Kategorien
News

„Lebensretter gesucht!“

Mechernich/Schmidtheim – „Blutspender sind Lebensretter“, erklärten einmal mehr Edeltraud Engelen, die Blutspende-Beauftragte des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen, und Blutspender-Schirmherr Stephan Brings. Die beiden warben gemeinsam mit dem Kreisgeschäftsführer und Mechernicher Rotkreuz-Vorsitzenden Rolf Klöcker für die nächsten Spendertermine im September in Mechernich und Schmidtheim.

„Besonders im Sommer kommt es auf jede Spende“, so Edeltraud Engelen, weil viele Leute in Urlaub sind, die sonst regelmäßig spenden. Umgekehrt werden unvermindert Blutkonserven und Blutpräparate in der Therapie von Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen sowie für akute Notfälle gebraucht.

Blutspender werden benötigt in Mechernich am Donnerstag, 8. September, von 15.30 – 20 Uhr im Rotkreuz-Zentrum Mechernich, Bruchgasse 34, und in Dahlem-Schmidtheim am Freitag, 9. September, von 16 – 20 Uhr im Bürgerhaus, Bahnhofstr. 58. Man kann sich vorab unter www.blutspende.de einen Termin reservieren.

Kategorien
News

Stadt Aachen leitet eine zweite Stufe an Energie-Sparmaßnahmen ein

Aachen – Ziel ist, 20% des Energieverbrauchs einzusparen. Die Stadt Aachen will Vorbild sein und motivieren. Für Kinder besonders relevante Bereiche bleiben geschützt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 23.06.2022 als Folge geringer werdender Gaslieferungen aus Russland die Alarmstufe des Notfallplans ausgerufen. Seitdem sind die Lieferungen weiter zurückgegangen. Um einem Gasnotstand im kommenden Winter entgegenzuwirken, wird die Einsparung von Energie in den nächsten Wochen und Monaten auch in Aachen eine hohe Priorität haben. OberbürgermeisterinSibylle Keupen erklärte in einer Pressekonferenz am 25. August: „Energie zu sparen ist das Gebot der Stunde. Wir alle haben den Hebel in der Hand, die Energieversorgung für den kommenden Winter zu sichern. Wir alle können etwas tun. Die Stadt Aachen geht als Vorbild voran und zeigt, was geht.“

Nach der ersten Stufe der Einsparung, die die Stadt Aachen bereits mit dem 25. Juli eingeleitet hat, folgt nun mit Start zum 1. September eine zweite Stufe mit weitergehenden Maßnahmen. Terminlich und weitgehend auch inhaltlich liegt die Stadt Aachen damit auf einer Linie mit der am 24. August beschlossenen „Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung des Bundes über kurzfristig wirksame Maßnahmen“.

Welche Maßnahmen geplant sind

Die Heizperiode für städtische Gebäude wird mit dem Ende der Herbstferien am 17. Oktober starten und bis zum Beginn der Osterferien andauern. Bislang begann die Heizperiode bereits am 1. Oktober. Die Temperaturen in geheizten Räumen, also Büros, Kantinen, Umkleiden, Museen, Besprechungsräumen und vergleichbaren Nutzungen werden entsprechend der Verordnung der Bundesregierung von 21 Grad auf 19 Grad Celsius reduziert. Für Flure und Durchgangsräume gelten dann 10 Grad als Standard. Zwischen Weihnachten und Neujahr sind Verwaltungsgebäude, wo möglich, geschlossen und kann die Temperatur in der Zeit auf 10 bis 12 Grad reduziert werden. Die Abschaltung der Klein-Blockheizkraftwerke in städtischen Gebäuden trägt ebenfalls wirksam dazu bei, Gas zu sparen.

In den Schwimmhallen Süd und Ulla-Klinger-Halle sinkt die Temperatur – wie schon seit Ende Juli in den Hallen Ost und Brand umgesetzt – auf 26 Grad. Das Wasser im Freibad Hangeweiher wird ab dem 1. September nicht mehr beheizt werden. Klimadezernent Heiko Thomas weist darauf hin, dass Temperatursenkungen ein wirksamer Hebel zur Energieeinsparung sind: „Jedes Grad Celsius Raumtemperatur weniger spart 10 Prozent Energie.“

Ausnahmen der Regelungen gibt es für Kinder. So bleiben Schulen und KiTas auf dem bisherigen Niveau beheizt. Auch in den Lehrschwimmbecken werden die Temperaturen nur geringfügig von 32 Grad auf 30 Grad gesenkt. Ausnahme sind darüber hinaus Therapiebecken und solche mit einem Schwerpunkt für behinderte Menschen.

Bereits seit dem 25. Juli sind die Laufzeiten der angestrahlten Denkmäler und öffentlichen Brunnen sowie die Temperaturen in den Hallen Ost und Brand reduziert. Mit der Verordnung des Bundes werden ab dem 1. September historische Gebäude außer zu besonderen Anlässen grundsätzlich nicht mehr beleuchtet. Werbeanlagen dürfen im Zeitraum zwischen 22 und 16 Uhr nicht mehr beleuchtet werden. Ausnahmen gelten, wenn die Beleuchtung zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit erforderlich ist.

Gespräche zu Energiesparmaßnahmen sind unter anderem auch mit der Aachener Wirtschaft und den Hochschulen geplant. Die Stadt Aachen verweist zudem auf die Informationsangebote des Vereins AltbauPlus und des Energieversorgers STAWAG.

