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IHK Aachen fordert Nachbesserung und Verschiebung des Mautstarts

Aachen – Ab dem 1. Juli gilt auch für Fahrzeuge zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen die Mautpflicht. Davon sind zukünftig rund 50.000 Fahrzeuge in Nordrhein-Westfalen betroffen. Auch in der Region Aachen müssen sich Unternehmen mit kleineren Transportern, Paketdienste, Lieferdienste und Unternehmen mit gemischten Flotten künftig auf Mautabgaben einstellen. Aus Sicht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen ist die Umsetzung nicht ausreichend konsistent. Daher fordert die IHK Aachen die Politik auf, nachzubessern und den Start der Maut zu verschieben.

Ob ein Fahrzeug mautpflichtig ist oder nicht hängt nach den jetzigen Plänen davon ab, ob das Gewerbe in der Liste der handwerklichen Tätigkeiten des Bundesamtes für Logistik und Mobilität (BALM) eingetragen ist. IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer kritisiert: „Hier muss dringend nachgeschärft werden, denn die Trennlinie zwischen handwerksähnlichen und anderen Tätigkeiten ist nicht eindeutig.“ Das führe beispielsweise dazu, dass der Veranstaltungstechniker künftig zur Kasse gebeten werde, ein Elektriker, der in der gleichen Halle arbeitet, aber nicht.

Die IHK Aachen setzt sich dafür ein, dass Unternehmen, die ihre Hauptleistung nicht durch den Transport erbringen, sondern durch ihre handwerksähnliche Dienstleistung vor Ort, ebenfalls von der Maut befreit werden. „An der Stelle sollte die Liste um wesentliche handwerksähnliche Tätigkeiten ergänzt werden“, fordert Bayer.

Hinzu komme, dass der Zeitpunkt für den Mautstart angesichts der konjunkturellen Lage – insbesondere für die Bauwirtschaft, die viele kleine Fahrzeuge nutzt – nicht durchdacht sei. Bayer macht deutlich: „Das ist in der aktuellen Situation das falsche Signal. Die Unternehmen brauchen jetzt dringend eine Entlastung statt einer weiteren Bürde.“

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Wirtschaft

Bewerbungsstart für MUT – DER GRÜNDUNGSPREIS NRW 2024

Region/Düsseldorf – 60.000 Euro Preisgeld winken für innovative Gründungen und Unternehmensnachfolgen aus Nordrhein-Westfalen – Unternehmensgründerinnen und -gründer aus Nordrhein-Westfalen können sich ab sofort zum dreizehnten Mal für den Preis für die besten Geschäftsideen des Landes bewerben. Beim MUT – DER GRÜNDUNGSPREIS NRW haben Bewerberinnen und Bewerber die Chance auf Preisgelder von insgesamt 60.000 Euro.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Mutige Gründerinnen und Gründer treiben die Transformation voran und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Ihre Innovationen und ihr Unternehmergeist sind der Schlüssel zu nachhaltigem Wandel. Sie fassen den Mut, neue Wege zu gehen und stellen sich den Herausforderungen unserer Wirtschaft und Gesellschaft mit kreativen Lösungen – für eine schnellere Digitalisierung, besseren Klima- und Umweltschutz und ein lebenswertes Nordrhein-Westfalen. Der Gründungspreis würdigt diesen Einsatz und inspiriert dazu, eigene Geschäftsideen zu verwirklichen und die Zukunft zu gestalten.“

Bewerben können sich Unternehmerinnen und Unternehmer, die in den Jahren von 2019 bis 2022 mit Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen neugegründet, eine Nachfolge angetreten oder eine freiberufliche Tätigkeit aufgenommen haben. Der Wettbewerb richtet sich an alle Wirtschaftssektoren und Branchen: Innovative Handwerks- und Industriebetriebe haben ebenso die Chance, ausgezeichnet zu werden, wie nachhaltige Dienstleistungsunternehmen und digitale Start-ups.

