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Auch das Pfarrhaus wurde zerstört – Paderborner überreichten Spendenscheck über 16.000 Euro

Kall/Paderborn – Die Kolpingfamilie hatte zu einem Treffen von Flutopfern in den Saal Gier eingeladen. Betroffene schilderten die Ereigniss der schrecklichen Nacht zum 15. Juli – Pfarrer Hellwig hat sein Büro nun in der Sakristei. Sie habe sich bisher nie mit der Arbeit der Kaller Kolpingfamilie beschäftigt, gestand eine Frau, die im Juli ein Opfer der schweren Flutkatastrophe geworden war. „Ich dachte, dass sind ein paar alte Leute, die einmal im Jahr eine Kaffeefahrt machen“, gestand sie am Sonntagmorgen bei einem Treffen von Kaller Flutopfern, zu dem die Kolpingfamilie Kall in den Saal Gier eingeladen hatte.

43 Flutopfer trafen sich auf Einladung der Kaller Kolpingfamilie im Saal
Gier, um über ihre Erlebnisse in der Flutnacht und den Tagen danach zu berichten. Foto: Reiner Züll

Grund des Treffens war die Übergabe eines Spendenschecks in Höhe von 16.000 Euro durch die Kolpingfamilie Paderborn, die seit Juli viele Kaller Familien unterstützt, die schwer von der Flutgetroffen worden sind. Der Vorsitzende des Paderborner Verein, Claus Meier, berichtete von vielen Aktionen, die in Ostwestfalen direkt nach dem schlimmen Ereignis für die Kaller Flutopfer-Hilfe organisiert worden seien.

Wie Hans-Peter Dederichs, der Sprecher des Leistungsteams der Kaller Kolpingfamilie berichtete, seien schon eine Woche nach der Flut die ersten 1000 Euro von Paderborn nach Kall gebracht worden, nachdem dort bekannt geworden war, dass viele Mitglieder der Kaller Kollegen bei der Flut ihr Haus oder ihre Wohnung verloren hatten. Nur eine Woche später habe er weitere 4000 Euro an Geschädigte verteilen können.

„Alle Aktionen, die wir bei uns veranstaltet haben, waren für die Freunde aus Kall bestimmt“, berichtete Claus Meier. Spendenaufrufe hätten ein großes Echo gefunden, so dass man immer Geld nach Kall habe bringen können. Meier: „Wir mit unseren 94 Mitgliedern haben aber noch nie eine Spendenaktion gestartet und waren total unerfahren“. Man habe auf einer Karte die Flutgebiete ausfindig gemacht und nachgeschaut, wo es in diesen Gebieten eine Kolpingfamilie gibt. Dabei sei man auf Kall gestoßen.

„Es sah in Kall aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte“, berichtete der Paderborner Arne Esch-Hagen, der in Erftstadt arbeitet, und der sich direkt nach dem Hochwasser in Kall ein Bild von den Zerstörungen gemacht und darüber in Paderborn berichtet hatte. Dabei, so berichtete Claus Meier, sei es recht schwierig gewesen, mit den Kallern in Kontakt zu treten, weil dort weder Telefon noch Internet funktioniert hätten. Über Arne Esch-Hagen sei schließlich der Kontakt zu Hans-Peter Dederichs hergestellt worden.

Dederichs berichtete, dass mit den Hilfen aus Ostwestfalen nicht nur Mitglieder der Kolpingfamilie unterstützt würden. Vielen Familien habe es am Nötigsten gefehlt und die Not sei noch immer groß.

Die Betroffenen des Hochwassers waren der Einladung der Kaller Kolpingfamilie jedoch nicht nur wegen der Scheckübergabe in den Saal Gier gefolgt. Die 43 Geschädigten, darunter auch der Kaller Pfarrer Hajo Hellwig, berichteten von den schlimmen Ereignissen der Nacht und den Tagen danach. So auch Pfarrer Hellwig, der sich im Juli ein paar freie Tage gegönnt hatte und bei seiner Rückkehr ein völlig verschlammtes und verwüstetes Pfarrhaus vorfand. Er wohne derzeit bei einem Mitglied des Pfarrgemeinderates, die Sakristei in der Kirche sei jetzt sein Büro. Das werde auch noch längere Zeit so bleiben müssen.

