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Kupferstadt Stolberg zeichnet Ehrenamtliche aus

Stolberg – Die Stadt Stolberg hat im Rahmen einer großen Veranstaltung mit umfangreichem Rahmenprogramm im Jugendheim Münsterbusch ehrenamtlich tätige Stolbergerinnen und Stolberger für ihre Leistungen ausgezeichnet. Bürgermeister Patrick Haas und die städtische Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen überreichten die Jubiläums-Ehrenamtskarte des Landes Nordrhein-Westfalen an diejenigen Personen, die seit mindestens 25 Jahren ehrenamtlich aktiv sind.

Stolze Trägerinnen und Träger der Jubiläums-Ehrenamtskarte sind:

Reiner Sauer, Agnes Sauer, Dr. Franz-Josef Ingermann, Willy Beissel, Katharina Schreiber, Helmut Schreiber, Karl Meurer, Ruth Butzen, Gerd Schnitzler, Gerd Motter, Siegfried Matheis, Dieter Call, Ursula Kummer, Elke Hoffmann-Kittel, Karl Schäfer, Uwe Dassen, Paul M. Kirch, Elsbeth Delsemmé, André Hennecken, Dr. Volker Siller, Giesela Kopp, Klaus Espeter, Ursula Espeter, Verena Beckers, Christine Greven, Marie-Luise Arth, Bärbel Wiese und Herbert Wiese.

Die Jubiläums-Ehrenamtskarte bringt den jeweiligen Trägerinnen und Trägern zahlreiche Vergünstigungen in teilnehmenden Geschäften oder bei Eintrittskarten. Gesponsert wird der Tag des Ehrenamtes in Stolberg von der Sparda-Bank West eG.

Patrick Haas und Hildegard Nießen lobten die Ehrenamtlichen für deren wichtige gesellschaftliche Funktion: „Ehrenamtliche bereichern durch ihr uneigennütziges Engagement unsere Stadt und fördern das menschliche Miteinander in Stolberg. Sie sind mit ihrem Wirken das Rückgrat einer jeden Gesellschaft und schaffen die Werte, die keine Behörde leisten kann.“

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Die Gemeinde Wachtberg entscheidend mitgeprägt

Wachtberg – Zum 80. Geburtstag von Bürgermeister a. D. Hans-Jürgen Döring – „Sie waren genau der Richtige zum richtigen Zeitpunkt!“ brachte es Wachtbergs jetziger Bürgermeister Jörg Schmidt auf den Punkt. Das Lob galt einem seiner Vorgänger, Bürgermeister a. D. Hans-Jürgen Döring. Schmidt hatte anlässlich dessen kürzlich gefeierten 80. Geburtstages zu einem Empfang im Kreis von ehemaligen Weggefährten in den Köllenhof eingeladen.

Wachtberg von Anfang an mitgestaltet

Hans-Jürgen Döring, seit 1959 im öffentlichen Dienst tätig und seit der Geburtsstunde der Gemeinde Wachtberg am 1. August 1969 mit dabei, kannte sich, so Schmidt in seiner Begrüßungsrede, als ausgewiesener Verwaltungsfachmann im Kommunalwahlgesetz, der Gemeindeordnung, in Hauptsatzung und Geschäftsordnungen, Richtlinien und Satzungen bestens aus. „Lieber Herr Döring, Sie haben unsere Gemeinde Wachtberg über Jahrzehnte entscheidend mitgestaltet,“ lobte Schmidt. Wichtige Infrastrukturprojekte wie Kanalisation, Kindertagesstätten, das Schulzentrum mit Schwimmbad… all das hat Döring mit begleitet. Gegen zeitweilig heftigen Widerstand brachte er später das Einkaufszentrum auf den Weg, eine herausragende Errungenschaft. Der Erfolg des EKZ gibt diesem engagierten Einsatz heute Recht. Neben der allgemeinen Infrastruktur war ihm für ein funktionierendes Gemeinwesen aber auch der soziale und kulturelle Aspekt wichtig. Eine Volkshochschule für Wachtberg, die DRK-Rettungswache fußen ebenso auf seinen Ideen wie Kammer- und Jugendorchester, Studiobühne, Büchereiverbund, Partnerschafts- und Wanderverein und vieles mehr, was Wachtbergs kulturelle Landschaft heute ausmacht.

