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IHK Aachen-Umfrage: Konjunkturmotor läuft auf vollen Touren

Aachen – Die Wirtschaft in der Region lässt die Folgen der Corona-Pandemie weit hinter sich. Zugleich müssen die von der Hochwasserkatastrophe im Juli betroffenen Unternehmen herbe Rückschläge verkraften. In Summe bewertet eine deutliche Mehrzahl der Befragten ihre aktuelle Lage gut, die Beurteilungen liegen wieder auf dem Niveau des Frühjahrs 2019. Das sind die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, an der sich 369 Unternehmen mit mehr als 32.000 Beschäftigten aus Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg beteiligt haben.

„Die gute konjunkturelle Lage fußt auf einer breiten Basis. Nahezu alle Branchen berichten von überwiegend guten Geschäften“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen. „Lediglich das Gastgewerbe leidet noch besonders unter den Folgen der Pandemie-Beschränkungen.“ Die gute Konjunktur werde sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Drei von zehn Befragten erwarten eine positive Entwicklung der Geschäfte, jeder achte Betrieb befürchtet eine negative Entwicklung. Vor allem die Industrie schaut zuversichtlich in die Zukunft, das gilt auch für das Exportgeschäft.

„Die vom Hochwasser betroffenen Unternehmen melden sowohl bei der Geschäftslage als auch bei den Erwartungen deutlich schlechtere Werte“, betont Bayer. „Das war nach den verheerenden Folgen der Flut leider zu erwarten. Das positive Gesamtbild der Wirtschaft in der Region wird dadurch jedoch nicht wesentlich beeinträchtigt.“

Rohstoffe und Fachkräfte sind Mangelware

Drei Viertel sind allerdings aktuell von Lieferschwierigkeiten oder deutlichen Preisanstiegen bei Rohstoffen, Vorprodukten oder Waren betroffen. „Im Baugewerbe sind dies sogar 95 Prozent aller Befragten“, führt Bayer aus. „Dieser Mangel betrifft nahezu alle Rohstoffe wie Metalle, Holz, Papier und Kunststoffe, aber auch die Lieferkapazitäten. Und die Energiepreise haben spürbar angezogen.“ In der Folge bewerten zwei Drittel der Unternehmen die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise als Risiko für die Konjunktur.

Es fehlen aber nicht nur Rohstoffe, sondern auch Fachkräfte. Für ebenfalls zwei Drittel der Unternehmen ist das eine Herausforderung in den kommenden Monaten. Mehr als die Hälfte aller Befragten gibt an, offene Stellen für einen längeren Zeitraum nicht besetzen zu können. „Inzwischen werden vor allem Fachkräfte mit einer dualen Ausbildung, aber auch ungelernte Kräfte gesucht. Der Fachkräftemangel betrifft damit nicht mehr nur hochqualifizierte Mitarbeiter, sondern alle Qualifikationsniveaus“, fasst Bayer zusammen.

Diese Entwicklung zeigt sich auch am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote in der Region Aachen sank seit Januar um 0,7 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent und liegt damit unter der Quote des Landes Nordrhein-Westfalen (7,0 Prozent), aber über der des Bundes (5,4 Prozent).

Geschäftslage und Erwartungen der Unternehmer im Detail

Die positive Lage der Industriebetriebe hat sich seit dem Frühjahr kaum verändert. Fast die Hälfte aller Befragten ist mit der Lage zufrieden, jeder siebte Unternehmer bewertet die Lage negativ. Die Umsätze haben sich allerdings deutlich verbessert. Der Preisanstieg bei Energie, Rohstoffen, Vorprodukten und Waren sowie zunehmende Lieferschwierigkeiten haben eine noch bessere Lagebewertung verhindert. Die Auslastung der Produktionskapazitäten stieg auf 80 Prozent und erreicht damit den langjährigen Durchschnittswert von 80,7 Prozent.

Die Konjunktur im Dienstleistungsbereich hat deutlich angezogen. Fast die Hälfte aller Unternehmen bezeichnet die aktuelle Lage als gut, nur 8 Prozent als schlecht. Jeder zweite Unternehmer gibt an, dass die Umsätze in den zurückliegenden Monaten gestiegen sind. Bei einem Viertel sind sie gesunken. Nahezu alle Dienstleistungsbranchen berichten gegenwärtig von einer überwiegend positiven Geschäftslage. Lediglich das Gastgewerbe leidet weiter unter den Folgen der Corona-Pandemie und ist mehrheitlich unzufrieden.

