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Weihnachten im Schuhkarton in Prüm und Umgebung

Prüm – 740 Weihnachten im Schuhkarton-Päckchen gingen von Prüm aus Ende November auf die Reise. 3200 Euro konnten an Spendengeldern an die Dachorganisation Samaritan‘s Purse überwiesen werden. „Stellen Sie sich 740 Kinder vor, die zu Weihnachten ein tolles Geschenkpäckchen bekommen. Das ist alle Mühe wert“, resümiert Sammelstellenleiterin Christa Busch.

Insgesamt hatten sich 14 Sammelstellen in der Großregion um Prüm beteiligt und über 30 ehrenamtliche Helfer waren wieder am Werk.

Besuch in der Sammelstelle Evangelisch freie Gemeinde Prüm gab es dieses Jahr aus der Urkraine. Sina Lemenkowa von der Gemeinde „Christus ist der Retter“ in Saporoschje engagiert sich seit Jahren für die Verteilungen der Geschenkpäckchen vor Ort in ihrer Heimat. Ihr war es wichtig, die Menschen hinter den Päckchen kennen zu lernen. Beeindruckt war sie von dem Engagement der vielen Helfer und besonders auch von den vielen älteren Menschen, die das ganze Jahr über warme Kleidung stricken.

„Nach Weihnachten ist vor Weihnachten“, so die bekannte Aussage von Christa Busch. Sie arbeitet schon an Ideen für das nächste Jahr.

Über „Weihnachten im Schuhkarton“:

„Weihnachten im Schuhkarton“ ist Teil der internationalen Aktion „Operation Christmas Child“ der christlichen Hilfsorganisation Samaritan’s Purse. Der deutschsprachige Verein wird von Sylke Busenbender geleitet, internationaler Präsident ist Franklin Graham. Infos unter www.weihnachten-im-Schuhkarton.org

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DRK ehrt Mitarbeitende des Stadtbetriebs Aachen

Aachen – „Diese Aktion hier im Stadtbetrieb war für uns etwas ganz Besonderes“, sagt Georg Simon, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Blutspendediensts West. Damit erinnert er an zwei Blutspendetermine, die Axel Stärk und Christina Lorbach des Aachener Stadtbetriebs kurzerhand initiierten, als zu Beginn der Corona-Pandemie zahlreiche Blutspendetermine an Zulauf verloren.

„Wir wollten helfen und konnten kurzerhand mit viel Unterstützung hier etwas organisieren“, erinnert sich Christina Lorbach. „Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen haben wir angesprochen und sind auf viel Zuspruch gestoßen.“ Während zum ersten Termin noch die Kantine umfunktioniert wurde, kam zum zweiten Termin das Mobil des Blutspendedienstes zum Betriebsgelände. „Insgesamt konnten wir 100 Neuspenden erzielen, das ist ein wirklich tolles Ergebnis“, betont Georg Simon. Mit einer Urkunde bedankte er sich nun stellvertretend für das Engagement der Stadtbetriebsmitarbeitenden und bekam von Betriebsleiter Thomas Thalau das Versprechen, weitere Aktionen dieser Art im Stadtbetrieb zu unterstützen.

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Broschüren Service NRW goes App!

Region/Düsseldorf – Das beliebte Publikationsangebot des Landes Nordrhein-Westfalen ist jetzt auch auf Smartphones abrufbar. Die App ist ab sofort sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store verfügbar.

War es bislang nur auf dem PC möglich, Info-Materialien des Landes anzuschauen, herunterzuladen oder online zu bestellen, geht das jetzt von überall mit dem Handy. Inhalte aus dem Broschürenservice können dann auch über Instant-Messaging-Dienste geteilt oder das Servicekonto.NRW mit Online-Ausweisfunktion eingebunden werden – https://servicekonto.nrw/serviceaccount/faq.html.

Allein in diesem Jahr sind aus dem ständig wachsenden Angebot an aktuellen Broschüren aus dem Gesamtprogramm der Landesregierung bislang fast 122.000 Publikationen bestellt und über 256.000 heruntergeladen worden.

