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Energiewende im Kreis Ahrweiler – Solardach-Börse startet

Ahrweiler – Neue Funktion des Solarkatasters ab sofort verfügbar – Um den Ausbau von Photovoltaikanlagen vor Ort zusätzlich zu unterstützen, wurde das Solarkataster des Kreises Ahrweiler jetzt um die sogenannte „Solardachbörse“ erweitert. Die Börse ermöglicht einen einfachen Austausch zwischen Pächtern und Verpächtern von Dachflächen und fördert somit den Ausbau der Solarenergie im Kreis. Darauf macht die Kreisverwaltung aufmerksam.

Unter www.solarkataster-ahrweiler.de können interessierte Verpächter direkt das eigene Hausdach zur Pacht anbieten. Potenzielle Pächter können das Dach dann unter der Rubrik „Dächer pachten“ finden oder auch ein Gesuch einstellen, wenn bisher keines der gelisteten Objekte ihren Vorstellungen entspricht. Durch die Ergänzung allgemeiner Hintergrundinformationen und Kontaktdaten haben Interessenten zudem die Möglichkeit, direkt per E-Mail Kontakt miteinander aufzunehmen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Wirtschaftlichkeitsrechner für das in Frage kommende Gebäude zu starten. Gerade für Hauseigentümer, die nicht in eine eigene Solaranlage investieren können oder möchten, ist die Erweiterung eine gute Lösung, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen. Ebenfalls ist die Erweiterung für Kommunen interessant, die aus Gründen knapper Finanzen und fehlendem Personal ihre eigenen Dächer nicht selbst mit Photovoltaikanlagen bestücken wollen beziehungsweise können. Die Nutzung der Solarbörse ist kostenfrei.

Für Fragen rund um das Solarkataster sowie weitere Informationen steht das Klimaschutz-Team der Kreisverwaltung unter der zentralen E-Mail-Adresse solarkataster@kreis-ahrweiler.de als Ansprechpartner zur Verfügung.

Hintergrund:

Im Solarkataster des Kreises Ahrweiler können neben Dachflächen auch Freiflächen auf ihre Eignung zur Nutzung durch Photovoltaik unter Berücksichtigung von Bedingungen wie Sonneneinstrahlung und Verschattung überprüft werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, direkt über einen Link geeignete Fachkräfte aus der Region für den Bau und die Installation von Solaranlagen zu finden. 2012 gestartet, verzeichnet das kreisweite Solardachkataster seither mehr als 50.000 Zugriffe. Beim Solarkataster handelt es sich um eine digitale Karte, die in Verbindung mit Luftbildaufnahmen die Eignung jedes einzelnen der rund 127.000 Dächer im Kreis – von der Scheune bis zum Industriekomplex – bewertet. Die Nutzung ist kostenfrei.

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Wunschzettel-Aktion in Aachen – OBin Sibylle Keupen überreicht bunte Päckchen

Aachen – Im Rathaus sieht es weihnachtlich aus. Viele bunte Geschenkpakete liegen unter dem Weihnachtsbaum, der noch vor einigen Wochen mit vielen Kinderwünschen bestückt war. Schon zum 15. Mal schmückte die Eingangshalle des Aachener Rathauses ein Wunschzettel-Weihnachtsbaum. Mit diesem besonderen Baum sorgt die Stadt Aachen dafür, dass auch benachteiligte Kinder und Jugendliche sich an Weihnachten über Geschenke freuen können.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ist gerne die Gastgeberin der Wunschzettelaktion, um auch Kindern, die in verschiedenen Aachener Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe untergebracht sind, ihre Weihnachtswünsche zu erfüllen. „Es gibt großartige Kinder- und Jugendeinrichtungen in dieser Stadt, die die Kinder stärken. Mit dieser Aktion möchte sich die Stadt Aachen solidarisch zeigen. Denn jedes Kind hat es verdient, an Weihnachten im Mittelpunkt zu stehen.“

Viele engagierte Aachener*innen sorgen für schöne Bescherung

Die Aktion startete dieses Jahr am 24. November. Die Oberbürgermeisterin hatte dazu aufgerufen, die Weihnachtswünsche der Kinder und Jugendlichen aus den Einrichtungen des Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrums Brand, des Zentrums für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Maria im Tann und des Zentrums für soziale Arbeit Burtscheid, zu erfüllen. Insgesamt lagen heute 318 bunte Päckchen unter dem Weihnachtsbaum. Viele Geschenke waren besonders liebevoll und zusätzlich mit Süßigkeiten verpackt. Ein besonders kreativer Schenkender nutzte ein Plüschalpaka als Transporttier für sein Weihnachtsgeschenk. Ein kleines Päckchen mit dem erfüllten Wunsch zierte den Hals des Stofftiers.

