Kategorien
News

Frühlingserwachen in Wittlich vom 3. bis 5. März – Erster Verkaufsoffener Sonntag

Wittlich – Ein aufregendes Wochenende steht den Bewohnern und Besuchern von Wittlich am Wochenende vom 3. – 5. März bevor. Der Wittlicher Wochenmarkt eröffnete am Freitag , 3. März ab 8 Uhr am Platz an der Lieser. Bis 14:30 Uhr hatten hier Besucher die Möglichkeit, frische Produkte von regionalen Erzeugern für den täglichen Bedarf zu erwerben. Im Angebot fanden sich Obst, Blumen, Gemüse, Eier, Geflügel, Honig, Backwaren, Olivenöl, Pasta, Fleisch und Wurst.

Am Samstag (11-16 Uhr) öffnen verschiedene Stände und bieten folgende Produkte an: Frisch gemixte Cocktails, Kibbelingfisch mit verschiedenen Soßen und „dicke“ Fritten, Bratwurst und andere Leckereien stehen für die Gäste und Besucher*innen bereit. Der Frühlingsmarkt öffnet ab 12 Uhr auf dem Platz an der Lieser. Das Warenangebot umfasst von Osterdekorationen über saisonale Handarbeiten bis hin zu selbstgenähter Kinderkleidung ein passendes Sortiment für die anstehende frühlingshafte Jahreszeit.

Auf dem Marktplatz wird das Angebot ergänzt durch Cocktails, Blumen, Obst, Wittlicher Wein, Kibbelingfisch, Fritten und Bratwurst. Die Stände sind von 12 – 18 Uhr geöffnet.

Am Sonntag haben die Besucher dann noch die Möglichkeit durch die Einkaufsstraßen in Wittlich zu schlendern. Passend zum Frühlingsmarkt und anlässlich des ersten Verkaufsoffenen Sonntages dekorieren die Einzelhändler ihre Läden und Verkaufsflächen mit bunten Blumen. Die Geschäfte öffnen von 13 bis 18 Uhr die Türen.

Auch an allen drei Tagen ist rund um das große Treiben für das leibliche Wohl der Besucher im Wittlicher Innenstadtgebiet bestens gesorgt. Zahlreiche Restaurants und Cafés locken mit ihrem erstklassigen Angebot und Service. Im Stadtkern erwarten die Besucher rund 1.250 kostenfreie Parkplätze in Innenstadtnähe.

Kategorien
News

Stadtverwaltung Stolberg verurteilt Angriff auf Mitarbeiterin

Stolberg – Die Stadtverwaltung der Kupferstadt Stolberg verurteilt den Angriff auf ihre Kollegin Hanna Kaltenborn scharf. Sie wurde in der Mittagszeit des 13.02.2023 in ihrer Pause von noch unbekannten Tätern auf dem Verbindungsweg zwischen Bastinsweiher und der Straße „Am Blankenberg“ niedergeschlagen. Der Tatort liegt damit nur wenige Meter von ihrem Arbeitsplatz im städtischen Bürgerservice entfernt. Die Motivlage deutet darauf hin, dass der Angriff durch ihre Transsexualität begründet ist. Hanna Kaltenborn wurde als Mann geboren und lebt seit geraumer Zeit als Frau.

„Wir sind angesichts dieses schrecklichen Verbrechens gegen unsere Kollegin geschockt.“, sagt Bürgermeister Patrick Haas. „Denn wir stehen in der Stadtverwaltung und in Stolberg für Offenheit, Toleranz und die Wertschätzung von allen Menschen. Transfeindlichkeit hat genauso wie jegliche Gewalt oder jeglicher Hass gegen Personen, die anders aussehen, denken oder sexuell orientiert sind, in Stolberg keinen Platz.“

Dem pflichtet auch Frank Gilles, Vorsitzender des Personalrates der Kupferstadt Stolberg, bei: „Frau Kaltenborn ist eine von allen geschätzte und beliebte Kollegin. Deshalb ist die Bestürzung über die vorliegende Tat und die Unterstützung für Frau Kaltenborn in der Belegschaft sehr groß. Der Personalrat wird sich mit Entschlossenheit gegen jede Form von Gewalt gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes positionieren.“

