Kategorien
News

ÜAZ Wittlich – Wegbereiter für eine erfolgreiche berufliche Zukunft

Wittlich – Seit 18 Jahren kann das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Wittlich (ÜAZ) auf eine Förderung durch die Europäische Union zurückblicken. Seitdem konnten durch die Förderung im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (seit 2021 Europäischer Sozialfonds Plus) zahlreiche arbeitsmarktpolitische Projekte erfolgreich durchgeführt werden. Gemeinsame Ziele dieser Projekte sind unter anderem die Integration sozial Benachteiligter, die Verbesserung des Übergangs von der Schule in den Beruf sowie die Prävention von Ausbildungsabbrüchen. Für 2023 wurden in den vorangegangenen Auswahlverfahren der Landesregierung Rheinland-Pfalz folgende drei Projekte im ÜAZ-Wittlich als förderwürdig befunden:

Der im letzten Jahr erstmals umgesetzte Förderansatz „JobAction“ ist auf ein sehr gutes Echo gestoßen, sodass er auch 2023 im ÜAZ-Wittlich durchgeführt wird. Hierbei wird mit Hilfe gezielter Motivations- und handwerklich-künstlerischer Projektarbeit die Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen erhöht, die zuvor bereits negative Erfahrungen mit anderen Lernformen gemacht haben. Um Qualifikations- und Ausbildungshürden zu überwinden, wird eine individuelle Betreuung mit passenden Gruppenangeboten im Rahmen der Projekte kombiniert. Teilnehmen können junge Menschen unter 25 Jahren, die beispielsweise noch beruflich unorientiert sind, sich weder in einer Schule noch in einer Berufsausbildung befinden. Neben dem Europäischen Sozialfonds Plus wird dieses Projekt auch durch das Jobcenter Bernkastel-Wittlich finanziell unterstützt.

Das Projekt „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ unterstützt Auszubildende als auch Betriebe in kritischen Ausbildungssituationen. Dieses Projektangebot besteht im ÜAZ-Wittlich bereits seit zehn Jahren und begeht somit gleichzeitig ein kleines Jubiläum. Dank der Förderung durch den ESF bzw. ESF Plus seit 2013 und in diesem Jahr erstmalig auch durch die Nikolaus Koch Stiftung, Trier, erhalten Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in einer Berufsausbildung oder Einstiegsqualifizierung befinden, die nötige Hilfe und Unterstützung, wenn im Ausbildungsbetrieb, der berufsbildenden Schule oder im sozialen/privaten Umfeld Probleme auftauchen. Oftmals wiegen diese Probleme so schwer, dass ein vorzeitiger Ausbildungsabbruch unvermeidlich erscheint. Das Projekt „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ setzt hier an, um durch gezielte, individuelle und bedarfsorientierte Ausbildungsbetreuung und -begleitung den Ausbildungsabbruch zu vermeiden und die Ausbildung mit Erfolg abzuschließen.

Unter dem Namen „IbIZA“ (Informieren und Beraten zwecks Integration und Zukunft auf dem Arbeitsmarkt) wird seit 2018 der ESF Plus-Förderansatz des „Bedarfsgemeinschaftscoaching“ mit Förderung des Europäischen Sozialfonds bzw. Europäischer Sozialfonds Plus und Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz sowie des Jobcenters Bernkastel-Wittlich im ÜAZ-Wittlich umgesetzt.

Hier werden Teilnehmende im Bürgergeldbezug dabei unterstützt, ihre Beschäftigungsfähigkeit und damit ihre beruflichen Perspektiven zu verbessern. Ziel der Projekte ist überdies die Stärkung der sozialen Teilhabe und des Zusammenlebens in den Familien.

Die Betreuung der Teilnehmenden erfolgt überwiegend als aufsuchende Arbeit, das heißt die Sozialpädagogen und Sozialarbeiter kommen zu den Menschen nach Hause. Sie wenden sich zudem nicht nur der einzelnen Person zu, sondern betrachten das ganze familiäre Lebensumfeld, im Sinne des SGB II eben die Bedarfsgemeinschaft. Durch das Bedarfsgemeinschaftscoaching soll so auch eine Verbesserung der Situation der in den Familien lebenden Kinder erreicht werden, zum Beispiel indem die schulische Situation in den Blick genommen wird und Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten aufgezeigt werden. Die Fachkräfte im Projekt nehmen hierbei eine Lotsenfunktion zu bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten ein. Familiäre Strukturen, die ein Abhängigkeitsverhältnis von staatlichen Leistungen auch in der Zukunft erwarten lassen, werden gezielt angegangen.

