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Abgeschleppte Fahrzeuge im Kreis Ahrweiler über neues Portal wiederfinden

Ahrweiler – Nach dem verheerenden Hochwasser suchen nach wie vor viele Menschen ihr Fahrzeug. Ab sofort können Fahrzeughalter über ein neues Portal der Kreisverwaltung abfragen, welcher Abschleppdienst ihr Fahrzeug geborgen und abtransportiert hat. Die Daten werden täglich aktualisiert.

Zur Suche wird lediglich das Kennzeichen benötigt. WICHTIG: Für eine erfolgreiche Abfrage ist eine korrekte Schreibweise des Kennzeichens notwendig. Diese wird auf der Eingabeseite genauer erläutert:

https://kreis-ahrweiler.de/landkreis/wo-steht-mein-fahrzeug-kennzeichenabfrage/

Wer sein Auto in der Datenbank findet, nimmt bitte Kontakt zum entsprechenden Abschleppunternehmen auf und klärt dort alle weiteren Fragen.

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„Mode68“ Zoom-Konferenz verschoben auf Mittwoch 04. August

Kuchenheim/Kreis Euskirchen – Unter dem Titel „Mode68. Mini, sexy, provokant“ wollte die Historikerin Dr. Maria-Regina Neft am Mittwoch, 28. Juli in einer Zoom-Konferenz im Internet referieren. Der Termin wurde wegen der Lage nach den kreisweiten Hochwassern um eine Woche auf Mittwoch, 4. August, um 19 Uhr verschoben.

„Auch wenn das Museum verschont geblieben ist, so sind doch einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt betroffen und zahlreiche Menschen leiden akut unter der Situation“, schreibt Heinz-Otto Koch, der Vorsitzende des Museums-Fördervereins.

In dem Referat geht es um das Jahr 1968, Jugendproteste, Mode und Streit zwischen Generationen. Zum Thema gibt es derzeit auch eine Sonderausstellung im Museum. Die Anmeldedaten blieben gleich, die „Zoom-Meeting-ID“ ist 689 1522 6056 und der Kenn-Code 89 00 28.

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Mit dem Bollerwagen durchs Krisengebiet Ahrweiler

Ahrweiler/Andernach – In den von Hochwasser betroffenen Regionen helfen kann jeder und jede – selbst Kinder. Im Pfadfinderstamm der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg) in Andernach packen alle mit an, um Anwohnern und Helfern in Ahrweiler täglich eine warme Mahlzeit zu beschaffen. Die älteren Pfadfinder gehörten zu den ersten, die durch die verstopften Straßen zogen. „Obwohl wir nur zu Fuß unterwegs waren, fiel es uns am ersten Tag sehr schwer, durch die Straßen voller Schlamm und Sperrmüll zu kommen“, berichtet Stammesvorsitzende Luzi Striethold. „Wir mussten mit unserem Bollerwagen voller Essen durch den Schlamm und das Wasser waten und immer wieder Einsatzfahrzeugen ausweichen.“ Zum Glück habe sich die Lage in den vergangenen Tagen gebessert, die Räumungsarbeiten seien voran gekommen, erzählt sie.

Der Eintopf oder das Chili müssen nicht nur verteilt, sondern auch gekocht werden. Dafür haben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder Suppenwärmer und große Töpfe organisiert. In ihrem Pfadfinderheim in Andernach bereiten sie das Essen mit den Kindern zusammen vor. „Nach Ahrweiler gehen die Jüngeren natürlich nicht mit“, sagt Striethold. Denn es sei immer noch erschütternd, das Ausmaß der Überschwemmung zu sehen. „Doch selbst vor Ort kann ich kaum nachempfinden, wie es sein muss, dort zu wohnen und alles verloren zu haben“, erzählt sie. Deshalb sei es auch so wichtig, mit anzupacken und die Menschen dort nicht allein zu lassen.

