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Bewerbungsfrist für die Europawoche 2022 in NRW startet

Region/Düsseldorf – Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner hat den Wettbewerb zur Europawoche 2022 gestartet: Kommunen, Vereine, Verbände, Schulen, Hochschulen und andere Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen sind aufgerufen, sich mit Projektideen zu bewerben, die die europäische Idee in Nordrhein-Westfalen unterstützen und verbreiten. Prämierte Projekte erhalten bis zu 2.000 Euro.

Das Motto 2022 lautet „Storys of Europe – zeig mir Dein Europa“. Die Europawoche soll in diesem Jahr anregen zu entdecken, was die EU überhaupt mit mir und meiner Lebenswirklichkeit zu tun hat und wie Europa meinen Alltag in Nordrhein-Westfalen prägt. Gesucht werden Projekte, die sich mit den Fragestellungen „Was macht Europa für mich aus?“, „Was hat die EU mit meinem Alltag zu tun?“ und „Was wünsche ich mir für die Zukunft der EU?“ auseinandersetzen. Für den Wettbewerb kommen Projekte in Frage, die einer möglichst großen Zahl von Menschen zugänglich sind, eine große öffentliche Resonanz erfahren und in der Europawoche vom 30. April bis 9. Mai 2022 in Nordrhein-Westfalen stattfinden.

Minister Holthoff-Pförtner: „Europa betrifft uns alle in unserem Leben und unserem Alltag. Oftmals ist uns gar nicht bewusst, wo und wie Europa und die EU vor Ort wirken, was Europa uns ermöglicht und welchen Einfluss Europa auf das tägliche Leben aller Menschen hat. Mit der Europawoche stärken wir den europäischen Gedanken in

Nordrhein-Westfalen. Ich freue mich auf eine rege Beteiligung und auf neue Ideen für kreative Formate.“

Die Europawoche findet jährlich bundesweit rund um den 9. Mai statt, dem Europatag der Europäischen Union. Diesen bedeutenden Tag würdigt der nordrhein-westfälische Europaminister rund eine Woche lang mit der Förderung von Workshops, Seminaren, Tagungen, Konferenzen, Lesungen, Gesprächsrunden oder anderen innovativen Projekten zur Auseinandersetzung mit Europa und der Europäischen Union. Ziel der Europawoche ist es, die Bedeutung Europas für die Bürgerinnen und Bürger in allen Lebensbereichen hervorzuheben.

Einsendeschluss für die Bewerbungen zum Wettbewerb ist der 21. Januar 2022. Die Teilnahmebedingungen, die Bewerbungsunterlagen sowie weiterführende Informationen finden Sie hier.

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40 Jahre Aids – Arbeitskreis „Sexuelle Gesundheit“ stellt sich mit neuem Logo und Themen-Ausstellung vor

Euskirchen – In Zeiten der immer noch andauernden Corona-Pandemie sind andere wichtige Themen, die auch zu den Aufgaben des Gesundheitsamtes des Kreises Euskirchen gehören, leider etwas in den Hintergrund gerückt. Die Gefahren, die von sexuell übertragbaren Krankheiten ausgehen, sollen wieder mehr in den Fokus gerückt werden.

Der Arbeitskreis „Sexuelle Gesundheit“ möchte wieder verstärkt auf seine wichtige Arbeit und vielfältige Themenschwerpunkte aufmerksam machen und hat sich eigens hierfür ansprechende Aktionen ausgedacht. Wenn man sich die Liste der im Arbeitskreis vertretenen Akteure anschaut, wird schnell klar, dass die Aufklärungsarbeit in diesem Bereich nach wie vor ein wichtiges und immer aktuelles Thema ist. Neben dem Gesundheitsamt des Kreises Euskirchen sind die Caritas Euskirchen, die Caritas Eifel, donum vitae und der Verein „Frauen-helfen-Frauen“ vertreten.

Eigens für diese Aktion wurden Bierdeckel mit dem neuen Logo des Arbeitskreises bedruckt, welches die Vielfalt der Themen und deren Verflechtung anschaulich darstellt. Über den QR-Code, der auf der Rückseite der Bierdeckel zu finden ist, kommt man direkt auf die Webseite des Kreises Euskirchen und findet dort die Links zu den Akteuren und Hilfe für die individuellen Fragestellungen. https://www.kreis-euskirchen.de/buergerservice/gesundheit/arbeitskreis_sexgesund_23290.php

Wer einen anonymen und kostenlosen HIV Test möchte, kann sich an folgende E-Mail Adresse wenden, um einen Termin zu vereinbaren: sti@kreis-euskirchen.de.