Die Lage im Handel hat sich seit dem Frühjahr stark verbessert. Rund jeder zweite Befragte ist mit der aktuellen Situation zufrieden, nur 7 Prozent melden schlechte Geschäfte.

Dabei bewertet der Großhandel die Situation besser als der Einzelhandel. 56 Prozent der Großhändler berichten von guten Geschäften, 12 Prozent sind unzufrieden. Im Einzelhandel sind vier von zehn Befragten mit der aktuellen Lage zufrieden, nur 1 Prozent meldet schlechte Geschäfte.

Die wirtschaftliche Lage im Baugewerbe ist ebenfalls sehr gut. Annähernd jeder sechste von zehn Befragten bezeichnet die aktuelle Lage als gut, nur 8 Prozent als schlecht.

Das Auslandsgeschäft hat sich in den zurückliegenden Monaten deutlich verbessert. Vier von zehn Industriebetrieben geben an, dass die Exportumsätze gestiegen sind, bei einem Viertel sind sie gesunken. Die Tendenz der Auftragseingänge bleibt nahezu unverändert positiv. Drei von zehn Unternehmern berichten von einer ansteigenden Nachfrage, jedes sechste meldet einen Rückgang. Vor diesem Hintergrund rechnet annähernd die gleiche Anzahl der Betriebe wie im Frühjahr mit einer positiven Exportentwicklung. Drei von zehn Industriebetrieben rechnen mit einem Anstieg, nur 8 Prozent gehen von einem Exportrückgang aus.

Wegen der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich auch die Ertragslage positiv entwickelt. Bei vier von zehn Unternehmen sind die Erträge gestiegen, bei einem Viertel haben sie sich rückläufig entwickelt. Der Saldo aus positiven und negativen Meldungen stieg auf den höchsten Wert seit zehn Jahren.

Dementsprechend steigt auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen deutlich an. 38 Prozent der Befragten wollen mehr investieren, nur jeder Elfte will die Ausgaben senken. Auch hier erreicht der Saldo den höchsten Wert seit zehn Jahren.

Noch deutlicher zieht die Nachfrage nach Beschäftigten an. Jeder dritte Befragte gibt aktuell an, die Anzahl der Beschäftigten erhöhen zu wollen, jeder neunte Betrieb erwartet einen Personalabbau. Der Saldo stieg hier sogar auf den höchsten Wert seit dem Jahr 2007. Allerdings fällt es den Unternehmen immer schwerer, geeignetes Personal zu finden. 57 Prozent der Unternehmer geben an, dass sie offene Stellen seit mehr als zwei Monaten nicht besetzen können.

Bei der aktuellen Konjunkturumfrage hat die IHK Aachen mit den Vereinigten Industrieverbänden von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung e. V. (VIV) kooperiert und Unternehmer gemeinsam befragt. Der Konjunkturbericht ist auf der Internetseite der IHK Aachen unter www.aachen.ihk.de/konjunkturbericht zu finden.

Geschäftslage und Erwartung in den Teilregionen

Städteregion Aachen: Stadt Aachen

Die Geschäfte der Unternehmen in der Stadt Aachen sind seit dem Frühjahr deutlich angezogen. 50 Prozent aller Betriebe melden eine gute Geschäftslage, nur 8 Prozent sind nicht zufrieden. Gut geht es vor allem dem Einzelhandel (Saldo: +63) und dem Baugewerbe (Saldo: +61). Die Unternehmen bleiben dabei zuversichtlich. 37 Prozent der Befragten rechnen mit einer positiven Entwicklung, 14 Prozent mit einer negativen. Positive Aussichten haben vor allem das Baugewerbe (Saldo: +31), die Industrie (Saldo: +30) und die Dienstleister (Saldo: +30).

Übrige Städteregion Aachen

Die Situation der Betriebe im ehemaligen Kreis Aachen bleibt auf einem hohen Niveau. 43 Prozent der Befragten sind aktuell zufrieden, 16 Prozent berichten von schlechten Geschäften. Zufrieden sind die Unternehmen vor allem im Baugewerbe (Saldo: +67) und im Großhandel (Saldo: +42). Die Erwartungen sind rückläufig, aber überwiegend positiv: 23 Prozent rechnen mit besseren Geschäften, 12 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. Am besten sind die Erwartungen in der Industrie (Saldo: +16) und bei den Großhändlern (Saldo: +16).

