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Engagementpreis NRW 2021: Online-Abstimmung für den Publikumspreis heute gestartet

Region/Düsseldorf – Die Staatskanzlei NRW teilt mit: Die Online-Abstimmung für den Publikumspreis im Rahmen des Engagementpreises NRW 2021 startet am heutigen 01. Oktober 2021. Bis zum 31. Oktober 2021 können Bürgerinnen und Bürger auf dem Portal www.engagiert-in-nrw.de darüber abstimmen, welches der 12 nominierten Projekte bürgerschaftlichen Engagements ihr Favorit ist und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wird. Der Engagementpreis NRW 2021 steht unter dem Motto „Engagierte Nachbarschaft“. Die Preisträger des Publikumspreises und weiterer Kategorien werden am 06. Dezember 2021 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Düsseldorf bekannt gegeben.

„Alle zwölf Projekte sind beeindruckend. Sie zeigen, dass das Ehrenamt lebendig ist und seinen eigenen Beitrag zur Bewältigung der gesellschaftspolitischen Herausforderungen leistet. Durch Engagement entsteht aus Nachbarschaft ein echtes Miteinander. Dieses Engagement verdient daher unsere besondere Anerkennung und Wertschätzung“, sagte Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen. Diese Projekte und die insgesamt 134 eingegangenen Bewerbungen von Initiativen, Vereinen, Stiftungen und Netzwerken zeigen, wie vielfältig das Engagement in Nordrhein-Westfalen ist.

Die Landesregierung hat den Engagementpreis NRW 2021 in Kooperation mit der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege ausgelobt. Neben dem Publikumspreis werden auch ein Jurypreis sowie ein Sonderpreis der NRW-Stiftung vergeben. Die Preise sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert.

Folgende zwölf Projekte sind nominiert:

  • „Corona Hilfe“, Solidarität in Mülheim e.V., Mülheim an der Ruhr, si-mh.de
  • „Lebensmittel als Kultur- und Gemeingut“, Heimat- und Verschönerungsverein Siegen-Achenbach e.V, Siegen-Achenbach, navi-siegenhilft.de
  • „Düren-sorgsam (Vier für ein Wir)“, Hospizbewegung Düren-Jülich e. V., Initiative Sorgekultur für Stadt und Kreis Düren, Lebens- und Trauerhilfe e.V., Alzheimer Gesellschaft Kreis Düren e.V., Düren, dueren-sorgsam.de
  • „Nachbarschaftstreff im Althoffblock“, Caritasverband Dortmund
    V. und Spar- und Bauverein eG, Dortmund, www.caritas-dortmund.de/mitarbeit-ehrenamt/nachbarschaftstreff-im-althoffblock
  • „Stadtteilwohnzimmer“, Verve! Gemeinschaft, Kultur & Schwung für Neubeckum e.V., Beckum, verve-neubeckum.de
  • „Mobile Nachbarn – Initiativen Verbund GL“, Kath. Kirchengemeinde Herz Jesu Schildgen im KGV Bergisch Gladbach-West, Bergisch Gladbach, mobile-nachbarn-gl.de
  • „UTOPIASTADT“, Utopiastadt e. V., Wuppertal, utopiastadt.eu
  • „Anti-Rost Herten für alle Stadtteile“, Initiative Anti-Rost, Herten
  • „Markt, Genossenschaftskneipe & Genossenschaftsärztehaus in Hülsenbusch“, Dorfgemeinschaft Hülsenbusch e.V. u.a., Gummersbach, dorf-huelsenbusch.de
  • „Paderborn-all-inclusive“, Freizeit ohne Barrieren e.V., Paderborn, paderborn-all-inclusive.de
  • „Patientenbegleitung“, AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen, Gladbeck, awo-msl-re.de
  • „Bürgergemeinschaft Herzkamp“, Bürgergemeinschaft Herzkamp e.V., Sprockhövel, buergergemeinschaft-herzkamp.de

Die Online-Abstimmung ist bis zum 31. Oktober 2021 möglich unter https://www.engagiert-in-nrw.de/publikumsvoting-engagementpreis-nrw-2021

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Mehr als 20 000 Kinder und Jugendliche waren dabei – LESESOMMER-Abschluss in Rheinland-Pfalz

Region/Koblenz/Neustadt – Neuer Teilnahmerekord, viele Bibliotheken am Start: Trotz Corona und dem schweren Flutunglück an der Ahr war die Begeisterung bei den Kindern und Jugendlichen für den „LESESOMMER Rheinland-Pfalz“ groß, der in diesem Sommer auch mit einem neuen Werbekonzept punkten konnte.

Anlässlich der Preisziehung bei der großen Verlosung in der Landesbüchereistelle in Neustadt/Weinstraße lobte Staatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck, Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration besonders das Engagement der vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bibliotheken überall in Rheinland-Pfalz bei der vom Landesbibliothekszentrum (LBZ) organisierten Leseförderaktion.