Die Oberbürgermeisterin überreichte die mit Karten, Schleifen und Bändchen verpackten Geschenke an die Träger der drei Einrichtungen. „Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz, dass Sie helfen, dass die Kinder ihren Weg machen.“ so Keupen. beim heutigen Übergabetermin.

Großer Dank der Einrichtungen

Nach dem Auftakt waren alle Wunschzettel schnell vergriffen. Bürger*innen, die keinen Wunschzettel mehr ergattern konnten, spendeten noch einmal 510 Euro. Mit diesen Spenden kauften die Mitarbeiter*innen die fehlenden zehn Geschenke, die leider nicht den Weg zurück ins Rathaus gefunden hatten. Der Rest des Geldes – 120 Euro – wurden an die Kinder- und Jugendeinrichtungen übergeben. Die Oberbürgermeisterin unterstützt die Einrichtungen traditionell mit einem Scheck in Höhe von jeweils 500 Euro. Eine zusätzliche Besonderheit: die Oberbürgermeisterin wird selbst an Heiligabend bei den Kindern sein, wenn die Geschenke ausgepackt werden. „Das ist eine große Ehre. Wir freuen uns schon sehr darauf“, sagt Dennis Thielen von der Kinder- und Jugendeinrichtung Maria im Tann. „Der Krieg und die Krisen hatten auch Auswirkungen auf die Menschen hier vor Ort und trotzdem haben so viele ein Geschenk abgegeben. Vielen Dank an die Bürger*innen der Stadt“, bedankt sich Horst Kreutz von der evangelischen Kinder- und Jugendhilfe. „Diese Aktion zeigt, was den Menschen zur Weihnachtszeit wichtig ist“, freut sich Burkhard Büttgen vom Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid.

Die Geschenke werden nun verladen und zu den Kinder- und Jugendeinrichtungen gefahren, damit sich jedes Kind über sein Weihnachtsgeschenk am Heiligen Abend freuen kann.

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ASB und Stadt Mechernich bescherten Flutbetroffenen einige schöne Stunden in weihnachtlicher Atmosphäre

Mechernich-Kommern – Kölschrocker Stefan Brings, Uwe Reetz und die Greesberg-Musikanten sorgten für musikalisches Rahmenprogramm in der Kommerner Bürgerhalle. Minutenlang tragen ASB-Helfer Kisten in die Kommerner Bürgerhalle. Johanne Peter und Vera Franzen packen die Kisten auf der Bühne aus und sortieren die 165 Geschenke auf mehreren Tischen. So viele Wünsche sind bei der gemeinsamen Wunschbaumaktion von Arbeiter Samariter Bund (ASB) und Stadt Mechernich erfüllt worden – und die vielen Kinder können es kaum erwarten, bis endlich Bescherung ist.

Teamwork für eine wunderschöne Weihnachtsfeier: Die städtische Teamleiterin Manuela Holtmeier (l.) und Dezernent Ralf Claßen (2.v.r.) mit Mitarbeitern des Arbeiter Samariter Bunds. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Um die Wartezeit zu verkürzen, gab es zuvor ein tolles Rahmenprogramm. Uwe Reetz war zu Gast und sang mit den Kindern nicht nur einige seiner eigenen Songs, sondern auch klassische Weihnachtslieder. Derweil konnten sich die Eltern sowie die Seniorinnen und Senioren, die als Flutbetroffene zu der Weihnachtsfeier eingeladen waren, bei Kaffee und köstlichem Kuchen stärken. Als Geschenk für zu Hause gab es später vom Nikolaus, alias Ortsbürgermeister Rolf Jaeck, sogar einen Stollen. Für die Kinder hatte der Heilige Mann schokoladige Nikoläuse dabei.

