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Kooperation zwischen Burgfestspielen Mayen und REMET geht in die nächste Runde

Mayen/Region/Koblenz – Traumpfädchen mit dem Intendanten literarisch entdecken. Die Leidenschaft zu wandern spiegelt sich seit jeher in der Poesie wider – im Landkreis Mayen-Koblenz ist es seit mittlerweile fünf Jahren auch anders herum: Gemeinsam mit der Rhein-Mosel-Eifel-Touristik (REMET) bieten die Burgfestspiele Mayen geführte literarische Wanderungen mit poetischen Werken über Wald, Natur, Heimat und die Eifel im Traumpfade-Land Mayen-Koblenz an. In diesem Sommer geht es am 24. Juli über das Traumpfädchen Langscheider Wacholderblick in der vulkanischen Osteifel und am 14. August über das Traumpfädchen Niederfeller Schweiz ins malerische Moseltal.

Mit von der Partie ist der neue Intendant der Burgfestspiele Alexander May, der gemeinsam mit einem Überraschungsgast die Wanderungen mit Geschichten um Mythen, Legenden, Hexen und Waldgeister bereichern wird. „Ich freue mich sehr darauf, denn ich fühle mich der Eifel verbunden und finde die Traumpfade super“, sagt Alexander May, der wie bei den Burgfestspielen auch auf den Premiumwanderwegen auf Leidenschaft und Qualität setzen wird. „Die Traumpfade und Burgfestspiele sind zwei Aushängeschilder unseres schönen Landkreises, deren Beliebtheit stetig steigt. Es ist also kein Zufall, dass sich auch diese Kooperation stets großer Nachfrage erfreut, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig.

Die REMET ist begeistert, dass auch der neue Intendant der Burgfestspiele keinen Zweifel daran ließ, dass dieses Erfolgsmodell fortgeführt werden muss. „Nicht nur beide Partner profitieren gleichermaßen davon, wenn wir gegenseitig aufeinander aufmerksam machen, sondern letztlich auch unsere Gäste. Tagsüber premiumwandern und abends die Burgfestspiele genießen – das ist ein tolles und beliebtes Angebot“, sagt Michael Schwippert, stellvertretender REMET-Geschäftsführer. Interessierte sollten daher schnell sein, denn die Teilnehmerzahl der Sonntagswanderungen, die jeweils um 14 Uhr starten, ist begrenzt. Die Tour am 24. Juli auf dem Traumpfädchen Langscheider Wacholderblick führt dann ins Reich der Wacholderheiden und offenbart traumhafte Panoramablicke ins Nettetal und in die vulkanische Osteifel. Und am 24. August geht es auf dem Traumpfädchen Niederfeller Schweiz auf grün gesäumten Pfaden und federnden Waldwegen in idyllische Naturlandschaften oberhalb der Mosel.

Informationen und weitere Details zu den Touren findet man im Internet unter www.traumpfade.info. Tickets und Infos zu den literarischen Wanderungen gibt es online unter www.burgfestspiele-mayen.de und unter Tel. 02651/494942.

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Tankgutscheine für Mitarbeiter

Mechernich – Arbeitgeber können ab sofort für ihre Mitarbeiter lohnsteuerfreie Tankgutscheine bei der Schäfer-Reisen-24-Stunden-SB-Tankstelle in Mechernich ordern – Bis 50 Euro kann einmalig oder jeden Monat getankt werden – Auch Privatkunden können in diesen Zeiten volle Tanks verschenken.

Arbeitgeber können ab sofort monatliche oder einmalige Tankgutscheine bis 50 Euro bei „Schäfer Reisen“ bestellen und in Kartenform als Gratifikation an ihre Mitarbeiter weitergeben. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Bei dem Mechernicher Familienunternehmen „Karl Schäfer Omnibus Reisen GmbH“, kurz „Schäfer Reisen“, gibt es gute Nachrichten für Arbeitgeber und -nehmer. Inhaber Rolf Schäfer: „Seit dem 1. Januar 2022 können Sie als Arbeitgeber jeden Monat 50 Euro (anstelle der bisherigen 44 Euro) als steuerfreien Sachbezug an Ihre Mitarbeiter ausschütten.“

„Schäfer Reisen“-Geschäftsführer Guido Bauer erläutert die einfache Funktionsweise der Tankkarten an der hochmodernen Mechernicher 24-Stunden-Tankstelle. Foto: Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Die dazu passenden Tankgutscheine und entsprechenden lohnsteuerfreien Abrechnungsmodalitäten gibt es an der SB-Tankstelle von Schäfer auf dem Firmengelände am Kiefernweg 22, direkt am Girard-Kreisel in der Nähe der A-1-Auffahrt Mechernich/Bad Münstereifel.

