Kategorien
Tourismus

Radaktionstag im Ahrtal zwischen Blankenheim, Hillesheim und Antweiler

Euskirchen – Tour de Ahrtal am 12.06.2022 – es geht nicht weit, aber weiter! Nach zwei Jahren Pause findet die beliebte Radveranstaltung „Tour de Ahrtal“ in diesem Jahr wieder statt. Die Aktionspunkte entlang der Strecke laden zum Verweilen, Schlemmen und Genießen ein. Eigens für den Aktionstag wird die B258 von Blankenheim bis Müsch und im weiteren Verlauf die L73 bis Antweiler von 9 – 18 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Der Ahr-Radweg ist von Blankenheim bis Ahrdorf befahrbar. In Antweiler endet in diesem Jahr die Tour de Ahrtal.

Aufgrund der Flutkatastrophe im Juli 2021 wird die Veranstaltung in diesem Jahr kleiner ausfallen als gewohnt. Eine Sperrung der Straßen und Mitwirkung der Gemeinden, die weiter ahrabwärts liegen, ist in diesem Jahr noch nicht möglich. Die Organisatoren starten dennoch voller Optimismus in die Tour de Ahrtal, die in den kommenden Jahren Stück für Stück erweitert wird, bis der ursprüngliche Verlauf wieder möglich ist. Die erste Tour de Ahrtal fand übrigens vor exakt 17 Jahren statt. Am 12.06.2005 wurde der Ahr-Radweg im Rahmen eines Radaktionstages von Blankenheim bis Ahrhütte eröffnet. Daraus ist 2006 die Tour de Ahrtal entstanden. So wie in den Anfängen wird in diesem Jahr mit einer „kleinen“ Tour de Ahrtal begonnen, die in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird.

Auf das Gewinnspiel, bei dem Stempel an den einzelnen Aktionspunkten gesammelt werden können, muss in diesem Jahr hingegen niemand verzichten. Die Startkarten hierzu sind an allen Aktionspunkten erhältlich.

Neben dem Highlight der gesperrten Straßen gibt es zwei „Entdecker-Touren“, die als alternative Strecken genutzt werden können: Die Entdecker-Touren „Auf den Spuren von Ahr und Eifel“ und „Auf den Spuren der Kalkeifel“ wurden im vergangenen Jahr als Alternative zur abgesagten Tour de Ahrtal initiiert und sind weiterhin befahrbar.

Die Anreise mit der Bahn aus Richtung Köln ist derzeit bis Mechernich möglich. Die RVK richtet eigens für die Tour de Ahrtal einen Shuttleservice mit Radanhänger ein, der morgens von 9 bis 11 Uhr zwischen Mechernich und Blankenheim Busbahnhof fährt. Am Nachmittag pendeln die Busse zwischen 14 und 18 Uhr von Ahrhütte zurück zum Bahnhof Mechernich. Radler, die mit dem Zug anreisen möchten, haben so die Möglichkeit an der Tour de Ahrtal teilzunehmen.

Alle Informationen finden Sie unter www.tour-de-ahrtal.de. Die Organisatoren, Betriebe, Vereine und Dorfgemeinschaften freuen sich auf Ihren Besuch.

Kategorien
News

Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler wiedereröffnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Innenminister Roger Lewentz hat nur zehn Monate nach der Flutkatastrophe im Ahrtal das Dienstgebäude der Polizeiinspektion (PI) Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder in Betrieb genommen. Ab sofort wird die Polizeiinspektion an ihrem angestammten Platz inmitten der Kreisstadt wieder rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche besetzt sein.

„Die zügige Wiederinbetriebnahme der Polizeiinspektion an ihrem ursprünglichen Platz ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass es mit dem Wiederaufbau im Ahrtal vorangeht. Wir haben bewusst die Sanierung dieses Dienstgebäudes fokussiert, damit die Polizei wieder fußläufig in der Innenstadt zu erreichen ist. Das war der große Wunsch vor Ort. Auch, wenn die Polizei in den zurückliegenden Monaten jederzeit präsent war, trägt die Ansprechbarkeit am gewohnten Ort gerade im Ahrtal zum Sicherheitsempfinden bei“, sagte Innenminister Lewentz, der gemeinsam mit der Wiederaufbaubeauftragten, Staatssekretärin Nicole Steingaß, nach Bad Neuenahr-Ahrweiler gekommen war.

