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2G gilt auch in evm-Kundenzentren

Region/Mayen-Koblenz – Impf- oder Genesenennachweis muss zusammen mit dem Personalausweis vorgezeigt werden. Auch in den Kundenzentren der Energieversorgung Mittelrhein (evm) gilt die 2G-Regel. Darauf weist das Energie- und Dienstleistungsunternehmen aus aktuellem Anlass hin. „Leider kommt es vermehrt zu Diskussionen an unseren Türen.

Daher möchten wir noch einmal klarstellen: Unsere Kundenzentren gehören nicht zu Geschäften des täglichen Bedarfs. Damit ist ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder eine Genesung von Covid-19 nötig, wenn Kunden uns persönlich besuchen möchten“, erklärt evm-Pressesprecher Marcelo Peerenboom. Standorte hat das Unternehmen in Koblenz, Mayen, Cochem, Gerolstein, Remagen, Sinzig, Linz, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Lahnstein, Bendorf, Höhr-Grenzhausen, Montabaur, Dierdorf und Westerburg.

Alternativ ist der evm-Kundenservice telefonisch oder per WhatsApp unter 0262 402-11111 oder per E-Mail an serviceteam@evm.de erreichbar. Wer von Angesicht zu Angesicht mit einem Berater sprechen möchte, kann auch einen Termin zur Videoberatung ausmachen. Das geht ganz unkompliziert unter evm.de/videoberatung.

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Das Unmögliche geschafft

Kall/Bonn/Scherfen – Familie eines an Leukämie erkrankten jungen Mannes fiel beim Kauf einer PlayStation 5 auf einen Betrüger rein – Die Hilfsgruppe Eifel, der  Unternehmer René Kautz und die Sponsoren des SC „Fortuna Köln“ schafften es trotzdem, den Weihnachtswunsch des Jungen zu erfüllen.

Rene Kautz aus Mechernich-Strempt ist als selbstständiger Kälteanlagenbaumeister Sponsor des Fußballvereins Fortuna Köln. Mit Hilfe anderer Sponsoren hat er nun das Weihnachtsgeschenk des leukämiekranken Jungen gerettet. Foto: Reiner Züll

Der Hilferuf des Bonner Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche machte die Verantwortlichen der Hilfsgruppe Eifel wenige Tage vor Weihnachten ziemlich betroffen. Und er löste eine spontane Hilfs-Aktion aus, die dank der Verbreitung in den sozialen Medien schon wenige Stunden später zu einem beispielhaften Erfolg führte.

Dank der Hilfsgruppe, sowie des Mechernicher Kälteanlagenbau-Meisters René Kautz und mehrerer Sponsoren des FC Fortuna Köln, kann eine Familie ihrem 18-jährigen Sohn, der derzeit in der Bonner Uni-Klinik zum zweiten Mal gegen eine Leukämie ankämpft, einen großen Weihnachtswunsch erfüllen, den ein skrupelloser Betrüger fast zunichte gemacht hatte.

Sehnlichst hatte sich der 18-Jährige, der zurzeit in der Bonner Uni-Klinik stationär therapiert wird, zu Weihnachten die aktuelle Playstation 5 (PS5) gewünscht, die aber wegen einer großen Nachfrage so gut wie nirgendwo zu bekommen ist. Die Märkte für diese Konsolen sind seit Wochen total leergefegt.

Doch dann entdeckte die Mutter des jungen Mannes im Internet die Möglichkeit, das so heiß begehrte Spiel für ihren schwerkranken Sohn zu erwerben. Sie bestellte und bezahlte die Spielkonsole, eine Lieferung erfolgte aber nicht. Die Familie musste erkennen, dass sie einem gemeinen Betrüger aufgesessen waren – keine PS5 bekommen, und das Geld ist weg..

„Als wir hörten, wie sehr dieser Vorfall die Eltern erschüttert hat, war uns klar, dass wir versuchen mussten zu helfen“, so die Geschäftsführerin des Förderkreises, Meike Rüsing. Der Hilferuf erreichte am gleichen Dienstag auch die Kaller Hilfsgruppe Eifel, deren Schatzmeister Helmut Lanio sofort aktiv wurde und auf der Facebook-Seite des Vereins um Unterstützung bat. Mit Erfolg, wie sich es schon wenige Minuten später zeigte. Der 35-jährige René Kautz, der erst im Sommer in Schwerfen eine Firma für Kälte- und Klimatechnik gegründet hatte, entdeckte nachmittags den Hilferauf auf der Hilfsgruppen-Seite.

Und auch Kautz reagierte sofort und erinnerte sich an die Riege der Sponsoren, die den Fußballclub Fortuna Köln unterstützen, und zu der auch Kautz seit seiner Firmengründung im Juli gehört. Er verbreitete den Notruf der Hilfsgruppe in der WhatsApp-Gruppe der Fortuna-Sponsoren und erhielt schon wenige Minuten später eine Vollzugsmeldung.