„Bei uns haben Leute geholfen, die habe ich noch im  Leben gesehen“, berichtete Fred Müller vom Kaller Kolping-Vorstand, dessen Haus im Vogtpesch ebenfalls verwüstet wurde.

Ihren Dank richtete eine Frau an die Spender aus Paderborn, die sie mit der Spende überrascht hätten, obwohl sich nicht Mitglied der Kaller Kolpingfamilie sei. Unter Tränen schilderte die 68-Jährige, wie sie sich im Haus vor den hereinstürzenden Wassermassen in Sicherheit bringen musste und durch die Flut alles verloren hat. Sie wohne derzeit bei einer Freundin in Oberschömbach in der Gemeinde Hellenthal und hoffe, dass sie bald wieder nach Kall zurückkehren kann, schilderte sie mit tränenerstickter Stimme.

Die große Hilfsbereitschaft wecke Hoffnung, war von vielen Betroffenen zu hören. Und fast alle äußerten ihren größten Wunsch, Weihnachten wieder in der eigenen Wohnung feiern zu können. Ein Flutopfer aus Kall, der in der Nacht „total abgesoffen“ ist und der auch durch die Spenden aus Paderborn unterstützt wird, bedankte sich bei Claus Müller auf ganz besondere Art: „Mit meinem Dank an Sie verbinde ich den Wunsch, dass der FC Paderborn im nächsten Jahr wieder in die erste Bundesliga aufsteigt“.

Die Teilnehmer des Flutopfer-Treffen im Saal Gier waren des Lobes voll über das soziale Engagement der Kolpingfamilien, das Vielen völlig unbekannt war. So auch die Frau, die Kolping bisher mit alten Leuten und Kaffeefahrten verband. Für sie stand nach dem Treffen fest: „Da werde ich Mitglied“.

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Der Impfbus kommt am Samstag 30. Oktober nach Ulmen

Ulmen – Am Samstag den 30. Oktober 2021 macht der Impfbus in Ulmen Halt. Von 09:00 bis 17:00 Uhr können sich Bürgerinnen und Bürger auf dem Netto-Parkplatz in Ulmen (Ritter-Heinrich-Straße 1, 56766 Ulmen) gegen COVID-19 impfen lassen. Eine vorherige Anmeldung oder Registrierung ist nicht notwendig. Eine Impfung mit BioNTech ist ab 12 Jahren möglich. Johnson & Johnson darf nur an volljährige Personen verimpft werden.

Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren können nur geimpft werden, wenn sie in Begleitung eines Sorgeberechtigten erscheinen. Eine schriftliche Einverständniserklärung eines Sorgeberechtigten, ohne dass dieser selbst vor Ort ist, genügt nur bei 16- und 17-Jährigen (siehe Muster).

Für die Impfung ist zwingend ein Personalausweis oder ein vergleichbares Ausweisdokument vorzulegen. Bei Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 17 Jahren genügt auch die Vorlage der Geburtsurkunde, des Schülerausweises, der Gesundheitskarte oder eines vergleichbaren Dokuments.

Sofern die Impfung im Impfausweis dokumentiert werden soll, ist dieser ebenfalls vom Impfling mitzubringen. Die Impfbusse können keine Impfausweise ausgeben. Sofern Sie oder Ihr Kind keinen Impfausweis besitzen, wird die Impfung auf einem Einlegeblatt dokumentiert. Der QR-Code für das digitale Impfzertifikat wird den Impflingen anschließend per Post zugestellt.

Sofern eine Impfung mit dem Impfstoff von BioNTech erfolgt, muss eine zweite Impfung im Abstand von drei bis sechs Wochen stattfinden. Bei der Impfung mit Johnson & Johnson ist keine Zweitimpfung nötig.

Für eine notwendige Zweitimpfung bestehen die folgenden Möglichkeiten:

  1. Der Impfbus ist auch im November in Rheinland-Pfalz unterwegs. Die Standorte und Termine finden Sie rechtzeitig unter corona.rlp.de.
  2. Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder einem sonstigen niedergelassenen Arzt auf.
  3. Kontaktieren Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 zur Vereinbarung eines Zweittermins bei einem niedergelassenen Arzt.
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Ministerpräsident Armin Laschet hat sein Amt niedergelegt

