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Mechernichs Sirenen bleiben stumm – Bundesweiter Warntag am Donnerstag 8. Dezember

Mechernich – Am Donnerstag, 8. Dezember, will das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) um 11 Uhr im ganzen Bundesgebiet Probealarm auslösen. Gewarnt werden soll auf verschiedenen Wegen, über WarnApps wie „NINA“ und „KatWarn“, über Sirenensignale und erstmals über das so genannte Cell Broadcast.

Hinter diesem „Warnmix“ steht die Absicht, verschiedene Vorwarnwege und Systeme zu testen, um damit im Ernstfall möglichst viele Menschen zu erreichen. „Die Entwarnung ist für 11.45 Uhr vorgesehen“ schreibt Kreispressesprecher Wolfgang Andres an die Mechernicher Ordnungsamtschefin Silvia Jambor.

Doch im Stadtgebiet Mechernich bleiben die Sirenen stumm, beziehungsweise sind die neuen Warnanlagen nach Abbau der alten Nachkriegssirenen noch nicht wieder betriebsbereit – wie auch bereits der NRW-landesweite Probealarm vor einigen Wochen im Stadtgebiet Mechernich geräuschlos verlief.

„Gerade wir im Kreis Euskirchen wissen nach der Flut-Katastrophe 2021, wie wichtig es ist, dass man im Notfall die Menschen schnell warnen kann“, wird Landrat Markus Ramers zitiert. Besonders gespannt sei er auf Cell Broadcast – ein für Deutschland neues Warnmittel.

Radio Euskirchen strahlt Warnungen aus

Daneben sollen die Menschen im Stadt- und Kreisgebiet über die WarnApps informiert und – da, wo es möglich ist – über Sirenen gewarnt werden – allerdings nur dort, wo sie installiert und einsatzbereit sind. Radio- und Fernsehsender wollen ebenfalls Warnmitteilungen ausstrahlen. „Radio Euskirchen“ soll bereits kurz vor 11 Uhr eine Warnmeldung bringen, dann in den 11-Uhr-Nachrichten und im laufenden Programm bis 11.45 Uhr.

Sirenen gibt es nicht mehr überall in Deutschland, da sie nach dem Ende des Kalten Krieges abgebaut worden sind. Viele Städte und Gemeinden installieren sie zurzeit wieder. Noch ist die Abdeckung lückenhaft, so auch in der Stadt Mechernich, in Hellenthal, Kall, Nettersheim und Zülpich.

Warn-Apps: Wer NINA und/oder KATWARN auf seinem Handy installiert hat, sollte am Donnerstag eine Probe-Warnmeldung erhalten. „Wir raten dringend dazu, diese beiden Apps auf das jeweilige Smartphone zu laden“, sagt Martin Fehrmann, der Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr bei der Kreisverwaltung. „Der große Vorteil gegenüber Sirenen: Über die Apps kann man nicht nur warnen, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen übermitteln.“

Alle Warn-Apps bündeln Informationen, die über das Modulare Warn-System des Bundes (MoWaS) gesammelt werden. Verteilt werden diese Meldungen dann beispielsweise über die regionalen Leitstellen. Die Warn-App NINA leitet (Katastrophen-)Warnungen von nationaler Bedeutung unmittelbar auf das Smartphone oder Tablet weiter.

Derzeit nutzen mehrere Millionen Menschen diese App. Die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelte App lässt sich mit wenigen Klicks auf die individuellen Bedürfnisse einstellen. Man bekommt dann nur die Warnungen, die auch wirklich relevant sind, zum Beispiel für den Wohn- oder Arbeitsort. Ähnlich funktioniert die regionale Warn-App KATWARN, die vom Fraunhofer-Institut entwickelt wurde.  KATWARN hat ebenfalls eine Schnittstelle zum MoWaS-System. Alle Meldungen, die in NINA gesendet werden, werden auch in KATWARN veröffentlicht.

