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Attraktiv und karitativ – Die Lotto-Elf ist mehr als nur Fußball

Region/Koblenz – Ehemalige Welt- und Europameister sowie Bundesliga-Stars kicken für guten Zweck – zwölf Spiele in Rheinland-Pfalz. Das Runde muss ins Eckige – diese Formel wäre für die Lotto-Elf zu einfach. Denn bei der Prominentenmannschaft von Lotto Rheinland-Pfalz steht neben Fußballzauber vor allem der gute Zweck im Vordergrund. Die neue Benefizsaison im Jahr des 75. Geburtstages des Glücksspielunternehmens startet am 4. Mai 2023 in Miehlen an der Lahn. Der neue Spielplan wurde am Donnerstag, 30. März, in der Lotto-Zentrale in Koblenz vorgestellt.

Fußball spielen und helfen – das ist es, was die Lotto-Elf seit 24 Jahren mit viel Erfolg praktiziert. So wird es auch 2023 sein: Von Beuren bis Wolfstein, von Miehlen bis Watzerath und von Koblenz bis Ferschweiler – die mit Weltmeistern, Olympiasiegern, Europameistern und Deutschen Meistern gespickte Lotto-Elf gastiert in diesem Jahr in insgesamt zwölf rheinland-pfälzischen Orten und schnürt für verschiedenste soziale Zwecke die Fußballstiefel.

Neben Fußball-Idolen wie Guido Buchwald, Stefan Kuntz, Dariusz Wosz, David Odonkor, Niko Bungert, Stephan Engels oder Lena Goeßling ist unter anderem auch der beliebte Fernseh-Showmaster und Comedian Guido Cantz regelmäßig am Ball für die gute Sache.

Die sportliche Leitung liegt in den Händen des zweimaligen Vize-Weltmeisters und Europameisters Hans-Peter Briegel. Tatkräftig unterstützt wird er von dem als Euro-Eddy bekannt gewordenen Edgar Schmitt. „Wir wollen neben der vielfachen Unterstützung sozialer Projekte auch attraktiven Fußball bieten“, belegt Briegel den sportlichen Ehrgeiz seiner Mannschaft.

Ein Spiel der Lotto-Elf ist mehr als nur ein Spiel für den guten Zweck. Rund um die Begegnung sorgt ein umfangreiches Programm für Unterhaltung auf und neben dem Platz, unter anderem ein Schnuppertraining für Kinder und Jugendliche mit Ex-Nationalspieler Dariusz Wosz. Außerdem gibt es einen Workshop „Rhythmische Sportgymnastik“ und ein Cheerleader-Training mit Trainerin Nika Krosny-Wosz.

Fans und Zuschauer haben zudem die Chance auf Autogramme ihrer Idole, gemeinsame Fotos und bei einer Tombola auf hochwertige Preise. „Ein Spiel der Lotto-Elf ist ein Ereignis für die ganze Gemeinde, denn rund um das Benefizspiel stellen die ausrichtenden Vereine zusammen mit Lotto Rheinland-Pfalz ein buntes Fest auf die Beine“, erklärt Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner, der auch gerne öfter selbst die Fußballschuhe für die Lotto-Elf geschnürt hat: „Helfen gehört zur Philosophie von Lotto Rheinland-Pfalz. Da bin ich gerne dabei.“

Der Hauptzweck der Lotto-Elf ist es, in jedem Spiel möglichst viel Geld für einen sozialen Zweck einzuspielen. Meistens für ein Hilfsprojekt, das in der Region verortet ist, in dem auch das Spiel stattfindet. Auf diese Weise hat diese Prominentenmannschaft in mittlerweile 265 Spielen schon über 3,7 Millionen Euro für die unterschiedlichsten Zwecke eingespielt. Allein im vergangenen Jahr hat die Lotto-Elf 222.500 Euro erwirtschaftet. Das war die zweithöchste Spendensumme seit dem Jahr der Gründung.

Anlässlich des 75. Geburtstages von Lotto Rheinland-Pfalz wird die Lotto-Elf zwei besonders aufmerksamkeitsstarke Auftritte haben: Zum einen am 16. Juni in Koblenz, wo sie zugunsten der Initiative „Fly & Help“ gegen eine Prominentenauswahl rund um die ehemaligen Bremer Bundesligastars Nelson Valdez und Ailton antreten wird, zum anderen am 23. Juli in Laubach, wo als Gegner die Komiker-Nationalmannschaft sowie die Traditionself des 1. FSV Mainz 05 warten.