Den Höhepunkt der Aktion bildet die Ausstellung zum Thema „40 Jahre AIDS“, die vom 29.11. bis 03.12.2021 jeweils von 8.30 Uhr bis 14.00 Uhr im Foyer des Emil-Fischer-Gymnasiums (Stadttheater Euskirchen) stattfinden wird. Hier soll die Aufklärungsarbeit und der Umgang der in den 1980er Jahren erstmals verbreiteten Erkrankung veranschaulicht werden. Der Arbeitskreis würde sich über ein reges Interesse und viele Besucher zu den Öffnungszeiten der Ausstellung freuen und steht natürlich jederzeit bei allen Fragen rund um alle Themen, aber speziell zum Thema „Sexuelle Gesundheit“ jederzeit beratend zur Verfügung.

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7000 Euro Spendenerlös des Basars „VordAHReifel hilft!“

Vordereifel/Mayen/Ettringen – Spendenerlös des Basars „VordAHReifel hilft!“ an „Bundesarbeitsgemeinschaft Rettungs- & Hundeführender Vereinigungen“ übergeben. Mitte September wurden in der Hochsimmerhalle in Ettringen beim Benefiz-Basar „VordAHReifel hilft!“ die vielen gespendeten Gegenstände und Kleidungsstücke für die Opfer der Flutkatastrophe allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Region zum Kauf angeboten.

Der Erlös von stolzen insgesamt 7.000 Euro konnte erfreulicherweise direkt an eine Organisation übergeben werden, die seit Juli unmittelbar im Ahrtal an der Hilfe und Unterstützung für die Betroffenen beteiligt ist: die „Bundesarbeitsgemeinschaft Rettungs- & Hundeführender Vereinigungen“ (BAG–RHV) mit Sitz in Polch.

Dies ist eine bundesweit und auch international tätige, gemeinnützige Körperschaft. Eine Hauptaufgabe besteht in der Ausbildung von Rettungshundeteams auf höchstem Leistungsniveau sowie die Sicherstellung deren Einsatzfähigkeit rund um die Uhr (bundesweit ca. 900 Teams).

Maik Lampert ist 1. Vorsitzender und Gesamteinsatzleiter der BAG–RHV in Polch und war über den DRK Ortsverein Ettringen als Helfer beim Basar tätig. Dadurch kam er auch mit den Organisatoren ins Gespräch. Viele Helfer/innen seines Vereins waren mit ihren speziell ausgebildeten Rettungshunden seit Tag 1 der Flutkatastrophe im Ahrtal im Einsatz. Beginnend mit der Suche nach vermissten Menschen und auch mit Leichenspürhunden.

Auch er selbst hat mit seinem Hund bei der Suche nach Vermissten geholfen und konnte sowohl das Orga-Team des Benefiz-Basars wie auch Bürgermeister Alfred Schomisch in einem anschließenden persönlichen Gespräch anschaulich über die Arbeiten und Aufgaben der Rettungshundestaffel, die im Ahrtal präsent war, informieren.

Herr Lampert hat mit den Teams der Rettungshundestaffel zudem auch eine Anlaufstelle für Hilfebedürftige mit dem Namen ‘‘KatLeuchtturm – Bürger helfen Bürger‘‘ in Ahrweiler aufgebaut. Kat-Leuchttürme (= Katastrophenschutz-Leuchttürme) sind primäre Anlaufstellen für die Bevölkerung in Krisensituationen, zur Aufrechterhaltung der Versorgung und zur Information und Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Dieses Projekt ist auch durch die BAG–RHV mit entstanden. Die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegen die Folgen von extremen Naturereignissen und Katastrophen zu stärken, zählt neben der Rettungshundestaffel zu den Hauptaufgaben der BAG–RHV.

In der Anlaufstelle in Ahrweiler werden auch gegenwärtig noch täglich drei Mahlzeiten ausgegeben, ungefähr 1.500 Essen pro Tag. Darüber hinaus werden haltbare Lebensmittel, Wasser/Getränke, Medikamente, Kleidung und sonstige Haushaltsartikel, die gespendet wurden, verteilt. Die Ausgabestelle wird von den Hilfebedürftigen – über die reine Essens- und Warenausgabe hinaus – gerne angenommen, weil die Helferinnen und Helfer mitunter ‘‘einfach nur da sind‘‘ und den Menschen zuhören.

