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Guido Wirtz bleibt Obermeister – Friseure aus der Westeifel haben gewählt

Prüm/Bleialf – Zum vierten Mal in Folge wurde Friseurmeister Guido Wirtz aus Körperich von den Mitgliedern an die Spitze der Friseur-Innung Westeifel gewählt. Wirtz, der auch Vorsitzender Landesinnungsmeister beim Landesverband für Friseure und Kosmetik Rheinland ist, stellt sich damit weitere fünf Jahre der Verantwortung, sich für die Belange der Friseurbranche in der Region einzusetzen. „Wir haben in den vergangenen eineinhalb Jahren pandemiebedingt viele Turbulenzen erlebt, aber auch sehr viel erreicht“, sagt er rückblickend auf die zwei Lockdowns in der Friseurbranche und die erzielten Wiedereröffnungen. „Besonders in schweren Zeiten zeigt sich, wie wertvoll die Arbeit der Handwerksorganisationen, sprich Innung und Verband sind“, so der 56-Jährige. Damit verweist er unter anderem auf die umfangreiche Beratungsleistung zu allen Fragen rund um die Pandemie, welche seine Innung und sein Verband geleistet haben.

Bei der Jahreshauptversammlung Mitte Oktober in Bleialf wurde neben dem Obermeister auch der gesamte Vorstand gewählt. Neben Wirtz wurde dabei auch Nadine Heck aus Stadtkyll als seine Stellvertreterin wiedergewählt. Neue Lehrlingswartin ist Caroline Schmidt aus Daleiden, die damit das Amt von Annette Jakobs aus Neidenbach übernimmt. Über 30 Jahre war Jakobs im Vorstand der Innung tätig, wofür Wirtz ihr besonders dankte. Sie trat auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wiederwahl an. Zum stellvertretenden Lehrlingswart wurde Steven Asso aus Bitburg gewählt. Beisitzer sind Gertrud Hell, Michael Schmitz, Sabine Schun, Mara Schmitz und Michaela Weber. Als Kassenprüfer zeichnen sich verantwortlich Dietmar Müller und Marina Nesges.

Neben den Wahlen war auch die aktuelle Fachkräftesituation im Friseur-Handwerk ein Schwerpunktthema der Versammlung. Die Lockdowns und auch die folgenden massiven Einschränkungen für die Friseurbranche haben Spuren hinterlassen. „Nicht alle Mitarbeiter konnten die langen Durststrecken, welche die Kurzarbeit mit sich brachte, durchhalten und haben dem Friseurhandwerk den Rücken gekehrt. Hier wäre die Politik in der Verantwortung gewesen, den Beschäftigten der Branche entsprechende Ausgleichsmöglichkeiten zu geben, um einer Abwanderung gegenzusteuern“, so Dirk Kleis, Geschäftsführer der Innung.

Manche Friseure aus dem Innungsgebiet hatte es dieses Jahr doppelt schwer getroffen. Neben der Corona-Problematik wurden sie zudem vom Hochwasser im Juli betroffen. Um für zukünftige Ereignisse geschützt zu sein, hatte die Innung Marc Simons von der Signal-Iduna für einen Vortrag zum Thema Elementarversicherung gewinnen können. Dieser ging bei der Versammlung zudem auf die Möglichkeit der Betriebsunterbrechungsversicherung ein. Wie wichtig eine gute Absicherung ist, konnte Friseurmeister Michael Schmitz aus Olzheim ebenso wie Obermeister Guido Wirtz bestätigen, die beide bereits leidige Erfahrung mit Hochwasser machen mussten und von der handwerksnahen Signal-Iduna gut betreut wurden. „Wir bieten allen Innungsmitgliedern eine Überprüfung der bestehen Policen an“, so der Prümer Marc Simons.

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Wirtschaft

Jahresziel beim Photovoltaik-Ausbau in NRW bereits überschritten

Aachen/Düsseldorf – Klimaneutrale Landesverwaltung – 1,3 Millionen Kilowattstunden erreicht / Eröffnung der größten Landesanlage auf dem Finanzamtszentrum Aachen / Minister Lienenkämper: Gut für die Umwelt, gut für den Landeshaushalt.

Das Ministerium der Finanzen NRW teilt mit: Das Jahresziel ist schon jetzt überschritten, die Aktivierung neuer ökologischer Energiequellen schreitet rasch voran: Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) hat von Januar bis Oktober dieses Jahres auf Landesgebäuden Photovoltaik-Anlagen für eine jährliche Eigenstromproduktion von 1.322.000 Kilowattstunden installiert.

Damit ist die avisierte Marke für 2021 bereits um 322.000 Kilowattstunden übertroffen. Die Gesamtmenge entspricht dem Jahresstrombedarf von rund 330 Vier-Personen-Haushalten. In den vergangenen Monaten rüstete der BLB NRW beispielsweise das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz in Essen, das Landesarchiv Westfalen in Münster, die Oberfinanzdirektion in Münster und die Justizvollzugsanstalt Siegburg mit einer Solarstrom-Produktion aus. „Das alles ist ein toller Erfolg, der zeigt, wie schnell wir auf dem Weg zu einer klimaneutralen Landesverwaltung im Jahr 2030 unterwegs sind“, sagte Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, heute in Aachen.