Klimadezernent Heiko Thomas machte zum Abschluss der Pressekonferenz noch einmal deutlich, dass das Ziel von 20 Prozent Energieeinsparung eine Herausforderung darstelle, die nur gemeinschaftlich zu schaffen sei. „Wir können nicht ausschließen, dass wir in eine Situation kommen, in der wir keine Spielräume mehr haben werden. Wir haben jetzt die große Chance, das Schlimmste zu verhindern. Das wird eine Teamaufgabe werden.“

Kategorien
News

Gesundheitsstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler nach Flut auf dem Weg zu neuem Glanz

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Eine Gesundheitsstadt auf dem Weg zu neuem Glanz. Auch historisches Kurviertel kehrt nach Flut mit Angeboten zurück. Steigenberger Hotel, historisches Thermal-Badehaus, Kurhaus und Spielbank – das historische Kurviertel von Bad Neuenahr prägte mit seinen mondänen Bauwerken aus der Kaiserzeit seit jeher die Kur- und Gesundheitsstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Von außen beliebte Fotomotive, im Inneren Gesundheits- und Kulturangebote – zumindest bis zu dem Tag, als die Flut vom 15. Juli 2021 über das Ahrtal und damit auch Bad Neuenahr-Ahrweiler hereinbrach, und auch diese historischen Bauwerke stark beschädigte. Wie es nun für den gesamten Gesundheitsstandort weitergeht, berichten verschiedene Akteure der Gesundheitswirtschaft in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Etwas mehr als ein Jahr ist nun seit der Flut vergangen. Vieles tut sich in der Kurstadt, wie Dania Münch, Referentin Gesundheitswirtschaft bei der städtischen Ahrtal und Bad Neuenahr-Ahrweiler Marketing GmbH, berichtet: „Ob im historischen Kurviertel oder am gesamten Gesundheitsstandort: Man kann überall spüren, dass es voran geht! Was uns besonders zuversichtlich macht: Beinahe alle vorherigen Gesundheitseinrichtungen bleiben uns am Standort erhalten! Sie befinden sich gerade entweder mitten im Aufbau oder haben ihren Betrieb sogar schon wieder aufgenommen. Diese Treue zum Standort spricht dabei für sich! Bad Neuenahr-Ahrweiler wird damit weiterhin Gesundheitsstadt mit qualitativ hochwertigen Gesundheitsangeboten bleiben, was uns außerordentlich stolz macht!“

Ärzte und Therapeuten

Praxis Rechmeier – Zentrum für offene Diagnostik

Das historische Kurviertel als Herz der Gesundheitsstadt darf sich in Kürze wieder neuer Gesundheitsangebote erfreuen. So wird zum Beispiel die Praxis Rechmeier, bereits Mitte Oktober wieder ins Kurviertel zurückzuziehen. Zwar nicht zurück ins historische Thermal-Badehaus, aber in das benachbarte Kurhaus. „Aufgrund der Dauer, welche die Sanierung des Thermal-Badehauses noch in Anspruch nehmen wird, haben wir uns gefreut, als wir den Vorschlag bekamen, in das Kurhaus zu ziehen, nachdem die Spielbank dieses verlassen hatte“, erläutert das Mediziner-Ehepaar Rechmeier. „Seit 2015 führen wir unsere Praxis in Bad Neuenahr und für uns stand auch nach der Flut direkt fest, dass wir hierbleiben möchten. Denn der medizinische Bedarf der Stadt und der ganzen Region ist vorhanden und muss erfüllt werden. Vor allem gefällt uns das kulturelle Potential dieser einzigartigen Stadt, und auch landschaftlich ist sie herrlich gelegen, mit einem außergewöhnlichen Freizeit- und Sportangebot“, führen beide weiter aus. Als Fachärzte für Diagnostische Radiologie und Nuklearmedizin gehen die beiden neben dem gesamten diagnostischen Spektrum auch Gelenk- und Rückenschmerzen mit bildgebenden Geräten – wie zum Beispiel mit den zwei offenen, großen Ganzkörper-MRTs – auf den Grund. Mit weiteren Beteiligten sind zudem eine Vielzahl weiterer medizinischer Entwicklungen in der Umsetzungsphase.

Medicum Rhein-Ahr-Eifel – Diagnostikzentrum, Orthopädie, Chirurgie

Das Medizinische Versorgungszentrum unter der Leitung von Dr. Csaba Losonc war, zunächst unter den Namen Orthopaedicum und Chirurgicum, ebenfalls seit 2015 im frisch renovierten historischen Thermal-Badehaus beheimatet. Der Tag der Flut änderte auch hier alles. Kurzerhand wurden auf Zweigstandorte in Sinzig und Bad Breisig ausgewichen. Zu Anfang nächsten Jahres möchte Dr. Losonc mit seiner Hauptpraxis aber wieder in Bad Neuenahr zurück sein. Als neuer Standort wird dafür eine Liegenschaft in der Felix-Rütten-Straße dienen, die vis-a-vis zum Steigenberger Hotel und zur Spielbank liegt. „Ich freue mich, in alternative Räumlichkeiten im zentralen Kurviertel von Bad Neuenahr zurückkommen zu können, um hier vor Ort dann auch weitere in Planung befindliche Projekte verfolgen zu können“, erzählt Dr. Losonc.

