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Präsidium im Amt bestätigt

Prüm – Raimund Licht, Hermann Waldorf und Harald Schmitz bleiben an der Spitze der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (MEHR). Bei der Jahrestagung Ende November wurde das Präsidium von den Delegierten komplett wiedergewählt. Die Kreishandwerksmeister stellen sich damit für die nächsten drei Jahre den Herausforderungen zum Wohle des Handwerks in der Region.

Blick in die Versammlung. Foto: Kreishandwerkerschaft MEHR

Der Bäckermeister und Vorsitzender Kreishandwerksmeister Licht aus Lieser ging zu Beginn der Versammlung auf die großen Themen der vergangenen zwei Jahre ein. „Corona, Preisexplosionen und Lieferengpässe bei Materialien, die Flutkatastrophe im Juli und der bestehende große Fachkräftebedarf haben diese Zeit geprägt und große Anstrengungen von allen gefordert.“ In den Gremien der Handwerkerorganisation hat man diese Herausforderungen aber auch als Chance gesehen, die Innungen und die Kreishandwerkerschaft, als deren Geschäftsstelle, zu profilieren und den Betrieben den Mehrwert durch diese Mitgliedschaft deutlich ins Licht zu stellen. „Das Handwerk hat in diesen Zeiten zusammengehalten“, bündelt Licht die verschiedenen Situationen und blickt dabei besonders auf die Flutnacht und ihre Folgen zurück. „Die Unterstützungsleistung der Handwerksorganisationen, die sehr gute Zusammenarbeit auf regionaler Ebene durch Kreishandwerkerschaft, Handwerkskammer und Fachverbände; dies ist ein Bild, bei dem viele an einem Strang ziehen.“ Licht wies dabei auch auf das überragende ehrenamtliche Engagement im Handwerk hin. „Ich danke allen aktiven Vorstandsmitgliedern in den Innungen, Gesellenprüfungsausschüssen und Schlichtungsausschüssen.“

Mit vereinter Kraft geht der Vorstand für die nächsten drei Jahre an die Herausforderungen im Handwerk. Foto: Kreishandwerkerschaft MEHR

Ein Dank für das ehrenamtliche Engagement kam auch von dem neu gewählten Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm Andreas Kruppert. Er bot den Delegierten eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihm und den Gremien des Eifelkreises an. Als weiteren Gast begrüßte die Versammlung den Präsidenten der Handwerkskammer Trier, Rudi Müller. Dieser betonte die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft aus der Mosel-Eifel-Hunsrück-Region. „Ich freue mich schon auf gemeinsame Projekte bei der Woche „Faszination Handwerk“ anlässlich der offiziellen Eröffnung des neuen Bildungs- und Technologiezentrum in Trier im Mai 2022.“

Neuwahlen standen auch für den gesamten Vorstand mit seinen zehn Beisitzern an. Von den Delegierten war der Großteil zur Wiederwahl bereit und wurden im Amt bestätigt. Damit sind Martin Anton, Nadine Heck, Johannes Lorscheider, Rainer Ferres, Bernd Elsen, Rainer Schüller, Markus Roth und Stefan Brodel die erfahrene Basis und freuen sich über die neugewählten Kollegen. Diese sind Markus Berg und Sabine Schömann-Kuhnen. Hans-Josef Jakoby, der jahrzehntelang im Vorstand tätig war, kandidierte aus Altersgründen nicht mehr. Kreishandwerksmeister Licht dankte seinem Bäckerkollegen Jakoby für die geleistete Arbeit, ebenso Manuel Peiffer, der nicht mehr zur Wahl antrat. Als Kassenprüfer wurde Guido Wirtz wiedergewählt. Er wird neu unterstützt von Eduard Schiefer und dem Stellvertreter Otmar Koch.

Im weiteren Verlauf des Tages ging Geschäftsführer Dirk Kleis auf die Entwicklungen und Tätigkeiten der Kreishandwerkerschaft MEHR und der beiden Tochtergesellschaften ein. Die Dienstleistungen der Mittelstandsberatungsgesellschaft KH mbH (Lohnbuchhaltung) und der Arbeitsmedizinischer und Sicherheitstechnischer Dienst GmbH werden stark nachgefragt und sind auch Wachstum ausgerichtet.

Für das Spendenkonto „Fluthilfe“ der Kreishandwerkerschaft MEHR waren bis Mitte November mehr als 140.000 Euro eingegangen. Kleis berichtete der Versammlung von den zahlreichen Gesprächen mit den betroffenen Handwerksbetrieben. Über Mark Kaffenberger, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, war eine große Spendensumme aus dem Odenwald, der Heimat Kaffenbergers, für Hochwassergeschädigte zur Verfügung gestellt worden. Ebenso hatten sich zahlreiche Innungen mit großen Beträgen beteiligt. Erste Soforthilfen wurden bereits im Herbst ausgezahlt.

Die Ergebnisse der im Herbst erfolgten Mitgliederbefragungen unter den Innungsbetrieben stellte Christian Weirich, stellvertretender Geschäftsführer, den Delegierten vor. „Ziel der Befragung an unsere rund 1.000 Mitgliedsbetriebe war es, konkrete Bewertungen aus Mitgliedersicht zu erhalten um uns als Kreishandwerkerschaft mit unseren Dienstleistungen und Handlungsfeldern auszurichten.“ Für 2022 sind Workshops geplant, bei denen Innungsbetriebe aktiv die Weichen für die zukünftige Arbeit ihrer Interessenvertretung stellen können.