Cell Broadcast: Erstmals soll am Donnerstag bundesweit die Warnung über das Cell Broadcast getestet werden. Dieses Verfahren läuft bereits in vielen Ländern. Dabei erhalten alle Handynutzer, die sich in einer bestimmten Funkzelle aufhalten, eine Warnung, die wie eine SMS aussieht und von einem Alarmton angekündigt wird. Allerdings können nicht alle Handys diese Nachricht empfangen. Informationen unter www.bbk.bund.de

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GK-Mittelrhein – Jahres-Sonderzahlung erfolgt morgen

Region/Mayen-Koblenz – Die wichtigste Nachricht direkt zu Beginn – Das GK-Mittelrhein zahlt seinen Mitarbeitenden am morgigen Donnerstag 8. Dezember den noch ausstehenden Teil ihrer Jahres-sonderzahlung. Anspruchsberechtigt sind und waren alle Mitarbeitenden, denen eine tariflich oder vertraglich vereinbarte Jahressonderzahlung zusteht.

„Ich bin sehr dankbar, dass alle bisher eingeleiteten Maßnahmen und noch in Bewegung befindlichen Hebel nun derart greifen, dass der ausstehende Betrag wie geplant sehr zeitnah und vor allem noch vor Weihnachten ausgezahlt werden kann. Wir sind den Kolleginnen und Kollegen zu allergrößtem Dank verpflichtet. Sie haben uns nicht nur durch die Herausforderung Pandemie geführt, sondern dem Unternehmen auch in finanziell besonders belasteten Zeiten die Treue gehalten“, betont Geschäftsführerin Melanie John.

Die Entscheidung zur kurzfristigen vorübergehenden Kürzung der Jahressonderzahlung musste am 22. November getroffen werden. „Diese schwere Entscheidung, welche berechtigterweise für viel Ärger und Enttäuschung gesorgt hat, erfolgte zur Sicherung des Unternehmens. Hintergrund ist die angespannte finanzielle Lage des GK-Mittelrhein, die sich insbesondere in den vergangenen wenigen Wochen deutlich verschlechtert hatte. Diesbezüglich sind eine Reihe von liquiditätsrelevanten Sondereffekten – etwa Auswirkungen der Pandemie, Grippewelle, steigende Energiekosten und Inflation – zu nennen“, erläutert Melanie John.

Insbesondere das aktuelle Quartal ist von erheblichen Leistungseinschränkungen geprägt gewesen – allein im Oktober 2022 wurden an den fünf Krankenhausstandorten dauerhaft mehr als 100 Covid-Patienten versorgt. „Diese Tatsache und die seit diesem Zeitpunkt bestehende massive Krankheitswelle haben zu einer nicht vorhersehbaren Leistungsmin-derung in erheblichem Umfang geführt. Gleichzeitig sind Ausgleichszahlungen ausgeblieben. Auch die angekündigten Hilfen für Krankenhäuser waren nicht wirksam“, berichtet die Geschäftsführerin.

Um die erforderliche finanzielle Stabilität herzustellen, wurden alle Hebel auf allen Ebenen in Bewegung gesetzt. Insbesondere wurde erneut Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach über die Deutsche Krankenhausgesellschaft kontaktiert, um den Druck zur schnellstmöglichen wirtschaftlichen Unterstützung der Krankenhäuser zu erhöhen. Ein wesentliches Ziel ist die Verlängerung der im Rahmen der Pandemie eingeführten verkürzten gesetzlichen Zahlungsfrist von aktuell fünf Tagen für Krankenhausrechnungen. Das verkürzte Zahlungsziel, das gemäß aktueller Gesetzeslage jedoch zum Jahresende ausläuft, leistet einen sehr wichtigen Beitrag zur Liquiditätssicherung der Krankenhäuser und somit auch des GK-Mittelrhein. Vieles spricht inzwischen dafür, dass das Zahlungsziel auch in 2023 verkürzt sein wird. „Ein wichtiger Punkt, der die Entscheidung, jetzt die 70 Prozent auszuzahlen, rechtfertigt“, resümiert John.

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Zwei Rettungswagen aus Euskirchen auf dem Weg in die Ukraine

Euskirchen – Landrat Ramers dankt der Stadt Leverkusen und der Hilfsorganisation „Sophie“ – „Große Krisen lassen sich nur gemeinsam meistern“. „Wir haben nach der Flutkatastrophe selbst viel Hilfe erfahren, wofür wir heute noch sehr dankbar sind. Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir auch anderen helfen.“ Mit diesen Worten übergab Landrat Markus Ramers zwei ausgediente und voll ausgestattete Rettungstransportwagen (RTW) an Harald Fischer vo „Menschenhilfsprojekt Sophie“. Fischer bringt diese Fahrzeuge mit vielen weiteren Hilfsgütern noch diese Woche in die Ukraine.

