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Ein kompaktes Rahmen-Programm soll die Aachener auf den Karlspreis einstimmen

Aachen – Aufgrund der besonderen Umstände der aktuellen Corona-Pandemie findet das Programm in diesem Jahr in konzentrierter Form statt und beginnt unter Einbeziehung der neuen Karlspreis-Akademie gut eine Woche vor dem Festakt. Wie üblich knüpfen die Veranstaltungen des Rahmenprogramms auch im Jahr 2021 an die Person, das Wirken und das Heimatland des Preisträgers an. Ein wichtiges Augenmerk gilt der jungen Generation. So wird der Jugendkarlspreis am 30. September vergeben. Geehrt werden dann gleich zwei Wettbewerbsjahrgänge.

Am 2. Oktober wird der Präsident von Rumänien, Klaus Iohannis, mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet. Die Festrede hält der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel. Nicht nur das Datum des Festakts ist in diesem Jahr ungewöhnlich, auch die Umstände, die zur Verschiebung vom angestammten Christi Himmelfahrtstag gezwungen haben und die auch begleitende Aktivitäten nicht in dem bisher üblichen Umfang ermöglichen. Dennoch sollen die Aachener Bürgerinnen und Bürger mit einem konzentrierten Rahmenprogramm auf den diesjährigen Karlspreis eingestimmt werden. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen stellte dieses Programm heute (21. September 2021) gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Karlspreisdirektoriums Dr. Jürgen Linden im Haus Löwenstein vor.

Brückenbauer zwischen Ost und West

Mit Klaus Iohannis würdigt das Karlspreisdirektorium einen herausragenden Streiter für die europäischen Werte, für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und einen großen Brückenbauer zwischen Ost

und West. In einer Zeit, in der die Rechtsstaatlichkeit auch in Teilen Europas, nicht zuletzt in Teilen Mittelost- und Südosteuropas immer stärker unter Druck gerät, macht das Beispiel, das Klaus Iohannis gibt, Hoffnung. Denn es ist der rumänische Präsident, der wie kein anderer für den Kampf gegen

Korruption, Klientelwirtschaft und die Demontage des Rechtsstaates steht und der mit unermüdlichem Einsatz, klarem Kompass und Standhaftigkeit die große Mehrheit der rumänischen Bevölkerung für eine proeuropäische, rechtsstaatliche und demokratische Politik gewinnen und damit für ein Bekenntnis zu

Europa überzeugen konnte. Deshalb könnte der Karlspreisträger 2020 auch in 2021 aktueller nicht sein.

Fester Bestandteil des Karlspreises

Das Rahmenprogramm zur Karlspreisverleihung gehört seit 1991 zum festen Bestandteil des Karlspreises. Aufgrund der besonderen Umstände der aktuellen Corona-Pandemie findet es in diesem Jahr in konzentrierter Form statt und beginnt gut eine Woche vor dem Festakt. Insgesamt ist es das 31. Rahmenprogramm zu einer Karlspreisverleihung. Über 1.000 Programmpunkte wurden bislang konzipiert und umgesetzt – unter anderem zur (damaligen) Tschechoslowakei, Frankreich, Spanien, Norwegen, Österreich, Niederlande, Polen, Großbritannien, USA, Ungarn, Vatikan, Irland, Italien, Luxemburg, Litauen, Belgien, Portugal, Rumänien und Deutschland. Wie üblich knüpfen die Veranstaltungen des Rahmenprogramms anno 2021 an die Person, das Wirken und das Heimatland des Preisträgers an.

Dr. Jürgen Linden betonte im Pressegespräch noch einmal, dass Klaus Iohannis in schwierigen Zeiten den europäischen Wertekanon, die Stärkung der europäischen Rechtsgemeinschaft und die gemeinsame Idee von einer europäischen Zukunft nicht nur im Osten entschlossen und erfolgreich verkörpere. „Er ist ein großer Streiter für Fairness, den Schutz für Minderheiten und kulturelle Vielfalt sowie ein wichtiger Mittler und Brückenbauer zwischen west- und osteuropäischen Gesellschaften“, sagte Linden. Er ergänzte, dass man sich deshalb ganz besonders auf diesen Karlspreisträger freue.

