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Alsdorf und Herzogenrath bündeln Kräfte für neue Schwimmkurse

Alsdorf – Die Zahl der Grundschulkinder, die nicht oder nicht richtig schwimmen können, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Deshalb wollen Alsdorf und Herzogenrath jetzt die Kräfte bündeln, um möglichst vielen Kindern das Schwimmenlernen zu ermöglichen.

Die beiden Stadtsportverbände haben beschlossen, während der Sommerferien möglichst viele Kurse zu starten. Ziel ist es, vielen Kindern zum Seepferdchen-Abzeichen zu verhelfen. Aus der Not eine Win-win Situation machen, ist dabei das Ziel, wie Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders und sein Herzogenrather Amtskollege Dr. Benjamin Fadavian jetzt bei einem Ortstermin im Alsdorfer Hallenbad unterstrichen.

So stellt die Stadt Alsdorf, die während der Sommerferien noch Zeitkapazitäten im Hallenbad freimachen konnte, diese gerne zur Verfügung. Der Herzogenrather Stadtsportverband wiederum verfügt über genügend Fachkräfte, die die Wasserzeiten im Alsdorfer Bad dazu nutzen werden, um mehr als 100 Kinder beider Kommunen zum Seepferdchen zu führen. Anmeldungen sind ab sofort möglich unter: schwimmen.stadtsport-herzogenrath.com

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Ein Energie- und Wasserversorger für die Stadt Aachen und Region

Aachen – Zusammenschluss von STAWAG und enwor wird geprüft – Die Stadt Aachen und die StädteRegion Aachen bereiten gemeinsam mit den Kommunen in der Region einen Zusammenschluss von STAWAG, Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, und enwor – energie und wasser vor ort GmbH vor. Ziel ist die Stärkung und Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit der regionalen Energie- und Wasserversorgung inklusive der Infrastruktur.

„Die beiden Energie- und Wasserversorger STAWAG und enwor stemmen bereits heute hochkomplexe Aufgaben und verfolgen dabei stets die Interessen der Bürgerinnen und Bürger sowie die der kommunalen Träger“, sagt die Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen Sibylle Keupen. „Wie wichtig ein starker Energiedienstleister ist, haben wir beispielsweise im letzten Jahr gesehen, als die Energiekrise gemeistert werden musste. Zugleich erwarten wir in Zukunft allein im Bereich der Energie- und Wärmewende wachsende Herausforderungen rund um Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Fernwärme und moderne Energielösungen sowie für eine zukunftsorientierte Wasserversorgung. Von einem größeren Unternehmen profitieren alle Beteiligten in der Region. So können beispielsweise mehr Synergien wie Einkaufsvorteile erschlossen werden, die den Kundinnen und Kunden durch noch bessere Preise zugutekommen.“

Die Analysen im Vorfeld haben gezeigt, dass sich STAWAG und enwor mit ihrer jeweiligen unternehmerischen Ausrichtung und ihren Schwerpunkten hervorragend ergänzen.

Bereits seit einiger Zeit arbeiten beide Unternehmen in enger Abstimmung mit ihren Gesellschaftern an einem Konzept für einen Zusammenschluss. Bei diesem würde die enwor ihren Geschäftsbetrieb vollständig in die STAWAG-Gruppe einbringen und im Gegenzug Anteile an der STAWAG erhalten.

„Die zukünftigen Herausforderungen in der Energie- und Wasserversorgung sind enorm: Nicht nur die anstehenden Investitionen für den Klimaschutz und neue, kundennahe Lösungen und Technologien setzen die kommunalen Energiedienstleister unter Druck. Auch der starke Fachkräftemangel und der zunehmende Wettbewerbsdruck durch die großen Player werden die Unternehmen in Zukunft belasten“, stellt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier heraus. „Wir möchten daher bereits heute die Weichen für einen Zusammenschluss beider Unternehmen stellen und damit verbesserte Mitarbeiterperspektiven durch ein örtliches Angebot an hochwertigen Arbeitsplätzen schaffen. Neben den vielen Vorteilen, die wir für uns als Gesellschafter erwarten, werden auch die Bürgerinnen und Bürger von einem verbundenen Unternehmen profitieren.“

Auch Herzogenraths Bürgermeister Dr. Benjamin Fadavian freut sich über die gelungenen Verhandlungen: „Die städteregionalen Kommunen finden sich in diesem Konstrukt wieder und setzen viel Hoffnung auf die Mehrwerte der Zusammenarbeit, von denen die Kommunen – und damit auch alle Einwohnerinnen und Einwohner – finanziell profitieren. Dass der Standort Kohlscheid als Firmensitz dauerhaft und substanziell bestehen bleibt, ist dabei für uns in Herzogenrath ein wichtiges Ergebnis.“

Operativer Start für Herbst 2024 geplant

Eine Entscheidung über die Kooperation soll spätestens bis Ende des Jahres getroffen werden. Dazu wird jetzt den politischen Entscheidungsträger*innen die aktuelle Planung vorgestellt. Der gemeinsame Geschäftsbetrieb soll dann ab Herbst 2024 aufgenommen werden.

