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„Ein unglaublicher Luxus“ – 500 Jahre Kirche St. Anna in Ulmen-Meiserich

Ulmen-Meiserich – In dem zur Pfarreiengemeinschaft Ulmen und dem Dekanat Cochem gehörenden Dorf Meiserich ist am 03. Oktober die Einsegnung der Filialkirche St. Anna vor 500 Jahren gefeiert worden – mit von Bischof Dr. Stephan Ackermann zelebriertem Festgottesdienst sowie Begegnung auf dem Dorfplatz, Sternwallfahrt und Andacht.

Die kleine spätgotische Kirche, ein verputzter Bruchsteinbau mit dreigeschossigem Turm und einem Holzaltar aus dem 17. Jahrhundert als kunstgeschichtlichem Schmuckstück, steht am unteren Rand des Dorfes Meiserich. Und es gibt noch die originale Stiftungsurkunde über die Einsegnung durch den Kölner Weihbischof vom 10. Oktober 1521. Das sei sicherlich vor 500 Jahren ein großes Fest gewesen, mutmaßen die Organisatoren des Jubiläums. Inzwischen sei an dem Gotteshaus viel geplant, gearbeitet und renoviert worden, und die nächste Außensanierung sei bereits ins Auge gefasst, heißt es außerdem in der Einladung zum Jubiläum.

„Mögen noch viele Menschen mit und nach uns sich an diesem Ort von Gottes Botschaft berühren lassen“, erklärte Bischof Ackermann am Ende des Festgottesdienstes. In seiner Predigt hatte er den Begriff „heilig“ beleuchtet und den Ursinn des Wortes als „herausgenommen aus dem alltäglichen Leben“ bezeichnet. Genau damit habe die Errichtung eines Kirchenraums wie diese Filialkirche zu tun, betonte Ackermann. Denn eine Kirche sei als ein Raum, der Gott gehöre, „ein starkes und wichtiges Bekenntnis zu etwas, das nicht unserer Logik von Kosten und Nutzen unterliegt, ein unglaublicher Luxus also“, sagte er. Ja, Christen sollten sich Kirchen leisten, denn es gebe mehr als Arbeit und Freizeit. So sprächen Kirchenräume neben der Verehrung Gottes auch von der Würde des Menschen und dem Sinn des Lebens. „Gottes Botschaft hängt aber nicht an Steinen“, räumte der Bischof ein. Erst wenn der Mensch Gott Raum gebe und ihn groß halte, werde das eigene Leben größer und weiter.

An dem Festgottesdienst wirkten neben Bischof Ackermann Diakon Wilfried Puth und Gemeindereferentin Sigrid Rick mit sowie – in der musikalischen Gestaltung –Organist Paulernst Lindner, Solist Helmut Schmitt und der Chor „Üßbachlerchen“. Kinder brachten Erntegaben zum Altar; der Bischof erteilte den Früchten der Gärten und Felder den Erntedanksegen.

Zur anschließenden geselligen Begegnung waren auf dem Dorfplatz Zelte aufgebaut. Zur Andacht am Nachmittag kamen die Gläubigen aus der Stadt Ulmen und den umliegenden Dörfern als Sternwallfahrer.

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Anica Hauswald erhält den Kunstpreis 2021 des Kreises Düren

Düren – An sich glauben, nie aufgeben und aufstehen, wenn man umgefallen ist – das beschreibt Anica Hauswalds Einstellung sehr gut. Sie ist die Kunstpreisträgerin 2021 des Kreises Düren. „Ohne diese Einstellung, wäre ich heute nicht hier“, sagte sie bei ihrer Dankesrede während der Preisverleihung am Dienstag 05. Oktober im Kreishaus.

„Es war nicht die erste Bewerbung für den Kunstpreis des Kreises Düren“, sagt die 35-Jährige ganz offen. In diesem Jahr aber hat die hochrangig besetzte Jury um Landrat Wolfgang Spelthahn die gebürtige Dürenerin aus rund 30 Bewerbungen ausgewählt. „Die Entscheidung fiel nicht sehr schwer, das Pendel schlug sehr stark aus“, betont der Landrat bei seiner Begrüßungsrede. Hartnäckigkeit zahlt sich aus. „Ich freue mich, dass wir Ihnen heute den Preis verleihen können und auf das, was in Zukunft noch folgt“, ergänzte er.