Die Stadtverwaltung hofft drauf, dass die Täter ermittelt werden können. Die Polizei sucht weiterhin Zeugen, die etwas zur Aufklärung der Tat beitragen können:

Zeugen, die etwas beobachtet haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich beim zuständigen Kriminalkommissariat der Polizei Aachen unter der Rufnummer 0241-9577 33301 (tagsüber) oder per Mail an KK33.Aachen@polizei.nrw.de zu melden.

Kategorien
News

Die Charity-Kampagne der Ahrtal Quelle geht in die zweite Runde

Sinzig/Ahrtal – Mitte Juli 2022 wurde das Projekt „Jeder Kasten hilft“ vom Sinziger Mineralbrunnen mit seiner Mineralwassermarke Ahrtal Quelle ins Leben gerufen. Nach dem großen Erfolg der Charity-Kampagne wird die Aktion nun fortgesetzt.

Knapp ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe an der Ahr startete 2022 der Sinziger Mineralbrunnen eine besondere Spendenaktion: Mit jedem Kauf eines Kastens Ahrtal Quelle Mineralwasser wurden ausgewählte Hilfsprojekte in der Region erfolgreich beim Wiederaufbau unterstützt.

Auch fast zwei Jahre nach der Flut ist das Ahrtal immer noch auf Unterstützung und Spendengelder angewiesen. „Die Lage in der flutbetroffenen Region ist weiterhin dramatisch und der Wiederaufbau geht vielerorts nur langsam und kräftezehrend voran. Für uns ist es daher eine Herzensangelegenheit mit unserer Spendenaktion „Jeder Kasten hilft“ weiterhin beim Wiederaufbau des Ahrtals zu unterstützen. Die positive Resonanz auf die Aktion im letzten Jahr bestätigt uns darin, weiter zu machen“, erklärt Thomas Beckmann, Geschäftsführer des Sinziger Mineralbrunnens.

Mit der Ahrtal Quelle-Spendenaktion werden auch dieses Mal wieder die beiden gezielt ausgewählten Projektpartner ‚Fortuna Hilft e. V.‘ sowie ‚Das Fünf Euro Haus‘ bei ihrer Arbeit unterstützt. Drei Maßnahmen der regionalen Partner konnten bereits erfolgreich mit den bisher eingenommenen Spenden gefördert werden: der Wiederaufbau des Vereins ‚Hundesportfreunde Untere Ahr Sinzig e. V.‘ sowie des Hauses des von Geburt an gelähmten Heinz aus Walporzheim als auch die Arbeit des ‚Mal-Zirkus‘ in Ahrweiler, wo Kindern aus den flutgeschädigten Orten in einem Zirkuswagen Raum gegeben wird, ihre Gefühle und Gedanken kreativ auszudrücken.

Kategorien
News

Integration geht durch den Magen

Düren – Die job-com, das kommunale Jobcenter des Kreises Düren, integriert geflüchtete Menschen aus der Ukraine durch neue Arbeitsplätze in die Gesellschaft. Aktuell werden rund 1800 Ukrainerinnen und Ukrainer betreut und einer von ihnen ist Daniel Mezhybovskyi. Sein Beispiel inspiriert – auch die Geschmacksnerven.

Daniel Mezhybovskyi stammt aus der Ukraine und steht stellvertretend für rund 160 geflüchtete Menschen aus der Ukraine, die von der job-com bisher in einen neuen Beruf vermittelt wurden. „Aktuell sind etwa 1800 Geflüchtete aus der Ukraine bei dem kommunalen Jobcenter im Leistungsbezug. Im Team ‚Zuwanderung‘ kümmern sich elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um diejenigen, die auf der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine in den Kreis Düren gekommen sind“, erklärt Bernhard Stier, Sachgebietsleiter Personalvermittlung der job-com. Das Motto: Dinge möglich machen.