So stieg die Zahl der teilnehmenden Bibliotheken bei der 14. Auflage des „LESESOMMERS“ gegenüber dem Vorjahr von 161 auf jetzt wieder 195. Dies ist angesichts der Situation an der Ahr besonders hoch zu bewerten. Etwa 20 400 Kinder und Jugendliche nutzen diesmal die Angebote ihrer Bibliotheken vor Ort, mehr als jemals zuvor. Einen neuen Rekord gab es bei der Zahl der gelesenen Bücher: Stand der bisherige Bestwert bei 156 000, liegt die Messlatte jetzt bei mehr als 165 000 gelesenen Büchern. Auch die Zahl der erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mindestens drei Bücher gelesen haben, erhöhte sich: So stiegen die Zahlen gegenüber dem bisherigen Bestwert von 14100 auf knapp 14500. Der Anteil der Mädchen und Jungen blieb mit 56 zu 44 Prozent in diesem Jahr annähernd gleich. Anders sah es bei den Online- Buchtipps aus – hier waren gleich viele Mädchen wie Jungen aktiv.

Staatssekretär Hardeck zog in der Landesbüchereistelle die Gewinnerinnen und Gewinner der landesweiten Preisziehung aus über 165 000 Bewertungskarten und freute sich über eine positive Bilanz: „Der „LESESOMMER“ ist die landesweit größte und erfolgreichste Förderaktion, um Kinder und Jugendliche aktiv zum Lesen zu motivieren. Mit dem Lesesommer wollen wir Kinder und Jugendlich gerade in den Ferien – fernab von Schul- und Unterrichtsdruck – für das Lesen begeistern und sie auf phantasievolle Reisen schicken. Darüber hinaus sollen sie aber auch öffentliche Bibliotheken, zu deren Kernaufgabe die

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Zweite Zukunfts-Konferenz klärt zentrale Fragen des Wiederaufbaus im Ahrtal

Grafschaft/Ahrweiler/Mainz – Bei einer zweiten Zukunftskonferenz hat die Landesregierung gemeinsam mit den zuständigen Landesbehörden und dem Kreis Ahrweiler über zentrale Fragen des Wiederaufbaus im Ahrtal informiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Grafschaft-Ringen standen die Fördermöglichkeiten für den Wiederaufbau und die Vorstellung der neuen Überschwemmungsgebiete sowie Informationen zum hochwasserangepassten Bauen.

„Für die Landesregierung hat der Wiederaufbau des Ahrtals und der anderen von der Flutkatastrophe hart getroffenen Regionen höchste Priorität. Daran arbeiten wir mit aller Kraft und werden dies auch in den nächsten Monaten und Jahren weiter tun. Die finanziellen Mittel in Höhe von gut 15 Milliarden Euro stehen bereit und die Förderrichtlinien stehen. Jetzt geht es um die konkrete Umsetzung“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Seit Montag seien bei der Investitions- und Strukturbank bereits 5.032 Anträge auf Fördergelder eingegangen. Die allermeisten bezögen sich auf Zuwendungen für den Schadensersatz des Hausrates. „Ich weiß, wie sehr die Menschen auch auf die Gewissheit warten, wo sie ihr Haus wiederaufbauen können und wie sie ihr Hab und Gut künftig schützen können“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter. Deswegen sei sie sehr froh, dass die für Hochwasservorsorge zuständige SGD Nord heute das neue Überschwemmungsgebiet vorstellen könne. „Die allermeisten Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen erhalten mit dieser Karte die Gewissheit, dass sie an Ort und Stelle sanieren können. Es gibt nur verhältnismäßig wenige zerstörte Häuser, die im besonderen Gefahrenbereich des Überschwemmungsgebietes liegen und an altem Ort nicht wiederaufgebaut werden können.

Uns war es wichtig, dass wir vor Veröffentlichung des neuen vorläufigen Überschwemmungsgebietes mit denjenigen Gespräche führen, die von dieser Härte betroffen sind. Der Vor-Ort-Beauftragte Günter Kern, ein Vertreter der Oberen Wasserbehörde bei der SGD Nord und die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der jeweiligen Kommunen haben deshalb in der letzten Woche das Gespräch mit den Betroffenen gesucht und mit einem Großteil von ihnen auch schon geführt mit dem Ziel, einen alternativen Bauplatz oder andere individuelle Lösungen zu finden“, so die Ministerpräsidentin.

Ab Montag werde es dann Einwohnerversammlungen geben, um darüber zu informieren, was das für ihren Ort konkret bedeutet und wer konkret dazu beraten kann, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Alle Betroffenen würden die bestmögliche Beratung erfahren, um gute Entscheidungen treffen zu können. Zusätzlich biete das Land in Kooperation mit dem Landkreis Ahrweiler 16 Infopoints im Ahrtal. Dort erhalten Betroffene konkrete Beratung. In Zusammenarbeit mit der Architektenkammer wird eine Erstberatung durch Architektinnen und Architekten angeboten, für grundsätzliche Fragen zum Wiederaufbau, wie zum Beispiel zur Trocknung oder zum hochwasserangepassten Bauen. Und dort gibt es Hilfestellung bei der Antragstellung beim Aufbauhilfefonds. Ganz wichtig war Ministerpräsidentin Malu Dreyer zudem, dass ein Hochwasservorsorgekonzept für das gesamte Ahrtal entwickelt wird, das auch Nordrhein-Westfalen miteinbezieht. „Denn das Hochwasser hält sich nicht an Landesgrenzen“, so die Ministerpräsidentin.

