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Regierungsbunker Ahrweiler – Abgetaucht in die Spionagewelt des Kalten Kriegs

Ahrweiler/Koblenz/Rhein-Lahn – Frauen Union auf den Spuren von Geheimdienstchef Markus Wolf – Tote Briefkästen, Doppelagenten, Liebschaften und politische Netzwerke – all das waren Themen eines ganz besonderen Ausflugs, den eine Gruppe der Frauen Union Rhein-Lahn und des FU-Bezirksverbands Koblenz-Montabaur erlebte. Die Mitglieder besuchten die Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler und nahmen dort an einer Sonderführung zum 100. Geburtstag des DDR-Geheimdienstchefs Markus Wolf teil.

Eine Gruppe der Frauen Union Rhein-Lahn und des FU-Bezirksverbands Koblenz-Montabaur besuchte die Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler. Sie nahm, geleitet von Jörg Diester, an einer Sonderführung zum 100. Geburtstag des DDR-Geheimdienstchefs Markus Wolf teil. Dabei bekam sie Einblicke in die Spionagewelt des Kalten Krieges sowie den einst geheimsten Ort Deutschlands samt Kommandozentrale. Foto: Frauen Union Rhein-Lahn / Dagmar Schweickert

Während der knapp zweistünden Führung brachte ihnen der federführende Leiter des Rundgangs Jörg Diester sowohl die Geschichte des außergewöhnlichen Bauwerks nahe als auch die spannende, faszinierende und erschütternde Spionagewelt rund um Markus „Mischa“ Wolf.

Dabei ließ er Bonn im Kalten Krieg „auferstehen“: Die Bundeshauptstadt mit ihren Ministerien, Ämtern, Parteizentralen und Botschaften war das bevorzugte Ziel der DDR-Spionage. Wie die Gruppe der Frauen Union erfuhr, wurde die Schattenwelt aus Agenten, ihren Aufklärungszielen und Methoden von Ost-Berlin aus gesteuert. Geheime Dokumente wurden durch „tote Briefkästen“ in Zügen transportiert, Sekretärinnen als Spitzel genutzt, enttarnte Spione in Nacht- und Nebelaktionen außer Reichweite geschafft. An der Spitze des ausgeklügelten Spionageapparates stand Markus Wolf als lange Zeit fast unsichtbarer Strippenzieher. Und der Bunker im Ahrtal war während der Ränke- und Machtspiele seit seiner Bauzeit 1962 ganz oben auf der Observationsliste der „Hauptverwaltung Aufklärung“, der Auslandsspionage der DDR in Reihen des Ministeriums für Staatssicherheit. Bunkerexperte Jörg Diester verstand es, die politischen Verstrickungen, Entwicklungen und Netzwerke informativ, spannend und nachvollziehbar zu erläutern. Gleichzeitig brachte er der Besuchergruppe viele Fakten rund um das imposante Bauwerk nahe und erhielt für seinen spannenden Rundgang abschließend viel Applaus.

Hintergrundinformation zum Regierungsbunker in Ahrweiler:

Im März 2008 wurde ein bundesweit einmaliges Zeitzeugnis vergangener Tage seiner neuen Bestimmung übergeben: Der ehemalige Regierungsbunker im Ahrtal öffnete seine atombombensicheren Tore als Museum. Teilbereiche der Anlage, die ursprünglich Gänge auf einer Gesamtstrecke von fast 20 Kilometern Länge hatte und im Kriegsfall 3000 Menschen Platz geboten hätte, stehen den Besuchern offen. Bis zu 75 000 Menschen kommen pro Jahr, um in die geheime Welt einzutauchen. Für den Träger der Dokumentationsstätte, den Heimatverein „Alt-Ahrweiler“, ist dies zugleich Herausforderung und Verantwortung: Die Mitarbeiter leiten die Besucher auf ihrer Bunkerführung durch eine unterirdische Welt, die früher strenger Geheimhaltung unterlag und hinter einem 25 Tonnen schweren Tor im Eingangssperrbauwerk verborgen war. Eine umfangreiche Dokumentation und Originalgegenstände am Originalschauplatz informieren über dieses Kapitel deutscher Geschichte, das Teil eines weltweiten Drohszenarios der Supermächte in Ost und West war. Dabei war der Regierungsbunker im Ahrtal, der seit 1950 geplant wurde, das geheimste Bauwerk in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Die Sonderveranstaltungen zu Markus Wolf sind vorerst beendet. Reguläre Führungen finden aber regelmäßig statt. Informationen gibt es unter www.regbu.de

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MINT-Regionalpaten führen Studientag an Grundschule Eichenhain in Hasborn durch

Wittlich/Hasborn – MINT stellt eine Abkürzung für die Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik dar. Eine gute MINT-Bildung ist entscheidend, um das eigene Berufsleben zu gestalten. Aus diesem Grund unterstützen das Bildungsministerium Rheinland-Pfalz und der Verein Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland die technische Bildung in Grundschulen in Rheinland-Pfalz mit dem Bildungsprojekt „KiTec – Kinder entdecken Technik“. Die KSB Stiftung engagiert sich mit Materialien zur nachhaltigen Verankerung des Projekts im Unterricht. Das gemeinsame Vorhaben ist Teil der Landesstrategie „MINT läuft“.

