werden, um den Energieverbrauch und die Kosten zu reduzieren.

Die Handwerkskammern im Netzwerk benutzen dazu das E-Tool: Ein digitales Energiebuch, das im Rahmen der „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“ entwickelt worden ist. Es erfasst und analysiert den Energieverbrauch, damit gemeinsam das Energiesparziel von 2.900 MWh/a und 760 t CO2-Äq/a erreicht wird. Für diese hilfreiche Arbeit erhielt das Netzwerk der Kammern von der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerke nun eine besondere Auszeichnung.

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Außen-Gastronomie – Stadt Aachen erlässt auch im zweiten Halbjahr 2022 Gebühren

Aachen – Der Stadtrat hat beschlossen, auch im zweiten Halbjahr 2022 auf Gebühren für außengastronomische Angebote im öffentlichen Straßenraum zu verzichten. Bereits erhobene Gebühren für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2022 werden zurückerstattet. Die entgangenen Einnahmen in Höhe von 300.000 Euro für das zweite Halbjahr werden durch höhere Einnahmen bei der Gewerbesteuer gedeckt. Mit der jüngsten Entscheidung des Stadtrats wird eine Regelung fortgesetzt, die auch schon für das erste Halbjahr 2022 galt.

Genehmigungspflicht bleibt erhalten – Anträge willkommen!

Die Verwaltung macht mit Nachdruck darauf aufmerksam, dass Gastronomiebetriebe weiterhin einen Antrag stellen müssen, wenn sie den öffentlichen Raum für ihre Angebote unter freiem Himmel nutzen möchten. Bei jedem Antrag wird überprüft, ob die Verkehrssicherheit gewährleistet ist, Rettungswege sowie der Zugang zu kritischer Infrastruktur freigehalten und notwendige logistische Anforderungen (etwa der Müllentsorgung durch den Aachener Stadtbetrieb) erfüllt werden. Besondere Beachtung finden dabei auch die Bedarfe von Menschen mit Beeinträchtigung, etwa mit Seh- oder Gehbehinderung.

Es gibt in Aachen 425 genehmigte Flächen für die Außengastronomie. 63 Flächen werden zurzeit ohne ordnungsgemäße vorangegangene Antragsstellung bewirtschaftet. Eine Genehmigung ist in diesen 63 Fällen aber grundsätzlich möglich, weil auf diesen Flächen bereits einmal in früheren Zeiten Außengastronomie genehmigt wurde.

In 19 Fällen überschreiten Gastronomiebetriebe aktuell die genehmigte Außengastronomienutzung. Hier werden unabgestimmt Flächen ausgeweitet, Leitelemente für Seheingeschränkte zugestellt, Rettungswege belegt oder auch zusätzliche Schutzwände oder Überdachungen aufgestellt, was teilweise zu erheblichen Beeinträchtigungen führt. Auch wird Mobiliar außerhalb der Öffnungszeiten nicht ordnungsgemäß abgeräumt.

Nicht genehmigte Flächen und Bauelemente müssen demontiert oder zurückgebaut werden.

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Ex-SPD Schwergewicht und Parteigründer der Linken zu Gast bei „Einblicke“ in Bitburg

Bitburg – Mit Oskar Lafontaine hat Kulturamtsleiter Herbert Fandel am 10. November einen der schillerndsten Persönlichkeiten der Deutschen Politikgeschichte in seine Talkreihe „Einblicke – Menschen mit Geschichte und Geschichten“ eingeladen.

Der beliebte, langjährige Ministerpräsident des Saarlandes wurde 1990 Kanzlerkandidat der SPD, unterlag aber bei der Bundestagswahl gegen seinen Widersacher Helmut Kohl. Von 1995-1999 war er Parteivorsitzender, ehe er nach dem Wahlsieg der SPD 1998 in der Kanzlerschaft von Gerhard Schröder das Amt des Bundesfinanzministers übernahm. Nach innerparteilichen Zerwürfnissen legte er 1999 überraschend alle politischen Ämter nieder und trat fortan als vehementer Kritiker des Regierungsbündnisses aus SPD und Grünen auf.

2002 wechselte er zur neu gegründeten Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit (WASG). Zusammen mit Gregor Gysi saß Lafontaine nach einem Wahlbündnis mit der PDS nun im Bundestag und war Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion. Aus dieser politischen Liaison ging die Partei „Die Linke“ hervor, dessen Parteivorsitzender er wurde. Im März 2022 gab Lafontaine seinen Austritt aus der Linkspartei bekannt und zog sich aus der Politik gänzlich zurück. Oskar Lafontaine besuchte als Schüler das Regino-Gymnasium in Prüm und machte 1962 sein Abitur.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 10. November um 19 Uhr in der Stadthalle in Bitburg statt. Tickets sind für 15 € und ermäßigt für 10 € über www.ticket-regional.de zu erwerben.
Der Vorverkauf startet am Montag, den 17. Oktober um 8:00 Uhr.

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Strafbefehl gegen Aachener Weihbischof Dr. Johannes Bündgens rechtskräftig

Aachen – Bischof Dr. Helmut Dieser fordert persönliche Konsequenzen. Einvernehmlich legt der Weihbischof mit sofortiger Wirkung seine Aufgabe als 1. Vorsitzender des Vorstandes des Diözesancaritasverbandes in Aachen nieder.