Neben den finanziellen Hilfen, den nachhaltigen Bauplänen und der technischen Umsetzung des Hochwasserschutzes setze die Landesregierung auch einen besonderen Schwerpunkt darauf, den Betroffenen bei der Bewältigung der Trauer und der seelischen Belastungen zu helfen. „Um belasteten Menschen auch eine direkte Anlaufstelle zu bieten, wird das Land zudem ein Traumatherapiezentrum in Trägerschaft der Dr. von Ehrenwall´schen Klinik fördern. Es soll noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen und als geschützter Ort der Begegnung und Heilung niederschwellig innerhalb kurzer Zeit psychotherapeutische Hilfe vermitteln“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Die erste Zukunftskonferenz vor drei Wochen war ein erfolgreiches Signal für das gesamte Ahrtal. Sie hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Menschen unsere Heimat mit einem enormen Engagement wiederaufbauen möchten. Die zweite Zukunftskonferenz zeigt nun die dafür nötigen Wege auf“, sagte Horst Gies, Erster Beigeordneter des Kreises Ahrweiler.

„Es gibt umfassende finanzielle Hilfen für die Betroffenen im Ahrtal. Es werden bis zu 80 Prozent der Wiederaufbaukosten von Privathäusern gefördert, in Härtefällen sogar bis zu 100 Prozent. Auch die Wiederaufbaukosten für die kommunale Infrastruktur, die allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt, wird mit bis zu 100 Prozent bezuschusst. Das schafft Klarheit und Hoffnung für eine gute Zukunft im Ahrtal“, so Innenminister Roger Lewentz.

„Für einen zügigen und hochwasserangepassten Wiederaufbau stellen Bund und Länder nicht nur in einem Akt größter Solidarität die enorme Summe von rund 15 Milliarden Euro allein für Rheinland-Pfalz bereit. Die Landesregierung steht bei den komplexen Fragen des Wiederaufbauverfahrens auch fest an der Seite der Betroffenen. Auf der Wiederaufbau-Website wiederaufbau.rlp.de, unter unserer Hotline oder eben auch vor Ort, wie heute bei der Zukunftskonferenz und in den anschließenden Einwohnerversammlungen, werden die Menschen beraten und ihre Fragen geklärt“, ergänzte die Landesbeauftragte für den Wiederaufbau, Staatssekretärin Nicole Steingaß.

Im Rahmen der Zukunftskonferenz wurden insbesondere die neu festgesetzten Überschwemmungsgebiete für das Ahrtal vorgestellt. Die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten ist ein gesetzlicher Auftrag des Wasserhaushaltsgesetzes des Bundes. Die Behörden sind verpflichtet, für Gewässer mit signifikantem Hochwasserrisiko Überschwemmungsgebiete für ein Hochwasserereignis, das statistisch einmal in 100 Jahren zu erwarten ist, durch Rechtsverordnung festzusetzen. Noch nicht final festgesetzte Überschwemmungsgebiete sind nach Vorgabe des Wasserhaushaltsgesetzes in Kartenform darzustellen und vorläufig zu sichern, wie dies aktuell für die Ahrregion nach der verheerenden Extremwetterkatastrophe umgesetzt wird.

„Die Sicherheit der Menschen vor Ort steht an erster Stelle. Wir müssen alle gemeinsam Sorge dafür tragen, dass die Menschen im Ahrtal bei einem wiederkehrenden Extremwetterereignis durch hochwasserangepasstes Bauen bestmöglich vor Fluten geschützt sind. Dazu gehört auch, dass in besonderen Gefahrenbereichen ein Wiederaufbau des eigenen Zuhauses nicht mehr möglich ist. Wir stehen den Menschen vor Ort dabei durch Förderung sowie Beratung durch die SGD Nord zur Seite“, sagte Klimaschutzministerin Anne Spiegel.

Joachim Gerke, Abteilungsleiter bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, erläuterte bei der Zukunftskonferenz die Einzelheiten zu den Überschwemmungsgebieten. Mit der vorläufigen Sicherung eines Überschwemmungsgebietes gelten die gesetzlichen Beschränkungen des Wasserhaushaltsgesetzes. Damit sind neue Baugebiete und neue Bauvorhaben im Überschwemmungsgebiet grundsätzlich nicht möglich. Ausnahmen können durch die obere Wasserbehörde, die SGD Nord, nach Einzelfallprüfung zugelassen werden, wenn die im Wasserhaushaltsgesetz festgelegten Kriterien eingehalten werden. Zu der Frage, wie der Wiederaufbau im Einzugsgebiet der Ahr hochwasserangepasst geplant und durchgeführt werden kann, referierte bei der Zukunftskonferenz Prof. Dr. Lothar Kirschbauer von der Hochschule Koblenz. In seinem Vortrag betonte er, dass wir aufgrund der Klimaveränderung mit mehr Extremwetterereignissen rechnen müssten. In den Mittelgebirgen Deutschlands könne es daher häufiger zu Hochwasser und Sturzfluten, aber auch zu Niedrigwasser und Dürren kommen. Hierbei müsse immer das gesamte Einzugsgebiet eines Gewässers betrachtet werden.

Neben der Vorstellung der Überschwemmungsgebiete standen auch die Wiederaufbauhilfen für Unternehmen und Landwirtschaft im Fokus der zweiten Zukunftskonferenz.

