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IHK Aachen macht weitsichtigen Wiederaufbau zum Gemeinschafts-Projekt

Aachen – Nach der Hochwasser-Katastrophe richtet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen den Blick nach vorn: Erstmals hat die IHK die kommunalen Vertreter der betroffenen Gebiete in der Städteregion Aachen und im Kreis Euskirchen mit Unternehmensvertretern aus dem Bereich Standortplanung und -entwicklung sowie Dr. Fritz Jaeckel, den Beauftragten für den Wiederaufbau in den von Hochwasserschäden betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen, zusammengebracht, um sich zum zukunftsorientierten Wiederaufbau auszutauschen. „Es gibt zwei Seiten mit jeweils berechtigten Anliegen: Zum einen benötigen die betroffenen Betriebe schnelle Maßnahmen, um wieder auf die Beine zu kommen. Zum anderen sind für Standorte und Quartiere in den Kommunen Lösungen mit einer langfristigen Perspektive gefragt. Beides gilt es nun gemeinsam zu finden“, sagt Gisela Kohl-Vogel, Präsidentin der IHK Aachen.

Die Beteiligten des Hintergrundgesprächs sind sich einig: Zentrale Aufgaben sind nun der Hochwasserschutz, die konsequente Umsetzung von Digitalisierungsprozessen, die Verbesserung urbaner Lebensqualität sowie die Schaffung eines attraktiven Branchenmixes. Für die Unternehmen spielen zudem die Wiederherstellung und Erneuerung von Infrastruktur und Stadtteilen eine entscheidende Rolle. „Nach der Entscheidung über die Wiederaufbaurichtlinie des Landes NRW muss der Prozess der Antragstellung für alle Geschädigten-Gruppen in Gang kommen. Dabei gibt es am Anfang viele Detailfragen und Abstimmungsbedarf. Wir geben ihnen Hinweise, wie die komplexen Aufgaben personell und in der Praxis gestemmt werden können“, erklärt Dr. Fritz Jaeckel.

Bei der konkreten Umsetzung sehen die Beteiligten zwei Perspektiven: Zum einen sind die Akteure vor Ort gefragt, mit ihrer spezifischen Kenntnis der Region zukunftsfähige Ideen und Lösungen zu entwickeln. Zum anderen sind für den Wiederaufbau und die Stadtentwicklung von morgen Impulse von außen, aber auch überregionale und internationale Investitionen und Projekte notwendig. Dafür möchten die Vertreter der Region unter anderem den Gemeinschaftsstand bei der internationalen Immobilienmesse EXPO REAL, die vom 11. bis 13. Oktober in München stattfindet, als Plattform nutzen. „Die EXPO REAL kann uns in diesem Jahr als Kontaktbörse und Ideengeberin dienen – nämlich für innovative Investitions- und Bauprojekte, die in den vom Hochwasser betroffenen Kommunen umgesetzt werden könnten“, weiß Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier als einer der Vertreter des Messeauftritts „aachen1a – drei Länder ein Standort“.

Neben der Koordination des Messeauftritts in München unterstützt die IHK Aachen auch den Prozess des Wiederaufbaus – etwa bei der Abwicklung der Aufbauhilfen für die betroffenen Betriebe. Zudem ist ein regelmäßiger Austausch der Betroffenen geplant, damit Impulse und Ideen für einen zukunftsorientierten Wiederaufbau koordiniert und sichtbar gemacht werden können.

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Gies fordert Lösung für Sirenen im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Horst Gies fordert Lösung zur Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall. In einem Schreiben an Innenminister Roger Lewentz fordert der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies, MdL, die kurzfristige Umsetzung einer Lösung zur Warnung der Bevölkerung im Ahrtal mittels Sirenen.

„Neben der Warnung beispielsweise durch app-basierte Lösungen oder Durchsagen per Lautsprecher gilt die Warnung mittels Sirenen noch immer als eine der einfachsten und zugleich in der Fläche effektivsten Varianten. Daher benötigen wir eine schnelle Lösung, um für mögliche künftige Szenarien gewappnet zu sein“, erläutert Gies.

Mit der im Kreis Ahrweiler vorhandenen analogen Sirenentechnik ist derzeit nur eine Auslösung der Feuerwehralarmierung möglich. Eine Rheinland-Pfalz-weite Umstellung auf eine digitale Alarmierungstechnik, mit der auch Warnsignale mittels Sirenen ausgesandt werden können, ist bereits in der Umsetzung. Laut einer durch das Land festgelegten Reihenfolge ist eine entsprechende Netzerrichtung für den Kreis Ahrweiler zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht vorgesehen. Hinzu kommt, dass einige der im Ahrtal vorhandenen Sirenen durch die Flut selbst zerstört wurden.