Dort eröffnete der Minister gemeinsam mit BLB-NRW-Geschäftsführerin Gabriele Willems offiziell die bislang größte Anlage auf dem Dach einer Landesliegenschaft. „Große Photovoltaik-Anlagen wie diese hier auf dem Finanzamtszentrum in Aachen demonstrieren, wie der BLB NRW in Nordrhein-Westfalen das ‚Nachhaltigkeitspotenzial‘ der Liegenschaften nutzt und damit maßgeblich zum Klimaschutz beiträgt“, betonte Gabriele Willems. 784 Solarmodule versorgen das Finanzamtszentrum, in dem alle vier Finanzämter der Domstadt mit rund 1000 Beschäftigten untergebracht sind, mit 209.000 Kilowattstunden Strom per annum.

Diese Menge entspricht dem Jahresverbrauch von rund 52 Vier-Personen-Haushalten. Die PV-Anlage des Finanzamtszentrums, dessen Grundfläche mit 118 Metern Länge und 71 Metern Breite so groß ist wie der Rasen des benachbarten Fußballstadions Tivoli, reduziert die energiebedingten CO2-Emmissionen um 117 Tonnen CO2 pro Jahr. Eine großzügige Dachbegrünung erhöht die Wirkkraft der Anlage zusätzlich. Die Vegetation sorgt unter anderem durch Verdunstungskühlung für wesentlich niedrigere Umgebungstemperaturen der Solarmodule als andere Dachflächen und auf diese Weise für eine Steigerung von Effizienz und Stromertrag. „Solche Anlagen sind gut für die Umwelt und gut für den Landeshaushalt, denn unser Land spart künftig durch die Nutzung des selbst produzierten Stroms Geld ein“, erläuterte Minister Lienenkämper.

Das Photovoltaik-Projekt in Aachen ist Teil der Solar-Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen. Allein im Großraum der Stadt werden im kommenden Jahr bis zu acht weitere Anlagen hinzukommen, darunter eine Module-Ausstattung auf dem Dach des Justizzentrums in Aachen und eine auf der Fachhochschule für Recht in Bad Münstereifel.

Hintergrund

Das Landeskabinett hat beschlossen, die Zahl der Photovoltaik-Anlagen auf landeseigenen Liegenschaften wie Finanzämtern, Justizbehörden, Gefängnissen oder Polizeiwachen signifikant zu erhöhen. Diese Initiative ist ein Baustein im generellen Vorhaben, bis zum Jahr 2030 die CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 65 Prozent zu senken und als Landesverwaltung bis 2030 sogar klimaneutral zu werden. Diese ehrgeizigen Ziele setzt sich die Landesregierung mit der Neufassung des nordrhein-westfälischen Klimaschutzgesetzes. In diesem Zusammenhang sieht der Haushaltsplanentwurf 2022 für die kommenden fünf Jahre im Rahmen von Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von insgesamt 4,5 Milliarden Euro zusätzliche Mittel für die Sanierung von Landesliegenschaften vor. Damit sollen die bisher jährlich für Modernisierungsmaßnahmen zur Verfügung stehenden Verpflichtungsermächtigungen bis 2026 verdoppelt werden. Die verbindliche Vorgabe von Effizienzstandards für Bestandsgebäude und Neubauten beschleunigt den Umstieg auf eine klimaneutrale Landesverwaltung dabei erheblich.

Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart zeigt sich erfreut über die zügige Umsetzung der Beschlüsse:

„Mit der Verbesserung der energetischen Standards sowie der Erzeugung und Nutzung von erneuerbaren Energien in unseren Immobilien zeigen wir: Auch die Landesverwaltung kann Klimaschutz. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag, die ehrgeizigen Ziele zu erreichen und dienen als Vorbild für Kommunen, Unternehmen und die Bürgerinnen und Bürger.“

Der BLB NRW als landeseigener Immobilienbetrieb spielt in diesem ökologischen und ökonomischen Zukunftskonzept eine entscheidende Rolle. BLB NRW-Geschäftsführerin Gabriele Willems: „Der Ausbau von Photovoltaik auf den Landesgebäuden ist für den Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen ein wichtiger Hebel, um als Landesverwaltung unserer Vorbildfunktion gerecht zu werden. Es freut uns sehr, dass wir bereits jetzt klar über dem Jahresziel liegen. Bis Jahresende werden wir die Menge an erzeugtem Solarstrom sogar noch erheblich steigern.“

 Alle Anlagen aus der aktuellen Solar-Initiative: www.blb.nrw.de/photovoltaik.

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RLP Sportminister Lewentz würdigt herausragende Verdienste mit dem Sport-Obelisken

Region/Mainz – RLP Sportminister Roger Lewentz hat Otmar Passiwan (Konz), Jürgen Blaschke (Mainz), Rudi Einholz (Haßloch), Jürgen Schäfer (Frankelbach) und Otmar Balles (Illerich) für ihr langjähriges Engagement mit dem Sport-Obelisken 2021 ausgezeichnet.

„So unterschiedlich die heute ausgezeichneten Persönlichkeiten und ihre jeweiligen Disziplinen sind, sie alle eint ihr jahrzehntelanges Engagement und ihr unermüdlicher Einsatz für den Sport und ihre Mitmenschen. Alle Preisträger haben in ihren Vereinen und darüber hinaus viel für unsere Gesellschaft bewegt. Die Auszeichnung mit dem Sport-Obelisken ist Ausdruck des Dankes und der Anerkennung für die großartigen und langjährigen Leistungen“, sagte Minister Lewentz bei der Verleihung in Mainz.