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Vortrag zu Wärmepumpen am Donnerstag 04. November im Kulturhaus „tbeater 1“ Bad Münstereifel

Euskirchen/Bad Münstereifel – Lohnt sich ein Umstieg auf eine Wärmepumpen-Heizung? Was bringt das für die Umwelt? Und wie hoch sind die Kosten? Um diese und weitere Fragen geht es bei einem Vortrag zum Thema „Wärmepumpen für Bestandsgebäude“. Termin: Donnerstag, 4. November, 18 Uhr im Kulturhaus „tbeater 1“ in Bad Münstereifel (Langenhecke 2). Veranstalter sind die Energieagentur NRW, die Stadt Bad Münstereifel und der Kreis Euskirchen.

Ein- und Zweifamilienhäuser haben mit 41 Prozent den größten Anteil am Energieverbrauch im Gebäudebereich. Hinzu kommt, dass mehr als 67 % der rund 21 Millionen Heizungsanlagen in Deutschland energetisch nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. Sollen die nationalen Klimaschutzziele erreicht werden, muss bis 2030 im Gebäudebereich den CO2-Ausstoß um 57 % reduziert werden. Hierzu müssen die vorhandenen Heizsysteme durch z.B. Wärmepumpen oder Holzpellet-Heizungen ersetzt werden.

Das Vorurteil, dass eine Wärmepumpe nur für Neubauten mit Fußbodenheizung geeignet ist, hält sich sehr hartnäckig. Durch technische Weiterentwicklungen können Wärmepumpen aber bis zu einer Vorlauftemperatur von 65 bis 75°C wirtschaftlich eingesetzt werden – und damit sind sie auch für bestehende Gebäude mit Heizkörpern geeignet.

Wie das funktioniert, welche Wärmepumpen geeignet sind, worauf man achten sollte und wie man die Förderung in Höhe von 35 bis 50 % erhalten kann, erläutert Sven Kersten in seinem Vortrag. Im Anschluss werden Fragen beantwortet und es können konkrete Vor-Ort-Beratungstermine vereinbart werden.

Anmeldung: kersten@energieagentur.nrw.

Kontaktadressen:

  1. Florian Hammes, Klimaschutzbeauftragter, Stadt Bad Münstereifel,

Tel. 02253 / 505 294, E-Mail: f.hammes@bad-muenstereifel.de

  1. Sven Kersten (Referent), EnergieAgentur.NRW, Roßstraße 92, 40476 Düsseldorf

Tel.  0160 / 97281056, E-Mail: kersten@energieagentur.nrw, www.waermepumpe.nrw

  1. Manfred Scheff, Gebäudeenergieberater (HWK), Kreis Euskirchen, Tel. 02251 /15 526, E-Mail: manfred.scheff@kreis-euskirchen.de
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Jugendbus: Niederzier bekommt regelmäßig Besuch von der „Wilden 13“

Düren – Der Jugendbus „Die Wilde 13 2.0“ des Kreises Düren macht jetzt einmal in der Woche Halt an seinem neuen Standort am Schulhof der Gesamtschule Niederzier. „Wir schreiben hiermit das Erfolgskapitel des Jugendbusses und der Jugendarbeit weiter“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn bei der offiziellen Eröffnung der neuen Haltestelle.

 „Mein Dank geht besonders an das pädagogische Team, das zu diesem Erfolg entscheidend beiträgt“, sagte der Landrat in Richtung des Busfahrers und Pädagogen Jens Musche, der die Kinder und Jugendlichen vor Ort seit vielen Jahren erfolgreich betreut. Immer dienstags von 15 bis 20 Uhr steht der Doppeldecker auf dem Schulhof und bietet Kindern und Jugendlichen eine verlässliche Anlaufstelle für ihre Freizeitgestaltung an. „Der Bus erfreut sich hier sehr großer Beliebtheit“, sagt Bürgermeister Frank Rombey. „Der Standort ist ein idealer Treffpunkt für unsere Kinder.“

Ulrich Lennartz, Geschäftsführer des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), betont, dass es einer der Standorte mit den meisten Kindern sei. „Der Jugendbus ist zudem ein verbindendes Element für die Kinder und Jugendlichen im gesamten Kreisgebiet.“ Der SkF ist in die praktische Betreuung des Jugendbusses involviert. Gestartet war das Projekt des Jugendbusses bereits im Jahr 2000, damals noch auf ein Jahr befristet. Mittlerweile fährt bereits der Nachfolger des ersten Busses, „die Wilde 13. 2.0“ durch den Kreis Düren.