Hauswalds Arbeiten überzeugen durch „ungewöhnliche Materialien, mutige und individuelle Kombinationen, einer besonderen Ehrlichkeit und Authentizität“, sagt Luzia Schlösser, Leiterin des Burgenmuseums Nideggen sowie des Glasmalerei-Museums Linnich, bei der Laudatio. Sie vertrat Prof. Dr. Frank Günter Zehnder, Leiter der Internationalen Kunstakademie Heimbach, der am Abend nicht persönlich anwesend sein konnte. Er ließ ausrichten ließ, dass er sich auf die kommende Ausstellung von Hauswald in der Kunstakademie freue. Denn das ist ein Teil des Preises. Sie darf dort im kommenden Jahr, im Jubiläumsjahr des Kreises Düren, ihre Werke präsentieren. Zudem erhält sie dank der Sparkasse Düren einen 5000-Euro-Zuschuss zu dem Katalog sowie 5000 Euro als Preisgeld.

„Ich freue mich sehr darüber, dass Sie die Qualität und das Potenzial meiner Arbeit sehen. Danke für die Wertschätzung“, sagte Hauswald, die sich nicht nur bei der Jury, sondern bei ihren Wegbegleitern herzlich für die Unterstützung bedankte. Sie lebt heute in Düsseldorf, wo sie auch an der Kunstakademie gelernt hat und den begehrten Titel „Meisterschülerin“ erhielt. Machte sie sich zunächst vor allem mit Kunstfell-Arbeiten einen Namen, so steht nun vor allem die freie Malerei im Mittepunkt ihres Schaffens. Besonders in der Coronapandemie half ihr die Kunst. „Im Außen war so viel Stillstand, Negativität und Angst, dass ich dem etwas entgegensetzen musste“, sagte sie. So kamen besonders Licht, Farbe und Bewegung in ihren Werken zum Ausdruck. Eine hochrangige Jury wählt alle zwei Jahre die Preisträger aus, die in besonderer Weise mit dem Kreis Düren verbunden sind.

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Unternehmen können seit gestern Überbrückungshilfe III Plus für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 beantragen

Region/Berlin – Von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen können seit gestern Anträge auf die bis zum Jahresende verlängerte Überbrückungshilfe III Plus für den Förderzeitraum Oktober bis Dezember 2021 stellen. Die Anträge sind durch prüfende Dritte über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de einzureichen. Die Antragsfrist wird bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Die maßgeblichen Förderbedingungen sind in Form von FAQ auf der Plattform veröffentlicht.

Die deutsche Wirtschaft hat über den Sommer eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt, dennoch gibt es weiterhin Bereiche, die unter Corona-bedingten Einschränkungen leiden. Diese Unternehmen können die verlängerte Überbrückungshilfe III Plus weiter in Anspruch nehmen.

Die bis Jahresende verlängerte Überbrückungshilfe III Plus ist inhaltlich nahezu un­verändert zur Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Juli bis September. Auch in der verlängerten Überbrückungshilfe III Plus sind Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Außerdem können all jene Unternehmen einen Antrag stellen, die im Juni 2021 für die Über­brückungshilfe III antragsberechtigt und im Juli von der Hochwasserkatastrophe betroffen waren.

Unternehmen, die bereits die Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Juli bis September 2021 erhalten haben, und weitere Hilfe benötigen, können die Förderung für die Verlängerungsmonate Oktober bis Dezember 2021 einfach über einen Änderungsantrag erhalten. Alle Unternehmen, die bislang noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe III Plus gestellt haben, können jetzt einen Erstantrag für die volle Förderperiode Juli bis Dezember 2021 stellen. Damit die Hilfen schnell wirken, können die Unternehmen bei Erstanträgen auch Abschlagszahlungen in Höhe von bis zu 100.000 Euro pro Monat erhalten.

Verlängert wird auch die Neustarthilfe Plus für Soloselbständige. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember können Soloselbstständige, deren Umsatz durch Corona weiter eingeschränkt ist, damit zusätzlich bis zu 4.500 Euro Unterstützung erhalten. Die Antragsstellung in der Neustarthilfe Plus für das 4. Quartal ist voraussichtlich Mitte Oktober möglich. Details zur Antragsstellung werden zeitnah auf der Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de veröffentlicht.