Bewegungszentrum Klöcker – Physiotherapie, Ergotherapie, Medical Fitness, Reha-Sport und Prävention

Als ein weiterer ehemaliger Mieter des historischen Thermal-Badehauses, konnte Bernhard Klöcker, Inhaber des Bewegungszentrums Klöcker, nach der Flut glücklicherweise Räumlichkeiten in der Jesuiten-Straße in Bad Neuenahr sowie in seiner Zweigstelle in Rheinbach beziehen. „Zum Jahreswechsel steht nun als nächstes der Umzug von der Jesuiten-Straße ins Mittelzentrum von Bad Neuenahr-Ahrweiler an. Zum einen, weil uns die Räumlichkeiten in der Jesuiten-Straße leider nur zeitlich begrenzt zur Verfügung standen. Zum anderen können wir im Mittelzentrum ab Januar dann größere Räumlichkeiten nutzen. So können wir langsam wieder wachsen, bis wir perspektivisch dann wieder unsere Räume im historischen Thermal-Badehaus mit großem Team und vollem Leistungsumfang, sprich auch mit unserem Medical Fitness-Angebot, beziehen können“, erklärt Klöcker.

Kliniklandschaft

Kliniken oberhalb des Kurparks

Auch über das historische Kurviertel hinaus hat sich viel getan und tut sich noch einiges. Die vier Kliniken, die auf einer Anhöhe oberhalb des Kurparks gelegen sind, konnten zum Glück sehr zeitnah nach der Flutkatastrophe wieder öffnen. Sei es das Krankenhaus Maria Hilf, das durchweg medizinische Versorgung sicherstellen konnte, die Venen-Clinic, die im August letzten Jahres wieder öffnete, oder die MEDIAN Klinik Tönisstein, die ebenfalls bereits im August letzten Jahres als Suchtklinik wieder für ihre Patienten da sein konnte. Auch die Klinik Niederrhein nahm kurze Zeit später, im Oktober, den Klinik-Betrieb für Patienten mit Erkrankungen des Stoffwechsels, der Verdauungsorgane und Tumorerkrankungen wieder auf. Alle vier Kliniken sind seitdem vollumfänglich und ohne Einschränkungen geöffnet und konnten somit bereits wieder in einen Normalbetrieb übergehen.

Kliniken an der Ahr

Die acht Kliniken, die in direkter Lage zur Ahr verortet sind, waren der Flutwelle gnadenlos ausgesetzt. Schwere bauliche Schäden machten es hierbei unmöglich, schnell wieder den Betrieb an Ort und Stelle aufnehmen zu können. Bei einigen ging es neben dem Aufbau zunächst dann noch darum, provisorische Ersatzstandorte zu finden und diese zu beziehen. Umso beachtlicher ist es daher, dass sowohl das Gefäßzentrum Dr. Bauer, als auch Einrichtungen der Dr. von Ehrenwall’sche Klinik mit Ausrichtung auf Psychiatrie, Psychotherapie, Neurologie und Psychosomatik, zumindest in Teilen bereits vor dem Jahrestag der Flut wieder in die ursprünglichen Räumlichkeiten zurückkehren konnten. Perspektivisch ist auch bei diesen Kliniken wieder vorgesehen, das komplette Leistungsspektrum an den Ursprungsstandorten abbilden zu können. Zwei weitere Kliniken sind die DRK Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die Knappschafts-Klinik für gynäkologische und gastroenterologische Onkologie, Innere Medizin und Gastroenterologie. Die DRK Fachklinik plant ihre vollständige Rückkehr an den ursprünglichen Standort bereits für Herbst dieses Jahres, die Knappschafts-Klinik für das erste Quartal 2023. Auch die orthopädischen bzw. orthopädisch-rheumatologischen Kliniken Kurköln und Jülich werden wieder an ihre alten Standorte zurückkehren. Eine konkrete Terminierung lassen die aktuellen Planungen derzeit allerdings noch nicht zu. Ähnlich sieht es bei der Privatklinik Steigenberger Sanatorium aus. Die Gewissheit, dass alle 12 Kliniken, und damit auch große Arbeitgeber, dem Standort treu bleiben, war für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler schon kurze Zeit nach der Flut ein großer Lichtblick und Hoffnungsträger.

Hotellerie & Ferienwohnungen

Dem Comeback des Steigenberger Hotels fiebert Bad Neuenahr-Ahrweiler nicht nur als Gesundheitsstandort, sondern auch als Tourismusdestination freudig entgegen. Im Sommer 2023 soll es endlich soweit sein. „Mit dem neuen Spa-Bereich, einem eigenen Thermal-Schwimmbad und weiteren Wellness- und Gesundheitsangeboten können sich die Gäste bereits auf einiges freuen. Wir sind hier schon tief in den Planungen und möchten unseren Gästen wieder unvergessliche Aufenthalte im wunderschönen Bad Neuenahr-Ahrweiler bieten“, berichtet Verena Zlomke als stellvertretende Direktorin des Hauses in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Steigenberger Hotel zählt mit seinen über 200 Zimmern mit zu den größten Hotels in Bad Neuenahr-Ahrweiler und genießt seit jeher einen guten Ruf.

Aber auch weitere einzigartige Hotels, familiäre Ferienwohnungen, individuelle Privatzimmer und hübsche Pensionen öffnen allmählich wieder ihre Pforten. Was bereits wieder geöffnet ist, erfahren Sie unter www.ahrtal.de/fuer-dich-da/uebernachten.

Wellness-, Kultur- und Aktivangebote

Im Kurpark Bad Neuenahr fasziniert bereits wieder ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Ob Weinlounges, Sommerkino oder Konzerte unter freiem Himmel – besondere Erlebnisse sind hier wieder garantiert. Apropos besondere Erlebnisse: Auch die Klangwelle – die beliebte Show aus Wasser, Feuer, Laser und Licht, kommt im Oktober endlich wieder zurück in den Kurpark! Tickets sind erhältlich unter www.die-klangwelle.de.

