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Gasverbrauch runter – Preise rauf – Eifel-Therme Zikkurat bleibt attraktiv

Mechernich-Firmenich – Die Eifel-Therme Zikkurat bleibt attraktiv und hält Preissteigerungen im überschaubaren Rahmen – Betriebsleiter Christian Klein: „Preis-Leistungs-Verhältnis im Interesse der Kunden stimmt auch im nächsten Jahr“ – Für die Öffentlichkeit erst ab 12 Uhr täglich – Nur freitags bis sonntags werden alle vier Saunen geheizt, werktags nur zwei – Beigeordneter Hambach: „Trotz Verdreifachung des Gas- und mehr als Verdoppelung des Strompreises bleiben die Tarife überschaubar und sozial verträglich“

Energieeinsparung und Preisanpassung: Unter diesen Stichworten steht der Jahreswechsel in der Eifel-Therme Zikkurat. Weniger Strom und Gas und nebenbei auch Personalkosten sollen vor allem durch reduzierte Öffnungszeiten und ein verknapptes Saunaangebot an den Wochentagen erreicht werden.

Die Preissteigerungen bezeichnen Betriebsleiter Christian Klein und Geschäftsführer Thomas Hambach als moderat. Sie liegen noch immer im Vergleich mit Familien- und Freizeitbädern im Umland im „angenehm freundlichem Bereich“, so Klein.

Er erläuterte dem Mechernicher „Bürgerbrief“ das neue Tarifgefüge. So steigt der Preis für eine Tageskarte im Schwimmbad bei den Erwachsenen von 7,70 auf neun und bei Kindern von 5,50 auf sieben Euro. Die Drei-Stunden-Tickets klettern analog von 4,90 auf 5,50 bei Kindern und 6,60 auf 7,50 bei erwachsenen Schwimmbad-Nutzern.

Geldwertkarten sind der Renner

Der Tageskartenpreis in der Sauna wird von 24,70 auf 27 Euro angehoben, der Frühstartertarif (10 – 13 Uhr für vier Stunden) von 19,80 auf 21,50 Euro. Im Schwimmbad und im Saunabereich gibt es weiterhin Geldwertkarten (GWK) mit bis zu 25 Prozent Rabatt auf alle nicht rabattierten Eintritte. „So kann man die Tariferhöhungen mehr als kompensieren“, sagt Betriebsleiter Christian Klein. Am beliebtesten sei die „GWK 300“ für 300 Euro, (erhältlich vom 1.  31.12) die man sowohl im Bad, als auch in der Sauna anwenden könne.

Kompaktangebote wie der „Anti-Stress-Tag“ oder der „Tag für mich“ beziehungsweise „Ein Tag für zwei“ mit Wellness, Massagen, Sauna und Restaurantbesuch soll es auch weiterhin geben. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt absolut“, so Christian Klein. 40 Minuten Massage, ein ganzer Tag Sauna inklusive Snack aus dem Restaurant kosten zusammen 68 Euro. Eine ganze Stunde Massage, Hauptgericht im Restaurant, Sauna-Tagesticket, Bademantel und Badetuch plus Wellnessdrink gibt es für 98 Euro. Letzteres im Doppelpack als „Ein Tag für zwei“ kostet 184 Euro.

„Das Preisgefüge bleibt angesichts einer Verdreifachung des Gas- und mehr als einer Verdoppelung des Strompreises noch immer überschaubar und sozial verträglich“, so Mechernichs Erster Beigeordneter Thomas Hambach, der auch die Geschäfte der Eifel-Therme Zikkurat (ETZ) GmbH führt.

Das Energiesparkonzept sieht ab 1. Januar 2023 vor, dass werktags (montags bis donnerstags) nur zwei von vier Saunen geöffnet haben, freitags bis sonntags hingegen alle vier. Die Öffnungszeiten von Bad und Sauna werden täglich um zwei Stunden gekürzt. Statt um 11 öffnet die ETZ montags bis donnerstags erst um 12 Uhr für den Publikumsverkehr. Und schließt bereits um 20 statt bislang um 21 Uhr.