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„Erste Hilfe“ für Kulturgut – Stadt- und Kreisarchiv Düren erhält Notfallboxenset

Düren – Es ist wie ein großer Erste-Hilfe-Koffer für Kulturgut, den der Landschaftsverband Rheinland (LVR) dem Stadt- und Kreisarchiv Düren übergeben hat. Doch statt eines Koffers haben Landrat Wolfgang Spelthahn, Dürens Bürgermeister Frank Peter Ullrich sowie Daniel Schulte und Adelheid Schebesta vom Stadt- und Kreisarchiv gleich drei große blaue Boxen entgegennehmen dürfen. Alle sind sich einig in der Hoffnung, diese nie nutzen zu müssen.

Denn dieses Boxenset dient im Notfall dazu, geschädigtes Archivmaterial im Falle eines Wasserschadens schnell sichern zu können und somit weiteren Schäden vorzubeugen. „Wir bedanken uns herzlich für diese Unterstützung und Wertschätzung. Archive sind unheimlich wichtig für das Gemeingut, sie sind das Gedächtnis der Heimat. Es zu schützen, ist eine sehr, sehr wichtige Aufgabe“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. Dürens Bürgermeister Frank Peter Ullrich stimmte zu und betonte: „Ob große Flutkatastrophen oder Schäden an Leitungen, das Unglück passiert schneller, als man vermutet. Dann ist schnelles Handeln erforderlich. Nur durch gute Vorbereitung kann Schlimmeres verhindert werden.“

Das Archivberatungs- und Fortbildungszentrum des LVR stattet seit rund zehn Jahren Archive mit den Notfallboxensets aus. Da sich die Archivlandschaft in den Kommunen im Kreis Düren stetig ausgebaut und professionalisiert hat, haben Matthias Senk und Markus Vieten vom LVR Archivberatungs- und Fortbildungszentrum nun das erste Notfallboxenset übergeben und zugleich den Inhalt erklärt. So finden sich darin neben Schutzausrüstungen unter anderem Folien, Taschenlampen und Klebebänder. Der LVR trägt die Kosten für die Anschaffung. „Danke für die Möglichkeit, dass wir das Set bei uns aufbewahren können, um im Notfall darauf zugreifen können“, sagte Archivleiter Daniel Schulte. Nicht nur für das Stadt- und Kreisarchiv in Düren sind diese Boxen im Notfall hilfreich, sondern auch über die Grenzen hinaus. So ist derzeit die Gründung eines Notfallverbundes für Archive, auch außerhalb des Kreises Düren, in Planung.

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Politik

In NRW können die Grundschulen jetzt Alltagshelferinnen und Alltagshelfer einstellen

Region/Düsseldorf – NRW Schul- und Bildungsministerin Feller: Alltagshelferinnen und Alltagshelfer sollen unsere Lehrkräfte unterstützen und entlasten. Handlungskonzept für eine bessere Unterrichtsversorgung wird umgesetzt. Das Ministerium für Schule und Bildung bringt die Umsetzung des Handlungskonzepts für eine bessere Unterrichtsversorgung weiter voran. Die Grundschulen können nunmehr damit beginnen, Alltagshelferinnen und Alltagshelfer einzustellen.

Nach Verbändebeteiligung und Kabinettbefassung werden zudem die erforderlichen Verordnungen für die Maßnahmen aus dem Bereich der Lehrkräfteausbildung in Kraft gesetzt. Ebenso werden die Erlassänderungen aus dem Bereich der Lehrkräfteeinstellung in Kürze umgesetzt. Schul- und Bildungsministerin Dorothee Feller: „Alle Personalmaßnahmen aus unserem Handlungskonzept befinden sich jetzt in der Umsetzung. Damit ist der Weg frei für eine gezielte Unterstützung unserer Schulen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Grundschulen. Wir erweitern hier unter anderem die Möglichkeiten für den Seiteneinstieg und schaffen die Voraussetzungen für die Einstellung von Alltagshelferinnen und Alltagshelferinnen. Sie sollen die Lehrkräfte an Grundschulen unterstützen und entlasten, damit diese sich stärker auf ihren Unterricht konzentrieren können.“