Die Projekte sollen auf weiterführende Maßnahmen zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit, wie beispielsweise die ESF+-Förderansätze „Perspektiven eröffnen“, „Frauen aktiv in die Zukunft“ oder andere Qualifikationsmaßnahmen der Jobcenter vorbereiten. Durch die individuelle Betreuung der Teilnehmenden wird flexibel auf die Bedarfe vor Ort eingegangen.

Mit diesem Coaching wurden bisher gute Erfolge erzielt bei der Hinführung der langzeitarbeitslosen Frauen und Männer an den Arbeitsmarkt. Mit der Betrachtung und Bearbeitung der individuellen Aspekte in der gesamten Bedarfsgemeinschaft wird dabei ein ganzheitlicher Ansatz in der Begleitung verfolgt, sodass damit eine Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht wird.

Dank der finanziellen Unterstützung durch den ESF Plus, der Landesregierung Rheinland-Pfalz, dem Jobcenter Bernkastel-Wittlich und der Nikolaus Koch Stiftung, Trier kann das ÜAZ-Wittlich seinen Beitrag leisten, um die Transformation der Arbeitswelt zu gestalten und lebenslanges Lernen zu fördern, Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf zu unterstützen und die Beschäftigungsfähigkeit von am Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen zu erhöhen.

Interessierte, die mehr über die oben genannten Projekte und evtl. Teilnahmemöglichkeiten erfahren beziehungsweise sich über das gesamte Bildungsangebot des ÜAZ-Wittlich informieren möchten, können sich gerne direkt an das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Wittlich, 06571 97870, info@ueaz-wittlich.de, www.ueaz-wittlich.de, wenden.

Kategorien
News

Selbstverteidigungs-Schnupperkurs bei der Stadtverwaltung Mayen

Mayen – Für die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung Mayen hielt das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten Ina Rüber-Teke kürzlich ein weiteres besonderes Angebot bereit: Ein 90-minütiger Selbstverteidigungs-Schnupperkurs.

Der Trainer Christian Grüner von „sen5“ aus Mayen präsentierte 25 Teilnehmenden einen umfangreichen Einblick in die Kunst der Selbstverteidigung. Nach einem kurzen theoretischen Crashkurs ging es dann schnell in praktische Übungsphasen, sodass selbst in 90 Minuten einiges ausprobiert werden konnte. Immer wieder erklärte Christian Grüner den Sinn, der sich hinter den jeweiligen Übungen verbirgt. Weiterhin erläuterte Grüner, in welchen unangenehmen Situationen welche Übungen hilfreich sein können. Er betonte die zentralen Punkte: stimmgewaltig, aufmerksam und schnell sein sowie wer gewaltfrei aus bedrohlichen Situationen kommt, gewinnt.

„Dieses Angebot erfreute sich hohem Interesse und wurde sehr gut angenommen. Für das betriebliche Gesundheitsmanagement und unsere Gleichstellungsbeauftrage ist das ein Zeichen, solche Angebote zu wiederholen und weitere ähnliche Aktionen anzubieten“, so Klaus Künzer, Leiter des Arbeitskreises BGM.

Erst kürzlich wurde ein Kochkurs für die Mitarbeitenden angeboten. Aber das ist nicht alles, was das BGM zu bieten hat. Neben der Möglichkeit, an verschiedenen Sportkursen teilnehmen zu können, wird auch einmal wöchentlich ein „Obstkorb“ mit frischem Obst vom Wochenmarkt bereitgestellt.

Das Team des BGM reagiert flexibel auf die Bedarfe und arbeitet eng mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Mayen zusammen um die Angebote entsprechend der Wünsche der Mitarbeiterschaft gestalten zu können.

