Region/Düsseldorf – Die Online-Abstimmung für den Publikumspreis im Rahmen des Engagementpreises NRW 2023 ist am 1. Oktober 2023 gestartet. Bis zum 31. Oktober 2023 können Bürgerinnen und Bürger auf dem Portal www.engagiert-in-nrw.de darüber abstimmen, welches der zwölf nominierten Projekte bürgerschaftlichen Engagements ihr Favorit ist und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet werden soll. Der Engagementpreis NRW 2023 steht unter dem Motto „Engagiert für Kunst und Kultur in NRW“. Die Preisträger des Publikumspreises und weiterer Kategorien werden am 4. Dezember 2023 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Düsseldorf bekannt gegeben.
„Alle zwölf Projekte sind beeindruckend. Sie enthalten viele tolle Ideen und Ansätze, Menschen für ein Engagement und den Einsatz für die gute Sache zu begeistern“, sagte Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen. Diese Projekte und die insgesamt eingegangenen Bewerbungen von Initiativen, Vereinen, Stiftungen und Netzwerken zeigen, wie vielfältig das Engagement in Nordrhein-Westfalen ist.
„Die Vielfalt und Qualität der ehrenamtlichen Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen begeistert mich. Diese Form des Engagements trägt – mit vielen innovativen Ideen und Konzepten – wesentlich dazu bei, unsere Quartiere, Dörfer und Städte künstlerisch und kulturell attraktiver zu machen. Gleichzeitig eröffnet sie Räume für ein soziales Miteinander und leistet einen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Dieses Engagement verdient gebührenden Dank und Anerkennung“, erklärte Staatssekretärin Andrea Milz.
Die Landesregierung hat den Engagementpreis NRW 2023 in Kooperation mit der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege ausgelobt. Neben dem Publikumspreis werden auch ein Jurypreis, ein Sonderpreis der NRW-Stiftung sowie ein Sonderpreis des Kulturministeriums vergeben. Die Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert.
Folgende zwölf Projekte sind für den Engagementpreis NRW 2023 nominiert:
Beliebter Treffpunkt: die Zufahrt der Nordschleife. Hier gibt es tolle Fahrzeuge zu sehen und auch die Möglichkeit, im "Devil´s Diner" einen Imbiss einzunehmen. Foto: Gruppe C Photography
Nürburg – Saisonfinale der Nürburgring Langstrecken-Serie (7. Oktober), extra langes Touristenfahrer-Wochenende bei den Green Hell Driving Days (30. September – 3. Oktober) und ein vielseitiges Angebot in den Herbstferien: Auch im Oktober dürfen sich Besucher auf ein abwechslungsreiches Programm in der Grünen Hölle freuen. Ausführliche Informationen zu allen Events gibt es online unter nuerburgring.de
Die Höhepunkte im Kurzportrait:
Green Hell Driving Days | 30. September bis 3. Oktober
Verlängertes Touristenfahrer-Wochenende auf der Nordschleife: Von Samstag, 30. September bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober öffnen sich die Schranken zu den schönsten 20,832 Kilometern der Welt gleich vier Tage am Stück. Von 8:00 bis 19:00 Uhr hat Jedermann die Möglichkeit, auf zwei oder vier Rädern die Grüne Hölle selbst zu erfahren. Das Guthaben kann ganz einfach online aufgeladen werden und nachdem man die Fahrordnung verinnerlicht hat, kann es auch schon los gehen mit dem Erlebnis Nordschleife. Neu ist dabei die Pitstop Area an der Tribüne T13. Seit einigen Wochen gibt es dort eine zusätzliche Möglichkeit, eine Pause einzulegen. Touristenfahrer können dort halten und haben zudem die Möglichkeit ihr Fahrzeug aufzutanken.
Saisonfinale Nürburgring Langstrecken-Serie | 7. Oktober
Wer wird Meister der Nürburgring Langstrecken-Serie 2023? Zwei Teams haben beim neunten und damit finalen Rennen des Jahres noch die Chance auf den Titel: der BMW 330i des Teams Adrenalin Motorsport und der Porsche Cayman GT4 von Sorg Rennsport. Gemeinsam mit rund 100 weiteren Rennautos gehen sie am Samstag, 7. Oktober, in ein 4-Stunden-Rennen auf der Kombination aus Sprintstrecke und Nordschleife. Das Qualifying startet um 8:30 Uhr, Rennbeginn ist um 12:00 Uhr. Tickets gibt es für 20 Euro. Diese beinhalten den Zugang zu den Tribünen, ins Fahrerlager und zu exklusiven Zuschauerzonen an der Nordschleife, in die Startaufstellung und sogar ins Motorsport-Erlebnismuseum ring°werk. Der Eintritt für Kinder bis 14 Jahre ist kostenfrei.