Kreis Düren

Im Kreis Düren hat sich die Lage der Unternehmen deutlich verbessert. Bei 49 Prozent ist die aktuelle Situation gut, 13 Prozent sind unzufrieden. Positive Geschäfte melden insbesondere der Großhandel (Saldo: +81) und das Baugewerbe (Saldo: +44). Die Aussichten sind sehr gut. 36 Prozent der Befragten erwarten bessere Geschäfte, nur 6 Prozent sind zurückhaltend. Am besten sind die Aussichten im Einzelhandel (Saldo: +39) und in der Industrie (Saldo: +31).

Kreis Euskirchen

Die Geschäftslage der Betriebe im Kreis Euskirchen ist überwiegend positiv: 44 Prozent der Unternehmer melden gute Geschäfte, bei 12 Prozent sind sie schlecht. Gut geht es vor allem den Unternehmen im Baugewerbe (Saldo: +58), dem Großhandel (Saldo: +44) und der Industrie (Saldo: +42). Die Unternehmen schauen dabei mehrheitlich zuversichtlich in die Zukunft. 26 Prozent der Befragten gehen von einer positiven Entwicklung der Geschäfte aus, 11 Prozent von einem Rückgang. Gute Aussichten haben insbesondere das Baugewerbe (Saldo: +42) und der Großhandel (Saldo: +24).

Kreis Heinsberg

Die Situation der Unternehmen im Kreis Heinsberg hat sich weiter verbessert. 48 Prozent der Befragten sind mit der gegenwärtigen Lage zufrieden, nur 3 Prozent sind es nicht. Gute Geschäfte melden vor allem der Großhandel (Saldo: +67) und die Industrie (Saldo: +55). Eine kleine Mehrzahl der Betriebe ist dabei optimistisch: 28 Prozent der Befragten prognostizieren eine günstige Geschäftsentwicklung, 21 Prozent rechnen mit keiner Verbesserung. Zuversichtlich sind vor allem die Unternehmen der Industrie (Saldo: +31).

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Bad Neuenahr-Ahrweiler – Nächster Bereich geht ab morgen ans Netz

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Straßen südöstlich der Ahr werden ab morgen wieder mit Gas versorgt. Die Wiederversorgung mit Erdgas in Bad Neuenahr-Ahrweiler schreitet weiter voran. Am morgigen Dienstag, 05. Oktober, nimmt die Energienetze Mittelrhein (enm) Straßen rund um den Johannisberg wieder in Betrieb. Konkret geht es um die Straße Am Johannisberg (Hausnummern 32, 33-104), , den Lerchen-, Finken-, Meisen- und Drosselweg, die Firststraße, Auf dem Kammerich,Im Idienbachtal und die Idienstraße (Hausnummern 89-57). Dieser Bereich gehört zum Sektor 4a. „Die enm hat ganz Bad Neuenahr-Ahrweiler in verschiedene Sektoren unterteilt“, erklärt Marcelo Peerenboom, Pressesprecher der evm-Gruppe. „Anwohner können anhand einer Karte mit Suchfunktion im Internet sehen, zu welchem Sektor ihr Haus gehört. Das geht ganz einfach mit Klick auf die Lupe oben rechts, woraufhin sich ein Fenster öffnet, in dem man die eigene Adresse eingeben kann.“ Die Karte finden Betroffene unter enm.de/hochwasser.

Mit der Wiederinbetriebnahme schlägt die enm ihren eigenen Zeitplan. Denn ursprünglich sollte der Bereich erst ein paar Tage später wieder ans Netz gehen. „Wir freuen uns, dass bisher alles so reibungslos verläuft“, so Peerenboom. „Wichtig ist jetzt, dass Hausbesitzer in den Tagen der Wiederinbetriebnahme zu Hause sind. Denn unsere Monteure müssen jeden Hausanschluss entlüften bevor Heizungen in Betrieb genommen werden können.“ In überfluteten Gebieten, in denen auch die Zähler im Wasser standen und daher ausgebaut werden mussten, entlüften die Experten der enm den Hausanschluss. Anschließend müssen Hausbesitzer einen Installateur beauftragen, der die vorhandene Heizung prüft und einen neuen Zähler bei der enm beantragt.

