Kategorien
Wirtschaft

Hochwald-Konzern gibt Bilanz-Pressekonferenz in Obergartzem

Mechernich-Obergartzem – Start zur Jahreswende. Leichte Bauverzögerungen wegen Corona-Pandemie – Energierecycling durch Gasgegendruck und Photovoltaik – Das Ziel ist die energetische Autonomie im Werk Mechernich. Ob Privatperson oder Konzern – die Covid-19-Pandemie ist an niemandem spurlos vorübergegangen. Auch an der Hochwald Food GmbH nicht, wie sich vergangenen Freitag bei der Präsentation des aktuellen Geschäftsberichtes in der Nähe der Baustelle der modernsten Molkerei des Konzerns in Obergartzem herausstellte.

Baustelle mit Parkplätzen: Auch auf den Zubringerstraßen ist mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Insgesamt sollen im Werk Obergartzem 100 Lkw-Ladungen Milch pro Tag verarbeitet werden. Man rechnet mit 300 Lkw-Bewegungen am Tag. Foto: Hochwald/pp/Agentur ProfiPress

Hygiene- und Abstandsregeln, mobiles Arbeiten sowie Maskenpflicht und Teststrategien am Bau seien letztlich verantwortlich für – wenn auch insgesamt sehr geringfügige – Verzögerungen bei der Fertigstellung des 200-Millionen-Baus im Mechernicher Gewerbegebiet „Obergartzem III“. Statt Oktober rechnet Geschäftsführer Detlef Latka jetzt mit einem Anlaufen des Betriebs spätestens zum Jahreswechsel.

„Obwohl aufgrund der geltenden Beschränkungen zwischenzeitlich ein kompletter Bautrupp aus Polen nicht einreisen durfte, liegen wir noch sehr gut im Zeitplan“, sagte Latka vor Pressevertretern im benachbarten Krewelshof. Sein Geschäftsbericht hinterließ einen positiven Eindruck.

Höhere Milchpreise für Bauern

Nach einem starken Einbruch der Preise für Milchprodukte in der ersten Jahreshälfte folgte eine rasche Erholung, hieß es in der Pressekonferenz. Diese habe zwar das Niveau von vorher nicht ganz erreicht, aber insgesamt die Zahlung überdurchschnittlicher Milchpreise an die Bauern ermöglicht.

Durch den Corona-bedingt gestiegenen Absatz von Milchprodukten über den Einzelhandel profitierte das Unternehmen sogar von der Krise und konnte 2020 einen Umsatz von 1,65 Milliarden Euro erzielen. 204,9 Millionen flossen wieder in zukunftsorientierte Investitionen, das meiste davon in die neue Produktionsstätte in Mechernich.

„Unsere vor fünf Jahren entwickelte Strategie »Hochwald 2020« ist voll aufgegangen“, betonte Detlef Latka in der Pressekonferenz in Obergartzem. Die darin festgelegte Steigerung des Eigenkapitals um 40 Prozent habe die Verwirklichung des Mechernicher Werkes überhaupt erst möglich gemacht.  „Das sind Zahlen, auf die wir sehr stolz sein können“, so der Geschäftsführer.

Ab dem kommenden Jahr sollen in Mechernich auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern rund 800 Millionen Kilogramm Milch pro Jahr verarbeitet werden. Dies sei jedoch nur die erste Ausbaustufe, wie Thorsten Oberschmidt von der Geschäftsführung in der Pressekonferenz erklärte.

Nachhaltigkeit spielt große Rolle

„Im Werk Mechernich-Obergartzem ist noch ausreichend Platz für weitere Maschinen und eine mögliche Ausweitung der Produktion vorhanden“, so Oberschmidt zu Medienvertretern. Auch das Thema Nachhaltigkeit spiele bei dem Bauprojekt eine gewichtige Rolle, führte Detlef Latka aus: „In sogenannten Gasgegendruckkabinen erzeugen wir mehr Druck, als für den eigentlichen Molkereiprozess notwendig wäre. Diesen Überschuss nutzen wir mit dem gezielten Ablass durch Turbinen zur Energiegewinnung.“

Zwischen 40 und 50 Prozent der benötigten Energie könne dadurch direkt vor Ort erzeugt werden. Zudem sei der Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Werkes geplant. Auf lange Sicht sei völlige CO2-Neutralität das Ziel: „Mit unserem Partner Nestle arbeiten wir derzeit an einem »Zero-Projekt«, das 2022 an den Start gehen soll.“ Aktuell sei man auf einem guten Weg, die finalen Verträge für diese Kooperation zu entwerfen, mit denen man dieses zukunftsorientierte Ziel erreichen möchte.