Der Arbeitsalltag von Lehrerinnen und Lehrern an Grundschulen ist durch eine Vielzahl von Tätigkeiten geprägt, die über die Kerntätigkeit Unterrichten hinausgehen. Alltagshelferinnen und Alltagshelfer sollen Lehrkräften eine spürbare Entlastung und Unterstützung anbieten, indem sie verschiedene Alltagsaufgaben übernehmen. Das kann zum Beispiel die Vorbereitung des Klassenzimmers, die Beaufsichtigung oder auch die Unterstützung einzelner Schülerinnen und Schüler bei der Herstellung der Arbeitsfähigkeit sein. Alltagshelferinnen und Alltagshelfer müssen keine formelle Qualifikation nachweisen. Entscheidend ist vor allem die Eignung für diese Form von Unterstützung. Die Einstellungsentscheidung trifft die Schulleitung. Die Stellen werden als Tarifstellen mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von maximal 30 Stunden ausgeschrieben. Alltagshelferinnen und Alltagshelfer werden auf unbesetzten Stellen eingestellt. Dies steht aber der Einstellung von Lehrkräften nicht im Wege.

Im Bereich der Lehrkräfteeinstellung wird das Handlungskonzept Unterrichtsversorgung in Kürze durch Erlassänderungen umgesetzt.

Im Bereich der Lehrkräfteausbildung erfolgt die Umsetzung auf dem Verordnungswege. Im Mittelpunkt stehen dabei Maßnahmen für die Grundschule und das Berufskolleg:

  • Der Seiteneinstieg mit einem berufsbegleitenden zweijährigen Vorbereitungsdienst wird für das Lehramt an Grundschulen geöffnet. Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger mit entsprechenden Hochschulabschlüssen können damit die volle Lehramtsbefähigung für die Grundschule erwerben. Das war bislang nicht möglich.
  • Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen können ihren Vorbereitungsdienst zukünftig auch für das Lehramt an Grundschulen oder für das Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar-und Gesamtschulen aufnehmen und die entsprechende Lehramtsbefähigung erwerben.
  • Lehrkräfte mit der Befähigung für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen erhalten zukünftig die Möglichkeit, dauerhaft an einer Grundschule eingestellt zu werden, auch wenn ihre Lehrbefähigungen kein Fach der Grundschule abbilden.
  • Der Duale Master für die technischen Fachrichtungen des Berufskollegs wird für Bachelorabsolventinnen und Bachelorabsolventen von Universitäten geöffnet und auf neue berufliche Fachrichtungen ausgedehnt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren ein berufsbegleitendes lehramtsbezogenes Masterstudium für das Lehramt an Berufskollegs. Nach Abschluss des dualen Masterstudienganges erfolgt ein berufsbegleitender Vorbereitungsdienst.

Außerdem werden folgende weitere Maßnahmen umgesetzt:

  • Lehrkräften aus Drittstaaten soll der Einstieg in den Schuldienst erleichtert werden. Das bisher erforderliche Sprachniveau C2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen wird für den Zugang zu sog. Ausgleichsmaßnahmen auf das Niveau C1 festgesetzt. Für eine dauerhafte Übernahme muss jedoch weiterhin das Niveau C2 erreicht werden.
  • Jede Neueinstellung von grundständig ausgebildeten Lehrkräften soll zukünftig mit der Möglichkeit einer Abordnung an besonders belastete Schulen verbunden werden. Voraussetzung ist, dass die abordnende Stammschule ausreichend gut mit Lehrkräften versorgt ist.

Die aufgeführten Maßnahmen treten zum 1. Mai 2023 in Kraft.

Abschließend erklärte Schul- und Bildungsministerin Feller: „Das Handlungskonzept Unterrichtsversorgung ist ein wichtiger Schritt, um unsere Schulen gezielt zu unterstützen. Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, innerhalb von einem Vierteljahr alle Maßnahmen in die Wege zu leiten und danke allen Beteiligten. Wir nehmen bei der Umsetzung des Handlungskonzeptes vor allem die Grundschulen in den Blick und die Schulen, die vom Lehrkräftemangel besonders betroffen sind. Wir werden die Umsetzung unseres Handlungskonzepts intensiv begleiten und bereits jetzt weitere mögliche Maßnahmen prüfen.“

Die Landesregierung hatte im Dezember 2022 ein umfangreiches Handlungskonzept zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung vorgelegt mit kurz-, mittel- und langfristig wirkenden Maßnahmen. Das Konzept umfasst die Bereiche der Lehrerausbildung und Lehrereinstellung, Wertschätzung und Entlastung sowie das Dienstrecht. Die dienstrechtlichen Maßnahmen des Handlungskonzepts wurden bereits im Februar 2023 umgesetzt.