Wenig Wärme nach draußen

Freitags und samstags ist von 12 bis 21 Uhr statt bisher von 11 bis 22 Uhr geöffnet, sonntags von 12 bis 19 Uhr statt von 11 bis 20 Uhr. Das Frühschwimmen (montags bis freitags 6.45 – 7.45 Uhr) fällt dienstags und donnerstags weg. Das Außenbecken wird an den drei verbleibenden Tagen Montag, Mittwoch und Freitag zum Frühschwimmen nicht aufgemacht, so Christian Klein: „Damit verlieren wir weniger Wärme nach draußen!“ Auch das Strömungsbad bleibt aus Energieeinsparungsgründen während des Frühschwimmens abgeschaltet.

Die beliebte Wassergymnastik wird ab 1. Januar an drei statt bislang an zwei Tagen angeboten und zwar dienstags, mittwochs und donnerstags von 11.15 bis 12 Uhr für bis zu 40 Teilnehmer im Erlebnisbecken für einen Aufpreis auf den Eintritt von zwei statt bislang 1,50 Euro. Es gibt dann nur noch einen statt bislang zwei Aqua-Power-Kurse und zwar mittwochs von 19 bis 19.45 Uhr.

Hauptvorteil der Öffnung für den öffentlichen Badebetrieb um 12 Uhr ist mehr Zeiten für  Schulen, Vereine, Schwimmkursveranstalter und Institutionen wie Polizei und Bundeswehr, die das Bad vormittags buchen, diese stellen eigenes Rettungspersonal (Bademeister). Fachpersonal sei im Übrigen sehr schwer zu rekrutieren. Deshalb bildet die Eifel-Therme-Zikkurat auch im laufenden Ausbildungsjahr wieder zwei Fachkräfte für Bäderbetriebe aus, sowie einen Jungen aus der Ukraine, der im kommenden Ausbildungsjahr starten möchte.

Trotz all dieser Maßnahmen steigt der Jahreszuschuss der Stadt Mechernich für den Betrieb der Eifel-Therme 2023. Thomas Hambach: „Aber der Betrieb soll aufrechterhalten werden, um diesen Teil der Daseinsvorsorge für unsere Bürger zu gewährleisten.“

„Insbesondere das Schulschwimmen und die Schwimmausbildung, die ohnehin schon durch Corona und Schließungen an anderer Stelle leiden, sind uns und dem Rat der Stadt Mechernich ein wichtiges Anliegen“, so der Geschäftsführer und Erste Beigeordnete.

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Kreissparkasse Ahrweiler unterstützt Vereine in der Region

Ahrweiler – Die Kreissparkasse Ahrweiler unterstützt in ihrer jüngsten Aktion die Vereine aus dem Kreis Ahrweiler mit insgesamt 50.000 €. 50 Vereine aus dem Kreisgebiet können von der Aktion profitieren. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei daraufgelegt, welche Vereine sich durch soziales, nachhaltiges oder initiatives Engagement in 2022 ausgezeichnet haben.

„Viele Vereine im Kreis Ahrweiler haben durch Corona und die Flutkatastrophe in den vergangenen Jahren stark gelitten, aber auch viele Vereine haben sich im vergangenen Jahr durch besonderes Engagement auszeichnen können. Hieran sieht man, dass Vereine das Rückgrat unserer Gesellschaft sind. Ohne Vereine und das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder wären viele Dinge, wie zum Beispiel Sport- oder Musikveranstaltungen, nicht mehr möglich. Um den Vereinen nun etwas zurückzugeben haben wir diese Aktion ins Leben gerufen. Wir wollen die Vereine so unterstützten, wie wir es können und dadurch unseren Beitrag zur Förderung des Vereinslebens, der Menschen vor Ort und der gesamten Region leisten.“, erklärt Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler.

Über die URL: https://ksk-ahrweiler.mpro-sparkasse.de/p/spenden oder den beigefügten QR-Code können sich die Vereine für eine Förderung bewerben. Teilnahmeschluss ist der 31. Dezember um 18 Uhr.

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Mayen-Koblenzer Landrat verleiht freiwilligen Helfern Katastrophenschutz-Ehrenzeichen

Region/Mayen-Koblenz – Sieben freiwillige Helfer aus dem Bereich Katastrophenschutz sind kürzlich im Kreishaus von Landrat Dr. Alexander Saftig mit dem Katastrophenschutz-Ehrenzeichen ausgezeichnet worden. Die Geehrten sind seit 25 und 35 Jahren im Ehrenamt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Freiwilligen Feuerwehr tätig und leisten einen aktiven Dienst für die Menschen im Kreis Mayen-Koblenz. Sei es als Organisatorischer Leiter, Notfallsanitäter oder Leitender Notarzt.