Von der Ukraine über Rumänien verlief die Flucht nach Deutschland, bis Daniel Mezhybovskyi schließlich mit seiner Familie in der Gemeinde Aldenhoven ankam. Er wollte möglichst zeitnah wieder arbeiten, in seiner Heimat hatte er zehn Jahre lang ein Restaurant geleitet und Kochen ist seine große Leidenschaft. Mittlerweile konnte ein passender Job für Mezhybovskyi gefunden werden: nach einem von der job-com vermittelten Praktikum kocht er seit September 2022 für die jüdische Gemeinde in Aachen. Als Mann jüdischen Glaubens kennt er die Küche, Feste und Feierlichkeiten allzu gut. Und das schmeckt man: „Alle sind von seinem Essen begeistert“, berichtet seine unterstützend wirkende Sozialarbeiterin Simona Serbu lächelnd. Er sei hier vollständig angekommen und habe sich sehr gut eingearbeitet. Neben seiner Arbeit macht der Ukrainer einen Sprachkurs. „Die Arbeit macht mir sehr viel Freude und ich möchte hier in Deutschland nichts umsonst bekommen“, betont Daniel Mezhybovskyi. Bei der jüdischen Gemeinde in Aachen möchte man ihn sehr gerne langfristig beschäftigen. In der Zukunft soll er auch für den Einkauf zuständig sein und irgendwann die Küchenleitung übernehmen. Inzwischen wohnt die kleine Familie in einer Wohnung in Aachen, so ist die Anfahrt zur Arbeit deutlich kürzer. Und auch Mezhybovskyis Frau lebt sich gut ein. Sie absolviert neben der Kinderbetreuung einen Integrationskurs, um ebenfalls die deutsche Sprache zu lernen.

Auch manchmal unkomplizierte Wege gehen und Netzwerke nutzen, um den Menschen möglichst schnell zu helfen, das hat sich die job-com des Kreises Düren als Ziel gesetzt. Dazu gehören individuelle Beratung, Vermittlung sowie Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote. Die aus der Ukraine geflüchteten Menschen hätten bei einer langfristigen Bleibeperspektive sehr gute Chancen auf eine erfolgreiche Integration in den deutschen Arbeitsmarkt, heißt es vonseiten des kommunalen Jobcenters. „Die vergleichsweise gute Qualifikation, positive Erfahrungen von Betrieben und die soziale Vernetzung machen die Geflüchteten, wie im Beispiel von Daniel Mezhybovskyi, besonders für kleine und mittlere Betriebe interessant“, betont Bernhard Stier.

Kategorien
News

Neue Digital-Botschafter für Mayen-Koblenz – Ausbildungsstart ist voller Erfolg

Region/Mayen-Koblenz – Durch Vermittlung der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz konnte in Mayen jüngst die Ausbildung von 22 Digitalbotschaftern starten. Die kostenfreie Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel statt. Hier wurden zwei von insgesamt vier Ausbildungsmodulen an die Teilnehmenden vermittelt. Die anderen beiden Module durchlaufen die zukünftigen Digitalbotschafter bei zwei weiteren Terminen, die online über die Videokonferenzplattform Zoom abgehalten werden. Die Teilnahme an allen vier Modulen ist Voraussetzung für die erfolgreiche Ausbildung zum Digitalbotschafter, die mit einem offiziellen Zertifikat abgeschlossen wird.

Doch was sind überhaupt Digitalbotschafter? Digitalbotschafter sind ältere Bürger, die Freude daran haben, Senioren im Umgang mit ihren Handys und Smartphones sowie Tablets und Computern zu unterstützen. Sie helfen ihnen, sich in der digitalen Welt zurecht zu finden. Dies reicht von der Online-Terminvereinbarung bei Ärzten, Friseuren oder Kinobesuchen bis zum Fahrkartenkauf oder dem Online-Shopping. Während der ersten beiden Module wurde den zukünftigen Digitalbotschaftern ein Gespür dafür vermittelt, wer überhaupt als „Senior“ gilt und wie Senioren mit digitalen Medien umgehen. Sind sie eher on- oder offline? Welche Geräte nutzen sie und sind sie Onlineangeboten gegenüber aufgeschlossen? In den weiteren Modulen lernen die Teilnehmenden, was einen Digitalbotschafter auszeichnet, was mögliche Einsatzbereiche sind und wie die Arbeit mit den Senioren konkret aussehen kann. Ziel der Module ist zudem die Vernetzung der einzelnen Digitalbotschafter untereinander.