Vor allem der Wechselschichtdienst wird ab sofort wieder in der sanierten Polizeiinspektion beheimatet sein. Andere Einheiten wie der Kriminaldienst oder das Sachgebiet Jugend werden in den kommenden Wochen nach und nach in das Dienstgebäude zurückkehren.

Mit der Inbetriebnahme sind die Sanierungsmaßnahmen an der Dienststelle noch nicht abgeschlossen. Die Polizeiinspektion soll so ertüchtigt werden, dass zukünftige Hochwasserereignisse keine größeren Auswirkungen auf das Gebäude haben. So werden alle sensiblen Bereiche wie Serverräume und Heizungsanlage zukünftig in das zweite Obergeschoss verlegt. Auch eine autarke Notstromversorgung ist geplant. Mit einem Ende des Umbaus und der Sanierung wird Anfang des kommenden Jahres gerechnet. Das Dienstgebäude war durch die Flut erheblich beschädigt worden. Dabei wurden unter anderem Funk- und Telefontechnik, IT-Server sowie weitere technische Einrichtungen zerstört. Mehrere Räume, darunter Zellen und Umkleiden, standen unter Wasser.

Der Minister dankte den Zuständigen im Polizeipräsidium Koblenz und den weiteren Stellen im Land für das Engagement bei der zügigen Umsetzung. Zwischenzeitlich waren die Polizeibeamtinnen und -beamten in der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) und in der Kreisverwaltung Ahrweiler untergebracht. Für diese Unterstützung richtete er seinen Dank im Rahmen der Eröffnung an den Leiter der BABZ und die Landrätin.

Kategorien
News

Stadtarchäologie entdeckt Reste der alten Römerstraße Aachen – Heerlen – Xanten

Aachen – Seit Jahrzehnten wurde die alte Römertrasse im Aachener Nordwesten vermutet. Beim Kanalbau für das Bürogebäude „Office West“ fand ein Expertenteam nun Belege. Die Straße wurde noch bis weit ins späte Mittelalter hinein genutzt. Zudem entdeckten die Expert*innen Spuren einer bis dato völlig unbekannten mittelalterlichen Siedlung. Stadtbaurätin Frauke Burgdorff lobt die vorbildliche Zusammenarbeit von Projektentwickler und Archäologen.

Bei archäologischen Untersuchungen im Nordwesten der Aachener Innenstadt sind spannende Entdeckungen gemacht worden. Dort, im Süsterfeld, errichtet die Aachener Firma DERICHS u KONERTZ gemeinsam mit Famos Immobilien aus Korchenbroich derzeit das Bürogebäude „Office West“, welches die RWTH Aachen University langfristig angemietet hat. Schon bevor die ersten Bagger für die Kanalbaumaßnahme anrückten, vermuteten die Experten um Stadtarchäologe Andreas Schaub, dass in dem Bereich Interessantes über Aachens Geschichte im Erdreich schlummern könnte. „Grund dafür ist eine römische Siedlung, die beim Bau von Pariser bzw. Toledoring Anfang der 1980er Jahre entdeckt und deren Fortsetzung im Baufeld vermutet wurde“, erklärte Schaub bei einem Pressetermin am Freitag 13. Mai vor Ort.

