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IRMA startet am 27. Februar 2023 in NRW mit einer Online-Auftakt-Veranstaltung

Region/Düsseldorf – Begleitungsprojekt für Schulen zur Reform der Ausbildung in den medizinisch-technologischen Berufen gestartet. NRW Landesregierung fördert Unterstützungsprojekt für MT-Schulen und Ausbildungsbetriebe mit 163.000 Euro. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ein neues Projekt zur Unterstützung von Schulen und Ausbildungsbetrieben bei der Umsetzung der Berufsreform in der medizinischen Technologie (MT) gestartet.

Das Projekt „Implementierung der rechtlichen Reformvorgaben in den MT-Ausbildungen in NRW“ (IRMA) bietet ein Vor-Ort-Unterstützungsangebot von Fachexperten für die MT-Schulen. Unterstützt werden die praktischen Ausbildungsträger und die Bezirksregierungen bei der Ausbildung in allen MT-Berufen. Das Projekt wird vom „Institut zur Weiterbildung für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin“ durchgeführt und von der Landesregierung mit insgesamt rund 163.000 Euro gefördert. IRMA startet am 27. Februar 2023 mit einer Online-Auftaktveranstaltung, zu der unter anderem die Schulen, Träger der praktischen Ausbildung und die Bezirksregierungen eingeladen sind. Das Projekt dauert bis 2026.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann betont, dass die Berufe in der medizinischen Technologie einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur qualitativ hochwertigen gesundheitlichen Versorgung von Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen leisten: „Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat die Bedeutung dieser Berufe für die Gesundheitsversorgung aufgezeigt. Die gute Umsetzung der Reform in den vier Berufsfeldern der medizinischen Technologie ist ein wesentlicher Baustein für die langfristige Fachkräftesicherung in Nordrhein-Westfalen und die zukunftsgerechte Weiterentwicklung der MT-Berufe insgesamt.“

Das Projekt IRMA bietet Unterstützungsangebote für die 37 MT-Schulen in Nordrhein-Westfalen, um die Schulen in den drei Phasen der Ausbildung –  Vorbereitung, Durchführung und Abschlussprüfungen – bestmöglich zu unterstützen. Das Schulbegleitungskonzept unterstützt dabei nicht nur die MT-Schulen, sondern auch die Ausbildungsbetriebe und die Bezirksregierungen. Ziel ist es, die Ausbildungsqualität und die Qualität der ausbildenden Einrichtungen landeseinheitlich auch zukünftig auf gleichbleibend hohem Niveau sicherzustellen. So soll zum Beispiel zukünftig ein angemessenes Verhältnis von Auszubildenden und Vollzeitkräften im Betrieb geregelt werden. Durch diese Anforderung an die Betriebe sollen die Ausbildungsqualität und die Ausbildungszufriedenheit in Nordrhein-Westfalen weiter gesteigert werden.

Zum Hintergrund

Hintergrund des Projekts ist das am 1. Januar 2023 in Kraft getretene bundeseinheitliche „Gesetz über die Berufe in der medizinischen Technologie sowie die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Medizinische Technologinnen und Medizinische Technologen“ (MTBG). Mit dem IRMA-Projekt nimmt das Land die erforderlichen Anpassungen und Konkretisierungen der rechtlichen Reformvorgaben in den MT-Ausbildungen auf die Situation in Nordrhein-Westfalen vor.

Die medizinische Technologie ist ein wichtiger Bereich im Gesundheitswesen, der durch den Einsatz von medizinisch-technischen Geräten und Verfahren einen bedeutenden Beitrag zur Diagnostik, Therapie und Prävention von Krankheiten leistet. Die MT umfasst verschiedene Berufe wie beispielsweise medizinische Technologinnen und Technologen für Laboratoriumsanalytik, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin. Durch ihre Arbeit tragen MT-Fachkräfte maßgeblich zur Gesundheitsversorgung bei und ermöglichen eine schnelle und präzise Diagnostik sowie eine gezielte Therapie von Patientinnen und Patienten. Die Qualität der dreijährigen MT-Ausbildung und die fachliche Kompetenz der MT-Fachkräfte sind daher von großer Bedeutung für eine optimale Versorgung der Bevölkerung.