„Die Hochwasserkatastrophe hat die Betriebe, Winzer und Landwirte schwer getroffen. Mit den Wiederaufbauhilfen geben wir weitere wichtige Unterstützung und gestalten diese praxisnah. Die Betriebe können sich an die ihnen bekannten Stellen wenden. Das sind mit IHK und HWK die Wirtschaftskammern, das DLR Mosel, die Investitions- und Strukturbank und die Kreisverwaltungen. Sie beraten und begleiten die Betroffenen eng bei den Antragsverfahren“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt und bedankte sich ausdrücklich bei allen Partnern.

Der Leiter des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Mosel, Norbert Müller, erläuterte bei der Zukunftskonferenz die Hilfsmöglichkeiten für die Landwirtschaft und den Weinbau. Die Hilfen werden für flächenbezogene Schäden und für Schäden an Gebäuden, Maschinen und Geräte gewährt. Für die flächenbezogenen Schäden läuft das Verfahren über die jeweils zuständige Kreisverwaltung, für den investiven Bereich über das DLR Mosel. Die Landkreise wie auch das DLR Mosel verfügen über langjährige Erfahrungen in der Umsetzung solcher Förderinstrumente. Damit soll auch eine reibungslose und zügige Umsetzung dieser Hilfsprogramme möglich sein.

Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) unterstützt die aufgrund des Hochwassers zu Schaden gekommenen rheinland-pfälzischen Unternehmen, Angehörige Freier Berufe, Privatpersonen, Vereine, Stiftungen und Religionsgemeinschaften. Hierzu informierte ISB-Vorstand Ulrich Link im Rahmen der zweiten Zukunftskonferenz. Anträge können über ein elektronisches Portal gestellt werden. Betriebe wenden sich zuvor an die Wirtschaftskammern. Sie erhalten dort eine Beratung und einen für die Antragsstellung notwendigen Identitätsnachweis. Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe können seit dem 27. September bei durch die Flut entstandenen Schäden Mittel für Reparaturkosten oder den wirtschaftlichen Wert geltend machen. Außerdem werden Einkommenseinbußen bis zu sechs Monaten kompensiert. Darüber hinaus können die Kosten für die Gutachtenerstellung sowie in zwingenden Fällen die Kosten für dringend erforderliche temporäre Maßnahmen (wie etwa für die Sicherung von Gebäuden) geltend gemacht werden. Erstattet werden im Regelfall 80 Prozent der Kosten, in Härtefällen kann eine Förderung von bis zu 100 Prozent erfolgen.

Die zweite Zukunftskonferenz ist nur ein Baustein eines breit angelegten Informationsangebotes der Landesregierung an die Bevölkerung zum Wiederaufbau im Ahrtal. Bereits im Vorfeld der Konferenz hatten der Vor-Ort-Beauftrage der Landesregierung Günter Kern, der Präsident der SGD Nord Wolfgang Treis, der Opferbeauftrage des Landes Detlef Placzek gemeinsam mit den jeweiligen Ortsbürgermeistern besonders betroffene Ahrtal-Anwohner in direkten und persönlichen Gesprächen darüber informiert, was die Ausweisung eines neuen Überschwemmungsgebietes an der Ahr konkret für sie bedeuten könnte.

Im Anschluss an die Ahrtalkonferenz wird es Einwohnerversammlungen mit den Bürgerinnen und Bürgern aller betroffenen Ortschaften geben, um die Rahmenbedingungen des Wiederaufbaus näher zu erläutern. Die Möglichkeit, Förderanträge zu stellen, existiert seit dem 27. September 2021.

Weiterführende Informationen

Website mit Informationen, Rechtsgrundlagen und FAQs zu Wiederaufbau sowie Verlinkung zu den Antragsformularen:

www.wiederaufbau.rlp.de.

Karten der Überschwemmungsgebiete und Verordnungstext:

https://sgdnord.rlp.de/de/wasser-abfall-boden/wasserwirtschaft/hochwasserschutz/uesg/

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„Neue Schreiner braucht das Land“ Die Westeifel freut sich über 23 neue Fachkräfte

Schönecken/Prüm – Mehr Fachkräfte im Handwerk entstehen nur durch mehr Ausbildung. Die Schreinerbetriebe in der Westeifel haben diesen Sommer 18 jungen Handwerkern und fünf jungen Handwerkerinnen zu einem fundierten Ausbildungsabschluss verholfen. Die neuen Fachkräfte erhielten  im September offiziell ihre Prüfungszeugnisse, die auch bekannt sind als Gesellenbrief. Die Übergabe erfolgte für den Prüfungsbereich Bitburg im Europäischen Berufsbildungswerk und für den Prüfungsbereich Prüm beim Innungsfachbetrieb Breuer und Koch in Schönecken.

Unter den neuen Gesellen konnten sich als Prüfungsbeste Elisa Hotz (Schreinerei Hubor & Hubor, Mettendorf), Leon Kandels (Schreinerei Karl-Josef Post, Herzfeld), Leon Otten (Erik und Wolfgang Niederprüm GbR, Bitburg) und Patrick Schreiber (Klein OHG, Jünkerath) behaupten.