Sibylle Keupen sagte: „Mir liegt beim Rahmenprogrammvor allem die junge Generation am Herzen. Bei der Verleihung des Jugendkarlspreises werden in diesem Jahr gleich zwei Wettbewerbsjahrgänge geehrt. Denn neben den Gewinnern aus 2020, deren Auszeichnung verschoben werden musste, werden auch die Sieger des Wettbewerbs 2021 gewürdigt. Für den lagen übrigens über 400 Bewerbungen vor – der Pandemie zum Trotz eine Rekordbeteiligung.“

Europäischer Karlspreis für die Jugend

Der Europäische Karlspreis für die Jugend wird am 30. September im Krönungssaal des Aachener Rathauses vergeben. Hier werden gleich zwei Gewinnerjahrgänge prämiert. An den vom Europäischen Parlament und der Karlspreisstiftung zuvor ausgeschriebenen Wettbewerben haben sich Jugendliche aus allen EU-Mitgliedsländern mit knapp 800 Projekten beteiligt. Zur Preisverleihung, die unter anderem von der Vizepräsidentin des Europäischen

Parlaments, Katarina Barley, vorgenommen wird, werden Vertreterinnen und Vertreter aller 54 nationalen Gewinnerprojekte in Aachen erwartet.

Der gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen ausgerichtete Karlspreis Europa Summit versammelt am Nachmittag nach der Jugendkarlspreisverleihung junge Akademikerinnen und Akademiker und erfahrene Europa-Akteure. Der Summit ist wesentlicher Bestandteil der 2019 ins Leben gerufenen

Karlspreis-Europa-Akademie, im Rahmen derer jährlich fünf herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Stipendium zur Erarbeitung europäischer Zukunftsthemen unterstützt werden.

Karlspreis-Europa-Forum

Auch das Forum hat inzwischen eine langjährige Tradition. Seit knapp zwei Jahrzehnten finden sich am Vortag der jeweiligen Karlspreisverleihungen Experten und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien zusammen, um über aktuelle europäische Themen zu diskutieren. Im

Mittelpunkt des diesjährigen Forums am 1. Oktober stehen vor allem Fragen der Wirtschafts- und Finanzpolitik und der europäische Green Deal. Zum Forum, das erstmals im neuen Veranstaltungs- und Konferenzzentrum „DAS

LIEBIG“ stattfindet, werden unter anderem die vormalige Präsidentin der Republik Litauen und Karlspreisträgerin 2013, Dr. Dalia Grybauskaite, und der aktuelle Preisträger, Präsident Klaus Iohannis, erwartet.

Karlspreis LIVE

Am 1. Oktober erwartet die Bürgerinnen und Bürger beim Karlspreis Live in der Aachener Innenstadt ein humorvoller Walkact der 2,20 Meter-großen „Gentlemen“ und die Gruppe „ComboCombo“, die die Mobilität einer Marching Band mit den musikalischen Möglichkeiten einer Bühnenband verbindet. Und während „foolpool – Die Gentlemen“ mit einer Menge an humorvoller, unerwarteter Kommunikation ganz ohne Sprache auskommen, besticht „ComboCombo“ mit wenig Technik und viel Energie durch ein abwechslungsreiches Programm – von Duke Ellington bis James Brown, von Angus Young bis RATM.

Ab 16.45 Uhr werden der Aachener Bevölkerung von Bernd Büttgens vom Aachener Medienhaus die sechs Hauptgewinner der Jugendkarlspreiswettbewerbe 2020 und 2021 auf der Rathausempore vorgestellt, bevor sich Präsident Klaus Iohannis dort um 17.15 Uhr den Fragen von AZ/AN-Chefredakteur Thomas Thelen stellt.

Empfang auf der Rathausempore

Am Verleihungstag, 2. Oktober, können die Bürgerinnen und Bürger den Festakt ab 11.15 Uhr live auf Video-Großleinwand auf dem Markt verfolgen. Um ca. 13.15 Uhr empfangen Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Dr. Jürgen Linden, den kurz zuvor ausgezeichneten rumänischen Präsidenten, weitere Karlspreisträgerinnen, -preisträger und Ehrengäste auf der Rathausempore. Sie werden musikalisch begrüßt durch den Chor Carmina Mundi unter Leitung von Harald Nickoll, der ab 14 Uhr noch ein Konzert in der Elisenbrunnen Rotunde gibt. Und auch ComboCombo und foolpool – Die Gentlemen ziehen noch einmal durch die Innenstadt.

Hinweise zur Teilnahme

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Teilnahme an den Veranstaltungen des Rahmenprogramms eingeladen. Teilweise gilt hierfür das Erfordernis einer vorherigen schriftlichen Anmeldung. Generell gilt die Beachtung der geltenden Corona-Schutzregeln, vor allem der Nachweis der vollständigen Impfung, der Immunisierung durch Genesung oder ein Negativtestnachweis. Beim Einlass zu den Veranstaltungen sind der entsprechende Nachweis sowie ein Ausweis vorzulegen. Zudem sind in den Innenräumen die Maskenpflicht und die jeweiligen Hygienemaßnahmen zu beachten.