Region/Düsseldorf – Der Ministerpräsident hat am Montagmorgen gegenüber dem Präsidenten des Landtags seinen Rücktritt erklärt / Ministerinnen und Minister erhielten ihre Amtsbeendigungsurkunden. Die Staatskanzlei NRW teilt mit: Ministerpräsident Armin Laschet hat am Montagmorgen sein Amt niedergelegt. Der 11. Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen erklärte gegenüber dem Präsidenten des Landtags Nordrhein-Westfalen, André Kuper, seinen Rücktritt. Armin Laschet bleibt zunächst noch geschäftsführender Ministerpräsident. Mit der Rücktrittserklärung des Ministerpräsidenten endete auch das Amt aller übrigen Mitglieder der Landesregierung. Sie erhielten am Montagmorgen vom geschäftsführenden Ministerpräsidenten ihre Amtsbeendigungsurkunden. Gemäß der Landesverfassung bleiben die Ministerinnen und Minister der Landesregierung bis zur Amtsübernahme des Nachfolgers geschäftsführend im Amt.

In der Staatskanzlei verabschiedete sich der geschäftsführende Ministerpräsident Armin Laschet von seinen Ministerinnen und Ministern und blickte auf die Regierungsarbeit der über vier vergangenen Jahre zurück. Laschet: „Mir war wichtig, ein Ministerpräsident für alle zu sein, die bei uns in Nordrhein-Westfalen leben, und die Vielfalt und Unterschiedlichkeit unseres Landes zu stärken. Dieser Gedanke hat schon die Berufung der Kabinettmitglieder geprägt. Ich danke meinem Kabinett von Herzen für die sehr gute und vertrauensvolle Arbeit, bei der wir zum Wohle unseres Landes und seiner Bürgerinnen und Bürger große Erfolge verbuchen konnten. Dazu zählen beispielsweise Rekordinvestitionen in frühkindliche Bildung und der Ausbau der Kinderbetreuung für beste Bildungschancen sowie die Sanierung und der Ausbau unserer Infrastruktur. Wir haben das ambitionierteste Klimaschutz- und das erste Klimaanpassungsgesetz auf den Weg gebracht und die Polizei personell und technisch gestärkt und mit unserer Null-Toleranz-Strategie den Kriminellen erfolgreich den Kampf angesagt. Und wir haben mit acht Entfesselungspakten Bürokratie abgebaut, Verfahren vereinfacht und die wirtschaftliche Entwicklung verbessert.“

Laschet weiter: „Für mich ist es eine große Ehre gewesen, in den vergangenen vier Jahren als Ministerpräsident die Zukunft unseres Landes zu gestalten und Nordrhein-Westfalen voranzubringen. Nordrhein-Westfalen hat sein europäisches und internationales Profil geschärft. Dafür, diesen Weg weiterzugehen, wünsche ich der Landesregierung größtmöglichen Erfolg.“

Die Amtsniederlegung des Ministerpräsidenten erfolgte im Vorfeld der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages am Dienstag (26. Oktober 2021), dem Armin Laschet als neugewähltes Mitglied angehört. Laut Landesverfassung kann ein Mitglied der Landesregierung nicht gleichzeitig Mitglied des Bundestages sein. Mit dem Zusammentritt des Bundestages endet daher auch die geschäftsführende Weiterführung des Amtes durch Armin Laschet. Die Wahrnehmung der Amtsgeschäfte erfolgt sodann bis zum Amtsantritt eines Nachfolgers durch den Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und Stellvertreter des Ministerpräsidenten, Dr. Joachim Stamp.

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„Café Auszeit“ im Ahrtal lädt zum durchatmen ein – Samstag 30. Oktober

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Neues Veranstaltungsformat lädt am Samstag, den 30. Oktober Jung und Alt zum Durchatmen in der Ahr-Akademie ein. Drei Monate ist es her, dass die Flutkatastrophe entlang der Ahr ein Bild völliger Verwüstung hinterließ. Verbunden damit sind bis heute menschliches Leid und materielle Schäden. Die Ereignisse selbst, aber auch die Aufräum- und Wiederaufbauphase sind für alle Beteiligten ein Kraftakt, der noch lange anhalten wird.

Mit dem „Café Auszeit“ bieten Handwerkskammer (HwK) Koblenz, Lebenskunst Kersting und Studierende der Universität Bonn den Flutopfern, deren Angehörigen, aber auch Helfern und anderen Interessierten die Chance zum Durchatmen.