„Aus den Erfahrungen dieser Zeit haben Sie für sich ein besonderes Demokratieverständnis und ein Verständnis für Zusammenarbeit entwickelt“, sagte Schmidt, „Entscheidungen wurden nicht im stillen Kämmerlein getroffen, sie sind nach Beteiligung mit den Betroffenen und Beratungen entwickelt worden. Für Sie zählte und zählt in erster Linie die Qualität des Argumentes.“ Die Zuwanderung der Spätaussiedler zu Beginn der neunziger Jahre wurde so dank des Zusammenspiels von Rat und Verwaltung sozialverträglich bewältigt. „Eine Vorarbeit“, lobte Schmidt, „von der wir in der Verwaltung vor allem in der heutigen Zeit noch profitieren können.“ Er bedauerte, dass er Döring nicht schon viel früher kennengelernt oder mit ihm zusammengearbeitet habe. Immer wieder würde er von Rathausmitarbeiterinnen und -mitarbeitern hören: „Ach, was war das damals eine tolle Zeit mit Herrn Döring!“ Geschätzt für seine Offenheit, Zugewandtheit, Wertschätzung und gegenseitigen Respekt habe er „sein Rathaus“ zusammengehalten.

Das große Vertrauen in Dörings jahrzehntelanges Engagement brachten die Wachtbergerinnen und Wachtberger schließlich 1999 zum Ausdruck und wählten ihn mit 61 Prozent der Stimmen zum damals ersten hauptamtlichen Bürgermeister. 2004, nach Ablauf seiner Amtszeit als Bürgermeister, verabschiedete sich Döring in den Ruhestand. „Sie haben Wachtberg in Ihren Dienstjahren so entscheidend geprägt, dass Generationen von Wachtbergerinnen und Wachtbergern davon profitieren und glücklich und zufrieden in Wachtberg leben können“, zollte Schmidt dem Amtsvorgänger Anerkennung und Dank.

Der anschließenden Bitte Schmidts um einen Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Wachtberg kam Hans-Jürgen Döring gerne nach.

Buntes Leben eines Kommunalbeamten

Zu einer Zeit, als es verstärkt Beamte und öffentlich Bedienstete in die Stadt Bonn zog, habe er sich entschlossen, beruflich ins umliegende Ländchen zu gehen, blickte Hans-Jürgen Döring auf die ersten Jahre in Wachtberg zurück. Spott habe er geerntet, erinnerte er sich, selbst sein Schwiegervater habe seine Entscheidung wortkarg mit einem langgezogenen „Wohin?“ kommentiert. „Ich hätte auch sagen können, dass ich in eine Jurte in Lappland ziehe“, lachte Döring.

Aber, so sein Rückblick, der Anfang sei spannend gewesen. Kühe vorm Fenster, erst zehn Prozent Kanalisation bei stetig steigender Einwohnerzahl, die Schulreform stand an und der Gemeinderat tagte in den Ortskneipen – die anstehenden Aufgaben waren immens, das Kollegenteam klein, aber engagiert. „Ich hatte das Gefühl, Teil eines Teams zu sein, das die kommunale Neuordnung überzeugt umsetzen konnte!“ Besonders schön sei es für ihn gewesen, so Döring, dass er auch private Neigungen einbringen konnte, wie im Kultur-, Sport- und Sozialbereich. Großartige Menschen habe er kennengelernt, auch das sei etwas Besonderes in der Gemeinde Wachtberg, Hans-Dietrich Genscher und zahlreiche Minister, um nur einige zu nennen.

Es sei „ein buntes Leben eines Kommunalbeamten“ gewesen, resümierte Döring, um mit einem großen Gefühl der Dankbarkeit und Verbundenheit anzufügen: „Ich hatte im Ländchen meinen Traumberuf gefunden!“

Musikalisch begleiteten die Feier die beiden Jazzmusiker Jürgen Lülsdorf am Kontrabass und Frank Wolff am Saxofon. (mm)

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Stadt Zülpich ab sofort mit einem eigenen Account bei Instagram vertreten

Zülpich – „Liga der alternativen Karnevalisten“ übergibt „gekaperten“ Instagram-Account – Ab sofort ist die Stadt Zülpich mit einem eigenen Account bei Instagram vertreten. Unter www.instagram.com/stadtzuelpich gibt es nun eine weitere Möglichkeit, um sich unter anderem über aktuelle Neuigkeiten aus dem Zülpicher Rathaus zu informieren.