Veranstaltungen, die an einen geschlossenen Teilnehmerkreis gerichtet sind, speziell der Karlspreis Europa Summit und das Karlspreis-Europa-Forum ebenso wie die Verleihung des Jugendkarlspreises, können im Live-Stream auf www.karlspreis.de verfolgt werden.

Alle Termine des Karlspreisrahmenprogramms findet man digital unter www.aachen.de/karlspreis sowie ab sofort in Form einer gedruckten Broschüre an den üblichen Auslagestellen in der Stadt.

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Unwetter-Katastrophe von Juli – Die AOK-Gemeinschaft hilft den Betroffenen der Flutkatastrophe

Region/Eisenberg – Initiative von Belegschaft und Selbstverwaltung der AOK: Umfangreiche Unterstützungsangebote und 530.000 Euro an Spenden für Betroffene. Noch immer machen die schrecklichen Unwetterereignisse von Mitte Juli fassungslos – erst nach und nach wird die ganze Dimension sichtbar. Die Schilderungen aus den betroffenen Gebieten machen deutlich, dass sie sicherlich noch lange durch die schrecklichen Erlebnisse belastet sein werden und dringend Unterstützung benötigen. Große Teile der AOK-Belegschaft sind unmittelbar in vielfacher Hinsicht selbst betroffen. Auch hier setzt das vielseitige Engagement der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland an.

Insgesamt sind bisher, neben allen erdenklichen Sachspenden und dem direkten, körperlichen Einsatz in den Flutgebieten, 530.000 Euro von den Kolleginnen und Kollegen sowie den Gremien der Selbstverwaltung für betroffene Mitarbeitende gespendet worden. Rund 200.000 Euro der Spenden kommen dabei aus dem bundesweiten AOK-System. Teile der Belegschaft sind darüber hinaus im Ehrenamt (zum Beispiel THW, Feuerwehr) vor Ort aktiv und profitieren, wie die Betroffenen selbst, von flexiblen Freistellungsregelungen.

„Als AOK-Gemeinschaft war und ist es für uns selbstverständlich, den Betroffenen der Flutkatastrophe unbürokratisch und schnell zu helfen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen kümmern wir uns um spontane Hilfsangebote, längerfristige Unterstützung und Spenden“, sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und bedankt sich auch anlässlich des „internationalen Tag der Dankbarkeit am 21. September“ für die großartige Solidarität und Hilfsbereitschaft. „Die AOK ist stark und dies hat die Unterstützung nach der Flutkatastrophe eindrucksvoll gezeigt.“

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Himmlische Klänge im Burgenmuseum Nideggen

Düren/Nideggen – Besucher durften Anfang des Monats ganz besonderen Klängen und Melodien eines Instrumentes lauschen, die die Gemächer des Bergfriedes der Burg Nideggen durchfluteten: Gertrud Schmidt spielte auf ihren drei „Viola d’amoren“, den bemerkenswerten, historischen Streichinstrumenten.

Die Musikerin studierte die Viola in München und Aachen. Gertrud Schmidt spielte mehrere Jahre im Aachener Sinfonieorchester und in verschiedenen Kammermusikgruppen. Seit 2000 beschäftigt sie sich mit Musikvermittlung und Unterricht an Gymnasien, Musikschulen und beim Privatunterricht, mit Kindern und Erwachsenen, in Gruppen und im Einzelunterricht. 2001 entdeckte sie die Viola d’amore. Besonders interessant findet sie die vielfältigen Möglichkeiten, da das Instrument nicht nur in der Barockzeit eine große Rolle spielte, sondern auch in der Musik des 20.  und 21. Jahrhunderts immer wieder verwendet wird. 2014 gelang es ihr, zusätzlich zu ihrem modernen Instrument zwei ältere zu erwerben.

Vorgestellt wurden alle drei Violas: Madame Sophie, Doktor Faustus und Newcastle heißen sie. Erstere wurde 1720 gebaut und verfügt über sechs Saiten. Doktor Faustus weist sieben Saiten auf und wurde 1772 von Tomaso Eberle in Neapel gebaut. Newcastle, die neueste unter den drei, wurde von Walter Mahr in Bubenreuth 1999 konzipiert.