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Wirtschaft

Gute Nachrichten vom Handwerk für das Ahrtal

Koblenz/Bad Neuenahr-Ahrweiler – Ausbildungszahlen im Landkreis Ahrweiler steigen / in vielen hochwassergeschädigten Unternehmen läuft Betrieb wieder. Nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal Mitte Juli ist und bleibt gerade das Handwerk auf Deutschlands größter Wiederaufbaustelle gefragt. „Die Hilfsangebote kommen aus allen Teilen der Bundesrepublik und lassen nicht nach“, weiß die Handwerkskammer (HwK) Koblenz. Doch auch regionale, oft vom Hochwasser selbst betroffene Handwerksbetriebe, sind nach enormen Anstrengungen beim eigenen Wiederaufbau Teil des großen Ahrtal-Projektes. Über die Internetseite www.handwerk-baut-auf.de werden handwerkliche Leistungen übersichtlich und nach Gewerken geordnet dargestellt. „Wir entwickeln diese Plattform kontinuierlich weiter, um die ständig wechselnden Anforderungen zu kommunizieren und auch die Planung zu optimieren“, beschreibt HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich einen dynamischen Prozess, der den Wiederaufbau begleiten und in seiner Koordination ständig verbessern soll.

In der Flutnacht Mitte Juli wurde auch die Bäckerei von Wido Ockenfels in Mayschoß weitestgehend zerstört. In einem Teilbereich kann er nach umfangreichen Reinigungs- und Aufbauleistungen nun wieder backen – und hat damit für sich und seine Kundschaft auch ein Stück Normalität zurückerobert. Foto: Klaus Herzmann

Gute Nachrichten gibt es auch von der Ausbildungsberatung der HwK Koblenz: die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse im Landkreis Ahrweiler, in dem auch die rund 600 Betriebe des Ahrtals liegen, ist gestiegen! „Die gelegentlich geäußerte Befürchtung, Ausbildung spiele für das Ahr-Handwerk nach den Auswirkungen der Flut nun erstmal nur eine Nebenrolle, wird über Zahlen deutlich widerlegt“, äußert Hellrich. Im Vergleich zum Vorjahr (256) sind es zum 31. September 2021 sogar 272 neue Ausbildungsverhältnisse. „Hochwasserbedingte Lehrabbrüche gab es in keinem einzigen Fall“, weiß die zuständige Beraterin Claudia Wildermann aus der Praxis. Im Gegenteil: Es gibt Fälle, da wurde gerade über Aufräum- und Reinigungsarbeiten eine erstklassige Bewerbung in den zerstörten Handwerksbetrieben „eingereicht“. So in der Tischlerei Rönnefarth (Dernau). „Einer unserer Praktikanten hat sich mit vollem Einsatz und viel Motivation so stark eingesetzt, dass wir ihn entgegen unserer ursprünglichen Planung als vierten neuen Lehrling eingestellt haben“, berichtet Tischlermeister Maik Rönnefarth. Der 23-jährige Jan Schreiner ergänzt nun die „Holzwürmer“-Truppe.

Und auch die Bäckerei von Wido Ockenfels in Mayschoß sendet eindeutig positive Nachrichten – in Geruchsform und verursacht durch frisches Backwerk: nach der Flut werden nun wieder frische Brötchen und Brot in der Traditionsbäckerei hergestellt. „Das war beim Anblick meiner Verkaufs- und Produktionsräume am Tag nach der nächtlichen Flut so überhaupt nicht vorstellbar“, räumt der 46-jährige Bäckermeister ein, der seit 2006 in Mayschoß lebt und arbeitet. Doch wie viele andere auch ging er nach der Katastrophe in die Offensive: Aufräumen, Putzen, Instandsetzen und Weitermachen. In der Nacht zum 6. Oktober kehrte dann ein Stückchen Normalität zurück in seine Backstube und die Knetmaschinen wie auch die Öfen liefen. Am Morgen gingen dann nach fast drei Monaten Zwangspause die ersten frischen Brötchen über den improvisierten Verkaufstresen an die wartenden und dankbaren Kunden.