Was unmöglich schien, war plötzlich möglich geworden. Kautz: „Ein Mitglied unseres Netzwerkes, der die begehrte Play-Station vor vier Monaten bestellt hatte, verzichtete zugunsten des 18-jährigen Leukämiepatienten auf das Spiel und gab es ab“. Nicht das Geld sei ein Problem gewesen, sondern die Nicht-Verfügbarkeit der Spielstation, berichtet René Kautz: „Das Geld hatten  schnell zusammen“. Und so war das ersehnte Weihnachtsgeschenk für den 18-Jährigen Patienten durch den Verzicht des großzügigen Eigentümers schon wenige Stunden nach dem Notruf des Förderkreises gesichert.

Als Kautz mittwochs das Fußballspiel der Fortuna gegen die Mannschaft des FC Köln II (Ergebnis 1:1) besuchte, konnte er die Play-Station 5 auf der Sportanlage entgegennehmen. Die Sponsoren hatten zudem eine Weihnachtskarte unterschrieben, einen Schal der Fortuna beigelegt und auch das brandneue PS-Spiel „Fifa 22“ als Geschenk eingepackt. Kautz: „Damit der Junge Heiligabend direkt damit loslegen kann“.

Den Karton mit der neuen PS5 signierte der 45-jährige ehemalige Bundesliga-Spieler Hans Sarpei, der in Köln Chorweiler aufwuchs und der unter anderen für den MSV Duisburg, für Schalke 04, den VfL Wolfsburg, bei Bayer 04 Leverkusen und auch für die Kölner Fortuna gekickt hat und der von 2000 bis 2010 in seinem Heimatland Ghana 36 Mal in der Nationalmannschaft spielte. Als Teilhaber der Kölner Orthopädie-Manufaktur „Gangbild“ ist ehemalige Fußballer Sarpei inzwischen Mitglied der Fortuna-Sponsorenriege.

Donnerstags machte sich René Kautz am frühen Morgen auf den Weg nach Bonn, wo er die Geschenke im neuen, von der Hilfsgruppe mit eingerichteten Familienhaus an die Geschäftsführerin des Förderkreises, Meike Rüsing; und die Psychoonkologin Brigitte Gräfin von Schweinitz übergab.

Die beiden waren überwältigt: „Uns fehlen die Worte, Ihr seid die Besten. Es bleibt uns nichts weiter, als danke zu sagen; danke für so viel Engagement, soviel Menschlichkeit und Mitgefühl“, so Meike Rüsing. Die Geschenke werden dem jungen Mann Heiligabend im Elternhaus der Klink übergeben.

Die Geschäftsführerin lud alle Beteiligten dazu ein, das Familienhaus, in dem die Eltern während der Krebsbehandlung ihrer Kinder wohnen, zu besuchen, sobald die Pandemie es wieder zulasse. Hilfsgruppen-Schatzmeister Helmut Lanio und René Kautz sind froh, dass die üble Geschichte ein so schnelles und glückliches Ende gefunden hat.

Auch René Kautz hat nach der Flut im Juli selbst um seine Existenz kämpfen müssen und trotzdem drei Wochen lang ehrenamtlich in den Flutgebieten an Ahr, Urft und Olef mit angepackt, um den verzweifelten Menschen zu helfen.

14 Tage vor dem schlimmen Hochwasser hatte sich Kautz als Meister in Kälte- und Klimatechnik selbstständig gemacht und in Schwerfen einen Betrieb eröffnet. Durch die Flut seien durch die großen Zerstörungen in den betroffenen Gebieten 80 Prozent der gebuchten Kunden-Aufträge weggefallen, neue Aufträge in seinem Metier aber nicht in Sicht gewesen. „Jetzt geht es langsam wieder los“, schaut der Jungunternehmer hoffnungsvoll in die Zukunft. (Reiner Züll)

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RLP Innenminister Lewentz: Videokonferenzen erhalten Handlungsfähigkeit der Räte

Region/Mainz – Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist durch eine Änderung des Kommunalrechts die Möglichkeit geschaffen worden, dass Beschlüsse kommunaler Gremien nicht nur in Präsenz, sondern auch in Video- und Telefonkonferenzen sowie Umlaufverfahren gefasst werden können. Voraussetzung dafür ist die Erforderlichkeit aufgrund von Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Notsituationen.

Innenminister Roger Lewentz hat die neu geschaffenen Möglichkeiten nun durch sein Ministerium unter wissenschaftlicher Begleitung des Deutschen Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung (FÖV) in Speyer evaluieren lassen. „Die Befragung zeigt, dass das Ziel, durch die gesetzlichen Änderungen die Handlungsfähigkeit der Kommunen während der Corona-Pandemie aufrechtzuerhalten, erreicht wurde“, sagte Lewentz, der die Ergebnisse in dieser Woche im Ministerrat vorstellte. Am häufigsten war von Videokonferenzen Gebrauch gemacht worden, gefolgt von elektronischen Umlaufverfahren, von schriftlichen Umlaufverfahren und schließlich von Telefonkonferenzen.