In ihrem Vortrag und Spiel auf Burg Nideggen kamen gerade die beiden älteren Instrumente als Zeitzeugen und Hauptakteure der Entwicklung und Geschichte der Viola d’amore zu Wort und unterstützen Gertrud Schmidt sowohl beim Spielen der passenden Musik als auch beim Erzählen der Geschichte. Gertrud Schmidt schlüpfte in die Rolle der Viola d´amore und erzählte die jeweilige Geschichte des Instrumentes in der Ich-Form. Als „Madame Sophie“ äußerte „Ich kann auch anderes“, gelang eine fulminante Überleitung zu „Doktor Faustus“: Durch diese Viola d´amore ertönten weitere großartige Klänge und Klangnuancen. Werke von Michael Töpel „Rocailles pour viole d´amore) (2017), Christian Petzold „Partia ex F für Viola d´amore solo“ (18. Jh.), Bernardo Lorenziti Sonata „La Chasse“ (19. Jh.) und Henri Casadesus „Prélude Nr. XVII in E-Dur, Allegretto grazioso“ erklangen, vorgetragen von der talentierten Musikerin Gertrud Schmidt. Ihr Spiel faszinierte und ging unter die Haut. Das Publikum war sich einig und dankte dem musikalischen Vortrag mit sehr viel Applaus.

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Schulen im Kreis Ahrweiler – Unterricht in Provisorien gesichert

Ahrweiler – 5.900 Schülerinnen und Schüler betroffen – Mammutaufgabe für alle Beteiligten. Bei der Hochwasserkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli 2021 wurden sieben in Trägerschaft des Kreises Ahrweiler stehende Schulen im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig in Mitleidenschaft gezogen. Neben den Schäden an den Gebäuden ist vor allem die Haustechnik, wie Stromversorgung, IT-Infrastruktur und Wärmeversorgung, zerstört. Rund 5.900 Schülerinnen und Schüler – das sind 75 Prozent der Schülerschaft in Kreisschulen – sind somit unmittelbar von den Folgen der Flut betroffen. Nachdem zum Schulstart nach den Ferien kurzfristig Lösungen für eine Unterrichtsversorgung gefunden werden mussten, hat der Eigenbetrieb Schul- und Gebäudemanagement (ESG) jetzt ein Konzept für die temporäre Unterbringung von Kreisschulen in den kommenden Monaten vorgestellt.

„Die Wieder-Inbetriebnahme der durch die Flutkatastrophe betroffenen Schulstandorte mit einem geschätzten Schadensvolumen von 100 Millionen Euro – zum Vergleich: das Schulbauprogramm der 2000er Jahre umfasste 40 Millionen Euro – ist eine Mammutaufgabe und erfordert von allen Beteiligten ein hohes Maß an Kreativität und Flexibilität“, fasst der Erste Kreisbeigeordnete, Horst Gies, MdL, die aktuelle Situation zusammen.

Für das Are-Gymnasium wird in Abstimmung mit Bürgermeister Achim Juchem das Angebot der Gemeinde Grafschaft angenommen und im Innovationspark Grafschaft ein Ersatzschulstandort errichtet. 41 Klassen, zwei Lehrerzimmer, zwei Mehrzweckräume sowie Sanitäranlagen werden in der komplett winterfesten und brandschutzsicheren Anlage aufgebaut. Für eine sichere An- und Abfahrt wird eigens eine langgezogene Bushaltestelle neben der Zufahrtsstraße zum Innovationspark geschaffen.

Hinsichtlich des Peter-Joerres-Gymnasiums wird eine schnellstmögliche Inbetriebnahme der unversehrt gebliebenen Klassenräume in den Obergeschossen des Schulgebäudes bis spätestens Ende des Jahres angestrebt. Das Erd- und Kellergeschoss des Schulgebäudes sowie die Sporthalle sind zwischenzeitlich vollständig entkernt, die Lieferung und Montage defekter Glasscheiben und Gebäudeelemente beauftragt, ebenso die Montage des Fernwärmeanschlusses und die Wiederherstellung der Stromversorgung.

Der Standort der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr ist vom Hochwasser schwer beschädigt worden. Die Schülerschaft musste auf eine Reihe von Berufsschulen im Umfeld verteilt werden, was mitunter zu langen Schulwegen für die betroffenen Schülerinnen und Schüler führt. Entsprechend wird mit Hochdruck an einer möglichst schnellen Rückführung an den Standort in Bad Neuenahr gearbeitet. Zwischenzeitlich wurden die betroffenen Bereiche fast komplett geräumt und entkernt. Die Stromversorgung der Obergeschosse konnte mittels Notstrom durch das THW sichergestellt werden. Auch die Wärmeversorgung über Fernwärme ist sichergestellt, sodass in Kürze 34 Klassenräume wieder für den Schulbetrieb zur Verfügung stehen. Zusätzlich sollen bis spätestens Ende des Jahres auf dem Schulgelände bis zu 60 weitere Klassen sowie Büro- und Nebenräume in temporärer Bauweise errichtet werden.