Seit dem Frühjahr 2021 führen die MINT-Regionalpaten, bestehend aus Vertretern der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich und des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums (ÜAZ) Wittlich, in Kooperation mit der MINT-Geschäftsstelle in Trier das Regionalpatenprogramm im Landkreis Bernkastel-Wittlich durch. Unter anderem ermöglicht es Grundschulen die Umsetzung des Bildungsprojektes „KiTec – Kinder entdecken Technik” und beinhaltet die Ausstattung mit kostenlosen Materialsets und Lehrerfortbildungen für eine kreative und spielerische Wissensvermittlung im Unterricht.

Anfang März fand an der Grundschule am Eichenhain in Hasborn, auf Wunsch und auf Anregung des dort tätigen Lehrerkollegiums ein Studientag zum Thema KiTec statt. Die Grundschule ist eine von 15 teilnehmenden Programmschulen im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Der Studientag wurde in Zusammenarbeit mit Schulleiterin Christiane Hahn, Schulleitung, dem Geschäftsführer des ÜAZ, Ben Uhl und Pia Debald, Bereichsleitung Berufsvorbereitung und Berufsorientierung, konzipiert und von Norbert Schiel Tischlermeister, ÜAZ Wittlich, durchgeführt.

Praxisnahe, technische Arbeit bereitet den Kindern in Grundschulen Freude und macht die Zusammenhänge des Alltags verständlich. KiTec lässt mit altersgerechten Werkzeug- und Materialkisten großen Spielraum für eigene Ideen und Kreativität. Die Kinder kreieren eigene Bauwerke und setzen Projekte in den Bereichen Bau-, Fahrzeug- und Elektrotechnik um. Der Studientag zielte darauf ab, das Kollegium im Umgang mit den Sets vertraut zu machen, Erfahrungen zu sammeln und Anregungen für Projektarbeiten zu erhalten, die sie später mit den Kindern in ihren Unterrichten umsetzen können.

KiTec weckt Interesse, fördert Sozialkompetenz und Kreativität, und schafft ein positives Bewusstsein für die eigenen handwerklichen und technischen Fähig- und Fertigkeiten. Mit dem Material- und Werkzeugset erhalten die Kinder die Möglichkeit selbst kreativ tätig zu werden. Die Kinder werden spielerisch vertraut gemacht mit Handwerk und Technik. Sie werden herangeführt an den Umgang mit Werkzeugen und verschiedenen Materialien, sie bauen, konstruieren und können technische Zusammenhänge erleben und begreifen. Fragen werden altersgerecht beantwortet.

Wichtig dabei ist, dass der Prozess im Vordergrund steht. „Als Ergänzung zu digitalen und virtuellen Förderinhalten spricht man bei den Kindern andere Kanäle an und kann sie begeistern für das kreative, handwerkliche und technisch ausgerichtete Tun“, so Christiane Hahn.

Bei dem Studientag handelt es sich um eine anerkannte Fortbildung des Pädagogischen Landesinstituts, von dessen Seite die Veranstaltung genehmigt und finanziert wurde. Gerne bietet das ÜAZ Wittlich auch weiteren Programm-Grundschulen einen Studientag an. Bei Interesse steht Pia Debald als Ansprechpartnerin gerne zur Verfügung, Tel.: 06571 978717, E-Mail: pdebald@ueaz-wittlich.de. Weitere Informationen zum MINT-Regionalpatenprogramm finden Interessierte unter https://mint.rlp.de/de/foerderung/programm-mint-regionalpate/.

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Kunst & Kultur

Das Geschichtsforum Schleiden kann auf erfolgreiche 10 Jahre zurückblicken

Schleiden – „Es gibt im Schleidener Stadtgebiet ganz viele Menschen, die an der Geschichte unserer Orte und des Tales interessiert sind und viel wissen.“ Diese Erkenntnis ergab sich aus der folgenreichen Zusammenarbeit von Klaus Stüber  mit dem inzwischen verstorbenen Gemünder Ortschronisten Rudolf Gehrke beim Projekt „Info-Tafeln für das historische Gemünd“.

Daraus ergab sich eine Idee, die in der Gründung eines Geschichtsvereins mündete. Nach intensiver „Personensammlung“ und einigen Vorbesprechungen Ende 2012 war es am 9. April 2013 soweit: Die Gründungsversammlung fand im Gemünder Kurhaus  mit folgenden zehn Personen aus dem Stadtgebiet statt: Alfred Wolter aus Dreiborn, Dirk Küsters aus Wolfgarten, Uwe Schröder aus Morsbach, Norbert Stoffers aus Gemünd, Erwin Esch (†) aus Gemünd, Alfred Käßbach aus Olef, Herbert Wollgarten aus Morsbach, Siegfried Scholzen aus Scheuren, Frank Güth aus Olef, F.A. Heinen aus Schleiden und Klaus Stüber aus Gemünd.

Rudolf Gehrke starb schon Anfang Februar 2013, doch sein riesiger Nachlass floss in den Bestand des „Geschichtsforum Schleiden“ ein, sodass seine Arbeiten – wie inzwischen zahlreiche andere Nachlässe auch – der Nachwelt erhalten bleiben.

Die beginnende, hobbymäßige Arbeit fiel auf sehr fruchtbaren Boden. Über Schleiden mit seinen Ortschaften, Vogelsang und die Nordeifel gab und gibt es immer noch viel zu recherchieren, aufzuarbeiten und den interessierten Lesern zu vermitteln. Im Laufe der zehn Jahre entstanden immer dicker und inhaltlich umfangreicher werdenden Jahreshefte mit den unterschiedlichsten Beiträgen. Immer wieder führten interessante Fahrten zu wichtigen geschichtlichen Ausstellungen und Führungen, ob in Kommern, Köln, Trier oder Hellenthal. Bis heute finden regelmäßige, gut besuchte Vorträge  statt.