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„HEARTBEAT STOLBERG“: Musik- und Fotografie-Workshops für Jugendliche – Start 10. Dezember

Stolberg – Wie geht es nach oder mit Corona weiter? Diese Frage beschäftigt gerade die Jugend, die schon im vergangenen Jahr 2020 sehr unter den Auswirkungen der Pandemie gelitten hat. Die üblichen Freunde im Park treffen, Sport im Verein nach der Schule oder das Chillen in Jugendzentren oder anderen öffentlichen Begegnungsorten waren und sind wegen Einschränkungen nur eingeschränkt möglich. Die Stolberger Jugendlichen wurden in diesem Jahr gleich doppelt getroffen: Neben den weiter anhaltenden Corona-Einschränkungen folgen bei vielen nun psychische Belastungen, die mit der Flutkatastrophe einhergehen.

Aus diesem Grund möchte die kommunale Jugendarbeit der Kupferstadt Stolberg den Jugendlichen eine Plattform anbieten, in der sie den Gedanken und Gefühlen Ausdruck verleihen können und startet nun das Jugendmedienprojekt: „HEARTBEAT – wie wir leben, wovon wir träumen“. Themen und Fragestellungen wie „Wie geht’s mir?“, „Was vermisse ich?“, „Was ist mit meiner Zukunft?“, Liebe, Zukunft, Wovon träume ich?“, „Wofür brenne ich?“ oder „Was gibt mir Power?“ sind nur einige Impulse.

In hochwertigen Workshops können sich die Jugendlichen mit brandneuem technischen Equipment einerseits mit der Kunstform Musik/Rap beschäftigen und Songs im Studioniveau aufnehmen und andererseits lernen, wie man mit Fotografie seinen Emotionen Ausdruck verleihen. Raptexte oder auch Liedtexte aus dem Genre Pop u.ä. schreiben und performen, Selbstprotraits erstellen, Erinnerungen verbildlichen – alles ist möglich!

Begleitet werden die jugendlichen Teilnehmer*innen von einer erfahrenen Crew. Dazu zählen die freischaffende Fotografin, Konzeptkünstlerin und Autorin Agnes Bläsen, der Musiker, Lyriker und bildende Künstler Dirk Schulte, Musiker und Produzent Elias Jacobs, der Sozialpädagoge des Teams der kommunalen Jugendarbeit Dominique Lopes-Pedro und der Stadtjugendpfleger und Sozialpädagogen, Michael Bosseler.

Start des Jugendmedienprojekts ist Freitag 10.12.2021 um 15:30 Uhr im Jugendzentrum Westside.

INFOBOX:
Termine: 10.12.21/11.12.21/17.12.21/18.12.21/20.12.21
jeweils 15:30h – 18:00h

Location: Städt. Jugendzentrum WESTSIDE – Kupfermeisterstraße 8, 52222 Stolberg

Anmeldung:
Mobil: 01577-93 920 80 E-Mail: dominique.lopes-pedro@stolberg.de oder über Instagram: @jugendarbeit_stolberg.de

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Terminvergabe für Impfzentrum in Wittlich freigeschaltet – Ab Montag 13. Dezember Impfung nur noch mit Termin möglich

Wittlich – Wo kann ich mich impfen lassen? Impfzentrum in Wittlich. Das Impfzentrum in Wittlich startete diese Woche zunächst ohne Terminvergabe. Ab Montag, dem 13. Dezember ist eine Impfung nur noch mit Termin möglich. Eine Terminregistrierungen ist auf https://impftermin.rlp.de/ sowie über die Hotline 0800 / 57 58 100 (Mo – Fr 8:00 – 18:00 Uhr und Sa – So 9:00 – 16:00 Uhr) möglich.

Das Wittlicher Impfzentrum, Schlossstraße 31 in Wittlich hat montags bis mittwochs von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr, donnerstags und freitags von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr sowie samstags von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Für eine Impfung donnerstags ist kein Termin erforderlich. Am Mittwoch, 15.12. ist ebenfalls eine Impfung ohne Termin möglich.

Zur Verfügung stehen die Impfstoffe von Biontech für Unter-30-jährige sowie Moderna für 1., 2. oder Booster-Impfungen. Zum Termin sind Personalausweis und soweit vorhanden Impfausweis mitzubringen.

Impfbusse des Landes

Die Impfbusse des Landes machen an verschiedenen Stationen im Landkreis von 9 bis 17 Uhr Halt. Es stehen die Impfstoffe von Johnson&Johnson und Biontech zur Verfügung. Personen ab 12 Jahren können in Begleitung eines Erziehungsberechtigten eine Schutzimpfung erhalten. Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren können mit einer schriftlichen Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten das Impfangebot wahrnehmen. Bitte schauen Sie einen Tag vorher auf https://corona.rlp.de/de/impfen/informationen-zur-corona-impfung-in-rheinland-pfalz/ , ob der Termin vom Land bestätigt wurde.

09.12.2021 Morbach, Baldenauhalle, Jahnstraße 5
13.12.2021 Bernkastel-Kues, Güterhalle, Bahnhofstraße
15.12.2021 Morbach, Baldenauhalle, Jahnstraße 5
17.12.2021 Bernkastel-Kues, Güterhalle, Bahnhofstraße
21.12.2021 Morbach, Baldenauhalle, Jahnstraße 5
23.12.2021 Bernkastel-Kues, Güterhalle, Bahnhofstraße
28.12.2021 Traben-Trarbach, Lorettahalle, Neue Rathausstr. 18
30.12.2021 Bernkastel-Kues, Güterhalle, Bahnhofstraße

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Das neue Jahrbuch des Kreises Euskirchen – Ein grenzenloser Lesegenuss

Euskirchen – Druckfrisch erschienen: Das Jahrbuch 2022 des Kreises Euskirchen überschreitet Grenzen / Ab sofort für 7.50 € im Buchhandel erhältlich. Es war eine Jahrbuch-Vorstellung der besonderen Art, und dass gleich aus zwei Gründen: Zum einen war es eine Premiere für den Euskirchener Landrat Markus Ramers, der das Buch erstmals in seiner noch kurzen Amtszeit persönlich präsentieren konnte.