Schneller geht es in Gebieten, die nicht überflutet wurden und in denen Zähler und Regler noch vorhanden sind. Hier entlüften die Experten der enm zunächst den Erdgas-Netzanschluss. Anschließend führt ein Vertragsinstallationsunternehmen, das von der enm beauftragt ist, eine Gebrauchsfähigkeitsprüfung durch und nimmt, wenn es keine Beanstandungen gibt, die Heizung wieder in Betrieb. „Dieses Vorgehen ist mit den Installationsunternehmen und der Innung abgestimmt. Für Betroffene ist es wichtig, sich frühzeitig mit ihrem Heizungsinstallateur in Verbindung zu setzen. So können gasbetriebene Geräte schnellstmöglich wieder genutzt werden“, erklärt Marcelo Peerenboom. Alle Informationen zu Wiederinbetriebnahme finden Betroffene unter enm.de/hochwasser.

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Neue Runde AC²-Wachstums-Initiative: Wettbewerb im Kreis Düren vorgestellt

Düren – Die Wachstumsphase ist für Unternehmen eine der schwierigsten. „Man startet ins Ungewisse. Wachstum bedeutet Risiko, aber gleichzeitig auch eine große Chance“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Vorstellung des nächsten AC²-Wachstumswettbewerbes 2021/2022 der Gründerregion Aachen. Dieser Wettbewerb startet unter dem Motto „Mit Experten wachsen“ in eine neue Runde und soll Unternehmen helfen, sich erfolgreich zu vergrößern.

Vorgestellt wurde die AC²-Wachstumsinitiative passenderweise im Kreis Düren, einem der Kooperationspartner. „Auch wir wollen hier wachsen. Mit der Wachstumsoffensive wollen wir bis 2025 unsere Einwohnerzahl von rund 270.000 auf 300.000 steigern“, sagt der Landrat. Im Rahmen des Strukturwandels kann dies unter anderem mit erfolgreichen Unternehmen gelingen, die Arbeitsplätze schaffen. „Ich kann nur appellieren, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Hier kriegt man kostenlos Ratschläge und eine gute Netzwerkstruktur für eine richtige Weichenstellung in die Zukunft“, sagt er.

Rund 200 ehrenamtliche Expertinnen und Experten stehen den Unternehmen zur Seite und geben fachlichen Input. „Oft bleiben Ideen nur Ideen. Der Wettbewerb soll motivieren, diese gezielt und realistisch umzusetzen“, sagt Christian Laudenberg, Geschäftsführer der Gründerregion Aachen. „Wir wollen die Unternehmen stabilisieren. Der Kreis Düren bietet aufgrund der Lage und Infrastruktur einen exzellenten wirtschaftlichen Rahmen“, sagt Anette Winkler, Leiterin der Wirtschaftsförderung des Kreises Düren.

Unternehmen aus dem Kreisgebiet waren bisher bei den AC²-Wettbewerben, die sich aufteilen auf die Schwerpunkte Wachstum, Innovation und Gründung, sehr erfolgreich. In der vergangen Runde haben drei der vier nominierten Unternehmen eine gute Platzierung erzielt. So auch das Ingenieursbüro für Kunststofftechnik aus Kreuzau, das den zweiten Platz im Wachstumswettbewerb erzielte. Preisträger Johannes Klütsch berichtete von seinen Erfahrungen und der Unterstützung durch den Berater Karl H. Jaquemot. „Es hilft bereits, die richtigen Fragen gestellt zu bekommen. Man bekommt sehr gute Hilfestellungen, mit denen man dann das Potenzial des Unternehmens einmal mehr erkennt“, sagt Klütsch. „Als Berater gehe ich auf einen Helikopterflug mit den Teilnehmern. Wir gucken uns die Lage von oben an“, sagt Berater Jaquemot.

Für dieses Jahr wurde der Wettbewerb modernisiert und der Ablauf vereinfacht. Der AC²-Wachstums- sowie der Gründungswettbewerb starten am 2. November. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung erforderlich. Eine Jury aus Experten entscheidet über die Top 3. Die Preisträger erhalten zudem ein Preisgeld von maximal 5000 Euro.

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Felix Ponstein unterstützt ab sofort das EDV-Team der Stadtverwaltung Mayen

Mayen – Felix Ponstein unterstützt ab sofort das EDV-Team der Stadtverwaltung. Der Fachinformatiker, Fachrichtung: Systemadministration, unterstützt beim 1st und 2nd-Level Support, kümmert sich um Installation, Konfiguration, Wartung und Unterhaltung von Servern, Netzwerken und Peripheriegeräten sowie verwaltet, betreut und pflegt mobile Endgeräte sowie die Anbindung von Außenstellen.