Am Samstag, 30. Oktober, wird von 10.30 Uhr bis 16 Uhr in der Ahr-Akademie der HwK Koblenz kreativ gewerkelt, repariert und gesungen. „Wir freuen uns auf jeden Besucher. Mit dem Format wollen wir die Chance bieten, den Flutalltag ein paar Stunden zu vergessen: abschalten, kreativ werden, erzählen, sich austauschen. Das vielfältige Angebot richtet sich gleichermaßen an Auszubildende, Studenten, Berufstätige wie an Rentner“, fasst HwK-Geschäftsführerin Barbara Koch als Mitorganisatorin die Idee von „Café Auszeit“ zusammen. So können beispielsweise durch die Flut zerstörte technische Gegenstände mitgebracht und im Rahmen eines Repair-Cafès gemeinsam repariert werden. In einem Malworkshop kann die Freude an Farben und Experimentieren ausgelebt werden. Singbegeisterte kommen bei einem gemeinsam einstudierten Lied auf ihre Kosten.

Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der aktuell geltenden Corona-3G-Regeln statt. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten. Die Veranstaltung ist kostenfrei, für Essen und Trinken ist gesorgt.

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Am 29. Oktober ist Weltspartag – Kreissparkasse Mayen lädt Groß und Klein ein

Mayen/Region – Seit 97 Jahren findet er einmal jährlich Ende Oktober statt: der Weltspartag. Die Idee für diesen Tag geht auf den 1. Internationalen Sparkassenkongress (First International Thrift Congress) im Oktober 1924 in Mailand zurück, an dem sich 27 Länder weltweit beteiligten. Kerngedanke des Weltspartages war und ist die Förderung des Spargedankens und somit der Vermögensaufbau für die Zukunft – heute so aktuell wie damals.

Daher lädt die Kreissparkasse Mayen auch in diesem Jahr wieder große und kleine Kunden herzlich zum Weltspartag am 29. Oktober in ihre Filialen ein. Getreu dem Motto „Die Zeit vergeht, das Gute besteht“ feiert die Kreissparkasse Mayen diesen Tag und informiert ihre Kunden über die individuellen Möglichkeiten zur Geldanlage sowie zur Altersvorsorge.

Doch was hat es eigentlich mit der Geschichte des Sparschweins auf sich? Knapp die Hälfte der Deutschen nutzt das Sparschwein. Erste aus Ton geformte Sparschweinchen tauchten schon im Mittelalter auf. Aber warum Schweine? Sie stehen für Glück und Wohlstand! Nur jemand, der vermögend war konnte sich eigenes Vieh leisten und hatte immer etwas zu Essen. Ab Mitte des 19 Jahrhunderts gab es dann das Sparbuch, auf das die Menschen ihr Erspartes einzahlen konnten. Heute wird die Anlage in Wertpapiere geschätzt, denn der anhaltend niedrige Leitzins der EZB zwingt die Sparer, ihre Anlagestrategien zu überdenken und den Gedanken des Vermögensaufbaus in den Vordergrund zu stellen. Auch der Kauf oder Bau von Immobilien ist hier für viele in dem Zusammenhang attraktiv.

Aber auch für die „kleinen“ Kunden lohnt sich der Besuch der Geschäftsstellen. Sie können ihr Sparschwein abgeben und sich über tolle Präsente freuen. Hierbei ist das erklärte Ziel der KSK Mayen, junge Menschen, z.B. mit einem Taschengeld-Konto, beim Erlernen des richtigen Umgangs mit Geld zu unterstützen.

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Großer Erfolg mit Wein & Brot

Kall/Rinnen – Das Weinfest des SV-Rinnen zugunsten der Flutopfer-Unterstützung der Hilfsgruppe Eifel lockte viele Besucher an – Der Brotsommelier Patrick Zimmer und der Wein-Experte Marc Baum faszinierten die Gäste mit ihren Präsentationen – „Grissini“ und „Eifelfrizz“ harmonieren.

Der SV Rinnen veranstaltete zugunsten der Flutopfer-Hilfe der Hilfsgruppe Eifel ein großes Weinfest mit Versteigerung von Trikots. Die Sportler hatten den Bereich um das Sportlerheim in ein kleins Weindorf verwandelt. Foto: Reiner Züll

Einen echten Volltreffer landete der SV Rinnen mit seinem  „Weinfest am Kallbachtal“ zugunsten der Flutopfer-Hilfe der Hilfsgruppe Eifel. Auf dem Gelände des Sportplatzes herrschte stundenlang Hochbetrieb. Die Organisatoren hatten einige interessante Unterhaltungsangebote parat, die von den zahlreichen Besuchern gern angenommen wurden.