Weihbischof Dr. Johannes Bündgens steht seit Dezember 2019 wegen Veruntreuung von Geldern im Fokus der Öffentlichkeit. Seitdem lässt er all seine Ämter ruhen und zelebriert auch keine öffentlichen Gottesdienste im Bistum Aachen. Am 13. Juli 2021 wurde er vom Amtsgericht Kerpen wegen Veruntreuung von 128.000 Euro zu neun Monaten Haft auf Bewährung und 5.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Gegen den Strafbefehl hatte er Einspruch eingelegt, diesen aber nun zurückgezogen.

Damit ist der Strafbefehl rechtskräftig. Mit sofortiger Wirkung legt Weihbischof Dr. Bündgens seine Aufgabe als 1. Vorsitzender des Diözesancaritasverbandes Aachen nieder.

Weihbischof Dr. Bündgens trägt dem Heiligen Vater die nun entstandene Situation vor und bittet ihn um Klärung. Um eine weitere Belastung durch den entstandenen Vertrauensverlust für das Bistum Aachen auszuschließen, stellt Bischof Dr. Helmut Dieser klar, dass Weihbischof Dr. Johannes Bündgens bis auf Weiteres keine bischöflichen Aufgaben im Bistum Aachen wahrnehmen wird. Bischof Dr. Helmut Dieser: „Ich fordere den Weihbischof auf, dem Heiligen Vater nunmehr seinen Rücktritt anzubieten.“

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Werner Arenz aus Kalenborn erhält Freiherr-vom-Stein-Plakette von Innenminister Lewentz

Ochtendung/Kaisersesch – Im Rahmen einer Ehrungsveranstaltung in Ochtendung wurde Werner Arenz aus Kalenborn für sein langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette ausgezeichnet. Aus dem Landkreis Cochem-Zell wurden auch Heinz Berg und Lothar Schneider geehrt.

Mit der Übergabe der Plakette würdigte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz das herausragende Engagement von Werner Arenz sowie den persönlichen Einsatz für unterschiedliche Projekte in der Ortsgemeinde Kalenborn.

Von 1994 bis 1999 war Werner Arenz Mitglied im Gemeinderat und von 1999 bis 2022 bekleidete er das Amt des Ortsbürgermeisters in Kalenborn. Als zuverlässiger Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger hat er sich mit sehr viel Engagement für deren Belange eingesetzt. In seinem 28-jährigen kommunalpolitischen Einsatz hat er die Entwicklung von Kalenborn maßgeblich geprägt und mitgestaltet.

Unter den vielen zukunftsweisenden Projekten und Maßnahmen, die er in dieser Zeit initiiert, organisiert und auch mit umgesetzt hat, gehören beispielsweise die Anerkennung zur Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung sowie die Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes, der Neubau des Gemeindehauses mit Feuerwehrtrakt, die Erschließung des Neubaugebietes, die Umrüstung  der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, das Flurbereinigungsverfahren Elztal, die Ausweisung des städtebaulichen Sanierungsgebiets und die Errichtung einer Schutzhütte.

Namens der Verbandsgemeinde Kaisersesch gratulierte Beigeordneter Thomas Welter, in Vertretung von Bürgermeister Albert Jung, Werner Arenz ganz herzlich und bedankte sich für die gute langjährige Zusammenarbeit und den überaus großen Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger in Kalenborn.

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Ausgrabungen einmal anders – Müllaktion im Zitadellengraben Jülich

Jülich – Normalerweise ist sein Blick mehr auf steinzeitliche Fundstücke geeicht. Der ehrenamtliche Mitarbeiter des Museums Zitadelle Jülich, Ralf Hertel, ist Experte für Steinzeit und unterstützt das Museum auch bei anderen archäologischen Aktionen rund um Römer und Militärgeschichte der Festung. Die Zitadelle hat es dem gebürtigen Jülicher besonders angetan. Schon seit Kindertagen ist sie das emotionale Zentrum seiner Stadt. Seitdem der Zitadellengraben ein beliebtes Naherholungsgebiet für Spaziergänger ist, ist die Schloss-festung auch aus anderer Perspektive zu erleben. Seit der Landesgartenschau 1998 ist auch der Wasserlauf im Süden wieder bewässert und hat sich inzwischen zu einem kleinen Biotop der besonderen Art entwickelt. In dem Fließgewässer sind sogar Forellen heimisch geworden. Das Bild wird allerdings durch den Müll getrübt, der vielfach im Zitadellengraben und in der sogenannten Künette landet.

Um den Zustand sowohl für die Fische als auch für die Spaziergänger und Touristen positiver zu gestalten, hatte sich Ralf Hertel zusammen mit seinem Sohn Julius eine Säuberungsaktion vorgenommen und an einem Samstag den Müll aus dem Graben entfernt. Spontan schlossen sich einige Passanten der Aktion an und zeigten sich begeistert. Vater und Sohn Hertel waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Arbeit und freuten sich über die Resonanz. Eine Wiederholung der Aktion ist in gewissen Abständen geplant. Das Museum Zitadelle Jülich bedankt sich für dieses Engagement, lässt es doch das historische Zentrum Jülichs für einheimische und auswärtige Besucher wesentlich ansprechender erscheinen.