Weiterhin gehören die Erstellung von Sicherheitskonzepten einschließlich solcher in Bezug auf Schadsoftware und Mitarbeit bei der Implementierung, die Verwaltung von Microsoft Exchange Servern sowie die Betreuung von verschiedenen Fachanwendungen zu seinen Aufgaben.

Felix Ponstein bringt über zehn Jahre praktische Erfahrung mit. Für die neue Tätigkeit wünschte ihm Oberbürgermeister Dirk Meid eine glückliche Hand. Den guten Wünschen schlossen sich Büroleiter Christoph Buttner sowie Svenja Schäfges-Zimmer für den Personalrat an.

 

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Arbeitslosigkeit in RLP sinkt deutlich – Förderprogramm „ReStart“ verbessert die beruflichen Perspektiven von Solo-Selbstständigen

Region/Mainz – Die Arbeitslosigkeit ist in Rheinland-Pfalz im September weiter gesunken. „Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Allerdings sind einige Branchen immer noch sehr stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsminister Alexander Schweitzer anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktdaten in Mainz.

Danach waren im September in Rheinland-Pfalz insgesamt 104.229 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 6.202 weniger als im August und 18.293 weniger als im September des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote betrug im vergangenen Monat 4,6 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte weniger als im August und 0,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahresmonat.

Arbeits- und Transformationsminister Alexander Schweitzer betonte, dass sich nach wie vor die Folgen der Pandemie auf den Veranstaltungs- und Kulturbereich, auf Hotellerie und Gastronomie sowie auf weitere Branchen auswirken. „Nach der langen Zeit mit pandemiebedingten Einschränkungen ist in diesen Bereichen noch immer keine vollständige Rückkehr zur Normalität möglich, so dass die Situation für viele Unternehmerinnen und Unternehmer immer noch mit massiven geschäftlichen Einbußen, mit finanzieller Unsicherheit und einem angespannten Blick in die eigene berufliche Zukunft verbunden ist. Daher ist es wichtig, die Soloselbstständigen zu unterstützen und sie hinsichtlich einer Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells und ihrer persönlichen Kompetenzen sowie – falls notwendig – im Hinblick auf eine berufliche Neuorientierung zu beraten. Dafür haben wir das Förderprogramm „ReStart – Coaching für Selbstständige und Kleinstunternehmer“ aufgelegt.“

An dem Förderprogramm „ReStart“, das aus Mitteln des EU-Hilfsprogramms REACT-EU in Höhe von rund 3,9 Millionen Euro gefördert wird, können Selbstständige sowie Kleinstunternehmerinnen und Kleinstunternehmer mit Sitz in Rheinland-Pfalz teilnehmen, die sich aktuell vor wirtschaftlichen Herausforderungen sehen. Erfahrene Coaches erstellen zunächst gemeinsam mit den Teilnehmenden ein persönliches Kompetenzprofil und evaluieren die bisherige Geschäftstätigkeit. Darauf aufbauende Projektinhalte sind ein kaufmännisch-praktisches Coaching, eine Beratung zu Qualifizierungsoptionen, Informationen zur privaten und beruflichen Absicherung sowie eine Beratung zu Chancen einer beruflichen Neuorientierung.

„Insgesamt fördern wir derzeit 12 ReStart-Projekte, die teils landesweit ihre Leistungen anbieten, teils aber auch regional spezialisiert sind. Dies immer mit dem Ziel, die beruflichen Perspektiven der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verbessern“, sagte der Arbeitsminister.

Selbstständige sowie Kleinstunternehmerinnen und Kleinstunternehmer, die Interesse an einem Coaching haben, finden unter www.restart.rlp.de eine Übersicht über Projekte in der Nähe sowie die Kontaktdaten der Coaches.

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1800 „Gelbwestchen“ – Kreis-Verkehrswacht spendet Warnumhänge für Grundschulen im Kreis Euskirchen

Kommern – Euskirchener Volksbank und Kreissparkasse Euskirchen unterstützen Projekt als Sponsoren – Polizei bringt begeisterten Kindern nach Übergabe Sicherheit im Straßenverkehr nahe. „Alle Erstklässler im Kreis sind von uns mit den Westen ausgestattet worden, das sind insgesamt rund 1800. Dafür sind wir sehr dankbar!“, sagt Peter Schick von der Kreisverkehrswacht Euskirchen (KVW) beim Besuch der Kommerner Katholischen Grundschule (KGS).