Darüber hinaus wird der Kurpark als zentrales Element des Kurgebiets derzeit umfassend überplant. Ob als landschaftstherapeutischer Park, Paradiesgarten sowie Kultur- und Begegnungsstätte – der künftige Kurpark wird Einwohnern und Gästen unter anderem mit einer neuen Konzerthalle, einer neu in Szene gesetzten Heilquelle „Großer Sprudel“ und verschiedenen Themengärten noch vielseitigere Erlebnisse bescheren als bisher.

Neben Yoga im Kurpark, Waldbaden im Neuenahrer Erholungswald und einer Kältekammer für eine Wohlfühlkältetherapie bei -85 Grad Celsius erwarten Gäste zudem bereits wieder geführte Wanderungen an die schönsten Plätze des Ahrtals, medizinische Kurwanderwege rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler und 20 Stationen des wunderschön im Wald gelegenen Trimm-Dich-Pfades.

Auch, wenn Einwohner und Gäste zunächst auf die stark flutgeschädigten und somit irreparablen Ahr-Thermen verzichten müssen, gibt es tolle Aussichten: Die Ahr-Thermen werden als Kombibad zusammen mit dem Freizeitbad Twin am bisherigen Twin-Standort neukonzeptioniert. Planungen dazu laufen bereits.

Abschließend sagt Dania Münch: Wir werden künftig, wie schon die letzten 160 Jahre auch, wieder top Kurort für unsere Einwohner, Gäste und Patienten werden. Hierauf arbeiten wir zusammen mit den 12 Kliniken, über 100 niedergelassenen Fachärzten, mehr als 50 therapeutischen Praxen, dem Gastgewerbe und den Freizeiteinrichtungen vor Ort hin. Vor allem die Kombination aus geballter medizinischer Kompetenz – die nahezu alle medizinischen Fachrichtungen abdeckt – und einem attraktiven Rahmenprogramm aus Wellness-, Kultur- und Aktivangeboten macht Bad Neuenahr-Ahrweiler vor dem Hintergrund der wunderbaren Ahrtal-Landschaft dabei auch weiterhin so liebens- und lebenswert.

Kategorien
News

Deutschland erhält weitere Impfdosen zur Bekämpfung der Affenpocken

Region/Berlin – Im Kampf gegen die Affenpocken erhält Deutschland weitere Impfstoffdosen. In der kommenden Woche sollen 19.500 Dosen des Affenpockenimpfstoffs an die Länder ausgeliefert werden. Bereits im Juni hat der Bund 40.000, im Juli 5.300 Impfdosen an die Länder geliefert. In bilateralen Verträgen hat der Bund insgesamt 240.000 Dosen des Impfstoffs JYNNEOS®/IMVANEX® bestellt. Weitere Lieferungen werden im Laufe des Jahres erwartet.

Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach: „Wir wollen eine weitere Ausbreitung der Affenpocken mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern. Dazu gehören eine gute Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter, eine umfassende Aufklärung und eben auch die Impfung besonders gefährdeter Menschen. Uns ist es nicht nur gelungen, schnell und unbürokratisch Impfstoff zu beschaffen, sondern auch die besonders gefährdeten Gruppen gezielt zu informieren. Damit steht Deutschland im europäischen Vergleich weit vorn.

Hierfür gilt mein ganz besonderer Dank den beteiligten Verbänden und dem Queer-Beauftragten, Sven Lehmann.“ Sven Lehmann, Beauftragter der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt (Queer-Beauftragter): „Der Bundesgesundheitsminister hat schnell gehandelt und schon vor Wochen Impfdosen beschafft. Weitere Lieferungen sollen im September kommen. Deutschland liegt damit europaweit an der Spitze bei der Beschaffung. Die Impfbereitschaft gerade bei Männern, die Sex mit Männern haben, ist hoch. Gerade viele Schwerpunktpraxen impfen seit Wochen und klären auf.

Vor allem in den Hotspots ist die Nachfrage aber deutlich höher als das Angebot. In manchen Städten erhalten Impfwillige nur schwer oder keine Termine. Die Bundesländer müssen unbedingt die neuen Dosen schnell abrufen und zügig an die Impfstellen verteilen. Wir brauchen ausreichend Impfstoff und eine zielgenaue Impfkampagne. Ich freue mich, dass die Aids-Hilfen und andere Akteure so engagiert in Sachen Prävention unterstützen.“

Hintergrund Affenpocken

Der internationale Affenpocken-Ausbruch im Mai 2022 führte auch zu Ansteckungen in Deutschland. Bislang wurden in Deutschland 3.405 Infektionsfälle an das RKI gemeldet. (Stand 26.08.2022) Unmittelbar nach Bekanntwerden des Ausbruchs trat Deutschland in Verhandlungen mit dem Impfstoffhersteller Bavarian Nordic. Ende Juni erfolgte die STIKO-Empfehlung zum Pockenimpfstoff Imvanex für die Postexpositionsprophylaxe nach Affenpockenexposition und für die Indikationsimpfung von Personen mit einem erhöhten Expositions- und Infektionsrisiko.

 

Kategorien
News

Zum Tode von Jakob Bister (90) – 35 Jahre Pfarrer und Pfarrverweser an St. Severinus in Kommern

Mechernich-Kommern/Neuss – In einem Altenheim seiner Geburtsstadt Neuss ist am Mittwoch der langjährige Kommerner Pfarrer und Pfarrverweser Jakob Bister gestorben. Das teilte Pfarrer Erik Pühringer, der Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden St. Barbara Mechernich, dem Mechernicher Bürgerbrief mit.