Herbstferien-Spaß am Nürburgring | 2. bis 27.Oktober
Ferientage am Nürburgring: Während der Herbstferien in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben die Freizeit-Attraktionen jeden Tag geöffnet – wetterunabhängig und familienfreundlich. Auf einer kleinen Grand-Prix-Strecke im ring°boulevard kann der Nachwuchs nun ebenfalls Gas geben – kostenfrei, mit Kett- oder Bobbycars. Das Motorsport-Erlebnismuseum ring°werk bietet darüber hinaus eine Mischung aus Freizeitattraktionen, lehrreichen Exponaten sowie atemberaubenden Rennwagen. Genau wie das ring°werk hat auch die ring°kartbahn in der Ferienzeit jeden Tag geöffnet. Darüber hinaus erlauben Backstage-Touren einen Blick hinter die Kulissen des Nürburgrings. Den filmreifen Abschluss eines Nürburgring-Besuchs bereitet das ring°kino. Übrigens, wer unter dem Hashtag #HeartRace sein Erlebnis in den sozialen Medien teilt, hat im Oktober noch die Möglichkeit, attraktive Preise zu gewinnen.
European TimeAttack Masters & Tuning Saisonabschluss | 22. Oktober
Ein letztes Zusammentreffen der Tuningszene, bevor traditionell Ende Oktober viele Liebhaberfahrzeuge in den Winterschlaf geschickt werden. Seit einigen Jahren hat sich der Tuning Saisonabschluss im Fahrerlager der Grand-Prix-Strecke etabliert. Während Besucher dort zwischen Benzingesprächen, Drifteinlagen sowie Show-and-Shine-Contest schwelgen, wird auch auf der Strecke ordentlich Gas gegeben. Beim Finale des European TimeAttack Masters treten Fahrer aus ganz Europa gegen die Uhr an – in faszinierenden, besonders PS-starken Fahrzeugen. Tickets kosten 20 Euro, der Eintritt für Kinder bis 14 Jahre ist kostenfrei.
Weitere Rennsport-Action im Oktober
Auch darüber hinaus ist der Motorsport-Kalender im Oktober prall gefüllt: Mit dem Nürburgring Drift-Cup (7. und 8. Oktober) in der Müllenbachschleife, der ADAC Westfalen Trophy (13. bis 15. Oktober) auf der Grand-Prix-Strecke sowie gleich zwei Läufen der Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) und dazugehöriger Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) auf der Nordschleife (8. und 29. Oktober) ist den gesamten Monat über immer etwas geboten. Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen sowie zu den Ticketangeboten gibt es online unter nuerburgring.de
Preisverleihung in der Kreissparkasse Vulkaneifel in Daun: (v.l.n.r.): Dietmar Pitzen, Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse Vulkaneifel; Judith Klassmann-Laux, Geschäftsführerin der WFG Vulkaneifel mbH; Julia Gieseking, Landrätin des Landkreises Vulkaneifel; Julia Pitzen, Christopher Cramer; Katharina Schnieder; Stephan Alt, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Vulkaneifel. Foto: Kreissparkasse Vulkaneifel/Alois Manstein.
Daun – In diesem Jahr waren es insgesamt sieben Einreichungen, die ins Rennen gingen um den „FunkenSprüher“: Eine schulische Facharbeit, vier Bachelor- und zwei Masterarbeiten. Am vergangenen Mittwoch, 27. September wurde der Preis bereits zum achten Mal vergeben.
Die Preisverleihung fand in der Kreissparkasse Vulkaneifel in Daun statt. Die Themen der eingereichten Arbeiten reichten vom Social Media Marketing für touristische Regionen, über Glaubwürdigkeit als CSR-Erfolgsfaktor (Corporate Social Responsibility) bis hin zur Analyse des Potenzials von AR (Augmented Reality) und VR (Virtual Reality) im globalen, industriellen Umfeld eines mittelständischen Unternehmens aus der Region.
Leider konnten an diesem Abend nicht alle Einreicherinnen und Einreicher in Daun mit dabei sein. So erfolgte die Vorstellung der Arbeiten zum Teil via Video.
„Durchwachsene Silphie – eine vielversprechende Energiepflanze?“
Studentische Arbeiten
Preis (750 Euro)
Julia Pitzen, TechniSat Digital GmbH, Daun
„Glaubwürdigkeit als CSR-Erfolgsfaktor: Die Weiterentwicklung der Markenidentität als Grundlage für die strategische Neuausrichtung im Mittelstand“ (Bachelorarbeit)
Preis (750 Euro)
Martin Gerten, FELUWA Pumpen GmbH, Mürlenbach und Hochschule Trier
„Analyse des Potenzials von AR und VR im globalen, industriellen Umfeld der FELUWA Pumpen GmbH“ (Bachelorarbeit)
Preis (150 Euro)
Amelie Sophie Hastedt, Universität Trier
„Eine GIS-basierte Analyse der Nutzung von Freizeitapps und deren Einfluss auf Ökosysteme“ (Bachelorarbeit)
Aufgrund zweier herausragender Einreichungen hat sich die Jury in diesem Jahr dazu entschieden, anstelle eines zweiten Preises den ersten Preis in der Kategorie „Studentische Einreichungen“ zweimal zu vergeben.