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Top-Events Tourismus

Feuriges Familien-Spektakel – Drachenfest am Sonntag 10. Oktober im Seepark Zülpich

Zülpich – Der feuerspeiende Drache „Fangdorn“ ist wieder im Seepark Zülpich zu Gast und hat spannende Geschichten mitgebracht. Beim Drachenfest, das am Sonntag, 10. Oktober, von 10:00 und 18:00 Uhr stattfindet, können sich die Besucherinnen und Besucher auch in diesem Jahr wieder im herbstlich dekorierten Park von diesem einmaligen Theaterspektakel begeistern lassen.

Mit seinem spektakulären Auftreten macht „Fangdorn“ aus dem Drachenfest ein unvergleichliches Ereignis für Jung und Alt. Die einzigartige, etwa 20-minütige Show findet um 11:00, 13:00, 14:00, 15:00 und 17:00 Uhr auf dem Seeplateau statt.

Passend dazu können sich die kleinen Gäste an mehreren Stellen im Seepark professionell schminken lassen. Auch die Bastelwerkstatt ist während des Drachenfestes wieder für Jung und Alt geöffnet. Mamas und Papas, Omas und Opas können mit ihren Kindern oder Enkeln
tolle Drachen basteln und und diese anschließend auf der großen Drachenwiese steigen lassen. Und in der Drachen- und Hexenbesenflugschule können sogar wunderschöne Drachenflügel und Hexenbesen gebastelt werden. Das gemeinsame Drachensteigenlassen
von gebastelten und mitgebrachten Drachen findet dann ab 15:00 Uhr auf dem Seeplateau statt.

Darüber hinaus sorgen Fahrzeuge für jedes Alter, Bungee-Trampoline, ein historisches Karussell sowie Drachen- und Zirkushüpfburg für viel Bewegung. Nicht zuletzt werden beim Drachenfest auch wieder Ponyreiten und ein Streichelzoo angeboten.

In den Mustergärten auf der Seepromenade gibt es während des Drachenfestes um 11:20, 12:20, 14:20, 15:20 und 16:20 Uhr zauberhafte Märchen und Erzählungen mit der Märchenerzählerin Ketlin Wünschestein. Für Spaß und Kurzweil sorgen außerdem
der um 13:30, 15:30 Und 16:30 Uhr stattfindende Zirkus-Workshop mit dem Projektzirkus Liaison, die Spielaktionsangebote sowie der ganztägige Riesenseifenblasenzauber mit der Hexe Furiana und um 13:30, 15:30 und 16.30 Uhr die phantastischen Walking-Acts von Pantao.

Auch für das leibliche Wohl wird beim diesjährigen Drachenfest wieder bestens gesorgt. Die Besucherinnen und Besucher können sich bei Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken im Seehaus stärken und am Gärtnermarkt (in der Nähe des Haupteingangs), auf der Eventfläche oberhalb der Freitreppe und an der Parkgastronomie „Strandbud“ werden leckere Köstlichkeiten und Getränke für jeden Geschmack
angeboten.

Eintrittskarten für das Drachenfest sind im Vorverkauf an der Kasse des Seepark Zülpich (Am Wassersportsee 7, 53909 Zülpich), an der Information im Zülpicher Rathaus (Markt 21, 53909 Zülpich) und online unter www.seepark-zuelpich.de erhältlich. Die Tageskasse am Haupteingang öffnet am Veranstaltungstag um 10:00 Uhr. Drachenfest-Gäste, die bereits im Vorverkauf ein Ticket erworben haben, erhalten schon ab 9:00 Uhr Zutritt zum Seepark.

Nach aktueller Corona-Verordnungslage wird für den Besuch des Drachenfestes ein 3G-Nachweis (= geimpft, getestet oder genesen) benötigt. Schulpflichtige Kinder und Jugendliche gelten aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen und müssen lediglich ihren Schülerausweis vorlegen.

Kinder bis zum Schuleintritt sind ohne Durchführung eines Coronatests getesteten Personen gleichgestellt.

Für Inhaber einer Dauerkarte für die Saison 2021 im Seepark Zülpich sowie für Kinder unter 3 Jahren ist der Eintritt frei.