Kategorien
News

Spendenverteilung für alle Flutopfer im Stadtgebiet Schleiden abgeschlossen

Schleiden – Nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 sind bei der Stadtverwaltung Spendengelder von insgesamt 1.964.845,09 Euro eingegangen. Davon wurden im Jahr 2021 1.759.525,67 Euro sowohl an Privatpersonen als auch an Gewerbebetriebe nach einem durch die Politik und Verwaltung festgelegten Verteilungsschlüssel auf Antrag ausgeschüttet.

Im darauffolgenden Jahr erfolgte eine Auszahlung von 136.162,68 Euro für den erhöhten Wasserverbrauch / Reinigungsbedarf sowie als Ausgleich für die Grundsteuer B. Auch hier konnten betroffene Bürger entsprechende Anträge stellen. Des Weiteren wurden den von der Flut betroffenen Vereinen im Schleidener Tal Spendengelder zugewiesen. Nunmehr wurden die verbleibenden Spendengelder verteilt, da in den letzten Wochen kaum noch bzw. keine Spendengelder mehr vereinnahmt wurden.

Privatpersonen 1.282.810,61 € Anzahl: ca. 355 Haushalte
Unternehmen 558.877.74 € Anzahl: 105 Betriebe
Vereine und sonstige Institutionen 123.156,74 € Anzahl: 11
  1.964.845,09 €  

Erster Beigeordneter Wolter erklärt, dass die Spendenverteilung nicht nur formal von der Verwaltung abgewickelt wurde, sondern auch mit dem angemessenen Mitgefühl und entsprechender Anteilnahme hinsichtlich der betroffenen Privatpersonen, Gewerbetreibenden und Vereinen erfolgte. Dabei sei es ihm ganz wichtig gewesen, dass alle Spendengelder 1:1 an die Betroffenen weitergeleitet und keine Verwaltungs- oder Bearbeitungsgebühren einbehalten wurden.

Kategorien
News

Kunstausstellung „Querbeet“ im Foyer des Rathauses in Kreuzau

Kreuzau – Agathe Thiem zeigt bis 28. April 2023 ihre Auswahl – Die 60-jährige Künstlerin Agathe Thiem aus Merzenich malt am liebsten gegenständlich – Situationen, Stillleben oder Porträts von Personen und Tieren. Für ihre Bilder orientiert sie sich an Fotografien, die sie in ihrer Freizeit gemacht hat. So entstehen Momentaufnahmen mit Ölfarben auf Leinwand, Malpapier oder Keilrahmen.

Als Jugendliche hätte die Künstlerin gerne Design studiert, sollte sich aber für einen anderen Beruf entscheiden. In den Folgejahren rückte ihre Leidenschaft in den Hintergrund, Familienplanung und die berufliche Weiterentwicklung standen im Vordergrund. Erst vor gut zwölf Jahren hat sie sich der Kunst wieder aktiv zugewandt und auch beruflich kann sie diese nun ausleben. Als Abteilungsleiterin in einem Seniorenheim gibt sie ihre Leidenschaft an die Bewohner weiter.

Bis zum 28. April 2023 kann die Ausstellung „Querbeet“ montags bis freitags von 8:30 – 12:00 Uhr sowie dienstags von 13:30 bis 16:00 Uhr und donnerstags von 13:30 bis 17:00 Uhr kostenfrei und ohne Termin im Rathaus Kreuzau besucht werden. Der Zugang ist barrierefrei.

Kategorien
News

Auf der Spur des Wasserstoffs – Entdeckertag an der Grundschule Brohl

Kaisersesch – Das aktuelle Thema Klimawandel in Verbindung mit dem großen Themenkomplex erneuerbare Energien konnte nun auch beim Entdeckertag der Grundschule Forster Kirchspiel aufgegriffen werden. Gemeinsam mit Vertretern der Universität Koblenz durfte das SmartQuart-Team der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch einen Vormittag mit hochbegabten Kindern verbringen, um mit ihnen das Thema Wasserstoff zu entdecken.

Schon zu Beginn beeindruckten die Entdeckerkinder mit ihrem umfangreichen Vorwissen. Erdwärme, Sonne, Wasser, Wind und Holz wurden von den Kindern den erneuerbaren Energien zugeordnet, Erdöl, Erdgas und Kohle den endlichen Energien. Auch über die jeweilige Nutzung und deren Auswirkungen auf das Klima konnten die Kinder fundiertes Wissen formulieren.