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Neue Coronaschutz-Verordnung ab 01. Oktober 2021: Wegfall der Maskenpflicht im Freien

Region/Düsseldorf – Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen passt die Coronaschutzverordnung an die aktuellen Entwicklungen des Infektions- und Pandemiegeschehens in Nordrhein-Westfalen an. Danach gilt ab dem 1. Oktober 2021 unter anderem der Verzicht der Maskenpflicht im Freien, die Möglichkeit, einen PCR-Test durch kurzfristigen Schnelltests zu ersetzten sowie Erleichterungen für Gastronomen und Veranstalter.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei und wir werden die weitere Entwicklung sehr genau beobachten müssen. Aber die aktuellen Infektionszahlen und der Fortschritt bei den Impfungen ermöglichen uns weitere Schritte in Richtung Normalität. Zugleich appelliere ich an die Bürgerinnen und Bürger, mit den wiedergewonnenen Freiheiten nach wie vor verantwortungsvoll umzugehen.“

Weiterhin bleibt es wichtig, die Impfkampagne voranzutreiben. So sind beispielsweise bereits über 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahre in Nordrhein-Westfalen vollständig geimpft. Insgesamt sind über 67 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen vollständig geimpft. Gleichzeitig bleibt das Beibehalten wichtiger AHA+L-Standards im Alltag und die konsequente Anwendung der 3G-Regeln von Bedeutung. Damit konnte in den vergangenen Wochen in Nordrhein-Westfalen weitestgehend Normalität im Alltag einkehren.

Die Coronaschutzverordnung gilt einstweilen bis zum 29. Oktober 2021.

Die wichtigsten Neuregelungen im Überblick

Keine Maskenpflicht im Freien mehr

Die neue Coronaschutzverordnung sieht unter anderem den Wegfall der Maskenpflicht im Freien vor. Bislang galt, dass in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern sowie bei Sport-, Kultur und sonstigen Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2.500 Besucherinnen und Besuchern das Tragen einer Maske erforderlich war. Diese Pflicht fällt weg. Trotzdem wird weiterhin auch im Freien das Tragen einer Maske dringend empfohlen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann, typischerweise ist das insbesondere in Warteschlangen und Anstellbereichen der Fall.

PCR-Test kann durch kurzfristigen Schnelltest ersetzt werden

Überall dort, wo bislang nicht immunisierte Personen einen PCR-Test als Zugangsvoraussetzung (z.B. Diskotheken) oder als Bedingung für den Entfall der Maskenpflicht (z.B. Chorproben) benötigt haben, kann ab 1. Oktober auch alternativ ein Schnelltest verwendet werden, wenn dieser höchstens sechs Stunden alt ist.

Mehr Zuschauer bei Großveranstaltungen

Bei Großveranstaltungen (Sportveranstaltungen, Konzerten, Musikfestivals und ähnlichem) entfällt die absolute Obergrenze von 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern vollständig. Bei Großveranstaltungen im Freien wird darüber hinaus die relative Obergrenze von 50 Prozent der regulären Zuschauerkapazität gelockert. Hier können nun alle Sitzplätze voll belegt werden, wenn die Veranstalterin bzw. der Veranstalter sicherstellen, dass außerhalb der Plätze Masken getragen wird.

Keine besonderen Abstände/Trennwände in der Innengastronomie mehr vorgeschrieben

In der Innengastronomie sind keine besonderen Abstände oder Trennwände zwischen den Tischen mehr zwingend erforderlich; vielmehr wird die Einhaltung des Abstands oder Trennwände lediglich empfohlen. Es bleibt aber bei der Maskenpflicht außerhalb des festen Sitz- oder Stehplatzes.

Die aktuelle Coronaschutzverordnung finden Sie unter www.land.nrw/corona

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Im Fokus – Unterstützung für Betroffene der Flutkatastrophe im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Runder Tisch „Soziale Infrastruktur“ setzt Arbeitsgruppen ein. Neben den enormen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur hat die Flutkatastrophe auch das Leben vieler Menschen im Kreis Ahrweiler aus dem Gleichgewicht gebracht. Jetzt beginnt auch die Aufarbeitung des Erlebten. Doch wie können die von der Flut Betroffenen dabei unterstützt werden? Und wie können sie wieder in einen weitestgehend geregelten Alltag finden? Bereits wenige Tage nach der Katastrophe wurde in der Kreisverwaltung der Runde Tisch „Soziale Infrastruktur“ ins Leben gerufen, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

„Gemeinsam mit den verschiedenen Trägern konzentrieren wir uns darauf, alle Generationen darin zu unterstützen, dass sie das Erlebte verarbeiten können. Von Anfang an war es uns wichtig, Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren im Blick zu haben und deren veränderten Alltag wahrzunehmen“, sagt Siglinde Hornbach-Beckers, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung Ahrweiler. „Da in den betroffenen Kommunen alle Bereiche des sozialen Lebens berührt sind, ist es für uns von besonderer Bedeutung, sich mit möglichst vielen unterschiedlichen Trägern im Alltag der Menschen zu verorten, deren Themen wahrzunehmen, gut zuzuhören, um mit diesen gemeinsam zukunftsgerichtet Heimat zu gestalten.“

Um die Hilfen noch besser an die Zielgruppen anzupassen und Bedarfe zu ermitteln, hat der Runde Tisch jetzt vier Arbeitsgruppen gebildet:

  1. Kinder-, Jugend- und Familienbildungsarbeit
  2. Seniorenarbeit
  3. Psychosoziale Begleitung von Kindern, Jugendlichen, Familien und Erwachsenen
  4. Initiative „Jugendsozialarbeit, Schule, Beruf(ung) und Ausbildung“.