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Wirtschaft

45-jähriges Betriebs-Jubiläum bei Brohl Wellpappe in Mayen

Mayen – Die Geschäftsleitung der Brohl Wellpappe GmbH & Co. KG zeichnete vergangene Woche 28 Kolleginnen und Kollegen für 25-jährige, 35-jährige , 40-jährige und sogar 45-jährige Betriebszugehörigkeit aus. Im Rahmen einer kleinen Feier bedankten sich die Geschäftsleitung sowie der Betriebsrat für die langjährige Mitarbeit und Verbundenheit zum Unternehmen und brachten ihre Anerkennung zum Ausdruck. Verbunden mit den besten Wünschen für die private und berufliche Zukunft überreichten Maximilian, Detlef und Hans-Joachim Boltersdorf den Jubilaren ihre Ehrenurkunden.

Auf Grund der Corona-Situation musste die Feier im vergangenen Jahr abgesagt werden und konnte nun, ein Jahr später,  nachgeholt werden.

Die Brohl Wellpappe GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Mayen gehört zu einer der modernsten Fertigungsstätten für hochwertige Verpackungen und Displays aus Well- und Vollpappe in Deutschland. Neben dem Werk in Mayen gibt es Standorte in Föhren, Wittlich, Sinn-Fleisbach, Niederzier sowie im niederländischen Nijmegen und Dronten mit insgesamt über 600 Mitarbeitern.

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1. Wasserstoff-Messe des Kreises Düren am Freitag 08. Oktober

Düren – Der Wasserstoff ist eines der großen Themen des Kreises Düren. Er wird vor allem im Öffentlichen Nahverkehr bereits Ende des Jahres für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar, denn dann werden die ersten Wasserstoffbusse im Kreis eingesetzt. Bis dahin gibt allerdings keineswegs Stillstand – im Gegenteil. Denn am Freitag, 8. Oktober, veranstaltet der Kreis Düren von 11 bis 18 Uhr seine 1. Wasserstoff-Messe im Stadtgarten des Brückenkopf-Parks in Jülich.

Mit einem kleinen Rahmenprogramm wird die 1. Wasserstoff-Messe des Kreises Düren um 11 Uhr eröffnet, die allen Interessierten im Laufe des Tages verschiedene Einblicke in die Welt des Wasserstoffs gewährt. „Wir freuen uns ganz besonders, dass sich diverse Aussteller aus den Bereichen Mobilität, Forschung, Unternehmerschaft und Anwendung als Aussteller angemeldet haben und wir den Bürgerinnen und Bürgern so einen umfassenden Überblick bieten können“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Die Aussteller werden an diesem Tag ihre Arbeit vorstellen und für vielfältige Fragen der Besucherinnen und Besucher zur Verfügung stehen. Mobilitätsanwendungen von PKW über Busse bis hin zu Zügen werden vor Ort gezeigt, darüber hinaus industrielle Prozesse bzw. Produkte und Initiativen, die die Entwicklung der Wasserstoff-Technologie gemeinsam vorantreiben wollen. Partner aus Forschung und Anwendung werden im Rahmen der Veranstaltung ihre Arbeit in Kurzvorträgen vorstellen und stehen vor Ort für individuelle Gespräche bereit.

Eine Teilnahme an der offiziellen Eröffnung ist nach Anmeldung möglich. Melden Sie sich hierzu bis spätestens Donnerstag, 7. Oktober, bei Frank Burkard (02421.221061121, f.burkard@kreis-dueren.de) oder Marius Richter (02421.221061122, m.richter@kreis-dueren.de) an. Für den Besuch der Messe benötigen Sie keine Anmeldung.

Die über das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Bundesprogramms „Unter-nehmen Revier“ geförderte Veranstaltung im Stadtgarten des Brückenkopf-Parks ist öffentlich zugänglich über den Eingang Kirmesbrücke (Ellbachstraße) und richtet sich ausdrücklich an alle Interessengruppen aus Bürgerschaft, Schulen, Unternehmen etc.

Folgende Partner haben bereits eine Zusage erteilt und werden vor Ort Einblicke in ihre Arbeit gewähren: ALSTOM, Brainergy Park Jülich, Caetano Bus, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Forschungszent-rum Jülich, Future Mobility Park, HyCologne, Hydrogen Hub Aachen, Hyundai, Kinto, Messer Group, NEA-Group, NPROXX, PM Pfennings, TH Köln, Toyota, Westnetz und Zoeller-Kipper.