Die Ausbildung erfolgt durch die Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz e.V. in Kooperation mit dem Projekt „Digital-Botschafterinnen und -Botschafter für Rheinland-Pfalz“ der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest (MKFS) und wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz.

Fragen zum Projekt beantwortet Markus Eiden unter Tel. 0261/108-154 oder per E-Mail an markus.eiden@kvmyk.de.

Kategorien
News

Errichtung eines Hochwasser-Schutzwalls – Spatenstich für die Bauarbeiten in der Swistbachaue ist erfolgt

Meckenheim – Nach gründlicher Analyse des Starkregenereignisses im Juli 2021 und eingehender Planung haben die Arbeiten am Hochwasserschutzwall in der Meckenheimer Swistbachaue begonnen. Gemeinsam mit Vertretenden der Projektpartner, unter ihnen Prof. Heinrich Schäfer als Ständiger Vertreter des Vorstandes des Erftverbandes, nahm Bürgermeister Holger Jung den symbolischen Spatenstich vor. „Wir haben uns von ausgewiesenen Fachleuten beraten lassen und die Bürgerschaft aktiv mit einbezogen“, sagte Holger Jung. „Der Wall ist eines von mehreren Projekten und wird gegen normale Hochwasser effektiven Schutz für die Altstadt bieten. Jedoch wird es den 100-prozentigen Schutz nicht geben, weswegen ich an die Eigenvorsorge einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers appelliere.“

Zum Hochwasserschutz der damals besonders stark betroffenen Schützenstraße und Mühlenstraße entsteht in der Swistbachaue, zwischen der Adendorfer Straße im Süden und der Adolf-Kolping-Straße im Norden, ein rund 350 Meter langer und ca. 60 Zentimeter hoher Erdwall. Die Zuwegung soll breitflächig über die Verwallung führen, damit die Durchgängigkeit auch für Rollstuhlfahrende gewährleistet ist.

Die Arbeiten bei einer vorgesehenen Bauzeit von etwa zwei Monaten übernimmt die Firma Wahl, nachdem die Untere Wasserbehörde des Rhein-Sieg-Kreises ihre Zustimmung erteilt hat. Zuvor hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in seiner Sitzung am 3. September 2020 die Verwallung im Rahmen des Hochwasserschutzes einstimmig beschlossen und die Stadtverwaltung beauftragt, das notwendige planungsrechtliche Genehmigungsverfahren mit dem Rhein-Sieg-Kreis voranzutreiben.

„Es handelt sich um einen nachhaltigen Dammbau, der Ressourcen und Kosten einspart“, verwies der Bürgermeister beim Spatenstich auf Synergieeffekte, die sich im Zusammenhang mit dem Bau des Regenrückhaltebeckens im Merler Keil III ergeben. Dessen Erdaushub wird in die Swistbachaue befördert und dort zum Bau der Verwallung verwendet. Prof. Schäfer lobte das Vorgehen in Meckenheim. „Die nächsten Ereignisse können zeigen, dass es sich um eine erfolgreiche Maßnahme handelt.“

Bürgermeister Jung sprach den ganzheitlichen Aspekt an: „Durch den Schutzwall entsteht Raum, in dem sich Wasser ausdehnen kann, sodass sowohl öffentliche Einrichtungen als auch private Gebäude künftig wirksamer gegen Hochwasser geschützt sind.“ Zusammen mit dem Technischen Beigeordneten Heinz-Peter Witt ermunterte er die Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv zu beteiligen, unter anderem an der Starkregenkarte. „Noch bis zum 6. März bietet sich die Gelegenheit, Anregungen und Hinweise zu geben und so zu einer möglichst umfassenden Starkregenanalyse beizutragen.“ Experten der Hydrotec Ingenieurgesellschaft für Wasser und Umwelt mbH aus Aachen werden die Eingaben anschließend sichten und überprüfen.