Im Sommer 2013 entwickelte Geschäftsführer Siegfried Scholzen für den Verein die Internetseite „Geschichtsforum Schleiden e.V.“, welche in großem Umfang das Wirken des Geschichtsforums darstellt. Von den 50 Mitgliedern haben einige im Laufe der Jahre eigene Texte in größerem Umfang, sprich Broschüren oder Bücher verfasst, die auf der Internetseite vom Geschichtsforum Schleiden einzusehen und zu bestellen sind.

Vor Jahren kam Siegfried Scholzen auf den Gedanken, Schüler für die Regionalgeschichte zu interessieren. Die Schüler der weiterführenden Schulen wurden animiert, sich mit dem Alltagsleben ihrer Vorfahren zu beschäftigen und die Ergebnisse thematisch anschaulich zu gestalten. Oft wurden sie bei ihren Vorhaben von Lehrpersonen, Eltern und Großeltern unterstützt. Mit großem Erstaunen über die qualitativ guten Beiträge stand jedes Jahr eine Jury vor der schwierige Aufgabe der Bewertung der Arbeiten, die mit einem Geldbetrag und einer offiziellen Ehrung  der jungen Forscher gewürdigt wurden.

Besonders erfreulich war die Ehrung mit dem „Geschichtspreis der Region Aachen“ für Franz Albert Heinen und Norbert Toporowsky für ihre Veröffentlichungen, die sie im Rahmen des Geschichtsforums herausgaben.

Vielleicht finden sich weiterhin Interessierte, die bereit sind, Texte und Bilder zusammenzutragen und das Geschichtsforum weiterzuentwickeln, zum allgemeinen Interesse und zu Aha-Erlebnissen vieler Mitmenschen im Schleidener Raum.  https://gf-sle.de

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Alle acht Wirtschafts-Förderungen des Kreises Ahrweiler nun das erste Mal in Präsenz

Ahrweiler – Auf Einladung der Kreiswirtschaftsförderung trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aller acht Wirtschaftsförderungen des Kreises nun das erste Mal in Präsenz seit der COVID-19-Pandemie in der Kreisverwaltung. In den letzten drei Jahren mussten die Treffen per Videokonferenz durchgeführt werden.

Die Wirtschaftsförderungen im Kreis bieten ansässigen Unternehmen Expertise zu Fördermöglichkeiten sowie unterschiedliche Beratungs- und Vernetzungsangebote. Eine kontinuierliche Kommunikation zwischen den einzelnen Wirtschaftsförderungen ist daher umso wichtiger, um durch regelmäßigen Austausch die größten Synergieeffekte und bestmöglichen Unterstützungsleistungen für die örtlichen Betriebe zu erzielen.

Zentrales Anliegen des Treffens war das potentielle Zusammenwirken, um die wesentlichen Vorteile für die Unternehmen im Kreis zu eruieren. Neben aktuellen Themen tauschten sich die Teilnehmenden auch über anstehende Projekte der einzelnen Wirtschaftsförderungen aus. Tino Hackenbruch, Leiter der Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung, stellte den Anwesenden die Fachkräfte-Initiative „Ahrweiler Naturtalente“ und die dazu gehörige Broschüre vor, die als Orientierungshilfe für Schülerinnen und Schüler der berufsrelevanten Klassenstufen dient. Martin Neudecker, IHK Geschäftsstellenleiter Bad Neuenahr-Ahrweiler, präsentierte den Regionalmonitor Rheinland-Pfalz der IHK Koblenz, der die kommunale Standortentwicklung darstellt und sich somit als Basis für den Dialog zwischen Wirtschaft und Politik sowie den Verwaltungsbehörden eignet. Ebenfalls thematisiert wurde der Standortfinder RLP zur Gewerbeflächen-Suche im Bundesland sowie die Zusammenarbeit mit der Hochschule Koblenz im Digitalisierungsprojekt DigiMit²@Kreis Ahrweiler.

Die Kreiswirtschaftsförderung möchte nun wieder zu regelmäßigen Treffen ins Kreishaus einladen, um den gewinnbringenden Austausch zu verstetigen.

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Gesundheit

Gesundheits- und Kranken-Pflegehelfer – Ein Beruf mit Zukunft

Region/Koblenz – GK-Mittelrhein gratuliert seinen 20 Gesundheits- und Krankenpflegehelfern – Gesundheits- und Krankenpflegehelfer – ein Beruf mit Zukunft und Weiterentwicklungspotenzial. Dass dies auch in der Realität so ist, beweisen die 20 Absolventen im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein. Sie haben ihre einjährige Ausbildung an der Pflegeschule am Standort Ev. Stift St. Martin mit ihrer staatlichen Prüfung erfolgreich beendet. Vier von ihnen starten nun im GK-Mittelrhein direkt ins Arbeitsleben, sieben beginnen ihre Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau und einige wechseln in ein Studium.