 

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Wirtschaft

Innung verstärkt Schlagkraft – Holzbau- und Zimmerer-Innung Westeifel tagte

Schönecken/Prüm – Es ist beschlossene Sache: Die Holzbau- und Zimmerer-Innung Westeifel verstärkt ihre Schlagkraft und wird Teil im Verband Bauwirtschaft RLP. Damit gehören die regionalen Zimmererbetriebe demnächst mit zu Holzbau Deutschland – dem Bund Deutscher Zimmerermeister. Bei der Mitgliederversammlung Mitte März stimmten alle im Alten Amt in Schönecken anwesenden Zimmerer einstimmig für den Beitritt.

„Zum Holzbau Deutschland gehören 17 Landesverbände und deren angeschlossenen lokalen Innungen. Wir sind demnächst ein Teil davon“, schaut Obermeister Michael Fandel positiv in die Zukunft. „Der Verband vertritt unseren Berufsstand nach außen und setzt sich unsere Belange ein. Wir haben damit einen starken Partner an unserer Seite.“ Und als starker Partner zeigt sich der Verband. Er steht nach eigenen Angaben für die Zukunftssicherung des Zimmererhandwerks und des Holzbaus. „Angestammte Tätigkeitsbereiche des Holzbaus werden bewahrt, ausgebaut und weiterentwickelt. Neue Tätigkeitsfelder werden erschlossen.“ Für die kleine Innung ist das ein großer Schritt, der durchaus auch mit Kosten für die Betriebe verbunden ist. Aber die Stärkung der Kompetenzen, die Vernetzung zu Fachkollegen und nicht zuletzt auch die Mitwirkung bei der Berufsbildung sind es den Unternehmern wert.

Insgesamt werden im Kammerbezirk Trier derzeit 103 Zimmerer und eine Zimmerin ausgebildet. Davon kommen über 30 aus der Westeifel. Für die Abnahme der Prüfungen ist der Gesellenprüfungsausschuss verantwortlich. Hier standen Neuwahlen der Arbeitgebervertreter an. Für die nächste Wahlperiode ab 1. August werden sechs Innungsmitglieder für fünf Jahre hierfür verantwortlich zeichnen.

Zu Gast war an dem Abend auch Fritz Müller von Fördermitglied Velux, der die Handwerker mit Neuheiten rund um Dachfenster versorgte. Rund um Tondachziegel wird es Mitte April bei der Innungsfahrt zum Partner Creaton im nordschwäbischen Wertlingen gehen. Weiter geplant sind im laufenden Jahr Tagesseminare und Innungsstammtische. „Uns ist das Miteinander der Innungskollegen wichtig. Das geht immer noch am besten, indem man sich persönlich trifft und austauscht. Eine schöne Gelegenheit ist auch die Lossprechungsfeier der neuen Gesellen im Sommer“, blickt der Obermeister voraus. Zurück blickte derweil Zimmerermeister Werner Thiel. Er hat vor über 35 Jahren den Meistertitel erworben. Er erhielt an dem Abend eine Urkunde als Dank und Anerkennung des Handwerks vom Obermeister überreicht.

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Kunst & Kultur

Mut, Kraft, Hoffnung und Bares für die Mechernich-Stiftung

Mechernich – Bildhauerin Ela Rübenach sammelte mit ihren Flutengeln auf vom Wasser ausgewaschenen Kommerner Pflastersteinen 4000 Euro für die Mechernich-Stiftung und gab Hochwasseropfern neue Energie – Dank vom Bürgermeister und Stiftungsvorsitzenden.

4000 Euro Erlös aus ihrer Flutengel-Kunstaktion überreichte die Bildhauerin Ela Rübenach an die gemeinnützige Mechernich-Stiftung. Stiftungsvorsitzender Ralf Claßen und Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick nahmen die Spende zugunsten von Hochwasseropfern im Rathaus entgegen.

Ebenso erhielten sie einen finalen Flutengel, den Ela Rübenach wie weitere rund 30 Engelfiguren auf der Grundlage in Kommern von der Flut ausgespülter Pflastersteine modelliert hatte. Die Engelfiguren selbst bestehen aus aufbetoniertem Styropor. Diese Technik lehrt Ela Rübenach in ganz Deutschland.

So fanden Mechernicher Flutengel außer im Stadtgebiet Mechernich selbst und in der weiteren vom Hochwasser betroffenen Region auch am Rande eines Workshops in Frankfurt/Main Abnehmer.