Mit dem Abschlussarbeitenpreis „FunkenSprüher“ prämiert die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel mbH (WFG) seit 2016 gemeinsam mit den drei Kreditinstituten im Landkreis Vulkaneifel – der Kreissparkasse Vulkaneifel, der Volksbank Eifel eG und der VR Bank RheinAhrEifel eG – schulische und studentische Arbeiten, die sich mit wirtschaftsrelevanten Themen aus dem Landkreis Vulkaneifel beschäftigen oder deren Ergebnisse einem Unternehmen oder einer Institution aus unserer Region zu Gute kommen.
„Uns als Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel ist es ein großes Anliegen, junge Menschen dazu zu motivieren, sich mit ihrer Heimat und den hiesigen Unternehmen auseinanderzusetzen. Dabei ist uns der ‚FunkenSprüher‘ eine Hilfe“ sagt Judith Klassmann-Laux, Geschäftsführerin der WFG Vulkaneifel. „Oft ist das Verfassen einer Bachelor- oder Masterarbeit, zumal dann, wenn es im Rahmen des dualen Studiums geschieht, der Einstieg in die Karriere bei einem Unternehmen in der Region. Das beweisen unzählige Beispiele aus dem hiesigen Mittelstand“ ergänzt Dietmar Pitzen, Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse Vulkaneifel, die den Preis in diesem Jahr unterstützt und u.a. die Preisgelder zur Verfügung gestellt hat.
Beim Abschlussarbeitenpreis eingereicht werden können Facharbeiten, besondere Lernleistungen, Semester-, Bachelor-, Master- und Examensarbeiten sowie Dissertationen, bei denen der Funke in die Vulkaneifel überspringt. Einreichungen sind ab sofort möglich mit Einreichungsfrist bis zum 31. Mai 2024.
Absolute Schwindelfreiheit ist ein Muss: Die Aachener Höhenretter kommen im Notfall an die abgelegensten Stellen, um Menschen zu helfen. Foto: Stadt Aachen / Stefan Herrmann
Aachen – 50 Meter in die Tiefe – Spektakuläre Szenerie, ernster Hintergrund: Regelmäßig geht es für die 26 Mitglieder der Spezialrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr hoch hinaus, damit im Einsatzfall jeder Handgriff sitzt. Der spektakuläre Ausblick interessiert Alexander Hoffmann in diesem Moment keine Sekunde. Hoch über ihm genießen Touristen die wunderschöne Szenerie, stehen auf der Urfttalsperre im Nationalpark Eifel und lassen die Blicke schweifen.
Übungseinsatz an der Urfttalsperre: die Spezialrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Aachen mit (v.l.) Johannes Ortmann, Alexander Hoffmann, Jörg Reinartz, Lukas Gronostaj, Vera Klein, Stefan Bock, Christian Beek, Marcus Göbel und Miguel Mendes. Foto: Stadt Aachen / Stefan Herrmann
Sie sehen das glitzernde Wasser der Stauseen, in der Ferne die ehemalige Ordensburg Vogelsang, die noch grünen Waldhänge an diesem späten Septembertag. Idylle pur. Doch dann bleiben auch die Blicke der Ausflügler tief unten an der Staumauer haften. Dort – gut 20 Meter unter ihnen – hängt Hoffmann in der Wand. Roter Overall, roter Helm, ein vor Karabinern klimperndes Kletterset am Körper und mit Seilen gesichert. Der Höhenretter stabilisiert eine Rettungstrage, auf der eine nach einem Absturz verletzte Person liegt. Er spricht beruhigend auf sie ein, blickt zwischendurch konzentriert nach oben. Dort ziehen seine Kollegen der Spezialrettungsgruppe (SRG) der Aachener Berufsfeuerwehr die Trage mit einer Seilwinde langsam hinauf. Jeder Handgriff sitzt. Dann ist es geschafft. Die Mission, die eine Übung war, endet.
„Gartenarbeit“ in der Vertikalen
Christian Beek sieht zufrieden aus, als er mit seiner an diesem Tag achtköpfigen Einheit Richtung Ausflugslokal führt, das direkt an der Staumauer liegt. Nach der gelungenen Rettung gibt’s erstmal Currywurst mit Pommes. „Danach gehen wir auf der anderen Seite der Mauer runter und nehmen die Gartenschere mit“, sagt der stellvertretende Leiter der Aachener Höhenretter, wie die SRG gerne kurz und knapp genannt wird. Eine Gartenschere? „Ja, wir trainieren das Abfahren und Aufsteigen im Seil – und erledigen nebenbei für den Wasserverband ein wenig Grünschnitt als Übung für die technische Hilfeleistung unter beschwerten Bedingungen“, erklärt Beek mit einem Schmunzeln. Das sei gelebte Tradition. Zweimal pro Jahr übt die Feuerwehr Aachen hier. Der Wasserverband Eifel-Rur betreibt die gigantische Staumauer. Rund 60 Meter hoch ragt sie vom Obersee aus in den Himmel, wurde zwischen 1900 und 1905 erbaut. Genau auf der Seite, zum Obersee hin, wuchern immer wieder Pflanzen und sogar kleine Bäume aus dem Mauerwerk. Und so schwingen sich Beek und seine Kollegen – darunter mit Feuerwehrfrau Vera Klein auch eine Höhenretterin – am Nachmittag noch einmal 50 Meter in die Tiefe und befreien die Urfttal von Unkraut. „Es heißt zwar allgemein oftmals Höhenrettung, aber eigentlich nennt man das, was wir tun, Spezialrettung“, macht Beek deutlich. Und zum ganz speziellen Einsatzumfang kann dann an der Eifeler Staumauer halt auch einmal die Gartenschere gehören.