Otmar Passiwan ist einer der Gründerväter des Rollstuhl-Sportclub Trier. Mit anderen Enthusiasten und Rollstuhlsportlerinnen und -sportlern gründete er 1985 die RSC-Rollis 1985 Trier mit dem Ziel, den Rollstuhlsport auf breiter Basis zu fördern. Von Beginn an ist Otmar Passiwan erster Vorsitzender des Vereins. Ab 1986 war er als einer der ersten Rollstuhl-Basketball-Schiedsrichter der Rollis Trier tätig. Als Trainer ist er für seinen Verein seit 1991 in verschiedenen Funktionen im Einsatz. Im Jahr 1992 gelang es ihm, bei den Gremien des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS) die Einführung und Spielgenehmigung für nichtbehinderte Rollstuhl-Basketballspielerinnen und -spieler im nationalen Spielbetrieb zu erwirken. Von 1983 bis 2005 hatte er verschiedene Funktionen im DRS inne. So war er von 1983 bis 1995 Basketball-Spielleiter der 2. Bundesliga Süd und von 2002 bis 2005 Spielleiter der Regionalliga Mitte. Otmar Passiwan erhielt 2019 die goldene Ehrennadel des Sportbundes Rheinland.

Jürgen Blaschke ist seit über 50 Jahren im Handball aktiv. Ob als Spieler, Schiedsrich­ter, Schiedsrichterbeobachter, Zeitnehmer oder Funktionär – jede dieser Aufgaben hat er stets mit großem Engagement gemeistert. Von Mitte der 1960er Jahre bis Ende der 1970er Jahre war er bei verschiedenen Mainzer Vereinen als Spieler aktiv. Für den TSV 1860 Mainz war er von 1965 bis 1974 als Funktionär in verschiedenen Bereichen tätig. Mitglied beim Handball-Club Mainz-Gonsenheim ist er seit 1987. Bereits seit 1976 engagiert sich Jürgen Blaschke im Handball-Verband Rheinhessen. Hier war er unter anderem Männerspielwart von 1976 bis 1985, Vorsitzender der Technischen Kommission von 1985 bis 1993, zweiter Vorsitzender von 1993 bis 2001 und stellvertretender Vorsitzender des Ehrenausschusses von 2000 bis 2004. Zudem war er von 1984 bis 2010 Vizepräsident des Südwestdeutschen Handball-Verbandes und von 1986 bis 1988 Präsident des Deutschen Handball-Bundes. Seit 2004 ist er Vorsitzender des Ehrenausschusses im Handball-Verband Rheinhessen. Jürgen Blaschke wurde bereits mehrfach vom Sportbund Rheinhessen und vom Landessportbund Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Rudi Einholz‘ Leidenschaft ist das Gewichtheben. Seit fast 50 Jahren engagiert er sich als Abteilungsleiter Gewichtheben der Turn- und Sportgemeinde 1880 Haßloch für die Belange der Athletinnen und Athleten. Von 1980 bis 1991 war er zweiter Vorsitzender und von 1991 bis 2001 erster Vorsitzender der TuS. Als „Teamchef Bundesliga“ war er von 1996 bis 2006 für seinen Heimatverein aktiv. Auch auf Verbandsebene ist Rudi Einholz seit über 30 Jahren im Einsatz. Für den Gewichtheberverband Rheinland-Pfalz (GVRLP) war er von 1989 bis 2006 Sportwart. Seit 2006 ist er Vizepräsident und Kampfrichterobmann des GVRLP. Als Gewichtheber-Kampfrichter war Einholz mehrere Jahrzehnte national und international bei unzähligen Sportveranstaltungen unterwegs. Eine besondere Aufgabe erhielt er im Jahr 2016 vom Bundesverband Deutscher Gewichtheber, als er bei der Olympia-Qualifikation der deutschen Gewichtheberinnen und Gewichtheber im Bundesleistungszentrum Heidelberg mitwirkte. Rudi Einholz wurde vom Sportbund Pfalz, vom Landessportbund Rheinland-Pfalz und vom GVRLP für sein Engagement geehrt.

Jürgen Schäfer engagiert sich seit 50 Jahren in besonderem Maße für den Jugendfußball. Auf Vereins-, Kreis- und Verbandsebene übte er verschiedene Führungsfunktionen aus und gilt bei den Vereinen als anerkannter Fachmann, wenn es um Fußball geht. Von 1962 bis 1976 war er aktiver Spieler und Jugendleiter bei seinem Heimatverein, dem SV Mehlbach. Beisitzer im Kreisjugendausschuss war er von 1972 bis 1978, Schiedsrichter in der Oberliga und Linienrichter in den höchsten deutschen Spielklassen von 1974 bis 1985, Kreisjugendwart im Kreis Kaiserslautern von 1979 bis 1990, Bezirksjugendwart Westpfalz von 1988 bis 2004 und von 2004 bis 2012 Vorstandsmitglied im Südwestdeutschen Fußballverband (SWFV). Seit 2004 ist Jürgen Schäfer Vorsitzender des Verbandsjugendausschuss im SWFV und seit 2012 Präsidiumsmitglied im SWFV. Neben Ehrungen des Sportbundes Pfalz, des Fußball-Regionalverbandes Südwest und des SWFV wurde Herr Schäfer auch vom Deutschen Fußball Bund für sein Engagement ausgezeichnet.