Gratifikation selbständig „abtanken“

Mit dem Angebot richtet sich das Unternehmen an Arbeitgeber, die Tankgutscheine in Form von monatlichen oder einmaligen Gratifikationen an Mitarbeiter vergeben wollen, ohne gleichzeitig dafür Lohnsteuer ans Finanzamt abführen zu müssen.

Sei es als Gehaltserhöhung oder besonderes „Bonbon“ gedacht, so Schäfers Mitgeschäftsführer Guido Bauer: Die SB-Tankkarte kann entsprechend für einmaligen oder monatlichen Gebrauch mit einem bestimmten Betrag bis 50 Euro aufgeladen werden. „Abtanken“ können die so gratifizierten Mitarbeiter ihre Boni selbständig, wann immer sie möchten, an der vollautomatisierten Mechernicher 24-Stunden-Tankstelle.

„Es gibt verschiedene Abbuchungsmöglichkeiten, eine davon ist die Abrechnung vom entsprechenden Betriebskonto einmal monatlich.

Bei Tankgutscheinen für die private Nutzung bleibe soweit alles gleich: „Der Betrag ist frei wählbar und es gibt den Gutschein im Geschenkdesign“, so Guido Bauer zum Mechernicher „Bürgerbrief“. Gerade in diesen Tagen sei ein voller Tank ein tolles Geschenk auch unter Freunden und Verwandten.

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Eröffnung des neuen barrierefreien Schulhofes mit einem wassernahen Klassenzimmer in Mayen

Mayen – Nach einer Bauzeit von rund fünf Monaten wurden die Sanierungsarbeiten für den neuen barrierefreien Schulhof sowie die Renaturierung der Nette mit einem wassernahen Klassenzimmer an der Grundschule Clemens in Mayen fertiggestellt und feierlich eröffnet.

„Ich freue mich sehr darüber, dass dieses wichtige Projekt nun abgeschlossen ist. Hier wurde etwas ganz Tolles geschaffen – für die Schülerschaft und die Lehrkräfte gleichermaßen. Besonders nachdem die Schule stark von der Hochwasserkatastrophe letzten Jahres betroffen war, ist es umso schöner zu sehen, wie gut die umgesetzten Maßnahmen angenommen werden“, so Oberbürgermeister Dirk Meid. Dem konnte sich Bürgermeister Bernhard Mauel nur anschließen und wünschte viel Spaß beim Lernen unter freiem Himmel.

Die Stadt Mayen konnte mit dem Projekt „Blau Plus“, welches ein Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz ist, und in Abstimmung mit der SGD Nord sowie der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, welche im Bereich „Gewässer“ mit eingebunden werden, diese Maßnahmen umsetzen. Ebenfalls wurden die Anforderungen zur Barrierefreiheit in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Bereich Selbsthilfe Körperbehinderter über Herrn Butz, Leiter der Selbsthilfegruppe Mayen/Koblenz, umgesetzt.

Der Schulhof war bereits vor dem Hochwasser in einem sehr schlechten Zustand. Die Maßnahme sollte letztes Jahr schon umgesetzt werden – glücklicherweise verschob sich der Beginn der Sanierung. Nach der Hochwasserkatastrophe hat sich der Zustand des Schulhofes entsprechend weiter verschlechtert, sodass die Maßnahme zeitnah umgesetzt und jetzt fertig gestellt wurde.

Im Rahmen der Sanierung fand in diesem Abschnitt direkt die Renaturierung der Nette statt. Hier wurde besonders der Uferbereich der Nette von Büschen und Sträuchern befreit, sodass selbst in diesem, wenn auch kurzen Abschnitt, mehr Stauraum von rund 330 m³ entstehen konnte.

Ein besonderes Highlight ist das wassernahe Klassenzimmer mit barrierefreiem Zugang an der Nette, welches bei gutem Wetter den Unterricht unter freiem Himmel erlaubt. Die Schüler können auf den Sitzmöglichkeiten aus Stein Platz nehmen und alles über die Nette und ihren Lebensraum erfahren. Dabei spenden Bäume bei heißem Wetter auch einige Schattenplätze.

Die Gesamtkosten für die Sanierung des Schulhofes beliefen sich auf 230.000 €.

Für die Renaturierung des Nette-Bereiches und den Bau des wassernahen Klassenzimmers beliefen sich die Kosten auf 155.000 €. Hiervon wurden 115.000€ aus der Aktion „Blau Plus“ des Landes Rheinland-Pfalz gefördert.