SV-Vorsitzender Timo Hermanns (rechts) ist begeistert.Während Patrick Zimmer (links) die knackigen Grissini präsentiert, erklärt Marc Baum die Vorzüge des spritzigen „Eifelfrizz“. Foto: Reiner Züll

Es war die erste Veranstaltung des Sportvereins in dieser Art. Und so blickten SV-Vorsitzender Timo Hermanns und dessen Mitstreiter am Sonntag auch zufrieden auf das Fest zurück. „Wir waren zwar optimistisch, dass die Idee eins Weinfestes bei den Eifeler Weinfreunden gut ankommt, von der enormen Resonanz waren wir aber dennoch überwältigt“, so SV-Chef Hermanns. Mehrmals am Abend habe man Nachschub ordern müssen.

Die Feststellung, dass sich alle Akteure der Veranstaltung mächtig ins Zeug gelegt hatten, um den Besuchern eine kulinarische Reise zu bieten, konnten die Gäste nur bestätigen. Zum Motto „Wein & Brot“ hatte der SV Rinnen mit dem Weinexperten Marc Baum aus Kall und dem Brotsommelier Patrick Zimmer zwei engagierte Jungunternehmer und Kenner für Genuss und Geschmack am Start. Zu ihnen gesellte sich der Sötenicher Caterer Ludwig Werle, der herzhafte Gerichte zu Wein und Brot zauberte.

Der Verein hatte den Bereich um das Sportlerheim in ein kleines Weindorf verwandelt und auch die Bühne herbstlich dekoriert. Schon direkt zum Beginn des Festes um 16 Uhr strömten die Gäste ins SV-Weindorf. Und auch der Wettergott spielte mit, so dass auch am Abend der Strom der Besucher nicht abriss.

Langeweile kam nicht auf, denn Brotsommelier Patrick Zimmer und der Bachelor in Internationalen Weinwirtschaft, Marc Baum, zogen die Besucher im Verlauf der Veranstaltung mit vier gemeinsamen Präsentationen von Wein und Brot in ihren Bann. Während Marc Baum am Anfang des Programms mit dem spritzigen  „Eifelfrizz“ eine eigene Wein-Kreation vorstellte, präsentierte Patrick Zimmer die dazu passenden Grissini, knackige Appetitanreger aus dem italienischen Piermont, die der Sommelier mit original italienischem Hartweizengrieß veredelt.

Im Verlauf des Abends folgten weitere Präsentation von zwei trockenen Weinen und den dazu passenden französischen Bachwaren Baguette und Landbrot „Ella“ mit einer 24- bzw. 48-stündigen Teigführung. Zu Marc Baums Weinen mit Restsüße stellte  Patrick Zimmer mit der „Pinza“ eine traditionelle österreichische Köstlichkeit mit Zitronen- und Vanillearoma vor. In der vierten Runde erklärten die beiden Experten wie das derb aromatische Roggenmischbrot „Doppelback“ zu zwei Weinen mit Röstaromen zusammenpasst.

Insgesamt hatte Patrick Zimmer neun verschiedene veredelte Brotsorten mit zum Weinfest mitgebracht, die er im Verlauf des Abends mit seinem Gesellen Dennis Knoblich vorstellte und die Besucher zum Wein probieren ließ. Am Weinstand von Marc Baum hatten die Gäste die Auswahl zwischen 20 Weinen aus neun Anbaugebieten. Auch ein alkoholfreier Wein aus Baden war dabei.

Am frühen Abend eroberte Entertainer Uwe Reetz die Bühne und lieferte eine professionelle Musik-Show ab. Er lud das Publikum zum Mitsingkonzert ein. Zwischen den einzelnen Darbietungen auf der Bühne versteigerten SV-Vorsitzender Timo Hermanns und der sportliche Leiter Tobias Noé unter dem Motto „100 Prozent Spende an die Hilfsgruppe“ mehrere signierte Trikots von Bundesligavereinen, Sondereditionen und Fanpakte. Auch die Kölner Haie hatten ein Trikot gestiftet.