Der direkte Link zur Starkregenkarte lautet:

https://mapview.hydrotec.de/models/Meckenheim-N100/viewer/index.html.
Fragen zur Starkregenkarte beantwortet bei der Stadt Meckenheim Michaela Kempf vom Fachbereich Verkehr und Grünflächen, Telefon (02225) 917-164, E-Mail michaela.kempf@meckenheim.de.

Kategorien
News

Neuer Auftritt der Weinregion Ahr auf der ProWein vom 19. bis 21. März 2023

Ahrweiler – Ahrwinzer präsentieren sich gemeinschaftlich auf der wichtigsten Weinmesse im Jahr. Für alle Mitglieder der Weinbranche startet das Frühjahr mit der wichtigsten Messe im Bereich Wein und Spirituosen – ­der jährlich stattfindenden ProWein auf dem Messegelände in Düsseldorf.

Da diese Messe also fast direkt vor den Toren des Ahrtals liegt, war eine Teilnahme für den Ahrwein e.V., der die Interessen von 37 Betrieben an der Ahr vertritt und das überregionale Weinmarketing betreibt, nahezu selbstverständlich.

Allerdings hatten die aus der Corona Pandemie resultierenden Absagen und die letztjährige Verschiebung der Trade Fair auch vor allem deutlich gemacht, dass ein Umdenken in der Gestaltung des Ahrwein-Standes nötig wurde, um weiterhin die bestmöglichen Ergebnisse aus der von über 40.000 Fachbesucher aus 145 Ländern besuchten Messe ziehen zu können.

„Für uns stand an erster Stelle der Wunsch, auch kleineren Betrieben an der Ahr eine Teilnahme zu erschwinglichen Konditionen zu ermöglichen und von der Strahlkraft der Messe zu profitieren“, so Carolin Groß, Referentin Ahrwein, die das neue Konzept mit auf den Weg gebracht hatte. „Im Ahrwein e.V. verfügen 81 % der Betriebe über weniger als 10 ha Rebfläche und scheuen eine eigenständige Teilnahme an der Messe auf Grund des hohen Aufwandes“, so Groß.

Nur über einen Schulterschluss der Weinregion Ahr kann eine breitere Aufmerksamkeit der internationalen Fachpresse sowie der Gastronomie- und Handelsszene erzielt  und damit Erfolge in der Bewerbung der Weinregion und deren Winzern erreicht werden.

Das neue Standkonzept soll hier mehr Möglichkeiten für eine attraktive Präsentation schaffen. An einer großen Theken finden zwölf Winzer mit 24 Weinen Platz, um eine Mission zu transportieren „Die Qualität der Ahrweine ist, ungeachtet der erschwerten Bedingungen von 2020 bis heute, eine Konstante geblieben und zeigt deutliche Ambitionen zu einem stetigen Streben nach Perfektion“.

Dabei wird das Vorhaben auch durch die Kampagne „We AHR Open“ sowie den AHR- a wine region needs help for rebuilding e.V. als wertvolles Marketingprojekt unterstützt. Vorgestellt werden die Weine vor Ort vom Team des Ahrwein e.V. und zu vorab festgelegten Zeitslots sind ebenfallsdie Winzer selbst am Stand anzutreffen.

Folgende Winzer sind am Gemeinschaftsstand des Ahrwein e.V. vertreten:

Das Weingut Sermann aus Altenahr, das Weingut H.J. Kreuzberg aus Dernau, die Weingüter Kurth, Maibachfarm, Pollig & Schmidt, J.J. Adeneuer sowie die Jungwinzer Next Generation aus Ahrweiler, die Weingüter Peter Lingen aus Bad Neuenahr, die Weingüter Nelles und Stark-Linden aus Heimersheim sowie die beiden Winzergenossenschaften DAGERNOVA aus Dernau und Mayschoß-Altenahr.