Direkt nach der Flutkatastrophe hatte die Stadt Leverkusen die RTWs dem Kreis Euskirchen geschenkt. „Das war damals immens wichtig“, so Landrat Ramers. „Unsere Einsatzflotte ist durch die Flut schwer in Mitleidenschaft gezogen worden.“ Dank der Spende aus Leverkusen und weiterer Unterstützung habe man aber die Einsatzfähigkeit und Mobilität aufrechterhalten können.

„Große Krisen lassen sich nur gemeinsam meistern“, betont auch Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath. „Deshalb haben wir dem Kreis Euskirchen nach der Flutkatastrophe im Jahr 2021 sehr gerne mit zwei Rettungswagen unterstützt. Dass der Kreis Euskirchen diese Fahrzeuge nun wiederum in die Ukraine überführt, wo sie dringend benötigt werden, ist für die Stadt Leverkusen eine doppelte Freude.“ Dies bestätigte auch Hermann Greven, der Leiter der Leverkusener Feuerwehr, der eigens zur Übergabe der RTWs nach Euskirchen gekommen war: „Wir sind sehr froh, dass es für die Rettungswagen eine gute und sinnvolle Weiterverwendung gibt.“

In einer äußerst kurzfristigen „Hauruck-Aktion“ hat die Kreisverwaltung unter der Federführung der Abteilung Gefahrenabwehr und mit Beteiligung vieler Mitstreiter (u.a. Feuerwehr, DRK, MHD) die Rettungswagen mit modernsten Rettungs- und Hilfsmitteln ausgestattet. „Von der Entscheidung bis zur Übergabe an die Hilfsorganisation waren nur wenige Tage Zeit. Wir mussten alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Fahrzeuge bereits diese Woche in die Ukraine überführt werden können“, sagte Abteilungsleiter Martin Fehrmann. Beide RTWs wurden u.a. mit speziellen Tragesystemen, Hebekissen, Vakuummatratzen, Defibrillatoren, medizinischem Einwegmaterial und Schutzhelmen aufgerüstet. „Gerade diese Ausstattung ist für den Einsatz in einem Kriegs- und Krisengebiet hervorragend geeignet.“

Harald Fischer vom Frechener „Menschenhilfsprojekt Sophie“ war zunächst sprachlos vor Freude und Dankbarkeit. Mit seinem Helferteam hat er seit Kriegsbeginn im Frühjahr bereits achtmal Hilfskonvois bis an die polnisch-ukrainische Grenze geführt. „Diesmal fahren wir in die Ukraine hinein, um die Fahrzeuge und die Hilfsgüter persönlich übergeben zu können.“ Man habe keine Angst, allerdings großen Respekt vor der schwierigen Situation in der Ukraine. So habe man auch Notstromaggregate und einen Rollstuhl für ein neunjähriges Mädchen dabei. „Es ist uns ein persönliches Bedürfnis, diese Sachen auch persönlich zu übergeben.“

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Krippe in der Alten Kirche von Mechernich zeigt verschiedene Stationen auf dem Weg zur Heiligen Nacht

Mechernich – Unterwegs nach Betlehem – Die drei Krippenbauer Georg Lünenbach, Dieter Schwinning und Bertram Jannes sind zusammen 213 Jahre alt. Die drei Krippenbauer von der „Ahl Kirch“ in Mechernich inszenieren zwischen dem ersten Advent und Dreikönige eine ganze Reihe verschiedener Krippenbilder, allesamt Situationen aus der Weihnachtsgeschichte der Bibel.

Am ersten Adventswochenenden zeigten sie rechts neben dem Altar auf dem großzügigen Podium eine Szene mit dem heiligen Josef zu Fuß, der den Esel am Strick führt, während die schwangere Maria im Sattel auf dem Rücken des Lasttiers Platz genommen hat. „Unterwegs nach Betlehem“ heißt das Bild – und die heilige Familie hat sich aufgemacht nach der „Stadt Davids“, aus der beide Eltern Jesu stammen.

Am zweiten Adventssamstag bauten Georg Lünenbach, Dieter Schwinning und Bertram Jannes die Szene jetzt um: Das Trio aus den Eltern Jesu und dem Esel macht an einem mächtigen Baumstumpf Halt, auf dem ein Hirte Platz genommen hat. Er weist ihnen den Weg nach Bethlehem, wo sie Herberge und Unterkunft finden sollten.