Den Kanal stadtzuelpich gibt es tatsächlich bereits seit einigen Monaten. Allerdings handelte es sich bis dato um ein Fake-Profil, hinter dem sich die „Liga der alternativen Karnevalisten“ verbarg. Es war deren augenzwinkernder Hinweis: „Wenn die Stadt Zülpich kein Instagram macht, dann machen wir es halt für die Stadt Zülpich!“ Sprach’s und legte gleich ein knappes Dutzend an Instagram-Accounts an, die auf eine entsprechende Präsenz der Stadt Zülpich schließen ließen! Die Auflösung folgte dann bei den „Liga“-Sitzungen im Oktober des vorigen Jahres. Das Bekenntnis, sämtliche in Frage kommenden Namen für einen möglichen städtischen Instagram-Account gekapert zu haben, war verbunden mit dem Angebot, diese unter der Voraussetzung freizugeben, das die „Liga“ im Gegenzug – wie alle anderen Karnevalsvereine der Kernstadt auch – eine Heimat in der historischen Stadtbefestigung erhält. Und da alle vier Stadttore mittlerweile belegt sind, lautete die Forderung: Dann wollen wir die Landesburg!

Eine Forderung, auf die Bürgermeister Ulf Hürtgen allerdings aus einem durchaus nachvollziehbaren Grund nicht eingehen konnte: Die kurkölnische Landesburg befindet sich in Privatbesitz! Nach „langwierigen und zähen“ Verhandlungen mit der „Liga“ willigten deren Mitglieder schließlich dennoch ein, einen gekaperten Account nach Wahl für die Stadt Zülpich freizugeben. Auf dem Turm der Landesburg kam es kürzlich dann zum großen Friedensgipfel, und der Instagram-Account stadtzuelpich wurde symbolisch an die Stadt Zülpich übergeben.

Auch wenn sich das eine oder andere „Liga“-Mitglied durchaus mehr von den vorangegangenen Verhandlungen versprochen hatte, gab es am Ende nur zufriedene Gesichter, denn das eigentliche Kernziel wurde ja erreicht: Zülpich ist nun auf Instagram! „Wir sind stetig darum bemüht, unser Informationsangebot für die Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Mit Instagram verfügen wir nun neben unserer Homepage, dem Amtsblatt und dem Newsletter- Service über ein weiteres Medium, über das wir insbesondere die jüngeren Menschen niederschwellig informieren können“, so Bürgermeister Hürtgen. „Instagram lebt natürlich in erster Linie von Bildern und Videos. Deshalb werden wir unseren Followern sicherlich auch immer mal wieder zeigen, welch schöne Ecken es in unserer Römerstadt gibt.“

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Firmreise im Pastoralen Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler endet am Samstag 13. Mai in Lantershofen

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Trierer Weihbischof Brahm spendet Jugendlichen im Ahrtal Sakrament der Firmung – Jesus als Mutmacher – Weihbischof Brahm ist gerade auf Firmreise durch den Pastoralen Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Jesus ist die Person, an der du dich orientieren kannst. Gerade dann, wenn du am Boden liegst, so wie 2021 bei der großen Flut.“

Das hat der Trierer Weihbischof Robert Brahm den jungen Menschen auf dem Calvarienberg in Bad Neuenahr-Ahrweiler anlässlich ihrer Firmung mit auf den Weg gegeben. „Jesus ist der Mensch, der dir Mut macht, an dem du dich festhalten kannst. An ihm kannst du dich neu aufrichten und ausrichten. Kein Wasser der Welt kann ihn aus der Fassung bringen.“

In seiner Predigt verband Brahm die Lesung aus dem Petrusbrief, in dem es heißt: „Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen […]“ mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Ahrtals. Die Menschen hätten zusammengehalten und „wirklich Stein auf Stein“ gesetzt, „um hier wieder leben zu können – das verdient noch immer einen großen Respekt.“

Bei seinen Besuchen im Ahrtal denke er „vor allem an die vielen Menschen, die ihr Leben verloren haben, möglicherweise auch aus eurer Familie, oder aus eurem Freundes- und Bekanntenkreis“, sagte der Weihbischof den Jugendlichen.

Sechsmonatige Vorbereitungsphase

Die Vorbereitung auf das Sakrament hatte Ende November mit einer „MesseAnders“ in der Ahrtal-Jugendherberge begonnen. Das Thema lautete „Im Advent und auf dem Weg zur Firmung aufbrechen“. „Dort wurde gemeinsam überlegt, was Kraft gibt, aufzubrechen. Wodurch gewinnt man Aufwind?“, berichtete Gemeindereferentin Beate Timpe. Nach diesem Auftakt trafen sichdie Firmbewerberinnen und Firmbewerber monatlich mit Timpe.

30 Jugendlichen hatte Brahm das Sakrament am 7. Mai gespendet. Einen Tag zuvor empfingen bereits 26 junge Frauen und Männer in der Kirche St. Martin in Heppingen das Sakrament der Firmung. Weitere Firmgottesdienste gab es in Dernau und Altenahr. Die Firmreise von Weihbischof Brahm durch den Pastoralen Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler endet am Samstag, 13. Mai, in Lantershofen.