Bereits die neunte Aktion

Damit die Schokolade noch besser schmeckte, konnten die Kinder beim wilden Fangenspiel in der Bürgerhalle reichlich Energie verpulvern. Ralf Claßen und Manuela Holtmeier beobachteten den Trubel im weihnachtlichen Ambiente sichtlich zufrieden. Denn der Mechernicher Dezernent, die städtische Teamleiterin Bürger & Politik sowie Björn Schäfer hatten die Veranstaltung gemeinsam mit dem ASB organisiert. “Das ist bereits die neunte Aktion, die wir nach der Flut gemeinsam durchgeführt haben. Ihr Engagement ist einfach toll”, sagt Ralf Claßen. Zu den Aktionen zählten vier Ausflugsfahrten, Reittherapien für traumatisierte Kinder, Rechtsberatung, Beschaffung von rund 300 Hilfsgütern wie Waschmaschinen und Trocknern oder die Wunschbaumaktionen im vergangenen Jahr und jetzt in Kommern mit der großen Weihnachtsfeier.

Dafür waren auf dem Platz vor der Bürgerhalle auch Buden aufgebaut worden, an denen es Glühwein, Getränke, Dampfnudeln oder Currywurst mit Pommes gab. Dort sorgte am frühen Abend auch ein Sextett der Greesberg- Musikanten aus Kommern für den musikalischen Abschluss einer wunderschönen Weihnachtsfeier. Zuvor hatte Greesberger Günter Schmitz noch gescherzt: „Wer kann schon von sich behaupten, Brings als Vorband zu haben.“ Denn als „Highlight des Tages“ war Stephan Brings von Ralf Claßen angekündigt worden.

„Das Highlight seid ihr alle“

Der gab das Kompliment zurück. „Das Highlight seid ihr alle. Alle, die helfen und sich um ihre Mitmenschen kümmern“, so Stephan Brings, bevor er sein Mitsingkonzert mit dem Brings-Klassiker „Halleluja“ fulminant eröffnet. Danach gab es nachdenkliche Songs wie „14. Juli“, in dem die Flutereignisse thematisiert werden, rockige Mitsingmusik mit „Mitten in der Eifel“ oder „Still wie nie“, das von der Stille und dem Zauber der Heiligen singt.

Der Auftritt war das i-Tüpfelchen auf einer rundum gelungenen Weihnachtsfeier, die auch Gelegenheit bot, Danke zu sagen. Das tat auch Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick in Richtung des ASB: „Im Namen aller Bürgerinnen und Bürger darf ich ihnen sehr herzlich für ihr Engagement danken.“

Dank gab es zudem für Ralf Claßen. „Danke für deine aufopferungsvolle Arbeit in den zurückliegenden Jahren. Du bist immer für alle da“, sagte Ortsbürgermeister Rolf Jack in Richtung des Mechernicher Dezernenten, der mit einem großen Geschenkkorb bedacht wurde. „Den Dank kann ich allerdings nur stellvertretend für Viele annehmen“, sagte Ralf Claßen – zum Beispiel für Teamleiterin Manuela Holtmeier, für das ganze Team der Mechernich Stiftung und für die Kolleginnen und Kollegen im Mechernicher Rathaus.

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Westenergie unterstützt Neuaufbau der Straßen-Beleuchtung im Ahrtal

Saffig – Moderne Straßenbeleuchtung in Mayschoß, Dernau und Rech beauftragt – Betrieb und Instandhaltung der Straßenbeleuchtung gesichert. Nach der Ortsgemeinde Mayschoß haben jetzt auch die Gemeinden Dernau und Rech einen Straßenbeleuchtungsvertrag mit Westenergie abgeschlossen. Damit ist für die nächsten Jahre der Betrieb, die Wartung und Instandhaltung der dortigen Straßen- und Außenbeleuchtungsanlagen sichergestellt. In diesem Zuge konnten bereits dunkle Ortsteile durch provisorische Lösungen wieder mit Licht versorgt werden.