Die ProWein findet in den Hallen des Messegeländes in Düsseldorf vom 19. bis 21. März 2023 jeweils von 9:00 bis 18:00 Uhr statt. Der Stand des Ahrwein e.V. befindet sich in Halle 1 / A36. Gesprächstermine am Stand vor Ort können gerne schriftlich über info@ahrwein.de oder telefonisch unter 02641/9171-26 angefragt werden.

Kategorien
News

Aus zwei mach eins – Bistum Aachen lässt seine Struktur neu ordnen

Mechernich/Schleiden – Für die Region Eifel stehen drei statt bislang sechs „pastorale Räume“, so der neue Name für „Gemeinschaft der Gemeinden“, zur Debatte: Mechernich plus Kall/Steinfeld, Schleidener Tal plus Blankenheim/Dahlem und Simmerath plus Monschau – Die rechtliche Fusion der Pfarreien ist einstweilen bis 2028 vertagt.

Entweder bleibt alles, wie es ist, oder die bestehenden sechs „Gemeinschaften der Gemeinden“ (GdG) in der Aachener Bistumsregion Eifel werden um die Hälfte auf drei reduziert. Das bedeutet, dass je zwei „GdGs“ zu einem „Pastoralen Raum“ zusammengefasst werden, so der neu definierte Begriff für größer werdende Kircheneinheiten mit immer weniger Christen und immer weniger Seelsorgepersonal.

Im Klartext: Die GdG St. Barbara Mechernich fusioniert mit der GdG Heiliger Hermann-Josef (Kall/Steinfeld/Nettersheim), Philipp Cucks Schleidener Tal mit Andreas Zülls Großraum Blankenheim/Dahlem und Monschau mit Simmerath.

Die Einheitsgrößen sollen in etwa 15.000 Einwohner betragen. Das zur Verfügung stehende hauptamtliche Kirchenpersonal pro Einheit dürfte sich im Laufe der nächsten zehn Jahre auf die Hälfte von heute einpendeln, so Pfarrer Thorsten Aymanns vom Bistum.

Im Jahre 2028 sollen die bis dahin wie die heutigen „GdGs“ noch recht unverbindlich gehaltenen „Pastoralen Räume“ dann als neue Pfarrgemeinden auch kirchen- und konkordatsrechtlich zementiert werden. Das war der Tenor einer Informationsveranstaltung, zu der das neue Regionalteam aus Regionalvikar Wieslaw Kaczor, dem gewählten Ehrenamtlichen-Vertreter Erich Dederichs und Gemeindereferent Georg Nilles hauptamtliches Kirchenpersonal und ehrenamtliche Gremiumsmitglieder am Dienstagabend ins Forum der bischöflichen Clara-Fey-Schule Schleiden eingeladen hatten.

Pater Wieslaw für „große Lösung“

Etwa 50 Versammlungsteilnehmer wurden gezählt. Die GdG Mechernich war personell stark vertreten durch die Seelsorgerinnen Cordula Waberczek, Doris Keutgen, Pfarrer Georg Stephen Rayappan Packiam und Diakon Manfred Lang. Es gab zahlreiche Fragen, Anregungen und Bedenken. Die Stimmung wirkte insgesamt bedrückt, um 21.30 Uhr musste der Veranstaltungsort geräumt werden.

Welche der beiden zur Diskussion gestellten Zukunftslösungen genommen wird, sollen die noch existierenden Gremien in den noch existierenden Pfarrgemeinden und GdGs sowie anschließend Räte auf Regional- und Bistumsebene entscheiden. Es werde in jedem Fall nichts anderes vom Bischof beschlossen, als Vorschläge aus den Gemeinden, beteuerte Pfarrer Aymanns.