Sie können die App unter folgendem Link herunterladen: https://broschuerenservice.nrw.de/appstore

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Nachhaltige Spenden gefragt – Finanzielle Mittel fördern soziale Projekte in Hochwasser-Gebieten

Altenahr/Bad Neuenahr-Ahrweiler/Trier – Weihnachtszeit ist auch oft Spendenzeit. Viele Menschen wollen nicht nur ihren Liebsten mit Geschenken eine Freude machen, sondern auch denjenigen, die es im Leben nicht so leicht haben. In diesem Jahr fällt dabei der Blick oftmals in die Hochwassergebiete in der Eifel, im Trierer Raum und an der Ahr.

„Wir sind immer noch überwältigt von den vielen Spendenangeboten, die uns seit der Katastrophe erreicht haben“, sagt Thomas Theis, Leiter des Zentrums für Stiftungen und Fundraising im Bischöflichen Generalvikariat Trier. Allein auf das Spendenkonto von Bistum und Diözesan-Caritasverband (DiCV) Trier für die Betroffenen der Flutkatastrophe sind mehr als 1,6 Millionen Euro eingegangen. Zusätzlich gibt es viele weitere Spendenkonten und Hilfsangebote kirchlicher Träger.

Neben finanziellen Mitteln wurden insbesondere in den ersten Tagen und Wochen viele Sachspenden in die betroffenen Gebiete gebracht. Doch schnell zeigte sich, dass diese gut gemeinten Dinge, meist für den alltäglichen Bedarf und die Erstausstattung, kaum gelagert werden konnten. „Und so ist es auch noch heute. Vier Monate nach der Flut fehlen uns immer noch geeignete Lagermöglichkeiten“, berichtet Gertrud Hermes vom Team der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler. Daher plädiert sie gemeinsam mit Pfarrer Jörg Meyrer, auf Sachspenden wie Spielzeuge oder Schoko-Nikoläuse zu verzichten. „Wir können die Verteilung und Koordinierung hier vor Ort nicht leisten“, betont sie. Daher könnten solche Hilfsaktionen nur in Eigenregie direkt zwischen Spendern und Betroffenen stattfinden. „Geldspenden bieten die nötige Flexibilität, um auch in einigen Monaten noch auf Situationen und Bedarfe zu reagieren, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können“, unterstreicht Theis.

Manuela Kremer-Breuer, Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft Altenahr, kann bestätigen, dass beispielsweise Kleider in den meisten Fällen nicht mehr benötigt werden. „Ich finde es wichtig, die Betroffenen und die Teams vor Ort zu fragen, was sie benötigen“, sagt sie. Denn die Bedarfe sind von Ort zu Ort unterschiedlich. Geldspenden seien allerdings wichtig, um Projekte zum Beispiel zur Förderung von Gemeinschaft in vertrauter Umgebung zu realisieren.

Geldspenden können zudem für den Eigenanteil verwendet werden, den Betroffene aufbringen müssen. Vieles wird zwar von Land und Bund übernommen, wie 80 Prozent der Wiederaufbaukosten, aber es verbleiben 20 Prozent Eigenanteil. „Für die Betroffenen, insbesondere aber Alleinstehende sowie Rentnerinnen und Rentner, führt das in der Regel zu schwierigen Situationen. Spendengelder können dann unterstützen“, weiß Joachim Schäferbarthold, Fluthilfekoordinator im Diözesan-Caritasverband Trier. Hier kommt das Prinzip der Nachrangigkeit zum Tragen: Wo staatliche Hilfen enden, greift die karitative Unterstützung. „In dem Punkt und in vielen weiteren ist es daher wichtig, dass wir ausreichend Gelder zur Verfügung haben, um den betroffenen Menschen finanziell zu helfen“, erklärt Schäferbarthold.

Daher versichern die für die Spenden Verantwortlichen im Bischöflichen Generalvikariat Trier, im Diözesan-Caritasverband wie die Teams vor Ort, dass Geldspenden eine sehr gute Möglichkeit der Hilfe seien und versichern, dass diese ausschließlich für die Betroffenen der Flut verwendet werden.