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Nachhaltige Hilfe für die Jugend – E-Mofa für Kaller Förderschule

Kall-Urft – Die Kreisverkehrswacht Euskirchen spendete mit Unterstützung der VR-Bank Nordeifel eG über 2.000 Euro für ein E-Mofa an die Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung im Hermann-Josef-Haus Urft. Die Flutkatastrophe im Sommer 2021 hatte in Urft schweren Schaden angerichtet. So zerstörte sie auch zwei Mofas der Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung auf dem Gelände des Hermann-Josef-Hauses in Urft. Sie gehörten zur „Mofa-AG“, die Jugendlichen bis dato Sicherheit auf den zweirädrigen Gefährten vermittelte und topfit für den Straßenverkehr machte. Die Schule wendete sich gleich danach an die Kreisverkehrswacht (KVW) Euskirchen, die die Mofas reparierte, ohne lange zu fackeln.

Damals sagten die KVW-Verantwortlichen auch gleich ein Elektro-Mofa zu, das nun feierlich und gemeinsam mit der VR-Bank Nordeifel eG vor Ort überreicht wurde. Die Genossenschaftsbank hatte die Aktion mit 2.000 Euro unterstützt. Den Scheck dazu hatte Andrea Schmitz vom Vertriebsmanagement im Gepäck, den sie dem Vorsitzenden der KVW, Peter Schick, bei strahlendem Sonnenschein überreichte. Die Schule hat derzeit 85 Schülerinnen und Schüler, acht davon besuchen die AG.

Mit dabei waren auch Friedhelm Heß, der Geschäftsführer der KVW, Susanne Beckschwarte, die Direktorin des Hermann-Josef-Hauses, Polizeioberkommissar Jörg Meyer, Verkehrssicherheitsberater in der Verkehrsunfallprävention und im Opferschutz der Kreispolizeibehörde Euskirchen, Michael Isop, der stellvertretende Schulleiter, Rainer Dovern, der seit vier Jahren die „Mofa-AG“ leitet, sowie Jugendliche aus der AG. Gemeinsam nahm die Gruppe das neue Gefährt in Augenschein, fuhr Probe und nutzte die Zeit zum Austausch.

„Modern und umweltfreundlich“

Der KVW-Vorsitzende Schick betonte eingangs: „Für die Jugendlichen in der Eifel sind Mofas extrem wichtig. Mit dem Fahrrad ist es hier sehr beschwerlich, und der öffentliche Nahverkehr ist stark eingeschränkt. Ich bin stolz und freue mich, Ihnen dieses moderne, umweltfreundliche Mofa zu übergeben!“ Doch sei dies nur möglich, weil Sponsoren wie die VR-Bank Nordeifel eG den Verein „so großzügig“ unterstützten. Und so bedankte er sich nochmals bei Andrea Schmitz.

„Für sinnvolle Projekte wie dieses machen wir gerne etwas Geld locker. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig Mofafahren auf dem Dorf ist“, freute auch diese sich: „Jetzt bin ich sehr froh, hier zu sein, und hoffentlich auch mal eine Runde auf dem Flitzer drehen zu dürfen!“ Die Bank unterstützt jedes Jahr zahlreiche Vereine in der Nordeifel, darunter auch viele Fördervereine von Schulen, Kindergärten und mehr.

„Mobil sein ist wichtig“

Schicks Kollege, der ehemalige Polizist Friedhelm Heß, ergänzte: „Führerscheine sind außerdem immer teuer, obwohl die Jugendlichen in Fahrschulen nicht mal annähernd so viel lernen wie hier. Dank der engen und guten Zusammenarbeit mit der Polizei und unseren Sponsoren, die so nicht üblich ist, sind wir seit vielen Jahren sehr gut aufgestellt – auch wenn wir für jede Spende dankbar sind. Dafür möchte auch ich mich noch einmal herzlich bedanken!“

Natürlich war die Freude auf Seiten des Hermann-Josef-Hauses in Urft groß. Einrichtungsleiterin Susanne Beckschwarte: „Wir sind sehr dankbar für diese wertvolle Unterstützung! Neben den Mofas haben wir damals auch unseren schönen Übungsplatz und Kettcars verloren, was nun alles ersetzt wurde und wieder in neuem Glanz erstrahlt! Jetzt können unsere Jugendlichen endlich wieder üben, um sicher von A nach B zu kommen. Dafür einen ganz großen Dank an die Kreisverkehrswacht samt ihrer Sponsoren!“

Und der stellvertretende Schulleiter Michael Isop konnte sich ihrer Danksagung nur anschließen: „Mobil sein ist für die Jugendlichen, gerade in Urft mit teils mangelndem ÖPNV, total wichtig. Gerade auch für Schule und Ausbildung. Hier ermöglichen wir es.“

Über 1,4 Millionen Euro in 35 Jahren

Verkehrssicherheitsberater und Polizeioberkommissar Jörg Meyer, der häufig mit der KVW zusammenarbeitet, war ebenso überzeugt von der Aktion: „Der Kurs ist gerade in ländlichen Regionen beliebt und dauert teils über ein halbes Jahr, während in der Fahrschule nur eine Doppelstunde Theorie nötig ist. So sind die Jugendlichen wesentlich besser vorbereitet und sicherer unterwegs, was man im Endeffekt auch merkt. Anschließend bekommen sie eine Bescheinigung, wenn sie theoretisch bestanden haben, und können ihre Prüfung dann direkt beim TÜV ablegen.“