Otmar Balles hat sich dem Angelsport – und hierbei dem Castingsport – verschrieben. Angefangen hat er vor über 50 Jahren als Kassierer beim Angelsportverein Ellenz. Später war er von 1976 bis 1986 Jugendleiter, von 1978 bis 1986 Sportwart und von 1980 bis 1986 Schriftführer beim Angelsportverein Pommern. Von 1983 bis 2008 war er erster Vorsitzender der Vereinigten Angelsportvereine des Kreises Cochem-Zell. Für den Anglerclub Kadern engagierte er sich von 1986 bis 2005 als Sportwart und leitet seit 2000 als erster Vorsitzender die Geschicke des Vereins. Herr Balles ist auch auf Verbandsebene tätig. Seit 1991 ist er Casting-Referent im Landesfischereiverband Rheinland-Pfalz, im Landesfischereiverband Rheinland-Rheinhessen und im Sport-Fischerverband Rheinland. Zudem ist er seit 2011 erster Vorsitzender im Landesfischereiverband Rheinland-Rheinhessen und seit 2019 erster Vorsitzender des Sport-Fischerverbandes Rheinland. Otmar Balles gewann seit 1989 insgesamt 157 Deutsche Meistertitel, einen Europameistertitel und 43 Weltmeistertitel im Castingsport. Das Engagement von Otmar Balles wurde im Jahr 2012 mit dem silbernen Lorbeerblatt gewürdigt.

Seit 1996 werden mit dem Sport-Obelisken sowohl herausragende Leistungen von Sportlerinnen und Sportlern mit Vorbildfunktion gewürdigt als auch das Engagement von Menschen, die sich über viele Jahre ehrenamtlich in besonderem Maße für den Sport in Rheinland-Pfalz eingesetzt haben. Der Sport-Obelisk wird pro Jahr an fünf Preisträgerinnen und Preisträger vergeben.

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Bistum Aachen – Kirchenbücher ab sofort online verfügbar

Aachen – Zum Start 80.000 digitalisierte Seiten aus ca. 400 Büchern aus 100 Pfarreien. Wichtige Zeugnisse nun von überall auf der Welt kostenlos einsehbar. Digitaler Bestand wird stetig weiter ausgebaut.

Taufen, Erstkommunionen, Firmungen, Trauungen und Todesfälle – in Kirchenbüchern (Matrikeln) finden nicht nur Ahnenforscher und Wissenschaftler spannende Zeugnisse. 819 Originale aus dem Bistum Aachen beherbergt das Bischöfliche Diözesanarchiv Aachen in der ehemaligen Kirche St. Paul. Bisher mussten Interessierte, um in den Kirchenbüchern zu recherchieren, persönlich im Archiv vorbeischauen. Das ist ab sofort für die meisten Bände nicht mehr notwendig. Mit ungefähr 80.000 digitalisierten Seiten aus ca. 400 Büchern aus 100 Pfarreien geht das Bistum Aachen auf der Online-Plattform Matricula an den Start. „Weitere Kirchenbücher sind bereits digitalisiert, so dass das Angebot ständig erweitert wird. Zudem kommen aus den Pfarreien weitere Ablieferungen, die nach und nach bearbeitet werden“, betont Dr. Beate Sophie Fleck, Leiterin des Diözesanarchivs. Den Knopf für den Online-Start der Kirchenbücher drückte Generalvikar Dr. Andreas Frick: „Ich freue mich, dass wir diesen wichtigen Schritt gehen, um es Menschen – egal, wo sie sich gerade aufhalten – zu ermöglichen, ganz bequem online sich in alten Kirchenbüchern zu informieren. Mein ganz besonderer Dank gilt dem Team des Diözesanarchivs, ohne das dieses überhaupt nicht möglich gewesen wäre.“

Kirchenbücher gibt es für die katholische Kirche seit dem Konzil von Trient (1563). Das älteste Kirchenbuch im Bestand des Diözesanarchivs stammt aus der Pfarrei Burtscheid St. Michael. Aufgezeichnet sind hierin Taufen (1597-1640), Trauungen (1597-1641), Sterbefälle (1596-1641) und weitere Aufzeichnungen, etwa zu Einnahmen und Ausgaben, da das Kirchenbuch in der Anfangsphase als wichtigstes Handbuch des Pfarrers fungierte. Auch aus Weyer St. Cyriakus (Mechernich, Eifel) und Kaldenkirchen (Nettetal) liegen Kirchenbücher vor, die 1600 bzw. 1608 beginnen. Die meisten Kirchenbücher im Bistum Aachen stammen jedoch aus dem 18. bis 20. Jahrhundert. Ein bei Führungen immer wieder gern bestauntes Kirchenbuch ist das 1811 beginnende Taufbuch von St. Paul in Aachen, in dem sich die Taufeinträge der beiden Seligen Clara Fey und Franziska Schervier befinden. „Kirchenbücher sind wichtige Quellen, die nicht nur den Grundstock für die Erforschung der eigenen Familie bilden, sondern viele weitere Fragestellungen zu historischen Themen beantworten können“, betont die Archivdirektorin. Aus ihnen lassen sich demografische Entwicklungen ablesen, etwa das Bevölkerungswachstum, Kindersterblichkeit oder das Heiratsalter.
Die Online-Plattform Matricula hat das Diözesanarchiv St. Pölten 2008 initiiert. Inzwischen sind an ihr acht Staaten beteiligt, aus Deutschland sind es zehn Bistümer. „Wir haben uns für diese Plattform entschieden, weil sie den Nutzenden einen sehr transparenten Aufbau bietet und zudem von Archivkollegen entwickelt worden ist.“, sagt Dr. Beate Sophie Fleck. Voraussetzung für die Einstellung ins Internet ist, dass die jeweiligen Schutzfristen abgelaufen sein müssen. Bei Taufen sind das zum Beispiel 120 Jahre.