Gute Abstimmung zwischen allen Beteiligten

Die römische Siedlung lag unmittelbar an der römischen Straße Aachen – Heerlen – Xanten. Um deren exakten Verlauf im Plangebiet zu ermitteln, wurden seitens der Stadtarchäologie zwei Sondierungsgräben angelegt. Dieses Vorgehen war schon in einem frühen Planungsstadium des Projektes mit den Verantwortlichen der beiden Investoren und gemeinsam mit dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland abgestimmt worden. „Die frühzeitige, transparente Einbindung aller Beteiligten sorgte dafür, dass wir einerseits einen hoch spannenden Einblick in die Historie unseres Grundstücks erlangen konnten und andererseits unplanmäßigen Verzögerungen im späteren Hochbau vorgebeugt werden kann“, so Dr. Achim Buschmeyer, Geschäftsführer bei DERICHS u KONERTZ. „Die Römerstraße wurde tatsächlich in der östlichen der beiden Sondierungsflächen in rund zwei Metern Tiefe angetroffen. Sie bestand aus einer kompakten Schicht aus Feuersteinkies“, erläuterte Schaub. Durch die intensive Nutzung der Straße hatten sich tiefe Karrenspuren in die Trasse eingegraben. Dort fand sich unter anderem ein zerbrochenes Hufeisen. Andreas Schaub: „Dieser Fund stammt sicher aus nachrömischer Zeit und zeigt an, dass die Straße auch noch lange nach den Römern bestanden hatte. In Flurkarten des 18. und 19. Jahrhunderts lebte sie als ‚Süstergasse‘ fort. Diese führte weiter nach Nordwesten, an der Ölmühle vorbei über den Wildbach. Knapp neben dem Wildbachübergang lag auch das seit der Karolingerzeit bestehende Hofgut Schurzelt.“ Die erneut spannende Entdeckung des Aachener Archäologieteams freut auch Stadtbaurätin Frauke Burgdorff, die sich vor Ort gemeinsam mit Geva Aschhoff, Leiterin des RWTH-Dezernats Facility Management, ein Bild machte. Burgdorff sagte: „Neben dieser fachlichen Entdeckung ist wirklich zu betonen, dass hier die Zusammenarbeit zwischen Bauherren und Stadt vorbildlich, Hand in Hand und in wechselseitiger Unterstützung gelaufen ist. So gut abgestimmt muss man vor den Römern keine Angst haben.“

Sogar Hinweise auf vorrömische Siedlung gefunden

Die Grabungen zeigen, dass die Straßentrasse nach der Römerzeit mindestens zweimal grundlegend erneuert wurde. Mindestens in einem Fall geschah dies, nachdem sich anstelle der Straßentrasse eine Art Teich gebildet hatte. Es wird derzeit an der RWTH (Lehr- und Forschungsgebiet Neotektonik und Georisiken) untersucht, ob es sich dabei um die Folge einer seismisch beeinflussten Bodenverschiebung handelte, die einen natürlichen Abfluss anfallenden Hangwassers vom Hörnhügel verhinderte. Im zweiten Sondierungsschnitt fanden sich überraschenderweise Spuren einer bis dato völlig unbekannten mittelalterlichen Siedlung. Nach den Funden zu schließen, bestand sie etwa zwischen dem 12. und 15./16. Jahrhundert.

Einzelne Keramik- und Feuersteinfunde deuten zudem auf eine vorrömische Besiedlung im näheren Umfeld hin, von der sich in den Sondagen aber keine weiteren Spuren nachweisen ließen. War für die Sondagen die Stadtarchäologie verantwortlich, so erfolgt die weitere archäologische Begleitung des Bauvorhabens durch die archäologische Fachfirma sk ArcheoConsult aus Aachen. Diese konnte bereits bei ersten Kanalbauarbeiten ebenfalls die Römerstraße untersuchen. Völlig überraschend wurde dabei auch eine römische Holzwasserleitung gefunden, die möglicherweise eine unweit des Plangebiets liegende Badeanlage speiste.

Kategorien
News

„Königin des Nürburgrings – Kind der Eifel“ Ausstellung über Leben und Erfolge der Sabine Schmitz

Nürburg – Emotionale Exponate und Momente aus ihrem Privat- und Rennfahrerleben. Eröffnung am 27. Mai 2022 – am Freitag der ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring. Mit einer sehr persönlichen Ausstellung würdigt der Nürburgring die ehemalige Rennfahrerin Sabine Schmitz. Unter dem Titel „Königin des Nürburgrings – Kind der Eifel“ werden private und rennsportliche Momente aus ihrem Leben für Fans erlebbar. Pünktlich zu den ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring, am Freitag, 27. Mai, öffnet die Ausstellung im Rennstrecken-eigenen Museum ring°werk.