In der theoretischen Ausbildung wurden unter anderem die Grundlagen zur sicheren Durchführung grundpflegerischer Maßnahmen, zur Unterstützung der Fachkräfte im Pflegeprozess sowie zur Mithilfe bei therapeutischen Maßnahmen gelegt. Die praktische Ausbildung erfolgte standortübergreifend auf den Stationen der Krankenhäuser, in den Seniorenhäusern und in der ambulanten Pflege – sowohl im GK-Mittelrhein als auch für zwei Teilnehmer bei den Kooperationseinrichtungen. Praxisanleiter unterstützen dabei die Lehrer des Bildungs- und Forschungsinstituts und begleiten die Schüler professionell, um eine optimale Verknüpfung von theoretischer und praktischer Ausbildung sicherzustellen. Bei der Urkunden- und Zeugnisübergabe freute sich der stellvertretende Schulleiter Michael Sölter: „Sie alle haben bestanden und können stolz auf sich und ihre Leistungen sein“. Er lobte den guten Zusammenhalt des lebhaften Kurses und bedankte sich auch für den großen Einsatz des Schulteams und aller Kollegen aus der Praxis. Die erfolgreichen Absolventen sind: Ahmednour Abdi Mahdi, Marisol Anders-Bohlen, Melek Sema Dertsiz, Leonie Etzold, Giovana Esperanza Garcia Rodriguez, Marie-Sophie Griepentrog, Daniel Harder, Alexandra Hitzel, Sonja Karl, Sophie Martine Kulms, Verena Luxem-Falterbaum, Dunja Rödler, Joao Rodrigues Neto, Sophie Rosselli, Diana Schellen, Franziska Schneider, Mustafa Taha, Temesghen Tesfahans, Monira Yama und Matthias Zimmermann.

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Wirtschaft

BMWK prämiert Digitale Start-ups des Jahres 2023 – 110.000 Euro für vier herausragende junge Digitalunternehmen

Region/Hannover – Der Besuch der Hannover Messe war in diesem Jahr ein ganz besonderer für die Gründungsteams von Subsequent, Threedy, Edurino und Friedhold: Am 18. April 2023 verlieh Dr. Anna Christmann, Beauftragte des BMWK für die Digitale Wirtschaft und Start-ups, am Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die Preise an die digitalen Start-ups des Jahres 2023.

„Die ausgezeichneten Start-ups spiegeln die Vielfalt der jungen Digitalwirtschaft wider: Von der videobasierten Bewegungsanalyse in Echtzeit für den Einsatz im Profisport und in der Therapie, über innovatives 3D-Streaming für industrielle Anwendungen und digitales Lernen zum Anfassen für Kinder bis zu einem Software-Werkzeugkasten für die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse adressieren die diesjährigen Preisträgerteams eine große Bandbreite wichtiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bereiche. Durch Initiativen wie den Gründungswettbewerb – Digitale Innovationen, die Digital Hub Initiative, EXIST oder den High-Tech Gründerfonds unterstützt das BMWK junge Digitalunternehmen dabei, ihre Ideen in die Tat umzusetzen und erfolgreich auf den Markt zu bringen“, sagte Dr. Anna Christmann anlässlich der Preisverleihung.

Mit der Auszeichnung „Digitales Start-up des Jahres“ würdigt das BMWK Start-ups, die ihre digitalen Gründungsideen in kurzer Zeit besonders erfolgreich umgesetzt haben und erfolgversprechende Konzepte für ihr weiteres Wachstum verfolgen.

Die „Digitalen Start-ups des Jahres 2023“ sind:

  1. Preis

Bewegungsanalyse leicht gemacht: Das Start-up Subsequent bietet innovative Lösungen für die Erhebung von detaillierten menschlichen 3D-Skelettbewegungsdaten aus einfachen, auch nicht professionellen, Videoaufnahmen in Echtzeit. So kann beispielsweise der Gang eines Menschen dank der Innovation des Start-ups umfassend und dabei kostengünstig analysiert werden. Die entwickelten KI-Methoden nutzen als Datenquelle einfache Videoaufnahmen handelsüblicher Kameras wie Smartphones oder Webcams. Dabei werden weder zusätzliche Sensoren noch kontrollierte Laborumgebungen benötigt. Die Bewegungsanalysen können auch unter schwierigen Bedingungen (geringe Videoqualität, schlechte Beleuchtung, etc.) zuverlässig durchgeführt werden. Das Besondere: Die Software ist in der Lage, den Kontext der Szene miteinzubeziehen und sorgt so dafür, dass genau die richtigen Daten in die Analyse einfließen. Die Anwendungsszenarien sind vielfältig: Vom Amateur- und Profisport über den Home-Fitness- und Gesundheitsbereich bis hin zur Behandlung von neurologischen Erkrankungen. Mit ihrer Software ist Subsequent schon heute offizieller Datenprovider der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft.

  1. Preis

Threedy bietet mit seiner digitalen Plattform instant3Dhub eine einzigartige Softwarelösung für Unternehmen aus dem Automobil-, Luft- und Raumfahrtsektor. Diese erlaubt es Unternehmen, eigene 3D-Anwendungen zu entwickeln und schafft so die Grundlage dafür, dem stetig wachsenden Bedarf an hochverfügbaren 3D-Daten in reaktionsschnellen und interaktiven 3D-Anwendungen gerecht zu werden. Industrielle 3D-Daten werden ohne vorherige Vorbereitung direkt z.B. aus einem bestehenden Product-Lifecycle-Management-System übertragen und mit weiteren relevanten Informationen vernetzt. Die Software unterstützt neue, skalierbare Anwendungen über den gesamten Lebenszyklus: Vom Engineering bis zum After Sales – web-basiert und jederzeit für alle zugänglich.