Seit ihrer Gründung im Jahr 1952 bemüht sich die Kreisverkehrswacht Euskirchen um mehr Sicherheit auf den Straßen im Kreis. Im besonderen Fokus stehen dabei die Jüngsten und Gefährdetsten der Gesellschaft: die Kinder. Und so unterstützt der Verein vielfältige Projekte in Kitas und Schulen, aber auch Pedelec-Schulungen, Rollator-Trainings sowie bei der Radfahrausbildung für Zuwanderer und mehr.

Schick: „So konnten wir in den vergangenen 35 Jahren Projekte im Wert von über 1,4 Millionen Euro finanzieren!“ Wer sich gerne anschließen möchte, sei herzlich eingeladen. Man suche dort ständig neue Mitglieder und „Menschen, die mit Rat und Tat helfen“.

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Host Town Team Jülich zu Besuch im Deutschen Bundestag

Jülich/Berlin – Thomas Rachel empfängt Delegation der Stadt Jülich – Nach vier tollen Tagen mit der Delegation Special Olympics Libanon in Jülich begleitet eine Gruppe der Gastgeber aus der „Host Town Jülich“ die Delegation nach Berlin zu den Special Olympics World Games.

Auf Einladung von Thomas Rachel, Mitglied des Bundestages, besuchte die Gruppe nun den Bundestag und das historische Reichstagsgebäude. Teilnehmende der Führung mit Thomas Rachel und seiner wissenschaftlichen Mitarbeiterin Christina Ruhrig-Breuer waren die Projektleiterin Beatrix Lenzen, Fachbereichsleitung für Sozialplanung, Demografie, Inklusion und Integration, Mo Khomassi, Mitarbeiter der Stadt Jülich im Sozialamt und zuständig für die Leitung der Volunteers im Host Town Team, Nina Czeczatka und Christoph Beckers vom Inklusionsbeirat AKI, Mike Küven (Präsident TTC indeland e.V.), die beiden Jülicher Volunteers Fatima Daher und Ali Alrachini, Marco Cikes (Stammhaus Jülich) und der offizielle Volunteer von Special Olympics Libanon, Omar Alaaddin.

Die Gruppe war beeindruckt von der Ausstellung im Bundestag zur Geschichte der deutschen Demokratie. Gemeinsam sind sich alle einig, dass Demokratie nicht als selbstverständlich angenommen werden darf sondern dass es erforderlich ist, sie jeden Tag neu zu schützen und zu bewahren. Erziehung zu Demokratie ist eine Aufgabe Aller in unserer Gesellschaft. Am Ende der Führung durch den Bundestag besichtigte die Gruppe die Kuppel des Reichstagsgebäudes.

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Tourismus

Die Eifel Tourismus GmbH rechnet mit einem starken Tourismusjahr 2023

Prüm – Die Reiselust in der Bevölkerung ist unvermindert hoch. In einem Pressegespräch wurde der gelungene Start ins Tourismusjahr 2023 erläutert. „Auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin wie auch im Tourismusbarometer NRW wurde ein erfolgreiches Tourismusjahr 2023 prognostiziert“, sagte Aloysius Söhngen, „die Reiselust ist trotz anhaltender Krisensituationen unvermindert hoch. Ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis aber auch die gute Erreichbarkeit des Urlaubsziels spielen bei den Gästen eine tragende Rolle. Dieser deutschlandweite Trend spiegelt sich auch in den Buchungszahlen in der Eifel wider“. Positiv wirkt sich aus, dass die Gäste wieder mit mehr Vorlauf buchen.

Sowohl der nordrhein-westfälische Teil als auch der rheinland-pfälzische Teil der Eifel verzeichneten im vergangenen Jahr 2022 überproportionale Zuwächse bei den Gäste- und Übernachtungszahlen. Im Gebiet der Eifel Tourismus GmbH wurde ein Plus von 74 Prozent und bei den Übernachtungen ein Plus von 59 Prozent verzeichnet – beide Zahlen im Vergleich zum Jahr 2021.

Erfolgreicher Start in Tourismusjahr 2023

Der positive Trend des Jahres 2022 setzt sich in diesem Jahr fort. Für den Zeitraum Januar bis März 2023 verzeichnen die NRW-Eifel und die Region Aachen bei den Gästen ein Plus von 34,8 Prozent und bei den Übernachtungszahlen ein Plus von 28,3 Prozent. Im rheinland-pfälzischen Teil der Eifel steht zwar noch ein Minus von 8,4 Prozent bei den Gästen und ein Minus von 12,3 Prozent bei den Übernachtungszahlen. Doch dieses Minus entstand durch den Center Parcs Park Eifel. Der Park war von November 2022 bis Pfingsten 2023 aufgrund umfassender Umbaumaßnahmen geschlossen. In den vergangenen Jahren verbuchte der Park jährlich rund 200.000 Übernachtungen, in diesem Jahr rechnet der Center Parcs Park Eifel mit 500.000 Übernachtungen.