Striethold unterstreicht, wie wichtig eine gute Koordination der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist. Eine konkrete Anlaufstelle zu haben, sei hilfreich. „Dann weiß man, welche Aufgaben anstehen und welche Ausrüstung man dafür braucht.“ Wer auf eigene Faust in das Katastrophengebiet hinein fahre, könne sich nicht so gut vorbereiten und stehe im schlimmsten Fall sogar im Weg, wie einige Schaulustige. „Es ist schwer zu unterscheiden, wer Helfer ist, wer Anwohner und wer nur zum Gaffen kommt“, berichtet Striethold.

Besonders Kleinigkeiten gehen den Pfadfinderinnen und Pfadfindern bei ihrem Einsatz nahe: „Als wir von unseren Bollerwagen den Schlamm von den Reifen entfernt haben, haben wir Legoteile gefunden. Da wurde mir klar – die gehörten mal einem kleinen Kind, das jetzt seine ganzen Spielsachen verloren hat. Das hat mich sehr bewegt“, sagt Striethold

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Erste Lösung für klaffende Lücke

Mechernich-Satzvey – Ohrenbetäubend ist das Geräusch der Diamantfräsmaschine während sie sich in den Asphalt der Hauptdurchgangsstraße in Satzvey frisst. Anwohner und Nachbarn wohnen dem Ereignis zahlreich bei. Gerade wird eine Ersatzbrücke für die Gartzemer Straße installiert, damit wenigstens Fußgänger den Veybach queren und die einst für 40-Tonner zugelassene Hauptstraße wieder nutzen können.

Ortsbürgermeisterin Heike Waßenhoven vor Ort im Gespräch mit Thomas Hambach, Erster Beigeordneter der Stadt, der die Maßnahme des Landesbetriebs „strassen.nrw“ seitens der Stadtverwaltung begleitete. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Die zwei Hälften sind wieder verbunden“, freut sich auch Satzveyer Heiko Kronenberg aufatmend, der mit Frederico Gabath die Justier-Arbeiten vom Rande aus beobachtet, während das stählerne Bauwerk zentimetergenau eingesetzt wird. Es ist zwar kein adäquater aber dennoch wichtiger Ersatz in Notzeiten, da die Brücke an der L11, hinter den Bahngleisen der Eifelstrecke in Satzvey, in der Flutnacht zum 15. Juli vollständig zerstört wurde. Sie war unter dem Druck der Wassermassen zusammengebrochen und wesentliche Teile weggeschwemmt worden.

Die klaffende Lücke traf das Dorf bis ins Mark, denn sie trennte den Ort in zwei Teile. Für Ortsbürgermeisterin Heike Waßenhoven und viele Menschen im Ort gilt nun die schnelle Ersatz-Maßnahme als kleiner Hoffnungsschimmer nach schlimmer Flutlage im beschaulichen rund 1.120-Seelen-Ort. „Tot“, sagt Thomas Hambach, Erster Beigeordneter der Stadt Mechernich, sei der Hauptverbindungsweg bis Tag 9 der Flutkatastrophe gewesen. Nur einen kleinen privaten Überweg auf dem Gelände von Burg Satzvey habe man bislang nutzen können, um über den Veybach zu gelangen. Zugänglich war dieser Notweg allerdings nur mit großen Umwegen. Wer Schweres zu schleppen hatte, machte sich erst gar nicht auf, was gegenseitige Hilfsaktionen natürlich deutlich erschwerte.