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Wachtberger Hilfstransporte für die Ukraine

Wachtberg-Werthhoven – Privatinitiative wachtberg4help sammelt medizinische Hilfsgüter. Die schon bei der Flutkatastrophe an der Ahr aktive Initiative wachtberg4help ist nun verstärkt im Hilfseinsatz für die Opfer des Ukraine-Krieges. Bereits einen zweiten Transport medizinischer Hilfsgüter konnte die Gruppe um Jochen Schmitz und Manuela Schmidt kürzlich auf den Weg an die polnisch-ukrainische Grenze organisieren. Am Tag vor der Abfahrt trafen Bürgermeister Jörg Schmidt und Beigeordneter Swen Christian die aktiven Ehrenamtler, um sich vor Ort mit diesen über die Hilfsaktionen auszutauschen.

Von Wachtberg an die polnisch-ukrainische Grenze
„Die Hilfsgüter bringen wir persönlich ins polnische Przemysl, das direkt an der Grenze zur Ukraine liegt. Wachtberg4Help sammelt mit einem 13-köpfigen Team vor allem äußerst dringend benötigte medizinische Hilfsgüter und sorgt dafür, dass diese auf schnellstem Wege in die Ukraine gelangen. Per privat organisiertem Transport bringen wir die Hilfsgüter nach Przemysl, eine Kleinstadt, die 1300 Kilometer von Wachtberg entfernt unmittelbar an der polnisch-ukrainischen Grenze liegt. Dort werden die Waren von einer ebenfalls privat organisierten Gruppe von deutschen Rettungssanitätern entgegengenommen, die dann persönlich den nicht ungefährlichen Transport direkt zu den Krankenhäusern, Kinderkliniken und Erste-Hilfe-Stationen weiter in das Kriegsgebiet der Ukraine übernehmen – und das Tag für Tag“, so steht es auf der Website der Initiative. Schmitz ist auch bei der zweiten Tour, mit insgesamt sechs Tonnen Hilfsgütern, wieder als Fahrer mit dabei. Er kennt die Lage vor Ort. Schon bei den einfachsten Dingen bestehe tatsächlich Not, weiß er, wie Verbandsmaterial, Spritzen, Fieberthermometer bis hin zu Blutzuckermessgeräten, aber auch bei Medikamenten und weiterer Ausstattung. Und so sammelt wachtberg4help auch ausschließlich medizinische Hilfsgüter. Wichtig sei, betonte Schmitz, dass alles originalverpackt und haltbar ist! Über Spenden von vor Jahren schon abgelaufenen Medizinprodukten kann er nur den Kopf schütteln.

Gezielt benötigte Hilfsgüter spenden
Eine Amazon-Wunschliste listet die benötigten Materialien auf. Die dort gekauften Hilfsgüter werden dann automatisch zu Wachtberg4Help geliefert. „Auf diese Weise haben wir in den vergangenen Wochen eine große Menge an wichtigen Hilfsgütern zusammengetragen“, freute sich Schmidt. Voller Stolz zeigte sie zwei komplett bestückte Erste-Hilfe-Rucksäcke, die nun auch mit ins Kriegsgebiet gebracht werden. „Die dritte Tour ist bereits in Vorbereitung!“

Eintragung als gemeinnütziger Verein beantragt
Die Initiative bemüht sich aktuell um eine Eintragung als gemeinnütziger Verein. So könnten sie auch Spendenquittungen ausstellen, erklärt Schmidt, denn viele wollten Geld spenden. Sobald die Gemeinnützigkeit eingetragen sei, werden die Spenden auf ein offizielles Spendenkonto überwiesen und Spendenquittungen könnten ausgestellt werden. Und diese Spenden werden zunehmend wichtiger, um zum Beispiel zu günstigeren Großhandelspreisen auch große Mengen einkaufen zu können oder spezielle Hilfsgüter zu bekommen, die kaum von Privatpersonen gespendet werden.

Bürgermeister Jörg Schmidt und Beigeordneter Swen Christian waren deutlich beeindruckt vom Engagement und dem Netzwerk, mit dem wawchtberg4help zusammenarbeitet, um die hier generierte Hilfe auch wirklich dort ankommen zu lassen, wo sie gebraucht wird.

 

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Landesregierung NRW unterstützt Amateurtheater und Freilichtbühnen mit 500.000 Euro bei Corona-bedingten Engpässen

Region/Düsseldorf – Antragsstellung ab sofort möglich – NRW Ministerin Pfeiffer-Poensgen: Amateurtheater als wichtigen Bestandteil der Kulturlandschaft nicht nur in der Pandemie, sondern dauerhaft stärken. Die Amateurtheater und Freilichtbühnen bieten insbesondere außerhalb der Metropolen ein breites Theaterangebot und bilden damit einen wichtigen Bestandteil der vielfältigen Kulturlandschaft Nordrhein-Westfalens.