Die Erfahrungen aus den Flutkatastrophen an Elbe und Oder haben gezeigt, dass Sozialarbeit und Wiederaufbau miteinander verknüpft werden müssen, um den Menschen langfristig und nachhaltig zu helfen. Die Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler möchte zusammen mit der Caritas und anderen örtlichen Organisationen langfristige Hilfsprojekte fördern, die die Gemeinschaft und die psychische Gesundheit fördern. Konkret geht es in einem ersten Projekt um zwei neue Arbeitsplätze: einer im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit und einer in der Familienarbeit. „Dabei soll es darum gehen, neue Strukturen aufzubauen, Projekte zu entwickeln und durchzuführen, die den Betroffenen im – noch immer – schweren Alltag Unterstützung bieten können“, erklärt Gertrud Hermes vom Team der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Zusätzlich beteiligt sich die Gemeinde mit 1,1 Millionen Euro an der Gutscheinaktion gemeinsam mit der Stadt und der örtlichen Volksbank. Jede betroffene Person der Kreisstadt erhält einen Gutschein für Geschäfte in Bad Neuenahr-Ahrweiler im Wert von 125 Euro.

In Altenahr haben die Auszahlungen von Geldern begonnen, die auf dem Spendenkonto des Kirchengemeindeverbands Altenahr für die Pfarreiengemeinschaft eingegangen sind. „Beim Abgeben der Anträge kommt es immer wieder zu Gesprächen“, berichtet Gemeindereferentin Manuela Kremer-Breuer. Diese persönlichen Begegnungen seien ihnen im pastoralen Team sehr wichtig. „Man kann nachfragen, ob es weitere Bedarfe gibt, wo der Schuh drückt. Das sind ganz wertvolle Begegnungen“, sagt sie. Zum Schluss weist sie darauf hin: „Auch im kommenden Jahr ist noch Hilfe und Unterstützung in den Flutgebieten nötig.“

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Der neue Kinder- und Jugend-Förderplan im Kreis Düren steht

Düren – Es geht unter anderem um Jugendbeteiligung, eine zukunftsfähige Infrastruktur und Chancengerechtigkeit: Der neue Kinder- und Jugendförderplan des Kreises Düren steht und wurde nun vom Jugendhilfeausschuss verabschiedet. Dieser Plan, der die zukünftige Ausrichtung der Kinder- und Jugendhilfearbeit beschreibt, wurde gemeinsam mit vielen Akteuren, darunter auch Jugendliche, Vereine, Verbände und den Kommunen, gestaltet.

„Mit dem aktuellen Kinder- und Jugendförderplan setzen wir ein wichtiges Signal an die jungen Menschen im Kreis Düren, das für Zusammenarbeit, gemeinsame Ideen und verbindende Werte steht“, sagt Landrat Spelthahn. Mehr als 45.000 junge Menschen im Alter von 0 bis 27 Jahren im Kreis Düren betrifft dieser Plan, der von 2021 bis 2025 wichtige Entwicklungen und Ziele beschreibt. Im Fokus stehen dabei auch Themen wie die Digitalisierung, Vernetzung und Ausstattung sowie Gesundheit und Klimaschutz. Orientiert an den globalen Nachhaltigkeitszielen werden Ideen zu Konzepten gebündelt und Fördermöglichkeiten aufgezeigt, an denen sich auch die Kinder- und Jugendförderung beteiligen wird. Der Zuwachs an Präventionsangeboten sowie die Beteiligung junger Menschen soll ausgebaut werden.

„Neue Herausforderungen müssen mit modernen Konzepten bewältigt werden. Daher freuen wir uns, dass der neue Kinder- und Jugendförderplan mit vielen Menschen gemeinsam erarbeitet wurde und in den kommenden Jahren umgesetzt wird“, sagt Elke Ricken-Melchert, Leiterin des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren und hebt besonders die engagierte Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft „Kinder- und Jugendförderung“ hervor, bei der rund 60 Mitglieder aus dem Bereich der Jugendhilfe mitgewirkt haben. Die Jugendhilfeplanerin Anke Niederschulte hat den Plan hauptverantwortlich gestaltet und freut sich auf die nächsten Jahre: „Das Besondere ist hierbei, dass wir konkrete und überprüfbare Ziele für den Kreis Düren festgehalten haben, auf die wir hinarbeiten werden.“

