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Bad Bertrich – Das Konzert der Bläck Fööss in Bad Bertrich, das am 3. September 2021 im Kursaal in Bad Bertrich stattfinden sollte, wird aufgrund der aktuell geltenden Coronaverordnung auf den 23. April 2022 verschoben. Bereits gekaufte Tickets behalten für den Alternativtermin ihre Gültigkeit oder können gegen Erstattung des vollen Kaufpreises zurückgegeben werden. Die Tickets können bei der GesundLand Vulkaneifel GmbH, Leopoldstraße 9a, 54550 Daun, zurückgegeben werden. Für die Rückgabe werden die Originaltickets sowie die Bankverbindung für die Rücküberweisung benötigt. Keine Barauszahlung möglich.
Die Sommerveranstaltungen in Bad Bertrich, das Open-Air-Kino-Picknick (geplant für den 7. August) sowie der Sommernachtstanz im Kurgarten (geplant für den 17. Juli), können aufgrund der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden und finden erst 2022 wieder statt. Der Sommernachtstanz ist für den 16. Juli 2022 geplant, das Open-Air-Kino für den 13. August 2022.
Gute Laune und noch scheint die Sonne im Elztal. Foto: LG Laacher See e.V.
Laacher See – Etappenziele Heilbachsee, Aussichtstürme in Sassen, Boos und die Jacobussäule. Noch bevor das neue Teilstück des Elztal Radweg offiziell eingeweiht war, testeten fast 30 LG’ler den neuen Streckenabschnitt. Vom Sportplatz in Monreal ging es über Bermel, Uersfeld nach Gunderath. Am Heilbachsee machten sie eine kurze Pause und anschließend teilte sich das Radlerfeld. Es ging über Sassen und Mannebach nach Boos zum Booser Eifelturm. Hier nahmen sich einige Zeit, um das wunderbare Eifelpanorama zu genießen.
Trinkpause am Heilbachsee (Gunderath). Foto: LG Laacher See e.V.
Nach dem Treffen mit den Vereinskollegen, verteilten sie sich und fuhren teils in verschiedenen Richtungen zur Blumerather Heide. Die ganz Fleißigen radelten über Kürrenberg zur Jacobussäule und weiter über den Wüsterather Hof und Müsch in Richtung Monreal. Dies ergab eine Streckenleistung von knapp 60 km. Wer ohne Elektrofahrrad unterwegs war, hatte ganz schön zu strampeln.
Diejenigen, die es lieber kürzer wollten, fuhren von der Blumerather Heide aus über den Karbachtalweg hinunter nach Monreal. Diese Strecke hatte es allerdings in sich. Es ging über Stock und Stein. Durch eine kleine Unachtsamkeit stürzten zwei Teilnehmer, die sich aber nur leicht verletzten.
Im Ziel wurden die müden Sportler mit einer kühlen Erfrischung empfangen. Allerdings kam diese auch von oben. Denn gegen Ende der Tour öffnete der Himmel seine Schleusen. Auch wenn die Strecke etwas anspruchsvoll war, hat es allen Spaß gemacht. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in diesem Jahr nochmals eine Radtour angeboten wird. Die Planungen dafür hat eine Teilnehmerin schon aufgenommen.
„Derzeit überlegt die LG Laacher See mit den zuständigen Behörden, ob Lauf „Rund um den Laacher See“ am 19. September stattfinden kann. Sobald eine Entscheidung getroffen wird, werden wir über die örtliche Presse informieren“, verrät Vorstandsmitglied Axel Schäfer.
Aachen – Das Team des Stadtbetriebs hat Aachens größten Sommer-Sandkasten am Morgen aufgebaut. Öcher Tradition: zum sechsten Mal kann bis zum 15. August wieder gebuddelt oder einfach entspannt werden. Nach Pause im Vorjahr: Ferienspiele der Archimedischen Werkstatt zum Thema „vertical farming“ erobern den Katschhof ab dem 26. Juli.
Die Vorfreude ist den Schaulustigen – vor allem den jungen – anzusehen. Staunend begleiten sie das Spektakel am frühen Donnerstagmorgen auf dem Katschhof, als die Lastwagen des Aachener Stadtbetriebs die schweren Fichtenbalken anliefern, und das eingespielte Team „Archimedischer Sandkasten“ an die Arbeit geht. Insgesamt 160 Meter Holz müssen montiert werden, bevor eine Ladung Sand nach der anderen zwischen Dom und Rathaus ausgekippt und im fertigen Sandkasten verteilt wird – 150 Tonnen insgesamt.