Gabriela Pantring, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK: „Die Gründungsszene in NRW gibt wichtige Impulse für die Entwicklung unseres Landes hin zu einer der zukunftsfähigsten Regionen Europas. Als Förderbank für Nordrhein-Westfalen unterstützen wir diese jungen Unternehmen, ihre Ideen und Innovationen zu etablieren und in die Welt zu tragen. Mit MUT – DER GRÜNDUNGSPREIS NRW bieten wir deshalb auch in diesem Jahr wieder eine Bühne mit großer Strahlkraft, die Gründungspersönlichkeiten aus NRW ins gebührende Rampenlicht stellt.“

Über die zehn Nominierungen berät und entscheidet eine achtköpfige Fachjury unter Vorsitz von Prof. Dr. Christine Volkmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Unternehmensgründung und Wirtschaftsentwicklung an der Bergischen Universität Wuppertal. Die Bewertungskriterien sind vielfältig und umfassen neben wirtschaftlichem Erfolg sowie der Kreativität der Geschäftsidee auch soziale und ökologische Aspekte, darunter die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gesellschaftliches Engagement sowie Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz. Bewerbungen sind ab sofort unter www.gründungspreis.nrw möglich. Bewerbungsschluss ist der 4. August 2024.

Über den Wettbewerb

Der seit 2012 jährlich ausgelobte MUT – DER GRÜNDUNGSPREIS NRW zählt zu den bundesweit höchstdotierten Wettbewerben seiner Art. Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und die NRW.BANK würdigen mit dem Landespreis herausragende Leistungen aus der Gründungsszene in NRW.

Die Preisgelder in Höhe von 30.000 Euro (1. Platz), 20.000 Euro
(2. Platz) und 10.000 Euro (3. Platz) werden gemeinsam vom MWIKE und von der NRW.BANK gestiftet. Im vergangenen Jahr sicherten sich die cleansort GmbH aus Rösrath, die LEROMA GmbH aus Düsseldorf und Kikis Kitchen e.U. aus Bochum die Auszeichnungen.

Die diesjährige Preisverleihung findet am 28. Oktober 2024 in Düsseldorf statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb und die elektronischen Teilnahmeunterlagen finden Sie unter www.gründungspreis.nrw.

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Klassische Philharmonie Bonn präsentiert Sonderkonzert für das Ahrtal

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Ein Konzert der Extraklasse erwartet Klassik-Fans am Sonntag, 30. Juni, um 17 Uhr im Augustinum Bad Neuenahr. Im Rahmen der Reihe Wiener Klassik präsentiert die Klassische Philharmonie Bonn das Sonderprogramm „Wunderkinder“, das speziell für den Termin im Ahrtal zusammengestellt wurde. Den Mittelpunkt des Programms bilden Highlight-Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. Ervis Gega, die künstlerische Leiterin der Klassischen Philharmonie Bonn, erläutert: „Uns liegt das Ahrtal als Standort sehr am Herzen, zum einen aufgrund unserer jahrzehntelangen Kooperation, aber vor allen, weil wir hier immer mit besonders großer Begeisterung und Liebe zur Musik empfangen werden. Daher habe ich gemeinsam mit unserem Dirigenten Prof. Alexander Hülshoff keinen Aufwand gescheut, für das Ahrtal abseits unseres Tour-Programms ein Sonderkonzert zu konzipieren.“

Mozart pur ist das Stichwort für dieses Konzert: Als musikalisches „Wunderkind“ schuf Mozart schon in jungen Jahren Werke für die Ewigkeit. Die Salzburger Sinfonie Nr. 1, die auch als Divertimento bekannt ist, komponierte er im Alter von 16 Jahren als Unterhaltungsmusik im besten Sinne. Ein wahrer Ohrwurm, der bis heute nichts an Faszination verloren hat. Er steht in diesem Programm neben der Sinfonie Nr. 29, die als einer der ersten Höhepunkte in Mozarts sinfonischem Schaffen angesehen wird. Komplettiert wird das Konzert durch Mozarts Violinkonzert Nr. 3. Mit gerade einmal 19 Jahren schuf der Komponist diese Perle des Violinrepertoires. Den Solopart übernimmt Ervis Gega als Violinistin persönlich, die selbst in ganz jungen Jahren das Geigenspiel lernte und bereits im Alter von acht ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte. Gega zählt zu den größten Klassik-Talenten, die je in Rheinland-Pfalz gefördert wurden. Heute ist sie Professorin, Orchesterchefin, Konzertmeisterin und Solisten in den größten Konzerthallen Deutschlands.