Die meisten zahlten den Grundpreis von hundert Euro, einige mehr, wenige weniger. „Einem jungen Mädchen habe ich 50 Euro erlassen“, so Ela Rübenach: „Sie hatte wirklich jeden Cent zusammengekratzt, um den Grundpreis von 100 Euro zusammenzubekommen. Da habe ich ihr gesagt, 50 sind für Dich genug…“

„Jeder Stein trägt Erinnerung in sich“

Drei oder vier Engel schenkte die Künstlerin besonders schlimm betroffenen Flutopfern. Das meiste, fast 4000 Euro, floss in den Spendentopf für die Hochwasseropfer im Stadtgebiet, für die die Mechernich-Stiftung mit Hilfe anderer Organisationen insgesamt eine Million Euro ausschüttete, zuletzt 30.000 Euro Energiekostenpauschale, weil in den durchnässten Häusern zum Teil noch immer Lufttrockner  laufen und mehr geheizt werden muss.

Die Mechernicher Flutengel-Aktion fußte auf einer vergleichbaren Geldsammelvariante in Bad Münstereifel, wo Ela Rübenach überbetonierte Styroporherzen auf kleine Pflastersteine aus der überschwemmten Altstadt modelliert und für 35 Euro verkauft hatte.

Ela Rübenach: „Jeder Flutstein trägt die Erinnerung an ein bis dato unvorstellbareres Ereignis in sich. Er ist etwas Besonderes, ein historisches Zeitzeugnis… Die Engel darauf sollen Kraft geben beim Loslassen und Mut machen, nicht aufzugeben. Er soll Hoffnung geben beim Blick in die Zukunft.“

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick lobte die mutmachende Komponente der Aktion ganz besonders: „Die Menschen brauchen Impulse, die ihnen Kraft und Hoffnung geben!“ Mechernich-Stiftungsvorsitzender Claßen freute sich über die Spende, aber auch über die moralische Komponente. Der der Stadt überlassene Flutengel soll einen Ehrenplatz im Rathaus finden.

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Gesundheit

Stern-Sonderheft „Gute Ärzte für mich“ – Chefärzte des GK-Mittelrhein sind ausgezeichnet

Region/Mayen-Koblenz – Magazin listet Prof. Dr. med. Atesch Ateschrang und Dr. med. Ansgar Rieke. Sie sind überregional bekannt und wurden im aktuellen stern-Sonderheft „Gute Ärzte für
mich“ in der Ärzteliste 2023 ausgezeichnet: Prof. Dr. med. Atesch Ateschrang und Dr. med. Ansgar Rieke.

Prof. Dr. med. Atesch Ateschrang ist Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie an den Standorten Kemperhof und Ev. Stift St. Martin und wurde in der Kategorie „Kreuzband und Meniskus“ gelistet. Überregional bekannt ist er vor allem für seine Expertise im Bereich des Kniegelenkes. Knie rekonstruktive Methoden für das vordere und hintere Kreuzband mit Meniskus- und Knorpelrekonstruktion sind neben den gelenkerhaltenden Methoden wie Korrektur-Osteotomien bis hin zum Gelenkersatz seine Schwerpunkte.

Prof. Dr. med. Atesch Ateschrang hat international durch relevante Studien und Publikationen zur Behandlung von Kreuzband- sowie Seitenbandverletzungen beigetragen. Wichtige Studien wurden auch zu gelenkerhaltenden Methoden wie Korrektur-Osteotomien veröffentlicht. Die Behandlung komplexer Kniebinnenverletzungen wurde im Ev. Stift durch seine Impulse etabliert und weiterentwickelt. Insgesamt stärkt der Experte die Versorgung auf dem Gebiet der Sporttraumatologie in der Region. „Über diese erneute Auszeichnung freue ich mich sehr. Diese spiegelt die Kontinuität unseres täglichen Einsatzes wider und unterstreicht die gute Zusammenarbeit mit unseren geschätzten niedergelassenen Kollegen. Gemeinsam mit diesen sowie unserem Team konnten wir tolle Behandlungsergebnisse mit zufriedenen Patienten erzielen. Dabei verfolgen wir die Ziele, schmerzfreie Mobilität und Sport- und Leistungsfähigkeit der uns anvertrauten Patienten zu erhalten“, betont der Chefarzt.

Dr. med. Ansgar Rieke, Chefarzt der Inneren Medizin – Nephrologie, Infektiologie am Kemperhof ist als Infektiologe deutschlandweit bekannt. Auch im Rahmen der Corona-Pandemie hat er sich verdient gemacht: Etwa im Hinblick auf ein Konzept der ambulanten medikamentösen Therapie bei Covid-19, welches unter anderem von der Immunologischen Ambulanz des Kemperhofs angeboten wird. Dieses hat er frühzeitig etabliert und niedergelassene Haus- und Fachärzte entsprechend geschult.