Landrat Dr. Alexander Saftig sprach den Helfern Lob, Dank und Anerkennung für ihr ehrenamtliches Wirken aus. „Ihr Verhalten, ständig selbstlos und aufopfernd, ist ehrenwert. Als Katastrophenschützer riskiert man seine Gesundheit und sein Leben für andere Menschen. Man schenkt einen Teil seiner Freizeit für den Dienst an die Allgemeinheit, völlig selbstlos und unentgeltlich“, sagte der Landrat. Seinem Dank schlossen sich der Präsident vom DRK-Kreisverband Mayen-Koblenz, Bernhard Mauel und die Vizepräsidentin MdB Mechthild Heil an. Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Rainer Nell dankte den freiwilligen Helfern ebenfalls für den unermüdlichen Einsatz und sprach ein Lob an alle Blaulichtorganisationen sowie deren durchweg gute Zusammenarbeit aus. „Es ist nicht nur wichtig, an einem Strang, sondern auch in die gleiche Richtung zu ziehen. Das gelingt uns sehr gut“, betonte Rainer Nell.

Mit dem Katastrophenschutz-Ehrenzeichen für 25 Jahre Ehrenamt wurden ausgezeichnet: Marco Emmerich, Detlef Frickel, Martin Schnurr, Guido Schultes und Markus Stendtke. Norbert Koll erhielt die Auszeichnung für 35 Jahre Dienst im Ehrenamt.

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Wasser-Gebühren in Mechernich steigen

Mechernich – Es hätte noch deutlich teurer werden können. Doch per Gesetz ist die Stadt Mechernich angehalten, Mehrkosten, die durch die Pandemie oder den Krieg in der Ukraine entstehen, aus der Gebührenkalkulation herausrechnen. Die Stadt hat das getan und rund 362.000 Euro weniger im Wirtschaftsplan veranschlagt. Ohne diese Reduzierung hätte sich der Wasserpreis zusätzlich nochmal um rund 40 Cent pro Kubikmeter erhöht.

Nichtsdestotrotz müssen Gebührenzahler 14 Cent pro Kubikmeter mehr bezahlen. Stimmt der Rat am 13. Dezember der neuen Gebührensatzung für 2023 zu, wie das bereits der Betriebsausschuss in seiner jüngsten Sitzung getan hat, steigen die Wassergebühren von derzeit 1,35 Euro auf dann 1,49 Euro pro Kubikmeter.

Andere Gebühren bleiben konstant

„Alle anderen Gebühren, wie Müll oder Schmutzwasser, werden wir derweil konstant halten können“, berichtet Mechernichs Erster Beigeordneter Thomas Hambach. Preistreiber bei den Wassergebühren seien einerseits Mehraufwendung bei Sanierungen und Instandhaltungen von Hausanschlüssen und Rohrleitungen gewesen. Andererseits sorgt die neuartige Bleifilteranlage in der Wasseraufbereitungsanlage Düttling für Mehrkosten.

Das Verfahren dort ist ein Pionierprojekt, das bei Probebetrieb und Inbetriebnahme im Frühjahr 2021 deutschlandweit einzigartig war. Mit einem speziellen Granulat wird Blei bis unter die Nachweisgrenze herausgefiltert. Nötig war das, weil die zulässigen Grenzwerte für Blei gesenkt wurden und so im Mai 2020 bei einer Überprüfung minimal erhöhte Bleiwerte im hunderttausendstel Gramm pro Liter Wasser festgestellt worden waren. Säuglinge unter zwei Jahren sollten aufgrund der Grenzwertsenkung daher vorsorglich das Wasser nicht weiter erhalten, rieten die Stadtwerke in Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt deshalb der Bevölkerung im Westen der Stadt Mechernich sowie Düttling und Hergarten.

Für Erwachsene blieben die Werte stets unbedenklich. Durch die neue von Wilfried Claesgens konzipierte Anlage und nach zahlreichen Tests, konnte der Ingenieur vom Büro Gotthard + Knipper damals festhalten: „Das Trinkwasser, das die Anlage Düttling verlässt, ist bleifrei.“ Damit werden auch die im kommenden Jahr erneut abgesenkten Grenzwerte eingehalten.