40 Mal pro Jahr rücken die Spezialretter aus
Nicht alle Berufsfeuerwehren verfügen über solch eine Sondereinheit. Neben Aachen gibt es auch in Köln, Düsseldorf und Mönchengladbach Spezialisten, die dann zum Einsatz rollen, wenn absolute Schwindelfreiheit gefragt ist. Die Einsatzliste der Aachener Höhenretter ist durchweg beeindruckend: Sie waren dabei, als im Jahr 2017 in Köln 65 Personen aus den Gondeln hoch über dem Rhein befreit werden mussten. „Das war ein wirklich besonderer Tag. Tausende Menschen beobachteten bei schönstem Wetter den Einsatz vom Ufer aus. Jedes Mal, wenn eine Person gerettet wurde, brandete Applaus auf“, erinnert sich Beek, der seit 2012 zur Aachener Spezialrettungsgruppe gehört. 1996 wurde sie als Sondereinheit der Berufsfeuerwehr ins Leben gerufen, umfasst derzeit insgesamt 26 Mitglieder und rekrutiert sich aus den unterschiedlichsten Schichten und Diensten der Berufsfeuerwehr Aachen. Rund 40 Mal rückt der Trupp pro Jahr aus – bei verletzten Personen auf den großen Tagebaubaggern, bei in tiefe Schächte gestürzte Bauarbeitern, bei verunglückten Mountainbikern, die in steilen und nur schwer zugänglichen Hanglagen liegen. Im vergangenen Jahr war eine Wanderin bei Kornelimünster oberhalb des Indetals einen steilen Felshang hinabgestürzt und musste gerettet werden. Nach der Flutkatastrophe 2021 retteten Christian Beek und seine Kollegen eine Person aus einem stark einsturzgefährdeten Haus in Eschweiler. „Ein intensiver Einsatz, der auch uns Profiretter in eine gefährliche Situation führte.“ Alles ging gut – zum Glück.
Und auch die Adipösen-Rettung gehört mittlerweile zur Einsatzroutine. Wenn schwer übergewichtige Menschen aus höher gelegenen Wohnungen bei medizinischen Notfällen nur noch durch das Fenster hinaustransportiert werden können, rückt die SRG an. Zehn Mal pro Jahr kommt die Einheit dann tatsächlich vor Ort zum Einsatz, wenn tatsächlich nur noch ausgewiesene Kletterexpertise hilft. Kommt es zu solchen Notfällen, ist perfekte Teamarbeit das A und O. Die bis zu 200 Meter langen Seile müssen sicher geschnürt und befestigt werden. Karabiner angelegt, Stütz- und Seilwinden-Konstruktionen errichtet werden. „Innerhalb eines Höhenretter-Trupps vertraut man sich blind. Während der eine das Seil sichert, steigt der andere in die Tiefe und legt in diesem Moment sein Leben in die Hand des Kollegen, um in Not geratenen Menschen helfen zu können“, erläutert Beek. Dafür und damit alle Abläufe reibungslos funktionieren, müssen die Spezialretter ein intensives Trainingspensum absolvieren. 72 Stunden pro Jahr wird geübt – auf bis zu 150 Meter hohen Windrädern, auf Aachener Hochhäusern wie den Studierendentürmen und dem Drehturm Belvedere am Lousberg – oder eben an der imposanten Staumauer in der Eifel. Trotz des ernsten Trainingshintergrunds darf dennoch auch bei den Höhenrettern zwischendurch einmal der Blick in die Ferne schweifen. „Klar, das gehört dazu. Auch wir genießen kurz die Aussicht bei solch einer tollen Szenerie wie hier an der Urfttalsperre“, sagt Beek. Aber eben nur kurz, dann richtet sich der Fokus wieder auf die schweißtreibende Übungsarbeit.
Spezialmaterial kommt zum Einsatz
Rund sechs Stunden trainieren die neun Feuerwehrleute um Alexander Hoffmann und Vera Klein an diesem Tag. Mehrfach klettern sie die Mauer herab und herauf, installieren den mit mehreren Seilen gesicherten sogenannten „Zweibaum“ – ein kleines Gerüst, über das per Seilwinde später die Trage samt verletzter Person in die Höhe gezogen wird. „All unsere System sind redundant“, betont Beek. Anders ausgedrückt: Doppelt hält besser. Selbst wenn ein Sicherungssystem versagt, ein Seil reißen sollte, wäre stets noch ein zweites vorhanden.