Ein Sandkasten auf dem schönsten Platz der Welt
Die Vorfreude ist auch allen Verantwortlichen zur Eröffnung ins Gesicht geschrieben. „Es ist mir wirklich eine Freude“, sagt Bürgermeisterin Hilde Scheidt beim Pressgespräch am Donnerstag, 8. Juli. „Das kann keiner toppen. Ein Sandkasten auf dem schönsten Platz der Welt und im sechsten Jahr mittlerweile echte Öcher Tradition. Es ist einfach klasse, was sich hier entwickelt hat, ein riesiger Erfolg. Das sieht man auch daran, wie gut er jedes Jahr angenommen wird, wie viele Kinder und auch Eltern sich auf diese Wochen freuen.“ Offiziell geöffnet ist der Archimedische Sandkasten des Future Lab Aachen vom 10. Juli bis zum 15. August.
Teamwork sorgt für zügigen Aufbau
Und damit es mit dem Spaß auch direkt losgehen kann, bedarf es guter Planung und engagierter Teamarbeit. Ilse Stollenwerk, als Geschäftsbereichsleiterin Grünflächenpflege im Aachener Stadtbetrieb auch für das Team der Spielplätze zuständig, weiß das aus Erfahrung: „Das ist ein Paradebeispiel für fachübergreifendes Teamwork. Heute sind hier Kolleg*innen aus der Spielplatzpflege, den Grünkolonnen, LKW-Fahrer aus verschiedenen Bereichen, unsere Auszubildenden und Mitarbeiter*innen der Gärtnerei Hand in Hand beschäftigt und es läuft wieder reibungslos.“ Die Arbeit macht auch sichtlich Spaß und ist gleichzeitig eine Möglichkeit zur Begegnung der unterschiedlichen Bereiche. „Wir freuen uns riesig, Jahr für Jahr diese tolle Aktion mit auf die Beine zu stellen“, sagt Stollenwerk. Bereits um 13.30 Uhr wird noch einmal der Sand gerecht, damit ist der Aufbau beendet.
Der Aachener Stadtbetrieb wird auch während der fünf Wochen jeden Tag vor Ort sein und den Spielsand und den umliegenden Bereich kontrollieren und säubern, bevor dann im August wieder der große Abbau ansteht. Der Sand wird dann eingelagert und bei Bedarf auf die Spielplätze im Stadtgebiet verteilt.
Ferienspiele zum Thema „vertical farming“
Ab dem 26. Juli haben die Kinder und Jugendlichen der städtischen Ferienspiele des Fachbereich Kinder, Jugend und Schule das Kommando über die grauen Pflastersteine, und es wird grün. „Nach einem Jahr Pause kann die Archimedische Werkstatt wieder loslegen“, freut sich Renate Prömpeler als Verantwortliche für die Ferienspiele bei der Stadt Aachen. Das Thema in diesem Jahr ist „vertical farming“.
Navid Amirzadeh, kaufm. Geschäftsführer der TechniForm GmbH, führte die Gäste durch die neue Vlies-Anlage von Reifenhäuser und erklärte die einzelnen Produktionsschritte. Foto: Peter Doeppes
Nerdlen/Daun – Der Kunststoffspezialist aus Nerdlen hat seit seinen Anfängen eine enorme Entwicklung durchgemacht – und wächst weiter. Dank der neuen Vlies-Produktionsanlage werden nicht nur neue Geschäftsfelder erschlossen, sondern auch neue Arbeitsplätze für die Region geschaffen. Die Einweihung der High-Tech-Anlage der Firma Reifenhäuser für die Produktion des wertvollen Grundstoffs Meltblown-Vlies stellt einen wichtigen Meilenstein für TechniForm dar. Zwar produziert das Unternehmen seit Mitte 2020 Meltblown-Vlies, mit dem vorwiegend die FFP2-Masken der Schwesterfirma TechniSat hergestellt werden.