Der Weg zum Thema Wasserstoff wurde in die Geschichte der Kinder Tibor und Lilly eingebunden, die gemeinsam eine Fahrradtour zum Ausbildungsbetrieb von Lilly machen. Dort wird mit Wasserstoff gearbeitet. Unterwegs kommen die Radfahrer an einer CO₂-Messstation, einem Kraftwerk, Windrädern und einer Fotovoltaikanlage vorbei. An jedem Ort denken sie über dessen Bedeutung für das Klima nach, bis sie sich die Frage stellen, ob Autos nicht auch mit Wasser fahren könnten.

Jetzt wurde es kompliziert, aber auch sehr anschaulich: Das Wasserstoffspiel, an dem jedes Kind teilnahm, veranschaulichte die sogenannte Elektrolyse, bei der Wasser- und Sauerstoffmoleküle mithilfe von Strom voneinander getrennt werden.

Die Herstellung des Wasserstoffs wurde anschließend an einem kleinen Modell konkret vorgeführt. Mit dem produzierten Wasserstoff konnte dann ein kleines Brennstoffzellen-Modellauto betankt werden. Die Kinder staunten nicht schlecht, als das Modellauto losfuhr.

Das Highlight zum Abschluss des Entdeckertages war die Besichtigung des mitgebrachten Brennstoffzellenautos, dem Toyota Mirai des H2BZ Netzwerk RLP e. V., das sich die Kinder ganz genau und neugierig anschauen durften.

Ein toller, spannender und lehrreicher Vormittag, nicht nur für die Entdeckerkinder, sondern auch für das SmartQuart-Team (Silvia Eifel und Uwe Diederichs-Seidel) und das Team der Universität Koblenz (Dr. Svenja Brockmüller und Dr. Thomas Brühne).

Entdeckertag Grundschule Forster Kirchspiel

Seit dem Schuljahr 2007/2008 nimmt die Grundschule in Brohl am Modellprojekt für hochbegabte Kindergarten- und Grundschulkinder im Landkreis Cochem-Zell teil. Die Entdeckertagschule im Landkreis präsentiert sich als eine Schule an zwei Standorten. In der Grundschule Forster Kirchspiel wird der Entdeckertag für die Kinder der dritten und vierten Klassen angeboten. Die jüngeren Kinder treffen sich in Ellenz-Poltersdorf an der Mosel.

Kontakt für weitere Informationen zur Entdeckertagschule:

Grundschule Forster Kirchspiel, Telefon: 02672 8277, E-Mail: gs-forster-kirchspiel@kaisersesch.de

SmartQuart | Wasserstoffquartier Kaisersesch

SmartQuart ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördertes Projekt mit vielen Kooperationspartnern und drei Stadtquartieren. Ziel des Projektes ist es, die Nutzung fossiler Energieträger (Gas, Kohle und Öl) in den Projektquartieren weitgehend überflüssig zu machen. Das Quartier Kaisersesch ist mit einem Investitionsvolumen von über 8 Millionen € Teil des vom Bundesministerium geförderten Projektes SmartQuart. In Kaisersesch wird ein wasserstoffbasiertes Microgrid aufgebaut, das die gesamte Wertschöpfungskette des Energieträgers zeigt – von der Erzeugung, Umwandlung, Speicherung, Verteilung bis hin zur Nutzung durch die Endverbraucher*innen in den Sektoren Wärme, Strom, Mobilität und Industrie.

Kontakt für weitere Informationen zu SmartQuart:

Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch, Telefon: 02653 9996-510, www.kaisersesch.de/smartquart

Kategorien
News

„Vorbild für eine ganze Generation“ – Innung ehrt Nina Weber für besondere Leistungen

Prüm/Bernkastel-Kues – Stolz ist man in der Dachdecker-Innung Bernkastel-Wittlich auf seine jungen Fachkräfte. Dies zeigten die Mitglieder auch bei der Jahreshauptversammlung Ende Februar auf der Burg Landshut. Hier erhielt Gesellin Nina Weber ein Präsent von Landesinnungsmeister Johannes Lauer und Innungsgeschäftsführer Dirk Kleis überreicht. Weber hatte erst im vergangenen Sommer ihre Gesellenprüfung hervorragend abgeschlossen. Dann wurde sie Landessiegerin und nahm am Bundesentscheid teil. Als Nächstes steht die Dachdecker-WM 2024 an. „Sie ist damit ein Vorbild für eine ganze Generation“, so Innungsgeschäftsführer Dirk Kleis. „Im Sommer beginnt Nina bereits mit dem Meisterkurs“, erzählt ihr Chef Markus Berg, der auch Obermeister der Innung ist.