Die aktuellen Buchungszahlen (1. Januar bis 31. Mai 2023) zeigen eine klare Steigerung zum Vorjahrszeitraum von eifelweit 25,5 Prozent. Klaus Schäfer benennt Gründe: „In unseren Tourismusbüros wird in diesem Jahr vermehrt gebucht (+25,6%) aber die Gäste sind auch mehr digital unterwegs. Die Buchungen über unsere Internetseiten sind ebenso gestiegen (+38,74%) wie über die angeschlossen Buchungsportale, z.B. www.booking.com. (+47,45%). Außerdem ist die Nachfrage nach organisierten Pauschalen vor allem bei den Wandertouren entlang des Eifelsteigs und der Partnerwege ist gestiegen (+16,81%)“.

Touristische Investitionen

Der Tourismus in der Eifel hat Zukunft. Dies zeigt sich in hohen privaten Investitionen unter anderem des Center Parcs Park Eifel, dem Nürburgring und dem Augustiner Kloster in Hillesheim. Der Center Parcs Park Eifel ist in Rheinland-Pfalz der größte Tourismusbetrieb mit rund 300 Arbeitsplätzen. 68 Millionen hat der Park in seine umfangreichen Umbaumaßnahmen investiert. „Zehn Prozent der Übernachtungen in der gesamten Tourismusregion Eifel erfolgen im Center Parc Park Eifel“, erläuterte Julia Gieseking. Investiert hat auch das Augustiner Kloster in Hillesheim. Das 4-Sterne Hotel verfügt über 57 Zimmer, Konferenz- und Tagungsräume sowie einen Wellness- und Spa-Bereich. Für 2,2 Millionen Euro wurde das Hotel generalsaniert und ist seit April dieses Jahres wieder am Start.

Die Betreibergesellschaft des Nürburgrings investierte 11 Millionen Euro in den Ausbau der digitalen Infrastruktur entlang der einen Kilometer langen Nordschleife. Vor allem Privatfahrer auf den Touristenfahrten profitieren von diesen Investitionen. „Diese drei Beispiele zeigen das große privatwirtschaftliche Engagement in der Eifel“, sagte Gieseking. „Diese Investitionen sind die Basis für die hohe Qualität unserer Ausflugsziele und Beherbergungsbetriebe und damit eine Basis für zufriedenen Gäste“.

Länderförderprogramme in der Eifel

Seit dem Jahr 2019 hat die Geschäftsstelle der Eifel Tourismus GmbH insgesamt neun Förderprojekte bis zur Mitte des Jahres umgesetzt. Rund 2,5 Millionen Euro an Zuwendungen konnten in neue digitale Services und somit in die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Eifel investiert werden.

„Vor einer solchen Herausforderung hat die Geschäftsstelle der ET GmbH bislang noch nicht gestanden. Sie hat diese erfolgreich in enger Kooperation mit allen touristischen Partnern aus den Reihen der lokalen Tourismusorganisationen, den Schutzgebieten und Kreisen der Eifel meistern können. Wir bedanken uns auf diesem Weg für die Unterstützung bei den zuständigen Bewilligungsbehörden der jeweiligen Länder“, hob Aloysius Söhngen hervor.

Einen großen Stellenwert nehmen dabei die Corona Sonderförderungen der beiden Bundesländer NRW und RLP mit einem Volumen von insgesamt 1,52 Millionen Euro ein. Der Schwerpunkt der umgesetzten Maßnahmen lag auf der Digitalisierung.

Wirtschaftsstandort Eifel

„Die Eifel Tourismus GmbH ist heute mehr als eine Marketingorganisation – sie ist eine Destinationsmanagement-Organisation, welche die Akteure der Eifel vernetzt, die Potentiale der Region erkennt und kommuniziert“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Söhngen.

Ein Meilenstein war 2005 die Gründung der Zukunftsinitiative Eifel (ZIE), um nach dem Vorbild des Tourismus den Wirtschaftsstandort Eifel zu positionieren. Im Rahmen eines LEADER-Projektes im Zeitraum Oktober 2019 bis März 2023 konnte die Bekanntheit des Wirtschaftsstandortes Eifel erhöht werden. „Die Kommunikation zum Wirtschaftsstandort richtet sich an Menschen in den Lebensphasen Ausbildung, Beruf, Familie und Karriere sowie Selbständigkeit. Innerhalb des Projektes wurde von 214 Unternehmen in der deutschen und belgischen Eifel eine Reportage erstellt“, sagte Klaus Schäfer.

Veröffentlicht wurden die Reportage insbesondere über digitale Kommunikationskanäle. Begleitet wurden die Reportagen durch Beiträge in den Social-Media-Kanälen zum Wirtschaftsstandort Eifel in Facebook und Instagram. Das LEADER-Projekt ist zwar inzwischen abgeschlossen, aber die Kommunikationsarbeit für den Wirtschaftsstandort Eifel geht weiter. Die Schwerpunktthemen Digitalisierung, Fachkräfte, Klima und Nachhaltigkeit sowie Regionale Wertschöpfung stehen künftig auf der Agenda der Redakteure.