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Kröten Schranke erneut demoliert – Leider wird die Naturschutz-Maßnahme immer wieder Ziel von Vandalismus

Mechernich-Roggendorf/Hostel – Das ist ein trauriger Rekord. Die Schranken zum Schutz von Kröten wurden erst freitags aufgebaut und nur drei Tage später, in der Nacht zum Veilchendienstag, wurde eine bereits von Vandalen demoliert. Der oder die unbekannten Täter zerstörten alle Warnlampen, eine landete sogar in einem nahgelegenen Baum.

An Aschermittwoch begutachteten der städtische Landschaftsarchitekt Christof Marx und Bauhof-Leiter Reiner Metternich den Schaden, der sich nach ersten Schätzungen inklusive Montagearbeiten auf rund 500 Euro aufsummieren könnte. „Das ist so unnötig“, sagt Christof Marx, der absolut kein Verständnis für diese Sachbeschädigung hat. Daher werde er die Tat auch bei der Polizei anzeigen. „Vielleicht hat ja jemand etwas gesehen und kann Hinweise liefern, die helfen, den oder die Täter zu ermitteln“, so Marx weiter.

Verbotene Abkürzung

Die beiden Schranken dienen dazu, in den Laichmonaten März und April einen Teil des Wirtschaftswegs abzusperren, der vom Mühlenparkkreisel in Richtung Hostel führt. Damit die Kröten gefahrlos die Caster-Fischteiche erreichen können, werden die Schranken abends geschlossen und morgens wieder geöffnet. Seit Jahrzehnten hat Marianne Neu, die im Mühlental wohnt, diese Aufgabe übernommen. In dieser Zeit hat sie leider auch immer wieder Kontakt mit uneinsichtigen Verkehrsteilnehmern gehabt – und Vandalismus hat sie auch schon häufiger erlebt.

Zuletzt hatte ihr Neffe Jörn Hück, der sich ebenso wie seine Tante im Mechernicher Ortsarbeitskreis des Kreisverbandes Natur- und Umweltschutz (KNU) engagiert, im vergangenen Jahr diverse Schäden dokumentiert. So wurden auch damals Lampen demoliert und ein Schloss sogar aufgeflext, um die Schranke zu öffnen.

Obwohl der Weg nur für landwirtschaftlichen Nutzverkehr zugelassen ist, wird er mit großer Regelmäßigkeit und verbotener Weise als Abkürzung zwischen Hostel und der B266 benutzt. „Offenbar können die Benutzer nicht einmal aus Tierschutzgründen für zweieinhalb Monate darauf verzichten“, sagte Jörn Hück schon im vergangenen Jahr.

Unterschiedliche Schließzeiten

Jetzt, zu Beginn der Krötenwanderung, wird seine Tante trotzdem die Schranken wieder schließen. Aus gesundheitlichen Gründen muss sie etwas kürzer treten und übernimmt das Schließen und Öffnen von Freitag bis Sonntag. Dann sind die Schranken ab 19 Uhr zu und werden am Morgen um 7 Uhr wieder geöffnet. „Wir sind Frau Neu sehr dankbar, dass sie diese Aufgabe seit Jahren so zuverlässig übernimmt“, erklärt Christof Marx.

In der Woche wird sie künftig von einem Mitarbeiter des Bauhofs unterstützt. Der wird die Schranke von montags bis donnerstags ab 16 Uhr schließen und ebenfalls um 7 Uhr wieder öffnen. Um auf die Schließzeiten hinzuweisen, möchte Christof Marx zwei gut sichtbare Schilder installieren lassen. Vielleicht sorgt das dann für etwas mehr Akzeptanz für die Naturschutzmaßnahme, die laut Christof Marx an dieser Stelle alternativlos ist.

Denn der Weg ist zu schmal, um statt der Sperrung Schutzzäune entlang des Weges installieren zu können. Solche Zäune gibt es zum Beispiel am Mechernicher Krematorium. Dort ist entlang des Radwegs allerdings auch reichlich Platz. Im Mühlental wären die Zäune im Weg, wenn es zum Begegnungsverkehr auf dem Wirtschaftsweg kommt, auf dem ja eigentlich wenig los sein sollte.