Bister war an Mariä Lichtmess 1959 im Kölner Dom von dem ebenfalls aus Neuss stammenden Josef Kardinal Frings zum Priester geweiht worden. 2009 feierte er in Kommern Goldenes und am 3. Februar 2019 Diamantenes Priesterjubiläum. Pfarrer Pühringer lobte den 90-Jährigen als verlässlichen Nachbarpfarrer und Mitbruder über Bistumsgrenzen.

In die Wiege gelegt war das Priesteramt dem am 20. August 1932 in Büttgen bei Neuss geborenen Sohn eines Eisenbahn-Lademeisters nicht. Er sollte Eisenbahner werden wie der Vater. Geld war in der nicht besonders begüterten Familie kostbar, den Besuch eines Gymnasiums oder der Unterhalt für ein Studium schienen unmöglich.

Doch Vater Bernhard Bister hasste die Nazis und wollte seinen Sohn von den typischen Kaderschmieden fernhalten, daher wurde Jakob Bister im Herbst 1943 zur Höheren Schule nach Neuss geschickt, unter Aufbringung aller finanziellen Mühen. Zugeraten hatte den Eltern des katholisch erzogenen Jungen vor allem Heimatpfarrer Josef Rennekes und Kaplan Alfred Scholten.

„Diese beiden waren für mich große Vorbilder. Das waren ausgezeichnete Kinderseelsorger, die die Begeisterung für den Glauben in mir entfacht hatten“, erzählte Jakob Bister in einem Zeitungsinterview mit der Journalistin Gudrun Klinkhammer. Das Studium finanzierte sich Jakob Bister durch „Jobben“ als Packer im Neusser Hafen.

1972 an den Greesberg

Nach dem Besuch der Universität Bonn und des Priesterseminars in Bensberg kam der frisch geweihte Priester über Wevelingenhoven bei Grevenbroich und Euskirchen 1972 nach Kommern. Jakob Bisters Vater war immer überzeugt, dass sein Sohn kein Priester werden würde, seine Mutter, eine sehr gläubige Christin, sah die Sache anders.

2006 wurde der 74jährige Jakob Bister in Kommern sein eigener Nachfolger. „Der König ist tot, es lebe der König“, schrieb damals der Mechernicher „Bürgerbrief“, um damit anzuzeigen: Egal wer an St. Severinus die Messen liest, es bleibt alles beim Alten.

Pfarrer Jakob Bister wurde offiziell aus dem Amt verabschiedet – und nur einen Tag später nahm der rüstige Seelsorger seine Tätigkeit zum Wohle der Pfarrgemeinde St. Severinus und ihrer Schäflein wieder auf. Und zwar hochoffiziell als „Pfarrverweser“.

Ein Nachfolger für Bister als neuer Kommerner Pfarrer war damals noch nicht in Sicht. Eigentlich „eine Farce“, wie Jakob Bister selbst befand. „Doch es passt. Mein Leben verlief schon immer anders.“ „Ich wurde in einer Umbruchzeit Priester“, so der neue Pfarrverweser von Kommern: „Das Konzil kam, doch wir Priester haben meiner Meinung nach zu wenig getan, um den Menschen die Neuerungen des Konzils verständlich zu machen.“

Keine „Schafe“ mehr in der Herde

Er und seine Mitbrüder im Priesterseminar seien noch erzogen worden nach dem Motto „Der gute Hirt und seine Herde“. Heute dagegen sei Teamarbeit angesagt: Priester und Laien, Hauptamtliche und Ehrenamtler, Profis und Autodidakten – „und der Priester steht mittendrin. Schaf will keiner mehr sein. Und wie soll es auch eine einzige Herde geben bei der Betreuung von sechs Pfarreien gleichzeitig?“, fragte sich Bister schon 2006.

„Es ist ein Unterschied, ob man immer wieder in die Gemeinden einfliegt oder ob man darin lebt und das Leben dort teilt“, so der damals 74jährige Pfarrverweser. Insgesamt 35 Jahre war er als Priester der katholischen Kirchengemeinde St. Severinus Kommern tätig. 1994 übernahm Bister zudem die Leitung der Pfarrei St. Hubertus Obergartzem. Sein Goldenes Priesterjubiläum feierte er 2009 mit 76 Jahren ebenfalls in Kommern. Damals war er allerdings bereits Hausgeistlicher im Altenzentrum des Marienhospitals in Euskirchen.

Im Interview fand es Pastor Jakob Bister eigenartig, dass er im Laufe der Jahre immer wieder für Dinge gelobt worden sei, die ihm entweder nicht lägen oder für die er nichts könne. Zum Beispiel das Bauen. Kaum in Kommern angekommen sei es schon losgegangen: Die alte Schule wurde zum Pfarrhaus umgestaltet, das alte Kloster zum Pfarrzentrum und das Kirchberghaus zur Bücherei.