Der Erste Kreisbeigeordnete bittet Innenminister Lewentz daher unter anderem darum, folgende Aspekte zu prüfen:

– eine Sonderförderung seitens des Landes für die kurzfristige Errichtung eines modernen, leistungsfähigen Sirenennetzes zur Warnung der Bevölkerung;

– eine Änderung der Reihenfolge für die weitere Planung des Landes zum Aufbau einer digitalen Alarmierungstechnik, um den Kreis Ahrweiler vorzuziehen;

– eine Möglichkeit Sirenenwarnungen durch anderweitige Techniken auszulösen.

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Landrat Wolfgang Spelthahn übergibt Verdienstmedaille an Friedhelm Augustin

Düren – Es ist die einzige Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die Landrat Wolfgang Spelthahn im Namen des Bundespräsidenten in diesem Jahr vergeben darf. Der stolze Preisträger ist Friedhelm Augustin, der im Jülicher Rathaus nun für sein jahrzehntelanges Engagement im Sport mit dieser hohen Auszeichnung geehrt wurde.

„Ich freue mich, Ihnen dieses sichtbare Zeichen des Dankes und der Anerkennung zu überreichen“, sagte der Landrat bei seiner Rede, nachdem Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs die rund 30 Anwesenden im Rathaus begrüßte. „Sie sind ein Lösungssucher und haben sich nie auf die Probleme konzentriert“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. „Das Miteinander steht bei Ihnen im Fokus. Sie haben sich der Arbeit angenommen und umgesetzt und so ein Netzwerk geschaffen, das das Engagement im Sport trägt.“

Der Sport spielte bei Friedrich Augustin, heute 82 Jahre alt, schon seit seiner Jugend eine wichtige Rolle. Mit 15 Jahren begann seine ehrenamtliche Tätigkeit als Jugend-Übungsleiter im Kanuverein in Schwerte, seinem Geburtsort. Später zog es ihn nach Jülich, wo er bis zu seinem Renteneintritt im Jahr 2000 als Betriebsleiter Dekontamination in der damaligen Kernforschungsanlage Jülich (heute Forschungszentrum) arbeitete. Neben seiner Arbeit hat er aber den Sport nie vernachlässigt. So war er 1963 Gründungsmitglied der „Betriebssportgemeinschaft der Kernforschungsanlage Jülich“, die heute „Betriebssportgemeinschaft Forschungszentrum Jülich 1963 e.V.“ (BSG) heißt. Rund zehn Jahre später erwarb er seine Übungsleiter-Lizenz und war bis 2019 in verschiedenen Sportgruppen der BSG als Übungsleiter tätig. Ob Volleyball, Männergymnastik oder Sport für Senioren – Friedhelm Augustin war stets mit großem Einsatz und Engagement dabei. Zuletzt war er 17 Jahre lang ehrenamtlich im Vorstand der BSG tätig und half bei der Organisation von Turnieren und weiteren Sportveranstaltungen. „Sie haben viele, viele Stunden Ihrer Zeit für den Sport gegeben und nie aufgehört, sich weiterzubilden. Dafür haben Sie auch alle Auszeichnungen bekommen, die der Verein vergibt“, sagt der Landrat, bevor er eine nächste Auszeichnung, die Verdienstmedaille, überreicht.

„Ich widme diese Medaille meiner verstorbenen Frau“, sagt der Preisträger sichtlich gerührt. Seine Frau habe sich auch sehr im Sport, besonders für Kranke, eingesetzt. Gut gelaunt freute er sich, dass er die Auszeichnung in Anwesenheit seiner Wegbegleiter und des Landrats und des Bürgermeisters entgegen nehmen durfte.

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Familienbund der Katholiken lädt zur Online-Diskussion mit Politikern am heutigen Donnerstag via ZOOM

Region/Trier/Koblenz/Saarbrücken – Welche Politiker und Politikerinnen vertreten welche familienpolitische Positionen? Unter dem Motto „Familien stehen vor der Wahl“ lädt der Familienbund der Katholiken zu einer Online-Diskussionsveranstaltung via ZOOM am 9. September 2021 von 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr mit Bundestagskandidatinnen aus dem Bistum Trier ein.