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Ahrtal-Mobil beim Rheinland-Pfalz-Tag

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Mit einem vollgepackten Ahrtal-Mobil präsentierte sich der Ahrtal-Tourismus vom 16. bis 18. Juni beim Rheinland-Pfalz-Tag in Bad Ems.  Das Ahrtal-Mobil mit vielen Informationen sowie Produkten aus der Ahrtal-Kollektion war im Bereich der Emser Therme platziert. „Wir haben einen guten Zuspruch erfahren. Viele Besucherinnen und Besucher haben sich darüber informiert, was im Ahrtal wieder möglich ist. Besonders beliebt waren die Themen Wandern, Radfahren und Camping“, so Meike Carll, Tourismus-Referentin beim Ahrtal-Tourismus. Es sei jedoch auch zu spüren gewesen, dass im Vergleich zum Rheinland-Pfalz-Tag im vergangenen Jahr in Mainz weniger Menschen unterwegs waren. „Dies mag allerdings auch teilweise an der großen Hitze gelegen haben“, so Carll weiter.

Am Stand zu Besuch war zum einen Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Zum anderen legte eine Abordnung der AKG Ahrweiler Karnevals-Gesellschaft 1863 e.V. mit Prinzessin Ingrid I. einen Stopp am Ahrtal-Mobil ein. Die AKG hatte gemeinsam mit dem Spielmannszug Ahrweiler sonntags am Festzug teilgenommen.

 

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Mehr als 110.000 Menschen feiern Heiligtumsfahrt in Aachen

Aachen – Zehn Tage, mehr als 140 Veranstaltungen, ein großes Fest: Das war die Wallfahrt 2023. Mit der Verschließung der Heiligtümer im Marienschrein endet die Aachener Heiligtumsfahrt 2023 am gestrigen Abend mit einer überaus positiven Bilanz: Mehr als 110.000 Besucherinnen und Besucher wurden in diesen zehn Tagen im Dom, auf dem Katschhof und an anderen Orten wie den Krankengottesdiensten in St. Jakob oder der Hofbühne gezählt. Von der morgendlichen Laudes um 7 Uhr bis hin zur nächtlichen Komplet um 22 Uhr gab es täglich ein volles Programm mit mehr als 140 Veranstaltungen und Angeboten.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagt Dompropst und Wallfahrtsleiter Rolf-Peter Cremer. „Bei kontinuierlich schönem Wetter haben mehr Menschen als erwartet unsere Einladung angenommen, in mittelalterliche Traditionen einzutauchen, in der Begegnung mit den Heiligtümern Neues zu entdecken und sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen. Mit dem Angebot von Kultur für unterschiedliche Interessens- und Altersgruppen konnten wir ein gemischteres Publikum ansprechen als bei bisherigen Heiligtumsfahrten. Mit der diesjährigen Wallfahrt wollten wir vermitteln, dass Kirche lebendig und einladend sein kann. Ich hoffe sehr, dass uns dies gelungen ist.“

Für Bischof Dr. Helmut Dieser war es die erste Heiligtumsfahrt, die er miterleben durfte. Auch er hebt in seinem Fazit die Vielfalt der Besucherinnen und Besucher hervor: „Wir haben betende, glaubende, Fragen stellende und feiernde Menschen gesehen auf der Suche nach dem, was ihnen das Heilige denn ist, wie man ihm auf die Spur kommt und wie man es für sein Dasein auf dieser Welt annehmen kann.“
Große Erleichterung bei Veranstaltungsmanagerin Nadine Braun, die ebenfalls ihre „Heifa-Premiere“ erlebte: „Alles super, das hätte ich mir nicht besser vorstellen können“, strahlt die 26-Jährige, die einräumt, zuvor so manche schlaflose Nacht gehabt zu haben. Ihre Tage starteten morgens um 8 Uhr mit dem Treffen des Koordinierungsgremiums, bei dem Absprachen mit Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt, Sanitäts- und Sicherheitsdienst und der ASEAG getroffen wurden. „Die Abläufe haben sich sehr schnell eingespielt, die Zusammenarbeit mit allen war hervorragend, es war ein komplettes und gut vernetztes Miteinander. Dadurch ließen sich die ein oder anderen kleineren Probleme schnell beheben“, hebt die junge Frau hervor.

Der besucherstärkste Tag war der Mittwoch, 14. Juni, mit knapp 15.000 Menschen, darunter 3000 Jungen und Mädchen, die zum Tag der Grundschulkinder gekommen waren. Beim Pilgergottesdienst am Samstag, 17. Juni, um 11 Uhr, standen die meisten Konzelebranten auf der Altarbühne (30). Insgesamt 3,5 Kilogramm Weihrauch wurden verbraucht.