 

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In Kommern wurde ein Anne-Frank-Baum gepflanzt

Mechernich-Kommern – Bei der Vorstellung des „Anne Frank-Erinnerungsbaumes“ auf dem Judenfriedhof am Prinzenweg auch an ermorderte Kinder aus Kommern gedacht – Marienschülerinnen legten Gedenksteine nieder – Gemeinsames Lied „Shalom Chaverim“ (hebräisch „Frieden, Freunde“) zur Musik von Dr. Nicole Besse.

Ergreifend, wie es ein Gottesdienst nur sein kann, war Sonntagmittag die Feier zur Vorstellung des Anne-Frank-Gedächtnisbaumes auf dem jüdischen Friedhof am Kommerner Prinzenweg. Eine knapp hundertköpfige Gemeinde war der Einladung der Projektgruppe „Forschen-Gedenken-Handeln“ um Gisela und Wolfgang Freier, Rainer Schulz und Elke Höver gefolgt.

Das Kastanienbäumchen ist ein Nachfahre jener Kastanie, die Anne Frank aus ihrem Amsterdamer Versteck sehen konnte und über die sie in ihrem weltberühmten Tagebuch mehrfach schrieb, so am 18. April 1944: „Unsere Kastanie ist schon ziemlich grün, und hier und da sieht man schon kleine Kerzen…“

Am 4. August wurden Anne, die ganze Familie Frank und vier andere Juden verraten und verhaftet, die sich im Amsterdamer Hinterhaus versteckt hielten und zunächst in Westerbork interniert wurden. Anne Frank starb im Frühjahr 1945 mit 16 Jahren im KZ Bergen-Belsen an Thyphus.

Ableger aus Uedelhoven

Das kleine Kommerner Kastanienbäumchen ist ein Ableger jenes Anne-Frank-Baumes aus Blankenheim-Uedelhoven, der direkt vom niederländischen Original stammt und 2019 in Eifeler Boden kam. Die neue Kommerner Kastanie war bereits im November vom Mechernicher Bauhof unter Rainer Metternich gepflanzt worden.

Sie steht nun vis-a-vis zu einer betagten und zurzeit in voller Blüte stehenden Kastanie auf dem jüdischen Friedhof. Der alte Baum mag aus der Zeit stammen, als es am Greesberg noch eine blühende jüdische Gemeinde gab. Den neuen aus Uedelhoven, den die B.U.N.D.-Aktivistin Ursula Gehrke aus Houverath gezogen hat, begleiteten Erwin und Daniel Stein, Klaus Schröder und Familie Fürsatz vom Uedelhovener Bürgerverein nach Kommern.

An Pogrome, Verfolgung, Vertreibung, Deportation und Ermordung der Kommerner Bürger jüdischen Glaubens, besonders von Anne Franks Altersgenossen, die im Holocaust umkamen, wurde in der Feierstunde erinnert. Die letzten Kinder vom Blei- und Greesberg wurden am 19. Juli 1942 vom „Judenhaus“ in der Kommerner Straße abgeholt, nach Köln verschleppt und schließlich im Viehwaggon von der Deutschen Reichsbahn Richtung Minsk in Vernichtungslager deportiert.

Neun Steine am Stammfuß

Fünf Marienschülerinnen aus Euskirchen legten Gedenksteine für die neun bekannten ermordeten Kinder aus Kommern nieder: Magali Borgmann, Elisabeth Galliat, Laura Kips, Alexandra Schmitz und Julia Schultz. Die neun Steine, die jetzt am Stammfuß der neuen Kastanie ruhen, erinnern an die Kinder Edgar und Helga Cohn, Hannah und Ruth Eiffeler, Hilde Herz, Jack Kaufmann, Herbert Levy, Else und Käthe Levin.

Beeindruckende Instrumentalimprovisationen zur Feierstunde spielte die Mechernicher Violinistin Dr. Nicole Besse. Unter die Haut ging besonders das gemeinsam mit der singenden Gemeinde vorgetragene jüdische Friedenslied „Shalom Chaverim“, was mit „Frieden, Freunde…“ übersetzt werden kann.