„Alles belegt: Geht in den Stall“

Am 3. Adventswochenende spitzt sich die Lage aber zu – Maria und Josef werden an der Herberge abgewiesen: „Alles belegt, für Euch ist kein Platzt hier!“ Die vierte Szene am vierten Advent zeigt die Ankunft im zugigen Stall. Da kein Platz in den regulären Gasthäusern mehr frei ist, muten die Leute Maria zu, ihr Kind in einem Viehstall auf die Welt zu bringen.

Heiligabend schließlich wird in der neuen, wie auch in der Alten Kirchen auf dem Johannesberg die klassische Szene gezeigt mit dem neugeborenen Jesus in der Krippe, den Eltern an seiner Seite, Ochse und Esel und die betenden Hirten davor. Hoch oben singt der Engelchor: „Gloria in excelsis Deo…“

Die drei Krippenbauer von der Alten Kirche sind zusammen 213 Jahre alt – Georg Lünenbach (75), der Senior, war einstens schon Krippenbauer an der Seite von Willy Assion seit 2010. Dann stieß Dieter Schwinning (70) dazu, zuletzt Berti Jannes (68), der frühere Mitarbeiter der Kirchenverwaltung in der Aachener Bistumsregion Eifel und Kirchenrendant von Mechernich.

Auch im Jahr 3 von Corona wird das Christkind Weihnachten in Mechernich gleich mehrfach in der Krippe liegen. In Krippendarstellungen in der alten und neuen Pfarrkirche, in vielen Wohnungen, bei der Communio in Christo, im Kreuserstift und im Bergbaumuseum.

An Feiertagen 10 – 18 Uhr offen

Die Alte Kirche ist für Krippenbesucher samstags und sonntags, an den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die beweglichen Figuren der vorweihnachtlichen Darstellungen sind aus der neuen Pfarrkirche. Sie werden vor Heiligabend getauscht. Dann arrangiert Pfarrer und GdG-Leiter Erik Pühringer „unten“ jährlich wechselnde Bilder auf der Altarinsel der neuen Kirche.

„Oben“ auf dem Johannesberg holen dann Berti Jannes, Dieter Schwinning und Georg Lünenbach ein neues kleineres Figurenensemble hervor, das sie mit Pfarrer Erik Pühringer vor einigen Jahren bei dem Krippenhändler Friedhelm Linden in Waldorf erstanden haben. Der Krippenbau der drei beginnt übrigens schon 14 Tage vor dem ersten Advent, wenn sie das Moos für die Krippe holen gehen…

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Gewerbe-Meldungen in Mayen jetzt auch online möglich

Mayen – Die Stadtverwaltung Mayen ist stets darum bemüht, Dienstleistungen nutzerfreundlich zu gestalten. Im Sinne des Onlinezugangsgesetzes wurde eine neue Onlinedienstleistung erstellt, die es Bürgern und Gewerbetreibenden ab sofort ermöglicht Gewerbemeldungen auch online abzuwickeln. Es können An-, Ab- und Ummeldungen abgewickelt und auch direkt online gezahlt werden. Die Gebühr beträgt 40,00 EUR je Meldung.

Die Interaktion zwischen Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung kann so schneller und effizienter gestaltet werden, ohne einen zusätzlichen Termin vor Ort machen zu müssen. Unter dem Link geve-online.de kann eine Gewerbemeldung direkt an das Gewerbeamt gesendet werden.

Für eventuelle Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen des Gewerbeamtes unter 02651/881111 zur Verfügung.

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evm-Gruppe verlegt sichere Erdgas-Leitung entlang der Weinberge im Ahrtal

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die evm-Gruppe ersetzt Provisorium nach der Flut nun durch permanente Lösung. Es ist ziemlich genau ein Jahr her, als die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein (evm) nach der Hochwasserkatastrophe auch den letzten Gashausanschluss im Ahrtal wieder in Betrieb nehmen konnte. „Der Schlüssel zum Erfolg lag gewissermaßen in den Weinbergen“, stellt Christof Schüller fest. Er ist zuständiger Baubeauftragter der Energienetze Mittelrhein (enm) und war dafür verantwortlich, dass die durch die Flut zerstörte Erdgas-Hochdruckleitung so schnell wie möglich durch eine neue ersetzt wurde. Und die entstand nicht wieder am Ufer der Ahr, sondern an den Weinbergen entlang. Dieses Provisorium lässt die evm-Gruppe derzeit durch eine endgültige Lösung ersetzen.