Jetzt soll dieses Geschäftsfeld weiterwachsen. „Da wir, wie es unsere Firmengeschichte bereits mehrfach erwiesen hat, uns nicht auf dem ausruhen, was wir bereits geschafft haben – vielmehr eine ordentliche Portion an gesundem Unternehmertum besitzen, haben wir in eine neue und nachhaltige Produktionsanlage der Firma Reifenhäuser investiert“, so Navid Amirzadeh, kaufmännischer Geschäftsführer der TechniForm GmbH, in seiner Begrüßungsrede. Auch Peter Lepper, Gründer und Geschäftsführer der Techniropa Holding GmbH, zu der auch TechniForm gehört, wandte sich an die Gäste und bedankte sich bei allen Mitwirkenden für die schnelle Umsetzung des Projekts. Nach der offiziellen Feiereröffnung durften sich die Gäste im Rahmen einer Führung selbst ein Bild von der neuen Produktionsanlage machen.
NRW-Staatssekretärin Serap Güler trug sich im Beisein von Landrat Markus Ramers (v.l.) und Bürgermeister Hermann-Josef Esser in das Goldene Buch der Gemeinde Kall ein. Bild: Michael Thalken / Eifeler Presse Agentur/epa
Kall – Landrat Markus Ramers: „Seit 2015 ist der Kreis Euskirchen toleranter und vielfältiger geworden“. „Integration ist in Deutschland ein Erfolgsmodell.“ Mit diesem Statement wies die Staatssekretärin für Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Serap Güler, in der Bürgerhalle Kall darauf hin, dass Integration gelingt und es sich lohnt, auf die Erfolge von guter Integrationsarbeit hinzuweisen.
Bürgermeister Hermann-Josef Esser (links) und Landrat Markus Ramers begrüßten die NRW-Staatssekretärin für Integration, Serap Güler, in der Kaller Bürgerhalle. Bild: Michael Thalken / Eifeler Presse Agentur/epa
Der Abend lieferte dafür genügend Beispiele.
Dank eines strengen Hygienekonzepts konnten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt vor Ort an der Veranstaltung teilnehmen. Foto: Michael Thalken / Eifeler Presse Agentur/epa
Im Rahmen des Landesförderprojekts „NRWeltoffen“ galt es, während der Veranstaltung „Faktencheck Integration 2021“ der Frage nachzuspüren, wie sich die Integrationsarbeit seit dem Zuzug von Geflüchteten vor allem im Jahr 2015 im Kreis Euskirchen entwickelt hat.
Während einer Diskussionsrunde konnten Geflüchtete und Ehrenamtler der Staatsekretärin Serap Güler (links) Fragen stellen. Foto: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Was war gut gelaufen und wo gab es noch Verbesserungsbedarf? Organisiert wurde der Abend, der sowohl in der Bürgerhalle Kall als auch als Streaming-Veranstaltung im Netz stattfand, vom NRWeltoffen-Team gemeinsam mit dem Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrum (KoBIZ) des Kreises Euskirchen, Kooperationspartnerin war die Gemeinde Kall.
Bevor die Staatssekretärin aufs Podium stieg, trug sie sich in das „Goldene Buch“ der Gemeinde Kall mit dem Satz ein: „Vielfalt ist definitiv unsere Stärke!“ – ein Slogan, den der Landrat des Kreises Euskirchen Markus Ramers und Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser im wahrsten Sinne des Wortes mitunterschreiben konnten.
In seinem Eröffnungsgrußwort erinnerte der Landrat daran, dass selbst die Fußballnationalmannschaft in den vergangenen Jahren bunter geworden sei. „Wert und Erfolg von Integration bemessen sich allerdings nicht danach, wie viele Menschen mit Migrationshintergrund in der Öffentlichkeit stehen, sondern sie bemessen sich nach dem, was im Alltagsleben geschieht, wie viele Zugewanderte bei uns Arbeit gefunden oder einen Sprachkursus absolviert haben. Wie viele Menschen Anschluss oder Aufnahme in Vereinen, ja wie viele hier vor Ort Freunde gefunden haben“, so Ramers. Er betonte, dass es wichtig sei, ein ehrliches Fazit zu ziehen, nichts schön zu reden und Erfolge wie Versäumnisse gleichermaßen zu benennen. Und dies am besten mit den Betroffenen gemeinsam.
Seit 2015 sei der Kreis Euskirchen noch einmal toleranter und vielfältiger geworden. Dies habe nur geschehen können, weil viele Institutionen, Vereine, das KoBIZ, die Ausländerbehörde und vor allem auch die kommunalen Verwaltungen mit angepackt hätten. In diesem Zusammenhang verwies Ramers auch auf den Allgemeinen Vertreter und Integrationsbeauftragten des Kreises Euskirchen, Manfred Poth, der nach 45-jähriger Dienstzeit in Kall seinen letzten Arbeitstag beendete. „Manfred Poth hat stets klare Kante gezeigt und viel dazu beigetragen, dass wir mit unserer Integrationsarbeit im Kreis Euskirchen so erfolgreich waren“, so der Landrat.