Landrat Markus Ramers (3.v.l.), die beiden Bürgermeister Rudolf Westerburg (links) und Friedhelm Wirtz (2.v.l.) stellten gemeinsam mit den Autoren das neue Jahrbuch des Kreises Euskirchen vor. Foto: W. Andres / Kreis EU

Zum anderen fand die Vorstellung erstmals in der knapp 70-jährigen Geschichte des Jahrbuches im Ausland statt, „auch wenn es nur wenige Meter sind“, wie Landrat Ramers schmunzelnd ergänzte. Treffpunkt war diesmal das Hotel Schröder am Losheimergraben, direkt an der Grenze im Königreich Belgien. „Damit würdigen wir die freundschaftliche und vorbildliche Partnerschaft, die hier tagtäglich gelebt wird“, so Ramers dankbar in Richtung der beiden Bürgermeister Rudolf Westerburg (Hellenthal) und Friedhelm Wirtz (Büllingen).

Die Grenze zwischen Belgien und Deutschland ist heutzutage kein trennender Faktor mehr. Im Gegenteil: Die Menschen diesseits und jenseits der Staatsgrenze haben intensiven Kontakt und pflegen einen Austausch. Fast könnte man sagen: Die Grenze existiert nur noch auf dem Papier, aber nicht mehr in den Köpfen der Menschen. Aber das war nicht immer so, vielmehr ist es die große Ausnahme, wenn man in die Historie der vergangenen Jahrhunderte zurückschaut. Und genau das war auch der Grund, aus dem das Redaktionsteam des Jahrbuches unter der Leitung von Kreisarchivarin Heike Pütz das Schwerpunktthema des Buches diesmal auf „Grenzen ändern sich – Menschen bleiben“ gesetzt hat.

In einem Bogen über fast 250 Jahre, von den Territorien am Vorabend der Französischen Revolution über die Episoden in der französischen Zeit unter Napoleon bis zur britischen Besatzung nach dem 1. Weltkrieg: Der Kreis Euskirchen und seine Vorgänger wurde immer wieder im Verlauf der Geschichte neu geformt. Dem Hin und Her an der deutsch-belgischen Grenze, den Schwierigkeiten im Zusammenleben und dem späteren Zusammenwachsen im europäischen Sinne widmen sich allein fünf Beiträge: Klaus-Dieter Klauser, Vorsitzender des Geschichtsvereins zwischen Venn und Schneifel, fasste das Geschehen um die ehemals preußischen Kreise Eupen und Malmedy nach dem ersten Weltkrieg zusammen. Mit Hilfe von Unterlagen des Auswärtigen Amts und des Bundesarchivs sowie des Kreisarchivs rekonstruierte Heike Pütz das Jahr 1921 in der Gemeinde Losheim, die zum 1. Oktober 1921 Teil des damaligen Kreises Schleiden wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg entbrannte der Streit um Losheim zwischen Deutschland und Belgien erneut, diesem Geschehen widmete sich Michael Heinzel. Und Bernd Kehren interviewte die beiden Bürgermeister der Grenzgemeinden Büllingen und Hellenthal: Im Austausch über gemeinsame Erinnerungen alter Grenzerfahrungen mit Zoll und Kontrolle bis zur heutigen freundschaftlichen Zusammenarbeit entstand die Idee, die Jahrbuchvorstellung auch an die Grenze zu holen – ein Angebot, das der Kreis Euskirchen gerne und dankbar angenommen hat. Abschließend berichtet Monika Schlösser von einer aufregenden Fahrt zweier Rentnerinnen hin und her über die deutsch-belgische Grenze.

Bei der Jahrbuch-Vorstellung am Losheimergraben ließen die beiden Bürgermeister Westerburg und Wirtz die vergangenen Jahrzehnte kurz Revue passieren. Beide sind „Grenzkinder“ und haben dementsprechend in jungen Jahren so manch kurioses Erlebnis im Grenzland erlebt. So berichtete Friedhelm Wirtz von seinem vorigen beruflichen Leben beim Zoll, als er am Losheimergraben den Grenzbetrieb hautnah miterlebt hat, „ein Hickhack sondergleichen“, wie er heute rückblickend sagt. „Warum hat das damals alles so sein müssen?“ Dagegen sei ihm die heutige, sehr enge und vertrauensvoller Zusammenarbeit „mit meinem Freund Rudi“ sehr ans Herz gewachsen – eine Einschätzung, die Rudolf Westerburg zu 100 Prozent teilt. Auch er berichtete von Kindheitserlebnissen, als Kaffee und Zigaretten noch wertvolle Schmuggelgüter waren, als sich die Vereine regelmäßig zu Dorffesten und Feierlichkeiten trafen und über die Grenze hinweg viele Freundschaften und Ehen entstanden. „Mit diesen Geschichten könnte man ganze Bücher füllen,“ meinte er.

Sein ausdrücklicher Dank galt bei dieser Gelegenheit den belgischen Freunden aus der Gemeinde Büllingen, die in der Flutkatastophe u. a. rund 70.000 Euro für die Hellenthaler Nachbarn gesammelt und gespendet haben und auch mit viel „Manpower“ bei den Aufräumarbeiten geholfen haben.

Apropos Flut: Dass das Jahrbuch erst Anfang Dezember vorgestellt werden konnte, lag an den fortdauernden Einschränkungen rund um die Corona-Pandemie und an der Flutkatastrophe des Sommers. Beide Themen finden sich auch im Buch wider, u. a. mit beeindruckenden Fotostrecken, die die Schreckensnacht der Flut und das Ausmaß der Zerstörungen nochmals lebendig vor Augen führen. Die Aufarbeitung dieser Katastrophe wird das Jahrbuch nicht nur im nächsten Jahr, sondern sicherlich auch in den folgenden Jahren begleiten.