Der Geschäftsführer bei Hochwald Foods GmbH, Detlef Latka, rechnet im Lauf des Jahres mit steigenden Milchpreisen. Das sei „angesichts der deutlich gestiegenen Kosten auf den Milchviehbetrieben auch eine dringend notwendige Entwicklung“.

Ausgehend von der Umsatzentwicklung der ersten Monate des Geschäftsjahres geht das Unternehmen den Angaben zufolge für 2021 von einem Jahresumsatz und einem Konzernjahresüberschuss über dem Niveau des Vorjahres aus. Der Hauptsitz der genossenschaftlichen Muttergesellschaft Hochwald Milch eG ist im rheinland-pfälzischen Thalfang im Hunsrück.

Kategorien
Top-Events

COMEDY BURG mit SUCHTPOTENZIAL am Dienstag, 13. Juli bei den Burgfestspielen in Mayen

Mayen – Sie sind wieder da: die Musik-Comedy-Queens von SUCHTPOTENZIAL gastieren am Dienstag den 13. Juli bereits zum vierten Mal bei den Burgfestspielen in Mayen! Julia Gámez Martín und Ariane Müller präsentieren ihr neues Programm „Sexuelle Belustigung“. Wer sie kennt kommt immer wieder – und wer es bisher verpasst hat, bekommt jetzt eine neue Chance. Wenn diese beiden Ladies ihrer Albernheit freien Lauf lassen, kann auf der Bühne einfach alles passieren: virtuose Gesangsduelle, derbe Wortgefechte und kluges Pointengewitter. Suchtpotenzial werfen dabei alle Konventionen und Klischees über Bord und nichts ist vor ihnen sicher. Und es gibt noch vereinzelte Restkarten!

Tickets für die Burgfestspiele gibt es bei: Bell Regional, Touristikcenter, Rosengasse 5, 56727 Mayen, unter der Ticket-Hotline: 02651 / 494942, per Mail an tickets@touristikcenter-mayen.de und im Online-Ticketing unter www.burgfestspiele-mayen.de.

Kategorien
Tourismus

Einen Blick ins mächtige Ahrtor werfen

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Besichtigungsmöglichkeit am Sonntag, 18. Juli, ab 11 Uhr. Buchung von Gruppenführungen ab sofort ebenfalls möglich. Wie sieht das Ahrtor eigentlich von innen aus? Und wie ist die Aussicht von oben? Diese Fragen haben sich sicherlich schon viele Einheimische und Besucher gestellt, wenn sie hinauf zum mächtigsten Torturm der Ahrweiler Stadtbefestigung schauten. Nachdem die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler kürzlich die Begehbarkeit ermöglicht hat, ist es nun so weit: Das Ahrtor öffnet seinen Turm für die Öffentlichkeit. Am Sonntag, 18. Juli, ab 11 Uhr haben Interessierte erstmals Gelegenheit, einen Blick hinein zu werfen und in insgesamt drei Stockwerken ganz neue Ausblicke auf Ahrweiler zu genießen.

Es handelt sich hierbei nicht um eine Gästeführung, sondern um die Möglichkeit, sich das Innenleben des Ahrtors eigenständig anzuschauen. „Nachdem wir angekündigt haben, dass das Ahrtor für Besucher zugänglich gemacht wurde, haben wir auch viele Anfragen zum Beispiel von Einwohnern erhalten, ob man da nicht mal reingehen könne“, so Meike Carll, Referentin Tourismus beim Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. „Daher bieten wir nun einmal einen reinen Besichtigungstermin an.“  Zur Information sind im Ahrtor verschiedene Infotafeln angebracht. Darüber hinaus wird ein Gästeführer des Ahrtal-Tourismus vor Ort für Fragen zu Verfügung stehen. Carll: „Gruppenführungen können natürlich ab sofort ebenfalls bei uns gebucht werden.“