Die frühere Hauptschullehrerin Gisela Freier, die im Mittelpunkt der Aufarbeitung jüdischen Lebens am Bleiberg steht, erinnerte sich an die Anfänge: „Vor 20 Jahren fragte mich ein Kommerner Junge, als wir gerade das Tagebuch der Anne Frank lasen, ob es in ihrem Dorf auch Juden gegeben habe. Ich sagte: »Das weiß ich doch nicht, ich bin doch nicht von hier, fragt Eure Eltern und Großeltern…«“

So wurde Gisela Freier auf Christine Hiller, eine Zeitzeugin und exzellente Kennerin der Kommerner Kriegs- und Vorkriegszeit   aufmerksam. Sie und der damalige Ortsvorsteher und Ratsfraktionsvorsitzende Johannes Ley gingen mit der Lehrerin und ihren Schülern zu den Häusern früheren Juden und zum jüdischen Friedhof. So begann die systematische Erforschung der jüdischen Familien von Mechernich und Kommern und ihrer Schicksale.

Nach dem Ausscheiden Gisela Freiers aus dem Schuldienst und dem Ende der Hauptschule setzt die Projektgruppe „Forschen-Gedenken-Handeln“ um sie, ihren Mann Wolfgang Freier, Rainer Schulz und die aus Mechernich-Voißel stammende Euskirchener Marienschullehrerin Elke Höver mit Schülerinnen und Schülern die Arbeit fort.

Den letzten Schluck fürs Baby

Unterstützt werden sie von der Stadtverwaltung Mechernich, deren Vize-Bürgermeister Heinz Schmitz ebenso gekommen war, wie zahlreiche Kommunalpolitiker und der stellvertretende Landrat Leo Wolter vom Kreis.

Mit ihrem Mann Willi präsent war auch Hilla Richarz aus Adenau, die für die Mechernicher Projektgruppe das Bild jenes Viehwaggons der Deutschen Reichsbahn künstlerisch umgesetzt hat, der an der Jerusalemer Gedenkstätte „Yad Vashem“ auf einem Gleis steht, das ins Bodenlose eines Tales abbricht.

In solchen Viehwagen wurden Millionen Menschen mit deutscher Beamtengründlichkeit in den sicheren Tod speditiert, beklagte Gisela Freier die Rolle der deutschen Bahn im Holocaust. Rainer Schulz las den erschütternden Augenzeugenbericht einer Überlebenden, die in einem solchen Viehwaggon ihren letzten Schluck Wasser mit einem ohnmächtigen Baby teilte.

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Rund 300 Besucher beim Frühburgunder Forum im Weingut Kloster Marienthal

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Wein-Freunde, Vinophile und Frühburgunder-Experten aus dem Ahrtal und der Umgebung haben sich intensiv auf das Wiederkehren des Frühburgunder-Forums gefreut und am Samstag, 6 Mai, den Weg in das Weingut Kloster Marienthal gefunden. Denn hier warteten exakt 50 Frühburgunder von 19 Weingütern darauf, von den rund 300 Besuchern verkostet zu werden. Da das Wetter zumindest teilweise mitspielte, konnten die interessierten Gäste nicht nur die eleganten und vollmundigen Weine probieren, sondern auch die ersten warmen Sonnenstrahlen im frühlingshaft blühenden Garten der Klosteranlage genießen.

„Für uns war klar, dass das Frühburgunder-Forum nach der Zwangspause durch Corona und Flutkatastrophe unbedingt wieder stattfinden musste“, so Lukas Sermann, stellvertretender Vorsitzender des Ahrwein e.V., dem Veranstalter des Frühburgunder-Forums. Geboren wurde die Veranstaltung Anfang der 2000er, als die Vereinigung Slow Food e.V. den Frühburgunder in die Arche des Geschmacks aufnahm und dieser einzigartigen und nahezu vom Aussterben bedrohten Rebsorte eine eigene Plattform geschenkt hatte.

In diesem Jahr bereicherten neben den Winzern von der Ahr erstmals auch drei Gast-Weingüter aus anderen deutschen Weinbaugebieten das Frühburgunder-Forum Die Weingüter Wasem und Mett-Weidenbach aus Ingelheim am Rhein in Rheinhessen sowie das Weingut Robert König aus dem Rheingau waren zu Gast im Tal der roten Trauben, um ihre Roten den interessierten Besuchern präsentieren zu können.

Das Fazit von Jürgen Mett, Kellermeister und Inhaber des Weingutes Mett & Weidenbach in Rheinhessen: „Besonderes Ambiente, außergewöhnliche Weine und tolles Publikum! Es hat uns viel Freude gemacht, gemeinsam mit den Kollegen von der Ahr Menschen für das Kulturgut Frühburgunder zu begeistern.“ Auch die Resonanz der zahlreichen Besucher fiel durchweg positiv aus.  Die meisten Gäste nutzten den vollen Zeitraum von 12 bis 17 Uhr, um sich im Detail mit den Weinen zu beschäftigen und deren Produzenten kennenzulernen.