Die von Boeselager-Realschule plus und die Sporthalle konnten noch in den Ferien entkernt und mit Strom versorgt werden. Zum Schulstart wurden darüber hinaus zwölf Containerklassen und Bürocontainer errichtet, sodass an dieser Schule Unterricht gewährleistet werden kann.

Für die Schülerinnen und Schülern der Don-Bosco- und Levana-Schule findet der Unterricht derzeit an der Förderschulstandorten der Janusz-Korczak-Schule in Sinzig, der Burgweg-Schule in Burgbrohl sowie der Nürburgring-Schule in Wimbach statt. Oberste Priorität ist, dass der Unterricht so schnell wie möglich wieder an einem gemeinsamen Ort stattfinden kann. Benötigt werden dafür 16 Klassen sowie Neben- und Büroräume. Da das Schulgelände dies aus Platzgründen nicht hergibt, muss hierfür noch ein geeigneter Standort gefunden werden, der vor allen Dingen auch eine gute Anbindung im Hinblick auf die Schülerbeförderung ermöglicht. Vor diesem Hintergrund ist eine kurzfristige Lösung derzeit leider noch nicht umsetzbar.

Die Mitglieder des Werksausschusses Schul- und Gebäudemanagement votierten einstimmig für die im Konzept genannten Vorschläge, die jetzt kurzfristig umgesetzt werden sollen.

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IHK Aachen – Erhöhung der Grundsteuer B in Aachen wäre wirklichkeitsfremd

Aachen – Die Diskussion über eine mögliche Erhöhung der Grundsteuer B in Aachen führt zu erheblichen Irritationen in den Mitgliedsunternehmen und bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen. Die entsprechenden Überlegungen, die zuletzt den Medien zu entnehmen waren, werden zu einem Zeitpunkt öffentlich, an dem viele Betriebe durch die Folgen der Corona-Pandemie nach wie vor in ihrer Existenz bedroht sind. Besonders stark betroffen sind Branchen, die ganz erheblich zu einem attraktiven Stadtbild beitragen: etwa die Gastronomie und der Einzelhandel.

Zwar ließen sich in den Unternehmen nach einer langen Durststrecke nun endlich wieder Umsätze generieren, sagt Michael F. Bayer. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen betont allerdings auch: „Von wirtschaftlicher Normalität sind wir noch weit entfernt. Lieferketten sind unterbrochen, es mangelt an Rohstoffen, Veranstaltungen müssen abgesagt werden und nach dem Hochwasser stehen an vielen Stellen schon wieder wirtschaftliche Existenzen auf dem Spiel.“

Erhöhungen von Realsteuerhebesätzen seien zu jeder Zeit ein falsches Signal, da sie den Standort Aachen unattraktiver machen und Investitionen hemmen. Schlechter als jetzt könne der Zeitpunkt für das laute Nachdenken über eine Erhöhung der Grundsteuer B aber kaum gewählt sein, sagt Bayer: „Ein solcher Beschluss würde all die bisherigen Bemühungen, den Unternehmen über diese Krisen hinwegzuhelfen, völlig konterkarieren. Eine Steuererhöhung wäre wirklichkeitsfremd und inakzeptabel.“

Bayer plädiert daher dafür, einen anderen Weg einzuschlagen und unterstützt mit Nachdruck den Ansatz von Aachens Stadtkämmerin Annekathrin Grehling: Aufgaben deckeln, Ausgaben herunterfahren und so Steuererhöhungen vermeiden. So hat es die IHK auch in einem Brief an Grehling formuliert. „Das Wunschkonzert von Teilen der Aachener Politik darf nicht zu einer Schieflage in unseren Unternehmen führen“, sagt Bayer. Ziel der Politik müsse es vielmehr sein, den Standort so attraktiv zu gestalten, dass bereits ansässige Unternehmen weiter investieren und von außerhalb neue hinzukommen.

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Aus Schülern werden Lehrer – Nächster Kurs startet am 27. September

Region/Mayen-Koblenz – 18 neue Praxisanleiter absolvieren erfolgreich die Weiterbildung im GK-Mittelrhein. Was wäre eine Ausbildung ohne einen guten Lehrer? Mit Sicherheit nur halb so spannend und lehrreich. Das dachten sich auch die 18 frisch examinierten Praxisanleiter. Mit ihren neu erworbenen Kompetenzen dürfen sie nun Auszubildende im praktischen Teil begleiten und bilden so den Mittelweg zwischen der Berufsschule und der Arbeit auf einer Station. Damit diese verantwortungsvolle Aufgabe bestmöglich ausgeführt werden kann, bietet das Bildungs- und Forschungsinstitut des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (BFI) die berufspädagogische Weiterbildung zum „Praxisanleiter in den Pflegeberufen“, beziehungsweise zum „Praxisanleiter im Gesundheitswesen“ an.