  1. Preis

Digitales Lernen zum Anfassen, das ist die Mission von EDURINO. Durch die Kombination von haptischen Figuren und digitalen Lernwelten vermittelt EDURINO Kindern im Alter von 4 – 8+ Jahren sowohl klassische Schulkenntnisse wie Lesen & Schreiben als auch Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts wie erstes Coding oder Englisch. Die App bietet eine digitale Lernwelt mit unterschiedlichen Spielen. Bedienen können Kinder die App mithilfe eines nach ergotherapeutischen Grundsätzen entwickelten Stiftes. Um das Angebot für Kinder greifbarer zu machen, gibt es außerdem zu jeder Themenwelt eine Figur zum Anfassen, die mit der App verbunden werden muss, bevor es losgehen kann. Langfristig wird EDURINO als personalisierte Lernplattform Eltern und Kinder während des Aufwachsens unterstützen.

Publikumspreis

Friedhold konnte sich in diesem Jahr den Publikumspreis sichern. Mehr als 2.380 Teilnehmende stimmten für eines der acht eingereichten Videos ab. Darin mussten die Gründerinnen und Gründer die Zuschauerinnen und Zuschauer in weniger als zwei Minuten von ihrer Geschäftsidee und Erfolgsgeschichte überzeugen.

Publikumspreisgewinner Friedhold bietet mit seiner Online-Shop-Software eine innovative Lösung für Landwirtinnen und Landwirte, die optimal auf deren Bedürfnisse zugeschnitten ist. Das standardisierte System des Start-ups ermöglicht die minutenschnelle Erstellung individueller Online-Shops für die Landwirtschaft. Die Online-Lösung sorgt bei der Zielgruppe für monatliche Einsparungen im vierstelligen Bereich, die für die Optimierung durch Web-Analysen und Anpassungen aufgebracht werden müssen. Der Einsatz smarter Verwaltungstools sorgt zudem für Einsparungen der Arbeitszeit bei der Bestellannahme und administrativen Prozessen. Kosten entstehen für die Betreibenden der Online-Hofläden erst bei dem Verkauf von Produkten.

 

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Ein umfangreiches Rahmenprogramm soll die Aachener*innen auf den Karlspreis einstimmen

Aachen – Zur Preisverleihung werden unter anderem Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, Dr. Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident der Republik Polen, sowie Bundeskanzler Olaf Scholz im Krönungssaal des Aachener Rathauses erwartet, die dort auch Festreden halten werden.

Am Sonntag, 14. Mai, werden Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, und das ukrainische Volk mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet. Zur Preisverleihung werden unter anderem Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, Dr. Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident der Republik Polen, sowie Bundeskanzler Olaf Scholz im Krönungssaal des Aachener Rathauses erwartet, die dort auch Festreden halten werden. Wie in den Jahren zuvor haben die Stadt Aachen und die Karlspreisstiftung im Vorfeld der Auszeichnung wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm zusammengestellt, das auf die Verleihung des Karlspreises vorbereiten soll. Dieses Programm stellte heute (18. April) der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Dr. Jürgen Linden, gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen in einem Pressegespräch im Haus Löwenstein vor.

Mit dieser Verleihung des Karlspreises unterstreicht das Karlspreisdirektorium, dass die Ukraine Teil Europas ist und die Bevölkerung sowie ihre Regierungsvertreter, an der Spitze Präsident Selenskyj, europäische Werte vertreten und verteidigen und deshalb die Ermutigung verdienen, rasch Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union zu führen.

Mit dem Rahmenprogramm des Jahres 2023 werden die Bürger*innen eingeladen, gemeinsam mit den Karlspreis-Verantwortlichen und zahlreichen renommierten Referent*innen über die Zukunft Europas und die großen Herausforderungen dieser Zeit zu diskutieren. Die Veranstaltungen stehen unter dem Eindruck der Situation in Osteuropa, speziell dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, aber geben gleichzeitig einen Einblick in die reiche ukrainische Geschichte und Kultur. Im Zentrum stehen dabei die Ziele, für die der Karlspreis seit über 70 Jahren steht. Frieden und Freiheit in einem einigen Europa, einem Europa der Menschenrechte, der Demokratie, der Gerechtigkeit und der Solidarität.

Fester Bestandteil des Karlspreises

Das Rahmenprogramm zur Karlspreisverleihung gehört seit 1991 zum festen Bestandteil des Karlspreises. Seitdem wurden über 1.000 Programmpunkte konzipiert und umgesetzt, unter anderem zu den Staaten: (damalige) Tschechoslowakei, Frankreich, Spanien, Norwegen, Österreich,

Niederlande, Polen, Großbritannien, USA, Ungarn, Vatikan, Irland, Italien, Luxemburg, Litauen, Belgien, Portugal, Rumänien und Deutschland.

Das aktuelle Programm beginnt am 18. April und endet am 14. Mai.

Es umfasst rund 40 Veranstaltungen, Projekte und Auftritte aus unterschiedlichen Bereichen – zum Beispiel Ausstellungen, Konzerte und Filmvorführungen, Workshops, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sowie Lesungen und Preisverleihungen. Auch die immer größer werdende Gemeinschaft der Ukrainer*innen in Aachen hat sich in die Konzeption dieses Programms mit eingebracht.

Ob Wolodymyr Selenskyj persönlich bei der Zeremonie im Krönungssaal des Aachener Rathauses anwesend ist, ob er per Videotechnik dazugeschaltet wird, wer an seiner Stelle den Preis in Aachen in Empfang nehmen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig offen.