Darüber hinaus haben die drei Ortsgemeinden Westenergie damit beauftragt, die von dem Hochwasser zerstörte Straßenbeleuchtung zukunftsfähig neu aufzubauen. Unmittelbar nach dem Hochwasser hatte sich Westenergie zusammen mit dem Tochterunternehmen Westnetz um die provisorische Beleuchtung des Ahrtals gekümmert. Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW) wurden 55 mobile Lichtmasten in den Kommunen entlang der Ahr aufgebaut.

Die für den Neuaufbau benötigten Materialien sind bestellt. Mit den Tiefbauarbeiten wurde bereits begonnen. Sobald der Bodenfrost nachlässt, können die Arbeiten fortgesetzt werden. Die Fertigstellung ist für Mitte 2023 geplant.

„Ich freue mich, dass Westenergie gemeinsam mit dessen Tochterunternehmen Westnetz eine moderne, dauerhafte Beleuchtung in unseren Gemeinden installiert“, betont Martin Schell, Vorstand der Zukunft Mittelahr AöR in Dernau. „Das ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau der künftigen Infrastruktur im Ahrtal.“

Nach der Instandsetzung wird es für Bürgerinnen und Bürger auch möglich sein, Beschädigungen und Störungen bei der neuen Straßenbeleuchtung direkt über ein Portal zu melden.

„Wir freuen uns, dass die Gemeinden unserer Erfahrung und Kompetenz in der Straßenbeleuchtung vertrauen“, sagt Patrick Ley, Kommunalmanager für das Ahrtal bei Westenergie. „Mit unserem neuen Betriebsstandort in Grafschaft-Ringen sind unsere erfahrenen und ortskundigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt noch schneller vor Ort.“ Die dort untergebrachten, neu geschaffenen Einheiten Neuaufbau Süd der Taskforce Neuaufbau und das Sonderareal des Regionalzentrums Rauschermühle kümmern sich speziell um die betroffenen Kommunen.

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Neue und hochwertige Drohne für die Feuerwehr Kreis Düren

Düren – Die Feuerwehr Kreis Düren hat eine neue Drohne, die im Ernstfall einen wichtigen Beitrag leisten kann, um Leben zu retten. Egal ob Regen oder Wind – sie ist auch im schlechtesten Wetter ein zuverlässiges Mittel, um beispielsweise in Häusern eingeschlossene Menschen in Flutgebieten zu sichten oder bei Waldbränden ein umfassendes Bild über die Lage zu geben.

 „Es ist wichtig, dass unsere Rettungskräfte im Einsatzgeschehen bestmöglich ausgestattet sind, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn, der im August bei der Vorstellung der ersten Drohne für den Einsatzdienst gleich eine weitere technische Aufrüstung in Aussicht gestellt hat. „An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal allen Menschen danken, die für unserer Sicherheit sorgen und mit ihrem Einsatz Leben retten.“

Suchscheinwerfer, Lautsprecher für Durchsagen, eine Wärmebildkamera, eine leistungsfähige  Zoomkamera und ein Laserdistanzmesser gehören unter anderem zur Ausstattung der Drohne. Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk konnte das Team der Feuerwehr am 22. Dezember die neue Drohne von Landrat Wolfgang Spelthahn offiziell in Empfang nehmen. „Wir freuen uns sehr über diese Ergänzung, denn so können wir im Ernstfall gezielt helfen. Auch für unsere Feuerwehrmänner und -frauen wird die Arbeit dadurch unterstützt“, sagt Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar.

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Bauernpräsident Horper dankt der Agrarverwaltung für Unterstützung der Landwirtschaft

Region/Koblenz – „Die Landesregierung hat Wort gehalten und alle Finanzmittel für die landwirtschaftlichen und weinbaulichen Betriebe vor Weihnachten ausbezahlt“, stellt der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Ökonomierat Michael Horper, fest. Es sei eine nicht zu unterschätzende Mammutaufgabe, die Mittel der EU, des Bundes und des Landes nach den notwendigen Kontrollen, rechtzeitig vor Ende des Jahres auszuzahlen. Mit diesen Zahlungen würden die rund 16.000 landwirtschaftlichen Familienbetriebe für die in 2022 erbrachten zusätzlichen Leistungen für die Ernährungssicherung, den Erhalt und die Pflege der Kulturlandschaft sowie den Schutz der Umwelt entlohnt.