Diese Weiterbildungen haben 18 Absolventen aus verschiedenen Häusern und Bereichen, unter anderem Intensiv, Anästhesie und OP, nach rund 310 Arbeitsstunden erfolgreich absolviert. Besonders freuen sich die frisch gebackenen Praxisanleiter auf die Arbeit und den Austausch von Erfahrungen mit ihren Schülern. Der Kurs fand größtenteils online statt. „Das hat sehr gut funktioniert“, meint Kursleiter Peter Giehl. Der Unterricht fand in vier Blocks statt. Behandelt wurden Themen wie Selbstfürsorge und Ethik, anschließend folgte die Spezialisierung. Hier stand besonders die Beziehung zu den Schülern und die Möglichkeiten des Anleitens im Vordergrund. „Besonders die Selbstfürsorge hat mir sehr geholfen. Daraus habe ich viel für mein Privatleben mitgenommen“, so Nathalie Quente, frisch examinierte Praxisanleiterin.

„Der Unterricht lebte in besondere Weise auch vom Austausch der Teilnehmenden untereinander, die nicht nur aus dem GK-Mittelrhein stammten, sondern auch aus den Einrichtungen unserer Kooperationspartner“, berichtet Peter Giehl und freut sich auf den nächsten Präsenzkurs. Dieser beginnt am 27. September. Anmelden kann man sich hierfür bis zu einer Woche vorher. Weitere Informationen gibt es unter www.karriere-gk.de.

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Wirtschaft

Afrika-Forum des Kreises Düren – Infos für hiesige Unternehmen

Düren – Afrika: Das ist ein Kontinent mit großen Potenzialen und vielfältigen Möglichkeiten für Unternehmen aus dem Kreis Düren, sich dort zu engagieren. Dies ist, kurz zusammengefasst, die Botschaft des ersten Afrika-Forums, das der Kreis Düren in der Dürener Kulturfabrik „Becker & Funck“ veranstaltete.

 „Wirtschaftliche Investitionen in Afrika“ – so lautete der Titel der Veranstaltung, die von der Stabsstelle Innovation & Wandel beim Kreis Düren organisiert worden war. „Afrika bietet Unternehmen im Kreisgebiet verschiedene Chancen der Zusammenarbeit. Bei der Anbahnung von Kontakten möchten wir behilflich sein“, sagte Jens Bröker, Leiter der Stabsstelle Innovation & Wandel, der das Forum moderierte. Emmanuel Ndahayo, Kreistagsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses für Migration, Integration und Entwicklungszusammenarbeit, hob ebenso die guten Möglichkeiten einer Zusammenarbeit hervor und betonte die Rolle, die der Kreis Düren dabei spielen könne.

Es gibt bereits eine seit Jahren bestehende projektbezogene Zusammenarbeit mit der Cotê d’Ivoire (Elfenbeinküste). In Zusammenarbeit mit dem im Kreis ansässigen Verein „Ein Dach für Afrika“ wurde eine Ausbildungsstätte für Schreiner geschaffen. „Auch in Afrika beneiden uns viele um unser duales Ausbildungssystem“, sagte Sybille, Dezernentin für Arbeit, Bildung und Integration beim Kreis Düren.

Für derartige Projekte gibt es eine finanzielle Förderung des Landes in Höhe von 80 Prozent – den Rest steuert der Kreis Düren bei.

Das Forum richtete sich an Unternehmen, die darüber nachdenken, in Afrika zu investieren. Verschiedene Experten aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) oder von der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE) zeigten Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten auf. Weitere Informationen steuerten hochrangige Experten aus Politik und Wirtschaft bei. Für Unternehmen aus dem Kreisgebiet gab es zudem die Möglichkeit, sich individuell beraten zu lassen.

„Unser Ziel ist es, vor dem Hintergrund von Nachhaltigkeit, Strukturwandel und Migration Kooperationsmöglichkeiten aufzuzeigen, die einen gelungenen Markteintritt und eine erfolgreiche Erschließung neuer Märkte beinhalten“, betonte Stabsstellenleiter Jens Bröker.