Die Vorarbeiten bis zum Online-Start der Kirchenbücher aus dem Bistum Aachen waren sehr aufwändig: Die einzelnen Bände mussten nicht nur über Jahre hinweg digitalisiert werden, sondern für eine Online-Nutzung auch die Metadaten aufbereitet werden. Damit man Einträge schneller findet, wurden die digitalen Kirchenbücher, die in den ersten Jahrhunderten oft Mischbücher waren, d. h. verschiedene Amtshandlungen, aber auch weitere Namenslisten z. B. von Bruderschaften oder wirtschaftliche Einträge umfassten, in die einzelnen Bereiche getrennt und dann Datei für Datei ins Portal eingefügt werden. „Ohne die zuverlässige Arbeit des Teams, insbesondere von Julia Haberstock, Marita Hermanns-Kuck und Charlotte Treutler, wäre das Projekt nicht umsetzbar gewesen“, erinnert die Archivleiterin an die komplexen Vorbereitungen, die auch die Einfügung von Hintergrundinformationen zu den einzelnen Pfarreien umfassten.

Die Kirchenbücher des Bistums Aachen online: https://data.matricula-online.eu/de/

Das Diözesanarchiv – Gedächtnis des Bistums Aachen

Untergebracht ist das Diözesanarchiv mit drei Kilometern Archivalien in der ehemaligen Kirche St. Paul an der Jakobstraße. Zu den wichtigsten Beständen zählen unter anderem Dokumente der Bischöflichen Sekretariate, des Generalvikariates und des Domkapitels. https://www.bistum-aachen.de/Bischoefliches-Dioezesanarchiv/

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Hochwasser-Partnerschaft „Ahr“ – Startschuss für gemeinsames Konzept

Ahrweiler – Wie kann ein überörtliches Hochwasservorsorgekonzept an der Ahr in Zukunft aussehen? Das war die zentrale Fragestellung des fünften Workshops der Hochwasserpartnerschaft „Ahr“ gestern in Grafschaft-Lantershofen mit über 40 Teilnehmenden, bei dem erste Ergebnisse erzielt wurden.

„Wie wichtig eine überregionale Zusammenarbeit der Gemeinden, Städte und Landkreise auch unter Mitarbeit der Kreise Vulkaneifel und Euskirchen beim Thema Hochwasserschutz ist, hat uns allen die Flutkatastrophe gezeigt. Nur durch einen engen Erfahrungsaustausch und eine effiziente Zusammenarbeit können wir die kommunale Hochwasservorsorge gestalten und das gegenseitige Verständnis für die Anwohnerinnen und Anwohner flussab- und flussaufwärts stärken“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL.

„Die Flutnacht ist allen tief im Gedächtnis. Wir haben gesehen, dass wir der Ahr ihren Raum lassen und gleichzeitig Vorsorge für die Zukunft betreiben müssen. Das Land Rheinland-Pfalz wird die Geschäftsführung für die Hochwasserpartnerschaft ‚Ahr‘ übernehmen. Erster Meilenstein ist die Erarbeitung eines Gewässerentwicklungsplans. Nur als verbindliche Gemeinschaftsaufgabe kann das Hochwasserschutzkonzept gelingen. Um dieses wirksam umzusetzen, ist die Gründung eines Zweckverbands zielführend. Ich freue mich, dass wir hierüber Einigkeit erzielen konnten“, so SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis.

Auch Frau Dr. Barbara Manthe-Romberg, Mitarbeiterin beim IBH und Referentin beim Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz stellte heraus, wie wichtig es sei, an einem Strang zu ziehen und führte aus: „Hochwasserpartnerschaften sind freiwillige Zusammenschlüsse von Gemeinden, Städten, Verbandsgemeinden und Kreisen, die an einem von Hochwasser betroffenen Gewässer liegen und die Hochwasservorsorge gemeinsam voranbringen möchten. Das Informations- und Beratungszentrum Hochwasser (IBH) unterstützt die Hochwasserpartnerschaften bei der Organisation und Durchführung von Workshops zu allen Themen und Aspekten der Hochwasservorsorge. Die Zusammenarbeit der Gewässeranlieger ist wichtig, denn Hochwasser lässt sich nicht vermeiden, aber durch koordinierte Maßnahmen lassen sich Schäden verringern.“

Prof. Dr. Lothar Kirschbauer von der Hochschule Koblenz stellte in seinem Vortrag das Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „KAHR“ vor. Dieses steht für Klimaanpassung, Hochwasser und Resilienz und begleitet den Wiederaufbauprozess nach der Flutkatastrophe in Rheinland Pfalz und Nordrhein Westfalen wissenschaftlich. Im Rahmen dieses Projektes soll zeitnah eine „Rückhaltepotenzialstudie“ erarbeitet werden, die den Hochwasserrückhalt in der Fläche untersucht und die Hochwasserpartnerschaft „Ahr“ mit den daraus gewonnen Erkenntnissen unterstützt.