In regelmäßigen Treffen tauschen sich die Netzwerkpartner – wie beispielsweise Caritas, DRK, HOT Sinzig, Mehrgenerationenhaus und Generationenbüro Adenau, Familienbildungsstätte, Beratungsstellen, Ökumenische Flüchtlingshilfe, Gleichstellung, DRK-Fachklinik und weitere – aus und bringen ihre jeweilige Fachexpertise ein.

Ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit des Runden Tischs ist der „Mobile Beratungsbus“, der seit rund zwei Wochen im gesamten Flutgebiet unterwegs ist. „Die Kreisverwaltung hat zusammen mit dem Sponsor Plan e. V. den Rahmen geschaffen. Der Bus lebt aber durch die vielen Träger, die in ihm aktiv sind“, so Hornbach-Beckers weiter. Mit seinen zwei Beratungsbüros und einer Spielecke bietet er den beteiligten Akteuren die Möglichkeit, den Menschen zuzuhören, sie kostenfrei und unbürokratisch zu beraten, gegebenenfalls weiterzuvermitteln und eine erste Anlaufstelle vor Ort zur Verfügung zu stellen.

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Trierer Junghandwerk startet mit neuem Vorstand in die Zukunft

Region/Trier – Kai Leonhardt übergibt Staffelstab an Friseurmeisterein Nadine Knauff. Mit einer neuen Führungsspitze geht das Forum junges Handwerk Trier e. V. in die nächsten zwei Jahre. Der Trierer Fleischermeister Kai Leonhardt (Fleischerei Martin), der nicht zur Neuwahl angetreten war, gibt den Staffelstab an seine bisherige Stellvertreterin Nadine Knauff (Studio for Hair) weiter. Die 41-jährige Friseurmeisterin aus Trier wurde am vergangenen Samstag auf der Mitgliederversammlung im Hotel Nells Park einstimmig auf den Chefsessel gewählt. Oliver Zock (Brand AG) aus Longuich rückt zum zweiten Vorsitzenden auf. Die neu gewählten Beiräte Sabine von Renz (GHS) aus Trier und Jeanette Spanier aus Longuich unterstützen Jonas Müller aus Hermeskeil und ersetzten die Trierer Jos Ruschel (Optik Ruschel) und Mario Bares /Autex Computer).

Das Trierer Junghandwerk ist ein Zusammenschluss von rund 150 Handwerksbetrieben aus der Region Trier. Das Patentrezept des Vereins ist einfach und erfolgreich zugleich: untereinander Kontakte knüpfen, sich gemeinsam weiterbilden und gegenseitig aushelfen, Tipps austauschen und die Geselligkeit pflegen. Unter der Flagge von Geschäftsführer Christian Neuenfeldt konnte das Forum seinen Expansionskurs stetig ausbauen und die Anzahl der Mitglieder und Förderer seit 2007 verdreifachen.

Vom Netzwerk profitiert hat auch Nadine Knauff, seit sie sich 2008 in Trier-Süd selbstständig gemacht hat und als Gründerin direkt in den Vorstand des Forums eingestiegen ist. „Das Junghandwerk war schon damals eine sehr gute Adresse mit tollen Veranstaltungen, um untereinander Kontakte zu knüpfen und voranzukommen“, sagt die engagierte Unternehmerin. Damals war sie die einzige Frau im Vereinsvorstand – mittlerweile sind es drei. Ehrenamtlich steht sie nicht nur im Junghandwerk ihre Frau, sondern auch als stellvertretende Obermeisterin der Friseurinnung Trier-Saarburg. Die Mischung macht’s, weshalb im Junghandwerkforum die unterschiedlichsten Gewerke willkommen sind.

Die neue Vorsitzende will vor allem die Zukunft mitgestalten: „Dem Handwerk geht es insgesamt gut. Aber es gibt auch Probleme, zum Beispiel den Fachkräftemangel und die Nachwuchssicherung. Man darf die Herausforderungen nicht einfach so auf sich zukommen lassen. Besser packt man sie an, als dass sie einen überrollen.“ Die neue Vorsitzende möchte noch mehr fürs Handwerk die Trommel rühren: „Wir wollen nicht nur Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk gewinnen. Das Forum macht sich darüber hinaus dafür stark, dass mehr ausländische Fachkräfte qualifiziert oder umgeschult werden. Am besten geht man solche Aufgaben gemeinsam mit Partnern an, in Zusammenarbeit mit der Innung und der Handwerkskammer.“

Auch ihr Vorgänger Kai Leonhardt hat in zehn Jahren als Forumsvorsitzender stets den Kontakt zu Entscheidern gesucht. Bei einer Konferenz des Interregionalen Rats der Handwerkskammern in Luxemburg zum Thema „Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), Handwerk & Europa“ etwa setzte er sich 2019 für eine größere EU-Förderung von kleinen Unternehmen sowie Bürokratieabbau ein. „Die meisten Betriebe sind klein, tragen aber zugleich die Hauptlast“, sagt Leonhardt. „Sie müssten von der Politik mehr wertgeschätzt und besser unterstützt werden.“ Die Chefposition im Forum übergibt der Fleischermeister nun gerne „an junge Leute mit tollen Ideen und Enthusiasmus, die das Ehrenamt leben wollen“, so Leonhardt. Der Schwerpunkt aber bleibt bestehen: Netzwerken, Interessen bündeln, gemeinsam mehr erreichen – und gemeinsam Spaß haben.