Kompetenz für einen schnellen Bauablauf vor Ort: (v.l.) Matthias Hermann von der bauausführenden Firma Hermann, Christof Schüller von der evm-Gruppe, der die Arbeiten seit der Flutnacht betreut, und sein Kollege Peter Konzen. Foto: Sascha Ditscher

Und wieder liegt der Schlüssel zum Erfolg in den Weinbergen. Ursprünglich war geplant, eine neue Hochdruckleitung in der Heerstraße zu verlegen, und zwar über die komplette Länge der Straße. In dieser Straße soll sich in den nächsten Monaten und Jahren allerdings noch viel mehr tun. Unter anderem ist vorgesehen, einen neuen Abwasserkanal zu legen. „In der Planungsphase wurde klar, dass die Maßnahmen so viel Zeit in Anspruch nehmen würden, dass wir mit dem notwendigen Ersatz für unser Provisorium in Verzug gekommen wären“, berichtet Christof Schüller. Daher blieb nur eins: umplanen. Und schon kamen wieder die Weinberge ins Spiel. Über weite Strecken wird die endgültige Erdgasleitung dem Verlauf des Provisoriums folgen; nur ein Teilstück wird sich in der Heerstraße befinden.

Die Arbeiten für die neue Leitung aus Stahl, die die provisorische Kunststoffleitung ersetzt, laufen bereits auf Hochtouren. Am Startpunkt Im Schwertstal bereitet die bauausführende Firma Herrmann den Abzweig zum Weinbergsweg vor. Auch am anderen Ende der künftigen Leitung wird eifrig gearbeitet: Dort verbinden hochspezialisierte Fachkräfte die jeweils 16 Meter langen Rohre, um sie später unter der Erdoberfläche verschwinden zu lassen. Die notwendigen Schweißarbeiten müssen so präzise vorgenommen werden, dass über Röntgentechnik die hohen Anforderungen zerstörungsfrei überprüft werden können. „Normalerweise sind kürzere Rohre üblich. Durch den Einsatz der 16 Meter langen Variante können wir sehr viel Zeit einsparen, die uns hilft, den ehrgeizigen Bauzeitenplan einzuhalten“, erklärt Baubeauftragter Schüller, der gemeinsam mit allen anderen Projektbeteiligten alles daransetzt, dass die ersten beiden Bauabschnitte zum Jahresende abgeschlossen sind.

Im neuen Jahr soll es in den Weinbergen weitergehen. Die Absprachen mit den Winzern sind erfolgt, sodass dem Bau der Leitung dort nichts mehr im Wege steht. Vor Ostern sollen die Arbeiten im Wesentlichen beendet sein. Und wenn alles klappt, kann die neue, endgültige Erdgasleitung Anfang Mai in Betrieb gehen. Sie wird damit rund 700 Meter von der Ahr entfernt liegen.

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Gedenkfeier für Verstorbene ohne direkte Angehörige in Aachen

Aachen – Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen sprach in ihrer Gedenkrede von „einem wichtigen Zeichen der Anteilnahme, der Solidarität und des Respekts gegenüber den beigesetzten Verstorbenen.“ Seit 2013 organisiert das städtische Ordnungsamt Gedenkfeiern für in Aachen verstorbene Menschen ohne direkte Angehörige. Freunde, Bekannte oder Nachbarn, aber auch Angehörige der Verstorbenen und Aachener Bürger*innen, die den zumeist einsam Verstorbenen ein würdiges Erinnern bereiten wollten, nahmen auch in diesem Jahr an der Gedenkfeier teil.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen hielt die Gedenkrede für die Verstorbenen und sagte: „Mich bewegt, dass Sie alle gemeinsam die Zeit und den Weg zu dieser Gedenkfeier gefunden haben, um dieser Feier durch Ihre Teilnahme einen würdigen Rahmen zu verleihen und der verstorbenen Mitmenschen zu gedenken. Damit setzten wir alle ein wichtiges Zeichen der Anteilnahme, der Solidarität und des Respekts gegenüber den beigesetzten Verstorbenen.“