Viele Aktionen unterstützte und förderte Bister während seiner dreieinhalb Jahrzehnte am Greesberg: Altentage, Jugendtreffs, Pfarrfeste und Vorträge. Noch lange nach seinem Ausscheiden wurden seine legendären Karnevalseinsätze gelobt. Dabei liege ihm „der Karneval eigentlich gar nicht“. Zwar sei er ein sehr humorvoller Mensch mit Hang zur Situationskomik, doch Humor und Karneval seien durchaus unterschiedliche Paar Schuhe…

Frauen lagen ihm am Herzen

Die Frauengemeinschaft, der harte und verlässliche Kern vieler Christengemeinden, lagen Pastor Bister am Herzen. Für sie ging er auch mit Selbstüberwindung in die Bütt. Er zeichnete etwa das Leben in der Gemeinde nach, nahm Bezug auf „Knies“ und Zank um diverse Vorstandspöstchen und stellte sich vor, der Papst käme persönlich nach Kommern. Der ausgeschiedene Pfarrer und frischgebackene Pfarrverweser sagte im Pressegespräch: „Auf meine alten Tage fange ich noch an und werde Pendler. Dabei fahre ich überhaupt nicht gerne Auto. Den Führerschein habe ich nur gemacht, um auf dem Land nicht zu verratzen.“

Kategorien
News

Landrat des Kreises Euskirchen Markus Ramers – „Ohne den ländlichen Raum lässt sich die Energiefrage nicht lösen“

Euskirchen – Die Energiewende ist ein enormer Kraftakt. Thomas Schauf, neuer Geschäftsführer der Metropolregion Rheinland, auf Sommertour im Kreis Euskirchen. Die Sicherstellung einer möglichst klimaneutralen Energieversorgung ist eines der zentralen Themen unserer Zeit – insbesondere seit dem Ukrainekrieg und der damit verbundenen Zeitenwende.

Um diese Frage ging es jetzt bei der Sommertour der Metropolregion Rheinland (MRR) im Kreis Euskirchen. Thomas Schauf, seit dem 1. Mai 2022 neuer MRR-Geschäftsführer, besuchte gemeinsam mit Landrat Markus Ramers und dessen Allgemeinen Vertreter Achim Blindert den Energieversorger e-regio in Kuchenheim und die Euskirchener Zuckerfabrik. Abschließend fand im Kreishaus ein Austausch über die „Prime Site Rhine Region“ statt.

e-regio

Erste Station der Sommertour war „e-regio“ in Kuchenheim. Als Netzbetreiber beschleunigt der Versorger massiv den Aus- und Umbau seiner Verteilnetze, um die erneuerbaren Energien bestmöglich zu integrieren sowie die Basis für grüne Gase zu schaffen. Durch die Digitalisierung der Stromnetze steigert e-regio zudem die Leistungsfähigkeit, um einen schnellen Zuwachs von strombasierten Wärmelösungen und Elektromobilität zu ermöglichen. „Die Krise zeigt, dass wir die regionale Energie- und Wärmewende noch stärker vorantreiben müssen. Der Königsweg für unsere Region ist ein intelligenter Mix aus Nahwärme und Wärmepumpen, aus grünem Wasserstoff und Biogas, aus Wind- wie Sonnenenergie und reichlich Energieeffizienz“, so Stefan Dott, e-regio- Geschäftsführer. Der Anspruch von e-regio sei es, die regionale Energieversorgung in Zukunft sicher, klimaneutral und autark zu gestalten.  „Alles, was wir anpacken, entwickeln und umsetzen hat ein Ziel: 100 Prozent erneuerbare Energie aus unserer und für unsere Region. Um uns gemeinsam mit den Kommunen und Bürgern unabhängig zu machen von fossiler Energie“, ergänzt Markus Böhm, e-regio-Geschäftsführer.

Zuckerfabrik Pfeifer & Langen

Nach dem Besuch beim Versorgungsunternehmen stand ein Gespräch bei einem Unternehmen auf dem Programm, das fest mit der „Skyline“ von Euskirchen verbunden ist – der Zuckerfabrik von Pfeifer & Langen. Dieses Unternehmen benötigt für die Rübenverarbeitung und Zuckerherstellung große Mengen an Energie. „Wir haben uns sehr früh mit der Beschaffung von alternativen Brennstoffen beschäftigt und deren Eindeckung organisiert“, erklärt Dirk Oswald, der im Euskirchener Werk für Produktion und Technik zuständig ist. Das Werk wird mit Erdgas und Braunkohlebriketts betrieben. Um Erdgas zu ersetzen, hat man bereits begonnen, den Energiebedarf auf alternative Energieträger umzurüsten. „Die Verwendung von Heizöl in Ergänzung zur Kohle ist bis zur anstehenden Rübenkampagne umgesetzt, so dass unser Werk keine Einschränkung bei einer Gasmangellage haben wird“, betont Oswald. Doch auch der Ausstieg aus der Kohle zum Jahresende steht bereits fest. „Wir setzen in Zukunft auf die Verbrennung nachhaltiger Biomasse und sind der festen Überzeugung, dass es der richtige Weg ist“, so Oswald.

Prime Site Rhine Region

Letzte Station der Sommertour war das Kreishaus. Hier stand die Großgewerbefläche „Prime Site Rhine Region“ auf der Tagesordnung. Die 205 Hektar umfassende Fläche ist einzigartig in NRW und geradezu prädestiniert für die Ansiedlung eines Großunternehmens. Im Gespräch mit MRR-Geschäftsführer Thomas Schauf ging es um die Vermarktungschancen der Fläche, bei der insbesondere die Frage der Energiesicherheit eine wesentliche Rolle spielt. Landrat Markus Ramers und der Euskirchener Bürgermeister Sacha Reichelt regten an, dass auch die MRR ihr umfangreiches Netzwerk nutzt, um die „Prime Site Rhine Region“ flankierend zu bewerben.