 

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Die Hellenthaler „Fuchsschwanz Brothers“ gingen für die Hilfsgruppe Eifel auf große Tour

Kall – Sie tragen Rocker ähnliche Kutten und sind in Hellenthal eine Gruppe Gleichgesinnter, die Freude am Fahren mit Mopeds und Mofas (MoMo) haben. „Fuchsschwanz Brothers“ nennen sich die Clubmitglieder um ihren Vorsitzenden Thorsten Hanf, die mit ihren 50-Kubikzentimeter-Zweiräder nicht nur in der Eifel unterwegs sind. Und das immer für den guten Zweck, wie Thorsten Hanf und sein Clubkollege Jonas Braun kürzlich beim Monatstreffen der Hilfsgruppe Eifel in Roggendorf berichteten.

Die beiden Moped-Rocker hatten dem Kaller Verein eine Spende in Höhe von 1406,50 Euro mitgebracht. Die Hilfsgruppen-Mitglieder erfuhren von Hanf, dass der Hellenthaler Club mit den kleinen Zweitaktern recht große Leistungen verbringt. So hatten die Moped-Piloten beispielsweise in diesem Jahr eine Tour nach Österreich gemacht und dort am „Ötztaler Moped Marathon“ teilgenommen, in dessen Verlauf es unter anderem galt, das Timmelsjoch zu überqueren.

Ein weiteres Jahres-Highlight der Hellenthaler war im Sommer die Teilnahme an der bundesweiten Spendenfahrt „MoMoTo“ gewesen. Bei dieser Tour reist eine Spendenbox in Form eines „goldenen Tank“ in 28 Etappen vom Katzenhirn im Unterallgäu quer durch Deutschland bis nach Flensburg. Hinter jeder Etappe steht ein regionaler Mofa- oder Moped-Club, der den Tank übernimmt und zur nächsten Etappe transportiert.

„Zündfunken“, „Wild Möff“ und „Zweitakt-Mafia“

Zahlreiche deutsche MoMo-Clubs mit klangvollen Namen wie „Schreckschrauben“, „Hellriders & Beerdrinkers“, „Zündfunken“, „Wild Möff“ oder „Zweitakt-Mafia“ beteiligten sich der Spendentour, in deren Verlauf die Hellenthaler für die 17. Etappe zuständig waren. Am 13. August hatten sie den goldenen Tank in Sieberath übernommen. Nach einem gemütlichen Abend wurde der Tank einen Tag später mit den Mopeds nach Torr bei Bergheim gefahren, wo er von den Veranstaltern der 18. Etappe übernommen wurde.

Am Ende waren durch die Hellenthaler Aktion 1405,50 Euro im goldenen Tank gelandet. Über die Verwendung der Spenden können die beteiligten Clubs selbst entscheiden. Die Fuchsschwanz Brothers entschieden sich für Hilfsgruppe. „Es ist uns eine Freude Sie und die betroffenen Menschen finanziell unterstützen zu können“, versicherte Thorsten Hanf bei der Übergabe der Spende.

Eine Spende der Kommerner Fahrschule Jo Weiler über 1000 Euro übergab Pia Benz (rechts) an Hilfsgruppen-Mitglied Kerstin Tampier. Foto: Reiner Züll

In Roggendorf wurden der Hilfsgruppe an dem Abend weitere Spenden übergeben. Pia Benz überbrachte einen Spendenscheck über 1000 Euro von der Kommerner Fahrschule Jo Weiler. ,Der zehnjährige Nico Schruff aus Nettersheim bekam für eine Spende von 288,40 Euro einen besonderen Beifall. Er hatte sich etwas Besonderes ausgedacht, um die Ukraine-Hilfe der Hilfsgruppe zu unterstützen. Von der hatte er in der Grundschule in Marmagen erfahren, die im Frühjahr das Thema „Ukraine-Krieg“ im Unterricht behandelt hatte.