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Kreissparkasse Ahrweiler unterstützt das Haus der offenen Tür in Sinzig

Ahrweiler/Sinzig – Das Haus der offenen Tür in Sinzig hat eine Spende i. H. v. 1.000 € von der Kreissparkasse Ahrweiler erhalten. Die Spende dient zur Finanzierung und zur Organisation von diversen Workshops, welche für die kommenden Wochen und Monate geplant sind. Die Spende wurde von Petra Klein und Tatjana Francesconi aus den Händen von Michael Weltken in Empfang genommen. Im Rahmen des Projekts „Herzenssache“ hat die Kreissparkasse Ahrweiler insgesamt 50.000 € an 50 Vereine aus der Region verschenkt.

„Die Vereine und das Vereinsleben sind ein essentieller Bestandteil unserer Gesellschaft und unserer Region. Ohne Vereine und das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder wären viele Dinge nicht mehr möglich. Umso mehr freut es uns, dass wir durch unsere Spenden den Vereinen etwas zurückgeben können und dadurch unseren Beitrag zur Förderung des Vereinslebens, der Menschen vor Ort und der gesamten Region leisten können“, erklärt Michael Weltken, Leiter des BeratungsCenters der Kreissparkasse Ahrweiler in Sinzig und führt weiter aus: „Wir wünschen dem Haus der offenen Tür in Sinzig gutes Gelingen bei den anstehenden Workshops.“

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Wallfahrtsbüro in der Dominformation in Aachen ist eröffnet

Aachen – Erste Anlaufstelle für Pilgerinnen und Pilger bei Fragen rund um die Aachener Heiligtumsfahrt. Hereinspaziert: Das Wallfahrtsbüro zur Aachener Heiligtumsfahrt ist offiziell eröffnet! „ Seit dem gestrigen Freitag, 24. Februar an sind es nur noch 105 Tage bis zur Heiligtumsfahrt Aachen.

Wir freuen uns auf Pilgerinnen und Pilger aus Stadt und Städteregion, aus der Euregio, Europa und der ganzen Welt“, sagt Dompropst und Wallfahrtsleiter Rolf-Peter Cremer. „Jetzt geht es auch für uns spürbar auf die Zielgerade – nach neun langen Jahren wird es endlich wieder ein großes Fest des Glaubens in Aachen geben, können die Menschen in der Begegnung mit den Heiligtümern Neues entdecken! Aber auch bis dahin wird es nicht langweilig“, verspricht Rolf-Peter Cremer.

Die Leitung des Wallfahrtsbüros liegt bei Nadine Braun. Die 26-Jährige Veranstaltungskauffrau im Bischöflichen Generalvikariat zeichnet verantwortlich für die gesamte Organisation der Wallfahrt. „Das Wallfahrtsbüro in der Dominformation ist die erste Anlaufstelle für alle, die bei der Heiligtumsfahrt dabei sein wollen“, betont Nadine Braun und dankt gleichzeitig dem Büro-Musterhaus Prickartz für die Ausstattung. Das vierköpfige Team beantwortet Anfragen von Pilgergruppen, zu Programm und Ablauf, gibt praktische Tipps, hält Infomaterial bereit – das alles natürlich in vielen verschiedenen Sprachen.

Wer sich Informationen nicht digital über die Website www.heiligtumsfahrt2023.de anschauen möchte, erhält im Wallfahrtsbüro bald auch das gedruckte Programmheft sowie jetzt schon ein Entdecker-Magazin mit spannenden Geschichten rund um die Aachener Heiligtumsfahrt.