Die Anzahl der als Zuschauer teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger ist bei Videokonferenzen gestiegen. Die Teilnahme der Gremienmitglieder ist nach Wahrnehmung einer deutlichen Mehrheit der Vorsitzenden bei allen neuen Verfahrenstypen in etwa gleich geblieben. Die Möglichkeit zur Durchführung von Videokonferenzen wird von den Vorsitzenden und Gremienmitgliedern, die diese nutzten, überwiegend positiv bewertet.

Auch die Öffentlichkeit, die sich an der Befragung beteiligte, bewertet die Möglichkeit von Videokonferenzen sehr positiv. Die Sitzungsqualität hängt dabei allerdings auch von der Internetverfügbarkeit ab. Auch die schriftlichen und elektronischen Umlaufverfahren erhalten überwiegend eine gute Bewertung. Bei Telefonkonferenzen ist das Meinungsbild insgesamt schlechter ausgefallen.

Die Mehrheit der Befragten geht jedoch von einem geringeren Austausch als in Präsenz, von einer verringerten Intensität der Aussprache und einem Rückgang der Anzahl der Wortbeiträge aus, bei den Telefonkonferenzen deutlicher als bei Videokonferenzen.

Insgesamt möchte von denjenigen, die von den neuen Verfahren Gebrauch gemacht haben, eine deutliche Mehrheit der Vorsitzenden (84,3 %), der Gremienmitglieder (78,6 %) und der Öffentlichkeit (90,6 %) gerne auch in Zukunft auf die Möglichkeit von Videokonferenzen zurückgreifen können. Eine Mehrheit der Vorsitzenden und eine knappe Mehrheit der Gremienmitglieder befürworten einen solchen Rückgriff auch außerhalb von Notsituationen. Die Öffentlichkeit positioniert sich hier noch eindeutiger. Eine deutliche Mehrheit möchte immer einen Zugang über den digitalen Weg eröffnet bekommen. Mehrheitlich wird auch der Rückgriff auf Telefonkonferenzen und Umlaufverfahren von den Vorsitzenden und Gremienmitgliedern befürwortet, bei den Umlaufverfahren deutlicher als bei den Telefonkonferenzen.

Sogar in Kommunen, die von den neuen Verfahren keinen Gebrauch gemacht haben, befürworten die Vorsitzenden und die Gremienmitglieder mehrheitlich die Möglichkeit von digitalen Sitzungen, allerdings nur in Notsituationen. Als Grund für ein bisheriges Absehen von digitalen Sitzungen wurde von den Vorsitzenden überwiegend die fehlende Notwendigkeit in der jeweiligen Kommune genannt.

„Da die letztes Jahr eingeführten neuen Verfahren bis Ende März 2022 befristet sind, wäre ein denkbarer erster Schritt, diese Verfahren für Notsituationen auf Dauer zu etablieren. Das weitere Verfahren wird nun aber der Landtag unter Beteiligung des kommunalen Rates auf der Grundlage des Berichts beraten und beschließen“, sagte Lewentz. Die befristeten gesetzlichen Änderungen waren durch die Fraktionen der SPD, CDU, FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingebracht worden.

An der Erhebung haben 370 Vorsitzende, 2630 Gremienmitglieder und 527 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen. Davon haben 196 Vorsitzende, 1866 Gremienmitglieder und 408 Bürgerinnen und Bürger die neuen Verfahren genutzt.

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Eurojackpot geknackt: 73,7 Millionen Euro gehen nach Nordrhein-Westfalen

Region/Münster – Bei der Ziehung am Freitag, 17. Dezember 2021 traf er die Gewinnklasse 1. Als einziger Tipper hatte der Nordrhein-Westfale das Glück auf seiner Seite und erhält nun exakt 73.720.055 Euro.

Ein Volltreffer kurz vor Weihnachten: Welcher Lottospieler träumt nicht davon? Ein Spielteilnehmer der europäischen Lotterie Eurojackpot hat jetzt gut lachen, denn er hat das große Los gezogen.
Damit gibt es in diesem Jahr bereits 16 geknackte Jackpots bei der europäischen Lotterie. So viele pro Jahr, wie noch nie seit Start der Lotterie. Passend vor der weihnachtlichen Bescherung gehen über 73,7 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen.

Schönes Weihnachtsgeschenk

Der Spielschein mit den Gewinnzahlen 6 – 8 – 16 – 44 – 50 und den beiden Eurozahlen 1 und 10 ist wahrscheinlich das schönste Weihnachtsgeschenk. Als einziger Tipper hatte der Nordrhein-Westfale das Glück auf seiner Seite und erhält nun exakt 73.720.055 Euro. Somit können die Weihnachtspräsente für Familie und Freunde in diesem Jahr sicherlich größer ausfallen als geplant.