Der Eintritt in den Stadtgarten des Brückenkopf-Parks ist an diesem Tag für Besucher der 1. Wasserstoff-Messe des Kreises Düren frei.

In den Veranstaltungsräumen gilt die 3G-Regel, in den Innenräumen gilt Maskenpflicht.

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Logovorstellung UEFA EURO 2024 „United by football – vereint im Herzen Europas“ Köln ist Gastgeberstadt

Region/Hennef – In weniger als 1.000 Tagen beginnt die UEFA EURO 2024. Vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 wird Deutschland zum zweiten Mal nach 1988 Gastgeber einer Fußball-Europameisterschaft sein.  Am Abend wurde im Olympiastadion Berlin um 20.24 Uhr die Markenidentität für die UEFA EURO 2024 enthüllt, die in weniger als drei Jahren in zehn deutschen Städten ausgetragen wird.

Präsentiert wurden auch das Motto der EURO 2024 – „United by Football. Vereint im Herzen Europas” – sowie die Logos der zehn Austragungsstädte, auf denen bekannte Wahrzeichen zu sehen sind. Die Grundfarben des Turnierlogos sind den Landesflaggen der 55 UEFA-Mitgliedsverbände in verschiedenen Kombinationen entlehnt. Die Marke steht für eine von Vielfalt geprägte Endrunde, bei der alle willkommen sind. Das Motto „United by Football. Vereint im Herzen Europas“, das bereits während des deutschen Bewerbungsprozesses genutzt wurde, verstärkt diese Botschaft.

Turnierdirektor Philipp Lahm sagt: „Die EURO 2024 wird eine Endrunde für alle sein, und wir freuen uns darauf, Fans aus ganz Europa und aller Welt im Sommer 2024 in Deutschland zu begrüßen. Zusammen werden wir eine tolle Fußballparty feiern. Das Logo und die Markenidentität des Turniers verdeutlichen diese Botschaft auf perfekte Art und Weise.”

Zeitgleich mit dem offiziellen Startschuss in Berlin startet auch die Stadt Köln die digitale Kampagne zur Vorstellung des Kölner Host-City-Logos. Unter dem Motto „Wir sind Gastgeberstadt“ bringt Köln den Ball virtuell ins Rollen. Unter anderem sind Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Fußball-Weltmeister Lukas Podolski Teil der Kampagne, die auf digitalen Werbeflächen im gesamten Stadtgebiet und in den sozialen Medien ausgespielt wird.

„Die UEFA EURO 2024 wird ein großartiges Fußballfest. In Köln erwarten wir die besten Mannschaften und Spieler unseres Kontinents. Und natürlich freuen wir uns auf zahlreiche Fans aus dem In- und Ausland. Wir werden als Fußball-Verband Mittelrhein dazu beitragen, dass sich unsere fußballbegeisterte Region gastfreundlich und weltoffen präsentiert. Mit der UEFA EURO 2024 bietet sich auch die große Chance, unseren Amateurfußball nachhaltig zu stärken. Die Chance wollen wir nutzen, damit unsere Vereine langfristig gut aufgestellt sind“, erklärt Bernd Neuendorf, Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein.

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Eifel-Gäng kaperte den Saal Gier

Kall – Das Trio Günter Hochgürtel, Ralf Kramp und Manni Lang löste zum zehnjährigen Bestehen Begeisterungsstürme aus – Eine gelungene Wiederbelebung des Kulturprogramms – „Eifeler Kirmesschlägereien sind keine Gewalt sondern Folklore“ – Politiker im Sumpf der Sünde.

Die chaotische Eifelgäng mit den Protagonisten Günter Hochgürtel, Manfred Lang und Ralf Kramp gastierte im voll besetzten Saal Gier in Kall. Foto: Reiner Züll

Drei Stunden lang Gesang, Klamauk und schwarzer Humor waren angesagt, als die berüchtigte Eifel-Gäng am ersten Oktoberfreitag in den Saal Gier in Kall einfielen. Sowohl für den Verein zur Erhaltung der Gaststätte als auch für die Gäng-Protagonisten Günter Hochgürten, Ralf Kramp und Manni Lang war der Abend nach langer Corona-Pause eine wohltuende Wiederbelebung. Der laut den Corona-Bestimmungen mit maximal erlaubten 100 Personen besetzte Saal zeigte, dass auch das Publikum froh und dankbar ist, dass es nach monatelanger Kultur-Abstinenz im Gasthaus Gier endlich wieder losgehen kann.