Seit diesem Jahr leitet Dr. med. Ansgar Rieke auch, gemeinsam mit Dr. med. Markus Kirsch, das zertifizierte Zentrum für Infektiologie. Als eine von nur zwei Einrichtungen im Land beinhaltet es Einheiten, die in vorbildlicher Weise eine umfassende Versorgung und Betreuung von Patienten mit Infektionskrankheiten ermöglichen und in der infektiologischen Forschung aktiv sind. Zur Auszeichnung in der Kategorie „Infektiologie“ sagt er: „Die erneute Auszeichnung freut mich sehr. Sie verdeutlicht umso mehr unser gutes Ergebnis einer intensiven Entwicklung in den Bereichen Hygiene, Infektionsprävention, Intensivmedizin sowie der stationären und ambulanten klinischen Infektiologie“, meint der Chefarzt.

Das Magazin präsentiert die Ärzteliste in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Rechercheinstitut MINQ. Sortiert nach 108 Fachbereichen wurden 3696 Spezialisten ausgewählt – dieses Jahr auch unter Berücksichtigung eines neuen, ganzheitlichen Ansatzes: dem Gesamtbild des Mediziners und Menschen. Die Auswahl der Fachärzte basiert neben ihrer besonderen fachlichen Qualifikation auch auf Interviews mit anderen Medizinern, Patientenempfehlungen, einer Auswertung der wissenschaftlichen Tätigkeit im Rahmen nationaler und internationaler Fachmedien sowie einer Selbstauskunft.

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Wirtschaft

Am Thomas-Esser-Kolleg Euskirchen wurde in der Flut Inventar in Höhe von 5,6 Mio Euro zerstört

Euskirchen – Jetzt wurde eine neue Robotik-Anlage für die Industrie-Ausbildung am Thomas-Eßer-Berufskolleg vorgestellt. Die Automatisierung ist ein elementarer Standortfaktor für Deutschland und den Kreis Euskirchen. Der Bedarf der Industrieunternehmen an qualifizierten Fachkräften im Bereich Automatisierung ist sehr groß, weshalb es für die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses am Thomas-Eßer-Berufskollegs von elementarer Bedeutung ist, mit einer modernen Infrastruktur ausgestattet zu sein.

Durch die Flutkatastrophe sind auch große Teile der bestehenden Infrastruktur zerstört worden. Mit der Beschaffung einer hochmodernen Robotik-Anlage konnte nun ein großer Schritt gemacht werden: In enger Zusammenarbeit mit der Berufsschule ist es gelungen, eine hochmoderne Robotik-Anlage im Wert von ca. 70.000 Euro zu beschaffen und damit ein Stück Industrie 4.0 ins Thomas-Eßer-Berufskolleg zu holen. Mit der neuen Anlage können modernste betriebliche Prozesse praxisnah simuliert werden.

Bereits 2021 wurde außerdem eine Simulationssoftware für rund 17.000 € angeschafft. Die Anlage wurde am vergangenen Donnerstag der Presse im Beisein von Achim Blindert, dem allgemeinen Vertreter des Landrats und Schulleiter Hermann Wilkens vorgestellt. Achim Blindert: „Am Thomas-Esser-Kolleg wurde in der Flut Inventar in Höhe von 5,6 Mio Euro zerstört. Wir nutzen jetzt die Chance, in die Zukunft der Fachkräfte zu investieren und freuen uns mit der Robotik-Anlage den angehenden Fachkräften eine zukunftsorientierte Ausbildung zu bieten.“

Studierende und Schüler können mit der Anlage vielfältige und für den Beruf, die Weiterbildung und Berufsausbildung wichtige Kompetenzen praxisnah erwerben:

– Funktionsanalyse und Inbetriebnahme von technischen Systemen
– Roboter – und SPS-Programmierung von Fertigungsprozessen
– Fehlersuche an komplexen Anlagen
– Instandhaltung technischer Systeme
– Digitalisierung von Arbeitsprozessen
– Selbständige Problemlösung

Besonders bemerkenswert sind dabei zwei Aspekte: Durch die Abbildung der Anlagen in einem „digitalen Zwilling“ durch den Einsatz der Software Ciros, können auch größere Schülergruppen simultan an Aufgaben und Problemstellungen arbeiten und diese in einer Simulationsumgebung testen. Anschließend werden die simulierten Ergebnisse an die Anlagen online überspielt und optimiert.