„Der Wahlkampf ist die Zeit der großen politischen Versprechen. Unter den Politikfeldern, denen die Parteien jetzt besonders viel Aufmerksamkeit schenken, gehört auch die Familienpolitik. Grund genug für uns als Familienbund, genauer nachzufragen“, sagt Michael Korden, Geschäftsführer des Familienbundes der Katholiken im Diözesanverband Trier.

Als Gesprächspartnerinnen haben zugesagt: Nadine Schön (CDU), seit 2009 Mitglied des Bundestages, stellv. Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vertreterin des Wahlkreises St. Wendel in Berlin; Corinna Rüffer (Grüne), Sprecherin für Behindertenpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, seit 2013 Mitglied des Bundestages, kandidiert im Wahlkreis Trier; Verena Hubertz (SPD), kandidiert erstmals als Direktkandidatin im Wahlkreis Trier für den Deutschen Bundestag.

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail michael.korden(at)t-online.de. Alle Teilnehmenden erhalten dann per E-Mail einen Zugangslink zur Veranstaltung.

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„Stammdesch op Jöck“ Highlight am Sonntag 12. September

Mechernich-Firmenich/Obergartzem – Bei der Kirmes in Firmenich-Obergartzem treten bei einem karnevalistischen Nachmittag Künstler aus Köln und der Region auf – Außerdem juxige Versteigerung, Disco, Fahnenschwenken, Frühschoppen, Feldmesse und Umzug geplant – Erlös für die Flutopfer im Doppelort.

Die Junggesellen aus Firmenich-Obergartzem laden zur Kirmes von Freitag, 10. September, bis Dienstag, 14. September, in den Doppelort ein, v.l.: Christoph Breuer, René Kloster, Patrick Kolb, Marko Kolb, Timo Forst, Tim Schulz (1. Vorsitzender). Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Die Junggesellen lassen – wie bereits berichtet – die Kirmes in Firmenich-Obergartzem wieder aufleben und bieten am Wochenende vom 10. bis 14. September ein buntes Programm – darunter eine juxige Versteigerung am Sonntag mit attraktiven Gewinnen a la „Straßenkehren durch Junggesellen“.

Jetzt teilen „Botz un Bötzje Events Eifel“, vertreten durch Hans-Dieter Hahn-Möseler, der Junggesellenverein Obergartzem und der Stammtisch Kölner Karnevalisten von 1951 e.V mit, dass das Programm am 12. September, zwischen 13 und 17 Uhr um ein weiteres Highlight ergänzt wird, nämlich einen „Stammdesch op Jöck “ im Festzelt am Sportplatz.

Höppemötzjer und Bumskapell

Dann werden Künstler aus dem Kölner Karneval und aus der Region erwartet, so: De Neppeser, Ne Schwaadlappe, De Höppemötzjer, Willi & Ernst, Ne Spetzboov, Bloß mer jet un Bumskapell sowie Knallblech. „Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle Künstler kostenlos auftreten und der Erlös an die Flutopfer in unserem Doppelort bleiben“, so Hans-Dieter Hahn-Möseler, der auch die Moderation des Nachmittags übernimmt.

Vorher, ab 10.30 Uhr laden die Veranstalter zum Frühschoppen ein, ab 11 bis 13 Uhr spielt der Musikverein Obergartzem, von 17 bis 18 Uhr gibt es einen unterhaltsamen Wettbewerb, bei dem die Ledigen des Dorfes am „Internationalen Fahnenschwenken“ teilnehmen dürfen.

Freitags ist außerdem eine Disco im Festzelt geplant. Samstags beginnt um 18.30 Uhr eine Feldmesse, anschließend wird der Kirmesknochen rausgeholt, danach ist der „Ball“ mit Live-Band und Björn Heuser angesagt. Am Montag startet der traditionelle Umzug durchs Dorf und dienstags lautet das Motto: geselliger Ausklang.

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Spatenstich für erste Mobilstation im Kreis Düren

Düren – Wer Bus und Bahn nutzt und mit dem Fahrrad zur Haltestelle kommt, kann sein Zweirad bald sicher an einer Mobilstation parken und dann bequem auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Für den Bau einer solchen Station fand am gestrigen Mittwoch, 08. September in Merzenich der Erste Spatenstich statt. „Wir wollen damit den individuellen Radverkehr mit Bus- und Bahn-Angeboten verknüpfen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn.