Einen kleinen Abstecher in die Romantik unternimmt das Konzert mit einem anderen musikalischen „Wunderkind: Felix Mendelssohn Bartholdy profitierte von seiner wohlhabenden, humanistisch und künstlerisch geprägten Familie und konnte sich bereits als Kind musikalisch austoben. Aus diesen frühen Jahren stammt auch die Streichersinfonie Nr. 1, aus der man die jugendliche Energie und Freude des damals erst 15-Jährigen heraushört.

Ervis Gega verbindet noch viel mehr mit Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nicht nur war die Kreisstadt vor rund 34 Jahren der erste Wohnort der Musikerin in Deutschland, als sie mit ihrer Familie als Flüchtlingskind aus Albanien kam. Sie wird bald auch in ganz neuer Rolle im Ahrtal zu Gast sein. Gega wird ab September die neue Künstlerische Leiterin der Villa Musica Rheinland-Pfalz – übrigens als erste Frau überhaupt in der Geschichte der Exzellenz-Stiftung. „Wir planen hier in Kooperation mit dem Augustinum Bad Neuenahr wieder Konzerte, auf die ich mich ebenfalls schon sehr freue“, so Gega.

Tickets für das Wiener Klassik-Konzert am 30. Juni sind erhältlich unter ticket.ahrtal.de oder bei folgenden Vorverkaufsstellen: Tourist-Information Bad Neuenahr im Kurpark, Tourist-Information Ahrweiler am Blankartshof und Ticket- und Konzertshop Ruland in Meckenheim, Hauptstraße 75.

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News

JOA, AICH WELL ….den Eifelmarathon in Waxweiler

Laacher See/Waxweiler – Wiederholungstäter der LG Laacher See meldeten sich auch in diesem Jahr beim Eifelmarathon in Waxweiler an. Sie wussten, dass sie eifeltypische Strecken erwartete. Allerdings waren die Temperaturen angenehmer als im vergangenen Jahr. Ob Ultra-Marathon, Marathon, Trail, Halbmarathon oder 10 km, in Waxweiler gab es einige Herausforderungen. Dabei ging es durch höchst reizvolle Landschaften mit einigen Höhenmetern.

An die lange Distanz des Ultramarathons (51,4 km) traute sich von der LG Laacher See niemand. Nachdem Antonio Blanco letztes Jahr den Traillauf von 26 km in Angriff nahm, entschied er sich jetzt für die 42,195 km. Antonio beendete den Marathon in 3:51:15 Std. mit dem 4. Platz der M45, knapp 50 Sekunden hinter dem Drittplatzierten. Was ihm ein wenig zum Verhängnis wurde, war, dass er am Vortag einige Meter Holz im Wald bearbeitete. Dies strengte den Körper zusätzlich an.

Nachdem die Halbmarathonläufer mit den Bussen zu ihrem Startort am Schloss Hamm gefahren wurden, fiel der Startschuss für die 10 km Läufer und Walker. Saskia Alflen entschied sich in diesem Jahr für diese Distanz. Nach 52:49 Min. lief sie als Zweite der W30 über die Ziellinie. Elisabeth Waldorf walkte die Strecke in 1:40:47 Std.

Den Halbmarathon absolvierten Sven-Jörg Reuter (8. M45, 2:11:08 Std.) und Klaus Jahnz. Klaus gewann die AK M75 in 2:44:30 Std. Sven nutzte das Training als Vorbereitung für den Trierer Halbmarathon Ende Juni. Hier will er versuchen, persönliche Bestzeit zu laufen.

Ziemlich erschöpft, aber glücklich genossen die LG’ler die gemütliche Atmosphäre in Waxweiler an der Prüm. Das Dorf war 2021 sehr vom Hochwasser betroffen. Die Schäden sind an vielen Stellen immer noch sichtbar.

Vor dem Start hatten die LG’ler noch die Möglichkeit, ein Foto mit Michel Descombes zu machen. „Super Michel“ erkennt man an seinem  rot-blau-weißen Kostüm. Mit roter Nase und einem herzlichen Lächeln motiviert der Franzose seit vielen Jahren die Sportler an den Laufstrecken.