Neugierig? Wer vorbei schauen möchte, kann dies ab sofort unter den folgenden Öffnungszeiten:
·        bis Freitag, 9. Juni 2023:
Montag bis Freitag: 10 bis 16 Uhr
·        Samstag bis Sonntag, 10. bis 18. Juni:
täglich 9 Uhr bis 22 Uhr
·        Montag bis Freitag, 19. bis 23. Juni:
täglich 10 Uhr bis 16 Uhr

Entdecke mich: die Heiligtumsfahrt Aachen

Seit 1349 kommen Pilgernde, Glaubende, Suchende und Neugierige zur Heiligtumsfahrt, bei der die im Aachener Dom befindlichen Heiligtümer verehrt werden. Bei den Tuchreliquien handelt es sich der Überlieferung nach um das Kleid Marias, das sie in der Geburtsnacht getragen hat, die Windel Jesu, das Enthauptungstuch des heiligen Johannes des Täufers und das Lendentuch Jesu. Sie werden nur alle sieben Jahre dem Marienschrein entnommen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste der siebenjährige Rhythmus allerdings unterbrochen werden: Statt 2021 findet die Wallfahrt vom 9. bis 19. Juni 2023 statt.

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Ab April – Klettersteig-Kurse für „Einsteiger“ und „Aufsteiger“ in Manderscheid – jetzt anmelden!

Daun – Ausgebildete Guides bieten ab April wieder Kurse für „Einsteiger“ und „Aufsteiger“ am Burgenklettersteig in Manderscheid an. Die Guides begleiten die Teilnehmer beim Erlernen des Klettersteiggehens und Vermitteln das nötige Wissen und die Routine, um anschließend Klettersteige selbstständig begehen zu können. Zum Abschluss wird eine Klettersteigetappe mit den Fähigkeiten angepasstem Schwierigkeitsgrad absolviert.

Die Kurse finden an verschiedenen Terminen, jedoch überwiegend samstags um 9 Uhr statt. Nach einer Begrüßung geht es gemeinsam hinunter zum Übungsklettersteig auf die Turnierwiese. Um 12.30 -13 Uhr ist mit dem Kursende zu rechnen.

Der Preis beträgt 60 EUR je Teilnehmer. Die Leihausrüstung in Form von Klettersteigset, Helm und Klettergurt ist in der Kursgebühr enthalten. Für Verpflegung sorgen die Teilnehmer selbst. Angeboten wird jeweils ein Kurs für Einsteiger und ein Kurs für Aufsteiger.

Voraussetzung für die Teilnahme sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Teilnehmer der „Aufsteigerkurses“ sollten bereits einfache Klettersteige der Kategorie A-B absolviert haben. Mindestens 3, maximal 8 Teilnehmer.

Kurse im April und Mai sind bereits jetzt online buchbar unter http://www.burgenklettersteig.de/kletterkurse – und eignen sich auch hervorragend als Geschenk. Weitere Informationen zum Manderscheider Burgenklettersteig gibt es hier: www.burgenklettersteig.de.

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Neues Denkmal am Holzgraben in Aachen erinnert ans Öcher Schängche

Aachen – Die Stadt Aachen hat zusammen mit dem Förderverein Öcher Schängche am gestrigen Freitag, 24. Februar, das Denkmal am Holzgraben aufstellen lassen. Es erinnert an den 100. Geburtstag der Stadtpuppenbühne Öcher Schängche im Mai 2021.

Die Bronzeplastik mit den Figuren Schängche, Tant Hazzor und Noppeney steht auf einem Podest aus Blaustein. Die offizielle Einweihung des Denkmals soll Anfang Mai 2023 folgen.

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Toi, toi, toi – Passionsspiele in Schuld starten am 11. März

Schuld/Ahr – Judas, Pilatus, Maria, Johannes, Maria Magdalena und Mitglieder des Volkes sitzen bei Nudeln mit Hackfleischsoße im Pfarrheim von Schuld gemütlich beisammen und genießen die Mittagspause. Eigentlich fehlt nur noch Jesus, der ist aber erkrankt. Die Proben für die Passionsspiele – die ersten fanden 1978 statt – sind unverkennbar gestartet. Nach einer aufgrund tragischer Umstände abgebrochenen Saison 2008, dem Stopp knapp vor der Premiere wegen der Corona-Pandemie 2020 und nach der Flutkatastrophe vor gut eineinhalb Jahren soll dieses Mal alles glatt über die Bühne gehen.