Krönender Abschluss war am Abend eine Promi-Show, bei der  „einheimische Größen“ in die Rolle prominenter Zeitgenossen aus aller Welt schlüpften. Zuvor hatte sich Hilfsgruppen-Mitglied Paul Schneider bei den Sportlern aus Rinnen für diese tolle Veranstaltung bedankt. Die Hilfsgruppe habe viele Flutopfer unterstützt und werde auch mit dem Erlös des Festes Familien mit Kindern unterstützen, die durch die Flut schweren Schaden erlitten hätten.

„Wir zählen derzeit noch die Einnahmen“, berichtete am Montag SV-Vorsitzender Timo Hermanns mit der Ankündigung: „Es kommt ganz sicher eine stattliche Summe für die Hilfsgruppe zusammen“. (Reiner Züll)

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Spaß im Schwimmbecken

Mechernich-Firmenich – Seit rund drei Monaten ist die Eifel-Therme Zikkurat wieder geöffnet und nähert sich mit ihren Kursangeboten wieder der Zeit vor der Corona-Pandemie. „Ab November bieten wir an vier Tagen pro Woche Kurse an“, so Betriebsleiter Christian Klein. Vor allem Anfänger-Schwimmkurse stehen auf dem Programm, aber auch Wassergymnastik am Vormittag und Aqua-Power-Fit als Workout am Abend. Und auch die Saunaevents sollen zum Winter endlich wieder stattfinden.

Am wichtigsten sei es aktuell, Schwimmkurse für Anfänger anzubieten, damit möglichst viele Kinder nach Corona-Zwangspause endlich richtig schwimmen lernen und das Seepferdchen machen können. „Eineinhalb Jahre lang gab es jetzt keine Schwimmkurse und vorher waren die Wartelisten schon lang“, erklärt Kursleiterin Verena Kremer. Sie weiß: „Viele Kinder haben inzwischen mit sieben oder acht Jahren noch kein Seepferdchen, obwohl die meisten Eltern möchten, dass sie vor dem Schulbeginn schwimmen gelernt haben.“

Keine Angst vorm Wasser

Ab November sollen jede Woche insgesamt 135 Kinder in den Anfängerkursen das Schwimmen lernen, trotzdem kann damit die Warteliste nur langsam abgearbeitet werden. Die Eifel-Therme Zikkurat freut sich deshalb über neue Bewerber, die gerne Kurstrainer für die Schwimmausbildung werden möchten. Interessenten können sich per E-Mail an info@eifel-therme-zikkurat.de wenden.

Verena Kremer empfiehlt Eltern, die bisher keinen Platz für ihr Kind im Schwimmkurs ergattern konnten, so oft es geht selbst schwimmen zu gehen. Video-Anleitungen im Internet könnten eine zusätzliche Hilfestellung geben, wie man Kinder spielerisch ans Wasser gewöhnt. „Wichtig ist, dass die Kinder keine Angst vorm Wasser haben, sondern Spaß im Schwimmbecken“, betont Verena Kremer.

Wer ein Abzeichen ohne Schwimmkurs machen möchte, kann – ebenfalls ab November – immer sonntags zur Abnahme um 12 Uhr kommen. Anwärter sollte dazu eine Viertekstunde vorher da sein und sich beim Schwimmeister vor Ort anmelden. Eine Fachkraft nimmt dann die Prüfung für das gewünschte Abzeichen (bis einschließlich Bronze) oder für das Sportabzeichen (bis 200 Meter) ab.

Aqua-Power-Fit und Wassergymnastik

Spaß im Wasser garantiert jedenfalls der Kurs Aqua-Power-Fit immer mittwochs, 19 bis 19.45 Uhr und 20 bis 20.45 Uhr. Dort treffen sich die Teilnehmer zum Workout bei Musik im Erlebnisbecken, ausgestattet mit zusätzlichen Trainingsgeräten wie zum Beispiel Hanteln. „In diesem Kurs kann man sich so richtig auspowern“, verrät Verena Kremer. Der Kurs kann am Eingang einzeln für neun Euro gebucht werden oder optional zum Aufenthalt für fünf Euro extra.