Dies ermöglicht für den Unterricht einzigartige Möglichkeiten der didaktischen Aufbereitung und Umsetzung für den Unterricht. Durch Home-use-Lizenzen können die Schülerinnen und Schüler den Roboter in der Schule sogar von zuhause aus programmieren.

Für folgende Bildungsgänge ist der Einsatz der Anlagen hauptsächlich vorgesehen: Fachschulen für Maschinenbautechnik und Elektrotechnik, Fachklassen des dualen Systems Industrie (Industriemechaniker*in, Mechatroniker*in, Elektrotechniker*in, Maschinen- und Anlagenführer*in), Höhere Berufsfachschulen für Maschinenbautechnik und Elektrotechnik.

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Kreissparkasse Ahrweiler unterstützt den Sportverein Kripp

Ahrweiler – Der Sportverein Kripp hat eine Spende i. H. v. 1.000 € von der Kreissparkasse Ahrweiler erhalten. Die Spende dient zur Teilfinanzierung eines neuen Spielplatzes, der in Eigenregie des Vereins auf dem Gelände des Kripper Sportplatzes entstanden ist. Die Spendenübergabe erfolgte vor kurzem durch Frank Kremer, Leiter des BeratungsCenters der Kreissparkasse Ahrweiler in Remagen, an die Vorsitzenden des SV Kripp, Marc Göttlicher und Carmen Ueberbach. Im Rahmen des Projekts „Herzenssache“ hat die Kreissparkasse Ahrweiler insgesamt 50.000 € an 50 Vereine aus der Region verschenkt.

„Die Vereine und das Vereinsleben sind ein essentieller Bestandteil unserer Gesellschaft und unserer Region. Ohne Vereine und das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder wären viele Dinge nicht mehr möglich. Umso mehr freut es uns, dass wir durch unsere Spenden den Vereinen etwas zurückgeben können und dadurch unseren Beitrag zur Förderung des Vereinslebens, der Menschen vor Ort und der gesamten Region leisten können“, erklärt Frank Kremer, Leiter des BeratungsCenters der Kreissparkasse Ahrweiler in Remagen und führt weiter aus: „Wir wünschen dem SV Kripp und vor allem den Kindern viel Spaß auf dem neuen Spielplatz.“

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Einsatz für das Schreiner-Handwerk bei der Innung Bernkastel-Wittlich

Prüm/Morbach-Rapperath – Obermeister Walter Blasius hatte seine Innungskollegen der Schreiner-Innung Bernkastel-Wittlich Ende März zur Mitgliederversammlung geladen. Fast 40 Kollegen kamen im Gasthaus Rohr zusammen um sich gemeinsam für ihr Handwerk einzusetzen. Einer der Schwerpunkte der Innungsarbeit ist das Ausbildungs- und Prüfungswesen. Für die Abnahme der Prüfungen ist der Gesellenprüfungsausschuss verantwortlich. Hier standen Neuwahlen der Arbeitgebervertreter an.

Für die nächste Wahlperiode ab 1. August werden fünf Innungsmitglieder für fünf Jahre hierfür verantwortlich zeichnen. Teil der Ausbildung sind auch Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen, kurz ÜLU. Maximilian Willems von der Handwerkskammer Trier informierte zu diesem Thema. Neu wurde von der Innung beschlossen, dass bereits zu Beginn der Ausbildung zusätzlich ein zweiwöchiger Grundkurs eingeführt wird. Dieser wird im Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ) in Wittlich stattfinden. „Die Ausbildung des Nachwuchses ist die wichtigste Investition in die Zukunft des Handwerks“, ist Obermeister Blasius überzeugt. Derzeit befinden sich fast 50 junge Menschen im Bereich der Innung Bernkastel-Wittlich in der Ausbildung zum Schreiner.

Um die Interessen der Innung auch auf Landesebene zu vertreten, stellt der Handwerkerverbund Delegierte zum Landesverband Leben Raum Gestaltung. Hier wird zukünftig Mike Pauly für den Kreis Bernkastel-Wittlich als Delegierter tätig sein. Er übernimmt damit das Amt von Eduard Schiefer, der als Stellvertreter weiter zur Verfügung steht.

Neu besetzt werden muss die Position des stellvertretenden Lehrlingswarts. Rudolf Friedrich hat mit 66 Jahren sein Amt niedergelegt. 25 Jahre war er Ansprechpartner für Auszubildende und Betriebe. Obermeister Blasius dankte Friedrich für sein langjähriges Engagement.

Zu Gast war auch Claudia Steil von der Handwerkskammer Trier. Sie informiert die Unternehmer über aktuelle Themen. Die Fördermitglieder Remmers und Becher rundeten mit Fachinformationen den Abend ab.