Weitere Großgewinne

In der Gewinnklasse 2 (fünf richtige Gewinnzahlen plus eine korrekte Eurozahl) gab es weitere Hochgewinne. Hier gingen jeweils 714.788,90 Euro nach Niedersachsen, Norwegen, Dänemark und Kroatien.

Nächste Ziehung an Heiligabend

Auf eine große Bescherung an Heiligabend können Eurojackpot-Tipper trotzdem hoffen, denn der Eurojackpot startet am kommenden Freitag (24. Dezember) erneut mit zehn Millionen Euro im obersten Rang. Tipps können in allen Lotto-Annahmestellen oder unter www.eurojackpot.de abgegeben werden.

 

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Verkehrs-Freigabe des Europatunnels in Stolberg

Stolberg/Düsseldorf – Der „Europatunnel“ in Stolberg an der L238 ist wieder für den Verkehr freigegeben. Die Freigabe der mit mehr als 10.000 Fahrzeugen pro Tag wichtigen Stolberger Hauptverkehrsachse erfolgt rund fünf Monate nach der Unwetterkatastrophe im vergangenen Juli. Im Zuge des Hochwassers der Vicht wurde der 388 Meter lange Europatunnel durch eindringendes Wasser bis auf Deckenhöhe geflutet.

Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen, nahm an der offiziellen Verkehrsfreigabe des Tunnels teil: „Eine wunderbare Nachricht für alle Pendler, Reisende und Lkw-Fahrer noch vor Weihnachten: Endlich ist die wichtige Hauptverkehrsachse in Stolberg wieder voll befahrbar. Die Verkehrsfreigabe des Europatunnels bringt Stolberg und dem Umland mehr Entlastung. Mein Dank gilt dem Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen und allen weiteren Beteiligten, die mit Hochdruck in den vergangenen Monaten dafür gesorgt haben, dass der Verkehr wieder durch den Europatunnel rollen kann. Nordrhein-Westfalen macht Tempo bei Planung, Genehmigung und Bau, um die Mobilität der Menschen zu verbessern, die von den Folgen der Hochwasserkatastrophe betroffen sind.“

Entlastung der Bevölkerung im Stolberger Umland

Als Folge der Tunnelfreigabe und der damit verbundenen Verlagerung des Verkehrs zurück auf die Landesstraße L238 und den Europatunnel wird die Belastung der Bevölkerung durch Verkehrslärm und Schadstoff-emissionen in den umliegenden Ortslagen noch vor Weihnachten spürbar reduziert. Durch die Sperrung des Tunnels nach dem Hochwasser verlagerte sich der Durchgangsverkehr der L238 auf die umliegenden Ortschaften, die ebenfalls unter den Folgen des Hochwassers litten. Rund fünf Monate nach der Katastrophe hat Straßen.NRW jetzt die Instandsetzung des Tunnels und der technischen Ausstattung insoweit abgeschlossen, um den Tunnel im verkehrssicheren Zustand wieder für den Verkehr freigeben zu können. Aus Sicherheitsgründen wird der Europatunnel Stolberg mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Kilometer pro Stunde freigegeben. Die vollständige Sanierung des Tunnels wird voraussichtlich in zwei Jahren abgeschlossen sein.

Umfassende Wasserschäden an der Tunnelinfrastruktur

Durch die Wassermassen stand der Tunnel mehrere Tage lang bis zu einer Höhe von vier Metern unter Wasser. Das einfließende Wasser hat die gesamte Steuerungstechnik im Betriebsgebäude und die Elektrik des Tunnels einschließlich der Beleuchtung zerstört, die durch speziell für den Europatunnel hergestellte Ersatzbauteile ersetzt wurden. Tunnelröhre, Betriebsgebäude und das Fluchttreppenhaus wurden aufwändig instandgesetzt und gereinigt. Allein die Reinigungsarbeiten haben mehrere Wochen in Anspruch genommen, da durch das einfließende Wasser mehrere Tonnen Schlamm, Müll und Unrat angespült wurden. Im Zuge der Reinigung der Fahrbahn wurde auch die Mittelstreifentrennung der beiden Fahrbahnen durch neue Reflexionsglaskörper hergestellt.

Elektrische Tunnelausstattung wurde vollständig ersetzt

Die Beleuchtung im Tunnel musste nach dem Wassereinbruch mit LED-Einsätzen komplett erneuert und für den Notbetrieb mit einer Dauerschaltung eingerichtet werden. Zusätzlich wurden im Abstand von rund 40 Metern beidseitig gelbe Warnblinklichter installiert.