Auch heutzutage sei die Lebens- und Leidensgeschichte von Jesu Christus nämlich noch relevant, betont Matthias Beer. Fragen wie, „Wofür gehe ich bis zum Äußersten? Was ist meine Passion/Leidenschaft?“ seien weiterhin aktuell. „Zudem können wir an die Corona-Pandemie und die Flut anknüpfen, weil viele die Erfahrung machen mussten, das zu verlieren, worauf sie gebaut und vertraut haben“, so Beer. Der ehemalige Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land und langjährige Schauspieler einer Theatergruppe feiert mit der Passion sein Regie-Debut.

Etwa 65 Frauen, Männer und Jugendliche aus Schuld und Umgebung sind unter anderem in den Bereichen Beleuchtung, Kostüme und Kartenverkauf aktiv oder besetzen eine von 45 Rollen. Teilweise gehören sie zum Ensemble der örtlichen Freilichtbühne oder haben schon seit Kindesbeinen Rollen in der Passion übernommen. Die Passion sei oft zu einer Art Familientradition geworden, in der noch heute Gemeinschaft intensiv erlebt wird, weiß Beer.

Das Drehbuch des ehemaligen Schulder Pfarrers, Gerold Rosenthal, stammt aus den späten 70er Jahren und zeichnet sich durch die recht kurze Dauer von zwei Stunden, eine klare Sprache sowie ein zurückgenommenes Bühnenbild aus. „Die Vorlage konzentriert sich sehr auf den Text, der ziemlich geradeaus ist“, erklärt Beer, der nun in der Pfarrei Trier St. Matthias arbeitet. Prägnant für die Version in der Pfarrkirche St. Gertrud sei, dass Judas fast mehr im Mittelpunkt stehe als Jesus. „Wie kommt jemand dazu, seinen Freund und seine Hoffnung zu verraten?“, laute die Frage. So verwundert es nicht, dass der Darsteller von Judas am meisten Text zu lernen hat. Ein Glück, dass Mario Stratmann bereits vor drei Jahren für die Rolle vorgesehen war. „Einiges an Text war noch da.“ Im Vorfeld habe er sich eingehend mit Judas und seinem Leben auseinandergesetzt; zum Beispiel durch das Hören von Podcasts.

„Und Matthias Beer hat mit mir den theologischen Hintergrund aufgearbeitet.“ Judas sei mehr als ein Verräter. „Man sieht seine Zerrissenheit“, sagt der 41-Jährige aus Adenau.

Personen aus der Bibel noch einmal ganz anders kennenzulernen, sei eine Chance des Stücks – nicht nur für das Publikum, sondern ebenso für die Schauspielerinnen und Schauspieler, da sind sich alle Beteiligten einig.

„Zwischen Krippenspiel und Passion hat sich Maria stark entwickelt“, blickt zum Beispiel Beatrice Kasiaras auf das Leben der Gottesmutter. „Maria ist als menschliche Mama zu sehen“, berichtet die Erzieherin, die bereits als Kind in der Passion mitgewirkt und seitdem schon unterschiedliche Rollen besetzt hat. Die Rolle der Maria, die sie sich mit einer Kollegin teilt, spielt sie allerdings zum ersten Mal. Die Schulderin denkt, dass Maria sicherlich mit ihrer Rolle und der ihres Kindes gerungen hat. „Sie hat das alles nicht kommen sehen“, ist Beatrice Kasiaras sicher. In die Rolle tauche sie ganz automatisch ein, ihr helfe ihre eigene Erfahrung als Mutter dreier Töchter, und auch das Publikum werde sicherlich in den Bann der Geschichte gezogen: „Die Szenen und die Sprachen gehen ans Eingemachte“.

Auch Anika Brummer hat durch die Inszenierung einen neuen Zugang zur Person der Maria Magdalena erfahren. „Maria Magdalena ist eine selbstbewusste Frau, aber auch ganz normal und ruhig“, sagt die 19-Jährige. „Ich hatte sie anders eingeschätzt“, sagt die eine von zwei Darstellerinnen der Urzeugin der Auferstehung Jesu.