Paradebeispiel

„Der Kreis Euskirchen ist ein Paradebeispiel für die Veränderungen, die in der ganzen Metropolregion Rheinland im vollen Gange sind“, bilanzierte Thomas Schauf seine Sommertour im Kreis Euskirchen. „Ausgehend vom Kohleausstieg und dem Krieg in der Ukraine ist die Gestaltung der Energiewende ein enormer Kraftakt, der regionale Versorger ebenso herausfordert wie traditionsreiche Unternehmen. Spannend sind in diesem Kontext Konzepte zur regionalen Energieautarkie und die technisch-organisatorischen Innovationen der Industrie. Zur Steigerung der Wirtschaftsdynamik in der Region braucht es zudem auch innovative Industrieansiedelungen. Neben Flächen, die mit der PrimeSite Rhine Region vorhanden sind, sind Ansiedelungskonzepte notwendig, die erforderliche Infrastrukturplanungen schon jetzt vorantreiben und nicht erst, wenn der Investor anklopft.“

Ländlicher Raum

Auch Landrat Markus Ramers zeigte sich zufrieden mit der Sommertour: „Es ist ein gutes Zeichen, dass Thomas Schauf und die MRR sich nicht nur auf die großen Player wie Köln und Düsseldorf konzentrieren, sondern auch den ländlichen Raum wie den Kreis Euskirchen nicht vergessen. Zentrale Zukunftsfragen wie eine klimaneutrale Energieversorgung lassen sich nicht ohne den ländlichen Raum lösen.“

Kategorien
News

Eigenbetrieb Technische Dienste Alsdorf warnt vor Betrügern

Alsdorf – Der ETD warnt vor Betrügern, die unter falschem Vorwand an der Haustür klingeln. Aus gegebenem Anlass warnt der Eigenbetrieb Technische Dienste (ETD) in Alsdorf vor Betrügern, die sich derzeit an Haustüren als Mitarbeiter der Stadt Alsdorf ausgeben.

Sie geben vor, Arbeiten an der Abwasseranlage des Hauses durchführen zu müssen und bitten um Zutritt zum Haus. Der ETD weist ausdrücklich darauf hin, dass keine städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit solch einem Auftrag an den Haustüren klingeln und warnt davor, einen Zutritt zu gestatten. (apa)

Kategorien
News

Die Wittlicher Säubrenner-Kirmes 2022 ist gefeiert

Wittlich – „Saustarke“ Kirmes – 119 Säue verzehrt. Man kann sagen, dass in den vier, beziehungsweise fünf Tagen der diesjährigen Säubrennerkirmes alle Erwartungen übertroffen wurden: Bei allerbestem Kirmeswetter waren nach zwei Jahren Corona-Pause viele Besucher auf den Rummelplätzen und vor den Musikbühnen in der Innenstadt.

Bereits bei der Rummelplatzeröffnung am Freitagabend zeigte sich, dass trotzdem die Pandemie noch nicht vorbei ist, die Menschen wieder feiern wollen. Bürgermeister Joachim Rodenkirch freute sich über die zahlreichen Besucher und Schaulustige, die zur Eröffnung gekommen waren und die vielen Kinder und Jugendlichen, die die Chance für eine kostenlose Freifahrt in den nächsten 15 Minuten nach der Eröffnung nicht verpassen wollten. Beim Schauspiel im Stadtpark am Freitagabend herrschte ebenfalls ein großer Besucherandrang, der sich bei der Kirmeseröffnung auf dem Marktplatz fortsetzte.

 

Kategorien
Top-Events

Aachen feiert 2. „Festival der Vielfalt“ im Depot am 3. September

Aachen – Ein umfangreiches Rahmenprogramm ermöglicht den Zuschauer*innen Beteiligung und Unterhaltung. Die Stadt Aachen feiert am 3. September von 14 bis 18 Uhr das zweite „Festival der Vielfalt“ im Depot. Nachdem letztes Jahr das erste „Festival der Vielfalt“ als pandemiebedingter Ersatz für den Tag der Integration in digitaler Form stattgefunden hat, freut sich der Leiter des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration, Rolf Frankenberger, dass er dieses Jahr wieder zu einer Veranstaltung in Präsenz einladen kann.

„Teilhabe“ als zentrales Thema

„Integration ist eine Aufgabe, die an 365 Tagen im Jahr erfolgt. Es ist ein Anliegen der Stadt Aachen, an einem Tag im Jahr die offene Stadtgesellschaft und das friedliche Zusammenleben der Menschen in Aachen zu feiern und sichtbar zu machen“, macht Frankenberger deutlich. Deswegen ist „Teilhabe“ auch das zentrale Thema des Festivals. Im Mittelpunkt des Festivals steht eines der zentralen Anliegen der Stadt Aachen und insbesondere des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration: Vielfalt leben und sichtbar machen. Die Zuwanderung der ukrainischen Geflüchteten bindet viele personelle Kapazitäten. Deshalb wird das Festival der Vielfalt in diesem Jahr gemeinsam mit der Volkshochschule Aachen und dem Quartiersmanagement der Stadt Aachen organisiert und bindet das Quartier Aachen-Nord mit ein. Das Depot ist als Veranstaltungsort bewusst gewählt worden, da es seit Mitte März als ein „Engagement-Center“ für Geflüchtete umfunktioniert wurde und sinnbildlich für das Engagement der Stadt und ihrer Bürger*innen steht.

„Ein Bürger*innen-Fest lebt von Begegnungen! So freuen wir uns sehr, dass wir die Besucher*innen wieder persönlich begrüßen können. Wir möchten mit diesem Tag zeigen, wie vielfältig und facettenreich unsere Stadtgesellschaft in Aachen ist“, erklärt Nenja Ziesen, Integrationsbeauftragte der Stadt Aachen.