Auch abseits des Top-Themas „Grenzen ändern sich“ verspricht das Jahrbuch ein grenzenloses Lesevergnügen. Historisches, Menschen, Panorama, die Chroniken und natürlich die beliebte Mundart-Geschichte, für die auch in diesem Jahr wieder Fritz Könn verantwortlich zeichnet („Eefel – Harz – Eefel: Ongerwähs op Landkaat onn Fohrwerk“). Ein kleines Jubiläum der besonderen Art feierte in diesem Jahr übrigens Hans-Dieter Arntz: Sein erster Beitrag im Kreisjahrbuch über die Elementarschulen in Euskirchen erschien vor fünfzig Jahren im Jahrbuch 1972.

Landrat Ramers: „Das Jahrbuch ist wieder ein gutes Stück Heimat – randvoll mit tollen Geschichten aus dem Kreis Euskirchen und darüber hinaus!“ Sein Dank galt den Autoren, dem Redaktionsteam und dem Weiss-Verlag aus Monschau. Das 240 Seiten umfassende, vollfarbige Buch ist ab sofort für 7,50 € im örtlichen Buchhandel erhältlich.

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„Weiterer Startschuss für einen vielfältigen Sport in RLP“

Region/Mainz – LSB und QueerNet RLP unterzeichnen in Mainz Kooperationsvereinbarung. Unter dem Motto „Gegen Diskriminierung – Für Vielfalt und Akzeptanz im Sport“ hat der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) am Mittwoch im Haus des Sports in Mainz eine Kooperationsvereinbarung mit QueerNet Rheinland-Pfalz, dem Netzwerk von queeren Vereinen und Initiativen im Bundesland, unterzeichnet.

Der organisierte Sport in Rheinland-Pfalz verfolgt das Ziel, dass alle Menschen unabhängig von ihrem kulturellen und religiösen Hintergrund, ihren körperlichen Voraussetzungen, ihrem Alter, ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität und ihren sozio-ökonomischen Verhältnissen gleiche Zugangs- und Entwicklungschancen im Sport haben. Jeder soll sich entsprechend seiner Interessen und Fähigkeiten gleichermaßen in den rund 6.000 rheinland-pfälzischen Vereinen und Verbänden engagieren können. Trotz vieler Erfolge und positiver Beispiele in Rheinland-Pfalz wird auch deutlich, dass der Sport mit seinen vielen Facetten im Breiten-, Freizeit-, Wettkampf- und Spitzensport kein flächendeckend diskriminierungsfreier Raum ist. Bestätigt wird dies nicht nur durch die zunehmende Anzahl an Pressemeldungen über Anfeindungen und Diskriminierungen sondern unter anderem auch durch die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Outsport – Sexuelle Vielfalt und Geschlechtsidentität im Sport“, an dem die Deutsche Sporthochschule Köln mitgewirkt hat. In einem Sportsystem, das analog zur Gesellschaft geprägt ist von einer traditionell binären Geschlechterordnung und Geschlechterstereotypen fühlen sich Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transidenten oder auch Intersexuelle teilweise verunsichert und diskriminiert.

Gemeinsames Ziel von LSB und QueerNet ist es, jeglicher Form von Diskriminierung entschieden entgegenzutreten und Maßnahmen für eine wertschätzende und vielfältige Kultur im rheinland-pfälzischen Sport zu entwickeln. Der LSB ruft seine Mitgliedsorganisationen dazu auf, Diskriminierung entschieden entgegenzutreten und in seinen Strukturen einen Beitrag für ein Klima der Akzeptanz sowie für die Wertschätzung von Vielfalt zu leisten. Zudem wirbt der LSB bei den Ausbildungsträgern des Sports dafür, dass Themen wie die Akzeptanz diverser sexueller und geschlechtlicher Identitäten und Lebensweisen in den Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eingebracht werden. Bei der Vermittlung von fachlich geschulten Referent*innen und der Entwicklung von Konzeptionen unterstützt QueerNet RLP. Die Kooperationspartner wollen Möglichkeiten zur Vernetzung mit Akteur*innen verschiedener gesellschaftlicher Bereiche schaffen, um eine nachhaltige Kultur der Vielfalt zu entwickeln.

LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick betonte, ihm sei der Kampf gegen Diskriminierung „ein besonderes Anliegen“. In den Augen von Oliver Kalb, LSB-Abteilungsleiter für Gesellschaftspolitik, steht der Landessportbund für Vielfalt und Toleranz. „Wir können mit breiter Brust sagen, dass dieser Ansatz von einer Vielzahl der rheinland-pfälzischen Vereine gelebt wird“, so Kalb. Trotzdem zeigten Studien, dass es hier und da noch Nachholbedarf gebe – und dass queere Menschen häufig von Sexismus und Gewalt betroffen seien. „Jeder Fünfte gibt an, dass er aufgrund seiner sexuellen Identität nicht den Sport ausüben kann, den er gerne ausüben möchte. 90 Prozent geben an, dass Homophobie ein aktuelles Problem im Sport ist. „Hier müssen wir tätig werden“, weiß Kalb. „Mit der Kooperationsvereinbarung wollen wir entschieden gegen jedwede Form der Diskriminierung vorgehen und vor allem dafür sensibilisieren, dass Vielfalt der Schlüssel für ein friedvolles Miteinander ist.“ Kalb sprach von „einem weiteren Startschuss für einen vielfältigen Sport in RLP“. Dass auch Sportstaatssekretär Randolf Stich bei der Unterzeichnung mit von der Partie sei, sei „ein großes Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit“.