Nach der Stärkung am Mittag geht es noch den ganzen Samstag mit Proben weiter. Bis auf eine kleine Karnevalspause finden bis zu drei Mal in der Woche Proben statt. Die mehr als 65 Menschen sind gut auf die Passion 2023 vorbereitet. Nun gilt es nur noch „Toi, toi, toi“ zu wünschen.

Die finanzielle Verantwortung teilen sich der Förderverein der St. Gertrud Kirche und die Freilichtbühne.

Ab Samstag, 11. März bis 2. April jeweils um 19 Uhr (samstags) und 17 Uhr (sonntags) wird die Passion in Schuld aufgeführt. Den Abschluss findet die Saison an Karfreitag, 7. April um 15 Uhr mit einer letzten Aufführung. Weitere Informationen auch zum Vorverkauf gibt es telefonisch bei Resi Weiler unter Tel.: 02695-931860 oder per E-Mail an passion-schuld(at)web.de. (jf)

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Ein Baum für jedes neue Mitglied – Eifelverein pflanzt die ersten Eichen am 06.03.2023 in Hürtgenwald

Düren – Der Eifelverein e.V. startet mit einer Initiative zur Gewinnung neuer Mitglieder ins Jahr 2023. In Kooperation mit dem Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen hat sich der Verein viel vorgenommen: für jedes neue Mitglied (Vollmitglied oder Jugendmitglied), das bis zum Stichtag 30.09.2023 dem Hauptverein oder einer seiner 138 Ortsgruppen beitritt, wird ein kleines Bäumchen in die Erde der Eifel gepflanzt.

Das Ziel: Achthundert Bäume für den Wald der Zukunft

Auftakt der Aktion ist am 06.03.2023 um 10:00 Uhr mit einer ersten Pflanzaktion am Rennweg in der Gemeinde Hürtgenwald. Für die neuen Mitglieder, die seit dem 01.01.2023 dem Eifelverein beigetreten sind, werden dann gemeinsam mit Valentin Wiesmeyer vom Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde die ersten klimaresistenten Setzlinge gepflanzt. Da trifft es sich gut, dass einer der beiden Hauptnaturschutzwarte des Eifelvereins, Robert Jansen, zugleich Leiter des Regionalforstamtes ist und die Aktion „seines“ Vereins von Anfang an unterstützt hat. Gepflanzt werden standortheimische Eichen, insbesondere Trauben- und Stieleichen, aber auch Hain- und Rotbuchen, Esskastanien und Vogelkirschen – alles Sorten, die sich gut an veränderte klimatische Bedingungen anpassen können. Ein echter Wald der Zukunft.

Den Wald der Eifel stark machen – und den Eifelverein

Rolf Seel, Hauptvorsitzender des Eifelvereins, freut sich über die Aktion: „Im letzten Jahr haben wir unser Positionspapier zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Eifelverein verabschiedet. Mit der Pflanzaktion setzen wir uns jetzt aktiv für unsere Überzeugung ein. Wir wollen den Wald in der Eifel stark machen – und zugleich unseren Eifelverein.“

Ziel ist es, bis zum 30.09.2023 achthundert Bäume zu pflanzen. Das bedeutet eine Steigerung der Beitrittszahlen um rund 30% gegenüber dem Vorjahr. „Wenn es mehr Bäume werden, umso besser“, so Rolf Seel.

Und vielleicht lässt sich durch die Aktion auch der eine oder die andere nicht nur für die Mitgliedschaft im Eifelverein, sondern auch gleich für ein neues Ehrenamt begeistern – Wegemanagement im Eifelverein für attraktive Wanderwege in unserer Heimat.

Weitere Informationen zum Eifelverein e.V. und der Aktion „Bäume für neue Mitglieder“ unter www.eifelverein.de.