Bürgermeister Hermann-Josef Esser erinnerte daran, dass man bereits 2016 in der Gemeinde Kall die erste Vollzeitstelle für den Bereich Integration geschaffen habe, ein Jahr später eine zweite. Er dankte Rat und Fraktionen, die dafür die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt hätten. 2019 habe man dann in Kall das „Haus der Begegnung“ eingeweiht. „Ein Ort der Integrationsarbeit, nicht irgendwo abseits, sondern mittendrin im Ort, direkt neben Rathaus und Bahnhof. Dort finden Integrationskurse, Beratungen und Begegnungen statt.“ Auch die aktive Flüchtlingshilfe in der Gemeinde Kall gehe bereits ins sechste Jahr. „Die Ehrenamtlichen verfügen über ein großes Maß an Empathie, Geduld und Ausdauer“, so Esser.
Staatssekretärin Güler freute sich über die nun wieder mögliche Präsenzveranstaltung, da das Thema „Integration“ nach direktem Austausch verlange. Sie erinnerte daran, dass rund jeder dritte Einwohner in Nordrhein-Westfalen eine Einwanderungsgeschichte hat, und dass NRW ein Einwanderungsland mit langer Tradition sei. In diesem Jahr würden auch die Anwerbeabkommen mit der Türkei und anderen Ländern Europas gefeiert. Sie betonte: „Vielfalt ist nicht immer einfach, sie kann auch anstrengend und herausfordernd sein. Aber Vielfalt bereichert.“
Die Staatssekretärin erzählte von ihrem Vater, der 1963 aus der Türkei nach Deutschland gekommen war. „Meine Familie ist bis heute dankbar für die Menschen, die uns aufgenommen haben. In meiner Kindheit hatten wir eine ältere Dame als Nachbarin. Sie war so etwas wie meine deutsche Oma, die uns bei den Hausaufgaben geholfen hat. Und eines war sicher: Es gab immer eine ‚Oma‘, die geholfen hat.“ Selbst in einem kleinen Ort wie Kall gebe es Flüchtlingsinitiativen, was zeige, wie großartig das Engagement in der Gesellschaft war und ist, so Güler.
Das respekt– und friedvolle Zusammenleben aller stehe für die Landesregierung im Mittelpunkt. Dies sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die vielen Beispiele von Engagement und gelungener Integration, sollten in den Fokus gerückt werden. Dann könne man auch diejenigen von den positiven Effekten gesellschaftlicher Vielfalt überzeugen, die derzeit noch anderer Meinung seien. Ein Weg, diese Geschichten zu erzählen, ist die Integrations- und Wertschätzungskampagne #IchDuWirNRW der Landesregierung. Die Vorbilder in der Kampagne zeigen, dass Integration gelingt.
Sabine Weber und Katharina Wonnemann von „NRWeltoffen“ ließen Fakten sprechen: Zurzeit lebten im Kreis Euskirchen 2889 Geflüchtete mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus, darunter 309 Asylbewerber, 393 Menschen mit Duldung und 224 Menschen mit Abschiebeverbot. Einen einjährigen subsidiären Schutz genössen derzeit 718 Menschen und 1143 Menschen besäßen eine dreijährige Aufenthaltserlaubnis. Im Jahr 2019 seien es noch 3300 Menschen mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus gewesen. Das KoBIZ kümmere sich um schulpflichtige junge Leute, die noch nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügten und vermittle Plätze in Schulen. Einen deutlichen Anstieg habe es bei den Ausbildungszahlen gegeben.
In zwei Talkrunden hatten unter anderem Zugewanderte, Ehrenamtliche, Integrationsbeauftragte sowie Vertreter der Ausländerbehörde, des Jobcenters und des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) die Möglichkeit, mit Staatssekretärin Güler und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Moderation übernahm Elizaveta Khan vom Integrationshaus Köln. Die Staatssekretärin verwies zu Beginn darauf, dass die Corona-Pandemie „Gift für die Integration“ gewesen sei. Viele Kinder seien aufgrund fehlender Sozialkontakte während des Distanzunterrichts zurückgeworfen worden. Die Zugewanderten in den Talkrunden seien lebende Beispiele gelungener Integration.