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Mitgliedschaft der Stadt Euskirchen wurde verlängert

Euskirchen – Die Stadt Euskirchen ist seit 1995 Mitglied in der „AG fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS). Dieser Arbeitskreis arbeitet kontinuierlich daran, die Bedingungen für den nicht-motorisierten Verkehr verbessern. Auch die Stadt Euskirchen möchte in den kommenden Jahren weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Nahmobilität angehen. Schwerpunkt sind z. B. die Weiterentwicklung eines attraktiven stadtweiten Radverkehrsnetzes, kreisweite Radvorrangrouten sowie auch die Attraktivierung der Innenstadt für zu-Fuß-Gehende und Radfahrende. Als Grundlage soll das zurzeit in Erstellung befindliche Mobilitäts- und Fahrradkonzept dienen.

Alle sieben Jahre müssen sich die Mitglieder der AGFS erneut bewerben und unter Beweis stellen, dass sie aktiv und kontinuierlich daran arbeiten, zukunftsfähige, belebte und wohnliche Städte zu gestalten. Nur Kommunen, die den Kriterien weiterhin gerecht werden, bleiben Teil der Arbeitsgemeinschaft und profitieren weiter von den Vorteilen einer Mitgliedschaft. Gerade erst wurde die Mitgliedschaft der Stadt Euskirchen für weitere 7 Jahre verlängert.

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Wirtschaft

Dieter Hoffmann als Obermeister wiedergewählt

Prüm/Region/Bernkastel-Kues – Elektro-Innungsbetriebe hielten Jahreshauptversammlung. Modernes Handwerk in historischen Gebäuden: Die Innung für Elektro- und Gebäudesystemtechnik Bernkastel-Wittlich traf sich im Oktober zur Mitgliederversammlung im Kloster Machern. Bei der turnusmäßigen Neuwahl wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt. An der Spitze der 59 Mitglieder starken Innung steht weiterhin Elektrotechnikermeister Dieter Hoffmann aus Bernkastel-Kues als Obermeister. Er engagiert sich bereits seit über 20 Jahren im Vorstand und übt das Obermeisteramt seit 2010 aus. Ebenso wiedergewählt wurde sein Stellvertreter Ralf Schumacher und die Beisitzer Andreas Sommer, Christian Etscheid, Christian Bastian und Dirk Woitalla. Als Lehrlingswart engagiert sich seit mehr als zehn Jahren Frank Port, unterstützt von Stellvertreter Thomas Ehses.

Verantwortlich als Kassenprüfer zeichnet sich der neugewählte Stefan Ehses, der Franz-Josef Schmitz ablöst. Dieser war bereits seit über 30 Jahren im Vorstand aktiv. Wiedergewählt als Kassenprüfer wurde Wolfgang Bender. „Ich freue mich auf weitere fünf Jahre Vorstandsarbeit mit meinen Handwerkskollegen“, sagt Dieter Hoffmann. „Für das neue Jahr planen wir verschiedene Weiterbildungsseminare zusammen mit dem Fachverband Elektro- und Informationstechnik Hessen/Rheinland-Pfalz“, lässt er vorausblicken.

„Derzeit können wir in unserer Region 38 Auszubildende im Elektrohandwerk verzeichnen“, berichtet Hoffmann stellvertretend für Lehrlingswart Frank Port der Versammlung. Ralf Becker und Karl-Heinz Schwall, Ausbildungsberater bei der Handwerkskammer Trier, stellten derweil die neuen Berufsbilder im Elektrohandwerk vor. Der Beruf des Elektronikers ist in fünf verschiedenen Fachbereichen möglich. Neu ist der Gebäudesystemintegrator.

Auch auf die Ereignisse der Flutnacht vergangenen Sommer ging Hoffmann ein. Er stellte dabei das große Engagement von Innungsmitglied Oliver Sehn heraus, der sich außerordentlich in der Bewältigung der Flutkatastrophe, überwiegend im Bereich Trier-Ehrang, verdient gemacht hat. Die Innung wird ihren Piesporter Innungskolllegen mit 5.000 Euro zur weiteren Verwendung bei der Fluthilfe unterstützen.