Beim Besichtigungstermin am 18. Juli können sich zwischen 11 und 14 Uhr jeweils maximal 15 Besucher für halbstündige Zeitfenster anmelden. Eine Anmeldung ist in den Tourist-Informationen unter Tel. 02641/91710 oder unter der Mail-Adresse verkauf@ahrtal.de möglich. Ohne Anmeldung ist kein Zutritt möglich. Der Eintritt kostet 3 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren. Kultur- und Gästekarteninhaber zahlen 2 Euro. Kinder bis einschließlich 5 Jahre haben freien Eintritt. Der Eintrittspreis muss vor dem Zugang in der Tourist-Information Ahrweiler entrichtet werden. Die Kontakt-Nachverfolgung erfolgt über die Luca-App oder ein Kontaktformular. Im Ahrtor gilt die Maskenpflicht.www.ahrtal.de

Kategorien
News

Kehrpflicht in Mechernich

Mechernich – Ortsbürgermeister und Ordnungsamts-Chefin weisen auf Kehrpflicht hin, die regelt, dass samstags der Besen zu schwingen ist – Rinne und Bürgersteige sind sauber zu halten – Unrat und Kehrricht sofort zu beseitigen – Satzung und Liste der befreiten Straßenzüge sind unter www.mechernich.de abrufbar.

„Es trägt nicht zum Ortsbild bei“, stellt Schützendorfs Ortsbürgermeister Guido Lange unumwunden fest. Und meint damit, die mit Laub, Staub oder Dreck beladenen Gossen und angrenzenden Bürgersteige – nicht nur in seinem Dorf.

In der jüngsten Online-Konferenz der Ortsbürgermeister klagten die Vertreter ihr Leid, dass Bürger immer häufiger ihre Kehrpflicht nicht immer ernst nehmen würden. Früher sei es gute Sitte samstags die Straße vor der eigenen Haustüre zu kehren, heute müsse man immer häufiger an diese Pflicht erinnern und diskutieren.

Aber die Straßenreinigungssatzung der Stadt Mechernich – auch abrufbar unter www.mechernich.de – ist eindeutig. Unter Paragraph3 regelt sie klar „Art und Umfang“ der Reinigungspflicht. „Da ist genau beschrieben, was man machen muss“, betont auch Ordnungsamts-Chefin Silvia Jambor.

Regelmäßig

Speziell Fahrbahn und Gehweg sind demnach an Samstagen und an Tagen vor Feiertagen zu säubern. Dabei wird jahreszeitlich unterschieden: vom 1. April bis 30. September bis spätestens 19 Uhr, vom 1. Oktober bis 31. März bis spätestens 17 Uhr. Kehrricht und Unrat sind sofort zu entfernen und dürfen nicht vor Nachbargrundstücken, Kanälen oder Hydranten zurückgelassen werden.

„Wir legen sicher niemanden auf den Samstag fest, aber es muss wöchentlich und damit regelmäßig gemacht werden“, so Jambor weiter. Wenn nicht, kann die Stadt auch Bußgelder verhängen. Zuvorderst sind die Eigentümer des Hauses verantwortlich, gegebenenfalls geben sie diese Pflicht aber weiter an die Mieter.

„Manche Bürger nehmen die Kehrpflicht trotz Ansprache aber einfach nicht wahr“, so Lange: „Auch ist es besonders ärgerlich für die Anwohner, die der Kehrpflicht nachkommen und dann die Verschmutzungen derjenigen abbekommen, die nicht kehren.“

Welche Anlieger welcher Straßenzüge zu kehren haben, ist in einer Liste festgehalten – straßengenau. Sie ist der Satzung angehangen. „Es gibt letztlich nur wenige Ausnahmen. Wenn überhaupt, sind das Ortsdurchfahrten an Bundes- und Kreisstraßen.“ Zu den Ausnahmen gehören die Roggendorfer Landstraße, auch in Weißenbrunnen, sowie die Wallenthaler Straße in Denrath, außerdem die Friedrich-Wilhelm-Straße und im weiteren Verlauf die Heerstraße und Rathergasse in der Kernstadt. Dort übernimmt die Stadt bzw. der städtische Bauhof die Pflicht.

Straße, Bürgersteig & Rinnstein

„Überall anders muss der Anlieger reinigen“, betont Jambor. „Bis zur Straßenmitte mitsamt Bürgersteig und Rinnstein. Und Unkraut muss auch entfernt werden.“ Ortsbürgermeisterin von Harzheim, Petra Schneider, appelliert: „Es wäre schön, wenn sich einfach jeder im Ort daranhält.“ Bei Regen verstopften sonst schneller die Kanaleinläufe. Außerdem sei es solidarisch. Blätter, Dreck, Unrat verteilten sich schnell im Dorf.