Der Kaller Integrationsbeauftragte Paul Neufeld berichtete von gut integrierten Geflüchteten, die nun neu aufgenommene Personen ehrenamtlich unterstützten. An der Integrationspolitik insgesamt gab es allerdings auch Kritik. Bemängelt wurde vor allem die Bürokratie, bei der selbst den deutschen Helfern manchmal der Durchblick fehle. Auch dauere die Erteilung einer Arbeitserlaubnis häufig sehr lange, was Arbeitgeber abschrecke. Die Schwierigkeiten bei anerkennungsverfahren und Kettenduldungen waren ebenfalls Themen, die Geflüchtete äußerten. Die Landesregierung macht sich dafür stark, gut Integrierten eine Bleibeperspektive zu ermöglichen.
Die Situation von Geduldeten ohne Bleibeperspektive, die keinen Zugang zu Sprachkursen und dem Arbeitsmarkt haben, sei für die Betroffenen schwer erträglich. Dazu verwies Manfred Poth auf das neue Kommunale Integrationsmanagement (KIM) im Kreis Euskirchen. Dadurch werde die einzelfallbezogene Zusammenarbeit etwa zwischen Ausländerbehörde und KoBIZ deutlich gestärkt. „Hier sind wir auf einem guten Weg“, so Poth.
Im Kreis Ahrweiler wächst Zukunft! Foto: KSK Ahrweiler
Ahrweiler – Dort, wo bislang satte grüne Wälder das Landschaftsbild des Landkreises Ahrweiler prägten, zeigen sich heute immer häufiger braune oder bereits kahle Flächen. Fragt man Experten nach den Gründen, werden schnell die direkten und indirekten Folgen des Klimawandels angeführt. Um die Schäden des Waldsterbens einzudämmen und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, unterstützte die Kreissparkasse Ahrweiler die einzelnen Städte und Verbandsgemeinden im Kreis Ahrweiler bei der Aufforstung der Wälder und stellte kreisweit 30.000 Euro zur Verfügung, um Neupflanzungen zu ermöglichen.
Im Kreis Ahrweiler wächst Zukunft! Foto: KSK Ahrweiler
So wurden Gemeinden und Städte aus nahezu allen Gebietskörperschaften im Kreis Ahrweiler mit einem Betrag von insgesamt 30.000 Euro unterstützt. Vor Kurzem schlossen alle beteiligten Gebietskörperschaften ihre Aufforstungsarbeiten erfolgreich ab. Dabei gab es durchaus Unterschiede bei der Auswahl der Baumarten. Die Gemeinde Oberzissen hat zum Beispiel Apfelbäume gepflanzt, während in Hönningen und Sinzig Wildkirschbäume zum Einsatz kamen. Dabei haben sich die Förster der Gemeinden bewusst für heimische Sorten entschieden. „Großflächige, gesunde und naturbelassene Wälder aus heimischen Baumarten sind das beste Mittel, um dem drohenden Klimakollaps unserer Waldbestände entgegenzuwirken“, erklärt Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann.
Mit diesem Projekt setzte die Kreissparkasse Ahrweiler ihr breit angelegtes Engagement für mehr Nachhaltigkeit erfolgreich fort. Zahlreiche Maßnahmen wie das Projekt der Sparkassen-Stiftung Zukunft Kreis Ahrweiler rund um das Thema „Artenreiche Wiese“, die erfolgreiche Ausgabe von 65.000 Saatgut-Tütchen im gesamten Kreis Ahrweiler im vergangenen Jahr, die Umstellung auf Umweltpapier mit dem „Blauen Engel“, erfolgreiche Zertifizierungen bei Energieaudits oder die fortlaufende Umstellung des Fuhrparks auf Autos mit umweltfreundlicheren Antriebssystemen unterstreichen, wie wichtig der Kreissparkasse Ahrweiler nachhaltiges Handeln ist.
Nicht nur im Kreis Ahrweiler, sondern deutschlandweit ist der Wald zunehmend bedroht. Manche Berghänge im Kreis Ahrweiler sind kaum noch wiederzuerkennen. Die zunehmende Trockenheit und der dadurch begünstigte Borkenkäferbefall stellen zwei große Probleme dar. Unser Wald ist von unschätzbarem Wert. Er reinigt die Luft, bindet CO2 und ist Lebensraum für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Auch wir Menschen nutzen ihn für Sport oder Erholung sowie wirtschaftlich.