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Corona-Patienten aus Rumänien werden nach Nordrhein-Westfalen gebracht

Region/Düsseldorf – Ministerpräsident Hendrik Wüst: Lebensrettung kennt keine Grenzen. Die Staatskanzlei NRW teilt mit: Nordrhein-Westfalen hilft erneut europäischen Freunden bei der Versorgung von COVID-Patienten: Vier rumänische Patienten werden am heutigen Montag, 01. November auf Intensivstationen von Kliniken in Bochum, Krefeld und Bergisch Gladbach gebracht. Die Patienten werden von der Luftwaffe nach Nordrhein-Westfalen geflogen und landen auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn. Insgesamt treffen am 01. November 2021 sechs Patienten aus Rumänien ein. Zwei von ihnen werden im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz versorgt.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Lebensrettung kennt keine Grenzen. Nordrhein-Westfalen steht solidarisch zu seinen europäischen Freunden. Deshalb ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir auch in der fortgeschrittenen Pandemie helfen wo wir können. Wir haben derzeit in unseren Krankenhäusern die Kapazitäten, um schwer an COVID erkrankte Menschen bei uns behandeln zu lassen. Deshalb lassen wir unsere europäischen Freunde nicht allein.“

Hintergrund:

In Rumänien bewegen sich derzeit die Corona-Fallzahlen auf einem sehr hohen Niveau. Zahlreiche Patienten wurden bereits in Nachbarländer gebracht, weil die Intensivstationen im Land keine Kapazitäten mehr haben.

Nordrhein-Westfalen hat seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 rund 100 Patienten aus ganz unterschiedlichen europäischen Staaten zur Versorgung in Krankenhäuser aufgenommen.

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Das Wandern ist des Mörders Lust – Holger Wienpahl und Ralf Kramp stellen neue Krimi-Anthologie rund ums Wandern vor

Hillesheim – Nicht auszudenken, was – außer schlechtem Wetter oder unpassender Kleidung – auf einer Wanderung alles dazwischen kommen kann! So begrüßen Holger Wienpahl und Ralf Kramp ihr Publikum im Grünen Salon des Kriminalhauses.

Holger Wienpahl und Ralf Kramp (v. links nach rechts) stellen die neue Krimianthologie „Das Wandern ist des Mörders Lust“ in Hillesheim vor. Foto: KBV-Verlag, Ira Schneider

Eigentlich hatten die beiden am Vormittag gemeinsam mit der Tourist-Information Gerolsteiner Land zu einer Krimiwanderung durch das Bolsdorfer Tälchen eingeladen. Bei strömendem Regen hat man jedoch kurzerhand umdisponiert und präsentiert die neue „Krimi-Anthologie“ mit Anekdoten vom Wandern und amüsanten Lesehäppchen lieber im Trockenen.

Skurril und oft nah am wahren Leben sind die Geschichten, die Holger Wienpahl in dem Wanderkrimiband „Das Wandern ist des Mörders Lust“ gesammelt hat und nun der Öffentlichkeit vorstellt.

„Unterhaltsame Wander-Kurzkrimis, verfasst von den Besten ihrer Zunft wie Tatjana Kruse, Klaus Stickelbroeck, Peter Godazgar, Carsten Sebastian Henn – um nur einige zu nennen. Viele deutsche Krimiautorinnen und -autoren haben auf Wunsch von Holger Wienpahl die Wanderschuhe geschnürt und sind losmarschiert“, so Verleger und Krimiautor Ralf Kramp. Neben einer eigenen Kurzgeschichte von Holger Wienpahl mit dem Titel „Der perfekte Überfall“ sind auch zwei Kurzgeschichten namens „Die Nachtwanderung“ und „Eifel, Arsch und Wolkenbruch“ von Ralf Kramp dabei. Letztere gefällt Holger Wienpahl besonders, „weil es wirklich Menschen gibt, die sich zum Nacktwandern in der Eifel verabreden, hier aber kommt alles so ganz anders als geplant …“. Mit reichlich Mimik und Intonation schmücken die Autoren bei ihrem Vortrag ihre Storys und die Wanderfans lachen herzhaft, als Holger Wienpahl seinen Kurzkrimi über einen Banküberfall in der Ich-Form vorträgt, aber immer wieder darauf hinweist, dass es sich hier um ein literarisches Ich handelt. Alle Lacher hat auch Ralf Kramp auf seiner Seite, als er seine Nacktwanderer vor dem geistigen Auge losschickt und berichtet, wie sich diese im Wald ihrer Kleidung entledigen und damit sogar ein Eichhörnchen verschrecken: „Das hat wohl noch nie Menschen ohne Fell gesehen.“