Stich unterstrich, Rheinland-Pfalz sei eine vielfältige Gesellschaft – und die Frage der Vielfalt sei „ein ganz entscheidender Punkt für die Landesregierung. Man muss sehen, dass es Unterschiede gibt – weil genau diese Unterschiede eine Gesellschaft bereichern“. Eine offene, eine tolerante Gesellschaft sei eine Gesellschaft, die Zusammenhalt biete und Anfeindungen von außen aushalten könne. „Diese Vereinbarung ist ein weiterer Baustein für eine starke Demokratie in der Gesellschaft – das ist für uns ganz wichtig“, betonte Stich. „Alles, was mit Hass und Hetze zu tun hat, tolerieren wir nicht, deswegen gibt es bei uns auch eine starke Präventionsarbeit.“ LSB und QueerNet seien „zwei starke Partner der Landesregierung“. Dass diese nun kooperierten, sei „ein selbstverständlicher und notwendiger Schritt“. Stich wörtlich: „Es gibt fast keine Institution, die geeigneter ist als der LSB, dieses Thema in die Breite der Gesellschaft zu tragen.“ Der Landessportbund sei als größte Bürgervereinigung des Landes „mit dieser Botschaft der beste Multiplikator, den man haben kann“.

Auch QueerNet-Vorstand Joachim Schulte bedankte sich beim LSB. „Sport ist ein Ort, wo Menschen zusammenkommen – einerseits um Kompetenzen zu erwerben, weil sie etwas lernen wollen, aber auch, weil sie Kontakte suchen und Gemeinsamkeiten finden wollen“. Der LSB habe sich gesagt, dass er „nicht nur eine Kompetenzvermittlungsorganisation ist, sondern hat auch eine gesellschaftliche Verantwortung“ – und das sei gut so. Die neue Vereinbarung sei „ein Riesenfortschritt“. In einer Demokratie müsse es das Ziel sein, dass auch die Gruppe der Queeren in einem diskriminierungsfreien Raum am gesellschaftliche Leben teilhaben könne. „Diskriminierungsfreie Räume sind aber keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen hergestellt werden“, resümierte der QueerNet-Sprecher. „Dass der LSB sich da aufstellt, ist eine wunderbare Sache – wir machen damit einen Teil von Demokratie-Arbeit.“

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Für jedes Anliegen bei der Stadt Alsdorf den passenden Termin buchen

Alsdorf – Für jedes Anliegen den passenden Termin buchen, und das mit wenigen Mausklicks: Die digitale Terminvergabe im Einwohnermeldeamt des Alsdorfer Rathauses hat sich bewährt. Wer noch die Bilder von vielen Wartenden vor den Bürotüren vor Augen hat, kann umdenken – dank individuell wählbarer Zeitfenster gibt es so gut wie keine Wartezeiten auf den Fluren mehr.

Der Weg zum Termin ist online möglich auf der Homepage der Stadt Alsdorf. Unter www.alsdorf.de findet sich auf der linken Hälfte der Startseite ein grauer Button mit der Aufschrift „Terminvereinbarung Einwohnermeldeamt“. Nach einem Klick werden die verschiedenen Dienstleistungen aufgeführt – von der Beantragung eines Personalausweises bis zur Anmeldung eines Wohnsitzes. „Zehn Minuten werden pro Termin etwa für die Beantragung des Ausweises reserviert“, sagt der Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes, Frank Dohms. Solch ein Zeitfenster ist ausreichend und gut planbar, und derjenige mit dem nachfolgenden Termin ist dann pünktlich an der Reihe.

In den Anfangstagen dieser digitalen Terminvergabe, während der ersten Monate der Corona-Pandemie, habe es auch einmal Engpässe bei der Terminvergabe und längere Wartezeiten auf einen Termin gegeben, erinnert sich Dohms. „Als die Infektionszahlen zum ersten Mal wieder sanken und viele spontan einen Urlaub planten, hat mancher gemerkt, dass sein Ausweis abgelaufen war. Da wollten sehr viele möglichst rasch einen Termin, was zu einem Stau geführt hat.“ Den gibt es nicht mehr. Im Schnitt dauert es drei Wochen von der Buchung bis zum Termin. Damit stehe man im Vergleich zu anderen Ämtern gut da. Und damit niemand auf den letzten Drücker einen neuen Ausweis beantragen muss, bietet das Einwohnermeldeamt einen neuen Service: Drei Monate vor dem Ablauf des Ausweises wird jeder postalisch darüber informiert. „Dann bleibt mehr als genug Zeit, um einen passenden Termin zu vereinbaren.“

Der Service der digitalen Terminvereinbarung gehöre zu einer modernen Verwaltung, betont Frank Dohms. Dabei baut er auch auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Die haben in der Anfangszeit nicht selten gleich mehrere Zeitfenster an verschiedenen Tagen gebucht, um dann spontan entscheiden zu können, welches sie davon wirklich nutzen wollen. Rund gebuchte 1.000 Termine seien allein zwischen Januar und August dieses Jahres nicht wahrgenommen worden. „Das sind Zeitfenster, die andere Bürgerinnen und Bürger hätten nutzen können“, unterstreicht Dohms. „Wer einen Termin nicht wahrnehmen kann oder möchte, kann einfach wieder stornieren“, sagt die stellvertretende Amtsleiterin Anne Koerner. „Auch das geht ganz bequem online.“

Individuelle Zeitfenster können während folgender Zeiten reserviert werden: montags bis freitags jeweils zwischen 8 und 12 Uhr, zusätzlich montags von 13 bis 16 Uhr, dienstags von 13 bis 14 Uhr, mittwochs von 14 bis 17.30 Uhr und donnerstags von 13 bis 14 Uhr. Wer keine Möglichkeit hat, online einen Termin zu buchen, kann dienstags und donnerstags von 14 bis 15.30 Uhr den so genannten „Schnellschalter“ besuchen. Hier gibt es vor Ort im Rathaus die Möglichkeit, ohne Termin zu erscheinen und sein Anliegen vorzubringen. „Dieser Service ist allerdings nur für sehr wenige Besucherinnen und Besucher pro Tag möglich und sollte nur dann genutzt werden, wenn es keine andere Möglichkeit der Terminvereinbarung gibt“, sagt Anne Koerner.