Angesichts dieser schwierigen Lage, sind Aufforstungen ein wichtiges Instrument. „Wir sind stolz darauf, dass wir unseren Landkreis mit solch einem tollen Nachhaltigkeitsprojekt aktiv bei der Aufforstung unserer Wälder unterstützen konnten“, freut sich auch Vorstandsmitglied Guido Mombauer.
Ina Scharrenbach, kam persönlich nach Kreuzau, um einen Förderbescheid über 1,358 Millionen Euro an Bürgermeister Ingo Eßer zu überreichen. Foto: Gemeinde Kreuzau
Kreuzau – 1,358 Millionen Euro für Spielplatz Tuchbleiche aus Städtebauförderung. Bund und Land unterstützen die Gemeinde Kreuzau weiterhin bei der Umsetzung des Masterplans im Kreuzauer Ortszentrum. Die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalens, Ina Scharrenbach, kam persönlich nach Kreuzau, um einen Förderbescheid über 1,358 Millionen Euro an Bürgermeister Ingo Eßer zu überreichen. Hierfür traf man sich auf der Baustelle des Dorfplatzes im Ortskern Kreuzau. Denn auch dieser wird derzeit mit Städtebaufördermitteln zur Stärkung und Belebung des Zentrums umgestaltet. Anschaulich konnte der Bürgermeister die Ministerin über den aktuellen Umsetzungsstand der Gesamtfördermaßnahme im Zentrum von Kreuzau informieren.
Der Förderbescheid, den die Ministerin nun im Gepäck hatte, ermöglicht im kommenden Jahr die Umsetzung weiterer Projektbausteine mit der Neugestaltung der Mühlenteiche inklusive Spielplatz an der Tuchbleiche und der Poststraße.
Die Umgestaltung des zentralen Kreuzauer Spielplatzes und die Aufwertung der Mühlenteiche hat die Schaffung eines attraktiven Erlebnisraumes mit Angeboten für alle Generationen zum Ziel. Hierzu ist vorgesehen, die Spielbereiche zu erweitern und so zu verbessern, dass sie für Kinder unterschiedlicher Altersklassen ansprechend sind. Entlang des Weges werden diverse Sitzgelegenheiten geschaffen. Eine neue Bepflanzung soll dem Raum eine atmosphärische Kulisse verleihen und Schatten spenden. Weiter soll der Mühlenteich individuell gestalterisch abgegrenzt werden, sodass er sich spielerisch in den Park einfügt. Die Verbindungsachsen zwischen Naherholungsbereichen an Rur bzw. Mühlenteichen und dem Zentralort sollen künftig eine attraktive und möglichst barrierefreie Fußwegebeziehung erhalten.
Linda Frerichs kümmert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich um den Heilkräutergarten in Münstermaifeld. Foto: Kreisverwaltung MYK
Münstermaifeld/Mayen-Koblenz – Vorjahres-Projekte geben Anreize für Teilnahme am Wettbewerb „Grüne Stadt – Grünes Dorf“. Auch in diesem Jahr unterstützt der Landkreis Mayen-Koblenz im Rahmen des Projektwettbewerbs „Grüne Stadt – Grünes Dorf“ erneut Privatpersonen, Initiativen, Vereine und Kommunen, die ihre Orte nachhaltiger und naturnäher gestalten möchten. Damit wird der Wettbewerb nach 2020 bereits zum zweiten Mal durchgeführt. „Bereits bei der ersten Auflage im vergangenen Jahr wurden viele tolle Projekte eingereicht und inzwischen umgesetzt“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig, der auch in diesem Jahr auf eine große Beteiligung hofft. Eines der Vorzeige-Projekte aus dem Vorjahr ist der Heilkräutergarten in Münstermaifeld, dessen Erweiterung im Rahmen des Wettbewerbs unterstützt wurde. Er befindet sich am Eulenturm in der Nähe des Bur-Brunnens und wird von Linda Frerichs, ehrenamtlich bepflanzt und gepflegt.