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„Gott schaut uns in die Augen…“

Mechernich – Der „große“ Gründungsgedenktag der Communio in Christo, der am ersten Adventssamstag in der Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist geplant war, ist bekanntlich der neuesten Pandemiewelle zum Opfer gefallen. Stattdessen feierte der Konvent des Ordo am 8. Dezember, Mariä Empfängnis, dem tatsächlichen Jahrestag der Gründung durch Mutter Marie Therese vor 37 Jahren, eine Heilige Messe mit Mitgliedern in der Hauskapelle an der Bruchgasse.

Zur Freude der ganzen Gemeinschaft nahm auch Generalsuperior Karl-Heinz Haus (88) an dem Gottesdienst teil und nahm die Gelübde-Erneuerung der Mitglieder entgegen. Hauptzelebrant war Pater Rudolf Ammann ISch, Festprediger Diakon Manfred Lang. Für würdige Musik sorgten Thomas Müller an der Orgel und die Sopranistin Christiane Scheld. Konzelebranten waren die Priester Mathew Varughese (Indien) und Patrick Mwanguhya (Uganda).

Schwestern, Brüder und Priester der Communio verpflichten sich bei ihren Gelübden zur Einhaltung der so genannten evangelischen Räte, zu  Keuschheit, Demut und Gehorsam und zur äußersten Nächstenliebe. Laien, die in dieser Gemeinschaft ebenso Ordensmitglieder sein können, bleiben weiterhin in ihren „normalen“ Lebensverhältnissen in Ehe, Familie und Beruf.

Nächstenliebe im Zentrum

Sie verpflichten sich lediglich zur äußersten Nächstenliebe. Sie steht allerdings im Zentrum der Gründung von Mutter Marie Therese, wie sie auch im Zentrum des christlichen Glaubens generell steht.

„Dieser Gedenktag erinnert uns daran, dass wir von Gott Berufene sind, wir sind berufen zu lieben“, heißt es im Hinführungstext zur Gelübde-Erneuerung: „Ertragt einander, seid freundlich zueinander, liebt um der Liebe willen. Gebt euer Herz Gott, damit es frei bleibt von Egoismus. Bewahrt die Demut, denn sie macht den Weg frei für die wahre Liebe. Dankt Gott für sein Erbarmen. Bewahrt euer Herz vor Unzufriedenheit und Falschheit.“

„Die Erneuerung unserer Gelübde gibt uns neue Kraft, nur auf Gott zu vertrauen und nicht auf eigene Kraft zu bauen“, so Generalsuperior Karl-Heinz Haus, der vor sechs Wochen eine wegen seiner Gesundheit sehr strapaziöse Romreise auf sich genommen hatte, um einem Wunsch der Gründerin nachzukommen und die Communio in Christo in die Hände von Papst Franziskus zu legen.

Der Papst habe den Geist aus Mutter Marie Thereses Gründungen, der identisch mit dem Geist Christi sei, ebenfalls in sich und trage ihn weiter zu den Menschen, so Diakon Manni Lang, und zwar zu allen Menschen: „Zu den Prostituierten und Gefängnisinsassen in Rom, denen er Gründonnerstag die Füße wusch, oder gerade wieder vor wenigen Tagen zu den Flüchtlingen auf die Insel Lesbos.“

Diesmal habe der Papst keine politische Botschaft auf den Lippen gehabt, wie vor Jahren, als er den Mächtigen dieser Welt im Angesicht der verzweifelten, ausgemergelten und um ein Haar im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge die Leviten las.

„Alle sitzen in einem Boot“

Diesmal habe der Papst dennoch etwas ungeheuer Aufwühlendes und Emotionales gesagt: „Ich bin gekommen, um Euch zu sehen! Ich bin hier, um in Eure Gesichter zu sehen – und Euch in die Augen zu schauen! Ich bin gekommen, um Euch nahe zu sein…“

„Wir sitzen im übertragenen Sinne und auch tatsächlich in einem Boot“, sagte Pater Rudolf Ammann in seiner Einführung zum Gottesdienst. Trotz aller Brüche und Widersprüche seien wir aufeinander und auf Gott verwiesen, so der Geistliche.