Fast 9.800 Agrar- und Weinbaubetriebe und damit mehr als die Hälfte aller rheinland-pfälzischen Betriebsleiter, würden gesonderte Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen bzw. eine ökologische Bewirtschaftung in ihren Betrieben durchführen. Damit würden über 40 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Rheinland-Pfalz Förderungen für eine besonders umweltverträgliche Bewirtschaftung erhalten. Besonders erfreulich sei, dass endlich auch wieder der Benachteiligung bestimmter Regionen, u.a. durch schlechtere bodenphysikalische und topographische Bedingungen, seitens der Landesregierung Rechnung getragen werde. Erstmalig hätten fast 5.000 landwirtschaftliche Betriebe in diesem Jahr rund 9 Millionen Euro Ausgleichszulage aufgrund der besonderen Herausforderungen bei der Bewirtschaftung erhalten. Dafür habe der Bauernverband lange gekämpft, erinnert Horper.

„Ich danke der rheinland-pfälzischen Verwaltung, von den Kreisverwaltungen über das Statische Landesamt bis hinauf zum Landwirtschaftsministerium für die erneuten Anstrengung eine frühzeitige Auszahlung der Agrarzahlungen sicherzustellen. Sie haben das Ziel, den Familien die wichtigen Mittel noch dieses Jahr zukommen zu lassen, nicht aus den Augen verloren und Leistung gezeigt“, so der Verbandspräsident. Der BWV-Präsident wünscht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Agrarverwaltung ein gesegnetes Weihnachtsfest und eine wohlverdiente geruhsame Zeit.

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Der Hausschwamm ist schuld – Holzheimer Kirche bis auf Weiteres geschlossen

Mechernich-Holzheim – Die Holzheimer Kirche bleibt wegen einsturzgefährdeter Decke bis auf Weiteres geschlossen – Vorbereitungen zur geplanten Dachsanierungen offenbarten Wasserschaden –Kirchenvorstand berät sich im Januar erneut mit Bauexperten über weiteres Vorgehen. Als die Baubegehung stattfand, war Hans-Joachim Emonds der Einzige aus dem Kirchenvorstand, der vormittags Zeit hatte. So fiel ihm die Aufgabe zu, den anderen Vorständen und den Holzheimern erklären zu müssen, dass die Kirche bis auf Weiteres geschlossen werden muss. Der Grund: Die Decke ist durch einen Wasserschaden einsturzgefährdet.

„Das war für alle hier im Ort ein Schock“, sagt Emonds während eines Termins mit Pressevertretern. Gleichzeitig zeigt sich der Kirchenvorstand kämpferisch: „Wir wollen die Kirche so lange erhalten wie es nur möglich ist.“ Bei knapp 400 Katholiken im Ort und einer Sanierung, die schnell Kosten im siebenstelligen Bereich verursachen könnte, keine Selbstverständlichkeit.

Holzzerstörender Pilz

Ein kleiner Hoffnungsschimmer sind da die 600.000 Euro, die bereits bewilligt sind und die eigentlich für die Dachsanierung geplant waren. „Ein Großteil der Mittel darf umgewidmet werden“, erläutert Pfarrer und GdG-Leiter Erik Pühringer. Eigentlich hätte nur das Dach saniert werden sollen. Doch während der vorbereitenden Untersuchungen war der Wasserschaden bemerkt worden. Den hat allerdings nicht etwa Wasser verursacht, das durch das Dach gekommen ist, sondern Kondenswasser, das sich auf einer Folie gebildet hat.

Durch die Nässe hat sich der Hausschwamm, ein holzzerstörender Pilz, ausbreiten können. Wie weit? „Das müssen jetzt weitere Untersuchungen zeigen“, sagt Hans-Joachim Emonds. Der nächste Termin, um mit Architekten und Sachverständigen das weitere Vorgehen zu besprechen, sei für Januar vereinbart.

„Für Holzheim ist das natürlich eine Katastrophe“, stellt Pfarrer Erik Pühringer fest. Die Kirche sei – auch aufgrund ihrer reichen Verzierungen von Decken und Wänden – nicht nur im Ort beliebt, sondern auch darüber hinaus. Daher habe die Sanierung auch eine Bedeutung für die gesamte Gemeinschaft der Gemeinden (GdG), auch wenn Holzheim für sich genommen eine kleine Pfarre sei.