Die Notbeleuchtung im Betriebsgebäude, welches auch als Fluchtweg dient, wurde ebenfalls ersetzt. Im Falle eines Stromausfalls ist die Beleuchtung durch eine gepufferte Spannungsversorgung gesichert. Die Fluchtwege und die Fluchttür wurden mit grünen Leuchtelementen und mit langnachleuchtenden Fluchtwegkennzeichnungen versehen. Die Datenanbindung des Tunnels wurde ebenfalls wiederhergestellt, sodass die Kameraüberwachung des Verkehrsflusses im Tunnel und die Überwachung des Fluchtweges erfolgen kann.

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Pfarrhaus als Herberge für Helfer

Ahrtal/Neuwied – Seit der Hochwasserkatastrophe sind unzählige Helferinnen und Helfer ins Ahrtal gefahren, um den Menschen vor Ort unter die Arme zu greifen. Auch fünf Monate nach der Flut engagieren sich Männer und Frauen in der Region. Im Pfarrhaus der Gemeinde St. Matthias in Neuwied finden sie eine gemütliche Übernachtungsmöglichkeit, um sich nach ihrem Einsatz auszuruhen.

„Bis zu 22 Personen haben hier gleichzeitig übernachtet“, berichtet Tina Monzen. Sie ist die Koordinatorin des Projekts und für den Erstkontakt zuständig – ehrenamtlich, wie das Dutzend Engagierter, die in Gruppen für das Frühstück und das Housekeeping zuständig sind. Insgesamt stehen im Pfarrhaus derzeit drei Wohnungen leer. Eigentlich sind sie für zwei Pfarrer und einen Diakon gedacht, aufgrund von Vakanzen kann der Platz nun anders genutzt werden.

„Die Idee kam uns schon kurz nach der Flutkatastrophe“, berichtet Tina Monzen, die sich dann mit Kooperator Oliver Seis darüber ausgetauscht hat. „Über einen Aufruf bei Facebook haben wir schnell Bettzeug, weiteres Material und Betten erhalten, die die Messdiener gleich aufgebaut haben.“ Die Aufgaben verteilten sich generell gut, sagt  Herbert Börsch, der zusammen mit seiner Frau Andrea Neu Mitglied des Housekeepings ist. „Mülleimer leeren, Bettbezüge abziehen, waschen und neubeziehen sind unsere Aufgaben“, sagt er.

Roswitha Klein ist Teil des Frühstücksteams. Die Fachfrau, sie hat Hauswirtschaft gelernt, kümmert sich darum, dass der Kühlschrank immer gut gefüllt ist und der Kaffeeduft die fleißigen Helferinnen und Helfer morgens weckt. Oft kommen die Hausgäste über das Wochenende. „Im Sommer hatten viele Urlaub, da war dann unter der Woche mehr Betrieb“, blickt Tina Monzen auf die zurückliegenden Monate zurück. Und die Buchungen gehen weiter. „Es gibt immer noch viel zu tun an der Ahr“, weiß sie.

„Neben Handwerkern war auch eine Dame hier, die Hausaufgabenbetreuung angeboten hat, jemand, der einfach mit Kaffee durch die zerstörten Orte gefahren ist oder Fachleute, die in der Verwaltung ausgeholfen haben“, zählt Tian Monzen auf. Auf einer Landkarte in der Küche kann man sehen, woher die Gäste kommen: von der Insel Föhr bis aus der Schweiz.

Corona ist natürlich auch ein Thema im Pfarrhaus. „Es herrscht 2G-plus, was auch von uns überprüft wird“, erklärt Tina Monzen. Zahlen müssen die Übernachtungsgäste hingehen nichts; die Kirchengemeinde bringt sich finanziell ein. „Und das Pfarrbüro, das sich im Haus befindet, steht auch dahinter. Ohne die würde es nicht gehen“, betont Tina Monzen. „Manche Gäste hinterlassen eine kleine Geldspende“, fügt sie noch hinzu. Das Team arbeitet ehrenamtlich, wäscht die Wäsche auf eigene Kosten oder gibt eigene Küchengeräte und Möbel ab, um die Räumlichkeiten noch wohnlicher zu gestalten. „Die kleinen Schränkchen oder den Toaster brauchte ich nicht mehr daheim“, sagt Roswitha Klein beim Blick durch die Küche. „So kann ich wenigstens helfen“, schwere handwerkliche Arbeiten im Ahrtal könne sie in ihrem Alter nicht mehr übernehmen. „Jeder bringt sich so ein, wie es eben geht“, lautet die einhellige Meinung.

Bäder, Küche, W-LAN und Fernseher sind vorhanden, und durch das Neuwieder Stadtmarketing werden die Gäste auch auf touristische Ziele in und um Neuwied hingewiesen. „Vielleicht will jemand ja nochmal wiederkommen?“, sagt Tina Monzen. An den Weihnachtsfeiertagen machen die Verantwortlichen betroffenen Familien das Angebot, eine kleine Auszeit in den Räumen zu nehmen. Eine Familie aus dem Ahrtal hat schon zugesagt.