Frau Frerichs, Sie haben den Kräutergarten am Eulenturm in Münstermaifeld 2012 ins Leben gerufen und seither viel Zeit und Herzblut in den Kräutergarten gesteckt. Was sind Ihre persönlichen Motive hierfür? Ich habe die Brachfläche bei einem Spaziergang mit einer Freundin durch Münstermaifeld entdeckt. Der Ort gefiel mir aufgrund seiner sonnigen und geschützten Lage. Da ich eine leidenschaftliche Hobbygärtnerin mit Vorliebe für Heilpflanzen bin, entstand die Idee, dort wieder einen schönen gemeinschaftlichen Ort mit Kräutern zu gestalten. Mit sehr viel Freude nehme ich die wohltuende Wirkung des Ortes auf seine Gäste wahr. Ich beobachte, dass der Freizeitwert des gesamten Bur-Bereichs in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat.
Was hat Sie dazu bewogen den Kräutergarten jetzt, nach 9 Jahren, noch einmal deutlich zu erweitern? Das Eschensterben greift auch im Bereich des Kräutergartens um sich, daher musste ein abgestorbener Baum an der Mauer gefällt werden. Dies war für mich die Gelegenheit, die schon länger gewachsene Idee des Beerengartens umzusetzen. Viele Kinder machen auf dem Schulweg einen Abstecher zu den Walderdbeeren, wenn sie reif sind. In Anlehnung an andere Projekte wie die essbare Stadt oder essbare Wildparks, ist die öffentliche Beerenecke für mich eine sinnvolle Erweiterung. Die großfruchtige Felsenbirne und der Aroniastrauch stehen nun dort, sowie Johannis-, Blau-, und Stachelbeeren. Die Walderdbeeren sollen sich dort weiter vermehren und auch als Bodendecker dienen. Ich hoffe, dass die Besucher ab dem nächsten Jahr reichlich ernten. Ansonsten werden die Vögel das „Superfood“ für sich entdecken.
Das Wetter wird heißer und lange trockene Perioden werden häufiger. Wie haben Sie versucht den Klimawandel bei der Auswahl und Pflege der Pflanzen zu berücksichtigen? Bis zum letzten Jahr habe ich den Kräutergarten nur zum Angießen der Neupflanzungen gegossen. Doch in der Trockenperiode des vergangenen Jahres musste ich großflächig gießen, damit die Stauden nicht dauerhaft Schaden nehmen. Die mediterranen Kräuter wie Salbei, Ysop und griechischer Bergtee, kommen mit dem Wandel bestens zurecht. Ebenso die Rosen, Diptam, Johanniskraut.. Kräuter und Heilpflanzen sind im Allgemeinen hitzeresistenter und pflegeleichter als Ziergartenstauden oder Gemüse.
Abgesehen davon versuche ich den Klimawandel positiv zu nutzen. Ich habe einen Feigenbaum und einen Granatapfelstrauch gesetzt und sie heil durch den letzten Winter gebracht. In der Beerenecke steht nun auch ein kleiner Weinbergs Pfirsich aus Winningen. All das sind Experimente mit dem Klimawandel.
Zu beobachten ist nicht nur der geringere Niederschlag, auch die Wassermenge, die der Bur-Brunnen führt, ist deutlich zurückgegangen. Bald werden im Bur-Bereich weitere Eschen gefällt werden müssen und ich möchte daher das Geld aus dem Projektwettbewerb des Landkreises für die Pflanzung von Linde und Buche im Herbst verwenden.
Wie werden die dortigen Veranstaltungen und der Kräutergarten im Allgemeinen von den Maifeldern aufgenommen? Der Kräutergarten liegt auf dem ausgeschilderten Stadtrundgang und lädt zum zwanglosen Verweilen ein. Auch Besucher, die keine Pflanzenkenner sind, fühlen sich intuitiv wohl an diesem Ort. Dieser gemeinschaftliche Raum kann als Treffpunkt oder für kleine Veranstaltungen genutzt werden. Im Herbst wird es wieder eine Pflanzen- und Samentauschaktion geben, bei der kostenfrei Setzlinge aus dem Kräutergarten abgegeben werden.
Info:
Für den diesjährigen Wettbewerb können noch bis Ende August Ideen zu Projekten für mehr Artenvielfalt bei der Kreisverwaltung eingereicht werden. Die Projektideen werden von einer Jury beurteilt und erhalten je nach Art und Größe der Maßnahme eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 200 bis 4.000 Euro. Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie die Vorlage für die Projektskizze erhält man im Internet unter www.kvmyk.de/gruenesdorf oder direkt bei Dr. Rüdiger Kape, Tel. 0261/108-420, E-Mail: ruediger.kape@kvmyk.de oder Lina Jaeger, Tel. 0261/108-417, lina.jaeger@kvmyk.de
Aachen – Allium, Steppensalbei, Katzenminze, Storchschnabel – überall in der Stadt leuchten derzeit üppige Blumenbeete. Ob in Parkanlagen, Baumbeeten oder kleineren Grünstreifen – die satten Farben begeistern zahlreiche Bürger*innen und Besucher*innen.