Während der Corona-Pandemie mussten viele Freilichtbühnen und Amateurtheater ihre Reserven und Rücklagen aufbrauchen. Um angesichts dieser schwierigen Situation des Amateurbereichs ein klares Signal der Unterstützung zu senden, stellt das Land ihnen eine einmalige Förderung in Höhe von 500.000 Euro bereit. Die Mittel sollen die Amateurtheater beim Ankauf von Materialien für Bühne und Kostüme unterstützen.

„Amateurtheater und Freilichtbühnen leisten eine generationsübergreifende Arbeit und bieten insbesondere dem Theaternachwuchs Raum für erste künstlerische Erfahrungen auf der Bühne. Um die Einschnitte abzumildern, die die Amateurtheater und Freilichtbühnen während der Corona-Pandemie hinnehmen mussten, stellen wir ihnen eine einmalige finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Darüber hinaus wollen wir die Amateurtheater und Freilichtbühnen künftig aus dem Landeshaushalt fördern, um die wichtige Arbeit, die hier geleistet wird, grundsätzlich besser abzusichern und zu stärken. Hierzu werden wir Gespräche mit dem Verband der Amateurtheater aufnehmen“, sagt Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Für die Corona-Förderung können sich alle nordrhein-westfälischen Amateurtheater und Amateur-Freilichtbühnen ab sofort bewerben. Die Anträge können bei den jeweiligen Bezirksregierungen gestellt werden. Die Fördergrundsätze und weitere Erläuterungen zum Antragsverfahren finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.amateurtheater-nrw.de/

www.freilichtbuehnen.de/

www.nrw-lfdk.de/

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Die Sportjugend Rheinland will die Vereine fit für die Zukunft machen

Region/Koblenz – Vollversammlung wählt neuen Vorstand und setzt sich hohe Ziele. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen auf den Kinder- und Jugendsport, aber auch ihre Auswirkung auf die Selbstwahrnehmung junger Menschen und deren Zukunftsperspektiven waren beherrschendes Thema bei der Vollversammlung der Sportjugend Rheinland. Rund 50 Vertreter*innen aus Vereinen und Verbänden konnte der Vorsitzende Mehran Faraji in Mülheim-Kärlich begrüßen.

Bereits in den Grußworten des aus Mainz angereisten Staatssekretär im Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration David Profit und der Sportbund Rheinland Präsidentin Monika Sauer wurde die besondere Situation junger Menschen in der Pandemie deutlich: Die Beeinträchtigungen wiegen schwerer als bei Erwachsenen. „Wir mussten ständig den Spagat zwischen Schutz vor Ansteckung auf der einen Seite und die Aufrechterhaltung der Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche auf der anderen Seite schaffen“, warb Profit um Verständnis für manche Entscheidung der Politik. „Die Sportjugend ist die Zukunft des Sports, deshalb gilt es, hier zu investieren“, betont SBR-Chefin Monika Sauer mit Blick auf die Nachwirkungen und Entwicklungen der Krisen der vergangenen Monate.

Wie Kinder und Jugendliche die Corona-Pandemie erlebt haben und welche Auswirkungen dies auf ihren Alltag hatte, stellte Anne Grossart vom Institut für sozialpädagogische Forschung in Mainz in ihrem Impulsvortrag „Jugend in Zeiten von Corona – Ergebnisse der Jugendbefragung 2021“ dar. Mehr als 50% blicken besorgt in die Zukunft, Corona habe die Perspektiven nicht nur verändert, sondern verschlechtert, so die Referentin in ihren Ausführungen. Obwohl auch ein hohes Maß an Solidarität gegenüber den gesellschaftlichen Herausforderungen zurückgespiegelt wurde, fehlte es den jungen Menschen im Befragungszeitraum im Frühjahr 2021 an Möglichkeiten zur Beteiligung und Mitwirkung. Die Forderungen, die sich daraus an die Politik ergeben, sind schlüssig: Es brauche eine Absicherung der Jugendarbeit, echte Perspektiven und die Beteiligung müsse strukturell verankert und nachhaltig ausgebaut werden.