Lebensfroh, immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen und für ein Erinnerungsfoto zu haben – so kannten die Fans Sabine Schmitz, so bleibt sie allen in Erinnerung. Ihre Rennfahrerkollegen kannten dagegen oft nur das Heck ihres Fahrzeuges. Insbesondere auf der legendären Nordschleife fuhr die unweit der Rennstrecke geborene Nürburgerin vielen davon – alleine 15 Jahre lang im Porsche von Frikadelli Racing. Als erste Frau gewann sie das 24h-Rennen und den Mitfahrern im BMW-Ringtaxi zeigte sie die Grüne Hölle in ihrer einzigartigen Art und Weise. Durch ihre Erfolge und ihre unverwechselbare Art wurde Sabine Schmitz weltweit zur Sympathieträgerin und durch ihre gelebte Heimatverbundenheit zum Aushängeschild des Nürburgrings. Fans auf der ganzen Welt tauften sie schließlich „Königin des Nürburgrings“.

Persönliche Ausstellung – vom Rennanzug bis zum Klavier
Nach ihrem viel zu frühen Tod im vergangenen Jahr würdigte der Nürburgring Sabine Schmitz für ihre Erfolge und Verdienste bereits mit einem eigenen Streckenabschnitt auf der Nordschleife – die größte und äußerst seltene Ehre. Nun folgt mit Unterstützung ihrer Familie und Freunde eine Ausstellung im Motorsport-Erlebnismuseum ring°werk. Sie gibt den Fans einen sehr persönlichen Einblick in das Leben von Sabine Schmitz. Zu sehen sind motorsportliche Stationen und Erfolge. Aber auch private Momente und Ausstellungsstücke, die es in der Öffentlichkeit noch nicht zu sehen gab. Ihre Rennanzüge, ihr Klavier auf dem sie an Weihnachten spielte, ihre Liebe zur Malerei und zu Tieren. All das gehörte zu Sabine Schmitz, das machte sie unverwechselbar und all das zeigt die Ausstellung „Königin des Nürburgrings – Kind der Eifel“.

Ab dem 27. Mai können Besucher die Ausstellung im ring°werk sehen. Darüber hinaus warten viele weitere Ausstellungsbereiche mit Siegerfahrzeugen und Rennfahrern sowie Mitmach-Attraktionen und 4D-Kinos rund um die Historie des Nürburgrings.

Kategorien
News

Brüder Klitschko bedanken sich persönlich für die große Hilfe aus Jülich

Jülich – Gespendeter Krankenwagen ist in der Ukraine angekommen. Dank der großen Spendenbereitschaft der Jülicher Bürgerschaft konnte ein Krankenwagen angeschafft und befüllt mit Material und Medikamenten auf den Weg in die Ukraine geschickt werden. Realisiert wurden Anschaffung und Transport in enger Kooperation zwischen Stadt Jülich und der Initative „Jükrainer“.

Nun hat das Fahrzeug die Ukraine erreicht und wird dank Kooperation mit dem ukrainischen Gesundheitsministerium direkt an ein Krankenhaus angebunden werden, das dieses einsetzt, um Menschen aus dem Rand des Kampfgebietes direkt zum Krankenhaus fahren zu können. Die professionelle Ausstattung des Wagens ermöglicht es aber auch, direkt im Krankenwagen mit der Behandlung beginnen zu können – vor allem auch von Kindern und selbst Entbindungen sind möglich.

Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew dankt in einem Video gemeinsam mit seinem Bruder Wladimir den Jülicherinnen und Jülichern für diese große Hilfe. Das Video finden Sie hier:

https://www.juelich.de/lw_resource/layoutfiles/video/PR116-Video_Gespendeter-Krankenwagen_in-der-Ukraine-angekommen.mp4

Kategorien
Tourismus

Nicht so schlecht wie ihr Ruf – Biblische Wanderung mit Eseln durch die Eifel

Region/Trier/Prüm-Reuth – Kaum ein Tier hat mit einem solch schlechten Image zu kämpfen wie der Esel. Gott aber scheint die grauen Vierbeiner zu mögen: Fast 80 Mal kommt das Tier in der Bibel vor, findet sogar an wichtigen Stellen wie den Zehn Geboten Erwähnung. Für die Katholische Erwachsenenbildung Westeifel (KEB) war das Grund genug, um die Vorurteile bei einer gemeinsamen Wanderung mit den Grautieren auf den Prüfstand zu stellen.