Die Leiterin der Volkshochschule Dr. Beate Blüggel kündigt Besuch aus dem Vereinigten Königreich an. Im Rahmen des Austauschprogramms Urban Xchange, das den Austausch unter den Zivilbevölkerungen stärken soll, werden Gäste aus Chorley, unter anderem ein Ratsmitglied erwartet. „Unser Austauschprogramm trägt den Titel „Willkomen, Bienvenue, Welcome“ und wir wollen die Willkommenskulturen in den jeweiligen Ländern miteinander vergleichen und voneinander lernen. Willkommenskultur meint dabei die ganze Bandbreite von „wie empfangen wir Neuankommende“ bis hin zu „wie schützen wir vor Extremismus und rassistischen Übergriffen““, erläutert Blüggel. Ebenfalls freut sie sich auf den Fachvortrag des Integrationsforschers Dr. Mark Terkessidis.

Myriam Rawak, Teamleiterin der Stadtteilbüros, ist dankbar, dass auch das Quartiersmanagement eine Chance bekommt, sich im Rahmen des „Festivals der Vielfalt“ zu präsentieren: „Aachen-Nord ist ein buntes Viertel, nicht immer einfach, aber immer liebenswert und mit Herz.“ Das Quartiersmanagement stößt regelmäßig Projekte im Viertel an. Die Kolleg*innen präsentieren sich auf dem Vorplatz des Depots mit einem bunten Programm, das die Vielfalt des Quartiers ausdrücken soll.

Umfangreiches Programm

Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Hilde Scheidt erwartet die Gäste ein umfangreiches Programm. Unter anderem stellt der Integrationsrat der Stadt Aachen, der die Interessen von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte vertritt, sich und seine Aufgaben vor. Interessierte Bürger*innen haben die Möglichkeit, während der offenen Sprechstunde Fragen zu stellen. Dr. Mark Terkessidis hält einen Vortrag zu dem aktuellen Thema „Immer wieder von vorn anfangen? Die neue Normalität des Einwanderungslandes vom „Wir schaffen das“ zum Ukraine-Krieg“. Zur Auflockerung ist das Programm mit Poetry-Slam-Beiträgen von professionellen Slammer*innen bespickt. Dabei sind Abdul Kader Chahin, Miedya Mahmod und Max Raths. Sie geben mit ihren Beiträgen einen ganz persönlichen Einblick in ihre Erfahrungen mit Vielfalt. Musikalisch begleitet wird das Festival von Farah Rieli und Band, die Singer-Songwriterin aus Aachen, die mit ihrer Musik jede*n in den Bann zieht. Lukas Knoben und Abdul Kader Chahin, bekannte Poerty-Slammer aus NRW, moderieren und begleiten die Gäste durch die Veranstaltung.

Auf der Webseite tagderintegration-aachen.de/aktuelles befindet sich auch das ausführliche Programm zum zweiten „Festival der Vielfalt“. Dort ist auch die Postkarte zur Bewerbung des Festivals in 13 Sprachen übersetzt zu finden.

Kategorien
Top-Themen

Dürre gefährdet Versorgungslage – Bei noch zu erntenden Feldfrüchten droht Missernte

Region/Koblenz – Wir erleben in Europa die schlimmste Dürre seit 500 Jahren. Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, ist alarmiert: „Die Trockenheit wirkt katastrophal auf Landwirtschaft und Umwelt. In weiten Teilen von Rheinland-Pfalz sind der Juli und August 2022 regenlos geblieben. Die noch zu erntenden Feldfrüchte wie Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben vertrocknen auf den Feldern. Das Grünland zeigt sich seit Monaten nicht mehr grün, sondern braun.“ Die negativen Folgen für die Natur seien noch gar nicht abzusehen, so Horper weiter. So seien z.B. in den Wäldern massive Schäden am Baumbestand zu befürchten.

Der Bauern- und Winzerverband merkt an, dass die Tierhalter bereits jetzt auf Futterreserven zurückgreifen müssen, die eigentlich für den Winter gedacht seien. Auch im Weinbau drohten gerade bei Jungreben massive Trockenschäden. Die jetzt anstehende Aussaat von Raps und Wintergerste sei wegen der knochenharten Böden kaum möglich, was wiederum die Ernte im nächsten Jahr gefährde. Darüber hinaus würden die Folgen des Austrocknens der Wasserstraßen für die Agrarlogistik gerade am Mittelrhein sehr deutlich. Eine Verkehrsader, die auch für den Transport von Getreide und Energie genutzt wird, komme fast zum völligen Erliegen. Dies verschärfe die angespannte Versorgungslage zusätzlich.

Der Bauern- und Winzerverband fordert den Bund und das Land angesichts dieser Entwicklungen auf, ein Programm für Soforthilfen für die Landwirtschaft auf den Weg zu bringen, damit die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln in den durch Krieg und unterbrochenen Lieferketten angespannten Agrarmärkten weiter gewährleistet werden könne. Daneben brauche es ein Bündel an langfristigen Maßnahmen und Instrumenten, damit sich die Bauern den Herausforderungen von Trockenheit und Hitze stellen können, wie z.B. umweltverträgliche Bewässerungssysteme, ein nachhaltiges Wassermanagement und die Züchtung trockenresilienterer Pflanzen. Auch die EU müsse die Ausgestaltung des Green Deals sowie der Farm-to-Fork-Strategie im Hinblick auf die Ernährungssicherung überdenken.

Horper macht deutlich: „Die Bäuerinnen und Bauern spüren die Auswirkungen des Klimawandels ganz besonders. Deshalb nimmt die Landwirtschaft die Folgen sehr ernst und ist auch bereit, aktiv an zusätzlichen Beiträgen zum Klimaschutz mitzuarbeiten.“