Solidarität mit der Ukraine

Dr. Jürgen Linden betonte im Pressegespräch, dass der aktuelle Karlspreis ein ganz besonderer Karlspreis sei. „Der Krieg in der Ukraine ist für uns weit weg. Unsere europäischen Werte werden momentan ungefähr viele Kilometer entfernt verteidigt. Mit der aktuellen Karlspreisverleihung zeigen wir unsere Solidarität mit der Ukraine und wollen das weltweit dokumentieren. Zugleich sehen wir die Verleihung des Karlspreises 2023 als Zeichen der Ermutigung für das ukrainische Volk und seinen Präsidenten, für die Demokratie und die Menschenrechte, vor allem aber für Leib und Leben der Menschen.“

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen erklärte in einem Statement, dass mit der Preisverleihung nicht der Krieg beendet oder die direkten Folgen des Krieges gemildert werden könnten. „Doch wir wollen dem ukrainischen Volk mit dem Karlspreis demonstrieren, dass es wahrgenommen wird, dass wir an seiner Seite stehen. Das tun wir hier in Aachen mit unseren Mitteln und mit vollem Herzen.“ Im Rahmenprogramm freue sie sich besonders auf einen Vortrag über „Frauen im Krieg und ihre Rollen“ sowie über den ukrainisch-deutscher Freundschaftsabend am 5. Mai, den Ukrainer*innen aus Aachen mitgestalten.

Europäischer Karlspreis für die Jugend

Zwei Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises wird am 12. Mai bereits zum 16. Mal der Europäische Karlspreis für die Jugend vergeben, der mit insgesamt 15.000 Euro dotiert ist. Im Rahmen des zuvor vom Europäischen Parlament und der Karlspreisstiftung ausgeschriebenen Wettbewerbs haben sich

Hunderte Jugendliche aus allen Mitgliedsländern der EU mit über 340 Projekten, die zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen, für die Auszeichnung beworben. Die Preisverleihung wird von hochrangigen Repräsentant*innen des Europäischen Parlaments und des

Internationalen Karlspreises zu Aachen vorgenommen.

Friedensnobelpreisträgerin

Im Hörsaalzentrum der RWTH spricht am Freitag, 12. Mai, Oleksandra Matviichuk, Vorsitzende, Gesicht und Stimme des ukrainischen „Center for Civil Liberties“, für das sie im Jahre 2022 den Friedensnobelpreis ebenso wie den Right Livelihood Award, den „Alternativen Nobelpreis“, entgegennahm. Als Repräsentantin des ukrainischen Volkes wurde die 39-jährige Juristin im selben Jahr mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments geehrt.

Karlspreis LIVE

Das große Open-Air-Event auf dem Katschhof zählt zu den festen Traditionen des Rahmenprogramms. Auch hier steht vor allem die politische Botschaft im Mittelpunkt, den Karlspreis als Zeichen der unverbrüchlichen Gemeinschaft Europas zu begehen. So stimmen bereits am Samstag, 13. Mai, Ihor und Denys Pankiv, zwei junge ukrainische Akkordeonisten aus Lliv/Lemberg, die bereits im Europaparlament und beim Jugendkarlspreis 2022 aufgetreten sind, auf die Verleihung des Karlspreises ein. Weitere Auftritte folgen. Um 19.10 Uhr werden die aktuellen Jugendkarlspreisträger*innen im Interview mit dem Chefredakteur der Aachener Zeitung der Bevölkerung vorgestellt und begegnen auf der Katschhofbühne wichtigen Ehrengästen der Karlspreisverleihung 2023. Zum Abschluss spielt ab 20.15 Uhr die Band DC Seven.

Am Karlspreis-Sonntag, 14. Mai, empfangen Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Dr. Jürgen Linden Karlspreisträger*innen sowie Staats- und Ehrengäste der Verleihung auf der Bühne des Katschofs, mit denen sie gemeinsam ein Zeichen des Friedens setzen wollen. Interessierte Bürger*innen sind herzlich zur Teilnahme an den Veranstaltungen des Rahmenprogramms eingeladen.

Der Karlspreis online

Alle Termine des Karlspreisrahmenprogramms findet man digital unter www.aachen.de/karlspreis und www.karlspreis.de sowie ab sofort in Form einer gedruckten Broschüre an den üblichen Auslagestellen in der Stadt.

Darüber hinaus findet man den Karlspreis auch auf den folgenden Social-Media-Kanälen:

Twitter: @KarlspreisAC / @PresseamtAachen

Instagram: @karlspreis_ac / @stadtaachen

LinkedIn: Karlspreis (linkedin.com/company/karlspreis) / https://de.linkedin.com/company/stadt-aachen

Facebook: @IntlKarlspreis / @unseraachen

Der offizielle Hashtag auf allen Kanälen lautet: #karlspreis2023

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Deutschpop-Superstar Tim Bendzko kommt am Samstag 02. September zur „Bühne unter Sternen“ auf Burg Nideggen

Düren – Im Gepäck hat der sympathische Berliner die tiefgehenden Songs seines neuen Albums „April“ und eine Auswahl seiner unzähligen Top-5-Hits. Eigentlich sollte Tim Bendzkos neues Album bereits vor zwei Jahren erschienen sein. Es war zudem geplant, den Longplayer nach der französischen Hauptstadt zu benennen – Paris. Aber die Pandemie durchkreuzte die Pläne des 38-jährigen Singer-Songwriters. Was tun? Der Jungmann mit der fein justierten Antenne fürs Zeitgeschehen beobachtete zunächst die gesellschaftliche Großwetterlage, bevor er beschloss, sein fünftes Studiowerk in „April“ umzutaufen; es musste ja lediglich ein Buchstabe, das S gegen das L ausgetauscht werden!