Über den Nachwuchs im Dachdeckerhandwerk berichtete Lauer der Versammlung auch in seinem Rückblick auf die Aktivitäten des Landesinnungsverbandes Dach RLP. Unter „Zukunft Dachdecker“ engagieren sich junge Dachdecker auf Landesebene dafür, Jugendlichen den Beruf näher zu bringen. Regional war derweil die Innung bei der Berufsinfomesse „Take off“ im vergangenen September aktiv. Aber auch das Miteinander der Dachdecker selbst ist der Innung wichtig. Einen Beitrag leistet dabei der Familientag. Für deren Organisation zeichnete sich zuletzt Lehrlingswart Eugen Ziegenhagel von Anton Holzbau verantwortlich. „Das Miteinander innerhalb unserer Innungsorganisation liegt uns genauso am Herzen wie die Interessenarbeit für unser Handwerk auf Landes- und Bundesebene“, erzählt Obermeister Berg. In 2023 stehen neben zwei Innungsstammtischen und der Teilnahme an Berufsinfomessen auch die Beteiligung am „Dach-Tag“ im Juni in Mainz an sowie der Innungsfamilientag im Oktober.

Die Versammlung wurde umrahmt von Informationen der Fördermitglieder Alwitra und Velux.

Kategorien
News

Spatenstich am Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Düren

Düren – Am gestrigen Montagmittag wurde bei dem feierlichen Spatenstich zu einem Erweiterungsbau am Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Düren der erste Schritt für den Zweig Wirtschaftsgymnasium gemacht. Auf drei Vollgeschossen werden in dem Modulbau offene Lernlandschaften nach modernstem Standard entstehen.

„Heute starten wir mit einem Ausbauprogramm für unsere Berufskollegs im Kreis Düren, was eine Rekordinvestition für den Kreis darstellt. Wir werden insgesamt deutlich über 100 Millionen Euro in die Berufskollegs investieren“, mit diesen Worten eröffnete Landrat Wolfgang Spelthahn gestern den Spatenstich am Berufskolleg Kaufmännische Schulen. „Die beste Investition ist die Bildung. Zu vernünftigem Unterricht gehört eine vernünftige Ausstattung und dafür legen wir nun den Grundstein“, sagte der Landrat weiter.

Insgesamt gibt es neun große Klassen-, sechs Differenzierungs- und zwei Beratungsräume in dem Neubau. Er erstreckt sich über eine Nutzfläche von 1290 Quadratmetern und soll im November dieses Jahres fertiggestellt werden. Der Bau wird barrierefrei und über eine Brücke mit dem Bestandsgebäude verbunden. Auch ein Aufzug wird verbaut. In der Fassade und im Innenbereich sind viele Fenster und einige mobile Glastrennwände angeordnet, wodurch große sowie helle Lernlandschaften entstehen. Eine Luftwärmepumpe, die das Gebäude mit Wärme versorgt und eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach runden den umweltfreundlichen Neubau am Berufskolleg ab. Er erfüllt den KfW 55 Standard, was bedeutet, dass nur 55 Prozent der Energie eines konventionellen Baus benötigt werden. Die Fassade wird farblich an das bereits bestehende Gebäude angepasst.