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News

Das neue Selbstbewusstsein des Sports

Region/Koblenz – Im Jahr seines 75-jährigen Bestehen will der Sportbund Rheinland (SBR) mit einem neuen Selbstbewusstsein auftreten. Das machte SBR-Präsidentin Monika Sauer in ihrer Rede auf der Mitgliederversammlung in der Stadt- und Kongresshalle Vallendar deutlich: „Der Sport muss seine Sichtbarkeit verbessern, damit die Wichtigkeit seiner gesellschaftlichen Rolle von der Politik besser wahrgenommen wird.“

Sauer appellierte an die anwesenden Vereinsvertreter*innen, sich ebenfalls selbstbewusst für die eigenen Belange und Interessen einzusetzen. „Seien Sie sich Ihres Wertes für ein funktionierendes Zusammenleben in Ihrer Gemeinde bewusst und scheuen Sie sich nicht, wenn nötig auch Konflikte einzugehen, um die Ziele Ihres Vereins zu erreichen,“ forderte die SBR-Präsidentin.

In diesem Zusammenhang versprach Sauer, gegenüber dem Land weiterhin vehement für die Interessen des organisierten Sports einzutreten – sei es bei der Verbesserung der Sportstättensituation oder bei finanziellen Fragen. „Eine verstärkte Förderung des organsierten Sports ist ein absolutes Muss und nicht nur Kann, denn die Inflation hat die Mittelerhöhungen der letzten Jahre längst verzehrt“, betonte Sauer. Konkret mahnte sie die Anzahl und den Zustand der Schwimmbäder in Rheinland-Pfalz an und forderte, die Obergrenze im Sonderprogramm für Sportstättenbau auf 100.000 Euro anzuheben.

Auch der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling unterstrich in seinem Grußwort den „unschätzbaren Wert des Sports für die freie und demokratische Gesellschaft.“ Er dankte dabei insbesondere den Vereinsvertreter*innen und Übungsleiter*innen, die ein schönes und wichtiges Ehrenamt ausführen. „Sich für den Sport zu engagieren heißt, sich für die Menschen zu engagieren“, so der Sportminister, der zudem die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ministerium und organisierten Sport hervorhob.

Nach den ausführlichen Berichten und Grußworten verabschiedete die Mitgliederversammlung einstimmig die Haushaltsnachweise 2022 und 2023 sowie die Haushaltspläne 2024 und 2025. Laut SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke, der die einzelnen Posten detailliert erläuterte, plant der SBR für die nächsten beiden Jahre mit einem Haushaltsvolumen von rund 8,1 Millionen Euro.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung gab es eine besondere Überraschung für Wolfgang Scheib, der sein Amt als Vizepräsident des SBR nach 10 Jahren aus persönlichen Gründen niedergelegt hat. Für sein besonderes ehrenamtliches Engagement für den Sport im Rheinland erhielt Scheib, unter anderem seit 1997 Sportkreisvorsitzender im Kreis Bad Kreuznach, die Ehrenplakette des Landessportbundes in Silber. Die Versammlung würdigte die emotionale Ehrung mit langanhaltenden Standing Ovations.

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Politik

Anpfiff zur Fußball-EM – In Nordrhein-Westfalen schlägt das Herz des Turniers

Region/Düsseldorf – Ministerpräsident Wüst begrüßt Fans aus ganz Europa – Am gestrigen Freitag, 14. Juni 2024, startete die Fußball-Europameisterschaft der Männer. In Nordrhein-Westfalen schlägt mit vier Spielorten (Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Köln), den meisten EM-Quartieren und 20 von 51 Begegnungen das Herz der EM. An Rhein und Ruhr fiebern daher tausende Fans aus ganz Europa mit.

Für die internationalen Gäste, die nach Nordrhein-Westfalen kommen, hat das Sportland.NRW einen Fan-Guide erstellt, in dem Informationen über die Host Cities, Infrastruktur, Veranstaltungen und Sicherheitsmaßnahmen gesammelt sind. Auch die Public-Viewing-Areas und der Kulturguide zur EM 2024 sind im Fan-Guide zu finden.