Im gesamten Kreisgebiet werden insgesamt 49 Mobilstationen errichtet. Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland fördert die Stationen zu 90 Prozent, 10 Prozent zahlen die Kommunen selbst. 2,4 Millionen Euro werden investiert.

Die Mobilstationen sind barrierefrei und bieten zusammen 388 Plätze für Fahrräder an Bügeln und 225 Stellplätze in Boxen. Weiterer Bestandteil sind kleine Wartehallen, deren Dächer bepflanzt werden und mit Photovoltaik-Modulen für die Beleuchtung der Stationen ausgestattet werden.

Den Bau der Mobilstationen bezeichnete Landrat Wolfgang Spelthahn als Gewinn bringend für den Kreis Düren. „Wir legen sehr viel Wert auf den Komfort für Radfahrer“, betonte er mit Blick auf den Ausbau des Radwegenetzes im Kreisgebiet.

Merzenichs Bürgermeister Georg Gelhausen betonte beim Spatenstich an der Haltestelle Poolplatz die „gute Zusammenarbeit mit dem Kreis Düren“ und hob hervor, dass die Bereiche Mobilität und Verkehr wichtige Themen in der Gemeinde Merzenich sind. „Wir wollen mit der Mobilstation ein Zeichen setzen und viele zum Radfahren motivieren“, so Gelhausen.

Die 49 Stationen im Kreisgebiet werden nächstes Jahr im Frühjahr fertiggestellt sein.

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Große Hilfe für die Helfer

Kall – Unterstützung für den Löschzug Kall aus dem ganzen Land – Eine private Spenden-Aktion von Jana Kurtensiefen erbrachte stolze Summe von 18.7000 Euro – Auch Mitarbeiter der Techniker-Krankenkasse Freiburg spendeten – Im sächsischen Ostrau veranstaltete die Feuerwehr einen großen Benefiz-Abend für die Kollegen aus Kall.

Freundschaft besiegelten der Kaller Löschzugführer Daniel Rütz (rechts) und der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Ostrau, Mario Thomas. Foto: Tom Bork

5000 Euro war ihr Ziel, als Jana Kurtensiefen nach der Flutkatastrophe in der Nacht zum 15 Juli auf dem Internetportal Facebook zu einer Spendenaktion für die Kaller Feuerwehr aufrief, die tagelang im Fluteinsatz gewesen war. Denn Hilfe fr die Feuerwehr war vonnöten. Etwa 25 Wehrmitglieder verloren in der Nacht ihre vor dem Gerätehaus abgestellten Fahrzeuge und auch das Gerätehaus selbst war von dem schlimmen Hochwasser zwei Meter hoch überflutet worden, wobei die komplette Einrichtung zerstört worden war.

Jana Kurtensiefen gehörte in den Tagen nach dem Hochwasser zu den vielen Freiwilligen, die das Gerätehaus vom Schlamm befreiten und das zerstörte Inventar herausschafften. Von Tag zu Tag wuchs auch die Spendensumme auf dem Sonderkonto, aus ganz Deutschland wurden Überweisungen mit Dankesbotschaften an die Rettungskräfte gesandt.

Das Ziel von 5000 Euro war schon nach wenigen Tagen erreicht worden. Nach gut fünf Wochen waren es 18.700 Euro, die die junge Frau am 30. August symbolisch an den Löschzugführer Daniel Rütz und dessen Vorstandskollegen übergeben konnte.

Das Geld war schon  Tage vor der Übergabe an die Feuerwehr überwiesen worden, die von dem umgehend erste Investitionen im Sinne der Sicherheit tätigte. Als erste Anschaffung wurden für alle Einsatzkräfte der Kaller Wehr leistungsstarke und ex-geschützte Knickkopflampen gekauft. Eine nützliche Anschaffung, wie auch die anwesenden Vorstandsmitglieder Christian Wirtz, Michael Knie, Jan Lünebach und  Moritz Wirtz bestätigten.

„Gerade jetzt durch die Hochwasserkatastrophe und den damit verbundenen Stromausfällen ist noch einmal deutlich geworden wie wichtig solche Lampen sind“, erklärte Löschzugführer Rütz bei der Übergabe des Spendenschecks. Dank dieser Lampen habe jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau im Einsatz seine eigene, unabhängige Lichtquelle mit dabei. „So kann mehr Licht, mehr Sicht und somit auch mehr Sicherheit hergestellt werden“, so Rütz.