Regionalvikar Pater Wieslaw Kaczor SDS plädierte einstweilen für die „große Lösung“, also aus zwei Gemeinschaften der Gemeinden jeweils eine zu machen: „Sonst sitzen wir in fünf Jahren wieder da und müssen welche zusammenlegen.“

Kategorien
News

„Ins gelobte Land, die Eifel…“

Blankenheim/Mechernich – In aller Stille feierte Pfarrer Gregor Stepkes (94) im Seniorenheim „Haus Effatta“ der Communio in Christo in Blankenheim am Dienstag sein 70. Weihejubiläum. Er erzählte von seiner Kindheit und Jugend in einem durch und durch katholischen Elternhaus – und auch von der Schuld und Unzulänglichkeit, die ein so langes Leben als Seelsorger zwangsläufig nach sich ziehe.

Der gebürtige Krefelder war am 28. Februar 1953 im Hohen Dom zu Aachen von Bischof Johannes Joseph van der Velden mit 22 anderen Diakonen zum Priester geweiht worden. Stepkes, von dessen fünf Geschwistern ein anderer ebenfalls Priester und der jüngste Bruder Johannes Ständiger Diakon wurde, ist der letzte des Weihejahrgangs, der noch lebt.

Zu seinem Gnadenpriesterjubiläum besuchten ihn unter anderem Father Jaison Thazhathil, der Generalsuperior des Ordo Communionis in Christo aus Mechernich, dessen Stellvertreter, der Mechernicher Diakon Manfred Lang, und Spiritual Pater Rudolf Ammann ISch aus Blankenheim.

Das Eiserne und Diamantene Priesterjubiläum hatte Gregor Stepkes noch in der Pfarrkirche Alendorf unter anderem mit den Aachener Weihbischöfen Karl Reger und Dr. Johannes Bündgens sowie seinem Freund Generalsuperior Karl-Heinz Haus feiern können. Reger, der heutzutage in einem Altenheim in Gemünd lebt, war seinerzeit Kaplan bei Pfarrer Stepkes in Viersen.

„Wege Gottes geheimnisvoll“

„Die Wege Gottes sind für Menschen ein Geheimnis“: Mit diesem Zitat ehrte Generalsuperior Jaison Thatzathil den Zitatgeber selbst, Pfarrer Gregor Stepkes, als er vor fünf Jahren die Festpredigt beim Eisernen Weihejubiläum hielt: „Wir freuen uns sehr und wir sind alle sehr stolz auf Sie, dass Sie solange durchgehalten haben und wir heute Gott danken, dass Er uns einen so guten Hirten gegeben hat.“

Pfarrer Gregor Stepkes berichtete den Besuchern der Communio in Christo an seinem Weihetag von der Kindheit und der Zuneigung unter den Geschwistern. Seine Schwester Maria Fidelis lebte bis vor kurzem ebenfalls noch im „Haus Effatta“ der Communio.

Ein Leben, das ganz Gott geweiht ist, sei nicht ein Zustand, den man in einem Moment erreichen könne. Glaube sei ein Prozess. Wie das Gold im Feuer gereinigt werde, so werde der Glaubende im irdischen Leben geprüft. Das Licht, das Pastor Stepkes auch im 95. Lebensjahr noch ausstrahle, sei sein tiefer Glaube an Christus, der ihn zu seinem Dienst berufen habe, so Thazhathil.

Pastor Gregor Stepkes lernte Mutter Marie Therese, die Gründerin der Communio in Christo, und ihr außerordentliches Charisma schon in den 70er Jahren kennen. Als Konsequenz daraus entschied er sich 2008, in das von der Mutter gegründete Haus „Effata“ nach Blankenheim zu gehen: „Dort habe ich die Zeit, die Schriften der Mystikerin Mutter Marie Therese tiefer zu studieren, denn in ihren Schriften spricht Gottes Stimme zu uns.“

Vater von Nazis abgesetzt

Stepkes‘ Ruf zum Priesteramt sei in der Nazizeit an ihn gedrungen. Sein Vater Johannes wurde von den Nationalsozialisten als Bürgermeister der Stadt Kleve abgesetzt, weil er nicht Mitglied der NSDAP werden wollte. Es folgten entbehrungsreiche Jahre, in denen eine willkürlich Bekannte, eine Köchin, und ein mit dem Vater befreundeter Rechtsanwalt die Familie vor dem ökonomischen Ruin bewahrten.