Gleichzeitig konzentrierten sich der Mechernicher Pfarrer und der Kirchenvorstand nach der Schließung der Kirche darauf, wie es mit den Gottesdiensten im Ort weitergehen kann. Mit dem benachbarten Pfarrheim ist dafür eine Lösung gefunden worden. Mit Blick auf die Christmette schätzt Hans-Joachim Emonds, dass dort rund 100 Gläubige Platz finden können. Dann müssen die Holzheimer allerdings auf ihre Krippe verzichten, die zu viel Platz wegnehmen würde.

Mehrfach umgebaut

Die steht aktuell auch noch in der Kirche, die eine lange Geschichte aufweisen kann. Der Westturm von St. Lambertus ist der älteste Baukörper und stammt vermutlich von der ursprünglichen Kirche, die im Jahr 1067 erwähnt wird. In den folgenden Jahrhunderten wurde das ursprüngliche Gotteshaus mehrfach umgebaut.

Als Pfarrer Damian Velder (1791-1861) und seine Verwandten einen großen Lotteriegewinn gemacht hatten, stifteten sie das Geld für eine neue Kirche. Sie wurde 1844 nach Plänen von Architekt Johann Peter Cremer errichtet, die Bauleitung hatte Franz Matthias Plum, der schon vor J. P. Cremer einen Plan entworfen hatte.

Am 21. September 1845 wurde die Kirche benediziert. Anschließend wurden Decke und die Ostwand, 1903 die übrigen Wände ausgemalt. 1972, 1975 und 1978 musste die Kirche restauriert werden.

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Verbandsgemeinde Trier-Land erwirbt Haus der Landwirtschaft – Kauf besiegelt

Region/Trier-Land – Mit ihrer Unterschrift unter den notariellen Vertrag haben Bürgermeister Michael Holstein und Ökonomierat Norbert Schindler, Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, den Besitzerwechsel des „Haus der Landwirtschaft“ in der Gartenfeldstraße 12, Trier, besiegelt.

Der Ankauf des Gebäudes durch die Verbandsgemeinde Trier-Land war durch die Entscheidung der Landwirtschaftskammer, den Standort Trier aufzugeben, möglich geworden. An einem neuen Standort in Bekond sollen deren Dienststellen Trier und Wittlich zusammengeführt werden. Die Aushandlung der Details sowie die weiteren Beschlussfassungen in den Gremien der Verbandsgemeinde wie der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz nahmen einige Zeit in Anspruch. Doch nun ist der Kauf „in trockenen Tüchern“.

Der Verbandsgemeinderat Trier-Land hatte im Grundsatz dem Kauf im Juni 2021 zugestimmt, womit die politisch Verantwortlichen eine wegweisende Entscheidung zur weiteren Stärkung der Verbandsgemeinde getroffen haben. In dem Ankauf des Nachbargebäudes sieht Bürgermeister Michael Holstein einen Meilenstein in der Geschichte der Verbandsgemeinde und eine überaus wichtige Investition in die Zukunft. „Seit ihren Anfängen in den Siebziger Jahren, als noch eine Villa am Moselufer als Verwaltungssitz ausreichend war, über die Station im Haus der Kreisverwaltung bis zum heutigen Standort waren die räumlichen Veränderungen auch immer mit der Zunahme an Aufgaben und einem damit verbundenen erhöhten Personalbedarf einhergegangen,“ so der Verwaltungschef. Für die Verbandsgemeinde Trier-Land ergibt sich mit dem Ankauf des an ihr Verwaltungsgebäude angrenzenden Gebäudes auch jetzt wieder die Möglichkeit, ihren Raumbedarf langfristig abdecken zu können. Angedacht ist so etwa die Rückverlegung eines Teils der Verwaltungsmitarbeitenden der Technischen Betriebe von Sirzenich nach Trier. Bürgermeister Holstein: „Durch das Zusammenführen vor allem von Sachgebieten im Bereich „Bauen“ in die Kernverwaltung können wir Abläufe optimieren.“

Einen direkten Umzug wird es allerdings noch nicht geben. Die Büros der Landwirtschaftskammer sowie der Mieter werden erst umziehen, wenn der Neubau in Bekond fertig gestellt ist.