Was Franziskus da auf Lesbos den Frauen und Kindern und Männern gesagt habe, sei Ausbruch der Liebe Gottes, so Diakon Lang: „Das ist Mutter Marie Thereses Liebes- und Gottesbotschaft eins zu eins: »Caritas est vivere in Deo«, ihr Wahlspruch, bedeutet, wer Gott liebt, muss das durch seine Liebe zum Nächsten zum Ausdruck bringen“.

Es gebe keine andere Möglichkeit. Franziskus tue genau das, was auch Mutter Marie Therese denen getan habe, die keiner haben wollte, als sie die AIDS-Kranken und Ausgegrenzten umarmte und an sich drückte. „Ich bin hier, um euch zu sagen, dass ich euch nahe bin“, habe der Papst gesagt, so Diakon Lang, und „die Welt hat verständnislos den Kopf geschüttelt, wie sie sich über Mutter Marie Therese empörte, als sie hier in Mechernich und in Blankenheim AIDS-Kranke und schwerste Pflegefälle bei sich aufnahm.“

Der Satz „Ich bin hier, um Eure Gesichter zu sehen – um Euch in die Augen zu schauen“ gelte auch den Gottesdienstbesuchern in Mechernich und den Menschen zu Hause, sagte Manfred Lang: „Gott blickt uns in die Augen. Er kommt heute ausgerechnet zu uns armen Sündern nach Mechernich, um uns in die Augen zu schauen – und um uns an sein Herz zu drücken.“

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LSB will Leistungs-Sportzentrum Koblenz entwickeln und ausbauen

Region/Mainz – „Noch nicht alle Talente auf dem Schirm“. Mit der Landauer Arbeits- und Organisationspsychologin Dr. Nadine Thomas hat sich der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) auf den Weg gemacht, einen strategischen Entwicklungsprozess für das Leistungssportzentrum Koblenz anzustoßen, das als Einzugsgebiet einen Radius von 25 Kilometern um die Stadt aufweist. Dabei sollen jetzt Visionen und auch Wege entwickelt werden, wie man dieses Ziel erreichen kann.

„Wir wollen das Leistungssportzentrum in Koblenz entwickeln und ausbauen auf Basis dessen, was wir als Fundament haben mit der Eliteschule des Sports, den Landesstützpunkten, den Landesfachverbänden – aber auch dem Sportbund Rheinland und nicht zuletzt der Stadt Koblenz, die sich an diesem Verbundsystem finanziell beteiligt und auch der Sportstiftung Koblenz, die sich ja gerade in der Individualförderung der Athlet*innen sehr stark engagiert“, betont der beim LSB für den Leistungssport zuständige Abteilungsleiter Thomas Kloth. Das große Ziel sei es, irgendwann von einem Leistungssportzentrum Koblenz sprechen zu können, das einen entsprechenden Bekanntheitsgrad hat und Erfolge vorweisen kann.

Hintergrund: Beim LSB geht es im Wesentlichen darum, den Nachwuchsleistungssport zu fördern. Bereits vor zwei Jahren hat sich der Landessportbund mit dem Sportministerium darauf verständigt, Leistungssportzentren zu bilden und auszubauen – an den Standorten Mainz, Kaiserslautern und Koblenz. „Hier bestehen aus unserer Sicht bereits gute Bedingungen – und an allen drei Standorten kann eine duale Karriere umgesetzt werden“, weiß Miriam Welte, LSB-Vizepräsidentin Leistungssport. „Damit einher geht eine verstärkte Förderung.“ Landes- und Bundeskaderathlet*innen sollen nachhaltig und individuell gefördert, die Leistungssportrichtlinien der jeweiligen Regionen zusammengeführt und miteinander vernetzt werden.

Für Koblenz wurden drei übergeordnete Schwerpunkte identifiziert, die nun jeweils mit Hilfe einer sogenannten Fokusgruppe optimiert werden sollen. Unter anderem soll auch mit der Expertise von Diplom-Psychologin Dr. Nadine Thomas bis September 2022 ein Zielbild für die Standortentwicklung erarbeitet werden. Eine andere Gruppe soll sich mit den Rahmenbedingungen im Internat beschäftigen, eine dritte mit der klassischen Talentförderung. Mit Beginn des neuen Schuljahrs 2022/23 sollen die ersten Ergebnisse vorliegen.