„Ich wollte einen Beruf haben, der auch dann noch Bestand hat, wenn sie mich nackt ausziehen und in den Gasofen jagen“, sagte Pastor Stepkes in einem Interview mit der Agentur ProfiPress: „In der Nazizeit lernte ich von meinen Eltern Gottvertrauen. Der Glaube kam für uns nicht von außen, sondern war Ausdruck eines tiefen Lebensgefühls.“

Aus den Erfahrungen in der Nazizeit heraus sei er Priester geworden. Und so besuchte Gregor Stepkes das Priesterseminar in Aachen und wurde 1953 zum Priester geweiht. Als Kaplan kam er nach Viersen. Später trat er seine zweite Stelle als Kaplan in Rheydt in der Herz-Jesu-Gemeinde an.

Dort wurde Pfarrer Stepkes unter anderem für sechs Jahre Seelsorger der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) bis 1968. Father Jaison: „Dann ging er für 25 Jahre als Pfarrer nach Sankt Josef und zusätzlich als Dechant nach Viersen. 1993 verließ er alles und kam ins gelobte Land – in die Eifel.“

„Stimme Gottes spricht zu uns“

Zur Priesterweihe am 28. Februar 1953 wählte Gregor Stepkes einen Vers aus der Geheimen Offenbarung: „Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm: Und wen dürstet, komme. Und wer will, empfange lebendiges Wasser umsonst.“

Am 23. Februar 1971 legte Gregor Stepkes das Ewige Versprechen in der Priestergemeinschaft Unio Jesus Caritas ab und am 1. September 1977 in Mechernich-Holzheim die Versprechen in die Hände von Mutter Marie Therese. Gregor Stepkes glaubt an ihr außerordentliches Gründungscharisma – bis heute: „In ihren Schriften spricht die Stimme Gottes zu uns.“

Kategorien
News

Internationaler Tag des Artenschutzes am 3. März – Landwirtschaft trägt wesentlich zum Artenschutz bei

Region/Koblenz – Die Landwirtschaft und der Weinbau tragen mit der Offenhaltung von Flächen zum Artenschutz bei. „Was wir hier in Rheinland-Pfalz, einem Waldland, nicht benötigen, ist noch mehr Wald. Der Artenschutz und mit ihm die Artenvielfalt wird deutlich unterstützt, wenn Bauern und Winzer ihre Bewirtschaftungsflächen weiterhin erhalten und pflegen“, macht der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Ökonomierat Michael Horper, deutlich.

Der Apollofalter im Weinbau, Braunkehlchen, Lerchen in der Landwirtschaft – viele Tiere würden ohne die Arbeit der Bauern- und Winzerfamilien aussterben. Es müsse das Ziel der Gesellschaft sein, ihre Bauern- und Winzerbetriebe zu erhalten und ihnen in Zukunft weiterhin ein wirtschaftliches Einkommen zu ermöglichen. Die Landwirtschaft sei bereit, so Horper, Umwelt- und Naturschutzleistungen zu erbringen. Bereits heute würden in Rheinland-Pfalz rund 40 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Aspekte bewirtschaftet. Das sei enorm und zeige den Einsatzwille der Bauern und Winzer für den Artenschutz.

Eine klare Absage erteilt der Bauernpräsident den Plänen der EU, u.a. den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Naturschutzgebieten völlig zu verbieten: „Erstens würde sich damit die Landwirtschaft gerade aus den Gebieten, die dringend offengehalten werden müssten, zurückziehen und zweitens würden die Landwirte ohnehin sehr sensibel mit Schutzmitteln umgehen. Gerade die ausgebildeten und studierten Landwirte haben den Umgang mit Pflanzenschutzwirkstoffen von der Pike auf gelernt. Naturschutz funktioniert mit den Landwirten, ihnen die Arbeitsgrundlage zu entziehen ist keine Lösung und würde überdies die Artenvielfalt tatsächlich schädigen. So weit dürfen wir es nicht kommen lassen.“