Wer den Höhenretterinnen und -rettern bei ihrer Kletterarbeit in die Augen blickt, sieht direkt das Funkeln darin. „Diesen Job machen bei uns alle mit sehr viel Leidenschaft. Die Kameradschaft untereinander ist wirklich besonders“, beschreibt Beek den Spirit im Team. Vera Klein bringt es an diesem Nachmittag in ihrer eigenen Art auf den Punkt. Während sie nach dem kräftezehrenden Staumauer-Einsatz gemeinsam den Kollegen das Equipment im große roten Feuerwehr-Lkw verstaut, blickt sie auf die Uhr und meint: „Schön, dann kann ich ja gleich noch zum Klettern in die Halle fahren.“
Weitere Infos:
Die Feuerwehr Aachen sucht regelmäßig erfahrene Kolleg*innen, Auszubildende und Quereinsteiger*innen. Die Brandmeisteranwärter*innen-Lehrgänge starten jeweils im April und im Oktober. Wenn Sie sportlich sind und anderen Menschen helfen wollen, bringen Sie schon die wichtigsten Voraussetzungen für die Arbeit bei der Feuerwehr und im Rettungsdienst mit. Ein kühler Kopf und Einfühlungsvermögen helfen im Einsatz. Leistungsbereitschaft, mutiges und verantwortungsbewusstes Handeln, psychische Belastbarkeit, sowie der Spaß am Umgang mit modernen technischen Geräten und die Bereitschaft zum Schichtdienst sind weitere wichtige Voraussetzungen. Eine schnelle Auffassungsgabe und Spaß bei der engen Zusammenarbeit im Team runden das Profil ab, um perfekt auf einen Job oder eine Ausbildungsstelle bei der Feuerwehr Aachen zu passen.
Weitere Infos zur Spezialrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Aachen gibt es online unter www.aachen.de/feuerwehr unter „Ausbildung / Lehrgänge / Seminare“.
DER VHS-Kurs „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen“ fand im Dojo des JJC-Mendig in der Vulkanstraße statt. Foto: Birgit Schlemper
Mendig – Gewalt gegen Frauen ist vielfältig: Egal, ob am Arbeitsplatz oder in der Freizeit selbstbewusste und ausgebildete Frauen wissen, wie man sich schützen kann. In einem Kurs der VHS Mendig mit Birgit Schlemper, Trainerin im JJC Mendig für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Ju-Jutsu (Selbstverteidigung), konnten Frauen – ab 16 Jahren – jetzt lernen, sich zu wehren, mit Ihren Ängsten anders umzugehen, eigene Stärken zu erleben und diese einzusetzen – und das alles ausgelegt für Frauen jeden Alters
Der Kurs gliederte sich in drei Schwerpunkte: Prävention, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Im Präventionsteil ging es rund um Informationen zum Thema Gewalt gegen Frauen und das Erkennen und Einschätzen von Gefahrensituationen. Im Segment Selbstbehauptung standen der Einsatz von Körpersprache, Gestik, Mimik und Stimme sowie Übungen und Rollenspiele im Vordergrund. Final ging es bei der Selbstverteidigung, um das Erlernen von effektiven Techniken zur Abwehr von Angriffen, den Einsatz von alltäglichen Gegenständen zur Selbstverteidigung, Verletzungspunkte am menschlichen Körper sowie Entspannungsübungen.
Insgesamt bereits 750 Kinder haben durch das Projekt „AHR-Kids“ und dank Unterstützung der Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler einen Schwimmkurs absolvieren können. Foto: AHR-Foto – Hans-Jürgen Vollrath
Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die AHR-Kids haben mit Unterstützung der DLRG-Ortsgruppe Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler in den vergangenen 18 Monaten 750 Kindern im Landkreis Ahrweiler das Schwimmen beigebracht. Das ursprüngliche Ziel des auf fünf Jahre angelegten Projektes war es, 1.000 Kindern den kostenlosen Zugang zu einem Schwimmkurs zu ermöglichen. Dieses Zeitziel konnte nun weit übertroffen werden.
„Das Projekt wird von den Kindern im Kreis Ahrweiler bestens angenommen. Der nächste Schwimmkurs ist bereits ausgebucht und es liegen zahlreiche weitere Anfragen vor“, resümiert Paul Nett, der das Projekt im Jahr 2021 mit seiner Ehefrau Ulrike ins Leben gerufen hat, und führt weiter aus: „Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zum Schwimmen zu bewegen und ihnen die oftmals nach der Flutkatastrophe vorhandene Angst vor Wasser zu nehmen“.
Die Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler unterstützt das Projekt der AHR-Kids für drei Jahre mit einem Volumen von insgesamt 120.000 €. „Durch diese Mittel war es möglich, dass neben dem Kursangebot am Calvarienberg Ahrweiler auch ein Kursangebot in Remagen unter Einbindung der örtlichen DLRG-Gruppe geschaffen werden konnte. Darüber hinaus denken wir über verschiedene Möglichkeiten der Projekterweiterung nach“, fasst Paul Nett die bisherigen Bemühungen zusammen.
„Wir freuen uns, unseren Beitrag zum Erhalt der Schwimmkultur leisten zu können. Gerade in jungen Jahren ist Schwimmen lernen und der Kontakt zu Wasser von großer Bedeutung, daher freut es uns umso mehr, dass wir solch ein tolles Projekt unterstützen können“, freut sich Achim Gemein, Vorstand der Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler, über die Zusammenarbeit mit den „AHR-Kids“.