Eine Spende in Höhe von 1500 Euro übergab Simon Ott (links) aus Freiburg an den Kaller Löschzugführer Daniel Rütz. Foto: Reiner Züll

1500 Euro aus Freiburg

Am Abend der Scheckübergabe überraschte ein alter Kaller, der seit zehn Jahren in Freiburg wohnt, die Kaller Wehr mit einem weiteren Spendenscheck über 1500 Euro. Es war Simon Ott, der als Kundenberater bei der Techniker-Krankenkasse in Freiburg tätig ist. Als er bei Facebook die schlimmen Folgen der Flut in Kall und die tagelangen Einsätze der Feuerwehr verfolgt habe, sei für ihn klar gewesen, den Flutopfern in seinem Heimatort zu helfen. „Vor denen kann man nur den Hut ziehen“, so Ott.

Von seinem Chef habe er die Genehmigung bekommen, das Personal der Krankenkasse zu einer Spendenaktion für drei Kaller Projekte aufgerufen. Dabei habe er jedem Spender freigestellt, ob er für das Schullandheim in Urft, für die Gemeinde Kall oder für den Löschzug Kall spenden wolle. „Mir war wichtig, dass das Geld auch direkt dort ankommt, wo es gebraucht wird“, so Simon Ott. Und es sei viel Geld zusammengekommen. Für das Schullandheim 1000 Euro, für die Gemeinde Kall 1300 Euro und für den Löschzug Kall 1500 Euro.

Hilfe aus Sachsen

Eine Hilfe aus dem fernen Ostrau in Sachsen führte letzte Woche zum Entstehen einer neuen Freundschaft. Nachdem die Mitglieder Feuerwehr in Ostrau von dem schlimmen Hochwasser bin Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen und der Zerstörung des Kaller Gerätehauses erfahren hatten, starteten die Feuerwehr-Kollegen in Sachsen unter dem Motto „Wir wollen helfen“ eine Spendenaktion. Vor dem Gerätehaus in Ostrau organisierte die Wehr für den 28. August unter anderem eine Fahrzeugausstellung und einen großen Benefiz-Abend mit Diskothek und Tanzdarbietungen.

Die Kaller Feuerwehr übergab eine Schiefertafel an die Freunde aus Ostrau, die sich mit einem silbernen Feuerwehrhelm revanchierten. Foto: Tom Bork

„Da fahren wir hin“, stand für Kalls Löschzugführer Daniel Rütz schnell fest, und so reiste eine knapp 20-köpfige Mannschaft in der Nacht zum 28. August von Kall zum Benefiz-Abend ins rund 700 Kilometer entfernte Ostrau. Als Gastgeschenk hatte Rütz eine Schieferplatte im Gepäck, die die Aufschrift „Hochwasser 2021“ trägt und die die Umrisse Deutschlands und die beiden durch ein Seil mit einem Feuerwehr-Knoten verbundenen Standorte Kall und Ostrau zeigt. Das Gastgeschenk aus der Eifel übergab Daniel Rütz an den Vorsitzenden des Ostrauer Feuerwehr-Fördervereins, Mario Thomas, der in dem Besuch der Kaller Kollegen den Grundstein für eine zukünftige Verbundenheit und Freundschaft sah.

Thomas: „ Als wir den Hilferuf der Kaller Kameraden nach dem Hochwasser in NRW auf Facebook entdeckten und die Fotos vom zerstörten Gerätehaus und den überfluteten Privatwagen der Einsatzkräfte sahen, war für uns klar, dass wir helfen wollten“. Weil man aber nicht einfach zum Helfen nach Kall hätte fahren können, habe man den Weg der Spendenaktion gewählt.

Die Kaller erlebten in Sachsen einen kameradschaftlichen Abend, in dessen Verlauf auch der dortige Bürgermeister Dirk Schilling die Gäste aus der Eifel willkommen hieß. Es seien auch bei der Gemeinde bereits Spenden eingegangen und weitere würden erwartet. Auch Firmen hätten sich für die gute Sache als Sponsoren beteiligt.

Die beiden Wehren sicherten sich gegenseitige zu, die Verbindung von Kall nach Ostrau aufrecht zu erhalten. Sobald die Spendenaktion abgeschlossen sei, werde es ein Wiedersehen geben. Und zwar im Oktober in Kall, wenn die Kollegen aus Sachsen den Erlös der Aktion beim Kameradschaftsabend des Löschzuges Kall übergeben werden.