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BWV-Präsident Michael Horper kritisiert unreflektierte Darstellungen der UN

Region/Koblenz – Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, kritisiert die pauschalen Aussagen mehrerer UN-Organisationen, wonach die Landwirtschaft ein Hauptverursacher des Klimawandels sei. „Die Landwirtschaft pauschal zu kritisieren ist der UN unwürdig. Gerade in Europa werden die Fördergelder sehr wohl umwelt- und naturschutzorientiert vergeben. Allein in Rheinland-Pfalz würden deutlich über 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche unter besonderer Berücksichtigung naturschutzrelevanter Aspekte bewirtschaftet.

In der EU werden die allergrößten Anstrengungen unternommen, Wasser zu schützen und Emissionen zu mindern. Die Landwirtschaft entzieht der Erde keine fossilen Energien und wandelt sie in Treibhausgase um. Im Gegenteil wird emittiertes Methan wieder in Kohlenstoff und Wasserstoff umgewandelt. Wenn der Treibstoff für die Nutzfahrzeuge auf erneuerbare Energien umgestellt würde, hätte die Landwirtschaft keine nennenswerten negativen Emissionsbilanzen mehr. Im Gegenteil ist die Landwirtschaft Teil der Lösung: Biogasanlagen, Photovoltaik- und Windkraftanlagen verringern deutlich den Verbrauch an fossilen Energien. Warum wird diese außerordentlich positive Entwicklung seitens der UN nicht öffentlich gewürdigt?“

Wenn es in der Welt Abholzungen und landwirtschaftliches Missmanagement gebe, müsse das abgestellt werden, so Horper. Es sei aber völlig kontraproduktiv, die Landwirtschaft pauschal anzugreifen und die großen Erfolge im Einsatz für den Klimaschutz zu ignorieren. Ein solches Verhalten sei zutiefst enttäuschend. Er hätte sich gewünscht, dass Europa als Beispiel für eine positive und nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft genannt werde.

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Hochwasser Wiederaufbau-Fonds – 1. Info Veranstaltung in Schleiden am Freitag 24. September – Anmeldung erforderlich

Schleiden – Die erste Informationsveranstaltung für Unternehmen zum Wiederaufbaufond und seiner Antragstellung im Gebiet der Stadt Schleiden findet in Kooperation von Wirtschaftsförderung der Stadt Schleiden und der Industrie- und Handelskammer Aachen am Freitag, den 24. September 2021, statt.

Geladen sind die gemäß Förderrichtlinie zur Anspruchsgruppe Unternehmen gehörenden Akteure: Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler – hier gilt grundsätzlich das gleiche Antragsprocedere. Hinsichtlich der unmittelbaren Beratung von Berufsgruppen, die eigene Kammern haben, wird eine Vernetzung bzw. Kontaktvermittlung zu diesen anderen Kammern erfolgen können.

„Die heimische Wirtschaft hat bereits enorme Kräfte in den Wiederaufbau investiert. Bei dem bisherigen Weg und den nächsten Schritten als Verwaltung im Rahmen unserer Möglichkeiten nach Kräften Unterstützung zu geben ist selbstredend und wird gerne durch unser Team Wirtschaft & Tourismus und mich geleistet.“, so Bürgermeister Pfennings. „Der Wiederaufbau unserer Wirtschaft ist der Garant für eine strategische Zukunftssicherung unserer Stadt“, fügt Teamleiterin Renn hinzu.

Für die Teilnahme an der Informationsveranstaltung am Freitag, 24. September 2021 ab 14:00 Uhr im Ratssaal bedarf es einer vorherigen Anmeldung an wirtschaft@schleiden.de oder telefonisch über 02445 89-442.

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Unterhaltsamer Lese- und Frageabend der Lit.Eifel mit dem Autor Ewald Arenz

Hürtgenwald-Vossenack – Es war ein langer, aber kurzweiliger Leseabend, den der Autor Ewald Arenz einer über 70köpfigen Hörergemeinde in der Aula des Vossenacker Franziskus-Gymnasiums bereitete. Janine Köster von der Lit.Eifel begrüßte Publikum und den aus Nürnberg stammenden Erfolgsautor, den sie selbst dem Programmbeirat vorgeschlagen hatte.

Der Autor gewährte dem jungen und größtenteils weiblichen Publikum Einblick nicht nur in seinen nach und nach erweiterten Altbau und den Alltag als Englischlehrer, sondern auch in das Aufwachsen in kinderreicher Familie, seine Jugend, die erste Liebe und seine gescheiterte Ehe. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der 56-jährige Lehrer, frühere Radiomoderator, Schriftsteller, Theaterautor und Verfasser bestseller-verdächtiger Romane wie zuletzt 2019 „Alte Sorten“ las aus seinem neuesten Werk „Der große Sommer“, einer Hommage an die Jugend, das Verliebtsein ins Leben und die erste Liebe. Es handelt sich um eine ebenso zauberhafte wie vor Sprachwitz und Fabulierkunst sprühende Schilderung ersten Erlebens.