Abgerundet wurde der Tag durch vier Fachvorträge rund um diese einzigartige Rebsorte. Dabei waren die Vorträge von Paul Gieler, Fachmann in Sachen Ahrwein und Weingeschichte, sowie die Fachvorträge der beiden Weinmajestäten aus Rech und Bachem, Katja Herrmann und Merle Kurth, besonders beliebt beim Publikum und die Probierstube des Klosters bis zum letzen Platz gefüllt. Für den Ahrwein e.V. stand als Ergebnis des Tages fest, dass das Frühburgunder-Forum weiterhin als eine der Kirchturmspitzen des Veranstaltungskalenders im Anbaugebiet Ahr gilt und auch im Frühjahr 2025 wieder stattfinden wird.

 

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Heike Waßenhoven starb – Tiefe Betroffenheit in der Mechernicher Bürgerschaft und Politik

Mechernich – 61jährige Ratsfrau, Satzveyer Ortsbürgermeisterin und Parteivorsitzende war nach einem häuslichen Unfall ins Koma gefallen. Das Wochenende war in der Stadt Mechernich vom Tod der Satzveyer Ortsbürgermeisterin, Stadtverordneten und UWV-Chefin Heike Waßenhoven überschattet. Die 61-Jährige hatte nach einem Sturz im häuslichen Bereich im Koma gelegen und starb in der Nacht auf Sonntag in einer Klinik in Köln-Merheim.

„Wir sind völlig erschüttert und voller Trauer“, sagte Vize-Bürgermeister Heinrich Schmitz am Sonntag. Er hatte seit dem Unfall im engen Kontakt mit Familie Waßenhoven gestanden. Die in Mechernich-Bergheim geborene gelernte Friseurin war 2015 Hans Sofka als Ortsvorsteherin und im Februar 2017 als Ratsherrin gefolgt, einige Jahre später löste sie ihre Stadtratskollegin Ulrike Syndikus als neue Vorsitzende der Unabhängigen Wählervereinigung, Stadtverband Mechernich, ab.

Sie engagierte sich in ihrem Heimatort Satzvey auf breiter Ebene, so unter anderem im Vereinskartell und im Seniorenklub. Schon als sachkundige Bürgerin gehörte Heike Waßenhoven dem Stadtentwicklungsausschuss sowie dem Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales an.

„Gemeinsam Zeit verbringen“

Nach der Flut, die auch Satzvey im Juli 2021 schwer traf, tat sich die Ortsbürgermeisterin mit anderen Bürgern zusammen, um Überschwemmungsopfern zu helfen. Sie organisierten unter anderem einen „Satzveyer Adventskalender“ mit 24 Türchen und bescherten die Kinder des Dorfes zu Nikolaus.

Damals sagte die Ortsbürgermeisterin der Agentur ProfiPress: „Nach dem Elend der letzten beiden Jahre durch Corona und die verheerende Flutkatastrophe sollten wir insbesondere in diesem Jahr die Vorweihnachtszeit nutzen, um uns nicht aus den Augen zu verlieren und gemeinsam Zeit zu verbringen.“

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick sprach gegenüber dem Mechernicher „Bürgerbrief“ sein tiefes Bedauern und der Familie Waßenhoven sein Beileid aus: „Der Tod von Frau Waßenhoven reißt eine Lücke in unser solidarisches Miteinander über Parteigrenzen hinweg. Wir werden sie und ihr ausgleichendes und um die Menschen bemühtes Engagement sehr vermissen! Ein großer Verlust für die Stadt Mechernich und insbesondere für ihren Heimatort Satzvey.“

Sein Stellvertreter Heinrich Schmitz schrieb der Agentur ProfiPress: „Sie war nicht nur unsere Vorsitzende und Stadtratskollegin, sondern Freundin, die jederzeit mit Rat und Tat Hilfe und Unterstützung gab.“

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Deutsche Post Marathon – 38 Aktive der LG Laacher See in Bonn

Laacher See – Nach dreijähriger Corona-Pause gingen wieder Tausende Aktive beim Deutsche Post Marathon in Bonn an den Start. Die klassische Strecke für die mittlerweile 20. Ausgabe blieb nahezu unverändert. Neu in diesem Jahr war der zehn km Wettbewerb war, der am Rhein gestartet wurde.

Aktive und Schlachtenbummler belohnen sich mit einem leckeren Eis. Foto: Anita Massion

Nach dem Motto „im Winter werden die Meister des Sommers gemacht“ trainierte die LG Laacher See fleißig für den Halbmarathon in Bonn. Dennoch mussten zwischendurch einige erkältungsbedingt pausieren. Andere waren so angeschlagen, dass sie leider ganz auf einen Start verzichten mussten.