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Ein Jahr Krieg in der Ukraine – „Unsere Welt ist eine andere“

Aachen – Die Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen: „Der Glaube an immerwährenden Frieden in Europa hat sich als trügerisch erwiesen.“ – Der Karlspreis 2023 geht an das ukrainische Volk, das auch die europäische Idee der Demokratie, des Friedens und der Freiheit verteidigt. Der Morgen des 24. Februar 2022 brachte niederschmetternde Nachrichten und Bilder: In Europa herrscht wieder Krieg! Russland hatte seinen Nachbarstaat Ukraine überfallen. All die mahnenden Stimmen, die vor diesem Schritt gewarnt hatten, behielten leider Recht, obwohl so Viele gehofft hatten, die Beschwichtigung Russlands, seinen westlichen Nachbarn nicht anzugreifen, möge wahr sein. Alle wurden bitter getäuscht und enttäuscht: „Seitdem ist unser Leben, ist unsere Welt eine andere. Der Glaube an immerwährenden Frieden in Europa hat sich als trügerisch erwiesen“, so Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, auch ein Jahr nach Kriegsbeginn immer noch fassungslos von den Ereignissen, von Kriegsverbrechen, dem Bruch des Völkerrechts, von dem Leid, das der russische Angriffskrieg den Menschen in der Ukraine tagtäglich abverlangt. Chernihiv, die Aachener Solidaritätspartnerstadt in der Ukraine, ist mittlerweile zu 70 Prozent zerstört.

Oberbürgermeisterin ist stolz auf die Aachener*innen

Von Anfang an galt es zu handeln – auch in Aachen. Es galt, die Solidarität der Aachener Stadtgesellschaft zu aktivieren, die sie bereits in vielen anderen Krisen eindrucksvoll bewiesen hatte. Denn eins war klar: Viele Menschen, vor allem Frauen und Kinder, würden innerhalb des eigenen Landes, in die Nachbarstaaten und in die restliche EU flüchten. Aktuell sind derzeit gut 2.650 Personen aus der Ukraine in Aachen – 900 davon in Unterkünften, die von der Stadt gestellt werden. Über das gesamte Jahr waren es deutlich mehr, die zunächst nach Aachen kamen, um dann weiter zu Freunden oder Verwandten zu reisen. Allein bis August kamen mehr als 2.000 Menschen. Acht Millionen Menschen leben mittlerweile in europäischen Staaten als Geflüchtete, weitere 5,4 Millionen Menschen sind innerhalb der Ukraine auf der Flucht. Bereits zwei Tage nach dem Angriff kamen die ersten Hilfesuchenden in Aachen an – nach einer anstrengenden Odyssee, oft nur mit dem, was in einen Rucksack oder Koffer passte, teilweise ihr Haustier auf dem Arm, sichtlich traumatisiert von den Geschehnissen in ihrer Heimat.

Auf die Aachener*innen war wie immer Verlass: Die Stadtverwaltung bündelte ihre Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen, koordinierte die Unterbringung, teils in privaten oder angemieteten Unterkünften, teils in städtischen, ab Mitte des Jahres, auch in städtischen Sporthallen. Regelmäßige „Krisenstäbe“ bewerteten die sich stetig ändernde Lage, stießen weitere Hilfe an, steuerten Angebote. Kinderbetreuung wurde organisiert, bald auch KiTa- und Schulplätze angeboten. Spontan bildeten sich private Hilfsaktionen, teilweise aus der in Aachen lebenden ukrainischen Gemeinde – in Aachen sind derzeit 3.601 Ukrainer*innen gemeldet – den politischen Parteien, aber nicht nur: Die Aachener*innen wurden aktiv, brachten ganze Familien privat unter, spendeten Geld, Kleidung, Hygieneartikel, Spielzeug und alles, was die hier Ankommenden dringend benötigten, brachten sich mit bürgerlichem Engagement ein. Oberbürgermeisterin Keupen: „Ich bin stolz auf unsere Stadt und die Menschen dieser Stadt, die ohne zu fragen, ihre Türen und Arme weit geöffnet haben. Wir in Aachen standen zu unserem Versprechen, sicherer Hafen für Menschen aus Kriegsgebieten zu sein.“