Von Nord nach Süd

Thomas Hambach betont: „Das ist jetzt die erste und einzige Möglichkeit wieder halbwegs vernünftig von Nord nach Süd zu kommen. Sie lässt die Bürger wieder näher zusammenrücken. Wir sind froh, dass der Landesbetrieb straßen.nrw auf unsere dringende Bitten hin die Maßnahme so schnell und engagiert angepackt hat.“

Schwere Betonklötze geben dem Provisorium von unten Halt und festigen die Position, in der die Brücke eingepasst ist. Glück im Unglück ist, dass ein Ersatz überhaupt greifbar war. „Die Fußgängerbrücke stand ursprünglich weiter bachabwärts und wurde ebenfalls im Unwetter weggerissen. Sie lag unbeschadet im Bachbett und konnte so wiederverwendet werden. Der Landesbetrieb strassen.nrw hat die Firma Scheiff beauftragt, sie an der Stelle raus zu holen. Wir haben sie städtischerseits natürlich gerne zur Verfügung gestellt.“ An der L11-Lücke waren zuvor Reste der früheren Straßenbrücke aus dem Bachbett entfernt und die Abmessungen angepasst worden.

Thomas Hambach berichtet, dass ebenso an einer weiteren Lösung gearbeitet wird: „Parallel war auch das THW vor Ort. Auch die haben vermessen und Daten aufgenommen. Denn es gibt überregional eine gewisse Anzahl von Notbrücken, ob eine davon eventuell hier in Satzvey genutzt werden könnte, wird aktuell geprüft.“

Angesichts der neuen Fußgängerbrücke freut sich Heike Waßenhoven aber schon riesig über das Erreichte: „Die Verbindung für das Gewerbegebiet Am Billig und die Anwohner der Veybachstraße ist immens wichtig, damit alle wieder Kontakt zum restlichen Ort haben. Wir sind glücklich, dass wir wieder auf die andere Seite und alle miteinander versorgen können.“ Sie verteilt großes Lob an alle Beteiligten, wie strassen.nrw, Stadtverwaltung rund um Thomas Hambach, Bagger- und Bauarbeiter, die dafür gesorgt haben, dass die Hauruckaktion erfolgreich verlaufen ist.

So wird weiter Schritt für Schritt der Wiederaufbau zur Normalität angegangen. In den kommenden Tagen sollen außerdem sogenannte Spülbohrungen erfolgen, um auch das von der Gasversorgung abgeschnittene Gewerbegebiet sowie die davon ebenfalls betroffenen Haushalte südlich der Bahngleise wieder an das Netz anschließen zu können.

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Unwetter-Katastrophe: Personelle Unterstützung für Einrichtungen der Pflege und Eingliederungs-Hilfe

Region/Mainz – Durch die Unwetterkatastrophe sind Einrichtungen der Pflege und Eingliederungshilfe sowie die entsprechenden ambulanten Dienste, Tagespflegen, Tagesförderstätten und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen vor große Herausforderungen gestellt. Einige Einrichtungen sind derzeit unbewohnbar, Bewohnerinnen und Bewohner mussten evakuiert und in andere Einrichtungen umziehen. „Hier herrscht zwischen den Einrichtungen eine große Hilfsbereitschaft, wofür ich allen Beteiligten herzlich danke“, so Sozialminister Alexander Schweitzer.

Der Minister informierte darüber, dass zur Vermittlung von Fach- und Hilfskräften der gemeinsam vom Arbeits- und Sozialministerium und der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz eingerichtete Freiwilligenpool auf die Unterstützung im Rahmen der Fluthilfe ausgeweitet wurde. Die Pflegekammer vermittelt Freiwillige des Pools an Einrichtungen und begleitet Freiwillige und Einrichtungen im weiteren vertraglichen Verfahren in enger Abstimmung mit dem Arbeitsministerium. Ursprünglich hatte der Pflegepool das Ziel, Pflege- und Eingliederungshilfe während der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Hintergrund ist, dass vom Hochwasser betroffene Einrichtungen, die ihren Betrieb mit großen Einschränkungen weiter aufrechterhalten, teilweise auf eigenes Personal verzichten müssen, da dieses selbst von der Flut betroffen sind. Einrichtungen, die evakuierte Bewohnerinnen und Bewohner aufnehmen, benötigen nun zur Pflege und Betreuung zusätzliches Personal.