Mit dabei sind auch zahlreiche Wildblumenwiesen. „Die Nachfrage ist deutlich gestiegen“, sagt Ilse Stollenwerk, Geschäftsbereichsleiterin Grünflächenpflege des Aachener Stadtbetriebs. „Es eignet sich nicht jeder Standort, aber wir versuchen konstant immer mehr Flächen in solche Wildblumenwiesen umzuwandeln.“ Es wurden vereinzelt bereits mehrjährige Blumenmischungen von den Gärtner*innen des Stadtbetriebs ausgebracht, die nun testen, wie sich die Haltbarkeit der Pflanzen entwickelt.
Nahrung und Lebensraum für Insekten
Die abwechslungsreichen Bepflanzungen, die sorgsam von den Expert*innen erarbeitet wurden, bieten Bienen wie sonstigen Insekten Nahrung und Lebensraum. Bei der Gestaltung werden Blühflächen möglichst so angelegt, dass viele Menschen sie sehen. „Das sind beispielsweise stark frequentierte Straßen, Plätze und Grünanlagen, aber auch das Umfeld öffentlicher Gebäude“, erläutert Christoph Ruckert vom städtischen Fachbereich Klima und Umwelt. „Auch die Außenwirkung für Besucher*innen spielt eine Rolle.“
Und so verteilen sich unzählige sehenswerte Blumenbeete und Blühstreifen quer durch das Stadtgebiet: Ob die Staudenbeete am Frankenberger Park, die Beete im Elisengarten, Hochbeete am Burtscheider Markt und oberhalb der Kurparkterrassen oder die Blühwiesen in Stadtgarten, unter anderem entlang der Monheimsallee, die Einsaaten zum Schaugarten hin sowie der Rosengarten am Pavillon – überall finden sich unterschiedlichste Bepflanzungen. „Für Blühaspekte kommen unter anderem Staudenmischungen, Wechselflor und Einsaaten, für einjährige Pflanzen, die sich dann wieder aussäen, zum Einsatz“, erklärt Christoph Ruckert.
Ein Gutachten war vor einigen Jahren zu der Erkenntnis gelangt, dass im Sommer und witterungsabhängig zu viele Blaualgenblüten im Weiher des Westparks entstehen. Foto: Stadt Aachen / ahu
Aachen – Wer seit Anfang Juli am Weiher des Aachener Westparks spazieren geht, erblickt dort zwei sonderbar anmutende schwimmende Geräte auf der Wasseroberfläche. Bei diesen Geräten handelt es sich um eine neue Technologie, mit der die Wasserqualität von Teichen verbessert werden soll.
Das Aachener Unternehmen ahu GmbH testet mit Zustimmung der Stadt Aachen für einen Zeitraum von zwei Jahren die Wirksamkeit der sogenannten OLOID-Technologie. Eine nachhaltige Verbesserung der Wasserqualität soll durch eine dauerhafte Belüftung des Gewässers erreicht werden.
Die Belüftung erfolgt so, dass die sauerstoffreichen oberen Wasserschichten mit den sauerstoffärmeren unteren Schichten vermischt werden. Hierbei ist die Technologie nicht nur besonders energieeffizient, sondern stört durch ihre sanften Bewegungen auch nicht die im und am Wasser ansässige Tierwelt.
Ferner erwarten die Fachleute, dass sich manche Dinge zum Besseren hin entwickeln: die Sauerstoffkonzentration im Wasser erhöht sich, das Algenwachstum kann verringert werden und die Zahl der Fische nimmt zu. Die im Wasser zusätzlich installierten Sensoren werden die Wasserqualität des Teiches laufend überwachen.
Ein Gutachten war vor einigen Jahren zu der Erkenntnis gelangt, dass im Sommer und witterungsabhängig zu viele Blaualgenblüten im Weiher des Westparks entstehen. Zu viele dieser Pflanzen sorgen für zu wenig Sauerstoff im Wasser und können ein Fischsterben verursachen. Einer solchen Gefahr ist die Stadt bislang mit einem herkömmlichen Oberflächenbelüfter begegnet.
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