Für das kommende Wochenende hat sich wieder eine Gruppe mit 13 Personen angemeldet, sozusagen „Wiederholungstäter“. Sie sind bereits das vierte Mal im Pfarrhaus, das zentral in Neuwied liegt, zu Gast. Dafür müssen noch zwei, drei Betten aufgebaut werden. Herbert Börsch und Andrea Neu machen sich gleich an die Arbeit. (jf)

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Ministerpräsident Wüst zu den Karlspreis-Trägerinnen 2022

Düsseldorf/Aachen – Ministerpräsident Hendrik Wüst gratuliert zur Entscheidung des Direktoriums der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises der Stadt Aachen, die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo mit dem Internationalen Karlspreis 2022 auszuzeichnen. Die Entscheidung wurde am Freitagvormittag bekanntgegeben.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die Verleihung des Internationalen Karlspreises 2022 an Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo ist ein wichtiges Zeichen für Freiheit und Demokratie. Mutig und entschlossen widersetzen sich die belarussischen Bürgerrechtlerinnen der brutalen Diktatur in Belarus. Friedlich und gewaltfrei haben sie eine demokratische Bewegung in Gang gesetzt, die das ganze Land erfasst hat. Dafür zahlen sie persönlich einen hohen Preis. Ihr Widerstand gegen den Wahlbetrug Lukaschenkos und ihr Einsatz für die Freiheit in Belarus verdienen unseren tiefen Respekt. Sie treten ein für die Ideale, die Europa großgemacht haben und Europas Fundament bilden. Die Auszeichnung unterstreicht, dass wir in Deutschland und Europa fest an der Seite der belarussischen Opposition stehen.“

Im Mai 2021 wurden Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo bereits mit dem „Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2021“ geehrt. Der Preis zeichnet Persönlichkeiten und Projekte aus, die im Sinne des Humanisten und Weltbürgers Lew Kopelew wirken.

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Aachener Karlspreis 2022 geht an belarussische Bürgerrechtlerinnen

Aachen – Die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo werden im Jahr 2022 mit dem Aachener Karlspreis ausgezeichnet. Das gaben der Vorsitzende des Direktoriums der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen, Dr. Jürgen Linden, und die Aachener Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen am heutigen Tag (17. Dezember 2021) in Aachen bekannt.

„Dies wird ein Karlspreis, wie er in der 71-jährigen Geschichte des Preises noch nicht vorgekommen ist“, eröffnet Dr. Jürgen Linden. „Ihr mutiger und ermutigender Einsatz gegen die brutale staatliche Willkür, Folter, Unterdrückung und die Verletzung elementarer Menschenrechte durch ein autoritäres Regime, für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit hat das gesamte Karlspreisdirektorium zutiefst beeindruckt. Die drei Leitfiguren der demokratischen belarussischen Opposition sind Symbole für den Geist der Freiheit. Ihre Botschaften sind aufrüttelnd, ihre Opfer beispiellos. Sie sind das Signal an die eigene belarussische Gesellschaft, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen.“ In einer ersten Reaktion hatten alle drei designierten Karlspreisträgerinnen dem Direktoriumsvorsitzenden Linden erklärt, sich geehrt zu fühlen und vor allem auf eine weitergehende Unterstützung in ihrem Kampf für Demokratie und Menschenrechte in Belarus zu hoffen.

In der Begründung des Karlspreisdirektoriums heißt es unter anderem: „Während sich innerhalb der EU eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber der politischen Dimension des europäischen Projekts Bahn gebrochen hat, tritt gerade an den Außengrenzen der Union die brüchige Kostbarkeit unserer Friedens- und Freiheitsordnung zutage.“ Und: „Seit dem vergangenen Jahr sind auch in Belarus die Stimmen der Demokratie, der Freiheit und des Rechts immer vernehmbarer geworden: erst einige, dann tausende, dann zehn-, dann hunderttausende. Und es sind vor allem drei mutige Frauen, die der Verfolgung und den Repressionen zum Trotz diesen Stimmen Gesicht gegeben haben und geben.“

Ermutigendes Vorbild

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ging weiter auf die besondere Rolle der Preisträgerinnen ein und unterstrich die Begründung mit der Aussage: „Die belarussischen Frauen setzen sich ohne „wenn und aber“ für demokratische Grundwerte in ihrem Land ein. Gemeinsam ist es ihnen gelungen, den Widerstand im Land zu einen. Als Querwechslerinnen in die Politik führen sie den Kampf ihrer inhaftierten oder emigrierten Partner kompromisslos fort. Mit ihrem Einsatz sind sie ein ermutigendes Vorbild für viele junge Frauen und Männer in Europa. Es sind Heldinnen der Jetzt-Zeit, Heldinnen des politischen Kampfes. Vorbehaltlos und unbeugsam mischen sie sich ein und sind somit zu Leitfiguren einer wirkungsvollen Protestbewegung gegen staatliche Willkür und für Demokratie und Meinungsfreiheit geworden.“