Mit seinen Schulkameraden Linus Evertz und Jason Müller beschloss Nico Schruff, eine Aktion zu starten. Dabei hatte Nico die vielen Wanderer ins Visier genommen, die sonntags im Rosental am Haus von Nicos Eltern vorbei wandern, vor dem zu dieser Zeit ein Verkaufsanhänger der Industriegewerkschaft INBCE stand. Den hatten Nico und sein Vater Timo Litzbarski nach dem Winter grundgereinigt.

Linus, Jason und Nico verkauften im Anhänger fleißig Kaffee und Kuchen an die Wanderer, so dass am Ende durch Verkauf und Spenden ein Betrag von über 288 Euro zusammenkam. Den überreichte Nico an den Vorsitzenden der Hilfsgruppe, Willi Greuel, mit der Bitte, das Geld sinnvoll für Kinder in der Ukraine zu verwenden.

Hebammen arbeiten am Limit

Willi Greuel berichtete über die Ukraine-Hilfe, die Hilfsgruppen-Mitglied Ralf Heistert mit einer Organisation aus dem Monschauer Raum in die Wege geleitet hat. Wie Heistert berichtet, wird eine ukrainische Geburtsklinik in Luzk unterstützt. Die Klinik liegt im Westen des Landes und ist bisher von schweren Angriffen verschont geblieben. Weil aber andere Kliniken im Umkreis von 300 Kilometern zerstört sind oder evakuiert werden mussten, finden alle Geburten aus diesem Umkreis nun in der Klinik in Luzk statt.

Die normale Zahl der Hebammen ist dort durch die Evakuierung der anderen, vom Krieg betroffenen Kliniken von vier auf 70 Geburtshelferinnen gestiegen, die rund 400 werdende Mütter betreuen und die mit 230 weiteren Pflegekräften rund um die Uhr am Limit arbeiten. Heistert: „Während der der ständigen Luftalarme gebären die durch Mangelernährung ausgezehrten Mütter ihre Kinder bei Temperaturen von nur acht Grad im Keller“. Viele Kinder überlebten nicht.

Inzwischen hat die Hilfsgruppe Babynahrung, Hygieneartikel, Medikamente und spezielle Säuglingsmilch auf den Weg in die Ukraine gebracht oder die Anschaffung mit finanziert. Ebenfalls von der Hilfsgruppe in die Ukraine geschickt wurden 105 Baby-Tragetaschen, in denen die frisch geborenen Babys bei Luftalarmen in die Luftschutzkeller getragen werden können. Derzeit, so Heistert, sei die Hilfsgruppe dabei, zehn Paletten mit Hygienemitteln zu ordern. Für den Transport in die Ukraine sorge die Hilfsorganisation „Fortune hilft“, die mit Organisationen direkt vor Ort zusammenarbeite.  „Wir werden dort auch weiter helfen“, so Willi Greuel. (Reiner Züll)

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Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember

Region/Mayen-Koblenz – Heute ist Welt-AIDS-Tag. Ende vergangenen Jahres waren es rund 91.000 Menschen, die in Deutschland mit HIV infiziert sind. Die Anzahl der Neuinfektionen ist im Vergleich zum Vorjahr mit 1.800 konstant geblieben. Allerdings ist die Zahl der geschätzten HIV-Neuinfektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben, mit etwa 1.000 leicht rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass zirka 8.600 Menschen noch nichts von ihrer Infektion wissen. In Rheinland-Pfalz leben etwa 2.400 Menschen mit der Diagnose HIV.