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Top-Events

Sommerleuchten am Indemann mit Scharmöör, Fiasko, Rabaue, Funky Marys und die Bläck Fööss am 17. Juni 2023

Düren – Unter freiem Himmel tanzen, den Moment genießen und das mit einem spektakulären Blick auf den bunt erleuchteten Indemann – auch in diesem Jahr findet wieder das Sommerleuchten auf der Goltsteinkuppe statt. Das Motto: „Kölsche Nacht“.

Unter der Schirmherrschaft von Landrat Wolfgang Spelthahn treten am Rande des Tagebaus Inden am Samstag, 17. Juni, Scharmöör, Fiasko, Rabaue, Funky Marys und die Bläck Fööss vor rund 5000 Gästen auf. DJ Tischy wird die Open-Air-Veranstaltung begleiten. „Wir führen eine jahrelange Tradition fort und feiern bei dem Sommerleuchten am Indemann vor den Sommerferien wieder ein großes Fest. Es freut mich, dass wir – nach der schwierigen Coronazeit – wieder entspannte Stunden gemeinsam genießen können“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Die Band Scharmöör vereint traditionell-kölsche Karnevalsklänge mit modernen Elementen. Das Kölschrock-Quartett Fiasko ist mit den Hits „Nur Do“ oder „Schwerelos“ in aller Munde. Seit über 20 Jahren bringt Rabaue das Publikum mit einer rheinischen Partymischung aus eigenen Liedern und Oldies zum Mitsingen. Fünf Frauen, die in kölschem Dialekt singen und ausgefallene Tanzeinlagen darbieten – das sind die Funky Marys. Die Kölner Mundartband Bläck Fööss tritt in einer neuen Besetzung auf. In den letzten 52 Jahren Band-Geschichte wurden 44 Alben und mehr als 450 Songs veröffentlicht.

Die Tickets sind seit dem gestrigen Samstag, 1. April, an den Vorverkaufsstellen zu den jeweiligen Öffnungszeiten erhältlich und kosten zwölf Euro. Dazu zählen das Restaurant Indemann 1 (Zum Indemann 1, 52459 Inden), die Agentur Schiffer (Kaiserplatz 14, 52349 Düren) und die Buchhandlung Thalia in Jülich (Kölnstraße 9, 52428 Jülich). Zudem werden zum ersten Mal Online-Tickets unter www.ticketree.de angeboten. Hier werden für jedes verkaufte Ticket 50 Cent als „Baumgebühr“ an regionale Wiederaufforstungsaktionen gespendet. So setzt sich der Kreis Düren gleichzeitig für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein. Auch hier startete der Vorverkauf am gestrigen Samstag, 1. April.

Neben dem Kreis Düren und der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH haben die Sparkasse Düren, Rurtalbahn GmbH, Rurtalbus GmbH, F&S Solar, RWE sowie die indeland Tourismus e.V. und die Gemeinde Inden die Realisierung der Veranstaltung ermöglicht. Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft indeland, betont: „Die indeland unterstützt so ein tolles Fest mit allen Kräften, das Sommerleuchten ist ein absolutes Highlight.“ Dem kann Indens Bürgermeister Stefan Pfennings nur zustimmen: „Wir freuen uns alle sehr auf die größte Party am Indemann. Wir empfangen die zahlreichen Menschen aus dem Kreis Düren nur allzu gerne.“

Die Hauptzufahrt zum Indemann ist am Veranstaltungstag für den öffentlichen Verkehr gesperrt, jedoch gibt es zwei Shuttle-Busse, die die Gäste kostenlos zu dem Event und wieder zurück bringen. Auch das Parken auf den ausgeschilderten Parkplätzen ist in dem Ticketpreis enthalten. Diese befinden sich auf der Keltenstraße sowie an der Goltstein-Schule (Merödgener Straße 33) in Inden. Dort sind gleichzeitig die Haltestellen der Shuttlebusse. Der Einlass beginnt um 16:30 Uhr und um 18 Uhr legen die Künstlerinnen und Künstler los. Es sind ausschließlich Stehplätze vorhanden. Das Programm endet um 23 Uhr und die Veranstaltung um Mitternacht.
Es wird darum gebeten, kein Essen oder Getränke mitzubringen. Auch große Rucksätze, Klappstühle oder sperrige Gegenstände dürfen nicht auf das Konzertgelände mitgebracht werden.

Die Hausordnung der Veranstaltungen kann unter www.bit.ly/Sommerleuchten2023 eingesehen werden.