Je tiefer Wienpahl und Kramp in die Geschichten einsteigen, desto mehr staunt und amüsiert sich das Publikum ob der kuriosen Zwischenfälle, die beim Wandern ein leider tödliches Ende nehmen können. Für den nächsten Wandertag, so ist man sich sicher, sind Augen, Ohren und Fantasie geschärft für alles, was da wo unterwegs lauern könnte.

Die mörderische Lust wandert neben uns her

Holger Wienpahl berichtet: Tatsächlich gibt es einen Ort, der mich seit Jahren erschaudern lässt. Mitten im Pfälzer Wald, nahe dem Humbergturm bei Kaiserslautern, steht ein kleiner beschrifteter Stein, wie ein Grabstein ruht er dort. Darauf verewigt sind in wenigen Worten der Name eines Mädchens, ihr Todesdatum und die Inschrift: ‚Hier starb sie einst von Mörder Hand.‘ Offensichtlich ein rätselhafter Mord aus dem 19. Jahrhundert. Seit meine Frau und ich diesen Stein das erste Mal gesehen haben, geht mit uns beim Wandern immer wieder die Fantasie durch. ‚Was könnte hinter der nächsten Kurve lauern, wer steckt da möglicherweise im Gebüsch und beobachtet uns, hast du den Schrei auch gehört?‘ So wandert die mörderische Lust seither ständig neben uns her …“ Inspiriert zur Krimi-Anthologie „Das Wandern ist des Mörders Lust“ hat ihn dieses Erlebnis. „Der entscheidende Anstoß, ein Buchprojekt mit vielen großartigen Autoren zu starten, kam schließlich von Ralf Kramp“, so Holger Wienpahl, der sich nun freut – dass die Krimi-Anthologie „Das Wandern ist des Mörders Lust“ als Wanderlektüre in die Rucksäcke wandert.

Die Krimi-Anthologie für den Wanderrucksack ist im KBV-Verlag erschienen.

Das Wandern ist des Mörders Lust Holger Wienpahl (Hg.)

Taschenbuch, 250 Seiten, ISBN 978-3-95441-581-6, 12,00 Euro (D)

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SGD Nord: Land unterstützt barrierefreien Rundweg im Naturpark Vulkaneifel und viele andere Projekte

Region/Koblenz/Vulkaneifel – In Naturparks sollen die Interessen des Landschafts- und Naturschutzes umgesetzt werden, Bürgerinnen und Bürgern gleichzeitig aber auch bestmögliche Bedingungen geboten werden, um sich dort zu erholen. Zudem sollen die Regionalentwicklung durch die Parks gefördert und Aspekte der Umweltbildung umgesetzt werden. Dass dies alles durchaus in Einklang miteinander gebracht werden kann, zeigt der Naturpark Vulkaneifel, der wie alle anderen rheinland-pfälzischen Naturparks im Zuständigkeitsbereich der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord vom Land unterstützt wird. Rund 178.000 Euro an Fördermitteln flossen im laufenden Jahr bereits in verschiedene Projekte des Naturparks Vulkaneifel. SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis überreichte nun symbolisch den Förderbescheid für ein Projekt, das der Parkleitung besonders am Herzen liegt: der barrierefreien Rundweg ums Schalkenmehrener Maar.

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Ende April 2022 sollen wieder die Züge von Euskirchen nach Mechernich fahren

Mechernich/Kall/Eifel – Absage für sofortige Elektrifizierung. Pendler und Reisende müssen sich noch etwas gedulden bis Schäden behoben und alle Abschnitte der Eifelstrecke wieder befahrbar sein werden. Die Prioritäten sind eindeutig. „Uns geht es erst mal darum, die Bahnstrecken schnellstmöglich wieder in den Betrieb zu nehmen. Alles Weitere kommt danach“, sagte Dr. Norbert Reinkober in der Sondersitzung vor dem Planungsausschuss, der in der Aula des Gymnasiums Am Turmhof tagte. Der Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) und Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH schloss damit aber auch eine sofortige Elektrifizierung der Eifelstrecke zwischen Köln und Trier aus.