„Ich danke der Pflegekammer Rheinland-Pfalz für die Unterstützung und appelliere an die Freiwilligen, die sich in diesem Pool gemeldet haben, durch ihren Einsatz in Not geratene Bewohnerinnen und Bewohner in den betroffenen und aufnehmenden Einrichtungen mit ihrer Fachlichkeit und ihrer Arbeitskraft zu unterstützen“, sagte Schweitzer.

Aktuell haben sich sechs Einrichtungen mit einem personellen Unterstützungsbedarf bei der Beratungs- und Prüfbehörde nach dem Landesgesetz über Wohnformen und Teilhabe, die beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung angesiedelt ist, gemeldet. Bereits drei von ihnen haben erste Unterstützung erhalten.

Sofern weitere Pflege- und Betreuungskräfte in betroffenen aber auch landesweit aufnehmenden Einrichtungen unterstützen möchten, können sie sich im Serviceportal der Pflegekammer registrieren.

Neben den freiwilligen Kräften aus dem Pool wird zudem aktuell auch geprüft, ob die Auszubildenden in den Gesundheitsfach-Berufe-Schulen für eine Unterstützung in den betroffenen Gebieten zur Verfügung stehen, ohne die Ausbildung zu gefährden.

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Übersicht Wasch-, Dusch- und Sanitäranlagen in Stolberg

Stolberg – Wasch-, Dusch- und Sanitärmöglichkeiten im Überschwemmungsgebiet. An zahlreichen Standorten im Überschwemmungsgebiet stehen inzwischen Waschmaschinen, Duschen und Toiletten zur Verfügung. Alle, die derzeit keine Möglichkeit haben, ihre Wäsche zu reinigen, zu duschen oder ein WC zu benutzen, können dies an folgenden Standorten kostenfrei tun:

Standorte von Waschmaschinen:
Jordansplatz (19 Stück)
Mühlener Bahnhof (18)
Willy-Brandt-Platz (18)
Ortsteil Vicht: Mehrzweckhalle und Sportplatz Dörenberg

Standorte von Sanitäranlagen:
Jordansplatz: 2 WC-Anlagen / 2 Dusch-Container / 6 Dixi-Toiletten
Mühlener Bahnhof: 1 WC- / Dusch-Container (Kombination) / 2 WC-Container
Kaiserplatz: 2 Dusch-Container / 1 WC-Container / 9 Dixi-Toiletten
Willy-Brandt-Platz: 2 Dusch-Container / 2 WC-Container / 6 Dixi-Toiletten

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Kurzfristig für den Ausbildungs-Start 2021 bewerben

Region/Mayen-Koblenz – Das GK-Mittelrhein bildet zukunftsfähig aus – wenige Plätze sind noch frei. Ob kompetenter Pflegefachmann, einfühlsame Hebamme, cleverer Technikexperte oder Organisationstalent in der Verwaltung – im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein starten jedes Jahr bis zu 290 junge Menschen ihre Ausbildung, u. a. an den eigenen Pflege-, Hebammen- und Physiotherapieschulen.

Für das Ausbildungsjahr 2021 sind noch wenige Plätze für die Ausbildung zum Pflegefachmann (m/w/d), zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer (m/w/d), zum Altenpflegehelfer (m/w/d) sowie zum Operationstechnischen Assistenten (m/w/d) frei. Schulabsolventen, Kurzentschlossene, Quereinsteiger oder auch Studienabbrecher können sich kurzfristig auf die noch offenen Plätze bewerben. Start ist je nach Ausbildung am 1. September oder am 1. Oktober. Als Kooperationspartner von Hochschulen bietet das GK-Mittelrhein auch die Möglichkeit, in ausgewählten Ausbildungsberufen dual zu studieren.

Weitere Informationen zu den einzelnen Berufsbildern, Ausbildungsinhalten und Rahmenbedingungen gibt es online unter www.karriere-gk.de.