„Ich stelle auch fest, dass sich neue Mitbürger dieser Pflicht überhaupt nicht bewusst sind“, fügt Björn Wassong, Ortsbürgermeister von Weyer hinzu. In Städten übernehme die Pflicht nämlich regelmäßig eine Kehrmaschine. Und auch ein Irrglaube geistere häufig als Gerücht durch die Gassen, nämlich, dass man Straßenreinigungsgebühren bezahle und deshalb nicht den Besen schwingen müsste.

Damit räumt Silvia Jambor auf: „Der Posten ‚Winterdienst und Straßenreinigungsgebühren‘ auf der Abrechnung beinhaltet, wo selber gekehrt werden muss, nur die Gebühren für den Winterdienst und nur dieser wird auch berechnet.“

Um „seine“ Bürger für ein sauberes Weyer zu gewinnen hat Björn Wassong sogar einen Flyer entwickelt und verteilt. „Wir machen Weyer (noch) schöner…“. Darin informiert er über das ehrenamtliche Engagement seiner Dorfverschönerungstruppe und appelliert: „Wenn jeder die Straße und den Gehweg vor seiner eigenen Haustür kehrt, leistet jeder einen kleinen Beitrag zum großen Ganzen!“

Kategorien
Top-Events

Mayener Street Food Picknick findet wieder im Burggarten statt

Mayen – Das Street Food Picknick findet vom heutigen Freitag, 9. Juli bis Sonntag, 11. Juli, in den Burggärten der Genovevaburg in Mayen statt. Die Mayener Kaufleute, die Stadt Mayen und die Fuchs Konzeptfabrik laden zum gemütlichen Schlemmen an verschiedenen Foodtrucks und zum Entspannen auf den Wiesen der Burggärten ein.

Am Freitag (17 bis 23 Uhr), Samstag (12 bis 23 Uhr) und Sonntag (12 bis 18 Uhr) kann ausgiebig gegessen und getrunken werden. Besucher werden gebeten, eine Decke zum Picknick 2021 in Mayen mitzubringen, zusätzlich wird eine begrenzte Anzahl von Decken bereitgestellt. Untermalt wird die Veranstaltung durch Livemusik am Freitag, von 17 bis 19:45 Uhr und Samstag, von 16:30 Uhr bis 19:45 Uhr von der Band Buije SFT sowie Sonntag, von 12 bis 19 Uhr von der Band Buije/Boom.

Eine Vorabreservierung ist nicht nötig, jedoch eine Registrierung unter Einhaltung der notwendigen Hygieneregeln vor Ort. Der Eintritt ist natürlich frei.

Ein besonderes Highlight gibt es aber auch auf der anderen Seite der Burgbrücke.

Vom 9. bis 11. Juli gelten ermäßigte Preise in den Ausstellungen EifelTotal und Deutsches Schieferbergwerk des Eifelmuseums. Die Basiskarte für Erwachsende kostet an diesem Wochenende nur 5 statt 6 Euro und für Kinder nur 2,50 statt 3,50 Euro. Kombikarten für Erwachsene kosten 8 statt 9 Euro, für Kinder 4 statt 5 Euro. Und wer eine Premiumkarte für 11 statt 12 bzw. 5,50 statt 6,50 Euro kauft, hat zusätzlich die Möglichkeit, alle drei Einrichtungen zu besuchen, denn auch die Erlebniswelten Grubenfeld sind einen Abstecher wert. Das Mayener Grubenfeld ist insbesondere im Sommer ein Highlight, denn es gibt dort eine besondere Schatzsuche, die Spannung für jedes Alter verspricht.

Die Museen müssen nicht alle am selben Tag besucht werden, die gekaufte Karte ist ein Jahr lang gültig. Da die Mayener Museen in den Sommerferien täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet sind, bleibt also ausreichend Zeit zum Schlemmen beim Street Food Picknick und Entdecken der Genovevaburg sowie des Grubenfeldes.

Kategorien
Top-Themen

„Mayors for peace“: Flagge weht erstmals am Aachener Rathaus

Aachen – Endlich war es soweit: Nachdem bereits am 22. Januar die „Mayors for peace“-Flagge an Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und die stellvertretende StädteRegionsrätin, Elisabeth Paul, überreicht wurden,  ist sie heute, Donnerstag, 8. Juli am internationalen „Mayors for peace“-Tag, am Aachener Rathaus erstmalig mit einer Hochbühne ausgefahren und gehisst worden.