Wer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Einwohnermeldeamtes anrufen möchte und nicht „durchkommt“, hat Gelegenheit, seinen Namen und seine Rufnummer aufs Band zu sprechen. Innerhalb eines Tages erfolgt dann ein Rückruf. (apa)

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Horst Gies fordert provisorischen Ausbau der K 35 im Ahrtal

Ahrweiler – Straße soll Ortslagen von starkem Verkehr entlasten. Durch die Unwetterkatastrophe im Juli dieses Jahres kam es durch die Aufräumarbeiten und den jetzt für den Wiederaufbau nötigen Einsatz von teils schweren Fahrzeugen zu einer massiven Verkehrs- und vor allem LKW-Belastung auf allen Zufahrtsstraßen ins Ahrtal. Vor allem die K 34 und die K 35 sind vom Autobahndreieck Meckenheim in Richtung Dernau stark belastet. Erschwerend kommt dort hinzu, dass die Straßen durch die sehr engen Ortslagen von Grafschaft-Esch und -Holzweiler führen.

Deshalb war bereits vor der Flut eine Ortsumgehung geplant, die zudem schon im Planfeststellungsverfahren ist. Diese Umgehung soll in großen Teilen über die sogenannte „Bunkerstraße“ führen, die als Betonpiste von der Autobahn zum ehemaligen Regierungsbunker im Ahrtal führt.

Aufgrund der derzeitigen Situation hatte die Kreisverwaltung beantragt, diese Trasse über den Wiederaufbaufonds des Bundes provisorisch als Umgehungsstraße auszubauen. Die Ortslagen sollen so vom enorm gestiegenen LKW-Verkehr, der die nächsten Monate und Jahre für den Wiederaufbau notwendig sein wird, entlastet werden. Auch Anwohnerinnen und Anwohner hatten dies jetzt durch eine Unterschriftensammlung befürwortet.

Das Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz hat diesen Antrag jetzt jedoch abgelehnt. Begründet wird die Entscheidung damit, dass es sich nicht um einen „zwingenden Fall“ im Sinne der Regelungen des Wiederaufbaufonds handle. Im Klartext heißt das, dass die Einwohnerinnen und Einwohner von Esch und Holzweiler nun monate- und vielleicht jahrelang das gestiegene LKW-Aufkommen ertragen müssen, obwohl mit vergleichsweise geringem Aufwand eine alternative Streckenführung möglich ist.

„Ich appelliere eindringlich an die Landesregierung, sich in unserem Sinne gegenüber dem Bund dafür einzusetzen, dass dieses Straßenprovisorium über den Wiederaufbaufonds gefördert wird. Hier erwarten wir ganz klar mehr Rückendeckung – vor allem auch in Hinblick auf eine am Montag geplante Infrastruktur-Konferenz“, so der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL.

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Malu Dreyer – Guter Start mit der neuen Bundesregierung in die Corona-Bekämpfung

Region/Mainz – „Wir haben gestern im Kreise der Ministerpräsidentinnen und –präsidenten eine sehr konstruktive Beratung zu vielen zentralen Zukunftsfragen des Landes und insbesondere der Bewältigung der Corona-Pandemie geführt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach dem Bund-Länder-Treffen. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben sich gestern erstmals mit Bundeskanzler Olaf Scholz in einem Kamingespräch ausgetauscht. Zuvor ging es bei der regulären Ministerpräsidentenkonferenz neben bundes- und europapolitischen Themen auch um die aktuelle Corona-Situation. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Erweiterung des Infektionsschutzgesetzes, die Stärkung der Impfprävention sowie die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie.

Steuerfreie Prämie für Intensivpflegerinnen und -pfleger

Ministerpräsidentin Malu Dreyer begrüßte den Vorstoß von Bundeskanzler Olaf Scholz und dem neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach, eine einmalige Sonderzahlung für Intensivpflegerinnen und –pfleger einführen zu wollen. „Das ist ganz wichtig für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf den Intensivstationen. Sie kämpfen seit Beginn der Pandemie unter schwierigsten Bedingungen um das Leben von Corona-Patienten, bis zur völligen Erschöpfung“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Omikron – hochansteckend

Die aktuelle Lage bezeichnete die Ministerpräsidentin als weiterhin sehr ernst. Die Zahl der schweren Krankheitsverläufe bleibe auf einem hohen Niveau konstant. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liege bei 422,3 und in Rheinland-Pfalz bei 289. „Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Virusvariante Omikron berichtet. Zu beobachten sei jetzt, ob sie auch zu sehr viel mehr schweren Verläufen führe. Deswegen müssen wir sehr, sehr wachsam bleiben und neben dem Impfschutz weiter auch auf Maske, Hygiene und Abstand setzen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Impfprävention ausbauen – Kinder schützen

Große Hoffnung setze die Ministerpräsidentin in den Bund-Länder-Krisenstab, der im Bundeskanzleramt eingerichtet wurde und für mehr Impftempo sorgen werde. „General Breuer hat nachdrücklich dargestellt, wie die Geschwindigkeit beim Impfen ausgebaut werden soll: Schnell, dezentral auch an Sonn und Feiertagen. Er hat uns versichert, dass es dafür genügend Impfstoff in diesem Jahr gibt. Im November haben wir erklärt, dass wir 30 Millionen Menschen bis zum Jahresende impfen müssen. Gesundheitsminister Lauterbach hat eine Impf-Inventur angekündigt. 13 Millionen Impfungen haben wir seit dem Beschluss der MPK im November deutschlandweit bislang geschafft. In Rheinland-Pfalz haben wir allein in den vergangenen sieben Tagen 260.000 Menschen geimpft“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Wir haben in Rheinland-Pfalz rund 79 Prozent der über 18-Jährigen doppelt geimpft, 19,4 Prozent sind schon mit einer Auffrischungsimpfung versorgt. Wir setzen jetzt auf Sonderimpftermine für bestimmte Berufsgruppen und Familien sowie auf viele dezentrale Angebote. In vielen Landkreisen gibt es sehr viele kreative Impf-Stellen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Ständige Impfkommission hat heute eine Empfehlung angekündigt, dass jetzt auch Kinder von 5 bis 11 Jahren geimpft werden können. Vor allem bei Vorerkrankung und Kontakt zu Risikopersonen, aber auch ohne Vorerkrankung, wenn der individuelle Wunsch besteht. „Das ist eine große Erleichterung für Kinder und Familien. Auch wenn die Kinder bislang selten schwer erkranken, so schafft es für sie dennoch ein Plus an Sicherheit. Umso wichtiger, dass wir in Rheinland-Pfalz Kinderimpfungen bereits ab dem 16. Dezember 2021 vorgesehen haben. Ergänzend sind Familienimpftage ab dem 22. Dezember in den Impfzentren angesetzt“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Mehr Schutzmaßnahmen möglich