Gebannt lauschten die frischbeschenkten „Gelbwestchen“ den mahnenden Worten der Polizeioberkommissarin Julia Braun. Die Aktion soll für die Sicherheit im Straßenverkehr der Grundschüler sorgen. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPess

Dort fand die Übergabe der Umhänge für die kleinen Verkehrsteilnehmer statt. In Empfang nahmen sie die Kinder selbst sowie Lehrer und Schulleiterin Maria Cloot-Schmich. Polizeioberkommissarin Julia Braun richtete danach trotzdem auch einige mahnende Worte an die Beschenkten.

Gesponsert hatten das Projekt die VR-Bank Nordeifel, die Volksbank Euskirchen, die Kreissparkasse Euskirchen, die Amtsgerichte Euskirchen, Schleiden und die Kreisbußgeldstelle Euskirchen. Das Ganze lief im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion „Mehr Sicherheit durch Sichtbarkeit“ von KVW und Polizei ab.

Bereits seit Jahren stattet die KVW Schulen und Kindergärten mit diesen Sicherheitsfaktoren aus, da die Kinder und Jugendlichen so im Straßenverkehr um einiges besser sichtbar und damit vor allem sicherer sind.

Schick: „Die beiden Polizeioberkommissarinnen, Julia Braun oder Anke Weber von der Verkehrsunfallprävention besuchen oftmals die Grundschulen im Kreis und beraten uns dann dahingehend, wie wir am besten helfen können. Das hilft wiederum uns sehr und ohne die Finanzierung durch die Sponsoren könnten wir unser Ziel, den Kindern einen sicheren Schulweg zu bescheren, gar nicht erst erreichen.“

Elterntaxis, Dunkelheit und mehr

Ein Problem seien häufig auch die zunehmende Zahl an Elterntaxis. „Häufig fahren die viel zu schnell und gerade morgens, wenn es auch im Winter oftmals noch dunkel ist, sind die Kinder ohne Leucht-Westen oder -Umhänge deutlich gefährdeter“, betonte Schick bei der Übergabe.

Die Verkehrsunfallprävention der Kreispolizeibehörde Euskirchen wolle mit der unterstützenden Aufklärungsaktion in erster Linie schützen bevor etwas passiert. Julia Braun dazu: „Uns geht es um die Kinder, die sich noch nicht selber zu helfen wissen oder einfach die Gefahren des Straßenverkehrs unterschätzen. Wenn die Polizei in Uniform da ist, hören sie erfahrungsgemäß gespannt zu und erkennen auch den Sinn in derartigen Aktionen besser. Wir sind gerne hier und unterstützen, das haben wir bereits oft getan und auch in Zukunft!“

Schuldirektorin Maria Cloot-Schmich freute sich: „Man kann gar nicht früh genug damit anfangen, den Kindern Sicherheit und Obacht geben beizubringen, erst recht im Straßenverkehr, da sie nun einmal leider besonders gefährdet sind. Eine wirklich tolle Aktion, für die wir der KVW, der Kreispolizei und den Sponsoren unglaublich dankbar sind!“

Insgesamt hat die KVW in diesem Jahr bereits rund 73000 Euro für den Kreis gesammelt und in diverse Kreis-Projekte wie diese investiert.

Engagierte händeringend gesucht

Der Verein muss sich parallel weiteren Herausforderungen stellen. Peter Schick dazu: „Leider haben wir zu wenig Helfer. Uns geht es um die Menschen, die Kinder. Gerade erst habe ich rund zehn neue Mitglieder aus dem Freundes- und Familienkreis für die Institution begeistern können, die auch wirklich gerne mithelfen. Es reicht nur leider teils hinten und vorne nicht.“ Deshalb: Wer sich engagieren möchte, ist herzlich willkommen.

Im Moment restauriere der Verein in erster Linie Fahrzeuge wie Kettcars, Fahrräder oder Roller, die bei der Flut in Schulen oder Kindergärten zu Schaden gekommen sind. Auch darum kümmere sich der Verein und auch Schick selbst, natürlich ehrenamtlich.

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Neue Laptops für Lehrerinnen und Lehrer in der Verbandsgemeinde Mendig

Mendig – Der DigitalPakt Schule geht in die nächste Runde. Die Digitalisierung der Schulen nimmt weiterhin Fahrt auf. Lehrerinnen und Lehrer in der Verbandsgemeinde Mendig erhalten neue Endgeräte für den täglich-digitalen Bedarf.