Neben der Förderung von Partizipationsmöglichkeiten wird die Sportjugend Rheinland zukünftig einen Fokus auf die Bewegungsförderung legen. Ausgehend von den Erkenntnissen des Kinder- und Jugendsportberichtes 2020 kündigte Mehran Faraji neue Projekte an, um mehr Bewegung in den Alltag von Kindern und Jugendlichen zu bringen. Gerade in den vergangenen beiden Jahren seien aufgrund der Corona-Pandemie weniger junge Menschen in einen Verein eingetreten. Um Auswirkungen auf den Spielbetrieb und das junge Engagement zu verhindern, gilt es die Vereine fit für die Zukunft zu machen.

Die Bandbreite der Services für Vereine und Verbände hatte der Vorstand zuvor in seinem Bericht dargelegt. So habe man Konzepte zur allgemeinen Bewegungsförderung entwickelt, um Kinder und Jugendliche für den Vereinssport zu begeistern, wie z.B. die Bewegungsrallye und den SPORTspielPLATZ. Sportpolitisch stand eine gemeinsame Wahlkampagne der Sportjugenden zur Landtagswahl 2021 und politische Gespräche, um die Anliegen von Kindern und Jugendlichen zu vertreten, im Fokus der Arbeit. Auch die Auszeichnung von jungen Engagierten mit dem Ehrenamtsförderpreis konnte die Bedeutung der Jugendarbeit im Sport ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.  Der weitere Ausbau des Bildungsangebotes durch die Aufnahme von Web-Seminaren führte zu einem neuen Teilnehmerrekord – die Digitalisierung werde auch über die Pandemie hinaus eine große Rolle spielen. Nicht zuletzt verwies Faraji auf ein weiteres Schwerpunktthema der Sportjugend:  Mit kostenfreien Vereinsberatungen zum Kinderschutz sowie der Veröffentlichung eines PocketGuides konnte die Implementierung von Schutzmaßnahmen im Sport deutlich erhöht werden.

Einstimmig billigte die Versammlung den Haushaltsplan 2022 in Höhe von rund 417.000 Euro und machte damit den Weg frei für die Fortführung der erfolgreichen Projekte.

Bei der Umsetzung dieser Ziele wird Faraji durch frische Kräfte im Vorstand unterstützt. Neu im Vorstand sind Dominik Weiler (31, Koblenz) für Bildung und Kira Michels (24, Dattenberg) für das Ressort Freizeiten. Michael Herrmann (Jugendpolitik) und Felix Horbach (Finanzen und Jugendprojekte) wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Auch Pia Eberz gehört weiter dem Vorstand an. Sie wechselt von den Freizeiten zur Prävention.

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Danke Schiri – FVM ehrt Schiedsrichter*innen im Kreis Euskirchen

Euskirchen/Hennef – 1,5 Millionen Fußballspiele finden Jahr für Jahr in ganz Deutschland statt. 45.000 Schiedsrichter*innen sind dafür Woche für Woche im Einsatz. Für diese Leistung verdienen sie Respekt und Dank. Der Deutsche Fußball-Bund und der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) zeichneten daher Anfang April im Rahmen der Aktion „Danke Schiri!“ 25 Schiedsrichter*innen der neun Fußballkreis im FVM aus – stellvertretend für alle Unparteiischen, die jede Woche Spiele leiten und damit ein ebenso wichtiger Teil des Fußballspiels sind wie die Mannschaften.

In den drei Kategorien „Schiedsrichterinnen“, „Schiedsrichter U50“ und „Schiedsrichter Ü50“ wurde pro Kreis je ein Schiedsrichter bzw. eine Schiedsrichterin geehrt, zudem zeichnete der FVM je eine Landessiegerin bzw. einen Landessieger aus: Viola Funke (Kreis Berg), Markus Schmitz (Kreis Köln; U50) und Manfred Ringelmann (Kreis Bonn, Ü50) dürfen sich nun auf eine Ehrung des DFB in Frankfurt freuen.

In der Niederlassung des DFB-Partners „Das Örtliche“, das durch Greven Medien in Köln verlegt wird, ehrten FVM-Vizepräsidentin Johanna Sandvoß und der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichterausschusses, Peter Oprei, gemeinsam mit FIFA-Schiedsrichter Sascha Stegemann sowie Greven-Geschäftsführerin Anke Herbener und Marketingleiterin Kathleen Oswald die anwesenden Unparteiischen aus den Kreisen stellvertretend für alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter.