„Es war wichtig, dass der Landtag diese Woche in einer Sondersitzung die Landesregierung ermächtigt hat, weitere Maßnahmen aufgrund des § 28 a Infektionsschutzgesetz anzuordnen, wenn das Infektionsgeschehen es erfordert. Darunter fällt unter anderem die Schließung von Clubs und Diskotheken. Diese wird in Rheinland-Pfalz mit der nächsten Änderungsverordnung, die noch vor Weihnachten erfolgt, umgesetzt. Das schafft uns die Sicherheit, bei Bedarf auch über die Feiertage schnell zu reagieren“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die heute diskutierte Erweiterung des Infektionsschutzgesetzes präzisiere die Ausnahmen für die Maßnahmen, die in den Ländern nach Ende der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Bundestag auf der Grundlage eines Landtagsbeschlusses gefasst werden können.

Das betrifft z.B. zeitlich befristete Schließungen von Gaststätten, Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums und die Beschränkung von Ansammlungen.

Darunter fallen Veranstaltungen jeglicher Art, sofern sie nicht eine Versammlung oder ein Aufzug im Sinne von Artikel 8 des Grundgesetzes (Demonstrationen, Kundgebungen) oder eine religiöse oder weltanschauliche Zusammenkunft darstellen.

Verboten werden können in einer Notlage somit insbesondere Sportveranstaltungen mit einem größeren Publikum.

Außerdem wird klargestellt, dass es möglich ist, gastronomische Einrichtungen, Freizeit- oder Kultureinrichtungen zu schließen sowie die Durchführung von Messen und Kongressen zu untersagen.

„Wir müssen weiter mit aller Kraft daran arbeiten, die Impfquote zu erhöhen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie begrüßte die Einführung einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden einrichtungsbezogen beispielsweise in Krankenhäusern, Tageskliniken, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Entbindungseinrichtungen, Arztpraxen, Rettungsdiensten und voll- oder teilstationären Pflegeeinrichtungen zum Nachweis einer COVID-19-Impfung verpflichtet, sofern keine medizinische Kontraindikation gegen die Impfung vorliegt. Der Nachweis muss gegenüber der Einrichtung oder gegenüber dem Gesundheitsamt bis spätestens 15. März 2022 erbracht werden. Geschieht das nicht, kann das Gesundheitsamt ein Tätigkeitsverbot aussprechen.

Um die Impfkampagne zu verstärken, wird eine Ausweitung der Impfberechtigung auf Zahnärzte, Tierärztinnen und Apotheker vorgenommen, soweit sie dazu medizinisch geschult sind.

Durch die Änderung der COVID19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung wird den Ländern die Möglichkeit gegeben, Kontaktbeschränkungen zu erlassen, bei denen auch geimpfte und genesene Personen bei der Anzahl der teilnehmenden Personen berücksichtigt werden. Bisher war es beispielsweise nicht möglich, bei privaten Zusammenkünften von ausschließlich geimpften und genesenen Personen deren Anzahl zu beschränken. Das wird künftig möglich sein. Bei „gemischten“ Zusammenkünften wird es anders als bisher künftig zulässig sein, auch die geimpften und genesenen Personen mitzuzählen bei der Berechnung der maximalen Anzahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Damit wird die Grundlage für die von der MPK beschlossenen Kontaktbeschränkungen geschaffen.

Bekämpfung von Verschwörungstheorien und Anfeindungen

„Wir erleben aktuell eine Radikalisierung von Impfgegnern. Sie bedrohen Politikerinnen und Politiker. Der Streit ums Impfen spaltet Familien, Freundeskreise und Kollegien. Daher ist uns wichtig, den Radikalisierungstendenzen im virtuellen Raum entgegenzuwirken. Rheinland-Pfalz ist hier mit den Programmen ‚Löschen und Verfolgen‘, ‚Rheinland-Pfalz gegen Hass und Hetze‘ und der Bestreifung des Netzes und unseren Schwerpunktstaatsanwaltschaften schon sehr aktiv. Die Zusammenarbeit von Bund und Ländern soll in diesem Bereich verstärkt werden, um gemeinsam Präventionsprogramme zu entwickeln. Diese sollten u. a. Angebote zur Entwicklung allgemeiner Medienkompetenz und zum couragierten Verhalten im Internet (Gegenmeinung als Regulativ) sowie Argumentationshilfen gegen Verschwörungserzählungen unterbreiten und die Folgen der Verbreitung strafrechtlicher Inhalte oder Falschaussagen aufzeigen. Wir waren uns auch einig, dass Kommunikationsdienste, die sich mit dem Angebot öffentlicher Gruppen und Kanäle faktisch von einer Plattform für Individualkommunikation zunehmend zu einem offenen sozialen Netzwerk mit Massenkommunikation entwickeln, einer angemessenen und hinreichend differenzierten Regulierung im Netzwerkdurchsetzungsgesetz bedürfen“, so die Ministerpräsidentin.