Die Hochwasserpartnerschaft „Ahr“ ist seit 2014 aktiv. Zum 5. Workshop waren alle Verbands- Stadt- und Ortsbürgermeister eingeladen, um sich mit Expert*innen des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, der SGD Nord, der Hochschule Koblenz, des Landesamts für Umwelt, des Kompetenzzentrums Hochwasservorsorge und Hochwasserrisikomanagement (KHH) sowie des IBH auszutauschen.

Weitere Informationen gibt es bei der SGD Nord unter Telefonnummer: 0261 / 120 – 8005 oder per E-Mail: ahrtal@sgdnord.rlp.de.

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DIAMOS AG spendet 4000 Euro an die Gemeinde Kall

Kall – Der Dienstleister für Standard-Software aus dem Taunus unterstützt die Flutopfer-Hilfe der Gemeinde Kall – Firmen-Manager Hennemann bringt den symbolischen Spendenscheck persönlich ins Rathaus – Michael Heller: „Spenden kommen zu 100 Prozent bei den Betroffenen an“

Noch immer haben die Betroffenen in der Gemeinde Kall mit den Folgen der Flutkatastrophe in der Nacht zum 15. Juli zu kämpfen. Vieles wurde schon geschafft, aber es gibt auch nach wie vor noch viel zu tun. In Erwartung der kalten Jahreszeit rücken Themen wie die Verfügbarkeit von Wohnraum und wieder funktionierende Heizungen verstärkt in den Fokus der von der Flut betroffenen Menschen.  Und da ist jede Hilfe willkommen.

Auch die mehr als 200 Kilometer von Kall entfernt in Sulzbach im Taunus  ansässige Firma DIAMOS AG, ein Dienstleister, der auf  Softwarelösungen, Services und Hosting von Rechenzentren  für die Investmentbranche spezialisiert ist, hat von den Problemen der Menschen in Kall erfahren. „Bisher war mir Kall kein Begriff“, berichtete Uwe-Michael Hennemann, Managing Director des Unternehmens, jetzt bei seinem Besuch in Kall. Er hatte die rund zweieinhalbstündige Fahrt  von Sulzbach nach Kall in Kauf genommen, um im Rathaus persönlich eine Spende von 4000 Euro zu übergeben.

„Da war ich erst mal sprachlos“, sagt Gemeindemitarbeiterin Michaela Kratz, die den Anruf der DIAMOS AG nur wenige Tage zuvor in Empfang nahm. „Die Spende an sich ist schon Grund zur Freude, aber dass zudem noch eine solch weite Anreise auf sich genommen wird, um den symbolischen Scheck persönlich zu übergeben, hat mich tief beeindruckt.“

Wie Hennemann berichtet, haben ihn mediale Bilder und Berichterstattungen aus den Flutgebieten schockiert. „In unserer Region war vom Hochwasser nichts zu spüren, dennoch bedrückten mich die Bilder aus Funk und Fernsehen und auch die Fahrzeug-Konvois der Helfer, die ich in Richtung der betroffenen Gebiete fahren sah“, so Hennemann.

Und das sei Anlass genug gewesen: Das Unternehmen habe gezielt helfen wollen und überlegte, wie man dies bewerkstelligen könne. Die Mitarbeiter zogen mit und verzichteten auf einen Bonus, den sie üblicherweise gezahlt bekommen. „Das Unternehmen stockte diesen Betrag dann weiter auf“, berichtete Uwe-Michael Hennemann.

Und nicht ganz zufällig kommt der Scheck zu jetzigen Zeitpunkt. Denn mehr als drei Monate seien inzwischen seit der verheerenden Flut vergangen. Mit der Spende wolle die Firma ein Zeichen setzen und verhindern, dass die Katastrophe in Vergessenheit gerate.

„Wir möchten zudem ganz gezielt spenden und einen Bezug zu der Region haben“, sagt Hennemann. So tätigte das Unternehmen eine weitere großzügige Spende im fränkischen Hof, wo eine Niederlassung betrieben wird. Von einer aus Kall stammenden Praktikantin erfuhr das Unternehmen, dass auch ihre Heimatgemeinde stark vom Hochwasser getroffen wurde. Und so war schnell klar, dass das Unternehmen auch hier unterstützen möchte.

Michael Heller, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, nahm den Scheck dankend und sichtlich gerührt entgegen. Denn Hennemann und Heller sind sich einig: Hinter jedem Schicksal stehen Menschen. „Die Spendengelder kommen zu einhundert Prozent bei den Betroffenen an“, versichert Heller.

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„Mehmet trifft Max“: Ferienfreizeit für ein respektvolles Miteinander

Region/Mayen-Koblenz – Eine seit der ersten Auflage vor mehr als zehn Jahren beliebte Veranstaltung mit wichtigem Hintergrund: Am vergangenen Freitag ist die Ferienfreizeit „Mehmet trifft Max“ des Fußballverbandes Rheinland zu Ende gegangen. Insgesamt 14 Jungen und Mädchen im Alter von neun bis zwölf Jahren waren von Montag bis Freitag zu Gast in der Koblenzer Sportschule Oberwerth. Die Kinder aus mehreren Nationen erlebten dabei ein vielfältiges und spannendes Programm – unterstützt durch die Provinzial Rheinland Versicherung. So standen unter anderem Abenteuergolf, Geocaching in Koblenz und ein Besuch der Spaßfabrik auf dem Programm. Dazu gab es Vertrauensspiele, die die Kinder nicht allein, sondern nur als Team gewinnen konnten. Fußball wurde natürlich auch gespielt – und so wurden im Rahmen dieses Angebots über Spiel und Sport einmal mehr Regeln für ein friedliches und respektvolles Miteinander vermittelt. Darüber hinaus freuten sich die Kinder über die Urkunde des DFB-Fußballabzeichens, das sie im Laufe der Woche absolviert hatten.