Die evangelische Pfarrerin Bettina Donath-Kreß und Pastoralreferentin Ursula Heck von der katholischen Kirche gaben der Gedenkfeier Gestalt. 162 Kerzen waren es, die in diesem Jahr nach der Gedenkrede entzündet wurden. Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung verlasen dabei die Namen der Verstorbenen, 162 Menschen, die in der Zeit von November 2021 bis Ende Oktober 2022 starben und um deren Beisetzung sich das Ordnungsamt kümmerte – weil kein direkter Angehöriger zu finden war oder weil die Angehörigen nicht in der Lage waren, ihrer Bestattungspflicht nachzukommen. Der Chor „JOY 2 sing“ bildete unter Leitung von Werner Schippers einen festlichen musikalischen Rahmen für die Totengedenkfeier.

Arbeitskreis Bestattungskultur

Im Jahr 2012 gründeten Vertreter*innen der beiden großen Kirchen gemeinsam mit Mitarbeitenden des Ordnungsamtes und der Friedhofsverwaltung den Arbeitskreis Bestattungskultur, der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, den verstorbenen Menschen ohne Angehörigen einen würdevollen Abschied zu bereiten. Ebenfalls dazu gehörte von Anfang an auch die Erinnerung an die Namen der Verstorbenen, die seit 2013 jährlich in der öffentlichen Gedenkfeier verlesen werden.

In den Aachener Tageszeitungen erschien am 3. Dezember eine Traueranzeige mit den Namen der Verstorbenen. Das Medienhaus Aachen veröffentlicht diese Anzeige seit vielen Jahren kostenfrei. So können auch Hinterbliebene und frühere Bekannte auf die Gedenkfeier aufmerksam gemacht werden, genau wie diejenigen Menschen, die unter Umständen bislang noch gar nichts vom Tod eines Einzelnen erfahren haben.

Gedenkstätten

In Aachen finden vom Ordnungsamt der Stadt veranlassten Bestattungen in der Regel auf dem Friedhof Hüls statt. Die Verstorbenen werden auf Gemeinschaftsgrabfeldern beigesetzt. Die Grabstätten sind mit Holzkreuzen versehen, die den Namen und die Lebensdaten der Verstorbenen tragen. Der Aachener Stadtbetrieb übernimmt die Grundpflege für die Gräberfelder.

Niemand wird anonym bestattet. Weil die Holzkreuze nach einiger Zeit verwittern, wurden bereits zwei Gedenkstätten errichtet, die die Namen der Verstorbenen wiedergeben.

Aber: Zur Finanzierung, insbesondere der Namengravuren, sind dringend Spendenmittel erforderlich. Denn Jahr für Jahr müssen annähernd 150 zerfallende Holzkreuze ersetzt werden. Für alle, die die Aktion „Namenspaten“ unterstützen wollen, hat die evangelische Kirchengemeinde Aachen ein Spendenkonto bei der Sparkasse Aachen eingerichtet, IBAN: DE42 3905 0000 0000 0002 16, BIC: AACSDE33. Auf Wunsch können Spendenquittungen ausgestellt werden. Wer den Namen eines bestimmten Verstorbenen eingravieren lassen möchte, kann bei der Einzahlung seiner Spende diesen Namen unter „Verwendungszweck“ angeben.

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Ehrennadel des DOSB an Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner verliehen

Region/Baden-Baden/Koblenz – Engagement für den Spitzensport gewürdigt – Der rheinland-pfälzische Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner hat im Rahmen der Mitgliederversammlung die Ehrennadel des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erhalten. Damit würdigt der Sportverband seine Verdienste um den deutschen Sport.

Nach der Begründung gehört Jürgen Häfner mit seiner Lotto-Gesellschaft zu den Aktivposten in der für den Leistungssport so wichtigen Lotterie Sieger-Chance, die als Zusatzspielmöglichkeit zur Lotterie GlücksSpirale ganz nebenbei auch noch die für den Sport ebenfalls wichtige Soziallotterie ergänze. Er ist seit 2014 Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz und war von 2019 bis 2021 Federführer im Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB).