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Impfbus ist am heutigen Donnerstag 09. September seit 08.00 Uhr erneut in Mendig

Mendig – Impfen schnell und einfach – Aufgrund der hohen Nachfrage kommt der Impfbus erneut nach Mendig. Am  heutigen Donnerstag, 09. September von 8-18 Uhr können sich Bürgerinnen und Bürger ohne Terminabsprache einfach nur mit dem Personalausweis auf dem Marktplatz in Mendig impfen lassen.

Vor Ort hat jeder die individuelle Wahl zwischen den Impfstoffen von BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson.

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Dr. Horst-Peter Wagner zählt zu den Top-Medizinern 2021

Region/Mayen-Koblenz – Focus zeichnet den Chefarzt der Akutgeriatrie im Ev. Stift St. Martin aus. Er gehört zu den Top-Medizinern 2021 in Deutschland: Dr. Horst-Peter Wagner. In der aktuellen Focus-Ärzteliste wurde der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Akutgeriatrie im Ev. Stift St. Martin für seine hohe medizinische Kompetenz mit dem hochwertigen Focus-Siegel ausgezeichnet. Dr. Wagner hat bereits 2017 die erste geriatrische Akutklinik in Koblenz aufgebaut. Der Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie besitzt die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin und hat zusätzlich ein Studium Public Health mit Schwerpunkt Management im Gesundheitswesen absolviert. Gemeinsam mit seinem Team und in Kooperation mit den Kliniken der Inneren Medizin und der Klinik für Orthopädie und Chirurgie bietet Dr. Wagner ein breites Leistungsspektrum mit den zugehörigen modernen und innovativen diagnostischen Möglichkeiten und Behandlungen speziell für ältere Patienten an.

Wie kommt man zu solch einer Auszeichnung? Focus kombiniert die Recherche in öffentlichen Datenquellen mit Kollegenbefragungen und einer umfangreichen Selbstauskunft. Dabei wird die Auswahl der Mediziner in einem mehrstufigen Recherche-Prozess immer weiter verfeinert. Am Schluss erhält jeder Mediziner einen Score-Wert, der die Behandlungsleistung, die Reputation, den Einsatz in der Wissenschaft, Patientenservices sowie die fachliche Qualifikation berücksichtigt.

Zudem gibt es seit 2019 das Alterstraumazentrum (ATZ) im Ev. Stift St. Martin. Auch in diesem hat der Chefarzt mit dem interdisziplinären Team einen Qualitätssiegel erhalten. Der Bericht der Prüfkommission führt als Stärken beispielsweise die berufsübergreifenden Fort- und Weiterbildungen durch Expertenteams, die ausführliche und aussagekräftige Pflegedokumentation in der digitalen Krankenakte, das fachspezifische Qualitätsmanagement und die hohe Identifikation mit dem Zentrumsgedanken auf. Mit dem Erhalt des Zertifikats darf sich das ATZ im Ev. Stift St. Martin AltersTraumaZentrum DGU® nennen.

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Rettungsdienst im Kreis Düren freut sich über vier neue Azubis

Düren – Landrat Wolfgang Spelthahn hat die vier neuen Auszubildenden beim Rettungsdienst Kreis Düren AöR (RDKD) herzlich begrüßt. „Ich freue mich, dass Sie sich für diesen wichtigen Beruf entschieden haben und Sie uns hier im Kreis Düren Hilfe leisten, wo sie gebraucht wird“, sagte er.

Gemeinsam mit dem RDKD-Vorstandsvorsitzenden Peter Kaptain hieß er die neuen Mitarbeiter herzlich willkommen. „Wir brauchen guten Nachwuchs wie Sie im Rettungsdienst, der engagiert ist und mit vollem Einsatz viele Leben retten wird“, sagte Peter Kaptain. Die vier jungen neuen Nachwuchskräfte, Anna Pelzer, Jan Urwan, Tibor Stingl und Dennis Leyens, machen ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter und lernen in den kommenden drei Jahren sowohl praktisch als auch theoretisch alles Wichtige, um Menschenleben zu retten. „Es ist ein Beruf mit sehr viel Verantwortung, der viel eigenständiges Arbeiten erfordert. Das macht für uns das Besondere an dem Beruf aus“, sind sich die Azubis einig.

Der Notfallsanitäter ist die höchste nichtärztliche Qualifizierung im Rettungsdienst. Ausgebildet werden sie auf dem Campus Stockheim sowohl in den Rettungswachen vor Ort als auch im NOBIZ, dem Notfallbildungszentrum Eifel-Rur gGmbH, in Stockheim. „Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft und danke Ihnen schon jetzt für ihr Engagement“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.