Muskeln und Herz-Kreislauf-System können stattdessen aber auch mit der schonenden Wassergymnastik gestärkt werden, immer dienstags und mittwochs, 11.30 bis 12.15 Uhr. Der Kurs wird optional zum Aufenthalt für 1,50 Euro extra dazugebucht. Teilnehmer müssen sich sowohl für die Wassergymnastik als auch für den Kurs Aqua-Power-Fit vor Ort anmelden, die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen begrenzt.

Im Verlauf soll das Kursprogramm in der Eifel-Therme noch weiter ausgebaut werden. Geplant sind Babyschwimmen und Kleinkinderschwimmen sowie Aufbaukurse im Anschluss an das Seepferdchen und Fortgeschrittenen-Kurse für Anwärter auf die Abzeichen Bronze, Silber oder Gold.

Heiß ersehnte Saunaevents

Im wahrsten Sinne des Wortes „heiß ersehnt“ ist wohl der Wiederbeginn der Saunaevents in der Eifel-Therme Zikkurat. Ab November gibt es wieder an jedem ersten Samstag im Monat die „Lange Saunanacht“ bis ein Uhr nachts mit FKK-Schwimmen von 21 bis 0 Uhr. Es gelten die normalen Eintrittspreise für den Saunabereich.

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Sensationeller Vorverkaufsstart für das Kultmusical „Der kleine Horrorladen“ bei den Theater-Festspielen Vulkaneifel

Daun – Nach dem großen Erfolg des „Weissen Rössls“ in diesem Jahr, löste die Ankündigung des Kleinen Horrorladen eine Welle der Begeisterung in der Vulkaneifel und bei Musical-Fans aus. Der sensationelle Ansturm auf die Tickets startete am letzten Vorstellungstag des Weissen Rössls und sorgte bereits wenige Tage danach für ausverkaufte Reihen.

Durch Hits und Witz ist der Kleine Horrorladen eines der beliebtesten Musicals überhaupt und hat weltweit Kultstatus erlangt. Skurriler Humor, die gelungene Mischung aus Comedy- und amüsanten Gruselelementen und vor allem natürlich großartige Musik von Disney Komponist Alan Menken im Stil der Sechzigerjahre machen den Erfolg des Stückes aus.

Der KLEINE HORRORLADEN erzählt die Geschichte von Mr. Mushnik´s Blumenladen, der in einer heruntergekommenen Ecke der Stadt liegt. Hier arbeitet der schüchterne Angestellte Seymour, der Heimlich in seine Kollegin, die bezaubernde Audrey, verliebt ist. Leider läuft das Geschäft schlecht und beiden droht die Arbeitslosigkeit. Doch als Seymour eine exotische Pflanze mitbringt und ins Schaufenster stellt, kommt scharenweise neue Kundschaft. Das Problem ist nur, dass Seymour nicht weiß, wie er die vor sich hinwelkende Pflanze am Leben erhalten soll, bis er zufällig entdeckt, dass Blut ihr ganz gut schmeckt. Die Pflanze wächst und der Laden brummt. Doch bald reichen ein paar Tropfen Blut nicht mehr aus:  Die Pflanze verlangt nach mehr…

Musicalstar und Publikumsliebling Franziska Schuster wurde wieder für die Hauptrolle engagiert.


Die Rolle der Audrey wird von Musicalstar Franziska Schuster übernommen. Sie bezauberte bereits als Rössl Wirtin Josepha Vogelhuber das Eifler Publikum und erntete tosenden Applaus. Man konnte Franziska bereits in Produktionen wie Sister Act, Mozart, Kinky Boots und Schikaneder bewundern. Sie freut sich sehr darüber, auch im nächsten Jahr Teil der Theaterfestspiele Vulkaneifel zu sein und lädt Sie bereits jetzt herzlich in Mr.Mushniks Blumenladen ein.

Der kleine Horrorladen wird vom 01. – 04. September 2022 zum ersten Mal in der Vulkaneifel zu erleben sein.

 

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Wiederaufbau im Landkreis Ahrweiler – Steingaß: Schon mehr als 2000 Bürger bei Einwohner-Versammlungen

Walporzheim/Ahrtal/Mainz – In Walporzheim starteten Landesregierung und Kommunen in die dritte Woche der Einwohnerversammlungen in 17 Ahrtal-Gemeinden, zu denen jeweils die Ortsbürgermeister einladen. Bereits mehr als 2000 Bürgerinnen und Bürger nahmen die Veranstaltungen beispielsweise in Ahrbrück, Mayschoß oder Dernau bislang wahr.