„Wir wollen an entscheidenden Stellschrauben versuchen, die Zusammenarbeit mit den Verbänden und Trainer*innen noch weiter anzuschieben“, macht Jörg Mathes, Leiter des Sportzweigs am Gymnasium auf der Karthause Koblenz, deutlich. „Wir wollen Vereine und Verbände animieren, zu uns zu kommen und den Leistungssport in den Fokus zu rücken.“ Das System sei dabei übrigens „komplett offen – wir können in sämtlichen Jahrgängen leistungssportliche Talente aufnehmen und weiterfördern“. Laut Darko Maric, Leiter des Sportinternats Koblenz, gibt es seit 2019 nur noch ein Teilzeitinternat. „Ich hoffe, dass wir mit dieser Zukunftswerkstatt einfach wieder mehr Kinder bekommen.“

Wie Thomas Kloth betont, ist langfristig denkbar, dass es auf der Karthause wieder ein Vollzeitsportinternat geben wird. Im Moment sei aber kein Bedarf vorhanden. In jedem Fall strebe man an, nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität der Talente am Standort Koblenz zu erhöhen. Aktuell habe man sicherlich noch nicht alle Talente in allen Sportarten am Standort Koblenz auf dem Schirm, sei auf Hinweise aus den Fachverbänden angewiesen. „Wir müssen Rahmenbedingungen und Anreize schaffen, dass Talente ein Interesse daran haben, ans Koblenzer Sportinternat zu kommen“, so Kloth. „Diese Rahmenbedingungen sind im Moment nicht so attraktiv, das müssen wir selbstkritisch sagen.“

Zurzeit besteht eine Kooperationsvereinbarung mit den Sportarten Tischtennis, Tennis, Fechten, Rudern, Handball, Schwimmen und – ganz neu – auch Volleyball. Überwiegend Sportarten, die in Koblenz auch Landesstützpunkte haben. Gerne würde Kloth es sehen, wenn noch der eine oder andere Fachverband dazu stößt, Kandidaten sind hier etwa Leichtathletik und Turnen. Durchaus denkbar wäre in den Augen des Leistungssport-Abteilungsleiters auch eine Kooperation im Frauenfußball. Verbände, die eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnen, müssen sich laut Kloth „mit einem kleinen Betrag“ finanziell beteiligen, um auf die Serviceleistungen des Internats zurückgreifen zu können. „Und wenn es ums Geld geht, wird es bei einigen Verbänden auch manchmal schwierig.“

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DEKRA: Mit gelber Plakette unbedingt noch dieses Jahr zur Haupt-Untersuchung

Region/Stuttgart – Ab 1. Januar 2022 dürfen nur noch Braun, Rosa und Grün unterwegs sein. Mit dem Jahreswechsel ändern sich auch wieder die Gültigkeiten der Plaketten für die Hauptuntersuchung. Wer auf seinem Kennzeichen eine gelbe Plakette hat, muss sein Fahrzeug noch im Jahr 2021 zur HU vorstellen. Darauf weisen die Experten von DEKRA hin.

In welchem Jahr die nächste Hauptuntersuchung fällig ist, zeigt die Farbe der Plakette an. Dabei steht Gelb für 2021, Braun für 2022, Rosa für 2023 und Grün für 2024. In welchem Monat die Fahrzeugprüfung spätestens ansteht, erkennt man daran, welche Zahl auf der Plakette oben steht.

Wer die Fristen überzieht, dem droht bei Polizeikontrollen ein entsprechendes Bußgeld. Bei mehr als zwei Monaten Verzug steht außerdem eine vertiefte HU mit zusätzlichen Kosten an.

Halter können ihre Fahrzeuge an mehr als 600 eigenen DEKRA Prüfstandorten in Deutschland sowie in zahlreichen Partnerwerkstätten zur Hauptuntersuchung vorstellen. Die nächstgelegene DEKRA Prüflokation ist im Internet zu finden unter www.dekra-vor-ort.de.