„Wir sind und wollen gesellig bleiben und verstehen uns eher als zwanglosen Zusammenschluss“, sagt die neue Vorsitzende. „Unsere Veranstaltungen – Seminare, Betriebsbesichtigungen und Jahresfahrten – sind immer mit viel Unterhaltung verbunden.“ Zwar musste auch das Forum lange geplante Veranstaltungen coronabedingt absagen. Dennoch wollen die Trierer Junghandwerker, gerade auch im Gegensatz zu beruflichen Onlineplattformen wie X-ING, Linked in & Co., weiterhin hauptsächlich analog miteinander im Gespräch bleiben. Nadine Knauff: „Wir wollen uns weiterhin vor allem persönlich austauschen. Dadurch entstehen bessere Synergien und oft auch neue Freundschaften. Wer an unserem Netzwerk interessiert ist, kann gerne vorbeikommen und hineinschnuppern.“

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Trösterin der ganzen Welt

Mechernich-Kallmuth – Feierlich eingesegnet wurde am Kallmuther Kirmesmontag das neue Denkmal am Friedhof, das auf die Bedeutung des zur Stadt Mechernich gehörenden Dorfes als Wallfahrtsort hinweist. Der neue Pfarrer George Stephen Rayappan Packiam (54) segnete das Relief ein, das die Grafikerin Anna von Laufenberg der Pieta in der Kallmuther Pfarr- und Wallfahrtskirche nachempfunden hat.

Ortsbürgermeister Robert Ohlerth dankte der Künstlerin für den Entwurf und der Hosteler Metallspezialwerkstatt Gebrüder Müller für die Umsetzung. Eine ganze Reihe von Gläubigen, der Musikverein Kallmuth unter der Leitung von Martin Stoffels und der Kirchenchor um Stefan Weingartz, der die Patenschaft über das neue Denkmal innehat, wohnten den Feierlichkeiten ebenso bei wie der Mechernicher Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.

Der erste Bürger und sein ihm freundschaftlich verbundener Ortsbürgermeister Robert Ohlerth foppten sich gegenseitig ein wenig mit dem knappen Ausgang der Bundestagswahl am Vorabend. Aber in der Sache waren sie sich wieder einig: Kallmuth ist ein ausgesprochen rühriges Dorf unter den 44 zur Stadt gehörenden Ortschaften. Dr. Schick ermutigte Robert Ohlerth und seine Mitstreiter: „Weiter so!“

„Skulpturendorf Kallmuth“

Finanziert wurde das Wallfahrts-Denkmal aus dem Programm „Heimat-Scheck“ des Landes NRW, aus dem auch eine ganze Reihe anderer Denkmale des Floisdorfer Künstlers Franz Kruse im Ort bestritten worden waren. Robert Ohlerth will demnächst eine Broschüre „Skulpturendorf Kallmuth“ herausbringen.

Am Kirmessonntag hatte die Dorfgemeinschaft Kallmuth vor dem Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule eine Handpumpe wieder in Betrieb genommen und einen von Steinmetz Martin Stoffels gestalteten Kylltaler Buntsandstein enthüllt, der an die alte Schule von 1887 erinnert, die in modernen Zeiten nach der Jahrtausendwende als Fernsehkommissariat für die Serie „Mord mit Aussicht“ diente.

Am Rande des Kirmesfrühschoppens am Montag wurden die „Pänz“ einmal mehr von Uli Wernoth bekocht, der während der Pandemie häufiger im Kallmuther Kindergarten erschienen war, um mit den Kleinen zu kochen. Kirmes gab es auf dem Festplatz an der alten Schule selbstverständlich Fritten mit Majo und Ketchup.

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Professionelle Anleitung von Azubis in Pflegeberufen erlernen

Region/Mayen-Koblenz – 18 Teilnehmer starten ihre Weiterbildung am GK-Mittelrhein. Junge Menschen in Pflegeberufen und im Gesundheitswesen bei ihrer praktischen Ausbildung professionell unterstützen – hierfür macht das Bildungs- und Forschungsinstitut (BFI) am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein mit der berufspädagogischen Weiterbildung zum „Praxisanleiter in den Pflegeberufen“ fit.

18 Teilnehmer sind in den neuen Kurs gestartet, die alle aus den unterschiedlichen Bereichen des GK-Mittelrhein kommen. Unter ihnen sind Pflegekräfte aller fünf Krankenhausstandorte und der Senioreneinrichtungen in Boppard und Nastätten sowie Stiftmobil vertreten. Ihre Einsatzbereiche sind vielfältig – zum Beispiel die Chirurgie, die Intensivstation oder auch die Notaufnahme der Kinderklinik. In 10 Praxisblöcken, die insgesamt rund 300 Unterrichtsstunden umfassen, lernen die zukünftigen Praxisanleiter erforderliche Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen. Diese sollen sie dazu befähigen, als berufspädagogische Experten die praktische Ausbildung in allen Bereichen mitzugestalten. Das bedeutet, sie leiten sowie begleiten die Auszubildenden und beurteilen ihren individuellen Lernfortschritt, um sie fachgerecht auf die praktische Prüfung vorzubereiten.