Warum aus „Paris“ „April“ wurde? Der Monat April steht bekanntlich nicht nur in Bendzkos Wahrnehmung für den Neuanfang des Lebens, fürs Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf. Der Albumtitel geht in seiner Bedeutung jedoch noch viel weiter. Die 15 neuen Songs aus der Feder des Chartstürmers stehen fürs zarte Aufblühen der Hoffnung, die dem Chaos der letzten Jahre folgt. Genau das Richtige zum Durchstarten in Zeiten, die von Ängsten und Niedergeschlagenheit geprägt sind!

Mut machen mit Liedern, die in Sachen Sounds denen von internationalen Musikgrößen in nichts nachstehen, ist seit guten 12 Jahren das Markenzeichen Tim Bendzkos. Im Mai 2011 schnellte seine Debütsingle „Nur noch kurz die Welt retten“ auf Platz 2 der deutschen Charts, denn der damalige Twen sprach damit Millionen von Menschen aus dem Herzen: Niemals zur Ruhe kommen, ein paar Hunderttausend Mails checken, so viel zu tun, aber für das eigene Seelenheil fehlt die Zeit. Bendzko hatte einen Nerv getroffen, sein Albumeinstand verkaufte sich eine halbe Million Mal und etablierte den smarten Newcomer im Handumdrehen.

Es folgte Hit auf Hit: „Wenn Worte meine Sprache wären“, „Am seidenen Faden“, „Hoch“. Klar, dass Bendzko-Konzerte schon lange nicht mehr in Clubs, sondern der immensen Nachfragen wegen in den größten Arenen und den weitläufigsten Freiluftspielstätten des Landes stattfinden. Umso mehr Vorfreude bereitet die Ankündigung, Bendzko im vergleichsweise intimen Rahmen der diesjährigen „Bühne unter Sternen“-Open-Air-Konzertreihe auf Burg Nideggen live erleben zu können. Das frühe Sichern von Tickets für 02. September 2023 sei also unbedingt empfohlen!

Landrat Wolfgang Spelthahn, unter dessen Schirmherrschaft das Festival auf Burg Nideggen auch 2023 über die „Bühne unter Sternen“ gehen wird, ist begeistert von der Zusage des Popmachers aus Berlin: „Tim Bendzkos Gespür für Musik und Texte, die sich immer am Puls der Zeit orientieren, ist einmalig. Gerade weil er sich aktueller Entwicklungen nicht verschließt und dabei immer Trost und Hoffnung stiftet, ist er in stürmischen Zeiten wie den momentanen ein ganz besonderer Popsongschreiber und Sänger. Seine Lieder bringen Menschen zusammen, sie begeistern generationenübergreifend, was unserem Anspruch für die ‚Bühne unter Sternen‘ zu hundert Prozent entgegenkommt.“

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20 Jahre gute Zusammenarbeit mit dem DFB in Euskirchen

Euskirchen – Seit 20 Jahren findet regelmäßig im Euskirchener Erftstadion das DFB-Stützpunkttraining statt. Besonders talentierte Fußballerinnen und Fußballer werden dorthin eingeladen und werden in besonders anspruchsvollen Trainingseinheiten gefördert. Ziel ist dabei die individuelle Förderung der jungen Talente.

Insgesamt sind Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Euskirchen in den Altersklasse U12 bis U15 bei dem Training dabei. Foto: Tim Nolden

Sowohl der DFB als auch die Stadt Euskirchen sind mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden. „Wir haben hier alles, was wir brauchen und können sowohl den Rasen- als auch den Kunstrasenplatz nutzen“, stellte DFB-Stützpunktkoordinator Hendrik Winkelmann die Vorteile des Standortes heraus. Seit Beginn des Programms in der Saison 2002/2003 ist das Erftstadion als Standort für den Kreis Euskirchen dabei. „Wir sind froh, dieses Angebot zur Talentförderung ermöglichen zu können“, so betonte Bürgermeister Sacha Reichelt. Anlässlich des Jubiläums wurde nun eine Plakette am Erftstadion angebracht, die an die gute Zusammenarbeit erinnert. Für beide Seiten ist klar: Ein Ende der Kooperation ist nicht in Sicht – die nächsten zwanzig Jahre können kommen.

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Top-Events

Kompaktes Starterfeld beim 24h-Prolog am kommenden Wochenende auf dem Nürburgring

Nürburgring/Köln – Bei den ADAC 24h Nürburgring Qualifiers am 22. und 23. April tritt ein kompaktes Starterfeld mit 68 Fahrzeugen an, um die letzte Testmöglichkeit für das Rennen des Jahres zu nutzen: die ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring (18. bis 21. Mai). Stark besetzte Top-Klasse wirft Schlaglicht auf die Kräfteverhältnisse im GT3-Lager. Tickets ab 23 Euro erhältlich, Camping im Brünnchen kostenfrei.