Zwei sitzen, einer agiert: Das Zweisitzer-Sofa wechselte im Verlauf des Abends ständig seine Benutzer. Foto: Reiner Züll

Für die Eifel-Gäng war der 1. Oktober zudem ein ganz besonderes Datum, denn auf den Tag genau waren es zehn Jahre her, das sie sich die Drei zusammenschlossen und begannen, die Eifel auf ihre ganz besondere Art unsicher zu machen. Inzwischen hat das Trio mit dem Erfolgsrezept „Einer singt, einer liest und einer trägt vor“, in der Eifel Kult-Status erreicht.

Der Abend hätte auch unter der Prämisse stehen können „zwei sitzen, einer agiert“, denn die drei Akteure wechselten sich ab mit Gesang von „Schinderhunnes“ Günter Hochgürtel, dem schwarzen Humor vom „Al Capone von Hillesheim“, Ralf Kramp, und den Eifeler Geschichten von dem im Priesterhabitat gekleideten „Diak(l)on aus Lückerath“, Manni Lang. Während Krimi-Autor Ralf Kramp zum Beispiel seine schaurige Geschichten vorlas, saßen Manni Lang und Günter Hochgürtel auf einem zweisitzigen Sofa und prosteten sich zu.

Im Dreiertakt wechselte sich so die Besetzung auf dem Sofa ab. Als gleich zum Beginn des Abends die Leselampe auf Kramps Beistelltisch streikte, bemühten sich alle drei Protagonisten gemeinsam, der Lampe etwas Beleuchtung abzulocken. Ob der Leuchtkörper tatsächlich defekt war, oder die Licht-Panne zum Programm gehörte, blieb dem Publikum zunächst verborgen, denn als sich das Trio nach einer Stunde in die Pause begab, leuchtete das Licht plötzlich auf.

„Verzweiflung“ lautete ein Kurzgedicht von Ralf Kramp, in dem der Verzweifelte seit einem Jahr auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau sei. Nach einer längeren Pause gab dann Kramp die schwarz-humorige Auflösung: „Das ist alles nicht zum Lachen – wirklich, keiner will es machen“. Und auch mit seiner mörderischen Insterburg&Co-Parodie strapazierte Kramp die Lachmuskeln der Besucher aufs schärfste. „Ich erschlug einen Küster in Krekel, der war ein  richtiges Ekel“ oder „ich killte ‚nen Lehrer in Weyer, der ging mir so auf die – Neven“, löste der Hillesheimer ebenso Beifallstürme aus, wie seine Laudatio auf seinen singenden Gäng-Kollegen Günter Hochgürtel, der anfangs seiner musikalischen Karriere singende Glückwunschkarte für Kindergeburtstage und Altentage gewesen sei. Hochgürtels Gitarre stamme aus dem Sargholz seiner verstorbenen Erbtante. Und das bekannte Lied „Oh du schöner Westerwald“ beherrsche er in 19 Sprachen. Kramp: „Seitdem er sich der Gäng angeschlossen hat, tingelt er nun als Gesetzloser durch die Eifel“.

„Schinderhunnes“ Hochgürtel glänzte sowohl mit seiner Gitarre als auch mit seinem Banjo. „Der jrößte Depp, es menge Schwoger Hepp“, „Himbeermarmelad“ und das Lied vom „Ribbelche“ animierten das Publikum zum Mitsingen. Als ein Hoffnungssignal nach der schlimmen Flutkatastrophe im Juli  könnte das Lied „Es wird schon bald wieder aufwärts gehen“ geeignet sein. Geschunkelt wurde, als Hochgürtel den Song „In der aale Kaschemm“ vortrug, und das mit einem Lob an den Kneipenverein verband, durch dessen Engagement das Gasthaus Gier erhalten werden konnte.