Die Weiterbildung ist nach den Vorgaben der Weiterbildungsordnung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz berufsbegleitend konzipiert. „Wir richten uns mit dieser Weiterbildung an examinierte Fachkräfte im Gesundheitswesen und in der Altenpflege sowie an Angehörige anderer Berufsgruppen im Gesundheitswesen mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung“, sagt Bernd Westbomke, Leiter des Sektors Fort- und Weiterbildung im BFI. Mitmachen können sowohl Fachkräfte aus dem GK-Mittelrhein als auch Mitarbeiter anderer Träger.

Kursleiter Peter Giehl freut sich auf das gemeinsame Lernen mit den Weiterbildungsteilnehmern: „Ich bin froh, dass wir wieder den Unterricht in Präsenz haben und uns persönlich erleben können. Aber die Pandemie hat auch dafür gesorgt, dass wir den ein oder anderen Unterricht auch jetzt weiterhin online anbieten werden.“

Der nächste Praxisanleiter-Kurs im GK-Mittelrhein startet am 1. Februar 2022. Weitere Infos gibt es unter www.karriere-gk.de.

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Eifeler Mercedes-AMG Team HRT startet am Wochenende mit drei Fahrzeugen in den Endspurt um die DTM-Krone

Meuspath/Nürburgring/Hockenheim – Zum zweiten Mal in diesem Jahr bringt das Mercedes-AMG Team HRT bei einem DTM-Event drei Fahrzeuge an den Start. Am vorletzten Wochenende der Saison auf dem Hockenheimring wird sich Serien-Experte und Teambesitzer Hubert Haupt (GER) wieder selbst hinter das Steuer setzen und seine beiden Stammfahrer bei den beiden Rennen als Gaststarter unterstützen.

Wenn am Samstag und Sonntag auf dem Hockenheimring die Läufe 13 und 14 der diesjährigen DTM-Saison ausgetragen werden, wird Maximilian Götz (GER) wie gewohnt den pink-blauen Mercedes-AMG GT3 #4 von Teamsponsor BWT pilotieren. Vincent Abril (MCO) geht auf dem 4,574 Kilometer langen Kurs im gelb-blauen Bilstein-GT3 #5 auf Punktejagd.

Wie schon beim HRT-Heimrennen auf dem Nürburgring, als er mit seinem Gastspiel Motorsport-Geschichte schrieb, lässt Haupt es sich nicht nehmen, wieder selbst Kilometer zu sammeln. Dafür wird der 52-jährige Münchner erneut in den Mercedes-AMG GT3 #6 im schwarz-weißen Design des Teampartners Playboy steigen. Meisterschaftspunkte kann Haupt als Gast allerdings nicht sammeln.

Richtungsweisend wird das Wochenende für Titelanwärter Maximilian Götz, der durch einen vierten und einen sechsten Rang in Assen den Anschluss an den Führenden im Gesamtklassement halten konnte. Vor den beiden Rennen in Hockenheim fehlen ihm lediglich 20 Punkte zur Spitze.

Nur eine Woche später, vom 8. bis 10. Oktober, stehen auf dem Norisring in Nürnberg die letzten beiden DTM-Rennen des Jahres an. Das Saisonfinale des GT3-Experiments wird HRT dann wieder nur mit zwei eigenen Fahrzeugen bestreiten.

Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team HRT #4:
„Es ist das vorletzte Rennwochenende und super wichtig im Kampf um die Meisterschaft. Wir müssen auch hier wieder unsere Punkte mitnehmen. Beim letzten Wochenende in Assen hatten wir leider viel Pech. In Hockenheim ist das Glück hoffentlich wieder auf unserer Seite. Ich liebe es dort zu fahren – die Kombination aus schnellen Ecken wie Turn 1 und die langsamen Ecken wie die Haarnadel. Ich denke, wir werden wieder einige Überholmanöver sehen. Ich freue mich auf die Fans und hoffe, dass wir ihnen eine gute Show bieten können.“

Vincent Abril, Mercedes-AMG Team HRT #5:
„Ich bin sehr gespannt auf Hockenheim. Wir haben dort getestet, es könnte also ein gutes Ergebnis für das Team werden. Ich bin gespannt. Wir hoffen auf ein weiteres Saisonhighlight, nachdem wir bei den letzten Rennen Pech hatten.

Hubert Haupt, Teambesitzer HRT und Fahrer Mercedes-AMG GT3 #6:
„Ich hatte beim ersten Gaststart auf dem Nürburgring sehr viel Spaß und dann im zweiten Rennen das Pech, nicht bis ins Ziel gekommen zu sein. Deshalb wollte ich die Gelegenheit nutzen und mir noch einmal die Möglichkeit geben, selbst einzugreifen. Der Hockenheimring war ohnehin immer eine meiner Lieblingsstrecken. Das ist mir bei unseren Tests dort vergangene Woche wieder bewusst geworden.“

Sean Paul Breslin, Teamchef Mercedes-AMG Team HRT:
„Ich freue mich sehr auf Hockenheim. Wir haben dort gute Tests absolviert. Jetzt wollen wir wieder zurück an die Spitze. Deshalb werden wir versuchen, alles in die Waagschale zu werfen und das vorletzte DTM-Wochenende positiv zu gestalten.“