Die weitesten Anreisen hatten 19 Pilger und Pilgerinnen aus Kolumbien (8933 km), 39 Pilgerinnen und Pilger aus Louisiana, USA (7919 km) und 59 Pilgerinnen und Pilger aus Ungarn (1265 km).
537 mit Ausweisen ausgestattete Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf, gaben an den Infopoints oder als „Läufer“ in der Stadt Auskunft und Hilfestellung, machten Dienst in der Pilgerraststätte, bewachten im Ehrendienst die Heiligtümer, bauten Stühle auf und wieder ab, halfen bei Versorgung und Logistik und packten überall da mit an, wo Hilfe nötig war. „Ihnen, aber auch allen anderen Beteiligten und Organisatoren, allen Sponsoren, Firmen, Dienstleistern und sonstigen Unterstützern gilt unser herzlicher Dank“, sagt Cremer.

Nun ist erst einmal Luftholen angesagt. Und dann nehmen Domkapitel und Bistum auch bald schon wieder Kurs auf die Heiligtumsfahrt 2028. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

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18. Raderlebnis-Sonntag „Südeifel Tour“ ein voller Erfolg

Bollendorf/Südeifel – Am vergangenen Sonntag fand nach corona-bedingter dreijähriger Pause wieder die Südeifel Tour statt. Der 18. Raderlebnissonntag in der Südeifel war ein voller Erfolg. Mehr als 8.000 Besucherinnen und Besucher von Klein bis Groß schwangen sich auf ihre Sattel und radelten auf 25 Kilometern zwischen Arzfeld, Neuerburg und Enzen durch das Enztal.

Schon kurz nach dem offiziellen Start um 10 Uhr herrschte reger Betrieb auf der Strecke. In den Ortsgemeinden Arzfeld, Zweifelsscheid, Neuerburg, Sinspelt, Mettendorf und Enzen wurde ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Das kulinarische Angebot konnte sich ebenfalls Sehen lassen: Cocktails, eifeltypische Gerichte wie Buchweizenknödel, Grillspezialitäten oder Reibekuchen, Bio-Grillkäse vom Ziegenhof Petra Elsen in Hommerdingen, Hamburger, selbstgemachtes Eis und natürlich selbstgebackener Kuchen lockte die Besucherinnen und Besucher an die einzelnen Stationen. Auch für die Kleinsten wurde mit Kinderschminken, Mitmach-Angeboten des Dinosaurierparks Teufelsschlucht, Hüpfburgen und Luftballonwettbewerb viel geboten. „Es ist sehr viel Arbeit, alle packen mit an und wir haben uns schon seit Wochen auf diesen Tag gefreut.“, sagt Manfred Reinard, Bürgermeister von Mettendorf. Die Anstrengungen aller Beteiligten wurden mit zufriedenen Radlerinnen und Radlern belohnt. „Beim Radfahren gibt es nahezu keine Altersgrenze und so ist toll, zu sehen, wie Jung und Alt hier gemeinsam unterwegs sind und Spaß haben.“, so Bruno Zwank, Geschäftsführer der Felsenland Südeifel Tourismus GmbH.

Viele Beteiligte haben dafür gesorgt, dass die Südeifel Tour ein voller Erfolg wurde. „Unser besonderer Dank gilt neben den Vereinen auch den Feuerwehren, Gemeindemitarbeitern, der Polizei und den DRK Ortsvereinen in Neuerburg und Arzfeld, die für Sicherheit entlang der Strecke sorgten. Besonders das ehrenamtliche Engagement ist großartig, denn nur gemeinsam lässt sich so ein Event auf die Beine stellen“, betont Anna Carina Krebs, Tourismusmanagerin der Felsenland Südeifel Tourismus GmbH, die zusammen mit der Verbandsgemeinde Südeifel die Südeifel Tour organisiert hat.

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„Wir brauchen Wasser, das bezahlbar ist“ appelliert Krewelshof-Eifel-Bauer Theo Bieger

Euskirchen/Mechernich-Obergartzem – Wasser in die Börde statt ins Meer – Das gereinigte Abwasser der Mechernicher Hochwald-Molkerei könnte helfen, Felder in der Zülpicher Börde zu bewässern – Kreis Euskirchen startet Machbarkeitsstudie mit Vorzeigecharakter in Nordrhein-Westfalen – Krewelshof-Bauer Theo Bieger und weitere Landwirte möchten Bewässerungsverband gründen.

„Wir brauchen Wasser, das bezahlbar ist“, appelliert Krewelshof-Bauer Theo Bieger mit Blick auf die trockenen Sommer der vergangenen Jahre. Seine Felder liegen zum Teil in, zum Teil angrenzend an die Zülpicher Börde, in deren Gebiet das Grundwasser inzwischen so in Anspruch genommen ist, dass für die Landwirtschaft keine neuen Brunnen mehr genehmigt (und häufig auch keine bestehenden Brunnen verlängert) werden können.

Aber: „Ohne Bewässerung geht es nicht“, weiß auch Achim Blindert, Allgemeiner Vertreter des Landrats im Kreis Euskirchen. In einer Machbarkeitsstudie mit Vorzeigecharakter für Nordrhein-Westfalen wird jetzt ein Verfahren geprüft, um Wasser aus industrieller Produktion in der Landwirtschaft wiederzuverwenden.