Das schulische Konzept und die Anforderungen sind in einer Machbarkeitsstudie der Hausmann Architekten in Zusammenarbeit mit der Schulleitung entstanden. Michael Lichtwald, stellvertretender Schulleiter des Berufskollegs Kaufmännische Schulen, bedankte sich auf dem Spatenstich für die politische Unterstützung: „Es wird deutlich, welch hohen Stellenwert das Thema Bildung im Kreis Düren hat.“ Auch Andrea Herrlein, Schulleiterin des Wirtschaftsgymnasiums, freut sich auf das zukunftsweisende Gebäude: „So sieht eine optimale Unterstützung für das ‚Abitur mit Mehrwert‘ aus, also die Allgemeine Hochschulreife mit den zusätzlichen Kenntnissen in den Themen Wirtschaft und Verwaltung.“

Der Kreis Düren errichtet das Gebäude gemeinsam mit dem Generalunternehmer Jaeger Modulbau aus Altenstadt an der Waldnaab. Der Entwurf für das Gebäude wurde von dem Ingenieurbüro Monath aus Düren-Niederau erarbeitet. Durch die Ausführung als Stahlmodulbau und vorgefertigten Teilen können die Beeinträchtigungen an der Baustelle auf ein Minimum reduziert werden. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund 7,18 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Bau mit 3,34 Millionen Euro durch das Gesetz zur Umsetzung des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes (KInvFöG NRW).

Kategorien
News

Mobile Bäume für die Großkölnstraße in Aachen

Aachen – Die „Taskforce Innenstadtmorgen“ setzt ihre Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt in Zeiten des Wandels im Auftrag der Oberbürgermeisterin weiter fort. Ein wichtiger Straßenzug der Aachener Innenstadt wird im wahrsten Sinne des Wortes lebendiger: Kurz vor dem nahenden Frühling sind 15 Bäume in mobilen Pflanzbehältern zwischen Markt und Seilgraben aufgestellt worden. Damit gewinnt nicht nur der öffentliche Raum an Attraktivität. Die Bäume tragen auch dazu bei, das Mikroklima vor Ort zu verbessern.

Ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und Grünstrukturen

Über eine Förderung im „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ wurden für die Großkölnstraße 15 „mobile Bäume“ bewilligt. Neben weiteren Projekten der Taskforce verbessern sie nicht nur die Situation in der Großkölnstraße selber, sondern leisten auch einen Beitrag zur Aufwertung der Innenstadt allgemein. „Die gesamtstädtische Strategie zur Klimaanpassung enthält neben einer langfristigen Ausrichtung auch konkrete und schnelle Interventionen. Mit dieser Maßnahme können wir sehr kurzfristig und konkret etwas bewirken“, freut sich Heiko Thomas, Beigeordneter für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude.

Bäume übernehmen dabei vielfältige Aufgaben: sie verbessern die Luftqualität und das Stadtklima, sie spenden Schatten, binden CO2, produzieren Sauerstoff, sie sind Lebensraum für Tiere und sie tragen zur Gestaltung des Stadtraums bei.

Idealerweise werden dazu dauerhafte Baumstandorte geschaffen. Dies ist jedoch mit umfangreichen Planungs- und Bauprozessen verbunden. Deshalb werden für die Großkölnstraße in einem ersten Schritt Bäume in Pflanzbehältern aufgestellt, wodurch deutlich schneller eine positive Wirkung erreicht werden kann. „Die mobilen Bäume sind auch ein wichtiger Baustein zur Stärkung von Grünstrukturen in den dicht bebauten Quartieren der Innenstadt, in denen ein Mangel an öffentlichen und auch an privaten Grünräumen herrscht“, erläutert Dr. Christoph Ruckert, im Fachbereich Klima und Umwelt zuständig für die strategische Freiraumentwicklung der Stadt Aachen.

Mehr Aufenthaltsqualität und Grün in der Großkölnstraße

Als ein Beitrag zur Stärkung der Innenstadt in Zeiten des Wandels hat die Stadt Aachen die „Taskforce Innenstadtmorgen“ ins Leben gerufen. Seit einem Jahr ist sie mit zahlreichen Aktionen und Unterstützungsformaten in der Großkölnstraße aktiv. Eine Erhöhung des Grünanteils und einladende Aufenthaltsbereiche waren die meistgenannten Wünsche und Ideen von Anwohner*innen, Eigentümer*innen, Gastronom*innen und Einzelhändler*innen bei der 1. Straßenkonferenz in der Großkölnstraße im März 2022.