„Mit der entsprechenden Behandlung kann die Lebenserwartung der Betroffenen inzwischen als normal bezeichnet werden“, erläutert Dr. med. Ansgar Rieke, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Nephrologie und Infektiologie im Kemperhof. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einer individualisierten Therapie und ganzheitlichen Begleitung, um die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen. „Um das Virus weiter einzudämmen, spielt insbesondere der Zeitpunkt der Behandlung eine wesentliche Rolle. Obwohl die Zahl der HIV-Neuinfektionen in den vergangenen Jahren insgesamt zurückgegangen ist, wird laut Robert-Koch-Institut in Deutschland immer noch ein Drittel der Diagnosen erst bei fortgeschrittenem Immundefekt gestellt.“ Je früher mit der antiretroviralen Therapie (ART) begonnen wird, desto geringer ist die Viruslast und damit das Risiko einer weiteren Übertragung. Auch der Schutz von HIV-negativen Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko durch die präventive Einnahme eines HIV-Medikamentes (Prä-Expositions-Prophylaxe – PrEP) stellt ein effektives Instrument dar, um die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren. Der beobachtete Rückgang von HIV-Neudiagnosen und der geschätzte Rückgang von Neuinfektionen unter Männern, die Sex mit Männern haben, deuten auf den Erfolg des PrEP-Gebrauchs hin. Der Chefarzt kann dies auch mit Zahlen aus der Immunologischen Ambulanz belegen: „2021 hatten wir 38 neue HIV-Patienten, in 2022 bis jetzt 57, davon allerdings 27 Neuvorstellungen von Flüchtlingen. Somit liegen wir im Verhältnis mit der Zahl 30 bis jetzt deutlich unter dem Vorjahr.“ Dem Infektiologen ist es ein besonderes Anliegen, auf die Effektivität der PrEP hinzuweisen, um Schwierigkeiten bei der Kostenübernahme entgegenzuwirken.

Standardhygienemaßnahmen in Kliniken und Praxen schließen eine Übertragung an andere Patienten aus. Studien versichern: Im persönlichen Umgang und bei Sexualität eines Infizierten mit nicht nachweisbarer Viruslast ist eine Infektion auch ohne Kondom nicht übertragbar. „Die Immunologische Ambulanz im Kemperhof wünscht sich einen offenen und sachgerechten Umgang mit HIV ohne Stigmatisierung Betroffener“, so Dr. med. Ansgar Rieke.

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Besinnliche Senioren-Weihnacht in der Arena Kreis Düren

Düren – Endlich wieder ein besinnliches Beisammensein, gemeinsam singen und die Weihnachtszeit begrüßen: Landrat Wolfgang Spelthahn feierte gemeinsam mit rund 1000 Menschen die mittlerweile neunte Seniorenweihnacht in der Arena Kreis Düren. Ein buntes Programm auf der Bühne und leckerer Kuchen und Kaffee auf den bunt geschmückten Tischen sorgten für Wohlfühlatmosphäre.

Rund 1000 Seniorinnen und Senioren feierten mit dem Kreis Düren Weihnachten in der Arena. Foto: Kreis Düren

„Nach diesem ereignisreichen und schweren Jahr wollen wir gemeinsam diese feierliche Auszeit genießen. Ich freue mich, dass wir nach der zweijährigen Coronapause heute wieder hier zusammengekommen sind“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn, bevor die Musikwerkstatt „Improfissimo“ auftrat. Die jungen Musikerinnen und Musiker begeisterten das Publikum mit stimmungsvollen Liedern und animierten alle zum Mitsingen der klassischen Weihnachtslieder. Aber nicht nur Weihnachtslieder wurden an dem Nachmittag zum Besten gegeben, denn die Abba-Tribute-Band „Take a Chance on us“ sorgte mit den größten Hits der schwedischen Band für Stimmung. Auch der Nikolaus ließ es sich zuvor nicht nehmen, dem Publikum einen Besuch abzustatten und gemeinsam zu singen und Geschichten zu erzählen. Unterstützt wurde er dabei von den jungen Tänzerinnen der TF Company Düren. Die Kinder zeigten ihr Talent auf der Bühne und zauberten ein Lachen auf die Gesichter im Publikum. Durchs Programm führte Christian Mourad. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Sparkasse Düren.

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Letzte Winter-Ausstellung in der Stehbach-Galerie im Alten Arresthaus in Mayen

Mayen – Am Freitag, 25. November wurde die mittlerweile schon traditionelle Winterausstellung der Künstlergruppe 20 10 sowie Gastaussteller und Schüler/innen der internationalen Kunstschule Mayen in der Stehbach-Galerie im Alten Arresthaus durch Bürgermeister Bernard Mauel eröffnet. Zu sehen sind zahlreiche Acryl- und Aquarellmalereien, Fotografien und Skulpturen, welche Groß und Klein auf die besinnliche Weihnachtszeit einstimmen.

Leider wird die beliebte Winterausstellung das letzte Mal in der Stehbach-Galerie in den Räumlichkeiten des Alten Arresthauses zu sehen sein. Der Künstler Richard Frensch hauchte gemeinsam mit seiner Gattin Gisela Irmtrud Keiffenheim dem Untergeschoss des Alten Arresthauses über viele Jahre hinweg Leben ein. Neben Kunstkursen und diversen eigenen Ausstellungen bot er Künstlerkolleginnen und -kollegen die Räumlichkeiten zur Präsentation ihrer Kunst an.