„Ich kann euch nur beglückwünschen – ihr habt ein faszinierendes Hobby gewählt“, eröffnete Sandvoß ihr Grußwort. „Es gibt natürlich auch Herausforderungen, die wir gemeinsam mit den ehrenamtlichen Engagierten und den Vereinen weiterhin angehen werden“, sicherte Sandvoß, selbst Schiedsrichterin, den Anwesenden zu. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, unser Hobby weiterzuentwickeln und für ein faires und sportliches Miteinander auf und neben dem Platz zu sorgen.“ Ihr abschließender Dank an alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter für deren langjähriges Engagement wurde mit einem herzlichen Applaus erwidert.

Oprei hob besondere Bedeutung der Veranstaltung hervor: „Wir ehren euch heute stellvertretend für alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter im FVM. Bitte nehmt diesen Dank mit in eure Kreise und gebt ihn an eure Kolleginnen und Kollegen weiter.“ Auch Herbener begrüßte alle Anwesenden und betonte: „Wir sind sehr gern Gastgeber für diese Ehrung und freuen uns, diese tolle Veranstaltung begleiten zu dürfen.“

Zu Gast bei der Ehrung war auch FIFA-Schiedsrichter Sascha Stegemann, der es sich nicht nehmen ließ, sich in einer kurzen Rede an seine Kolleginnen und Kollegen zu wenden: „Mein Dank geht an alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, die Woche für Woche auf den Plätzen stehen. Unsere Aufgabe bleibt dieselbe, egal in welcher Klasse wir pfeifen: für ein gerechtes und faires Spiel zu sorgen – das verbindet uns alle.“

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Frostiger Halbmarathon für Heike Court von der LG Laacher See in Freiburg

Laacher See – Premiere für die Athleten der LG Laacher See in Düsseldorf-Benrath. Seit Januar bereiteten sich die LG’ler auf einen Halbmarathon im April vor. Der Trainingsplan beinhaltete 10 Wochen Vorbereitung nach verschiedenen Vorgaben. Da der Bonner Halbmarathon coronabedingt sind stattfand, entschieden sich einige LG’ler für einen Start in Düsseldorf-Benrath.

Vor dem Start v.li. Daniel Bölts, Roland Wesche, Petra Schulz, Udo Schulz und Klaus Jahnz. Foto: LG Laacher See

Für Petra Schulz und Daniel Bölts sollte es eine Premiere sein. Während sich die Eifel am ersten April Wochenende in ein Winterland verwandelte, war es in Düsseldorf-Benrath trocken und kühl. Das machte den Sportlern nichts aus, für das Laufen war das Wetter ideal.

2020 haben Petra und Udo Schulz das Anfängertraining bei der LG Laacher See absolviert. Udo war bereits vor über 15 Jahren einen Halbmarathongelaufen. Mit jedem Training steigerte sich ihre Kondition und so planten sie für 2022 einen Start bei einem Halbmarathon.

Udo lief als Erster der LG nach 2:03:06 Std. und dem 4. Platz der M60 ins Ziel. Zehn Minuten später folgte seine Petra (2:13:03 Std.). Sie lief auf Rang 2 der W55 und wurde von Roland Wesche (4. M65) begleitet. Daniel Bölts (M40) hielt sich genau an seine Zeitvorgaben und finishte mit 2:28:28 Std. Gemeinsam mit Klaus Jahnz, der auf Platz 1 der M70 belgte, lief er die Distanz.

Keine andere Großstadt Deutschlands wird so sehr von der Sonne verwöhnt wie Freiburg. Über 1.800 Stunden pro Jahr scheint sie auf die Stadt und sorgt damit für ein besonders angenehmes Klima. Darauf freute sich Heike Court am meisten. Doch bei ihrer Ankunft in Freiburg wurde sie mit ca. 10 cm Neuschnee empfangen.

Nichtsdestotrotz wollte sie den Halbmarathon laufen, dafür hat sie extra die lange Anreise in Kauf genommen. Beim Start am Sonntagmorgen um 9.30 Uhr zeigte das Thermometer auf dem Freiburger Messegelände zwei Grad an. „Beim Laufen wird es warm“, sagte sich Heike und legte los. Eine Sightseeingtour durch das Herz Freiburgs mit zahlreichen Bands sorgten für eine phantastische Motivation und Partystimmung auf der Strecke. „Ein tolles Sport Ereignis und Musik Event mit einer tollen Strecke und Zielverpflegung. Das hat Wiederholungswert“, freut sich Heike, die den HM in 2:05:33 Std. und persönlicher Bestzeit absolvierte.