Vier mal 2,5 Meter gegen Atomwaffen: Seit heute weht die „Mayors for peace“-Flagge am Aachener Rathaus. Foto: © Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Bürgermeisterin Hilde Scheidt erklärt: „Der heutige Tag ist nicht nur ein Zeichen gegen Atomwaffen, sondern auch gegen das stattfinden von Atomwaffenmanövern und Atomenergie. Die Flagge stellt ein Bekenntnis der Stadt Aachen dar, denn Öffentlichkeit kann man nur in der Öffentlichkeit selbst herstellen.“ Die vier Meter breite Flagge soll voraussichtlich für eine Woche das Rathaus verzieren.

Auch Elisabeth Paul verkündet: „Mit Freude feiern wir heute nicht nur den 25sten Jahrestag der Entscheidung des Gerichtshofs für Menschenrechte in Den Haag. In diesem Jahr ist auch endlich der Atomwaffenverbotsvertrag der UNO in Kraft getreten. Dafür setze ich mich schon seit vielen Jahren ein. Deshalb ist es mir auch persönlich sehr wichtig, dass heute in Aachen und auch vor dem Haus der StädteRegion die Flaggen der ‚Mayors for peace‘ gehisst werden. Wir zeigen Flagge als Zeichen für die Regierungen, die Forderung der Bevölkerung nach einer atomwaffenfreien Welt wahrzunehmen, zu respektieren und in nationales Recht umzuwandeln.“

40 bis 60 Atomsprengköpfe rund um Aachen

Dr. Odette Klepper, von den Aktionsbündnissen „Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V.“ (IPPNW) und „Keine Atombomben rund um Aachen“, erläutert: „Atomwaffen sind in unserer Welt irgendwie versteckt, die Bevölkerung bekommt es nicht mit. Die Waffen werden immer schneller und kleiner, die Vorwarnzeit geringer und Algorithmen entscheiden über das Einschlagsziel.“ In einem Umkreis von unter 100 Kilometern um Aachen werden 40 bis 60 Atomsprengköpfe gelagert, auch das belgische Atomkraftwerk Tihange liegt nur 64 Kilometer entfernt.

Kristina Blömer, von der Internationalen Katholischen Friedensbewegung pax christi Aachen, betont, dass sie „den Druck aus der Bevölkerung transportieren und weiterleiten“ möchten, ähnlich, wie dies auch zum Thema Tihange zu überregionalen Aktionen und Berichterstattungen führte. Deshalb habe man sich auch am „Aachener Appell“ beteiligt, der nachdrücklich auf diese aktuelle, nukleare Bedrohung aufmerksam machen soll.

„Mayors for peace“

Die 1982 durch Takeshi Araki, dem damaligem Bürgermeister von Hiroshima, gegründete Organisation „Mayors for peace“, hat sich den Weltfrieden und die globale atomare Abrüstung zum Ziel gesetzt.

Aktionsbündnis „Keine Atombomben rund um Aachen“

Das Aktionsbündnis „Keine Atombomben rund um Aachen“ möchte Deutschland zum Beitritt des in diesem Jahr in Kraft getretenen UNO Atomwaffenverbot-Vertrags bewegen. Das Bündnis besteht aus der DFG-VK Gruppe Aachen (Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegener*innen), pax christi Aachen, VVN/Bda Aachen (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) und der IPPNW Aachen.

Kategorien
News

Bürgermeister für den Frieden: Die Kupferstadt Stolberg zeigt Flagge gegen Atomwaffen

Stolberg – Dieses Jahr begehen die deutschen „Mayors for Peace“ am Flaggentag ein Doppeljubiläum: Vor 25 Jahren, am 8. Juli 1996, veröffentlichte der Internationale Gerichtshof in Den Haag ein bemerkenswertes Rechtsgutachten. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“ Damit steht das Gutachten des Internationalen Gerichtshofes gleichsam am Anfang eines „Nach-Nuklearen“ Zeitalters. Um an dieses wegweisende Gutachten zu erinnern wurde vor 10 Jahren der so genannten Flaggentag in Deutschland eingeführt. Mittlerweile beteiligen sich deutschlandweit immer mehr Städte an der Aktion, rund 400 Bürgermeister*innen zeigen am 8. Juli Flagge gegen Atomwaffen. Zahlreiche Friedensinitiativen begleiten diesen Tag mit vielfältigen Aktionen.