(v.r.n.l) Esther Weirauch (Fachbereich Klima und Umwelt, Stadt Aachen) hat zusammen mit Guido Herschbach (Aachener Stadtbetrieb), Erzieherin Jessica Kray und Mitwirkenden der Initiative „Besonders glücklich“ die ersten Kommunikationstafeln auf sieben Aachener Spielplätzen angebracht. Foto: Stadt Aachen / Lena Hoof
Aachen – „Gibst du mir das Sandspielzeug?“ „Ich brauche ein Pflaster.“ Das sind Aussagen, die auf Spielplätzen zu hören sind. Kindern, die nicht sprechen können, fällt es oft schwer, solche Bedürfnisse zu äußern. Hier sollen neue Kommunikationstafeln auf den städtischen Spielplätzen der Stadt Aachen in Zukunft Abhilfe schaffen. Auf Kinderhöhe an Zäunen aufgehängt, dienen die Tafeln mit Symbolen als hilfreicher Übersetzer beim Besuch auf dem Spielplatz.
Barrierefreiheit auch für Kommunikation
„Das Thema Barrierefreiheit ist mittlerweile eine Auflage für neue Spielplätze. Grundsätzlich denken wir immer an das ganze Spektrum von rollstuhlgerecht bis blind. Die Kommunikationstafeln ergänzen dieses Angebot durch eine einfache Maßnahme, die wir kostengünstig umsetzen können“, erläutert Esther Weirauch von der Abteilung Umweltvorsorgeplanung und Grünplanung im Fachbereich Klima und Umwelt der Stadt Aachen. Sie fand die Symboltafeln zum ersten Mal über die sozialen Medien: „Ich bin über einen Instagram-Account auf diese Tafeln aufmerksam geworden. Auf dem Account ging es besonders um Autismus. In den Kommentaren äußerte eine Followerin den Wunsch, dass diese Tafeln auch auf Aachener Spielplätzen umgesetzt werden. Darüber kam ich das erste Mal in Kontakt mit einer Erzieherin aus Aachen“, erzählt Weirauch.
Unterstützung auf dem Spielplatz
Diese Erzieherin war Jessica Kray. Sie arbeitet in einer städtischen integrativen Kindertagesstätte (KiTa) und kennt die Problematik aus ihrem Alltag: „Viele Kinder mit körperlicher Beeinträchtigung oder Autismus können nicht mit Lauten kommunizieren oder nicht so, dass andere verstehen, was sie meinen. Für diese Kinder sind Kommunikationstafeln eine Möglichkeit zur Teilhabe. Wir arbeiten in Kindertagesstätten häufig mit Metacom-Symbolen“, erläutert sie.
Die sogenannten Metacom-Symbole auf den Kommunikationstafeln, sind ein besonders klarer und leicht verständlicher Bilderwortschatz. Viele Eltern von nonverbalen Kindern, Therapeut*innen, integrativ arbeitende Tagesmütter und KiTas greifen auf diese Symbole zurück. Nur wenige Familien verfügen allerdings über elektronische Geräte, die mit den Metacom-Symbolen ausgestattet sind, zum Beispiel kleine Tablets. Die Kommunikationstafeln der Stadt Aachen unterstützen Kinder und Eltern auf dem Spielplatz.
Umsetzung der Idee
Die Initiative „Besonders glücklich, Von Eltern für Eltern – mit besonderen Kindern“ setzt sich für Familien mit Kindern mit seltenen Erkrankungen und komplexen Mehrfachbehinderungen ein und half bei der Umsetzung der Idee durch die Auswahl geeigneter Spielplätze. Bevorzugte Orte waren Plätze mit integrativen Spielgeräten, auf denen sich viele Familien aufhalten. Die einfache Befestigung der Schilder vor Ort, zum Beispiel an einem schon vorhandenen Zaun, war ebenfalls ein Auswahlkriterium.
Sarah Rodenbusch, Mitwirkende in der Initiative und Mutter, benutzte die Symbole ebenfalls mit ihrer Tochter, die in den ersten drei Jahren noch nicht sprechen konnte. Sie hat keine Bedenken, dass die Tafeln von Kindern nicht verstanden werden: „Kinder gehen mit diesen Symbolen ganz unverkrampft und selbstverständlich um. Sie brauchen keine Erklärung und probieren es einfach aus“, erzählt sie aus ihrer eigenen Erfahrung. „In den ersten drei Jahren haben wir viel mit unterstützter Kommunikation gearbeitet. Da hätten uns solche Tafeln geholfen. Diese Schilder sind deshalb ein wertvoller Baustein“, sagt Rodenbusch. Ein positiver Nebeneffekt: Auch sehr viele zugewanderte Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, können die Tafeln zur Verständigung nutzen.
An diesen Plätzen gibt es Kommunikationstafeln
An sieben Spielplätzen hängen nun die ersten Kommunikationstafeln: Alter Tivoli, im Kaiser-Friedrich-Park, im Kennedypark, Luisenstraße, Passstraße, Schillerstraße sowie im Suermondtpark. Für die einzelnen Spielplätze gestaltete der Autismusverlag auch individuelle Symbole, passend zu den Spielgeräten vor Ort. Sofern die Schilder gut angenommen werden, sollen sie beim Bau neuer Spielplätze ebenfalls angebracht werden.