Ausschussmitglieder wie hier Sozialdemokrat Hans Schmitz nutzten die Chance um Fragen zu stellen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Dafür werden die Arbeiten an dem stark vom Hochwasser beschädigten Satzveyer Bahnhof zeitnah und zwar bereits am 25. November beginnen. Der Haltepunkt werde provisorisch wiederaufgebaut, betonte Jens Schäfer von der Deutschen Bahn (DB): „Wir werden natürlich keine Unsummen investieren.“ Seit geraumer Zeit schon führt die Stadt Gespräche mit DB und NVR, um den Bahnhof an eine geeignete Stelle nahe der L11 und dem geplanten P&R-Parkplatz zu verlagern. Notwendige Grundstücke sind für das Vorhaben bereits gesichert worden.

„Versprochen“

Zweifel schob Reinkober schnell beiseite: „Versprochen! Er kommt“ Die Finanzierung sei gesichert. Die Gelder stünden bereit. „Planen Sie so schnell wie möglich rundherum auch die P&R-Anlage“, sagte er. Der bisherige Haltepunkt mit alter Stellwerkstechnik werde nur deshalb an bisheriger Stelle wieder ertüchtigt, um schnellstmöglich den Betrieb wieder aufzunehmen zu können und um zu vermeiden „zwei, drei, vier oder fünf Jahre“ ohne Bahnverkehr warten zu müssen.

Dennoch, so wird bei den Ausführungen Schäfers schnell klar, ist die Wiederherstellung des Bahnhofs Satzvey mit großem Aufwand und großen Herausforderungen verbunden. „Die alte Stellwerkstechnik bekommt man gar nicht mehr so ohne weiteres und muss nachgebaut werden“, erklärte er. Erst in einem späteren Schritt soll dann auf eine elektronisch gesteuerte Stellwerkstechnik umgestellt werden. Materialien wie Schotter, Schienen, Schwellen zu bestellen, sei enorm schwierig, „weil jeder gerade bestellen will“. Außerdem sei „der Markt der Planer leergefegt“, so Schäfer.

Der Betrieb im Streckenabschnitt Kalscheuren – Euskirchen konnte bereits am 6. September wieder aufgenommen werden. Bis nach Mechernich sollen die Züge spätestens Ende April 2022 fahren. Zunächst war die Bahn davon ausgegangen, dass bereits Ende 2021 die Schienenfahrzeuge wieder bis in die ehemalige Bleibergstadt rollen können. Richtung Kall soll es Juni 2022 soweit sein, bis zur Landesgrenze wird es wohl sogar Ende 2023 werden – trotz, dass verkürzte Planungsschritte erlaubt sind und Wiederaufbau-Gelder parat stehen.

Norbert Reinkober will eine „schnellere Elektrifizierung“ der Eifelstrecke nicht gänzlich ausschließen. Geplant war sie ursprünglich für etwa 2030. Man müsse Schritt für Schritt vorgehen. Für den Betrieb müssten beispielsweise neue E-Fahrzeuge beschafft werden. Reinkober: „Es wäre doch fatal, wenn wir eine Elektrifizierung umgesetzt hätten und noch mit Dieselfahrzeugen fahren.“ Auf einen konkreten Zeitplan festlegen lassen wollte er sich indes nicht. Er will noch weitere Georadar-Ergebnisse abwarten, die Aufschluss über tieferliegende Schäden geben können.

Kaller zu Gast

In der Sondersitzung des Mechernicher Planungsausschusses waren auch Mitglieder des Kaller Entwicklungsausschusses zu Gast. Deren Vorsitzender, Bert Spilles, bedankte sich für das „Asyl“ und sagte: „Wir rücken bei diesem Thema zusammen. Das sollten wir öfters so machen.“ Auf geringe Resonanz war das Thema anscheinend bei Bürgerinnen und Bürgern gestoßen, nur wenige waren zur öffentlichen Sitzung gekommen.