Dass Esel stur seien, hört man immer wieder. „Völlig zu Unrecht“, findet Marleen Item. In Reuth bei Prüm bietet sie geführte Touren mit den Vierbeinern durch die Eifel an. Die vermeintliche Sturheit der Tiere sei dem Abschätzen unvorhergesehener Situationen geschuldet, erklärt sie. Statt wie ein Pferd bei Gefahr zu flüchten, bleibt der Esel stehen und wägt ab. In dem steinigen Gelände, in dem die Langohren ursprünglich zu Hause waren, wäre überstürztes Losrennen ohnehin zu riskant gewesen: zu groß die Gefahr, einen steilen Abhang hinab zu stürzen. „Sie werden euch auf die Probe stellen. Die Esel wollen wissen, ob ihr in der Lage seid die Herde in einer Krisensituation souverän zu leiten. Wenn sie glauben, das ist okay, dann kommen sie mit. Wenn sie aber unsicher sind, bleiben sie stehen“, erklärt Item der zwölfköpfigen Wandergruppe. Auf Einladung von Angela Schmidt, Referentin für den KEB-Themenschwerpunkt Bibelpastoral und biblische Bildung, und Wolfgang Vierbuchen von der KEB-Westeifel trafen sich die Männer und Frauen am 7. Mai auf dem Reutherhof bei Prüm.

Dass es sich bei der Tour nicht um eine gewöhnliche Eselwanderung handelte, war von vornherein klar. Bevor es losging, las Schmidt einige Zeilen aus dem vierten Buch Mose vor: den Anfang der Erzählung vom Propheten Bileam und seiner Eselin (Num 22–24). Während der Wanderung machte die Gruppe dann an verschiedenen Stationen Halt und erfuhr immer mehr von der Geschichte: Der Prophet reitet auf einer Eselin, als ihm ein Engel Gottes den Weg versperrt. Bileam nimmt ihn nicht wahr – im Gegensatz zu seinem Tier. Dieses versucht nämlich, dem Engel dreimal auszuweichen. Aufgebracht über das vermeintlich störrische Verhalten seiner Eselin, schlägt der Prophet auf sie ein. Da beginnt diese plötzlich zu reden und Bileam erkennt den Boten Gottes.

„Ich habe gerade gespürt, was für eine runde Sache die Geschichte in Zusammenhang mit dieser Wanderung ist“, sagt Isabel Schaeidt-Heck. Denn auch die Bileam-Situation erlebten die Teilnehmenden: Eselin Hannelore blieb auf dem Weg einfach stehen. „Wenn ein Esel nicht weitergehen will, hilft kein Zerren und Treiben. Aber wenn der Mensch Ruhe ausstrahlt und dem Esel Sicherheit gibt, kann er ihn überzeugen, ihm zu folgen“, erklärt Item. Schaeidt-Heck erinnere das an die Zeit, als ihre Kinder klein waren: „Wenn ich meinen eigenen Plan im Kopf hatte und die Kleinen gezickt haben, habe ich manchmal ungeduldig reagiert. Dann gab es ein Drama und ich musste nachher doch fragen: ‚Was ist denn los? Was brauchst du?‘ Den Ärger und die Aufregung hätte ich mir ersparen können. Ähnlich ist es bei den Eseln ja auch. Ich muss einfach aufmerksam sein für das, was gerade passiert und auch für das, was vielleicht fehlt.“ Schmidt findet, das sei eine zentrale Botschaft der Erzählung: „Im Hier und Jetzt zu sein und darauf zu achten, was unterwegs passiert. Auch mal vom Plan abzuweichen. Wo begegnet uns Gott, wo wir es ganz schnell übersehen?“