Durch eine Pflanzaktion und das Engagement von Studierenden der RWTH im Kooperationsprojekt „ACademie für kollaborative Stadtentwicklung“ konnte 2022 bereits mehr Grün durch die „Wanderbaumallee“ in die untere Großkölnstraße gebracht werden. „Wir freuen uns, dass wir auf den positiven Erfahrungen aufbauen und unsere Aktivitäten in diesem Jahr nahtlos fortführen können. Die Bäume machen einen sichtbaren Unterschied und verbinden die obere mit der unteren Großkölnstraße“, sind sich Jan Kemper aus dem Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Mobilitätsinfrastruktur und Citymanagerin der Stadt Aachen, Dr. Daniela Karow-Kluge einig.

Robuste Baumart

Als Baumart für die Großkölnstraße wurde der Feldahorn gewählt. Diese Bäume sind sehr gut für das Stadtklima und die veränderten Bedingungen des Klimawandels geeignet. Die mobilen Bäume werden zunächst für eine noch unbestimmte Zeit in der Großkölnstraße erprobt und können dann an andere innerstädtische Orte, die im geförderten Fokusbereich des Sofortprogramms liegen, weiterwandern. Nach der Phase in den Pflanzbehältern, die für mindestens fünf Jahre vorgesehen ist, werden sie dauerhaft auf neue Standorte gepflanzt.

Kategorien
Top-Themen

Zustellung des Steuerbescheides in Nordrhein-Westfalen ist jetzt rein digital möglich

Region/Düsseldorf – Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger ihren Einkommensteuerbescheid direkt in ELSTER zugestellt bekommen. Diese Neuerung ist die nächste Stufe der Umstellung auf die digitale Übermittlung offizieller Schreiben aus der Finanzverwaltung, die termingerecht ab sofort freigeschaltet wurde. „Die digitale Zustellung des Steuerbescheides ist ein weiterer wichtiger Baustein der bürgerfreundlichen Finanzverwaltung“, sagt Dr. Marcus Optendrenk, Minister der Finanzen für Nordrhein-Westfalen. „Der Weg von der Abgabe der Einkommensteuererklärung bis zum Erhalt des Steuerbescheids ist jetzt komplett digital möglich – und somit für die Menschen einfach vom Sofa aus. Außerdem ist der Bescheid schneller im ELSTER-Postfach als im Briefkasten.“

Ganz wichtig: Die Entscheidung liegt bei den Bürgerinnen und Bürgern selbst. Denn Voraussetzung, um die digitale Bekanntgabe in Anspruch zu nehmen, ist die vorherige elektronische Einwilligung im Online-Portal „Mein ELSTER“ oder im Rahmen einer erteilten Vollmacht an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater – diese bleibt bis zum Widerruf grundsätzlich für alle Steuerarten gültig, kann aber selbstverständlich jederzeit nachträglich geändert werden. Noch innerhalb dieses Jahres wird die Möglichkeit zur digitalen Bekanntgabe um die Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuerbescheide erweitert.

„Die Finanzverwaltung ist für die Menschen in Nordrhein-Westfalen da“, betont Minister Dr. Optendrenk. „Unser Anspruch ist es, den Bürgerinnen und Bürgern ihren Kontakt mit dem Finanzamt so einfach, sicher und angenehm wie möglich zu machen. Deshalb wollen wir ELSTER zu einem echten Online-Finanzamt ausbauen.“

Eine weitere Erleichterung, die viele Bürgerinnen und Bürger jetzt zu Jahresbeginn beim Ausfüllen ihrer Einkommensteuererklärung bemerken werden: Viele ihrer Daten werden der Finanzverwaltung bereits von dritter Seite elektronisch übermittelt und in ELSTER übertragen. Das gilt bereits für 37 Mitteilungsarten, darunter Lohnsteuerbescheinigungen sowie Mitteilungen über Rentenbezug, Kranken- und Pflegeversicherung und Lohnersatzleistungen. Jährlich wird dieses Verfahren erweitert.

Hinweis:

Wie Bürgerinnen und Bürger ihren Steuerbescheid über ELSTER digital erhalten können, haben wir in einem Erklär-Video unter www.finanzverwaltung.nrw.de zusammengefasst.