Über 11000 Sportler säumten das Starterfeld am Koblenzer Tor, wo als erstes der Halbmarathon startete. 36 LG’ler entschieden sich für diese Distanz. Nach 1:29:01 Std. lief Marc Hermes als erster LG’ler über die Ziellinie. 15 Sec. später folgte Thomas Boos. Saskia Alflen war die schnellste LG-Frau mit 1:46:34 Std. Bärbel Monschauer siegte in der AK W70 in der Zeit von 2:11:09 Std. Karin Meyer belegte den 3. Platz der W70 in 2:19:20 Std. Des Weiteren haben viele ihre persönliche Bestzeit erreicht.

Jutta Copeland (3:02:58 Std.), Tanja Ewen (2:33:28 Std.) Gabi Walsdorf (2:37:06 Std.) feierten ihre Premiere. Trotz einiger Rückschläge während der Vorbereitungszeit absolvierten die drei zufrieden und glücklich zum ersten Mal die Halbmarathondistanz. Beate Klöppel und Frank Monschauer walkten diese Strecke in 2:58:32 Std.

Aufgrund einiger gesundheitlicher Rückschläge entschieden sich Bernd Fuhrmann und Stefan Helbing für den 10 km Lauf. Die Ergebnisse im Einzelnen unter www.deutschepostmarathonbonn.de

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Am 9. Mai ist Europatag – Fachkräfte-Situation soll auf europäischer Ebene nachhaltig verbessert werden

Region/Koblenz – Alljährlich am 9. Mai wird der Europatag begangen, den die Handwerkskammer (HwK) Koblenz auch nutzt, um Inhalte des „Europäischen Jahres der Kompetenzen 2023“ ins Rampenlicht zu stellen. Es soll Unternehmen, besonders aus dem Mittelstand, bei der Fachkräftegewinnung stärken. Konkret geht es um mehr Umschulungen und Fortbildungen sowie darum, die für einen vernünftigen Arbeitsplatz erforderlichen Fertigkeiten zu erwerben.

„Fachkräfte stehen für nachhaltiges Wachstum, mehr Innovation und größere Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Der ökologische und der digitale Wandel eröffnen den Menschen und der EU-Wirtschaft neue Chancen“, formuliert die Europäische Union ihre Entscheidung, ein Jahr der Kompetenzen zu initiieren.

„Wir begrüßen es, dass die EU den Fachkräftemangel erkennt und Unterstützung zusichert, insbesondere im Bereich der beruflichen Bildung“, freut sich Ralf Hellrich, HwK-Hauptgeschäftsführer und Mitglied im Ausschuss Europa des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). „Das Ziel der EU, die Fortbildungsquote der erwerbstätigen Bevölkerung deutlich zu erhöhen, findet unsere volle Zustimmung. Lebenslanges Lernen ist der Schlüssel, um auf neue Anforderungen im Arbeitsmarkt flexibel reagieren zu können.“ Gerade dem Fachkräftemangel im Handwerk müsse mit allen Möglichkeiten begegnet werden – auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene. „Das Europäische Jahr soll dazu beizutragen, Qualifikationslücken zu schließen. Das Ziel ist, nationale Anstrengungen zu unterstützen, bestehende und neue Initiativen auf EU-Ebene – einschließlich Finanzierungsangeboten – bekannt zu machen und die Organisation kompetenzbezogener Aktivitäten in der gesamten EU zu fördern.“ Dazu wird es eine Reihe von Veranstaltungen geben, in denen das Handwerk eine zentrale Rolle spielt.

Durch den grünen Wandel könnten in der EU bis 2030 bis zu einer Million zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Doch die Schwierigkeiten für Unternehmen, Arbeitskräfte mit den richtigen Kompetenzen zu finden, sind bereits heute deutlich spürbar. Denn in Schlüsselsektoren und -berufen für den grünen Wandel hat sich der Arbeitskräftemangel zwischen 2015 und 2021 bereits verdoppelt. Zugleich zeigt der Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft auf, dass vier von zehn Erwachsenen und jede dritte Arbeitskraft in Europa nicht über grundlegende digitale Kompetenzen verfügen.

„Hier müssen wir europaweit deutlich mehr tun. Unsere Mitgliedsbetriebe sind offen, Drittstaatsangehörige zu beschäftigen. In den Flüchtlingswellen der vergangenen Jahre hat das Handwerk sein unternehmerisches und soziales Engagement vielfach unter Beweis gestellt“, so ZDH-Ausschussmitglied Hellrich. Die Ausschussmitglieder rekrutieren sich aus dem Kreis der Präsidenten und Hauptgeschäftsführer von Handwerkskammern, Zentralfachverbänden, Landeshandwerksvertretungen, regionalen Handwerkskammertagen und Vereinigungen der Landesverbände. Der Ausschuss Europa befasst sich mit handwerksrelevanten politischen Themen und gesetzlichen Neuerungen aus Brüssel und Straßbourg.