Im Rahmen der Präsidentschaftswahlen 2020 gelingt, so die Begründung des Karlspreisdirektoriums, Swetlana Tichanowskaja gemeinsam mit Maria Kalesnikava und Veronica Tsepkalo, was der belarussischen Opposition über Jahrzehnte gefehlt hat: eine Bündelung der Kräfte. „Unter Hintanstellung vorangegangener Rivalitäten und politischer Unterschiede und unter Einbeziehung auch kleinerer Parteien und Gewerkschaften, die ihre Expertise und Ressourcen einbringen, bilden die drei so unterschiedlichen Frauen ein Bündnis, das vor allem ein großes Ziel eint: die Überwindung von Diktatur und Totalitarismus und ein demokratischer Aufbruch in Belarus.“

Faust, Herz und Victory-Zeichen stehen für den Aufbruch

Ihr Markenzeichen – Faust, Herz und zum „Victory“ gespreizte Finger – wird in Belarus für viele Menschen zum Zeichen des Aufbruchs. Die drei Bürgerrechtlerinnen werden massiv bedroht und setzen ihren Wahlkampf dennoch unbeirrt fort. Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo gehen schließlich ins Exil, um Repressionen und Verhaftung zu entgehen. Maria Kalesnikava weigert sich, Belarus zu verlassen, wird inhaftiert und wegen angeblicher Vorbereitung eines Komplotts zur illegalen Machtergreifung und Gefährdung der nationalen Sicherheit zu elf Jahren Haft verurteilt.

Final hält das Direktorium fest: Mit Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo werden im Jahr 2022 drei mutige Frauen geehrt, die „unter schwierigsten politischen Bedingungen, unter Einsatz ihrer persönlichen Freiheit und Unversehrtheit, dem Diktator von Belarus die Stirn geboten haben; drei herausragende Persönlichkeiten, die für das eintreten, was den Kern des europäischen Projektes ausmacht: Menschenrechte, Frieden und Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Solidarität“. Mit ihrem entschiedenen und furchtlosen Einsatz sind die drei Bürgerrechtlerinnen zu einem wichtigen Vorbild für den demokratischen Freiheitskampf nicht nur für hunderttausende Landsleute, sondern weit über die belarussische Grenze hinaus geworden.

Aufruf zu einem stärkeren Engagement für die Menschen in Belarus

Im Pressegespräch stellten Sibylle Keupen und Dr. Jürgen Linden auch ein gemeinsames Schreiben vor, mit dem sie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Olaf Scholz und Außenministerin Annalena Baerbock zur Karlspreisverleihung nach Aachen einladen werden. Hier heißt es unter anderem: „Wir würden uns freuen, wenn Sie durch Ihre Anwesenheit bei der Preisverleihung gemeinsam mit den Preisträgerinnen und einer großen pro-aktiven europäischen Öffentlichkeit ein weithin sichtbares Zeichen für die Unverbrüchlichkeit unserer Werteordnung, damit auch gegen Diktatur, Unterdrückung, Folter und die Verletzung der Menschenrechte setzen würden.“

Dieser Aufruf wird im Januar auch an die Entscheidungsträger des EU-Parlamentes, der Europäischen Kommission, des Europäisches Rates sowie an die ehemaligen Karlspreisträger*innen gehen.

Info zum Karlspreis

Die drei belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo werden die Trägerinnen des 63. Internationalen Karlspreises zu Aachen sein. Im Jahr 2019 wurde der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres und im Jahr 2020/21 der rumänische Staatspräsident Klaus Iohannis mit dem Preis ausgezeichnet.

Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Er wird seit 1950 an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Zu den früheren Preisträgern gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), die Europäische Kommission (1969), der spanische König Juan Carlos I. (1982), Francois Mitterand und Helmut Kohl (1988), Václav Havel (1991), Königin Beatrix der Niederlande (1996), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Jean-Claude Trichet (2011) oder Martin Schulz (2015), damals Präsident des Europäischen Parlaments. 2016 ging der Karlspreis an Papst Franziskus, im Jahr 2018 folgte der Staatspräsident Emmanuel Macron. Im März 2004 erhielt Papst Johannes Paul II. einen außerordentlichen Karlspreis, der in Rom verliehen wurde.

Die Preisverleihung wird am Himmelfahrtstag, 26. Mai 2022, wie gewohnt im Krönungssaal des Aachener Rathauses stattfinden.

Urkunde und Medaille

Verliehen wird neben einer Urkunde auch eine Medaille, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für den jeweiligen Preisträger zeigt.

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Jahresabschluss der Terrain-Wanderungen in Bad Neuenahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Rainer Pollig als neuen Wanderführer begrüßt. Nachdem die Jahresabschlusswanderung der geführten Terrainwanderungen im vergangenen Jahr Corona-bedingt ausfallen musste, freuten sich die Wanderfreunde, in diesem Jahr wieder einen Jahresabschluss zu begehen.  Die zweieinhalbstündige Tour führte die Teilnehmer am vergangenen Mittwoch über traditionelle Kurwanderwege: Vom Klosterweg, über Dronkeweg, Niessemweg und Lennéweg zum Naturlehrpfad am Neuenahrer Berg und von dort über den Graf-Otto-Weg und den Bischofweg zum Kurpark.