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Hochwasser hat Auswirkungen auf Trinkwasser-Versorgung in Düren

Düren – Leitungspartner mussten zwei Wasserwerke außer Betrieb nehmen. Fördermenge reduziert. Derzeitiger Wasserbedarf gedeckt. Bevölkerung wird um zurückhaltenden Verbrauch gebeten. Auch nach dem Rückgang der starken Zuläufe in die Rur und anderer Flüsse zeigen sich unverändert Auswirkungen auf verschiedenste Lebens-situationen in der Region.

Davon betroffen ist auch die Trinkwasserversorgung von Düren und Merzenich. Rund 5,5 Millionen Liter Wasser fließen jährlich durch die Leitungen und werden von Privathaushalten, Gewerbebetrieben und Industrie verbraucht. Zum Schutz der Anlage und damit der Trinkwasserqualität musste in der letzten Woche das Wasserwerk der SWD-Tochter Leitungspartner GmbH, an der Dr. Overhues-Allee außer Betrieb genommen werden. Gleiches gilt für das Wasserwerk in Obermaubach, welches für den Notbetrieb vorgesehen ist. Beide sind weiterhin nicht im Einsatz. Die fehlende Wassermenge kann derzeit nicht in vollem Maße ausgeglichen werden. Die aktuelle Witterung, mit relativ durchschnittlichen Temperaturen und die feuchten Böden, entspannen im Moment die Situation. Es wird weniger Trinkwasser als zu dieser Jahreszeit üblich benötigt. Dennoch bitten die Leitungspartner, als verantwortliches Unternehmen für die lokale Wasserversorgung, die Bevölkerung in Düren und Merzenich um eine sorgsame und eher zurückhaltende Verwendung des Trinkwassers.


 „Wir sind als Dürener vergleichsweise gut durch die Ereignisse der vergangenen Woche gekommen. Das erleichtert uns sehr. Unsere Versorgungsnetze und -anlagen sind stabil geblieben und wir konnten Abschaltungen vermeiden.

Aus Sicht der Wasserversorgung macht uns die anhaltend schlechte Qualität der Rur allerdings Sorgen. Notwendigerweise muss eine Menge Wasser aus den Talsperren abgelassen werden, um wieder Stauraum für etwaige neue Regenereignisse zu schaffen. In die Rur fließt auch Wasser aus der Urft, die in Gemünd und anderen Orten verheerende Schäden angerichtet hat. Dabei ist nicht auszuschließen, dass Heizöl und Chemikalien in den Fluss gelangt sind. Bestätigt wird diese Befürchtung durch einen leichten Heizölgeruch an den Staubecken in Heimbach und Obermaubach. Entsprechende Analysen sind in Arbeit“, erläutert Cord Meyer, Geschäftsführer der Dürener Leitungspartner GmbH.

Das Hauptstandbein der Dürener und Merzenicher Wasserversorgung ist die Wehebachtalsperre, ein geschütztes Vorkommen guter Qualität. Die Leitungspartner betreiben zusätzlich drei weitere Wasserwerke, von denen zwei den Einfluss des Rurwassers haben. Beide sind aus Gründen der Sicherstellung der Trinkwasserqualität bereits seit Mitte letzter Woche außer Betrieb.

Sorgsamer Umgang beim Trinkwasserverbrauch erbeten

„Damit haben wir eine Situation, in der wir nur noch über geringe Reserven verfügen. Aus diesem Grunde bitten wir Sie in den kommenden Wochen mit Trinkwasser sparsam umzugehen, vor allem aber kein Wasser für Bewässerung, Pools, Gärten und ähnliche Zwecke einzusetzen. Verändert sich die Situation, werden wir die Bevölkerung natürlich umgehend informieren. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und Ihre aktive Mitarbeit“, bekräftigt Cord Meyer

Die Leitungspartner sind in dieser Angelegenheit in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises Düren.