Auch Ministerpräsident Hendrik Wüst begrüßt dort persönlich die Fans aus ganz Europa – und das in insgesamt zwölf Sprachen. Dafür wurde erstmalig ein von Ministerpräsident Hendrik Wüst eingesprochenes Videogrußwort mit Einsatz von Künstlicher Intelligenz in elf Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ukrainisch) übersetzt. Mit Wasserzeichen, Hinweisen in Untertiteln und in Social Media wird dabei höchstmögliche Transparenz geschaffen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst im Video: „Liebe Fußball-Fans, herzlich willkommen in Nordrhein-Westfalen! Hier bei uns schlägt das Herz des Fußballs. Hier ist der Deutsche Fußballmeister zu Hause. Als Ministerpräsident begrüße ich Sie alle zur Fußball-Europameisterschaft und wünsche Ihnen eine tolle Zeit in unserem wunderschönen Land. Wir alle freuen uns schon lange auf dieses Fußballfest. Lassen Sie uns dieses Turnier gemeinsam zu einem „Heimspiel für Europa“ machen und der Welt zeigen: Wir sind alle „united by football“.“

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Wirtschaft

Erfolgreiches Azubiprojekt der Auszubildenden der Kreissparkasse Ahrweiler

Ahrweiler – Unter dem Motto „Jump nach vorne“ haben die Auszubildenden der Kreissparkasse Ahrweiler Schnuppertage im Rahmen ihres Azubiprojektes organisiert. Während der Pfingstferien haben junge Menschen die Möglichkeit angeboten bekommen die Ausbildung zur Bankkauffrau bzw. Bankkaufmann und den Arbeitsalltag näher kennenlernen zu können.

Die Schnuppertage umfassten einen Zeitraum von drei Tagen. Im Rahmen des zeitlichen Verlaufs stellte Lara Fritsche, Ausbildungsleiterin der Kreissparkasse Ahrweiler, unter anderem den praktischen und theoretischen Ausbildungsinhalt zum Ausbildungsberuf Bankkauffrau bzw. Bankkaufmann vor. „Die Ausbildung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Personalstrategie und wird dies auch in Zukunft sein. Junge und engagierte Mitarbeiter bringen oft neue Ideen und Ansichten mit ein und haben zudem auch einen positiven Einfluss auf unser Betriebsklima. Daher freuen wir uns über die zahlreiche Teilnahme an den Schnuppertagen“, so Lara Fritsche.

Zudem haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Form einer Schnitzeljagd durch die Hauptstelle der Kreissparkasse Ahrweiler die verschiedenen Abteilungen, wie u.a. den Firmenkundenbereich, die Immobilienabteilung und das Vorstandssekretariat kennenlernen dürfen und so einen Eindruck der Vielfältigkeit des Berufsbildes der Bankkauffrau bzw. des Bankkaufmanns erhalten.

Des Weiteren wurden auch theoretische Finanzthemen behandelt. „Es ist wichtig, dass sich junge Menschen mit den verschiedenen Finanzaspekten auseinandersetzen. Daher haben wir das Thema der Lebenshaltungskosten und Sozialversicherungen in unser Azubiprojekt mitaufgenommen“, so Kevin Römer, Auszubildender des Lehrjahres 2023. „Wir freuen uns über das positive Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und hoffen gleichzeitig, dass wir das Interesse der jungen Menschen für eine Ausbildung in unserem Hause wecken konnten“, ergänzt Lara Fritsche.

Zum Abschluss der erfolgreichen Schnuppertage wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Kreissparkasse Ahrweiler gemeinsam mit dem Lehrjahr 2023 in das Jumphouse Koblenz eingeladen.

Auch an einer Ausbildung bei der Kreissparkasse Ahrweiler interessiert? Für 2025 ist die Kreissparkasse Ahrweiler auf der Suche nach jungen Leuten, die Interesse an einer spannenden und anspruchsvollen Ausbildung haben. Bewerbungen nimmt die KSK gerne über die Homepage www.ksk-ahrweiler.de entgegen. Jetzt direkt online bewerben!

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News Tourismus

Wechsel in der Geschäftsführung bei der Eifel Tourismus GmbH beschlossen

Prüm – Entscheidung für Kontinuität und Zukunftssicherheit – Auf Empfehlung des Aufsichtsrates der Eifel Tourismus GmbH hat die Gesellschafterversammlung am 13. Juni 2024 den Wechsel in der Geschäftsführung beschlossen. Klaus Schäfer hatte frühzeitig angekündigt, Ende 2024 nach über zwanzig Jahren in dieser Funktion in den Ruhestand zu gehen.  Der Beschluss war eindeutig: Der langjährige stellvertretende Geschäftsführer Wolfgang Reh wird Mitte November die Nachfolge von Klaus Schäfer antreten.