Wer eine Rückmeldung zu den Tafeln geben möchte, kann das per Mail an die folgende Adresse tun: spielplatz@mail.aachen.de.
Ladestopp an der intelligenten Straßenlaterne „Im Ruhrfeld“, von links: die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Bürgermeister Holger Jung, Lydia Bauer, Kommunalbetreuerin des Kommunalen Partnermanagements bei Westenergie, und Ralf Nitsche von der Netzplanung bei Westenergie. Foto:
Stadt Meckenheim
Meckenheim – Intelligente Straßenbeleuchtung lädt gleichzeitig Elektroautos auf – Die Stadt Meckenheim ist smarter geworden. Möglich machen das vier neue intelligente Straßenlaternen, die das Energieunternehmen Westenergie und die Stadt Meckenheim in Betrieb genommen haben. Zwei dieser neuartigen Laternen befinden sich am Parkplatz an der Godesberger Straße, Höhe Bushaltestelle Merl Schleife, eine „Im Ruhrfeld“ 16 und eine am Jungholzweg 20. Die intelligente Straßenbeleuchtung in Meckenheim spendet nicht nur Licht, sondern dient auch als standortnaher Ladepunkt (eCharger) für Elektroautos.
Gemeinsam mit Lydia Bauer, Kommunalbetreuerin des Kommunalen Partnermanagements bei Westenergie, und der städtischen Mobilitätsmanagerin Liena Humke übergab Bürgermeister Holger Jung die Laternen offiziell ihrer Bestimmung. „Mit den intelligenten Straßenlaternen, den sogenannten Smart Poles, weiten wir unsere Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge weiter aus und bedienen damit die Nachfrage unserer Bürgerinnen und Bürger nach öffentlichen E-Ladestationen“, freute sich Holger Jung über den nächsten Baustein. „Zudem sind die Laternen mit energieeffizienten LED-Leuchtmitteln ausgestattet, sodass wir gleichzeitig einen Beitrag für den Klimaschutz und damit einen Mehrwert für unsere Stadt leisten“, so der Bürgermeister, der sich beim Energieversorger für die gute Zusammenarbeit bedankt
Lydia Bauer erläuterte: „Intelligente Straßenlaternen sind Multitalente. Sie sind ein hervorragendes Beispiel dafür, welche neuen Möglichkeiten uns die Digitalisierung heute und in Zukunft für die Infrastruktur geben wird. Mit den intelligenten Straßenbeleuchtungen erleichtern wir das Leben der Bürgerinnen und Bürger und stiften ihnen einen echten Mehrwert.“
Das Energieunternehmen bietet diese innovative Technologie den Städten und Kommunen mit dem Versprechen an, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Die modernen Straßenleuchten bringen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und urbane Mobilität in den öffentlichen Raum. Die integrierten eCharger für E-Autos bieten zudem eine Lösung für den raschen Ausbau von Ladepunkten in Städten.
Auf ihrem diesjährigen Weg zur Muttergottes mit der Lilie pflanzten die Krekeler am „Scheerkreuz“ bei Hoffeld eine kleine Rotbuche. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress
Kall-Krekel – Krekeler Barweiler-Pilger pflanzten als Mahnung für mehr Klimaschutz unterwegs eine junge Rotbuche – Obwohl es die Barweiler-Pilgerbruderschaft Krekel bei Kall in der Aachener Bistumsregion Eifel bereits seit fast 300 Jahren gibt, gehen die Wallfahrer mit der Zeit. Auf ihrem diesjährigen Weg zur Muttergottes mit der Lilie pflanzten die Krekeler am „Scheerkreuz“ bei Hoffeld eine Rotbuche. Und zwar getreu dem Motto des diesjährigen Caritas-Sonntages „Klimaschutz, der allen nutzt“.
Das teilte Brudermeister Ulrich Fähse der „KirchenZeitung“ für das Bistum Aachen mit. In einem Aufruf zur Wallfahrt hatte er geschrieben, dass man mit der Fußwallfahrt nicht nur Bitten, sondern auch Dank zur „Königin des Friedens“ tragen wolle: „Die Wallfahrt findet am Caritas-Sonntag statt, der dieses Jahr unter dem Motto steht »Für Klimaschutz, der allen nutzt«. Dies werden wir verbinden, indem wir besonders für die Bewahrung der Schöpfung und der sozialen Gerechtigkeit beten…“
Wie Herbert Radermacher, der frühere Kaller Bürgermeister und einer der zwölf diesjährigen Mitpilger, ergänzt, wird die 1726 erstmals erwähnte Barweiler-Pilgerbruderschaft 2026 300 Jahre alt. Pfarrer Dr. Rainer Justen begrüßte die Wallfahrer aus der Gemeinde Kall, die mit ihrem eintägigen Fußweg nach Barweiler wie Maria dem Ruf Gottes gefolgt seien.