„Ich bin sehr stolz auf die Verleihung der Ehrennadel des DOSB“, sagte Jürgen Häfner: „Ich nehme diese Auszeichnung auch in Vertretung von Lotto Rheinland-Pfalz als Unternehmen des Sports und für den DLTB als großer Unterstützer des DOSB gerne entgegen. Wir stehen auch in Zukunft weiterhin partnerschaftlich ganz eng an der Seite des Sports.“

Der DOSB verleiht, gemäß seiner Ehrenordnung, die Ehrennadel an Persönlichkeiten oder Organisationen aus dem organisierten Sport, die sich innerhalb oder außerhalb des DOSB besondere Verdienste um die Förderung und Entwicklung des Sports erworben haben. Sie wurde 2009 erstmals vergeben.

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Orange-Bunter Marsch – Kinopalast Wittlich zeigt am 8. Dezember den Film „She said“

Wittlich – Mit einem orange-bunten Marsch durch die Fußgängerzone von Wittlich demonstrierten über 50 Personen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen; darunter auch Schülerinnen und Schüler des Wittlicher Peter-Wust-Gymnasiums. Zu dieser Demonstration, als Kurzfilmwanderung hatten die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Bernkastel-Wittlich und der Landfrauenverband zusammen mit dem Kinopalast Wittlich anlässlich der Orange Days aufgerufen.

Die „Orange Days“ wurden auf Initiative des damaligen UNO- Generalsekretärs, Ban Ki-Moon als „16 Days of Activism Against Gender Violence“ ins Leben gerufen und als Kampagne „Orange the World“, seit 2015 von UN Women geleitet. Jährlich finden in den 16 Tagen, vom 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte weltweit Veranstaltungen und Aktionen statt. Gebäude, Schaufenster und Wahrzeichen werden in Orange getaucht. „Ziel ist es, für das Problem zu sensibilisieren und dagegen zu mobilisieren“, erläutert Gabriele Kretz, Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis. Die Farbe Orange soll ein Hoffnungszeichen sein, ein Zeichen für eine hellere Zukunft, sie symbolisiert eine Zukunft frei von Gewalt.

„Für das Thema zu sensibilisieren und zu informieren sei wichtig“, so Kretz weiter, wurden doch im vergangenen Jahr im Bereich der Polizeidirektion Wittlich insgesamt 447 Fälle von Gewalt in engen sozialen Beziehungen angezeigt, beteiligt waren auch 244 Kinder. Im Schnitt wurde bei der Polizei also jeden Tag mindestens ein solches Delikt angezeigt. Die Dunkelziffer ist wohl noch wesentlich höher.

Wittlichs Bürgermeister Joachim Rodenkirch begrüßte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und unterstrich die Bedeutung dieser Demonstration gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und wie wichtig es sei, dass gerade auch junge Menschen zu diesem Thema informiert seien. Vom Platz an der Lieser ging es mit orangen Regenschirmen, Klatschpappen und Trillerpfeifen über den Marktplatz und durch die Fußgängerzone zum Kinopalast, wo fünf Kurzfilme aus der Reihe „Unerschrocken – echte Heldinnen“ gezeigt wurden. Die ausgewählten Filme stellten die Lebenssituationen unterschiedlicher Frauen dar, die auf ihre je eigene Art und Weise strukturelle Gewalt erfuhren und sie überwanden.

Strukturelle Gewalt umfasst gesellschaftliche, wirtschaftliche oder kulturelle Strukturen und Bedingungen, die Einzelpersonen oder Personengruppen benachteiligen. Hierzu zählen alle Formen von Diskriminierung, wie die ungleiche Verteilung von Einkommen und Ressourcen, Bildungschancen usw.

Für jeden dieser Filme hatten die Veranstalterinnen eine Einführung und Erläuterung vorbereitet. Die teilweise sehr persönlichen Statements zeigten, dass es auch in Deutschland und im 21. Jahrhundert noch Diskriminierung von Frauen und Mädchen gibt.

Im anschließenden Gespräch mit den Teilnehmerinnen äußerten sich die Jugendlichen erstaunt über die hohen Zahlen von Opfern und Tätern und fanden es wichtig, mit der Demonstration und den anschließenden Kurzfilmen sich selbst auch gegen Gewalt an Frauen zu positionieren.

Im Rahmen der Orange Days läuft im Kinopalast in Wittlich am 8. Dezember der Film „She said“ in dem die Aufdeckung des Missbrauchsskandals um Hollywood-Produzent Harvey Weinstein und der Beginn der #MeToo-Bewegung gezeigt wird. An diesem Abend wird es auch eine besondere Aktion der Veranstalterinnen geben.