Bitte vormerken:

1. Mai 2022 „Lohners Vulkan Marathon“ in Mendig

Anmeldung und weitere Informationen unter www.vulkan-marathon.de/

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Gothaer unterstützt Fluthelfer

Euskirchen – 10.000 Euro an tiergestützte Hochwassernachsorge für Kinder und Jugendliche. Das Unwetter Bernd hat in großen Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli 2021 Verwüstungen eines bis dato nicht vorstellbaren Ausmaßes angerichtet. Der Kölner Versicherer Gothaer hat für die von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen einen Hilfsfonds ins Leben gerufen, aus dem Reiner Huthmacher von der gleichnamigen Gothaer Bezirksdirektion in Euskirchen 10.000 Euro an den auf Trauer- und Traumaarbeit spezialisierten Verein „Schrittchen für Schrittchen e.V.“ überreicht hat. Mit der Spende wollen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer tiergestützte psychosoziale Unterstützung für Mädchen und Jungen im Alter von 2 bis 16 Jahren organisieren.

„In dieser Ausnahmesituation hat für die Gothaer die schnelle Hilfe für die Menschen in den betroffenen Regionen die oberste Priorität. Allein unsere Agentur hat in den letzten Monaten über 400 Schäden bei betroffenen Kundinnen und Kunden in der Region Euskirchen besichtigt und etwas mehr als 300 Schäden abschließend und vollständig reguliert,“ erklärte Reiner Huthmacher von der Gothaer Bezirksdirektion.

Um in den betroffenen Regionen auch über die Versicherungsleistungen für Gothaer Kundinnen und Kunden hinaus zu helfen, hatte das Unternehmen im Juli einen Hilfsfonds mit einem Volumen von zunächst 500.000 Euro ins Leben gerufen. Gefördert werden vor allem soziale Projekte oder solche, die zu einem nachhaltigen Wiederaufbau in den betroffenen Regionen beitragen.

Viele Familien haben infolge der Hochwasserkatastrophe ihr Zuhause verloren. Andere wohnen aufgrund umfangreicher Renovierungsarbeiten auf Baustellen. Für Kinder und Jugendliche bedeutet dies häufig ein Verlust ihrer gewohnten und schutzgebenden Umgebung. Der Weg zur Schule hat sich verändert. Freizeitmöglichkeiten sind weniger geworden. Viele Sportstätten und Spielplätze können immer noch nicht genutzt werden. Neben den – teils traumatisierenden – Erlebnissen, die die Kinder und Jugendlichen in der Hochwassernacht erlebt haben, prägen diese Einschränkungen weiterhin ihren Alltag.

Mit der Spende von 10.000 Euro übernimmt die Gothaer den Großteil der Finanzierung des Projekts. Die zur Verfügung gestellten Mittel werden über einen Zeitraum von neun bis zwölf Monaten genutzt, um mit den vom Hochwasser betroffenen Kindern Ausflüge zu Tierhalterinnen und Tierhaltern in der Region oder tiergestützte Aktionen zu organisieren. Die Begegnungen werden inhaltlich angereichert durch fachliche Erzählungen, kindgerecht vermitteltem Wissen über die Tiere und gemütlichem Zusammensein am Grill oder Lagerfeuer.

„Wir freuen uns sehr über diese großzügige Geste der Gothaer-Versicherung,“ stimmen Kirsten Comes und Dietmar Batke des „Schrittchen für Schrittchen e.V.“ bei der Übergabe der Spende überein. „Viele Kinder und Jugendliche in der Region sind von den Geschehnissen der Flutkatastrophe stark traumatisiert. Mit unseren Aktionen möchten wir sie aus dem immer noch vom Hochwasser belasteten Alltag holen und durch gezielte Interaktionen mit den Tieren und einem unbeschwerten Miteinander mit Gleichaltrigen helfen, das Erlebte besser zu verarbeiten.“

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Höhner“-Hannes Schöner und viele andere untermalten mit Anti-Kriegsliedern Franz Kruses Friedens-Ausstellung in Alt-Hürth

Mechernich/Hürth-Alt-Hürth – Die Namen der Mitwirkenden und Besucher bei Franz Kruses Friedensausstellung („Die Flut, der Krieg und am Ende der Glaube und die Hoffnung…“) im Alt-Hürther Kulturhaus „Löhrerhof“ liest sich wie ein „Who is who“ aus Börde und Voreifel.

Jemand, der immer zu Franz Kruses (l.) Ausstellungen kommt ist der frühere nordrhein-westfälische Innenminister und Euskirchener Oberkreisdirektor Dr. Ingo Wolf. Foto: Charlotte Kruse/pp/Agentur ProfiPress

„Höhner“-Hannes Schöner und sein Freund, der Percussionist Klaus Mages, einer der profiliertesten internationalen Schlagzeuger in der Jazz- und Pop-Musikszene, spielten auf – ebenso der Kabarettist und Kruse-Vertraute Achim Konejung mit Antikriegsliedern am Flügel.