„Wir bedauern sehr, dass Sie das Alte Arresthaus im Sinne der Kunst nicht mehr fortführen. Ich bedanke mich für die jahrelange gute Zusammenarbeit und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute“, so Bürgermeister Bernhard Mauel.

Die Kunstwerke können noch bis zum 18. Dezember, jeweils samstags und sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr, in der Stehbach-Galerie bestaunt werden. Der Eintritt ist frei.

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Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und Hochschule starten Umfrage zum E-Bürgerauto

Region/Mayen-Koblenz – Wie ist das Fahrerlebnis in den Bürgerautos? Wie gut funktioniert die Buchung und die Übernahme der Fahrzeuge? Und mit welchen Beweggründen werden die acht kostenfrei im Landkreis zur Verfügung gestellten E-Bürgerautos angemietet? Diese und weitere Fragen will die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie zwischen dem 12. und 23. Dezember in Erfahrung bringen. Ziel der Umfrage, die in Kooperation mit der Hochschule Koblenz stattfindet, ist es, die Mobilität im Landkreis noch nachhaltiger zu gestalten.

Um einen Einblick in die Nutzung des E-Bürgerautos zu erlangen, sind im oben genannten Zeitraum Gespräche mit Bürgern geplant, die das E-Bürgerauto bereits genutzt haben. Die 10 bis 15-minütigen Gespräche finden in Form eines offenen Dialogs zu verschiedenen Themen statt und können sowohl über eine internetbasierte Videokonferenz als auch telefonisch durchgeführt werden. Die Befragung erfolgt durch die Hochschule Koblenz. Es werden keine persönlichen Daten der Nutzer gespeichert, lediglich werden die Gespräche aufgezeichnet, verschriftlich und zusammengefasst. Persönliche Angaben der Nutzer werden dabei gelöscht.

Bürger, die das E-Bürgerauto bereits genutzt haben, sind daher eingeladen, sich zum Gesprächstermin unter www.kurzelinks.de/umfrage_e-buergerauto anzumelden. Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und die Hochschule Koblenz freuen sich mit den Nutzern in den Dialog zu treten und danken für die Teilnahme im Voraus ganz herzlich.

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Verbesserter Service in Bürgerbüro und Standesamt der Stadt Zülpich

Zülpich – Um künftig unnötige Wartezeiten beim Besuch im Rathaus der Stadt Zülpich zu vermeiden, haben die Bürgerinnen und Bürger ab dem heutigen 01. Dezember 2022 die Möglichkeit auf der städtischen Internetseite online einen Wunschtermin für die Bearbeitung dieser Angelegenheiten zu reservieren. Dieser neue Service wird im ersten Schritt zunächst für Dienstleistungen des Bürgerbüros und des Standesamtes angeboten.

Wer sich beispielsweise an- oder ummelden, einen Pass beantragen oder sich zur Eheschließung anmelden möchte, kann in Zukunft jederzeit über das Online-Formular einen passenden Termin buchen und gelangt so ohne Wartezeit zum passenden Ansprechpartner.
Die digitale Terminbuchung funktioniert ganz einfach über das entsprechende Widget auf der Internetseite der Stadt Zülpich. Dabei ist auch das konkrete Anliegen zu benennen, sodass automatisch genügend Zeit eingeplant wird und sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung auf das jeweilige Anliegen vorbereiten können. Nach der Eingabe von Name, Vorname, E-Mail-Adresse und Telefonnummer erfolgt eine Bestätigung per E-Mail. Sollte der Termin nicht wahrgenommen werden können, ist eine Änderung jederzeit möglich.

Zur Online-Terminvereinbarung der Stadt Zülpich gelangt man ganz einfach über den folgenden Link: www.zuelpich.de/online-terminvereinbarung „Wir sind stets darum bemüht, den Service für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Zülpich zu verbessern“, sagt Bürgermeister Ulf Hürtgen. „Mit der Möglichkeit der Online-Terminvereinbarung machen wir nun den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer digitalen Verwaltung.“