Ewald Arenz ist nicht nur ein bemerkenswerter Autor, sondern auch ein geübter Vorleser. Der Tausendsassa bewährte sich neben der Schriftstellerei auch als Lehrer, Rundfunkmoderator, Familienvater und Altbausanierer. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der erste Sprung, die erste Liebe, das erste Unglück: Die Zeichen auf einen entspannten Sommer stehen schlecht für Hauptdarsteller Frieder, der einige verblüffende Übereinstimmungen mit der Biografie des Verfassers aufweist, der ebenfalls ein schlechter Schüler war, sitzenblieb und mehr oder weniger leidvolle Sommerferien unter Aufsicht des strengen Großvater verbrachte, der ihn für die Nachversetzungsprüfung drillte.

Ewald Arenz las in Vossenack eine ganze Reihe von Abschnitten seines Romans, die Wesentliches zur Sprache brachten, aber Raum für die eigene gespannte Lektüre ließen. Man lernte den Hauptdarsteller und den Bezug zu den bemerkenswerten Nebenfiguren kennen, vor allem Alma, Johann – und Beate, das Mädchen im flaschengrünen Badeanzug.

Nach einer Pause, in der Ewald Arenz nicht nur Bücher signierte, sondern seinen Fans auch ausgiebig Rede und Antwort stand, gelang es Moderatorin Janine Köster, selbst Lehrerin am Vossenacker Franziskaner-Gymnasium, die Lesegemeinde noch einmal zu einer Frage-Antwort-Runde zu versammeln.

Da war der Autor im Element und gewährte Einblick nicht nur in seinen nach und nach erweiterten Altbau und den Alltag als Englischlehrer, sondern auch in das Aufwachsen in kinderreicher Familie, seine Jugend, die erste Liebe und seine gescheiterte Ehe.

Immerhin gab der Autor dem ausgesprochen wissbegierigen und vorwiegend weiblichen Publikum auch einiges über den Beruf des Schriftstellers preis, etwa wie seine „Plots“ (Handlungspläne, inneres „Drehbuch“) mühsam entstehen, sich entwickeln und mitunter auch verselbständigen. „Ein anderes Mal ist die Geschichte von Anfang bis Ende in meinem Kopf“, so Arenz, da gibt es offenbar aber kein Patentrezept.

Weit weg von Millionengagen

Kann man mit Büchern reich werden? Einige wenige Autoren schaffen das – andere, wie Ewald Arenz, haben nebenher einen „Ernährungsberuf“, können sich sogar leisten, in Teilzeit zu arbeiten, und leben trotzdem ganz gut dabei, wegen der zweiten oft lebenslang sprudelnden Quelle seiner Urheberrechte.

An einem Zehn-Euro-Taschenbuch verdient der Autor gleichwohl vielleicht nur 80 Cent, ein Hardcover-Roman bringe 1,20 Euro ein, so Ewald Arenz: Für eine Verfilmung gebe es in Deutschland vielleicht 15.000 Euro – alles weit weg von den Millionen-Dollar-Gagen Hollywoods…

Schreiben tut Ewald Arenz vorwiegend an den Wochenenden und in den Ferien, manchmal auch auf langen Zugfahrten. An denen mangelt es ihm nicht auf seinen Leseeinsätzen in der ganzen Bundesrepublik. Mitunter ist es schwierig, wochentags Morgens vor die Klasse zu treten, wenn man in einer entfernten Stadt nachts um 2 Uhr in den Zug gestiegen ist…

Alles war an diesem langen Abend offen und schonungslos ehrlich, wie es den Anschein hatte – nur eins mochte mancher dem Autor nicht abnehmen: Dass er nie eines seiner Bücher ein zweites Mal gelesen habe. Dass ihm Inhalt und literarische Verarbeitung manchmal sogar „peinlich“ seien, wenn er die Lichtfahnen vor Drucklegung vom Verlag noch einmal zur Kontrolle vorgelegt bekomme.

„Der große Sommer“, so die übereinstimmende Meinung vieler Kritiker und seiner Fans sowieso, ist ein ganz großes Stück neuer deutscher Erzählkunst. Es liest sich so leicht, als wäre man selbst noch in dem Alter seiner Protagonisten. In diesen Sommerwochen erlebt Frieder Freundschaft und Angst, Respekt und Vertrauen, Liebe und Tod. Ein großer Sommer, der sein ganzes Leben prägen wird. „Hellsichtig, klug und stets beglückend erzählt“, so der DuMont-Buchverlag.