„Die zurückliegende Woche ist sehr gut verlaufen“, sagt Ingo Karst, Vorsitzender der FVR-Kommission für sozialpolitische Aufgaben. „Die Kinder haben sich von Tag zu Tag mehr aneinander, an uns Betreuer und an den Tagesrhythmus gewöhnt. Wir haben ihnen ein abwechslungsreiches Programm angeboten, damit sie auch mal andere Dinge und die neue Umgebung kennenlernen. Die Ferienfreizeit hat sowohl den Kindern als auch uns viel Spaß gemacht und Freude bereitet.“ Von großer Bedeutung ist darüber hinaus seit jeher ein Aspekt, der schon dem Namen der Veranstaltung abzulesen ist: „Es haben Kinder mit Migrationshintergrund und deutsche Kinder teilgenommen. Unser Ziel war es, soziale Kompetenz dahingehend zu vermitteln, respektvoll miteinander umzugehen, dass man gemeinsam etwas erreichen kann und wie man als Team auftritt. Der am Abschiedstag geäußerte Wille der Kinder, gerne noch länger bleiben zu wollen, bestätigt die stetige positive Resonanz der jährlichen Ferienfreizeit des FVR sowie die gute integrative Arbeit unserer Kommission“, sagt Karst.

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Gemeinsam nähen für weniger Abfall – Kreis Euskirchen nimmt teil

Euskirchen – Die Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) bündelt EU-weit zahlreiche Aktionen für eine ressourcenschonendere Zukunft und zeigt Alternativen zur Wegwerfgesellschaft auf. In diesem Jahr findet die EWAV vom 20. bis 28. November unter dem Motto „Wir gemeinsam für weniger Abfall – unsere Gemeinschaft für mehr Nachhaltigkeit!“ statt. Der Fokus liegt 2021 auf nachhaltigen Gemeinschaften.

Der Kreis Euskirchen nimmt mit der Aktion „Wir nähen gemeinsam für weniger Abfall – Dein Beutel wandert um die Welt“ daran teil. In diesem Jahr steht das nachhaltige Schenken im Vordergrund. Anderen eine Freude machen tut gut. Wird das Geschenk dann noch abfallarm übergeben, umso besser. Somit werden alle Menschen, die gerne nähen, dazu aufgerufen in den nächsten Wochen Mehrweggeschenkbeutel zu nähen.

„Wo sind die NäherInnen der tollen, bunten Masken?“, fragt Karen Beuke, die Abfallberaterin der Kreisverwaltung.  „Ob große oder kleine Beutel, Bunte oder Neutrale – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Waschbar sollten sie sein, um sie lange gebrauchen zu können und damit der Beutel vielleicht einmal um die Welt wandert. Als Material eignen sich besonders Stoffreste oder z.B. alte Tischdecken, Vorhänge oder Stücke von teils verschlissenen Alttextilien (Hosenbeine, Hemdsärmel etc.).“

Was tun mit den genähten Beuteln? Die Beutel können von den NäherInnen selbst als Geschenkverpackung genutzt werden. Oder als solche verteilt werden, wie z. B. für die Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenke im Verein. Werden zu viele Beutel genäht, dann können sie auch an die Abfallberatung des Kreises (Adresse siehe unten) gesendet werden. Von dort aus werden sie gerne weitergegeben. Wer seine Beutel und vielleicht auch sich selbst präsentieren möchte, kann dies gerne über Facebook oder Instagram tun oder das Foto per Mail an die Abfallberatung senden.

In der Abfallvermeidungswoche selbst verteilen die Kreis-Nachhaltigkeitskoordinatorin Lisa Rodermann und die Abfallberaterin Karen Beuke Geschenkbeutel an die BürgerInnen in verschiedenen Kommunen. Orte und Zeiten werden noch bekannt gegeben. Die Beutel werden in gemeinnützigen Einrichtungen im Kreis genäht. Menschen mit Handicap nähen bunte Beutel in den Nordeifelwerkstätten. Nicht aus irgendeinem Stoff, sondern aus den schönen, bunten ausgedienten Stoffbeuteln der dm-Drogeriemärkte. Und in der Wirkstatt in Kall wird aus überschüssigen Alttextilien von der integrativ arbeitenden Frauengruppe kreativ mitgenäht. Der Kreis Euskirchen freut sich über diese tollen Kooperationen: Unsere Gemeinschaft für mehr Nachhaltigkeit.