„Zweck der „Leihgeräte für Lehrkräfte“ ist es, eine Verbesserung der digitalen Infrastruktur in den Schulen zu gewährleisten.“, so der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig, Jörg Lempertz, bei der Verbandsgemeinderatssitzung. „Die neuen Laptops sind unabdingbar für die zukünftigen, digitalen Unterrichtsformen, sowie für die Vor- und Nachbereitung im heutigen Bildungssystem.“

Mit dem dritten Zusatz zum „DigitalPakt Schule 2019 bis 2024“ stellt der Bund den Ländern vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen des Präsenzunterrichts weitere 500 Millionen Euro für die Beschaffung von Mobilien Endgeräten durch den Schulträger zur Verfügung. Der Zuwendungsbescheid der Verbandsgemeinde Mendig wurde bereits bewilligt, sodass die keine zusätzlichen Ausgaben für die Verbandsgemeinde Mendig anfallen.

Ohne Gegenstimmen bewilligte der Verbandsgemeinderat 41 neue Laptops mit dem entsprechenden Zubehör. Damit kann der Schulträger alle hauptamtlichen Lehrkräfte unserer drei Grundschulen mit einem Endgerät austatten.

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Anmeldung nur noch heute online möglich – Dreitägiges Informations-Seminar vom 05. bis 07. Oktober über die EU

Aachen – EUROPE DIRECT Aachen und die Europäische Akademie Nordrhein-Westfalen bieten in Kooperation vom 5. bis 7. Oktober ein dreitägiges Informationsseminar zur Funktionsweise und Arbeit der Europäischen Union an. Die Veranstaltung in der Innenstadt von Aachen versteht sich als Angebot an alle Bürger*innen, die sich für europäische Politik interessieren und sich vertiefend mit diesem Thema beschäftigen wollen.

Die Europäische Union befindet sich 2021 zwischen Krisenmanagement und Wiederaufbau. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen erhalten die Teilnehmer*innen einen umfassenden Einblick in die EU-Politik. Dabei wird sowohl theoretisches Grundwissen zu Funktion, Struktur und Kompetenzen der Union vermittelt, als auch die Möglichkeit zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der europäischen Integration geboten.

Die Seminargebühr beträgt pro Person 10 Euro. Das Seminar ist anerkannt als Arbeitnehmerweiterbildung („Bildungsurlaub“). Eine entsprechende Bescheinigung stellt die Europäische Akademie zur Verfügung.

Die Seminarleitung hat Viktor Eberl von der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen. EUROPE DIRECT Aachen begleitet das Seminar und stellt kostenloses EU-Informationsmaterial zur Verfügung.

Die Anmeldung ist noch bis zum 4. Oktober online möglich unter: https://ogy.de/2021-EU-Seminar

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Universität Köln und Dr. Hans Riegel-Stiftung zeichnen Schüler*Innen für besonders gute, vorwissenschaftliche Arbeiten aus

Region/Bonn/Köln – Was haben Wasserversorgung, Kondensmilch und elektromagnetischer Linearbeschleuniger gemeinsam? Es sind drei Themenfelder herausragender Seminararbeiten, mit denen Schülerinnen und Schüler aus dem Großraum Köln und anliegender Kreise einen Dr. Hans Riegel-Fachpreis gewonnen haben.

Insgesamt 15 Arbeiten, in den Fächern Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik haben die Universität zu Köln und die Dr. Hans Riegel-Stiftung prämiert. Mit den Preisen werden jährlich besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten geehrt. Auch wenn dieses Jahr Corona-bedingt die Preisverleihung erneut nur digital möglich war, die Dr. Hans Riegel-Fachpreise an der Universität zu Köln fanden statt und das Themenspektrum war wie gewohnt beachtlich.

Dem Fokus auf MINT-Fächer entsprechend, wurden 88 Schülerarbeiten – und damit doppelt so viele wie im Vorjahr – in den Fächern Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik eingereicht. Eine Experten-Jury der Universität zu Köln bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien, wobei besonders kreative Themenstellungen sowie ein deutlich erkennbarer praktischer Eigenanteil (z. B. in Form von Experimenten) wichtige Einflussgrößen der Prämierung waren.