Zum Abschluss kam die Gruppe bei Kaffee und Kuchen nochmals zusammen, reflektierte den Tag und war sich besonders bei einer Sache einig: Wanderung und Geschichte haben ihnen ein Stück weit die Augen geöffnet; haben sie veranlasst, die Widerstände, die ihnen begegnen, in Zukunft nochmal unter einem anderen Aspekt zu betrachten. „Ich habe heute festgestellt, dass mal der Esel zieht und mal ziehe ich. Und so geht es Gott wohl auch: Mal zieht er uns und mal meinen wir, ihn ziehen zu müssen. Das nehme ich heute mit“, sagt Gabi Stüber. Und Paul Heck ergänzt: „Ich finde es einfach spannend, nochmal zu überlegen, was die Unsicherheit und der Prozess des Bileams mit meinen eigenen Prozessen zu tun haben. Was ich von den Eseln gelernt habe? Dass ich noch viel lernen muss.“

Aufgrund der hohen Nachfrage ist eine Wiederholung der Eselwanderung im Spätsommer geplant. Weitere Informationen gibt es bei der KEB Westeifel, Tel.: 06551 965560 oder keb.westeifel(at)bistum-trier.de. (ia)

Kategorien
News

Maikirmes in Mechernich in letzter Minute gerettet – Start am heutigen Freitag 13. Mai

Mechernich – Nach zwei Jahren Zwangspause laufen die Karussells und Fahrgeschäfte am  heutigen Freitag, 13. Mai, ab 16 Uhr – Traditioneller Fassbieranstich um 18 Uhr. Hurra! Praktisch in letzter Minute hat der Mechernicher Vereinskartellchef Marcel Hembach die diesjährige Frühjahrs- oder Maikirmes auf Brunnen- und Bleibergplatz gerettet. Zwei große Fahrgeschäfte drohten wegen Personalmangel abzusagen, das konnte der Mechernicher Vereinskartellchef am Montagabend in Verhandlungen abwenden.

Nun kann sich Zahl und Art der Amüsierbetriebe und Fahrgeschäfte sehen lassen, die ab Mittwoch auffahren und aufgebaut werden. Die Straßensperrungen sind bereits vorbereitet. Es kommen Raupenbahn, Autoscooter, Kinderflieger, zwei weitere Kinderkarussells, Mandelbude, Imbisse, Bierbuden, Pfeilwerfen und Entchen-Angeln.

Eröffnet wird die diesjährige Maikirmes nach zwei Jahren Corona-Pause am heutigen Freitag, 13. Mai, um 16 Uhr. Um 18 Uhr ist der traditionelle Fassbieranstich, so Marcel Hembach. Die Kirmes geht bis einschließlich Montag, 16. Mai.

Kategorien
Tourismus

330 Oldtimer bei den Garden Classics am 15. Mai im Seepark Zülpich – Neuer Anmelde-Rekord

Zülpich – Neuer Anmelderekord für die große Oldtimerausstellung
– Aktion „Einmal zahlen, zweimal fliegen“ im Flying Fox-Park. Unter dem Motto „Oldtimer, Gärten und Genuss“ können die Besucherinnen und Besucher des Seepark Zülpich am Sonntag, 15. Mai wieder eine großartige Symbiose aus der Präsentation hochwertiger Hausgärten und einem Oldtimer-Picknick erleben.

Im Rahmen der „4. Garden Classcis“ präsentieren regionale Oldtimerclubs und -besitzer von 12 bis 18 Uhr ihre historischen Schätze im Bereich der Mustergärten des „Rheinischen Zentrums für Gartenkultur“ sowie auf der Seeachse und dem Seeplateau.

Gekrönt wird die Ausstellung durch den „Garden Classics-Cup“, einer Fahrprüfung in drei Disziplinen. Für die Oldtimerausstellung sind in diesem Jahr so viele Anmeldungen eingegangen wie noch nie. Gut 330 Fahrzeuge aus den vergangenen Jahrzehnten werden im Seepark zu sehen sein. Absoluter Rekord!

Begleitet wird der Tag von einem ansprechenden Rahmenprogramm für Jung und Alt – unter anderem mit Robert Blake, einem der bekanntesten Straßenzauberer in Europa, sowie dem Garten-Walkact Imanuel Immergrün, der seinen eigenen Garten in einer Schubkarre mitbringt, und der Dixieland-Jazz Band „Swingende Gärtner“, die mit ihrer ansteckenden Art garantiert für gute Laune sorgen wird. Dazu gibt es Spiel, Spaß und mehr insbesondere für die kleinen Gäste – beispielsweise auf der Hüpfburg mit ingerierter Rutsche, im Gokart-Parcours und oder beim Fußball-Dart.