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Aachener Weihnachtsmarkt-Beschicker*innen spenden 8.805 Euro an die städtische Tafel

Aachen – „Der Weihnachtsmarkt ist eine besondere Zeit für Aachen. Da kann sich die Stadt von ihrer besten Seite zeigen. Das ist immer eine besondere Atmosphäre“, schwärmt Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. Dieses Jahr verzeichnete der Markt um die 1,3 Millionen Besucher*innen, die die 122 Buden bestaunten.

Schon viele Jahre geben die Beschicker*innen des Aachener Weihnachtsmarktes der Stadt Aachen durch eine Geldspende für wohltätige Zwecke etwas zurück. Dieses Jahr soll das Geld der Aachener Tafel zu Gute kommen.

Peter Loosen, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Aachen, wurde beim Spendensammeln zum ersten Mal von seinem Sohn, Peter Loosen „Junior“, vertreten, der die Spenden zusammen mit Martin Luhn, Beschicker und Aufsichtsratsmitglied des Märkte und Aktionskreises City e.V., kurz MAC, einsammelte. „Das hat sehr gut funktioniert und deshalb wird mein Sohn diese Tradition in den nächsten Jahren fortführen. Nach 30 Jahren halte ich einen Wechsel für angebracht“, freut sich Loosen. Dieses Jahr sammelten die Beschicker*innen 6.805 Euro. Der MAC, vertreten durch Manfred Piana und Till Schüler, stockte die Summe nochmal auf: „Wir wollten noch 2.000 Euro dazu geben, damit es eine runde Sache ist.“ erklärt Schüler.

So kommt für die Tafel eine Spende von 8.805 Euro zusammen. Besonders sollen Kinder im Mittelpunkt der Spendenaktion stehen.

„Die Tafel ist existenziell besonders in Krisenzeiten. Gesundes Essen ist wichtig für eine gute Entwicklung und Wachstum. Wir wollen, dass das Geld bei der Tafel vor allem den Kindern zu Gute kommt“, erklärt die Oberbürgermeisterin bei der Checkübergabe im Aachener Rathaus. Jutta Schlockermann, Leiterin der Aachener Tafel, freut sich über die Weihnachtsüberraschung: „Ich finde es großartig, dass die Weihnachtsmarktbeschicker*innen und die Stadt Aachen auch die in den Blick nehmen, denen es um diese Zeit des Jahres nicht so gut geht und sich mit diesen Menschen solidarisch zeigen.“

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„Herzlichen Glückwunsch – Jetzt sind Sie Deutscher – Mit allen Rechten und Pflichten.“

Kall – Mit diesen Worten überreicht Standesbeamtin Eva Reinecke dem Golbacher Kabalan Aldib seine Einbürgerungsurkunde. Zuvor hatte der 48-Jährige, der Ende 2015 aus Syrien geflohen war, das so genannte „feierliche Bekenntnis“ gemäß § 16 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) abgelegt: „Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.“

Seine Einbürgerungsurkunde überreicht die Kaller Standesbeamtin Eva Reinecke dem Golbacher Kabalan Aldib. Foto: Alice Gempfer/Gemeinde Kall

„Auch wenn die eigentliche Entscheidung über einen Einbürgerungsantrag bei der zuständigen Behörde des Kreises Euskirchen getroffen wird, ist die Übergabe der Urkunde schon ein besonderer Moment“, sagt Eva Reinecke. Die Standesbeamtin beobachtet in den vergangenen drei Jahren einen Anstieg der Einbürgerungen, was mit der verstärkten Zuwanderung von Schutzsuchenden im Jahr 2015 zu erklären sei: „Viele dieser Menschen haben nun eine feste Arbeit, sie verdienen den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien selbständig.“ Das nämlich ist eine der Voraussetzungen, die das Einbürgerungsrecht vorschreibt

So ist es auch bei Kabalan Aldib. Gemeinsam mit ihm wurden seine Ehefrau Alisar Barshin sowie die Kinder Wadeea (16), Silin (9) und Rimi (8) eingebürgert. Alle vier sind vor dem Krieg in Syrien geflohen und haben schwierige Jahre hinter sich. „Aber wir hatten auch großes Glück“, sagt der Familienvater, der 2021 seine Ausbildung zum Krankenpfleger abgeschlossen hat und seitdem im Kreiskrankenhaus Mechernich arbeitet.