Die Gesellschafterversammlung hat in ihrer Sitzung am 13. Juni 2024 den Wechsel in der Geschäftsführung der Eifel Tourismus GmbH beschlossen. Die Aufsichtsratsvorsitzenden gratulierten Wolfgang Reh. V.li: Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Aloysius Söhngen, Stellvertreterin Aufsichtsrat Landrätin Julia Gieseking, Wolfgang Reh, stellvertretender Geschäftsführer Eifel Tourismus GmbH, Klaus Schäfer, Geschäftsführer Eifel Tourismus GmbH, Landrat Markus Ramers, Stellvertreter Aufsichtsrat. Foto: Eifel Tourismus GmbH / Petra Grebe

Der Aufsichtsratsvorsitzende Aloysius Söhngen war hocherfreut über das Ergebnis: „Damit ist nicht nur ein nahtloser Übergang in der Geschäftsführung der Eifel Tourismus GmbH gesichert, sondern mit Wolfgang Reh werden wir einen sehr kompetenten und in der Region bestens vernetzten Nachfolger haben, der in seiner langjährigen Tätigkeit viele wichtige Entwicklungen bereits mitinitiiert und mitgeprägt hat. Diese Entscheidung wurde im Übrigen nicht hinter verschlossenen Türen gefällt, sondern mit Hilfe einer renommierten und bundesweit tätigen Personalberatung getroffen. Klaus Schäfer danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrates für seine jahrzehntelange engagierte Arbeit zum Nutzen der Eifel. Er hat mit fachlichem Weitblick ganz entscheidend dazu beigetragen, die strukturelle und institutionelle Entwicklung und Vernetzung der Eifel-Ardennen-Region in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Ostbelgien voranzutreiben. In seine Zeit als Geschäftsführer fallen viele erfolgreiche Projekte – beispielhaft nennen möchte ich Meilensteine wie die Gründung der Regionalmarke Eifel und der Zukunftsinitiative Eifel sowie den Aufbau der Marke Eifel und die Etablierung der Europäische Wirtschaftlichen Interessenvereinigung Eifel-Ardennen Marketing.“

Geschäftsführer Klaus Schäfer zog eine positive Bilanz der letzten Jahrzehnte: „Die Tourismusbranche war zu Beginn meiner Tätigkeit noch ganz anders positioniert. Mit Hilfe von vielen Entscheidungsträgern in der Politik, Impulsgebern aus der Wirtschaft und Mitstreitern vor Ort ist es gelungen, sich den vielen Herausforderungen im Wettbewerb der Regionen zu stellen und den Weg von der klassischen Marketingorganisation zum anspruchsvollen Destinationsmanagement und vorausschauenden Wirtschaftsstandortmarketing erfolgreich zu gehen. Den unverwechselbaren Charakter der Eifel als intakte Naturlandschaft zu bewahren und als einen bedeutenden touristischen Wirtschaftsfaktor zu erhalten, stand im Zentrum unseres gemeinsamen Engagements.  Ich danke allen Weggefährten und vor allem meinem Team der Eifel Tourismus GmbH für die spannende und gute Zusammenarbeit. Natürlich fällt mir der Abschied schwer, aber ich bin davon überzeugt, dass die Eifel Tourismus GmbH mit meinem bisherigen Stellvertreter einen exzellenten Nachfolger hat.“

Der zukünftige Geschäftsführer Wolfgang Reh zeigte sich optimistisch: „Zunächst bedanke ich mich für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Ich freue mich vor allem aber darauf, meinen Weg in der Eifel Tourismus GmbH in der neuen Führungsposition weiter gehen zu dürfen. Das ist Herausforderung und Chance zugleich. Die Eifel ist eines der faszinierendsten Regionen Deutschlands und es wird zukünftig immer mehr darauf ankommen, ihre Stärken als touristische Destination und als Wirtschaftsstandort zu vernetzen und auszubauen. Mit meinem Team möchte ich gemeinsam mit allen Netzwerkpartnern durch Ideen, Impulse und Initiativen die Region noch attraktiver und zukunftsfähiger machen. Wir werden uns den Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung und KI stellen, die nachhaltige Entwicklung vorantreiben und die Bekanntheit von Tourismusregion und Wirtschaftsstandort gleichermaßen ausbauen.“

ÜBER DIE EIFEL TOURISMUS GMBH

Die Eifel Tourismus GmbH hat ihren Sitz in Prüm und tritt nach außen als die zentrale Management- und Marketingorganisation der Eifel auf. Ihre Arbeit richtet sich gleichermaßen an den Wirtschaftsstandort, die Tourismusregion und die Qualitätsanbieter. Sie bündelt Ideen und Aktivitäten und koordiniert als Initiatorin, Moderatorin und Organisatorin alle in der Region vorhandenen Kräfte. Neben der institutionellen Zusammenarbeit steht der Aufbau von Netzwerken über nationale, regionale und Ländergrenzen hinweg im Vordergrund. Die Marke Eifel führt in diesem Sinne die Lebenswelten der Markenpartner zusammen. Sie ist das Bekenntnis zur vertrauten Heimat, zum faszinierenden Natur- und Kulturraum, zum attraktiven Wirtschaftsstandort, zum touristischen Reiseziel und zum regionalen Qualitätsanbieter.

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Politik

Aachener OBin Sibylle Keupen auf Delegationsreise in den USA

Aachen – Aachen und Arlington wollen zukünftig noch mehr als bisher vom gegenseitigen Know-how profitieren – Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen besucht aktuell im Rahmen einer Delegationsreise des Deutschen Städtetags die USA und spricht dabei gemeinsam mit Partnern in den USA über die Zusammenarbeit bei Zukunftsthemen und Herausforderungen wie Transformation, Klimawandel und Wohnungsbau. Weiteres Thema der Gespräche in Washington und New York ist die Situation in der Ukraine.

Während eines Empfangs bei Andreas Michaelis, dem deutschen Botschafter in den Vereinigten Staaten, traf Sibylle Keupen unter anderem auch Libby Garvey, Bürgermeisterin der Stadt Arlington. Mit ihr sprach sie über die Vertiefung der Partnerschaftsarbeit beider Städte. Die Städtepartnerschaft zwischen Aachen und Arlington/Virginia feierte im Herbst des vergangenen Jahres ihr 30jähriges Jubiläum.

Im Fokus der künftigen Arbeit beider Städte sollen so Fragen des Klimaschutzes und der Klimafolgenanpassung stehen. Sibylle Keupen und Libby Garvey sind sich darüber hinaus einig, Kooperationen im Bereich der Wissenschaft zu intensivieren – vor allem im Bereich der KI und der technischen Innovation. „Ich freue mich sehr, dass wir die Verbindung zwischen Aachen und Arlington im Rahmen dieser Delegation des Präsidiums des Deutschen Städtetag stärken konnten“, sagte Oberbürgermeisterin Keupen. „Die beiden Städte verbindet in ihrer 30jährigen Partnerschaft viel. Wir blicken gemeinsam in die Zukunft und werden zukünftig noch mehr als bisher von unserem gegenseitigen Know-how profitieren. In den Städten wird die Zukunft gebaut. Die kommunalen Verwaltungen packen die Zukunft an und entwickeln eine umfassende Expertise, die wir als Vertreter*innen dieser Verwaltungen teilen konnten.“

Auf dem Programm der Delegationsreise stehen neben dem Empfang beim deutschen Botschafter in den USA verschiedene Treffen mit dem US-Städteverband National League of Cities, den US-Dependancen der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung, dem American Council on Germany, dem German Marshall Fund of the United States sowie Vertretern des US-Außenministeriums und US-Kongressabgeordneten. Am heutigen Freitag, 14. Juni, nehmen insgesamt 30 Bürgermeister*innen aus Deutschland und den USA in New York an einer Konferenz des Auswärtigen Amtes zu Städtediplomatie („Urban Diplomacy“) teil.

Sibylle Keupen als Stellvertreterin des Präsidenten des Deutschen Städtetages erklärt: „Die Auswirkungen des Klimawandels sind besonders in den Städten spürbar. Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind deshalb zentrale städtische Aufgaben, egal ob wir das bei den schrecklichen Hochwassern in Bayern, in unserer Region oder bei den Waldbränden in Austin erleben: Der transatlantische Erfahrungsaustausch schafft eine gute Grundlage, um gemeinsam Netzwerke für Universitäten und Verwaltungen aufzubauen und unsere Städte resilienter zu machen.“

Auch die aktuelle geopolitische Lage spielte in den Gesprächen in den USA eine Rolle. Gemeinsam mit dem German Marshall Fund of the United States diskutierten die deutschen Stadtspitzen Möglichkeiten der Zusammenarbeit in Konfliktlagen sowie zur Unterstützung der Ukraine. Markus Lewe, Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister der Stadt Münster: „Vor 80 Jahren wurde am D-Day die Befreiung Europas eingeleitet und die Grundlage geschaffen für unsere Demokratie, Freiheit und Frieden. Dafür sind wir äußerst dankbar. Aber: Weltweit stehen Demokratien unter Druck. Die epochalen Veränderungen stellen uns vor neue Herausforderungen. Unabhängig von wechselnden Regierungen müssen wir deshalb noch enger mit unseren kommunalen transatlantischen Partnern zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit ist eine stabile Säule dafür, entscheidende Zukunftsthemen gemeinsam anzugehen.“

 

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Ein kreatives Handwerk hat Sorge um den Nachwuchs – Friseur-Innung Bernkastel-Wittlich

Wittlich – Obermeisterin Sabine Schöman-Kuhnen ist begeistert von dem was sie tut. Und mit ihr sind es die Mitglieder der Friseur-Innung Bernkastel-Wittlich. Diese tagten Ende Mai im Restaurant Daus in Wittlich und blickten auf die vergangenen Monate zurück. Das Highlight war die erfolgreiche „Hair and Style Night“ in Hetzerath im April. Zuschauer wie Ausrichter erlebten einen faszinierenden Abend rund um die Mode. „Über 30 Helferinnen und Helfer haben die Veranstaltung zu einem wunderbaren Erlebnis gemacht“, erzählt Schömann-Kuhnen. Auch die vergangenen Seminare der Innung waren sehr gut besucht. „Wir haben ein tolles Miteinander in unserer Innung. Das motiviert mich und alle, die mit dabei sind.“

Es könnte alles so schön sein, wenn da nicht der sorgenvolle Blick auf die Ausbildungszahlen wäre. Corinna Jäger, Ausbildungsmeisterin an der Handwerkskammer Trier für Friseure, berichtet der Versammlung von lediglich bisher zwei neuen Ausbildungsverhältnissen, die zum August im Kammerbezirk starten würden. „Wir haben einen so tollen Beruf, aber der Funke will derzeit nicht überspringen auf die Jugendlichen“, bedauert die Obermeisterin. „Die Corona-Pandemie und die Schließungen der Salons über mehrere Wochen haben viel Verunsicherung hinterlassen. Gerade die junge Generation sucht nach sicheren Jobs mit guter Bezahlung.“ Dabei muss sich die Ausbildungsvergütung im Friseurhandwerk nicht verstecken. Ein neuer Ausbildungstarifvertrag steht kurz vor Abschluss, der ab August dieses Jahres nochmal eine deutliche Anhebung vorsieht. „Viele vergessen, dass man mit einer Ausbildung schon vom ersten Tag an sein eigenes Geld verdient. Und wer richtig gut ist, der kann auch die Lehrzeit verkürzen und schon nach zwei Jahren Gesellenlohn beziehen“, erzählt Christian Weirich, stellvertretender Geschäftsführer der Innung. „Die Karrierechancen im Handwerk stehen jedem offen und bieten nach oben viel Luft. Wer den Meister ablegt steht auf gleichem Niveau wie einer mit Bachelorabschluss. Nur viel früher.“  Weirich bleibt auch optimistisch, dass noch weitere Ausbildungsverhältnisse in diesem Sommer starten werden. „Erfahrungsgemäß gehen erst kurz vor Ausbildungsbeginn die meisten Lehrverträge im Friseurhandwerk bei der Kammer ein.“

Die Versammlung ehrte derweil an dem Abend Mitglieder, die für 25 Jahre Meisterwürde eine Urkunde erhielten. Darunter waren diesmal Gerlinde Kropp, Anita Reisdorf, Jörg Ruf, Margit Schabbach, Christiane Strong und Jutta Thiesen. Sie alle blicken auf 25 oder mehr Jahre Meisterwürde zurück und erhielten den „Silbernen Meisterbrief“ von der Obermeisterin überreicht.