 

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Zwölf Jubiläumsbäume erinnern an den 50. Geburtstag des Kreises Euskirchen

Euskirchen – Auch wenn sich das Jubiläumsjahr seinem Ende zuneigt, so wird der 50. Geburtstag des Kreises Euskirchen in diesem Jahr doch noch lange in Erinnerung bleiben. Dafür werden nicht zuletzt zwölf „Jubiläumsbäume“ sorgen, die am Kreishaus und in allen elf Städten und Gemeinden gepflanzt werden. Premiere war jetzt an der Kreisverwaltung in Euskirchen, wo eine Winterlinde eingepflanzt wurde. Pate der Aktion ist der Kreisverband der Gartenbau- und Verschönerungsvereine e.V., als Sponsor übernimmt e-regio die Kosten für Anpflanzungen und Anwuchskontrollen sowie Pflegeschnitt in Höhe von 6.000 Euro.

„Mit dem Festakt auf Vogelsang, einer Ausstellung zur Kreis-Geschichte und dem großen Bürgerfest am Kreishaus denke ich gerne an drei Höhepunkte unseres Jubiläumsjahres zurück“, sagte Landrat Markus Ramers bei der Pflanzaktion am Kreishaus. „Mit den Bäumen setzen wir nun ein dauerhaftes und nachhaltiges Zeichen in allen elf Städten und Gemeinden und erinnern damit langfristig an unser Jubiläum. Das ist zugleich ein Zeichen der Verbundenheit zwischen Kreis sowie unseren Städten und Gemeinden.“ Die Bäume erhalten nach der Pflanzung kleine Hinweisschilder mit entsprechenden Angaben.

e-regio hat die Aktion als Sponsor gerne unterstützt: „Bäume sind gut fürs Klima. Auch e-regio betreibt als Erzeuger von erneuerbarer Energie aktiven Klimaschutz hier vor Ort. Deshalb unterstützen wir die Baumpflanzaktion auch sehr gerne und freuen uns über jeden einzelnen der zwölf Bäume“, so e-regio Geschäftsführer Markus Böhm. Zwischen dem Kreis Euskirchen und dem Unternehmen sei in den letzten Jahrzehnten eine enge Verbindung gewachsen. „Auch in Zukunft werden wir Aufgaben, wie die Energiewende in unserer Region, gemeinsam angehen. Dafür ist der Baum, den wir heute zusammen pflanzen, ein sehr passendes Symbol.“ Als Dank für die finanzielle und ideelle Unterstützung überreichte Landrat Ramers zwei Nistkästen an den Geschäftsführer.

„Die Linde gilt als Baum der Gerechtigkeit – von daher ist der Standort hier am Kreishaus gut gewählt“, meinte Karl-Josef Schmitz vom Gartencenter in Ülpenich. Die Baumart sei zudem besonders bienen- und hummelfreundlich.

Die Bäume werden vom Gartencenter Schmitz mit Unterstützung der Bauhöfe des Kreises und der Kommunen gepflanzt. Die Auswahl der Bäume erfolgte mit fachlicher Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Baumart dem Standort entspricht. Teilweise wurde auch sogenannte Klimabäume ausgewählt, d.h. die Auswahl erfolgte so, dass die Bäume auch im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels dauerhaft bestehen können. Somit wird auch dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung zu tragen.

Kreishaus Winterlinde
Bad Münstereifel, Innenstadt ungarische Eiche
Blankenheim, Dorfgemeinschaftshaus Rohr Eisenholz – Sorte Vanessa
Dahlem; Rathaus Schmidtheim Feldahorn – Sorte Elsrijk
Euskirchen, Grünanlage Veybach Sorbus aria ´Magnifica´
Hellenthal, Friedhof Hänge-Blutbuche, Purpurea Pendula
Kall, Schulhof Grundschule Purpurerle (Alnus x späethii)
Mechernich, Mühlenpark Kommern ungarische Eiche, Quercus frainetto
Nettersheim, Kurpark Zerreiche, Quercus cerris
Schleiden, Rathaus Traubeneiche
Weilerswist, Hochzeitsgarten Cercis canadensis ‘Forest Pansy‘ – Rotlaubiger Judasbaum*
Zülpich, Hof Rathaus Winterlinde