Sichtlich ergriffen berichtet er von der großartigen Unterstützung, die er in Kall erfahren habe. Wie viele verantwortungsvolle Familienväter hat auch Aldib sich zunächst alleine auf die lebensgefährliche Flucht gemacht, um Frau und Kinder später auf sicherem Wege nachzuholen. „Am gefährlichsten war die Reise übers Meer“, berichtet er, „wir saßen mit 48 Personen in einem viel zu kleinen Schlauchboot.“ Doch der 48-Jährige, der im syrischen Hama als Englischlehrer gearbeitet hatte, schaffte es und gelangte schließlich nach Kall.

„Und da waren sofort Menschen, die geholfen haben“, erinnert er sich. Die ersten ehrenamtlichen Sprachkurse besucht er bei Esther Lorrig von der Kaller Flüchtlingshilfe, andere Ehrenamtliche halfen bei Behördengängen oder amtlichen Schreiben. Ganz besonders dankbar aber ist Kabalan Aldib dem Ehepaar Anita und Wolfram Königsfeld. „Sie haben mich von Beginn an begleitet und waren immer für mich da“, sagt er und ergänzt: „dafür gibt es keine Worte.“ Über Familie Königsfeld fand der Golbacher, der christlichen Glaubens ist, auch den Weg in den Kaller Kirchenchor, wo er momentan allerdings aufgrund des Schichtdienstes im Krankenhaus pausieren muss.

Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützten Anita und Wolfram Königsfeld Kabalan Aldib ebenso wie bei der Einrichtung einer ersten eigenen Wohnung. Als Ende 2016 klar war, dass seine Frau und die Kinder endlich nachkommen durften, machte er sich auf die Suche nach einer Wohnung – ein schwieriges Unterfangen. Dann folgte Bert Reißdörfer als Vorsitzender des Golbacher Bürgervereins einem Aufruf der Kaller Gemeindeverwaltung und bot Wohnraum für Zugewanderte an. Die Wohnung über dem Bürgerhaus war frei geworden und konnte so über die damalige Integrationsbeauftragte vermittelt werden.

Dort also lebt Familie Aldib/Barshin nun seit Januar 2016 glücklich wiedervereint. Der älteste Sohn Wadeea macht gerade den Realschulabschluss, die beiden Töchter Silin und Rimi besuchen die Kaller Grundschule. Ehefrau Alisar Barshin arbeitet an der Anerkennung ihrer Berufsausbildung zur Medizinisch-technischen Assistentin (MTA) die Abschlussprüfung hat sie Anfang Dezember 2022 bereits bestanden.

Ob er noch einen Wunsch habe? Darauf hat der syrisch-deutsche Kabalan Aldib sofort eine Antwort – und zwar eine, die ihm unmittelbar die Tränen in die Augen treibt: „Ich wünsche mir Frieden“, sagt er, „und zwar nicht nur in Syrien, sondern überall auf der Welt.“ Zu sehen, was gerade in der Ukraine passiert, schmerze ihn ebenso wie die Situation seines Herkunftslandes, in dem noch ein Großteil seiner Familie lebt: „Der Krieg zerstört nicht nur das Land und die Gebäude – er macht die Menschen von innen her kaputt. Die Kinder sprechen nur noch vom Krieg, nicht etwa über ihre Hobbys oder die Schule – das ist der Schmerz einer ganzen Generation.“

Abschließend sagt der Familienvater mit Blick auf die Einbürgerungsurkunde: „Das hier ist ein Stück Papier. Auch wenn es große Bedeutung hat, denn ich bin sehr froh, nun Bürger dieses Rechtsstaates zu sein – letztlich ist mir nichts so wichtig wie die Menschen, die ich hier getroffen habe. Sie haben mein Herz berührt, und das werde ich nie wieder vergessen.“