v.l. Bürgermeister Patrick Haas mit Wolfgang Cornely beim Flaggenhissen. Foto: Tobias Schneider / Kupferstadt Stolberg

In diesem Jahr steht der im Januar in Kraft getretene Atomwaffenverbotsvertrag im Fokus des Flaggentages. Die Atommächte haben den Vertrag nicht unterzeichnet, und auch Deutschland ist dem Verbotsvertrag bislang nicht beigetreten. Weltweit appellieren die Mayors for Peace daher an ihre jeweiligen Staaten, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen, so auch in Deutschland an diesem Flaggentag.

Bürgermeister Patrick Haas, der sich heute gemeinsam mit Wolfgang Cornely als Vertreter von Amnesty International und der Stolberger Gruppe Z an der Aktion für eine atomwaffenfreie Welt beteiligt, erklärt:

„Noch immer verfügen die Atommächte über schätzungsweise 13.080 Atomwaffen. Waffenarsenale werden modernisiert und mehr Nuklearwaffen als bisher einsatzbereit gehalten. Das ist eine nicht hinnehmbare Entwicklung. Daher setzen wir uns als Bürgermeister am Flaggentag für die Abschaffung der Atomwaffen und einen Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag ein. Als ersten Schritt auf diesem Weg sollte Deutschland als Beobachter an der Vertragsstaatenkonferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag in 2022 teilnehmen.“

Kategorien
News

Insektenhotel für die Integrative Kindertagesstätte der Lebenshilfe Prüm e.V.

Prüm – Gemeinsam mit dem Energieversorger E.ON und dem EIFEL Strom hat die Regionalmarke EIFEL ein beispielhaftes Projekt realisiert. Insgesamt 16 Kindertagesstätten in der Eifel haben Insektenhotels erhalten. Dadurch soll den Kindern schon frühzeitig Wissen über die Umwelt und die heimischen Tierarten vermittelt werden.

Gebaut und montiert wurden die ansehnlichen Insektenhotels von der Europäischen Werkstätten Cooperation (EuWeCo) in Weinsheim.

Das Insektenhotel für die Integrative Kindertagesstätte in Prüm wurde jetzt durch den Geschäftsführer der Regionalmarke EIFEL, Markus Pfeifer, an Vertreter der Lebenshilfe Prüm und der Integrativen Kindertagesstätte, im Beisein von begeisterten Kindern offiziell übergeben.

Markus Pfeifer betonte bei der Übergabe, dass es der Regionalmarke EIFEL ein besonderes Anliegen sei, bei den Kindern schon früh ein Bewusstsein für die Umwelt zu vermitteln und gleichzeitig den Insekten einen geschützten Unterschlupf zum Nisten und Überwintern zu bieten. Schon seit vielen Jahren setze sich die Qualitätsmarke für den natur- und Umweltschutz in der Region ein.

Als 1. Vorsitzender der Lebenshilfe Prüm, bedankte sich Aloysius Söhngen auch im Namen von Geschäftsführer Guido Kirsch und Vorstandsmitglied Mathilde Weinandy, herzlich für die beispielhafte Aktion der Regionalmarke EIFEL und ihren Partnern. Die Begeisterung bei den Kindern zeige, dass diese wertvolle Initiative auf großes Interesse schon bei den Kleinsten sorge.

Die Leiterin der Kindertagesstätte, Beatrix Hermann dankte ebenso herzlich und berichtete, dass die Kinder mit regem Interesse beobachten, was alles so um das neue Insektenhotel kreucht und fleucht.