Als Meister des Eifeler Dialektes zeigte sich Manni Lang, für den die Eifeler Kirmesschlägereien nichts mit Gewalt zu tun haben, sondern Folklore sind.  Die Aufforderung „don de Brill us, me jon vür de Dür“ seien Zeichen der Fürsorge, damit die Brille nicht zu Bruch gehe. Zudem seien Schlägereien heutzutage nicht mehr nur an Kirmes gebunden.

Der Lückerather Diak(l)on brachte den Saal zum Toben, als er die Geschichte von drei Kaller Politikern erzählte, die am Himmelstor von Petrus aufgefordert wurden, für den Eintritt in den Himmel den Sumpf der Lüge zu durchwaten. Die Einstellung der Politik zur Landwirtschaft erklärte Lang am Beispiel, was die einzelnen Parteien wohl mit zwei Kühen machen würden, wenn beide einem Landwirt gehören und der Nachbar keine hat.

Abschied nach einem furiosen Abend im Saal Gier. Die Gäng wird nächstes Jahr wieder in Kall gastieren. Foto: Reiner Züll

Es war nach 23 Uhr, als das Trio sich mit dem Finalsong „Et es jetz Zit zum heem john“ und dem Bekenntnis „denn et es spät un mir sen möd“ musikalisch verabschiedete und vom Publikum mit anhaltendem Beifall bedacht  wurde. Vereinsvorsitzender Uwe Schubinski bedankte sich bei der Gäng in der Hoffnung, das Trio im nächsten Jahr wieder im Saal Gier begrüßen zu können.

Zwei weitere, bereits ausverkaufte Veranstaltungen im Saal Gier werfen ihre Schatten voraus. Am Samstag, 6. November, ist das Trio Gerd Köster, Frank Hocker & Helmut Krumminga beim Kneipenverein zu Gast. Eine Wochen später, am Freitag, 13. November, findet im Saal die Travestie-Show mit „Regina Red“ alias René Schaffrath statt.

Am Sonntag, 5. Dezember wird es in und vor der Gaststätte Gier wieder einen Weihnachtsmarkt geben, dem sich eine Woche später, am Freitag, 11. Dezember, die siebte Schockermeisterschaft um den „Luischen-Cup“ anschließt. (Reiner Züll)

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Europafest am Grashaus in Aachen findet am Samstag 09. Oktober statt

Aachen – Bereits zum fünften Mal in Folge ist das Grashaus der Stadt Aachen von der EU-Kommission als EUROPE DIRECT-Informationszentrum ausgewählt worden. Um die erneute Auszeichnung gebührend zu feiern, findet am Samstag, 9. Oktober, von 11 bis 17 Uhr das Europafest am Fischmarkt 3 statt.

Die Nutzer*innen des Grashauses, EUROPE DIRECT Aachen, die Route Charlemagne mit dem Europäischen Klassenzimmer und die Karlspreisstiftung, laden in enger Kooperation mit IG Domviertel am kommenden Samstag dazu ein, Europa vor Ort live zu erleben. Neben kostenlosem Infomaterial über Europa und die EU wird ein Quiz mit Verlosung veranstaltet, stündlich finden Führungen durch das Grashaus statt, ab 14 Uhr bietet das mobile Café Helmut gratis Kaffeespezialitäten an und Kinder können Europamotive ausmalen

und Buttons gestalten. Der Grashaus-Vogel wird vor Ort auf T-Shirts gedruckt, die kostenlos mitgenommen werden können. Die Europastadt Aachen wird beleuchtet und Europa-Initiativen samt grenzüberschreitender Projekte der Euregio Maas-Rhein werden vorgestellt. Die Moderation übernimmt Eva Onkels. Zu Gast sein werden auch andere Initiativen und Organisationen, die sich auf vielfältige Weise mit Europa und der EU beschäftigen.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Europa-Wunschbaum wird aufgestellt

Ein Hingucker wird der Europa-Wunschbaum sein, der letztes Jahr von über 100 Aachener Bürger*innen gestrickt wurde. Interessent*innen können ihre Wünsche an die Europapolitik auf eine Postkarte oder in digitaler Form in einem Padlet eintragen, die zu einem späteren Zeitpunkt an die Europaabgeordneten der Region Aachen übergeben werden. Die Aktion ist eine Kooperation von EUROPE DIRECT Aachen mit Görg Wolle und der Aachener Künstlerin Monika Nordhausen.