Natürlich wird an diesem Tag auch für das leibliche Wohl im Seepark Zülpich gesorgt – unter anderem an der Parkgastronomie Strandbud und an mehreren Foodtrucks. Eingebettet in die Garden Classics ist in diesem Jahr der Aktionstag „Zu Gast in der eigenen Heimat“ der Nordeifel Tourimus GmbH. Aus diesem Grund heißt es im Flying
Fox-Park den ganzen Tag über: „Einmal zahlen, zweimal fliegen“

„Schön, dass wir die Garden Classics nach zweijähriger Unterbrechung wieder durchführen können“, sagt Christoph M. Hartmann, Geschäftsführer der Seepark Zülpich gGmbH. „Ich bin überzeugt: Das wird eine richtig tolle Veranstaltung.“

Der Eintritt zu den „Garden Classics“ kostet für Kinder und Jugendliche 5,50 €, für Erwachsene 9,00 € und für Familien ab 12,50 €. Für Inhaber einer Dauerkarte für den Seepark Zülpich ist der Eintritt frei. Weitere Informationen sind unter
www.seepark- zuelpich.de/garden-classics2022 erhältlich.

Kategorien
News

Internationaler Museumstag im Kreismuseum Bitburg-Prüm am Sonntag 15. Mai

Bitburg – Neu entdecken können große und kleine Besucher das Kreismuseum in Bitburg beim Internationalen Museumstag am Sonntag, 15. Mai von 14 bis 17 Uhr. Kinder können sich mit Museumspädagogin Laura Edelhoff in einer Druckwerkstatt betätigen und mit dem Museumsspiel „Johanna fällt aus dem Rahmen“ auf Zeitreise gehen.

Für die Erwachsenen gibt es Kurzführungen zu den „Zeit-Zeugen“ aus der Eifel. Unter diesem Titel stellt Museumsleiter Burkhard Kaufmann ausgewählte Museumsobjekte mit einer besonderen Geschichte vor. Alle weiteren Informationen gibt es unter www.museumstag.de.

Kategorien
News

Patientenbesuche ab Montag 16. Mai wieder möglich

Region/Mayen-Koblenz – Jeder Patient kann pro Tag einen tagesaktuell getesteten Besucher empfangen So lässt sich die neue Besucherregelung des Koordinierenden Lagezentrums des Versorgungsgebiets Mittelrhein-Westerwald zusammenfassen. Die fünf Standorte des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein, die drei Standorte des Katholischen Klinikums Koblenz-Montabaur und das Bundeswehr Zentralkrankenhaus haben gemeinsam beraten und lassen ab Montag, 16. Mai, wieder Patientenbesuche zu. „Wir sind dankbar, dass wir nun so entscheiden können und unsere Patienten wieder die Möglichkeit haben, Besuch zu empfangen“, betonen die Klinikleitungen unisono. Die Regelung bedeutet konkret, dass jeder Patient pro Tag von einer Person für eine Stunde besucht werden kann. Zum Eintritt sind das Tragen einer FFP2-Maske und ein tagesaktueller Schnelltest einer offiziellen Teststelle notwendig. Die Details zu den Besuchszeiten je Klinik sind den jeweiligen Internetseiten der Krankenhäuser zu entnehmen.

Die Koblenzer Kliniken agieren gemeinsam im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-Pfalz und bilden ein Koordinierendes Lagezentrum (KLZ), an das alle Krankenhäuser des Versorgungsgebietes angeschlossen sind. So können Informationen über die Versorgungskapazitäten und -engpässe für Corona-Patienten, aber auch für alle anderen Patienten, sehr schnell ausgetauscht werden. Auf diesem Wege sind die Krankenhäuser der Region zusätzlich in der Lage, sich gegenseitig zu unterstützen und die Behandlungskapazitäten bestmöglich zu nutzen – im Sinne der Mitarbeitenden und Patienten.