Obwohl das Nennungsergebnis wegen Terminüberschneidungen mit anderen Rennserien etwas hinter den Vorjahren zurückbleibt, überzeugt das Wochenende mit Qualität: Alleine zwei Dutzend Starter in den Gesamtsiegfähigen Klassen SP9 und SP-X wollen in den beiden Rennen antreten, die den Teams eine perfekte Gelegenheit bieten, ihre Boliden noch einmal unter Rennbedingungen auf Herz und Nieren zu testen und die letzten Details am Setup auszutüfteln. Die Besucher können damit die Hauptdarsteller der 24h in gut einem Monat ebenfalls noch einmal live erleben – in einer Rennsituation, die häufig freie Bahn bietet. Besser als bei den 24h Qualifiers dürften sich die wahren Kräfteverhältnisse auf der legendären Rennstrecke deshalb kaum herausfinden lassen.

Je ein Rennen am Samstag und am Sonntag bieten die 24h Qualifiers, dazu reichlich Track-Time bei den Trainings und Qualifyings – für viele Teams ist das Wochenende eine willkommene Gelegenheit, die Vorbereitungen für die 24h Nürburgring abzuschließen. Denn andersherum gesagt gilt auch: Was bei den 24h Qualifiers unerledigt bleibt, das wird beim Saisonhöhepunkt zum Risikofaktor. Deshalb sind alle sieben GT3-Fabrikate vertreten, die in dieser Saison im Kampf um die Krone auf der Nordschleife ein Wort mitreden wollen. Teams mit Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche sind dabei, für viele der Top-Mannschaften ist das Wochenende geradezu ein Pflichttermin, am stärksten vertreten ist dabei Porsche mit sechs Fahrzeugen. Einen besonderen Leckerbissen für Fans bringen außerdem die Teams HRT und Schnitzelalm mit an den Ring, die jeweils den neuen Mercedes-AMG GT2 einsetzen. Damit gibt sich praktisch die gesamte Spitzengruppe der 24h Nürburgring ein Stelldichein, um die Klingen zu kreuzen. Immer wieder waren die seit 2014 ausgetragenen Qualifiers ein Gradmesser für die eigentlichen 24h – allerdings gelang noch keinem Team bislang das Double aus Qualifiers- und 24h-Sieg. Im vergangenen Jahr gingen die Rennsiege in den beiden Rennen des prolog-Wochenendes an das BMW Junior Team und die Mercedes-AMG-Mannschaft von GetSpeed.

Die Abstimmungsarbeit weiterführen wollen bei den 24h Qualifiers auch die „Neulinge“ – etablierte Teams, die auf die brandneuen GT3 setzen, die in dieser Saison erst ihre Feuertaufe auf der Nordschleife erhalten. Das gilt für den Ferrari 296 GT3, den Frikadelli Racing einsetzt. Auch der neue Lamborghini Huracán GT3 Evo2 ist wie erwartet durch Konrad Motorsport und Abt Sportsline vertreten. Und auf den Porsche 911 GT3 auf Basis des 992 setzen nicht zuletzt die Platzhirsche von Falken Motorsport und Manthey Racing. Auch in den zahlreichen weiteren Klassen im 24h-Starterfeld gibt es etliche Teams, die die 24h Qualifiers nutzen. In der Klasse SP10 (GT4-Fahrzeuge) kämpfen etwa vier verschiedene Fabrikate um den Sieg, die Cup3-Klasse (Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport) ist ebenfalls gut besetzt. Allen Startern gemeinsam: Sie freuen sich auf die freie Fahrt über die schönste, längste und anspruchsvollste Rennstrecke der Welt, auf der sich manche Runde mit etwas Glück fast wie ein Top Qualifying fahren lässt.

Schon ab 23 Euro (Tageskarten Samstag / Sonntag) können die Fans bei den Qualifiers die Action von den geöffneten Tribünen der Grand-Prix-Strecke aus erleben. Das Wochenendticket gibt es für 38 Euro, natürlich ist auch der Fahrerlagereintritt jeweils inklusive. An den Zuschauerpunkten rund um die Nordschleife ist der Eintritt sogar frei, und auch wer das ganze Wochenende am Ring verbringt, für den stehen die Türen weit offen. Die Besucherzone am Brünnchen wird für Camper geöffnet. Dort fallen die üblichen Gebühren an. Und es wird nicht langweilig für die Besucher am 24h Qualifiers-Wochenende, denn das Programm bietet reichlich Action auf der Nordschleife. Bereits am Samstagmorgen ist die ab 8:00 Uhr bevölkert von den Teilnehmern der RCN-Gleichmäßigkeitsprüfung „Schloss Augustusburg Brühl“. Parallel starten die 24h-Qualifiers-Teams ab 10:00 Uhr in ein erstes Freies Training auf der Gesamtstrecke, dem sich ab 12:30 Uhr das erste, einstündige Qualifying auf der Gesamtstrecke anschließt. In ihm geht es bereits um die Startpositionen für das zweistündige Abendrennen am Samstag, bei dem es ab 19:30 Uhr in die Dämmerung hinein geht. Als Appetitmacher davor sind ab 14:30 Uhr die Teilnehmer der RCN-Leistungsprüfung „Preis der Schloßstadt Brühl“ auf der Strecke. Am Sonntag gehört dann die über 25 km lange Gesamtstrecke ganz den 24h-Teams: Nach einem Qualifying (ab 8:15 Uhr) und dem Top-Qualifying der Klassen SP9, SP-X und SP-Pro (ab 10:30 Uhr) heißt es um 13:00 Uhr „Ring frei“ für das vierstündige Hauptrennen des Wochenendes.