Kategorien
Wirtschaft

Gerolsteiner: Der Deckel bleibt dran – Tethered Caps für die Einwegprodukte

Gerolstein – Die Verschlüsse von PET-Einwegflaschen müssen entsprechend der EU-Vorgabe künftig auch nach dem Öffnen fest mit der Flasche verbunden bleiben, um zuverlässig sicherzustellen, dass Flasche und Verschluss zusammen dem Recycling zugeführt werden. Ab März 2023 startet Gerolsteiner, in Deutschland Marktführer unter den Markenmineralwässern, mit dem Einsatz der „Bleibt-dran-Deckel“ (Tethered Caps). Ab Juli nächsten Jahres ist der neue Verschluss für alle PET-Einwegflaschen verpflichtend.

die Verschlüsse von PET-Einwegflaschen müssen entsprechend der EU-Vorgabe künftig auch nach dem Öffnen fest mit der Flasche verbunden bleiben, um zuverlässig sicherzustellen, dass Flasche und Verschluss zusammen dem Recycling zugeführt werden. Foto: Gerolsteiner Brunnen

Gerolsteiner will den Umstellungsprozess auf die neuen „Bleib-dran-Deckel“, den das Unternehmen in KW 9/2023 begonnen hat, bis Ende des ersten Quartals 2024 abschließen. Als erstes wird die Gerolsteiner 1,5 Liter-PET-Einwegflasche sukzessive mit Tethered Caps ausgestattet. Ende 2023 folgen Getränke in 1,0 Liter- und 0,75 Liter-PET-Einweg-Gebinden. Das Gerolsteiner PET-Einweg-Sortiment wird für eine längere Übergangszeit sowohl mit den bisherigen Verschlüssen als auch mit dem neuen „Bleibt-dran-Deckel“ angeboten werden. Ende März 2024, also deutlich vor dem von der EU gesetzten Stichtag 3. Juli 2024, will der Gerolsteiner Brunnen vollständig auf die neuen Verschlüsse umgestellt haben.

Materialeinsparung unterstützt Nachhaltigkeitsziele – Großer Öffnungswinkel sorgt für Trinkkomfort

Gerolsteiner versteht die Weiterentwicklung der Verpackungen als Baustein im Rahmen des Nachhaltigkeitsengagements. Die Höhe der „Bleibt-dran-Deckel“ ist geringer als die des bisher genutzten Verschlusses, was pro Verschluss je nach Typ Materialeinsparungen von 0,05 g bzw. 0,33 g mit sich bringt. Die Gewichtseinsparung im Gewindebereich reduziert den Materialbedarf je nach Preform um jeweils 0,8 bzw. 1,3 g. Beides trägt zu einer weiteren Verbesserung der Ökobilanz der Flaschen bei und unterstützt damit die Nachhaltigkeitsziele von Gerolsteiner. Auch für den nötigen Trinkkomfort ist gesorgt: Durch einen verkleinerten Durchmesser des Neckrings vergrößert sich der Öffnungswinkel des Verschlusses auf 160 bis 180 Grad. Auf diese Weise behindert der Bleib-dran-Verschluss weder das Ausschenken noch das Trinken aus der Flasche. Mit einem Siegel auf den Flaschenetiketten informiert Gerolsteiner Verbraucherinnen und Verbraucher über die neuen „Bleibt-dran-Deckel“. Außerdem soll eine eigene Landing-Page zum Thema erstellt werden, die über einen QR-Code auf dem Etikett verlinkt wird.

Gelebte Nachhaltigkeit

Gerolsteiner versteht Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmen-DNA. Der Brunnen wurde als erstes deutsches Getränkeunternehmen nach der Öko-Audit-Verordnung registriert, betreibt seit 1992 ein systematisches Umweltmanagement und hat seit 2013 ein zertifiziertes Energiemanagement-system. Das ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzept umfasst die Bereiche Gesundheit und Wohlbefinden, Quell- und Produktschutz, Umwelt- und Klimaschutz und soziale Verantwortung. Gerolsteiner hat sich als erster Mineralbrunnen zum 1,5-Grad-Ziel der internationalen Klimaschutzpolitik bekannt. Das Unternehmen engagiert sich für den Aufbau klimastabiler Wälder in der Eifel und eine gewässerschonende landwirtschaftliche Bewirtschaftung im Quellgebiet.