Kategorien
News

Impfungen ohne Termin ab dem morgigen Freitag, 9. Juli im Impfzentrum Aachen für alle ab 16 möglich. Late-Night-Impfen bis 22 Uhr

StädteRegion Aachen – Die Zeiten der Impfstoffknappheit gehören jetzt auch in der StädteRegion Aachen der Vergangenheit an. Aus diesem Grund sind ab dem morgigen Freitag Impfungen für alle im Impfzentrum Aachen möglich und das – anders als bisher – auch ohne Termin. Darüber haben die gemeinsam agierenden Krisenstäbe von Stadt und StädteRegion Aachen jetzt informiert. Aktuell steht genügend Impfstoff für alle Impfwilligen zur Verfügung. Da man nun sicher sein kann, dass auch alle impfwilligen Menschen bedient werden können, wird die Impfung nun so niedrigschwellig wie möglich gehalten. Alle Impfwilligen ab 16 Jahren können ab morgen auch ohne Termin ins Impfzentrum kommen. Mehr als der Personalausweis und – wenn vorhanden – das gelbe Impfheft sind nicht notwendig. Aufgrund der hohen Liefermengen kann zudem auch jeder vor Ort seinen Impfstoff frei wählen. Das Impfzentrum ist an diesem Wochenende (Freitag bis Sonntag) jeweils von 7:30 Uhr bis 22:30 Uhr geöffnet. Impfwillige ohne Termin werden bis 22:00 Uhr angenommen.

Da ab dem Wochenende auch die Clubs und Diskotheken in NRW wieder öffnen dürfen, wird speziell an diesem Wochenende für alle das „Late-Night-Impfen“ angeboten. Wer also endlich wieder feiern gehen möchte, und noch nicht geimpft ist, sollte im Impfzentrum den Auftakt machen. Bis jeweils 22:00 Uhr können alle ab 16 Jahren dazu gerne am Freitag bis Sonntag ohne vorherige Anmeldung vorbeikommen.

Ab Montag ist das Impfzentrum dann wieder von 8:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Impfwillige ohne Termin werden dann bis 19:00 Uhr angenommen.

Ab der kommenden Woche werden zudem Impfbusse aufsuchende Impfungen in der StädteRegion anbieten. Sie werden vor allem bei öffentlichen Veranstaltungen, in Fußgängerzonen und in dafür vorgeschlagenen Stadtteilen Station machen. Auch hier werden sehr niedrigschwellig und ohne Voranmeldung Impfungen angeboten. Der Impfstoff kann frei gewählt werden. Derzeit werden dazu noch die Fahrpläne vorbereitet. Details werden in Kürze bekanntgegeben.

Kategorien
News

Minister Hoch kündigt neue und niedrigschwellige Impfangebote in Rheinland-Pfalz an

Region/Mainz – Impfen in Rheinland-Pfalz wird noch einfacher und mobiler: Die Landesregierung arbeitet intensiv daran, die Coronaschutzimpfungen mit neuen und zusätzlichen Angeboten weiter in die Fläche zu tragen und den Zugang möglichst unkompliziert zu gestalten. „Wir stehen kurz vor einem Wendepunkt in der Impfkampagne. Auch, wenn wir aktuell wieder eine leichte Zunahme bei Neuregistrierungen erkennen können, wird der Impfstoff bald keine Mangelware mehr sein, wir werden mehr Impfdosen als Impfwillige haben“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch. „Wir werden das nutzen, um die Impfungen vermehrt dorthin zu bringen, wo Menschen zusammenkommen. So wollen wir die Impfquote weiter konsequent erhöhen, um die Bürgerinnen und Bürger sowie unsere gemeinsam errungenen Erfolge auch für Herbst und Winter bestmöglich zu schützen.“

Hoch verwies in diesem Zusammenhang auf die jüngste Analyse des Robert Koch-Instituts, in der eine Impfquote von mindestens 85 Prozent bei den 12- bis 59-Jährigen sowie 90 Prozent in der Gruppe der über 60-Jährigen empfohlen wird. „Die Messlatte ist damit klar“, sagte Hoch. „Bei den Menschen über 60 sind wir mit einer Quote von gut 86 Prozent bezogen auf die bisher verabreichten Erstimpfungen schon auf einem sehr guten Weg. In der Gruppe der 18- bis 59-Jährigen liegt diese Quote aktuell bei gut 56 Prozent. Hierauf müssen wir künftig unser Hauptaugenmerk legen.“ Auch mit Blick auf die jüngst veröffentlichte Mainzer Gutenberg Covid-19-Studie, laut der Menschen mit niedrigerem sozioökomischen Status eine geringere Impfquote aufweisen, will das Land die Angebote bewusst niedrigschwellig und nah anbieten.