Bei der Vernissage sang der Kabarettist und Autor Achim Konejung im Löhrerhof, Alt-Hürth, Lieder gegen den Krieg und neue eigene Kompositionen. Foto: Franz Kruse/pp/Agentur ProfiPress

Am Rednerpult lösten sich Klemens Hecker und Prof. Dr. Michael Willems von der Hürther „Freitagsgesellschaft“ ab, einem 1956 von Bürgern der Stadt gegründeten Zusammenschluss mit konservativ orientiertem Wertebild. Die „Gründungsurkunde“ befand sich übrigens auf einem Bierdeckel, man unternimmt freitags gemeinsam Besuche vor allem von Konzerten, Kunstausstellungen und Aufführungen.

Der in Floisdorf mit seiner Frau Charlotte lebende und im Atelier am Mechernicher Eifelstadion wirkende Franz Kruse vor dem „Titelbild“ seiner Alt-Hürther „Löhrerhof“-Ausstellung. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Franz Kruse, der als Gestalter und Bühnenbildner an den Bühnen der Domstadt arbeitete, vor allem an der Oper, aber auch Karnevalsarrangements für den Rosenmontagszug und das Hotel Maritim zu entwerfen pflegte, kam seinerzeit über die Kölner Karnevalisten-Promiszene mit den Größen des Rhein-Erft-Kreises in Berührung.

Im Kruse-Jubiläumsjahr 2021 jährte sich ein Projekt zum 30. Mal, das er in Kerpen-Horrem 1991 plante und 1992 verwirklichte. Dabei handelt es sich um die hochgelobte Gestaltung einer Reliefwand in der Adolf-Kolping-Schule, 22 Meter breit und vier Meter hoch. Dem Werk, das noch heute in der Geburtsstadt des heiliggesprochenen Gesellenvaters zu sehen ist, kam viel mediale Aufmerksamkeit zu.

Klemens Hecker, der spätere Leiter der Kölner Medienschule, vertrat die Adolf-Kolping-Kolleg-Schule als deren früherer Direktor ebenso wie die Freitagsgesellschaft bei Franz Kruses „Löhrerhof“-Ausstellung in Alt-Hürth. Auch der frühere nordrhein-westfälische Innenminister und Euskirchener Oberkreisdirektor Dr. Ingo Wolf war dabei – wie er grundsätzlich bei Vernissagen des 1941 in Gelsenkirchen geborenen Kruses zugegen ist.

Flut und Frieden

Insgesamt litt der Publikumsandrang zur Vernissage im Alt-Hürther Kulturhof an der winterlichen Großwetterlage zu diesem Zeitpunkt – und an der verbesserungsbedürftigen PR-Unterstützung seitens der Stadt und den dortigen Medien. Immerhin schickte Bürgermeister Dirk Breuer, der kurzfristig verhindert war, seinen Stellvertreter Peter Prinz.

Der in Floisdorf mit seiner Frau Charlotte lebende Künstler greift mit seinen Bildern, Plakaten und Skulpturen sogenannte „unsterbliche“, aber auch hochaktuelle Themen auf wie die Flutkatastrophe 2021 oder den Ukrainekrieg, der als motivischer und apellativer „Aufhänger“ für die Hürther Ausstellung diente.

Titelbild war sozusagen ein vier Meter breites Band, das brennende Hochhäuser zeigt und den Liedtitel „Sag mir, wo die Blumen sind…“ Pete Seeger, der das Lied auf Englisch herausbrachte, berief sich auf den Don-Kosaken-Choral „Koloda Duda“. Joan Baez und andere Interpreten der 68er Jahre machten den Song in der ganzen Welt berühmt, Marlene Dietrich (1962) und Hannes Wader in Deutschland.

Kruse zeigte im „Löhrerhof“ unter anderem die Bilder „Menschen in Booten“, „Chaos in der Welt“, „Alle in einem Boot“, „Krieg bis ins Wohnzimmer“, „Gescheiterter Dialog“, „…der werfe den ersten Stein“, „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, „Am Ende siegt nur der Glaube“ und seine durch die Jahrzehnte seines Schaffens sich hinziehenden Blütenvariationen.

Ursprünglich kommt Franz Kruse aus der Gestaltung. Seine Lehrer waren Kurt Janitzki, Hans Rahn und Bert Schadeck. Laudatoren seiner Ausstellungen waren unter anderem Alfons Silbermann, Kurt Rossa, Angelus Seipt, Reinhard Hellweg und Ludwig Baum.