Die Idee: Das bei der Produktion der Hochwald-Molkerei in Mechernich-Obergartzem anfallende Wasser – derzeit rund 650.000 Kubikmeter pro Jahr – soll in Speicherbecken gesammelt und der umliegenden Landwirtschaft zur Bewässerung zur Verfügung gestellt werden. Seit rund drei Jahren beschäftigen sich die Kreisverwaltung und die Untere Wasserbehörde mit dem Projekt „Wasserwiederverwendung in der Zülpicher Börde“. Mitte April kam endlich der Förderbescheid des Landes über immerhin 80 Prozent der mit knapp 175.000 Euro zu Buche schlagenden Machbarkeitsstudie.

Leuchtturmprojekt

Es wäre ein echtes Leuchtturmprojekt. Der von den Landwirten im Projektgebiet gemeldete Bedarf liegt derzeit bei etwa 1,3 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr. Könnte das Wasser aus der Molkerei-Produktion gespeichert und in der Vegetationsperiode zur Bewässerung genutzt werden, könnte damit voraussichtlich rund die Hälfte des Bedarfes abgedeckt werden. Bei der Umstellung der konventionellen Trommelbewässerung auf eine wassersparende Unterflurbewässerung (ähnlich der Tröpfchenbewässerung, aber tiefer unter der Erde) könnte sogar noch eine bessere Bilanz erzielt werden.

Ein System, von dem auch Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick viel hält. Als Landwirt weiß er um die Problematik des knappen Wassers. „Wir liegen im Regenschatten der Eifel, die Niederschlagsmengen werden immer geringer und daher der Wettbewerb um das Wasser immer größer“, so Dr. Hans-Peter Schick. Nicht zuletzt als Verbandsvorsitzender des Erftverbands unterstützt er daher das Projekt zur Wasserwiederverwendung.

Denn bislang wird das Wasser der Molkerei in den Bleibach eingeleitet und fließt von dort ungenutzt ins Meer. „Dafür ist unser Wasser zu wertvoll“, findet Bauer Theo Bieger, der die beiden Krewelshöfe in Obergartzem und Lohmar betreibt und schon lange auf Nachhaltigkeit im Anbau von Obst und Gemüse setzt. Gemeinsam mit anderen Landwirten möchte er einen Bewässerungsverband gründen, der die Speicherung, Überwachung und Verteilung des Wassers übernimmt.

Auch die Hochwald Foods GmbH setzt auf ein nachhaltiges Wassermanagement: „Für uns schließt die Idee einen Kreislauf, der auf den Höfen unserer genossenschaftlichen Milchlieferanten beginnt. So führen wir das Wasser, das teilweise über die Landwirtschaft zu uns kommt, wieder zurück in die Natur“, erklärt Kathrin Lorenz, Leiterin der Unternehmenskommunikation. Als Genossenschaft habe Hochwald seit jeher eine effiziente Ressourcennutzung im Blick.

Lorenz: „In unseren Standorten setzen wir zahlreiche Maßnahmen um, die die wertvolle Ressource Wasser schonen. Wir nutzen zum Beispiel Brüdenwasser (das Wasser, das wir der Milch entzogen haben) als Brauchwasser (zum Beispiel für Kühlzwecke) und wir fangen das Nachspülwasser von Reinigungsprozessen auf und nutzen es als Vorspülwasser. Die Weiterverwendung von geklärtem Wasser in der Landwirtschaft wäre ein weitere, sehr sinnvolle Ergänzung für unser Ressourcenmanagement.“

Landwirte beteiligt

Bisher möchten sich etwa 15 Landwirte an dem Projekt der Euskirchener Kreisverwaltung beteiligen, welches vom Landesministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr auch unter Landesinteresse gestellt wurde. Weitere Landwirte haben bereits Interesse bekundet, weiß Klimawandelanpassungsmanagerin Saskia Gall-Röhrig vom Kreis Euskirchen. Sie betreut die Machbarkeitsstudie, die bis Ende des Jahres fertiggestellt werden soll.

Darin muss zunächst die Situation vor Ort betrachtet werden: Wie ist das Grundwasser aufgebaut? Welche Maßnahmen müssten getroffen werden, damit sich die Bedingungen des Einleitgewässers – also des Bleibachs – nicht verschlechtern? Eine wesentliche Fragestellung auch für Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Ebenso die Frage, welche Bewässerungsmethoden geeignet sind?

Ziel der Untersuchungen ist darüber hinaus sicherzustellen, dass durch die Ausbringung des gereinigten und zuvor industriell genutzten Wassers in keiner Weise die Trinkwasserqualität gefährdet wird. „Da es sich in diesem Fall um gereinigtes Abwasser aus der Lebensmittelproduktion handelt, ist das eine große Chance für uns“, sagt Achim Blindert mit Blick auf die Wasserqualität.

Grundlagenarbeit

Ähnliche Projekte wurden bereits in anderen deutschen Bundesländern umgesetzt. Etwa in Niedersachsen, wo das Prozesswasser einer Zuckerfabrik in Speicherbecken aufgefangen und für die landwirtschaftliche Bewässerung benutzt wird. Für Nordrhein-Westfalen wäre es das erste Projekt dieser Art. „Was wir hier jetzt leisten, ist Grundlagenarbeit, auf die man später auch bei der Betrachtung anderer Abwasserarten zurückgreifen kann“, betont Achim Blindert.