Impfbusse könnten eine Möglichkeit sein, Impfungen ohne vorherige Registrierungen beispielsweise auf Marktplätzen oder am Rande belebter Einkaufsstraßen anzubieten, skizzierte Hoch eine der Ideen, die zurzeit geprüft werden. Das Land sei diesbezüglich mit Kommunen und dem DRK im Gespräch. „Darüber hinaus schauen wir aktuell unter anderem mit der Bundesagentur für Arbeit und mit den Tafeln im Land, welche Aktionen wir in deren Umfeld anbieten könnten“, sagte Hoch.

Auch das Konzept der Stadtteilimpfungen soll in Kooperation mit den Kommunen fortgeführt und ausgebaut werden, sagte Hoch. In Ergänzung sei man mit der kommunalen Familie im engen Austausch über weitere Sonderimpfaktionen. „Das Wissen um die konkrete Situation vor Ort ist gerade im Hinblick auf das Ziel, die Impfungen möglichst passgenau anzubieten, ein großer Schatz“, sagte Hoch. „Wir unterstützen die Kommunen, wenn es umsetzungsfähige und konkrete Vorschläge gibt.“ Das enge Zusammenspiel habe sich im Laufe der Pandemie bewährt und sei nicht nur mit Blick auf die Impfzentren sehr erfolgreich gewesen. „Das wollen wir weiter ausbauen“, sagte Hoch.

Auch bei der Terminregistrierung sind Neuerungen geplant. So wird sich voraussichtlich kommende Woche jede und jeder Impfwillige ein Impfzentrum aussuchen können – unabhängig vom Wohnort. Gleichzeitig wird dann bei der Registrierung über ein Ampelsystem die Terminverfügbarkeit in den Impfzentren angezeigt. „Somit hat jeder die Wahl, ob er bereit ist, für eine schnellere Impfung eine längere Anfahrt in Kauf zu nehmen“, erläuterte der Minister. Seit Kurzem besteht darüber hinaus für alle, die für einen Termin registriert sind, die Möglichkeit, schnell und einfach den Status ihrer Terminvergabe abzufragen. Auf impftermin.rlp.de wurde eine Funktion ergänzt. Nach Eingabe der Daten erhält jede Registrierte und jeder Registrierte per E-Mail einen Überblick.

„Aktuell ist die Impfkampagne weiterhin auf einem sehr guten Weg“, sagte der Minister. In Rheinland-Pfalz sind bereits mehr als 3,8 Millionen Coronaschutzimpfungen verabreicht worden. Mehr als 2,2 Millionen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer haben ihre Erst-, mehr als 1,6 Millionen auch schon ihre Zweitimpfung erhalten. Mit einer Erstimpfquote von 58,6 Prozent liegt Rheinland-Pfalz über dem Bundesschnitt (57,6 Prozent). Die Quote der vollständig geimpften Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer liegt bei 39,7 Prozent.

Derzeit warten noch gut 27.000 Menschen auf einen Termin im Impfzentrum. Davon haben sich mehr als 26.000 erst nach dem Fall der Priorisierung am 7. Juni registriert. Aus den ehemaligen Priogruppen eins bis drei warten aktuell rund 1300 Personen auf einen Termin. Darin enthalten sind auch Neuregistrierungen von Menschen über 70 Jahren, die nach wie vor priorisiert werden, sowie Personen, die bereits einen Termin hatten, diesen aber verschieben mussten. Bereits mit einem Termin ausgestattet, aber noch ohne erste Impfung sind momentan rund 42.000 Personen, die sich ohne Priorität haben registrieren lassen sowie knapp 16.000 Menschen aus der ehemaligen Priogruppe drei.

„Noch vor einigen Wochen waren wir bei rund 400.000 Menschen ohne Termin in der Priogruppe drei, hinzu kamen rund 100.000 Wartende ohne Priorisierung. Deren Zahl ist sehr schnell auf nun nur noch gut 27.000 geschrumpft. Das zeigt, wie schnell und verlässlich wir auch dank der Unterstützung der Ärzteschaft und der Betriebsärzte vorankommen“, sagte Minister Hoch. „Deswegen gilt: Jetzt ist ein sehr guter Zeitpunkt, sich für eine Impfung registrieren zu lassen. Die Wartezeiten verkürzen sich rapide, künftig wird der Zugang zu den Impfungen noch viel einfacher werden. Ich möchte deshalb erneut appellieren: Nutzen Sie die Chance, lassen Sie sich impfen. Sie schützen damit nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Sie helfen uns allen, die wieder zurückgewonnenen Freiheiten zu bewahren.“