Prof. Dr. Martin Hülskamp, Studiendekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät: „Wissenschaftliches Arbeiten beinhaltet die Entwicklung origineller Ideen, eigenständige und exakte Forschung und Dokumentation. Die Bandbreite der Themen spiegelt den Forschergeist unserer Preisträgerinnen und Preisträger wider; von der Wirksamkeit des mRNA-Impfstoffes bis hin zu Rekultivierungsmaßnahmen nach einem geschlossenen Tagebau wurden aktuelle Fragestellungen auf hohem Niveau bearbeitet.“

Prof. Ingeborg Henzler, Vorstandsmitglied der Dr. Hans Riegel-Stiftung, ergänzt: „Talente zu finden und zu fördern, sie zu begleiten und zu vernetzen – das gehört u. a. zu den Schwerpunkten der Dr. Hans Riegel-Stiftung. Wir sehen in der Förderung der MINT-Bildung eine wichtige Basis zur Sicherung und Gestaltung unserer ökologischen
und ökonomischen Zukunft! Auf die Preisträger*innen warten spannende Einstiegs-, Seminar-, Tagungs- & Akademie-Angebote. Es ist der Anfang einer langfristigen, nachhaltigen Förderung junger MINT-Talente durch die Dr. Hans Riegel-Stiftung.“

Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise sind in jedem Fach dotiert mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz. Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung für die Betreuung der Schülerarbeiten durch die jeweiligen Fachlehrerinnen und -lehrer.

Neben den rund 7.000 Euro Preisgeldern ermöglichen die Dr. Hans Riegel-Fachpreise den Zugang zu nachhaltigen Förderangeboten in Form von kostenlosen Seminaren und Konferenzen. Die Stiftung des ehemaligen HARIBO-Mitinhabers Dr. Hans Riegel engagiert sich insbesondere in der Bildungsförderung – stets mit dem Ziel, junge Menschen bei der Gestaltung ihrer Zukunft zu unterstützen.

Weiterführende Informationen u. a. zu den Themen der ausgezeichneten Arbeiten sowie zu den Gewinnerinnen und Gewinnern finden Sie weiter unten im Anhang und auf:
www.hans-riegel-fachpreise.com http://www.mathnat.uni-koeln.de/11371.html

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125 Vereine haben sich beworben: Jetzt startet die Online-Abstimmung

Region/Mayen-Koblenz – evm stellt 18.000 Euro für den guten Zweck zur Verfügung – Abstimmung entscheidet über Gewinner. 125 Vereine haben sich bei der Energieversorgung Mittelrhein (evm) für einen extra Energieschub in Form von finanzieller Unterstützung beworben. 20 von ihnen können jetzt bis zu 3.000 Euro gewinnen. Welcher Verein wie viel Geld bekommt, entscheidet die Öffentlichkeit.

Denn ab sofort kann jeder einmal täglich unter www.evm.de/energieschub für seinen Lieblingsverein oder sein Lieblingsprojekt abstimmen.  „Wir wollen die Region fit für die Zukunft machen und gleichzeitig Menschen ermutigen und ihnen helfen, gemeinsam etwas zu bewegen“, erklärt evm-Pressesprecher Marcelo Peerenboom. „Dafür stellen wir insgesamt 18.000 Euro zu Verfügung, die sich auf 20 Gewinner aufteilen werden. Je mehr Stimmen die jeweiligen Projekte sammeln, desto mehr Geld bekommen sie.“ Für den Energieschub registrieren konnten sich Vereine, Institutionen und Gruppierungen aus der ganzen Region zwischen dem 1. und 29. September.

Online abstimmen bis 17. Oktober
Von der Gardeuniform für Nachwuchsfunken über den Mehrgenerationenspielplatz bis zum Großflächenmäher für den Fußballplatz – zahlreiche Projekte wurden von Vereinen, Gruppen und Institutionen für den Energieschub eingereicht. Fotos und eine kurze Beschreibung lesen Interessierte unter www.evm.de/energieschub, wo man auch abstimmen kann. Dabei müssen Nutzer sich nicht festlegen: Jeden Tag können sie für ein beliebiges Projekt abstimmen.  Auf einer Bestenliste wird angezeigt, welcher Verein aktuell welchen Platz belegt. Die Abstimmung ist bis Sonntag, 17. Oktober, geöffnet. Danach wertet die evm die Stimmen aus und gibt die Gewinner bekannt. „Es sind wirklich viele tolle Projekte dabei“, so Peerenboom. „Wir sind gespannt, welche die Favoriten der Allgemeinheit sind und freuen uns auf einen spannenden Wettbewerb.“