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News

Hochwasser-Schutz zum Anfassen am Samstag 11. Dezember in Kommern – Kostenlos informieren

Mechernich – Infomobil des Kölner Vereins „HochwasserKompetenzCentrum“ macht am Samstag, 11. Dezember, ab 12 Uhr, Station auf dem Kommerner Arenbergplatz – Mobile Beratungen und Expertentipps zum privaten präventiven Hochwasserschutz.

Rückstauverschlüsse, Hebeanlage, wasserdichte Kellerfenster, mobile Schutzwände – das alles und noch mehr Anschauungsmaterial für den Hochwasserschutz hat das Info-Mobil des gemeinnützigen Kölner Vereins „HochwasserKompetenzCentrum“ (HKC) im Gepäck, wenn es am Samstag, 11. Dezember, zwischen 12 und 16 Uhr Station auf dem Kommerner Arenbergplatz macht. Dazu geben Experten konkrete Tipps für den präventiven Schutz von Wohn- und Geschäftshäusern.

„Die Menschen müssen nicht nur wissen, ob und wie sie durch Überflutungen bedroht sind, sondern auch, was sie dagegen tun können“, sagt HKC-Geschäftsführer Georg Johann: „Viele Menschen wissen nicht, dass mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen am eigenen Haus großer Schaden vermieden werden kann.“

Der Verein hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeit über Hochwassergefahren aufzuklären, zu sensibilisieren und zu motivieren eigene Vorsorgemaßnahmen und Projekte zum Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement umzusetzen. Zum HKC gehören rund 100 Mitglieder aus Wissenschaft und Wirtschaft, darunter auch Städte und Gemeinden, Universitäten, Bürgerinitiativen, Ingenieurbüros, Wasserverbände und Versicherungen.

Kostenlos informieren

Das Mobil wurde geordert vom Erftverband und ist daher für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick unterstützt das Projekt. „Aus dieser schlimmen Erfahrung müssen wir alle lernen und auch Lehren ziehen. Wichtig ist, sich gut und gezielt zu informieren, um sich, Familie, Freunde und Mitmenschen bei solchen Hochwasser-Katastrophen mit gezielten Maßnahmen schützen zu können.“

Georg Johann ist überzeugt, dass das Unwetter in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli kein Einzelfall bleibt: „Extreme Niederschläge und Überflutungen nehmen mit der Erhitzung der Erdatmosphäre zu, das weiß inzwischen jedes Kind. Die Hochwasserschutzanlagen werden in Zukunft immer öfter an ihre Grenzen und darüber hinaus geführt. Was bleibt ist, dass die Menschen über ihr Risiko Bescheid wissen müssen. Sie müssen beispielsweise auch wissen, wo die Hochwasser- und Starkregengefahrenkarten zu finden und wie sie zu lesen sind.“ Das sei aber eben nur die eine Hälfte der Vorsorge. „Bürgerinnen und Bürger müssen auch wissen, wie sie sich im Ereignisfall am besten verhalten, um ihr Hab und Gut aber auch ihr Leben zu schützen.“

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Tourismus

Lauschen, schmecken, genießen am 10. und 11. Dezember in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Kulturprogramm der Wintertreffs mit vielen Highlights für alle Generationen. Eine besinnliche Lesung, ein 3-Gang-Menü mit ausgesuchten Weinen oder ein kölsches Weihnachtskonzert: Das Kulturprogramm in den Wintertreffs von Bad Neuenahr-Ahrweiler hält in der kommenden Woche einige Highlights für alle Generationen bereit. Am Freitag, 10. November, sowie am Samstag, 11. November, ist das Motto „Genussreicher Advent“ im Wintertreff Mosesparkplatz. Das Restaurant „Weinstein“ bietet in Kooperation mit dem Weingut Meyer-Näkel ein weihnachtliches 3-Gang-Menü mit korrespondierenden Weinen. Beginn ist um 18.30 Uhr, der Preis beträgt 69 Euro pro Person inkl. Speisen und Getränken. Eine Anmeldung ist unter Tel. 0175/5869400 erforderlich.

Zu einem weihnachtlichen Programm lädt SWR-Fernsehmoderator Martin Seidler am Sonntag, 12. Dezember, um 16 Uhr in den Wintertreff Kurpark ein. Es gibt ein Best-of aus seinem Programm mit besinnlichen Weihnachgedichten sowie amüsanten und lustigen Geschichten. Martin Seidler ist vielen Menschen durch die tägliche Landesschau im SWR-Fernsehen und das werktägliche Verbrauchermagazin „Kaffee oder Tee“ bekannt. Der Eintritt ist frei.

Der Mittwoch, 15. Dezember, steht ganz im Zeichen der Kölschen Weihnacht Paveier und Friends. Die bekannte Kölner Band präsentiert um 19.30 Uhr im Wintertreff Kurpark exklusiv für Betroffene der Flutkatastrophe ein Benefizkonzert mit alten und neuen weihnachtlichen Liedern in kölscher Sprache.  Als Gäste mit dabei sind die Sopranistin Constanze Störk, die Band Kempest Feinest und „Sitzungspräsident“ Volker Weininger. Kostenlose Tickets gibt es bei Vorlage der Betroffenheitsbescheinigung in der Plattenkiste in der Pop-up-Mall Bad Neuenahr.

Für Jugendliche ist die „Okuja on Tour“. Am Freitag, 10. Dezember, sind Jugendliche herzlich eingeladen in den Wintertreff „AHRche“ in Ahrweiler. Zwischen 18 bis 22 Uhr bietet die städtische Offene Kinder- und Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit Breuer Event einen Treff, bei dem Aktionen angeboten werden oder man einfach nur chillen und Freunde treffen kann. Die OKUJA tourt wöchentlich durch die Wintertreffs und bietet regelmäßige Termine sowohl für Kinder als auch für Jugendliche an. Einfach vorbeikommen und schauen!

Das gesamte Programm der Wintertreffs ist unter www.bad-neuenahr-ahrweiler.de/wintertreffs einsehbar. Bei allen Veranstaltungen gelten die aktuellen Corona-Regeln der Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz.