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Stadtwerke Mechernich warnen – Nicht trinken, waschen oder kochen

Mechernich – Stadtwerke Mechernich warnen wegen möglicher Trinkwasserverunreinigung im Bereich Kernstadt, Strempt, Roggendorf, Breitenbenden, Denrath, Weißenbrunnen – Zaun an Wasseraufbereitung im Bundeswehrgelände zerschnitten – Krisenstab hat sich noch in der vergangenen Nacht Klarheit verschafft – Mögliche Trinkwassergefährdung – 10.000 Einwohner in Kernstadt Mechernich, Strempt, Roggendorf, Strempt, Weißenbrunnen, Denrath und Breitenbendeen sowie am Bundeswehrstandort Mechernich sollen bis auf weiteres Wasser aus der Wasserleitung nur noch zur Toilettenspülung verwenden.

Am Nachmittag des 15. August wurde ein durchschnittener Zaun auf dem Gelände des Trinkwasser-Hochbehälters der Bundeswehr entdeckt, aus dem auch die Kernstadt und die genannten Orte im Umland und der Standort Bundeswehr Mechernich Wasser beziehen.

Vor dem Hintergrund von möglichen Anschlägen auf Wasserversorgungsanlagen der Bundeswehr und NATO in Köln-Wahn und Geilenkirchen ließ die Stadt in Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt verlauten: „Aufgrund eines unbefugten Zugangs am Trinkwassersystem der Stadt Mechernich könnte es zu einer gesundheitsgefährdenden Verunreinigung des Trinkwassers gekommen sein.“

  • Vermeiden Sie unbedingt bis auf Weiteres die Nutzung des Leitungswasser als Trinkwasser, zum Duschen, Zubereitung von Nahrung oder zum Waschen der Kleidung.
  • Das Wasser ist ausschließlich zur Brauchwassernutzung (Toilettenspülung) zugelassen.
  • Gegenmaßnahmen wurden eingeleitet.
  • Decken Sie sich vorsorglich mit einem Vorrat an Trinkwasser ein. Die Stadt Mechernich bereitet eine Notwasserversorgung vor.

Ein Bürgertelefon ist seitens der Stadt Mechernich eingerichtet wurden. Es ist unter der Rufnummer (02443) 49 44 13 erreichbar.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick warnte vor Panik und  Überreaktion, empfiehlt aber die konsequente Beachtung der Vorsichtsmaßnahmen. Weitere Erkenntnisse würden der Bevölkerung mitgeteilt. Ein Löschzug aus Essen sei bereits am Donnerstagabend nach Mechernich in Marsch gesetzt worden. Er soll noch in der Nacht innerhalb von wenigen Stunden ermitteln, ob eine Kontamination vorliegt oder nicht – und, falls ja, um welche Stoffe es sich handelt, so der Bürgermeister. Auf dem normalen Dienstweg hätte man bis zu drei Tage auf Gewissheit warten müssen. Do hofft Dr. Schick, sich bereits am Freitagmorgen äußern zu können.

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News

Im Freilichtmuseum Kommern wird wie in vielen Eifelgemeinden tausend Jahre altes Brauchtum an Mariä Himmelfahrt gepflegt

Mechernich-Kommern – So viele Menschen nahmen noch nie an der Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt im Freilichtmuseum Kommern teil. Auch Museumsdirektor Dr. Carsten Vorwig und Pressesprecher Daniel Manner gesellten sich am 15. August unter laufenden WDR-Kameras („Aktuelle Stunde“) zur kleinen Gottesdienstgemeinde vor dem Schützendorfer Kapellchen in der Baugruppe Eifel/Köln-Bonner Bucht.

Vorwig bediente zur Einleitung sogar eigenhändig das Kapellenglöckchen. Der Mechernicher Diakon Manfred Lang sang und betete mit den knapp hundert Gläubigen und segnete die Heilkräutergebinde, die die Leute selbst mitgebracht hatten oder von Museumshauswirtschafterinnen geschenkt bekamen.

In die Sträuße gehören Heilkräuter wie Wermut, Beifuß, Johanniskraut und Schafgarbe sowie die Grundgetreidearten aus Eifel und Börde: Weizen, Hafer, Gerste und Roggen. Anzahl und Art der Bestandteile variieren von Dorf zu Dorf, meist handelt es sich um Zahlen, denen in der Volksfrömmigkeit mystische Bedeutung beigemessen wird, also sieben, neun, zwölf, 14, 21, 40 oder noch mehr gesegnete Kräuter je Strauß.

„Böndeknöpp“ und „Biber“

Im Museum durfte „Wurmkrock“ (Rainfarn) nicht fehlen, ebenso „Böndeknöpp“ (Großer Wiesenknopf), Schafgarbe, „Biber“ (Beifuß), Wermut, Kamille, Königskerze und „Maria Bettstrüh“ (Oregano). Die zu anmutigen Sträußen („Krautwisch“) gebündelten Heilkräuter wurden nach über 1000 Jahre altem kirchlichen Brauch von Lang gesegnet. Sie dienen als Hausschmuck und Zierde, werden aber auch bei gesundheitlichen Beschwerden zur Hand genommen oder beispielsweise als Segen mit unter die Haustürschwelle gelegt.

Die Segnung geschieht immer am Festtag Mariä Himmelfahrt, dem 15. August. Die Kräutersegnung sei eine Art Symbol für die Verbindung zwischen Himmel und Erde, sagte der Ständige Diakon aus Mechernich: „Neben die gesundheitliche Wirkung der Kräuter tritt der Glaube an die spirituelle Wirkung des Segens.“ Bei genauem Hinsehen könne man Gottes Spuren in der Natur entdecken.

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Kunst & Kultur

Aachener Kinder und Jugendliche gestalten mobilen Spielcontainer

Aachen – Acht Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Tagen die graue Fassade des mobilen Spielcontainers in der Großkölnstraße mit Streetart in eine bunte Unterwasserwelt verwandelt. Und seitdem begrüßen dort ein Oktopus, ein Delfin und andere Wassertiere die kleinen und großen Innenstadtbesucher*innen.

Die Künstler*innen Maren Hoch und Steph Neuberger leiteten die Kinder an vier Tagen in den Sommerferien an, eine eigene Streetart-Aktion umzusetzen. Sie sammelten mit ihnen Ideen, fertigten Skizzen in der Kunstwerkstatt des Ludwig Forums und setzten diese an drei Tagen vor Ort in einem großflächigen und farbenfrohen Gemälde in Mosaik-Optik um. „Es war eine wunderbare Woche mit den Kindern und Jugendlichen. Alle waren mit großem Engagement und viel Freude an der Gestaltung dabei und hatten Lust, Neues zu lernen. Mitten im öffentlichen Raum in der Innenstadt ein großes, eigenes Kunstwerk zu erschaffen, war für die Kinder und Jugendlichen ein tolles Erlebnis“, so die beiden Künstlerinnen.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen besuchte die Kinder während der Ferienaktion am Spielcontainer. „Es ist mir wichtig, die Innenstadt für Familien und Kinder noch attraktiver zu machen. Ich freue mich, dass unser mobiler Spielcontainer so gut angenommen wird und die Kinder ihn nun selbst mit ihren eigenen Ideen und nach ihren Wünschen gestalten konnten. Mein herzlicher Dank geht an die jungen Nachwuchskünstler*innen, die mit ihrer Kreativität ein so schönes Motiv geschaffen haben und die Straße bunter machen“, erklärte Sibylle Keupen.

Das Team der städtischen Taskforce Innenstadtmorgen hatte den mobilen Spielcontainer im November 2023 installiert, um zeitnah mehr Aufenthaltsqualität für Familien und Kinder in der Großkölnstraße zu schaffen. Zur Taskforce gehören Expert*innen unterschiedlicher Fachbereiche – wie zum Beispiel Wirtschaftsförderung, Stadtgestaltung, Klima und Umwelt –, die gemeinsam Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in der Innenstadt entwickeln. In Kooperation mit dem Museumsdienst Aachen konnte die Gestaltung des Containers schließlich im Rahmen eines Ferienspielkurses ermöglicht werden.

Citymanager Kai Hennes betonte: „Von Spielmöglichkeiten über Mobiliar bis hin zu mehr Grün in den Fußgängerzonen – mobile Lösungen, wie wir sie mit der Taskforce umsetzen, haben den Vorteil, dass sie unkompliziert und zeitnah realisiert werden können. Wir testen, was an welcher Stelle funktioniert und können es gegebenenfalls verstetigen. Die Innenstadt wandelt sich, es ist viel in Bewegung. Da ist es von Vorteil, die Angebote und Situationen vor Ort flexibel anpassen zu können.“

 

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Kunst & Kultur

Starthilfe für die Lese- und Medienkultur in Meckenheim

Meckenheim – Bürgerstiftung und Hildegard und Arno Lückert-Stiftung unterstützen den Förderverein LeseZeichen der öffentlichen Bücherei – Die Bürgerstiftung Meckenheim und die ihr angegliederte Hildegard und Arno Lückert-Stiftung unterstützen den Förderverein LeseZeichen mit einer großzügigen Zuwendung. Während die Bürgerstiftung die Kinderbücherei mit einem Betrag in Höhe von 5.000 Euro fördert, steuert die Lückert-Stiftung 4.000 Euro für das Seniorenangebot des Meckenheimer Standortes der öffentlichen Bücherei Meckenheim/Alfter bei.

„Wir sind sehr dankbar und glücklich darüber, dass unsere städtische Bücherei in Ihrem Verein einen starken Partner und engagierten Förderer an ihrer Seite weiß. Mit Ihrer Arbeit setzen Sie ein deutliches Zeichen für die Lese- und Medienkultur in Meckenheim“, würdigt Bürgermeister Holger Jung in seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Bürgerstiftung den Förderverein und dessen Einsatz. Der Bürgerstiftung sei es eine Herzensangelegenheit, in die Bildung junger Menschen zu investieren, so Jung. Die Arbeit der Lückert-Stiftung zielt darauf ab, die Lebensqualität älterer Menschen zu erhalten und zu verbessern.

Christian Dürig, erster Vorsitzender von LeseZeichen, bedankt sich im Namen des gesamten Fördervereins für die „sehr großzügige Starthilfe. Insbesondere in der Anfangsphase benötigt die neue öffentliche Bücherei vieles, was durch diese Förderung beschafft werden kann. Damit wird die Bücherei sicherlich attraktiver und gerade die jungen Leserinnen und Leser sowie die Seniorinnen und Senioren können als wichtige Zielgruppen besser erreicht und angesprochen werden“, sagt Dürig.

Der im Frühjahr gegründete Verein fördert mit seiner Arbeit die Lese- und Medienkultur in Meckenheim. Er will durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Aktionen dazu beitragen, Bücher und andere Medien wie Spiele, Hörbücher, Audioboxen, Filme oder Streaming-Angebote für die Bücherei zu finanzieren, um die Auswahl für die Nutzerinnen und Nutzer noch vielfältiger zu gestalten. Eine weitere Aufgabe sieht LeseZeichen darin, das Büchereiangebot in der Stadt immer wieder, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, zu präsentieren. Ziel ist es, das Interesse aller Bürgerinnen und Bürger an der Bücherei zu wecken und auszubauen. Der Förderverein freut sich über Unterstützung. Weitere Mitglieder sind immer willkommen. Mitgliedsanträge liegen im Rathausfoyer an der Infothek aus oder können per E-Mail über kontakt@lesezeichen-meckenheim.de angefordert werden.

Franzis Steinhauer, Leiterin der Bücherbrücke Öffentliche Bücherei Meckenheim/Alfter, zeigte sich sehr begeistert über die großzügigen Spenden der beiden Stiftungen für ihre Einrichtung. Sie freut sich schon jetzt darüber, das Geld in Medien und Mobiliar investieren zu können. Gemeinsam mit Bürgermeister Holger Jung betonten beide, dass sie in der Altstadt für die Bürgerinnen und Bürger einen tollen Ort der Begegnung, der gemütlich ist und zum Verweilen einlädt, schaffen wollen. In unserer Gesellschaft gäbe es große Einsamkeit, der beide entgegenarbeiten wollen.

Interessierte finden die öffentliche Bücherei Meckenheim/Alfter im Internet unter: www.buecherei-meckenheim-alfter.de.

Informationen über die Bürgerstiftung Meckenheim und die Hildegard und Arno Lückert-Stiftung stehen auf der städtischen Homepage www.meckenheim.de und dort in der rechten Spalte unter „Stiftungen in Meckenheim“.

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Kunst & Kultur Top-Events

LVR-Freilichtmuseum Kommern – Die „ZeitBlende“ entführt dieses Mal ins Jahr 1974

Mechernich-Kommern – Am 17. und 18. August ist es wieder so weit: Das LVR-Freilichtmuseum Kommern erinnert mit seiner Retro-Veranstaltung „ZeitBlende 1974“ an das Leben vor 50 Jahren. Wie jedes Jahr, erwartet die Gäste wieder ein vielfältiges und spannendes Programm für Groß und Klein. Unter anderem können sich die Besucherinnen und Besucher auf eine Ausstellung mit rund 200 Oldtimern, die im damaligen Straßenbild zu sehen waren, freuen.

Erneut dabei sein wird auch der „Historische Campingplatz“. In diesem Jahr werden erstmalig über vierzig Wohnmobile, Zelte und Wohnwagen zu bestaunen sein. Ganz in der Nähe des Campingplatzes steht auch die bekannte „Tatort-Bude“ und versorgt die Gäste mit zeittypischen Leckereien.

Auch viele Mitmach- und Bastelaktionen stehen auf dem Programm:

In Düren fand 1974 die erste Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken statt. Wer in dieser Sportart auch einmal sein Glück versuchen möchte, hat an diesem Wochenende die Gelegenheit dazu. Das Team der Dürener Ur-Version, welches sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut, führt die Aktion im Freilichtmuseum Kommern durch.

Bobby-Car-Station, Torwandschießen und Bastelaktionen zu den Themen Monchichi und Barbapapa sorgen zusätzliche für Abwechslung.

Neben dem bekannten Geschichtsweg, also der Outdoor-Ausstellung zum Jahr 1974 und der Fotoausstellung zum Thema Urlaub, wird dieses Jahr erstmalig eine Möbelausstellung vorhanden sein. Hier wurde der Fokus auf ausgefallen Möbelstücke gelegt, die so nicht in den Gebäuden der Baugruppe Marktplatz Rheinland zu sehen sind.

Im Gelände sind die Akteure der „Gespielten Geschichte“ zur Zeitblende 1974 natürlich auch unterwegs. Neben einem gespielten Ehepaar, welches die Möbelausstellung in den Kontext setzt, sind die Avon-Beraterin, der „Dorfpolizist“ und der Camping-Platzwart vor Ort.

Auf der Bühne wird die ABBA-Tribute Band „4 SWEDES“ die besten Hits der Kult-Band zum Besten geben und erinnert somit an den Sieg des 19. Eurovision Song Contests im Jahr 1974. Der DJ Volkmar Hess und der Gitarrist Paul Radau sowie die bekannten „Holly Hoppers“ runden das musikalische Konzept ab.

Wer von dem Programm hungrig geworden ist, kann sich in der Museumsgastronomie durch die für die Zeit typischen Gerichte auf der Speisekarte probieren. Erstmals, nach langer Schließung, ist zur passenden Veranstaltung auch die Gaststätte Watteler wieder geöffnet.

Daneben gibt es eine „Cocktail-“, sowie eine „Milchbar“, und Grillwurst an der historischen Vosen-Bude. Auch der Förderverein des LVR-Freilichtmuseums Kommern sorgt an mehreren Ständen für das leibliche Wohl.

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

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Tourismus

Eifel trifft Haute Cuisine – Das Hotel-Restaurant „Zur Neroburg“ aus Neroth

Neroth/Prüm – Eifeler Schlemmerkunst am Fuße des Vulkans – Seit 1956 ist das Hotel Restaurant zur Neroburg in den gastfreundlichen Händen der Familie Müllerstein. Aus einem gutbürgerlichen Landgasthaus machte Küchenchef Kevin Müllerstein vor einigen Jahren einen von der Regionalmarke EIFEL zertifizierten und mehrfach ausgezeichneten Insidertipp für Feinschmecker, der legere Atmosphäre mit ausgefallenen kulinarischen Ideen verbindet.

Neroth ist ein typisches Vulkaneifeldorf, der Hausberg heißt „Nerother Kopf“ und ist ein erloschener Vulkan mit geheimnisvoller Burgruine und Mühlsteinhöhlen im bewaldeten Gipfelbereich. Berühmtheit erlangte das Dorf durch ein Mausefallenmuseum und durch eine Wandervogelbewegung, die sich einst gegen die Nazis wandte. Beliebt ist es auch als lukullische Station am Eifelsteig, die Wanderer mit Leckerem verwöhnt. Das Restaurant Zur Neroburg mit seiner Sonnenterrasse für Sommertage bietet da – natürlich – deftige Klassiker wie Schnitzel und Steaks, doch es lohnt absolut, die Speisekarte ganz genau zu studieren. Denn sofort wird klar: Der junge Küchenchef Kevin Müllerstein und sein Team, zu dem drei Familienmitglieder gehören, hat immense Freude daran, alle bezaubernden Möglichkeiten seines kreativen Berufs auszuschöpfen. Die Karte wechselt alle sechs Wochen, immer gelingt es ihm, frische Eifeler Zutaten und Rezepte auf anspruchsvolle und raffinierte Weise zu variieren.

Eifel trifft Haute Cuisine

Der Kulinarische Kalender, der durch das Feinschmeckerjahr bei Zur Neroburg führt, verbindet delikate Welten. Da ist unter dem Stichwort „brutal-regional“ das Beste der Eifeler Küche – zum Beispiel Roastbeef mit Wildkräutern, Lammkarree mit Kümmeljus und Döppekoochen – aufgeführt, aber auch „Lust auf Meer“ mit Vier-Gang-Krustentiermenüs samt Hummer. Die Einflüsse der Sterneköche, bei denen Kevin Müllerstein lernte und erste Berufsjahre absolvierte, sind deutlich spürbar. Aus heimischen Wäldern wiederum stammt beispielsweise der auf Heu gegarte Hirschrücken im Herbst. Vegetarisches und Veganes wird ebenfalls auf die Teller gezaubert… eine Verführung für immer mehr bewusst genießende Menschen. Auch die fantasievollen Desserts lassen das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Tester des Gusto-Gourmetführers fühlten sich an renommierte Drei-Sterne-Köche erinnert und nennen den jungen Küchenchef ein Talent, das „sehr gut“ kocht.

Kochkunst mit Herzlichkeit

Ein bei den Gästen ebenso wie beim Team beliebtes Event ist die „Küchenparty“: Wo sonst kann man einem Koch bei der Arbeit über die Schulter schauen, der auf gehobene Gastronomie geeicht ist? Bei Familie Müllerstein jedoch ist das möglich. Nach der Vorspeise können die Gäste in der neu ausgestatteten Küche live miterleben, wie ihre Bestellungen kreiert werden. Das Ganze mündet in eine echte Partylaune mit Musik und Tanz. Die Müllersteins haben sich den Spaß und die Bodenständigkeit bewahrt, ihre Gastlichkeit kommt ungezwungen und ländlich-charmant daher. Karneval und sommerliche BBQ-Partys, Oktoberfeste oder Silvester werden auf leckere Weise mit den Gästen gefeiert. Das familiäre Restaurant ist bei den Einheimischen auch beliebte Adresse für Familienfeiern oder Catering. Das Konzept geht auf und trägt dazu bei, dass der Beruf des Gastgebers als attraktive Berufung von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Als Ausbildungsbetrieb, der auch Menschen aus anderen Kulturen im Team willkommen heißt und anlernt, ist die Zukunft gesichert.

“Bei uns verbindet sich Bodenständigkeit mit gehobenen Ansprüchen, Naturerleben und Wandern mit Schlemmen… das geht alles wunderbar zusammen.“

Kevin Müllerstein – Küchenchef

https://www.neroburg.de/

“Hotel-Restaurant ‚Zur Neroburg‘ – ein Paradebeispiel für einen Regionalmarke EIFEL Gastgeber. Vater Helmut ist bei uns Mitglied der 1. Stunde. Sohn Kevin, auch einstiger Eifel-Mini-Koch, hat nach einer TOP-Ausbildung übernommen – und glänzt. Mehr als ein Geheimtipp!“

Markus Pfeifer – Regionalmarke EIFEL

https://www.regionalmarke-eifel.de/

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Gesundheit

„ePA für alle“ – Neue elektronische Patientenakte startet im Januar 2025

Region/Eisenberg – Aktuell informiert die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland ihre Versicherten darüber, dass für sie ab Januar 2025 automatisch eine persönliche elektronische Patientenakte (ePA) eingerichtet wird. In den Anschreiben und E-Mails der nächsten Wochen an die insgesamt mehr als 1,2 Millionen Versicherten werden die Vorteile der neuen „ePA für alle“ dargestellt. Mit dem Digitalgesetz hatte der Gesetzgeber die Einführung der ePA für alle gesetzlich Versicherten inklusive der familienversicherten Kinder ab dem 15. Januar 2025 festgelegt. Sie soll zunächst in Pilotregionen starten und ab Februar 2025 dann bundesweit ausgerollt werden.

„Durch die Einführung der Widerspruchslösung im kommenden Jahr entsteht die Chance, dass die elektronische Patientenakte breit in der Versorgung ankommt und mithin einen großen Stellenwert im Praxisalltag entwickelt“, sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse. Die automatisch angelegte ePA bietet dann eine sichere digitale Ablage für die Gesundheitsdaten der Versicherten und fördert vor allem die Vernetzung zwischen den behandelnden Ärztinnen und Ärzte in Arztpraxen und Krankenhäusern.

Die Versicherten können über die ePA auf Arzt- oder Krankenhausberichte, ihren persönlichen Medikationsplan oder Übersichten zu Impf- und Vorsorgeuntersuchungen zugreifen. Zudem haben sie die Möglichkeit, auch eigene Dokumente in die Akte zu laden. Dabei gelten höchste Datenschutz-Anforderungen, um die Gesundheitsdaten der Versicherten vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Widerspruch ist möglich

„Für die Versicherten ist es ein großer Vorteil, dass sie sich bei der neuen Patientenakte um nichts kümmern müssen, wenn sie die neue ePA ab 2025 nutzen wollen“, betont Niemeyer. Wer die neue elektronische Patientenakte indes nicht nutzen möchte, hat die Möglichkeit, der Einrichtung der Akte innerhalb von sechs Wochen nach Eingang des Informationsschreibens zu widersprechen. Das ist über ein Online-Formular auf der Homepage der AOK möglich, auf das in den Anschreiben hingewiesen wird; Versicherte ohne Internetzugang erhalten das Widerspruchsformular auf Wunsch auch per Post zugeschickt. „Selbstverständlich können sich die Versicherten auch zu einem späteren Zeitpunkt anders entscheiden und ihre Entscheidung für oder gegen die Einrichtung der ePA jederzeit ändern.“ Die gewohnte medizinische Versorgung sei selbstverständlich auch bei den Versicherten gewährleistet, die sich gegen die ePA entscheiden.

„AOK Mein Leben“ schon jetzt mit nützlichen Funktionen

Bereits seit 2021 können die Versicherten die „AOK Mein Leben“-App, welche die elektronische Patientenakte der AOK beinhaltet, nutzen. Der Login ist wahlweise per iOS-App, Android-App oder über eine Desktop-Version möglich. Neben der elektronischen Patientenakte bietet die „AOK Mein Leben“-App schon heute eine Reihe von Zusatzfunktionen. So können sich die Versicherten von der AOK auf Wunsch Informationen zu den zuletzt abgerechneten Leistungen in die ePA einspielen lassen. Auch die Verwaltung von elektronischen Rezepten ist seit Juli 2024 in der „AOK Mein Leben“-App möglich.

Die „AOK Mein Leben“-App wird künftig die zentrale digitale Plattform der AOK für alle Services rund um die Gesundheit sein.  Auch wenn man die ePA nicht selbst einsehen oder Daten hochladen wolle, kann sie von Nutzen sein: „Durch die Bereitstellung der wichtigsten Informationen für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte kann die ePA helfen, zum Beispiel Doppelunteruntersuchungen oder unerwünschte Wechselwirkungen bei der Verordnung mehrerer Medikamente durch verschiedene Ärzte zu verhindern“, erklärt Niemeyer.

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News

Bergwacht rettete in der Not

Bad Münstereifel-Lanzerath/Mechernich – Der DRK-Kreisverband Euskirchen wurde zu kompliziertem Einsatz in abgelegenem Waldgebiet gerufen – Konnten jungen Mann mit ihrem Buggy (UTV) erreichen und zum Rettungshubschrauber bringen. Dass das Rote Kreuz oftmals Retter in der Not ist, ist hinlänglich bekannt. Ein Paradebeispiel hierfür lieferte nun wieder ein komplizierter Einsatz zwischen Bad Münstereifel-Lanzerath und Kirchsahr-Winnen.

Hier hatte ein junger Mann aus Bad Münstereifel private Baumfällarbeiten auf einem eigenen Grundstück vorgenommen. Dabei war ihm ein Baumstamm mit einem Durchmesser von rund 30 Zentimetern auf den Unterschenkel gestürzt. „Das waren massive Verletzungen“, wie Ernst Springer, Einsatzleiter vom Dienst, erklärte.

Doch es kam noch schlimmer: die abgelegene Unfallstelle, die wohl schon rund einen Kilometer auf rheinland-pfälzischer Seite lag, befand sich in einer gefährlichen Hanglage. Das Gelände war so steil und dicht bewaldet, dass eine Rettung mit einer Winde oder direkt per Hubschrauber nicht möglich gewesen wäre, wie Simon Jägersküpper vom DRK-Kreisverband erklärte, der an der Rettung beteiligt war.

Einsatz des „Utility Vehicle“

Das stellte die Helfer vor große Herausforderungen, die man ohne die Bergwacht des Roten Kreuzes so schnell wohl nicht hätte überwinden können. Kaum war sie angefordert, stieß das vierköpfige Team mit ihrem geländegängigen „Utility Vehicle“ (UTV), einer Art Buggy, zum Schwerverletzten durch das unwegsame Gelände vor. Einen Teil des Weges hätte man laut Lars Klein vom Roten Kreuz dennoch zu Fuß zurücklegen müssen.

In einer Schleifkorbtrage wurde der Verletzte dann bis zum UTV gebracht, dass ihn zu einem alarmierten Rettungshubschrauber der Bundeswehr fuhr, der außerhalb des Waldes in Richtung Lanzerath gelandet war. Dieser flog den Schwerverletzten schließlich ins Mechernicher Kreiskrankenhaus.

Die Bergwacht des DRK hat im Jahr nach Schätzung von Lars Klein rund zehn Rettungseinsätze. Hinzu kommen allerdings auch Sanitätsdienste bei Veranstaltungen, etwa bei Motocross-Rennen, wo das UTV benötigt wird.

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DEKRA Tipps zum sicheren Gebrauch von Toaster, Mixer & Co.

Region/Stuttgart – Bedienungsanleitung nicht zur Seite legen – Toaster, Mixer und Co. – die Bedienung von Haushaltsgeräten ist der Regel kinderleicht. Trotzdem ist es sinnvoll, sich die Bedienungsanleitungen selbst einfacher Geräte etwas genauer anzusehen, empfehlen die Produktprüfexperten von DEKRA. Unter Umständen lassen sich damit eine Gefährdung sowie eine Menge Schäden, Ärger und Kosten vermeiden.

„Eine Bedienungsanleitung hilft dem Benutzer, sein neu erworbenes Elektrogerät kennenzulernen und anzuwenden“, erläutert Oliver Brumm von DEKRA Testing & Certification. „Es gibt viele Gründe, sich die Bedienungsanleitung nach dem Kauf eines Gerätes aufmerksam anzuschauen und bei Bedarf später den einen anderen Punkt nachzuschlagen, zum Beispiel was bei Kindern im Haushalt oder bei der Reinigung zu beachten ist.“

Alle wichtigen Informationen rund ums Gerät

Über Sicherheitsaspekte hinaus finden Anwenderinnen und Anwender in der Anleitung viele wichtige Informationen zum Gerät selbst: Aus welchen Teilen ist es aufgebaut? Welche Funktion haben die Bedienelemente und wo liegen sie? Wie nimmt man das Gerät in Betrieb? Was ist beim Aufstellen und Reinigen zu beachten? Auch die technischen Daten, Gerätebezeichnung und Bestellnummer, in der Regel auch die Kontaktdaten des Service-Teams, Hinweise zur Entsorgung und teils auch zur energieeffizienten Nutzung kann man dort nachschlagen.

Schäden, Ärger und Kosten vermeiden

Aus gutem Grund kommt im EU-Raum kein technisches Gerät ohne eine separate Bedienungsanleitung auf den Markt. „Wer die Bedienungsanleitung nicht einfach samt der Verpackung entsorgt, sondern ihren Inhalt zur Kenntnis nimmt, kann sich im Zweifel eine Menge Schäden, Ärger und Kosten ersparen“, kommentiert Experte Brumm aus dem DEKRA Geschäftsbereich Produktprüfung.

Auf den ersten Seiten findet man wichtige Warnhinweise, die durch Begriffe wie „Warnung“, „Vorsicht“, „Gefahr“ oder Piktogramme hervorgehoben sind: Wann ist mit Gefahren für die Gesundheit zu rechnen? Unter welchen Umständen besteht Verbrennungs- oder Brandgefahr? Wann etwa ist die Gefahr von Stromschlag oder Kurzschluss gegeben? Durch welchen Fehlgebrauch kann es für den Anwender gefährlich oder das Gerät beschädigt werden? Wo liegen Gefahren für Kinder und Personen mit eingeschränkten Fähigkeiten?

Breites Spektrum an Gefahren

Die Warnungen decken daher ein breites Spektrum ab: So dürfen Elektrogeräte beispielsweise nicht in Wasser getaucht werden. Geräte mit Hitzeentwicklung wie ein Toaster dürfen nicht unter einem Hängeschrank oder unmittelbar neben Vorhängen aufgestellt werden, sonst besteht Brandgefahr. Ein Wasserkocher darf wegen hoher Wattzahl nicht an einer Mehrfachsteckdose, sondern nur an einer installierten Steckdose betrieben werden. Bei Scheuer- oder Knickstellen am Stromkabel drohen generell Kurzschluss und Stromschlag – es besteht Lebensgefahr, wenn die Isolierung beschädigt ist.

Bedienungsfehler keine Seltenheit

 „Der Sicherheitsstandard von altbekannten Küchen-Tools wie Wasserkocher, Mixer oder Toaster kann noch so hoch sein, Fehler bei Bedienung oder Reinigung sind trotz allem keine Seltenheit“, beobachtet Oliver Brumm. „Daher fordert die EU-Produktsicherheitsverordnung, dass den Produkten klare Anweisungen in leicht verständlicher Sprache beigefügt sind.“ Allein wegen Verletzungen durch elektrischen Strom im Haushalt wurden, so das Statistische Bundesamt, im Jahr 2022 mehr als 3.500 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert.

Bestimmungsgemäßer Gebrauch – sonst keine Haftung

Ganz vorn in den meist unscheinbaren Heftchen fällt ein wichtiger Begriff auf: der „bestimmungsgemäße Gebrauch“. Er bedeutet: Ein normaler Mixer etwa ist nur zum Zerkleinern haushaltsüblicher Mengen gebaut, nicht aber für den Dauerbetrieb in der Gastronomie, der zu einer Überhitzung führen könnte. Das ist insofern wichtig, als der Hersteller keine Haftung für Schäden an Gerät oder Personen übernimmt, die durch einen nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch entstanden sind.

Beim Gerätekauf auf Prüflabel achten

In der EU dürfen nur Elektrogeräte vertrieben werden, wenn diese nach den relevanten Richtlinien oder Verordnungen bewertet wurden. Das CE-Zeichen bedeutet, dass diese Bewertung durchgeführt wurde. DEKRA Produktexperte Brumm empfiehlt, beim Kauf eines Gerätes zudem auf das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ zu achten. Produkte mit diesem Prüflabel müssen bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Standards einhalten.

Übrigens: Geht eine Bedienungsanleitung verloren, so ist das meist kein Problem: In der Regel steht sie im Internet zum Nachschlagen oder zum Download bereit.

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Stadt Schleiden und e-regio starten kommunale Wärmeplanung

Schleiden – Die Stadt Schleiden hat mit der kommunalen Wärmeplanung begonnen. Mit e‑regio als Partner möchte die Stadt kosteneffiziente und klimafreundliche Lösungen für die Wärmeversorgung der Zukunft finden. Die kommunale Wärmeplanung soll den Bürgerinnen und Bürgern aufzeigen, mit welchem Energieträger und welcher Versorgung in Zukunft vor Ort zu rechnen ist, und es ihnen so leichter machen, sich für eine geeignete Heizoption zu entscheiden.

Mit digitalem Zwilling Wärmezukunft simulieren

Um die Kommunen bei der Wärmewende bestmöglich zu begleiten, hat e‑regio ein Expertenteam aufgebaut. Gemeinsam mit der Projektgruppe der Stadt geht das Team schrittweise vor. Zunächst erfolgt eine Bestands- und Potenzialanalyse. In der Bestandsanalyse ermittelt das Team die aktuellen Wärmebedarfe von Haushalten, Industrie und Gewerbe. „Im nächsten Schritt analysieren wir, wo Einsparungen möglich sind bzw. neue Wärmequellen etwa in Form von PV, Wind oder auch Geothermie erschlossen werden können. Dabei haben wir das ganze Energiesystem von der Quelle, über den Transport bis hin zur Verteilung im Blick“, erläutert Manuel Thom, Leiter des Teams Wärmewende bei e‑regio. Alle Informationen fließen in eine zertifizierte Software, den „digitalen Zwilling“, ein. Damit lassen sich Zukunftsszenarien ohne fossile Energieträger simulieren und visualisieren.

„Das Gebäudeenergiegesetz hat bei vielen Immobilienbesitzern zu einer massiven Verunsicherung und vielen offenen Fragen geführt. Mittels der kommunalen Wärmeplanung werden wir gemeinsam mit e‑regio den Bürgerinnen und Bürgern einen Fahrplan zum Thema Heizen im Stadtgebiet an die Hand geben, damit jeder die für sich passende Lösung auswählen kann“, erklärt Bürgermeister Ingo Pfennings. Eine Internetseite, auf der alle wichtigen Informationen in Sachen Wärmeplanung enthalten sein werden, ist derzeit im Aufbau. „So wird die durch Berlin bei den Immobilienbesitzern unnötig verursachte Unsicherheit hoffentlich gemildert und viele offene Fragen beantwortet“, hofft der Bürgermeister. Er sei froh, dass die Stadt Schleiden mit e‑regio einen Partner an der Hand habe, der in der Region gut vernetzt sei und auch mit anderen Kommunen deren kommunale Wärmeplanung vorantreibe. „Themen wie kommunale Wärmeplanung müssen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger als Region und eng vernetzt betrachtet werden“, so Pfennings.

Über die kommunale Wärmeplanung 

Das Wärmeplanungsgesetz ist gemeinsam mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes zum 1. Januar 2024 in Kraft getreten. Daraus entsteht auch für die Stadt Schleiden die Pflicht, einen Wärmeplan zu erstellen. Ziel ist es, dass die Wärmeversorgung der Stadt bis 2045 klimaneutral ist. e‑regio hat sich bei einer deutschlandweiten Ausschreibung gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt. Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Die Stadt Schleiden erhält eine 100-prozentige Förderung.