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Hilfe die ankommt – Fleischer der Region unterstützen Hochwasser-Geschädigte

Ahr-Region/Osann-Monzel – Drei Hilfstransporte mit Fleischwaren verließen vergangene Woche die Eifel-Mosel-Hunsrück Region in Richtung Ahrtal. Insgesamt fast eintausend Würstchen und eine viertel Tonne an weiteren Fleisch- und Wursterzeugnissen wurden direkt an Anwohner, Helfer und Einsatzkräfte in Ahrbrück, Dernau und Euskirchen geliefert. „Über einen direkten Kontakt aus Ahrbrück wurden bei uns kurz nach der Flutkatastrophe um Hilfe angefragt. Es fehle händeringend an Lebensmitteln, war von dort zu hören“, erzählt Claudia Dinkler-Pütz, die mit Ihrer Fleischerei Mitglied der Fleischer-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück Region ist.

Sofort war man sich innerhalb der Innung einig, hier zu unterstützen. In Osann-Monzel wurde die ganze letzte Woche Ware entgegengenommen, verpackt und Rohware vor Ort zubereitet. „Wir mussten die Lieferung so verarbeiten, dass diese sofort verzehrfertig war. Es gab ja keine funktionierende Metzgerei vor Ort, die das hätte übernehmen können“, berichtet Organisatorin Dinkler-Pütz. „Mein Handy stand kaum noch still. Nach dem Aufruf an die Innungskollegen und den großen Mengen, die man zur Verfügung stellte, mussten schnell Helfer gefunden werden, um alles für den Transport zu verpacken.“ Auch selbst vom Hochwasser betroffene Fleischer wie Johannes Ambros aus Bettingen haben gespendet.

Ebenso engagierten sich die Innungsmitglieder Georg Bösen aus Piesport, Frank Ziltz aus Kinderbeuern, Uwe Juchems aus Stadtkyll, Peter Müller aus Müllenborn, Klaus Gauer-Kneppel aus Morbach und natürlich Organisatorin Claudia Dinkler-Pütz aus Osann-Monzel. Spontan lieferten die Innungsbäcker Dirk Mertes aus Lieser und Karl-Josef Peter aus Minheim 750 Brötchen dazu.

Abgerundet wurden die Hilfslieferungen um viele Kartons mit Hygieneartikeln, Insektenschutzsalben, Einweghandschuhen, Schutzmasken und Desinfektionsmitteln. Das Spendenaufkommen an Lebensmitteln in Osann-Monzel war so groß, dass kurzfristig noch ein Teil nach Ehrang umgeleitet werden konnte. Nach Ehrang hatte zudem auch Bäcker Mertes über 120 Brote und Kuchen, in Zusammenarbeit mit Elektroinnungsmitglied Oliver Sehn aus Piesport, verbracht.

„Auch in diesen Zeiten wird deutlich, welchen Wert das Netzwerk einer Handwerksinnung hat“, so Dirk Kleis, Geschäftsführer von 22 Handwerksinnungen unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region.

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Soforthilfe NRW: Finanzielle Hilfen für Betroffene der Unwetter-Katastrophe

Düren – Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen, die von der Unwetterkatastrophe betroffen sind, können die „Soforthilfe zur Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen“ über das Landesportal NRW beantragen. Darauf weist die Wirtschaftsförderung des Kreises Düren hin und steht als Ansprechpartner für weitere Informationen und Fragen zur Verfügung.

Die finanzielle Hilfe richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die gewerbliche Wirtschaft, freie Berufe, Landwirte, die Land- und Forstwirtschaft sowie Kommunen, welche diesbezüglich Schäden zu beklagen haben. Die jeweiligen Anträge sind digital ausfüllbar und mit Hilfe der entsprechenden Ausfüllhilfen unkompliziert zu beantragen. Zusätzlich steht das „Bürgertelefon Fluthilfe“ unter der Telefonnumer 0211/4684-4994 bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

Das Antragsverfahren ist über www.land.nrw/de/soforthilfe freigeschaltet.

Weiterführende Informationen erhalten Interessierte telefonisch auch beim Kreis Düren von Herrn Tim Geuer, Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung, unter 02421/221061213.