Weitere Infos zur Aktion, Infozettel zum Einlegen in die genähten Beutel und Nähanleitungen gibt’s hier: www.kreis-euskirchen.de/ewav

Bei Rückfragen melden Sie sich bitte bei der Nachhaltigkeitskoordinatorin Lisa Rodermann (lisa.rodermann@kreis-euskirchen.de, Tel.: 02251-15-1312) oder der Abfallberaterin Karen Beuke (karen.beuke@kreis-euskirchen.de ; Tel.: 02251-15-371, Jülicher Ring 32, 53879 Euskirchen)

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Corona-Pandemie in Europa: Apotheken liefern Impfstoffe, managen Lieferengpässe und treiben Digitalisierung voran

Region/Berlin/Nizza – Zur Bewältigung der Corona-Pandemie leisten die Apotheken in ganz Europa vergleichbare Zusatzaufgaben und schaffen damit einen enormen Mehrwert für die Versorgung von hunderten Millionen Menschen in den nationalen Gesundheitssystemen.

Dazu gehören zeitaufwendige Dienstleistungen wie Botendienst und Impfstofflogistik, das komplexe Management von Lieferengpässen und der zunehmende Einsatz von digitalen Instrumenten und Netzwerken. „Überall in Europa bewältigen Apotheken mit großem Erfolg Herkulesaufgaben und zeigen somit in Krisenzeiten ganz besonders, wie unentbehrlich sie sind“, sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und des Zusammenschlusses der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU, engl. PGEU, frz. GPUE) anlässlich der in dieser Woche in Nizza (Frankreich) stattfindenden ZAEU-Generalversammlung: „Seit Beginn der Corona-Pandemie haben Millionen Menschen ganz persönlich gespürt, wie wichtig es ist, kompetente Ansprechpartner für Gesundheitsfragen gleich um die Ecke zu haben. Die Europapolitiker in Brüssel, vor allem aber auch die Verantwortlichen in den europäischen Hauptstädten sollten daraus die Lehre ziehen, die Apotheken vor Ort zu stärken, um auch für künftige Krisen gewappnet zu sein.“

In vielen europäischen Ländern haben die Apotheken bestehende pharmazeutische Leistungen ausgebaut bzw. zusätzliche Aufgaben übernommen. In Deutschland wird der vielfach angebotene Botendienst inzwischen bezuschusst, und die Versorgung von Arztpraxen und Impfzentren mit COVID-19-Impfstoffen wurde komplett den Apotheken übertragen. In mehreren europäischen Staaten haben Apotheken für das Management der zunehmenden Lieferengpässe bei wichtigen Arzneimitteln neue Werkzeuge bekommen. In Deutschland hat die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung den Apotheken einen leichteren Austausch von nicht lieferbaren Rabattarzneimitteln gegen vorrätige Generika ermöglicht. Viele Apotheken in Europa haben seit Pandemie-Beginn ihre Leistungen für Patienten erweitert. Neue digitale Instrumente innerhalb geschützter Netzwerke vereinen Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz im Sinne der Patienten. In Deutschland stellen die Apotheken millionenfach digitale Impfzertifikate aus und bereiten sich intensiv auf die bundesweite Einführung des E-Rezepts vor. Die Apotheken sind hier einmal mehr die Vertrauensinstanz für die Patienten.

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Dienstfahrten mit zwei Elektroautos in der Verbandsgemeinde Wittlich

Wittlich – Westenergie unterstützt Verbandsgemeinde Wittlich-Land bei Leasing von zwei Dienstfahrzeugen. Förderprogramm für Kommunen. Die Verbandsgemeinde Wittlich-Land treibt die Elektromobilität in der Region weiter voran.

Der Infrastrukturdienstleister Westenergie unterstützt die Verwaltung beim Leasing von zwei umweltfreundlichen Elektrofahrzeugen durch einen Zuschuss über rund 8.000 Euro. Die Wagen stehen künftig für Dienstfahrten von Mitarbeitern der Verwaltung für die kommenden beiden Jahre zur Verfügung.

Der Erste Beigeordnete Fritz Kohl nahm die nagelneuen Fahrzeuge gemeinsam mit Kollegen und Vertretern von Westenergie sowie dem Autohaus in Empfang. „Es ist eine wichtige Aufgabe, bei dem wachsenden Bedarf nach Mobilität nach Lösungen zu suchen, die gleichzeitig unsere Natur schonen. Als Verwaltung nehmen wir unsere Vorbildfunktion ernst und treiben die Elektromobilität voran.“ Er ergänzte: „Es freut mich, dass die umweltfreundlichen Fahrzeuge künftig die Mitarbeiter bei Dienstfahrten in der Region begleiten.“

Die Gruppe ließ es sich nicht nehmen, die erste Probefahrt mit einem der neuen Elektrofahrzeuge persönlich zu unternehmen. Die Anschaffung der E-Autos hat Westenergie mit einem unternehmenseigenen Förderprogramm gefördert. Marco Felten, Kommunalmanager bei Westenergie in der Region Trier, ergänzte: „Elektro-Mobilität ist ein Zukunftsthema sowohl für uns als auch für die Kreise und Verbandsgemeinden. Gerade in Zeiten steigenden Umweltbewusstseins und mit Blick auf die Energiewende ist sie eine der Antworten darauf, wie wir uns im Sinne des Klimaschutzes in Zukunft fortbewegen wollen.“

Westenergie bietet den Kommunen, die einen Konzessionsvertrag mit dem Energiedienstleister besitzen, das Förderprogramm „KEK – Kommunales Energie Konzept“ an. Es beinhaltet Lösungen und Produkte, mit denen sich Kommunen fit für die Energiezukunft machen. Gefördert werden Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und Infrastruktur. Das umfasst etwa die Steigerung der Energieeffizienz kommunaler Gebäude und Einrichtungen oder auch Konzepte zur Elektromobilität.