„In den drei Monaten seit der Flut mit ihren immensen Zerstörungen hat sich im Ahrtal schon viel getan, aber der Weg des Wiederaufbaus wird lang. Die Bürgerinnen und Bürger haben Fragen zum individuellen Wiederaufbau von Häusern, aber auch zur Errichtung von Brücken oder Vorrichtungen zum Hochwasserschutz. Mit den Einwohnerversammlungen gibt es eine Plattform, um Informationen zum jeweils aktuellen Stand aus erster Hand zu erfahren“, sagte Nicole Steingaß, Beauftragte für den Wiederaufbau. Deshalb werde jede Einwohnerversammlung auch durch eine Vielzahl von Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Behörden und Institutionen begleitet.

Neben Steingaß und dem Vor-Ort-Beauftragten Günter Kern geben Fachleute des Klimaschutzministeriums und der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, der Investitions- und Strukturbank (ISB), des Landesbetriebs Mobilität (LBM), des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) sowie zahlreichen weiteren Stellen sowie der Opferbeauftragte des Landes, Detlef Placzek, Antworten und Hilfestellungen bei der Vermittlung von Ansprechpartnern. Informationen zur Festlegung der Überschwemmungsgebiete und zur Antragstellung für Wiederaufbauhilfen leiten ein. Das Interesse ist groß, alleine in Walporzheim waren rund 300 Interessierte gekommen.

Neben den Einwohnerversammlungen stehen für Flutbetroffene auch Infopoints im gesamten Ahrtal, eine kostenlose Telefon-Hotline (0800 / 222 0 22 0) und die Internetseite wiederaufbau.rlp.de zur Verfügung.

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Interviewer für Zensus 2022 gesucht

Region/Mayen-Koblenz – Ab sofort online für interessante Tätigkeit im nächsten Jahr registrieren. Wie viele Einwohner hat Deutschland, wie leben und arbeiten die Menschen? Der Zensus 2022 gibt Antworten darauf und ist maßgebend für viele finanz- und gesellschaftspolitische Entscheidungen. Dabei liefert er wichtige Grundlagen für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Wichtige Eckdaten werden durch persönliche Befragungen erhoben. Um diese durchführen zu können, ist die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz aktuell auf der Suche nach 300 sogenannten Interviewern.

Die Interviewer werden im Zeitraum von Mai bis August 2022 in der Regel rund 150 Befragungen mit Auskunftspflichtigen im Kreis Mayen- Koblenz durchführen. Dafür erhalten sie eine attraktive Aufwandsentschädigung, die von der Anzahl der Befragungen, der angetroffenen Personen und weiteren Faktoren abhängt und im Durchschnitt 800 Euro beträgt. In der gesamten Bundesrepublik Deutschland werden rund zehn Prozent der Bevölkerung befragt.

„Grundlage für die Tätigkeit ist eine Schulung. Danach kann man sich seine Arbeitszeiten flexibel einteilen“, erklärt Wolfram Post, Leiter der Erhebungsstelle in der Kreisverwaltung. Innerhalb der vorgegebenen Fristen führen die Interviewer kurze persönliche Gespräche mit den auskunftspflichtigen Personen. Hierzu suchen sie die ihnen zugewiesenen Anschriften im Vorfeld auf und kündigen sich an. Nach den Gesprächen geben sie die ausgefüllten Erhebungs- und Arbeitsunterlagen an die Zensus-Erhebungsstelle zurück.

„Eine schöne Sache, bei der man mit vielen Menschen ins Gespräch kommt“, findet Wolfram Post, der gleichzeitig darauf hinweist, welche Voraussetzungen Interessierte mitbringen sollten. „An oberster Stelle steht die Vertraulichkeit. Darüber hinaus sollten die Interviewer zuverlässig agieren, selbstbewusst auftreten und gewissenhaft arbeiten. Sie müssen volljährig sein und einen Wohnort in Deutschland haben. Neben guten Deutschkenntnissen sind Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil, jedoch kein Muss.“

Wer sich die Tätigkeit als Interviewer beim Zensus 2022 vorstellen kann, kann sich ab sofort auf der Homepage der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz unter www.kvmyk.de/zensus2022 registrieren. Dort gibt es auch weitere Informationen und Antworten auf viele Fragen.