Vor der Hochwasserkatastrophe verkehrten zwischen Köln und Trier sogar die schnellsten Dieselzüge bundesweit und auch die „umweltgerechtesten“, betonte Reinkober. In der Nacht zum 15. Juli wurden davon einige mit Schlammwasser überflutet – innen wie außen- „Andere Züge können diesen anspruchsvollen Fahrplan, den wir normalerweise hier fahren, aber letztlich überhaupt nicht leisten“, sagte Reinkober weiter, der bekennt, dass in der hiesigen Region der Einsatz von Ersatzzügen daher unter Umständen schwierig zu disponieren sein könnte: „Aber ich wäre schon froh, wenn überhaupt wieder Züge auf der Strecke fahren.“

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Aachener Klimadezernent Heiko Thomas hat seine Ernennungs-Urkunde erhalten

Aachen – Heiko Thomas übernimmt zum 01. November das neu geschaffene Dezernat für Klima, Stadtbetrieb und Gebäude. Am vergangenen  Donnerstag, 28. Oktober, hat er von Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen im Rathaus seine Ernennungsurkunde erhalten. „Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe“, sagte er: „Umwelt und Klima, Gebäude und Stadtbetrieb sind ein guter Zuschnitt für das Dezernat.“

Eine wichtige Aufgabe sieht er darin, in den nächsten Jahren so viele neue Bäume wie möglich in der Stadt pflanzen zu lassen und das dazugehörige Programm zügig umzusetzen. Auch die Weiterentwicklung des Klimaanpassungskonzepts der Stadt Aachen aus dem Jahr 2017 liegt ihm am Herzen, gerade auch mit Blick auf die Flutereignisse im Sommer dieses Jahres. Und ein weiteres Arbeitspaket ist auch schon geschnürt: der Ausbau der Kreislaufwirtschaft in den unterschiedliche Lebensfeldern der Stadt Aachen, immer geprägt von der Idee der Nachhaltigkeit menschlichen Tuns.

Der Rat der Stadt Aachen hatte Heiko Thomas Anfang September 2021 für acht Jahre zum Beigeordneten für Klima, Stadtbetrieb und Gebäude gewählt. Er wurde 1969 in Wuppertal geboren, machte eine Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur, studierte anschließend Politikwissenschaften und ging dann in die grüne Politik. Nach seiner Zeit als Fraktionsgeschäftsführer im Berliner Abgeordnetenhaus wurde er 2011 Gesundheits- und Haushaltspolitischer Sprecher. Seit 2016 ist er Referatsleiter im NRW-Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, aktuell leitet er die Projektgruppe Digitalisierung, Nachhaltigkeit in Landwirtschaft und Ernährung, Bioökonomie. Seit 2018 ist Heiko Thomas außerdem Sprecher des Kreisverbands Heinsberg der Grünen.

„Auf mich wartet eine riesige Aufgabe, darauf freue ich mich, das geht nur im Team“, erklärte Thomas bereits nach seiner Wahl. Tatsächlich haben Politik und Verwaltung Heiko Thomas zahlreiche Aufgaben mit auf den Weg gegeben: So soll er die zentrale Steuerung, Implementierung und konsequente Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKSK) übernehmen, dabei insbesondere den zügigen Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben und alle relevanten gesellschaftlichen Kräfte sowohl in den Prozess einbinden als auch für ein eigenes Klimaschutzengagement gewinnen.

Darüber hinaus gilt es, die Stadt Aachen an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Stadtbegrünung, Grünfinger und Kaltluftbahnen, die Offenlegung innerstädtischer Bäche und die Schaffung von Versickerungs- und Retentionsräumen zum Schutz vor Überflutung und Starkregenereignissen gehören ebenso dazu wie die Erarbeitung einer umfassenden Biodiversitätsstrategie und deren Implementierung in allen relevanten kommunalen Einflussbereichen.

Bei der Umsetzung des neuen Landschaftsplans soll verstärkt auf regionale Vermarktung und eine auf nachhaltige Produktion ausgerichtete Landwirtschaft gesetzt werden. Nicht zuletzt hat Thomas den Auftrag, die Vorbildfunktion der Stadt als Bauherrin und Betreiberin zahlreicher Verwaltungsgebäude auf dem Feld des nachhaltigen Bauens und der Gebäudesanierung auszubauen und den Stadtbetrieb als bedeutsamen kommunalen Dienstleister insbesondere in den Bereichen Entsorgung, Straßenunterhaltung und Grünpflege zu stärken.