„Schuld auf uns genommen“
Unterwegs meditierten die Pilger über Schuld, Eingeständnis und Vergebung. Dabei sei es auch um jene Schuld gegangen, so Ulrich Fähse, „die wir als westliche Zivilisation durch unseren Konsum und die Verschmutzung der Umwelt auf uns genommen haben“. Die gepflanzte Rotbuche solle nicht nur ein Symbol für den Klimaschutz sein, sondern auch ein Anlaufpunkt für kommende Wallfahrten.
Außerdem drücke das Bäumchen die Verbundenheit der Krekeler Pfarrgemeinde mit Hoffeld aus. Rainer Klein aus dem Ort bei Barweiler habe sich für die Pflege des jungen Bäumchens bereit erklärt. Fähse: „Andere Pilgergruppen waren von der Idee so angetan, dass sie nächstes Jahr ebenfalls Bäume pflanzen wollen.“
Einige Kinder aus Hoffeld pilgerten mit den Krekelern die letzten Kilometer bis zur Wallfahrtskirche Barweiler. Viele „Autopilger“ aus der Heimat erwarteten die zwölf Fußpilger bereits zum Gottesdienst, den Heimatpfarrer Pater Wieslaw Kaczor SDS von Steinfeld hielt.
Region/Koblenz – Den Landesbestenpreis haben die 68 besten Absolventen aus Handwerk, Industrie, Handel und Landwirtschaft von der rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt verliehen bekommen. Darunter sind 18 Preisträger aus dem Bezirk der Handwerkskammer (HwK) Koblenz. Mit dem Preis würdigen das Wirtschaftsministerium, die Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern und die Landwirtschaftskammer hervorragende Leistungen der Jahrgangsbesten in den Gewerken oder Fachrichtungen aus Meister- und Fortbildungsprüfungen.
„Sie gehören zu den Besten Ihres Jahrgangs in Ihrer jeweiligen Fachrichtung – und das in ganz Rheinland-Pfalz. Das ist eine großartige Leistung, für die ich Ihnen meinen Respekt ausdrücke und auf die Sie alle sehr stolz sein können“, lobte Ministerin Schmitt bei der Feierstunde im Kulturzentrum Mainz. „Ihre Entscheidung, den Weg der beruflichen Bildung einzuschlagen und sich fortzubilden, hat eine Vorbildfunktion für kommende Generationen.“ Daniela Schmitt hob die Zusammenarbeit von Kammern, Unternehmen und Politik hervor und betonte, wie wichtig Weiterbildung für die Fachkräftesicherung ist. „Sie alle helfen mit Ihrem beruflichen Engagement und Fachwissen, Rheinland-Pfalz auch in Zukunft innovativ, wettbewerbsfähig und nachhaltig zu gestalten. Unser Land braucht engagierte Fach- und Führungskräfte wie Sie – auch als Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Botschafterinnen und Botschafter Ihrer Berufe.“
Weiterbildung sei auch für die großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse von herausragender Bedeutung – etwa bei der energetischen Gebäudesanierung: „Mit der Kampagne ,Klimahandwerk‘ machen wir beispielsweise auf die exzellenten Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in einer Branche aufmerksam, die jungen Menschen die Chance bietet, mit ihrer täglichen Arbeit die Zukunft unserer Gesellschaft zu gestalten.“ Rund 80 qualifizierte Meister- und Fortbildungsabschlüsse bieten die Kammern. Laut Deutschem Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen sind Abschlüsse der beruflichen Aufstiegsfortbildung dem akademischen Bachelor-Abschluss gleichgestellt.
Informationen: www.landesbestenpreis-rlp.de
Folgende Teilnehmer, die ihre Fortbildung oder Meisterprüfung im Bezirk der Handwerkskammer Koblenz abgeschlossen haben, wurden mit dem Landesbestenpreis ausgezeichnet:
Augenoptikermeisterin Judith Faißt (Stuttgart)
Dachdeckermeister Peter Dinkelbach (Asbach)
Elektrotechnikermeister Daniel Zavelberg (Hönningen)
Fliesen-, Platten- und Mosaiklegermeister Janik Skruth (Bonn)
Friseurmeisterin Nadja Hennig (Sessenbach)
Gerüstbauermeister Marcel Schmid (Neu-Ulm)
Installateur- und Heizungsbauermeister Jan Henrik Thorn (Altendiez)
Karosserie- und Fahrzeugbauermeister Michael Helfen (Kenn)
Klempnermeister Philipp Bräuninger (Olzheim)
Konditormeisterin Charlotte Sterzik (Köln)
Land- und Baumaschinenmechatronikermeister Michel Hilger (Bassenheim)
Maler- und Lackierermeister Rami Djemili (Raubach)
Maßschneidermeisterin Nadja Bach (Hünfeld)
Maurer- und Betonbauermeister Moritz Haupt (Singhofen)
Metallbauermeister Dominik Krämer (Kelberg)
Stuckateurmeister Mirko Dietrich (Bärenbach)
Tischlermeister Till Klein (Hamm)
Geprüfter Polier Kai Kraaz (St. Katharinen)
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