Jan Ritter, Geschäftsführer der Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH, begrüßte dabei Rainer Pollig aus Ahrweiler als neuen Wanderführer. Pollig ist Wanderführer beim Eifelverein Ahrweiler e.V., war bereits langjähriger Teilnehmer der Terrainwanderungen und hat im Frühjahr seine Gästeführer-Ausbildung beim Ahrtal-Tourismus beendet. Abwechselnd mit den beiden Wanderführerinnen Regina Lange und Christine Nägler bringt er die Teilnehmer nun ebenfalls zu den schönsten, noch vorhandenen Plätzen im Ahrtal.

Vor der Corona-Pandemie konnte die Marketing GmbH jährlich über 100 Terrainwanderungstermine im Jahr anbieten. Während des hier 2020 bereits große Einschränkungen gab, waren diese in 2021 noch größer. Im ersten Halbjahr konnten aufgrund der Corona-Bestimmungen keine Wanderungen stattfinden, dann kam die Flutkatastrophe. Ende September entschied sich die Marketing GmbH dazu, die Terrainwanderungen bis zum Ende des Jahres einmal wöchentlich kostenlos für Einwohner im Ahrtal anzubieten. Seit 6. Oktober waren durchschnittlich zwölf Teilnehmer mit dabei. „So konnten wir für die Menschen in diesen schwierigen Monaten eine Auszeit bei Bewegung in der Natur anbieten“, erklärt Jan Ritter.

Die erste Wanderung im neuen Jahr ist für Mittwoch, 5. Januar, 12 Uhr geplant. Infos in der Tourist-Information Bad Neuenahr, Hauptstraße 80 oder unter 02641/9171-0.

www.ahrtal.de

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LSB freut sich über 20.000 Euro vom Gewinnsparverein der Sparda-Bank Südwest

Region/Mainz – Spendengelder kommen Schwimmvereinen und der Förderung der Neueintritte zugute. Einen Scheck in Höhe von 20.000 Euro vom Gewinnsparverein der Sparda-Bank Südwest eG hat am Mittwoch Wolfgang Bärnwick, Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (LSB), aus den Händen von Andreas Manthe bei der Sparda Bank, entgegengenommen. Mit 5.000 Euro davon werden schwimmsporttreibende Vereine im Land unterstützt, die restlichen 15.000 Euro fließen in die Kampagne „Comeback der Gemeinschaft“ – und kommen dabei einer zusätzlichen Förderung der Neueintritte von Mitgliedern zwischen null und zehn Jahren zugute.

Die ursprüngliche Förderung von 15 Euro pro neu gewonnenem Mitglied kann durch die großzügige Spende der Sparda-Bank dafür sorgen, dass bis zu drei Euro pro neu gewonnenem Mitglied bei den Sportvereinen ankommen. Ende Januar/Anfang Februar sollen die Gelder den Vereinen zugehen.

„Sparen, gewinnen und Gutes tun – diese drei Dinge miteinander zu verbinden, daran haben viele unserer Kunden Spaß“, erläutert Manthe, Leiter Kommunikation bei der Sparda Bank Südwest. „Ein Los kostet sechs Euro. Fünf Euro davon werden auf dem eigenen Konto angespart, vom restlichen Euro werden Gewinne gekauft – aber 25 Prozent schütten wir auch wieder an soziale und kulturelle Zwecke aus.“ So gelingt es der Sparergemeinschaft, Jahr für Jahr etwa zwei Millionen Euro für den guten Zweck zur Verfügung zu stellen. „Man sieht also, dass mit einem kleinen Betrag auch eine große Wirkung erzielt werden kann“, sagt Manthe. „Wir freuen uns, wenn sich weiter ganz viele Menschen am Gewinnsparen beteiligen.“

Bei der Sparda-Bank Südwest stehe nicht das Kapital im Vordergrund, sondern der Mensch. „Deswegen ist es uns auch wichtig, weiterhin den Vereinssport zu unterstützen.“ Ein Teil der Spendensumme sei ganz konkret für Schwimmkurse gedacht, weil es gerade auch in Pandemie-Zeiten ganz wichtig sei, dass junge Menschen Schwimmen lernten.

„Ganz großen Dank an die Sparda-Bank“, sagt LSB-Präsident Bärnwick. „Mit solchen Aktionen gibt sie einen Teil des Geldes wieder zurück, das sie von ihren Kunden erhalten hat. Wir wissen, dass solche Spendenaktionen keine Selbstverständlichkeit sind und freuen uns – dieses Geld ist bei den rheinland-pfälzischen Sportvereinen besonders gut investiert.“