Zudem ist es ein wahres Großprojekt: zu den beteiligten Partnern gehören der Erftverband, die Landwirtschaftskammer, das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr und das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, die Bezirksregierung Köln sowie verschiedene Universitäten und Ingenieurbüros. In die Prozesse eingebunden sind außerdem natürlich die Landwirte, die Stadt Mechernich und die Stadt Zülpich. Ein erster Projekttag mit allen Beteiligten fand Mitte Mai beim Erftverband in Bergheim statt, wo die derzeitige Grund- und Oberflächengewässersituation und die Inhalte der Studie vorgestellt wurden.

Sollte die Machbarkeitsstudie im Laufe des Jahres zu einem positiven Ergebnis kommen, muss zunächst ein Risikomanagementplan erstellt werden, um Verunreinigungen des Grundwassers auszuschließen. Danach können sich die Landwirte zu einem Verband zusammenschließen und ein entsprechendes Bewässerungssystem bauen: Das Wasser muss in Speicherbecken gesammelt und über Rohrleitungen im gesamten Projektgebiet verteilt werden. „Dazu haben wir auch mögliche Förderprogramme des Landes und der Europäischen Union im Blick“, so Saskia Gall-Röhrig. In der Folge muss der Verband dann die Verantwortung dafür übernehmen, dass die Wasserqualität sichergestellt ist.

Europäische Verordnung

Was im Kreis Euskirchen jetzt anhand der Machbarkeitsstudie getestet wird, kommt einer Verordnung des Europäischen Rates und des Parlaments zuvor, die ab dem kommenden Juni gilt. Darin heißt es: „Die Fähigkeit der Union, dem zunehmenden Druck auf die Wasserressourcen zu begegnen, könnte durch eine umfassendere Wiederverwendung von behandeltem Abwasser verbessert werden.“

„Dieses Projekt ist von großer Bedeutung für die regionalen Landwirte, die angesichts der Grundwasserreduktion und der klimatischen Veränderungen neue Optionen brauchen, um ihre Felder weiterhin wirtschaftlich tragbar bewässern zu können“, fasst Saskia Gall-Röhrig zusammen. Achim Blindert ergänzt: „Gleichzeitig hilft eine solche Wasserverwendung unserer Trinkwasserversorgung, denn sie bewirkt, dass das Grundwasser weniger in Anspruch genommen wird.“

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„We AHR open“-Kampagne gewinnt German Brand Award – Ahrtal-Tourismus bei Preisverleihung in Berlin

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die „We AHR open“-Kampagne des Ahrtal-Tourismus ist mit dem German Brand Award ausgezeichnet worden. Der reichweitenstärkste deutsche Marketingpreis war im Winter auf die Kampagne aufmerksam geworden und hatte diese Anfang des Jahres nominiert. Jetzt hat Celina Tesche, Teamleiterin Presse/Marketing beim Ahrtal-Tourismus, zusammen mit Marc Ulrich von der Agentur Marketingflotte die Auszeichnung in Berlin entgegengenommen. Die We AHR open“ Kampagne wurde mit dem Titel „Winner“ in der Kategorie „Exellence in Brand Strategy and Creation“ gekürt, in der die stärksten Kampagnen, Konzepte und Strategien einzelner Fachdisziplinen prämiert werden.

Der German Brand Award würdigt jährlich Unternehmen, Agenturen, Dienstleister und Marketeers aus allen Branchen, aber auch nichtkommerzielle und staatliche Organisationen, die durch eine vorbildliche Markenführung, nachhaltige Kampagnen und außergewöhnliche Marketingprojekte aus dem Wettbewerb herausragen. Die Jury setzt sich zusammen aus unabhängigen, interdisziplinären Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Wissenschaft, Beratung, Dienstleistung und Agenturen.

Im Anschluss an die Preisverleihung erklärte Celina Tesche: „Der German Brand Award ist eine tolle Bestätigung, dass wir mit der We AHR open-Kampagne nicht nur regional den Nerv der Zeit treffen, sondern auch deutschlandweit für große Aufmerksamkeit sorgen.“ Denn nach der Flut 2021 sei vielerorts der Eindruck entstanden, das Ahrtal sei als touristische Region sowie als potenzieller Wohn- und Arbeitsort von der Bildfläche verschwunden. Eine innovative und auffällige Ansprache musste her, um den Menschen die entstandene Zurückhaltung zu nehmen und sie herzlich ins Ahrtal einladen. „Bei der Entwicklung der Kampagne war es wichtig, mit einer einfachen und klaren Botschaft an die Öffentlichkeit zu gehen“, erläutert Marc Ulrich. Entstanden ist eine Kampagne, die so nur das Ahrtal für sich beanspruchen kann. Der Slogan „We AHR open – Noch lange nicht fertig, aber offen und froh über deinen Besuch“ zeigt auf, dass das Ahrtal immer noch viel zu bieten und für Besucher da ist. Finanziert wird die Kampagne über das Förderprogramm ReStart III aus dem Corona-Sondervermögen des Landes Rheinland-Pfalz.