Spontane Netzwerke, die bis heute tragen

Schnell wurde im Depot Talstraße ein „Engagement Center“ eingerichtet, als zentrale Anlaufstelle für die Geflüchteten und auch für Bürger*innen, die sich einbringen wollten oder Hilfe von Behörden brauchten: Beratung durch die Verwaltung, Sammeln von Spenden durch Vereine und Initiativen, aber auch ein wichtiger Treffpunkt für die Menschen aus der Ukraine, um sich mit den Landsleuten auszutauschen, sich gegenseitig zu helfen und zu trösten. Dieses Angebot konnte mittlerweile wieder komplett zurückgefahren werden. Aber das Engagement, die Hilfe, die Beratung – ob nun bei Initiativen, Bürger*innen oder der Verwaltung – hält dezentral an, Netzwerke sind entstanden, die bis heute tragen.

Aber Sibylle Keupen ist nicht nur stolz auf die Stadtgesellschaft, die gezeigt habe „dass die Menschlichkeit in unserer Welt die Dunkelheit erhellt“, sondern auch auf „die europäische Gemeinschaft, die angesichts der massiven Bedrohung geeint dem Aggressor gegenübertritt und zeigt, dass die Völker der Union eben doch mehr eint, als die Wirtschaft“.

Karlspreis für „Mut und Entschlossenheit“ des ukrainischen Volks

„Menschen, die seit einem Jahr jeden Tag kämpfen und ihr Leben aufs Spiel setzen, um ihr Land zu verteidigen und damit auch die europäische Idee der Demokratie, des Friedens und der Freiheit. Werte, die uns in der europäischen Gemeinschaft einen. Für diesen Mut und diese Entschlossenheit werden wir dem ukrainischen Volk und seinem Präsidenten in diesem Jahr den Karlspreis verleihen. Damit möchten wir aus Aachen ein Signal in die Welt senden, dass wir daran glauben, dass Menschlichkeit, dass die Demokratie am Ende siegen wird“, stellt Oberbürgermeisterin Keupen noch einmal deutlich heraus, warum das ukrainische Volk die Auszeichnung erhält.

Dabei erinnert sie auch an die vielen Krisen, Kriege und an die Unterdrückung weltweit, etwa im Jemen, in Afghanistan, Myanmar, Syrien, Belarus und „in den ganzen Staaten, in denen sich die Diktatoren auf der Siegesstraße wähnen“. Die Oberbürgermeisterin ist überzeugt: „Ihr werdet niemals siegen, weil Unrecht niemals Recht wird.“

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Mayener Inner Wheel Club spendet 2.500 Euro an das städtische Jugendamt

Mayen – Erneut unterstützt der Inner Wheel Club Mayen das Stadtjugendamt – diesmal mit einer Spende in Höhe von 2.500 Euro. Die Spendengelder werden bedürftigen und finanziell schwächeren Familien zu Gute kommen, die dringend Hilfe benötigen. Oberbürgermeister Dirk Meid nahm die großzügige Spende entgegen und bedankte sich – auch im Namen des Stadtjugendamtes – bei den engagierten Frauen.

„Unser Stadtjugendamt hat durch solche Spenden mehr Möglichkeiten, bedürftigen Familien über den gesetzlichen Rahmen hinaus zu helfen. Aus diesem Grund bin ich dankbar und freue ich mich über die seit vielen Jahren gewährten sozialen Hilfen für Menschen in unserer Stadt, “ so der Stadtchef.

Der Inner Wheel Club spendet seit über 20 Jahren an das Jugendamt. Mit verschiedenen Aktionen sammeln die Inner Wheel Clubfreundinnen Geld für soziale Zwecke.

Seit seiner Gründung 1987 setzt sich der Inner Wheel Club Mayen für soziale Projekte ein. Als weltweite Organisation mit 100.000 Mitgliedern steht Inner Wheel für Freundschaft untereinander und den Dienst am Nächsten. Dabei finden sich die Frauen in den Clubs zusammen um ehrenamtlich soziales Engagement und internationale Verständigung zu pflegen. Der persönliche Einsatz vor Ort gilt dabei als selbstverständlich.

Entsprechend ihrem Leitsatz „Mayen für Mayen“ kommen sämtliche Spenden des Inner Wheel Clubs Projekten in Mayen zugute.