Die Handwerkskammer Koblenz ist in Reihen des ZDH gut positioniert, denn neben Hauptgeschäftsführer Hellrich ist auch Kammerpräsident Kurt Krautscheid als Mitglied des ZDH-Präsidiums und HwK-Vizepräsident Joachim Noll als Vizepräsident (Arbeitnehmer) des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT) in Berlin vertreten. „Dieses Gewicht bringen wir auch auf europäischer Ebene ein und sind Sprachrohr unserer Betriebe, deren Interessen wir auch auf dem Parkett der Europäischen Union kommunizieren. Die Fachkräftestärkung ist ein solches Interesse und wir werden das Europäische Jahr dafür nutzen“, erklärt Ralf Hellrich abschließend.

Für den Bereich Europa ist in der HwK Koblenz Europareferentin Christiane Zügner verantwortlich. Sie koordiniert auch die wechselseitigen Kontakte und den Austausch zwischen Koblenz und Brüssel, Tel. 0261/ 398-241, christiane.zuegner@hwk-koblenz.de

 

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Aktion „Clean the Green“ – NetAachen säubert gemeinsamen mit Nachbar-Unternehmen

Aachen – Nachbarschaftsaktion für einen grüneren, Grünen Weg! –
Das Gewerbegebiet rund um den Grünen Weg im Aachener Norden teilt ein Problem mit dem Rest des städtischen Lebens– Auf den grünen Flächen sammeln sich Abfall und Müll… Eine Herausforderung, die NetAachen gemeinsam mit Anrainer-Unternehmen angegangen ist, um die Arbeitsumgebung rund um den Grünen Weg, den Grünen Winkel und die Lukasstraße sauber zu halten.

Aktion „Clean the Green“: NetAachen säubert gemeinsamen mit Nachbar-Unternehmen Teile des Industriegebietes im Aachener Norden von Abfall und Müll.

Die Nachbarschaft wurde mobilisiert, E-Mails und Informationsflyer an die ansässigen Unternehmen verschickt. Mit dem Ziel, im Aachener Norden als starker, partnerschaftlicher Firmenverbund aufzutreten – und sich um die Straßen, Bürgersteige und Grünflächen zu kümmern. Ursprünglich geplant war die Aktion „Clean the Green“ schon vor drei Jahren, in Anlehnung an den jährlichen „Frühjahrsputz“ der Stadt Aachen. „Green“ steht dabei für Vieles, für die Straßen selbst, und natürlich auch für den Sinn hinter Aktion. Die Pandemie ließ die Pläne dann platzen, sodass in diesem Jahr erst der Auftakt der Aktion stattfinden konnte. Der Aachener Stadtbetrieb stellt dankenswerterweise Müllsäcke und Handschuhe für die Aktion bereit, NetAachen hat für die Helfenden einige Greifzangen und Arbeitswesten beschafft.

Wer machte mit? Am Freitagnachmittag fanden sich über 30 Helferinnen und Helfer, auf die Einladung von Küchen Kochs, im „Kwartier 106“ ein. Bei Kochs wurden dann am Mittag alle Teilnehmenden mit Essen und Getränken versorgt, bevor es dann auch schon hinaus auf die Straßen ging! NetAachen konnte 25 eigene Mitarbeitende für die Aufräumaktion gewinnen, die sich mit vollem Einsatz in die Büsche und Gestrüppe am Wegesrand stürzten. Mit dabei waren auch wunderbare, helfende Hände von Heblac, ph-Mechanik und vom Kfz-Sachverständigenbüro Büns, Vogel und Schulz. Welche Schätze ließen sich finden? Neben ungeheuer vielen, tausenden an Zigaretten-Stümmeln, waren auch einige, unglaubliche Highlights in den gesammelten Müllwerken zu entdecken – Zwei Autoreifen, Felgen, Koffer, Schuhe, Zementsäcke oder sogar eine Gartenbank konnten in weniger als zwei Stunden zusammengetragen werden! Insgesamt kam fast ein Dutzend, randvoll gefüllter Müllsäcke zusammen, die am späten Nachmittag vom Aachener Stadtbetrieb abgeholt wurden. Wir freuen uns sehr, mit so vielen Mitarbeitenden und den beteiligten Unternehmen die erste Auflage von „Clean the Green“ erfolgreich durchgeführt zu haben!