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Rotkreuzlerin Simone Heiliger aus Zülpich spendete Knochenmark für einen Patienten in England

Mechernich-Roggendorf/Kall, 20.10.2020 – Es ist bereits 18 Jahre her, dass die Hilfsgruppe Eifel im Jahr 2002 in Mechernich eine große Typisierungsaktion für zwei an Leukämie erkrankte Menschen aus dem Zülpicher Stadtgebiet veranstaltet hat. 1100 Männer und Frauen unterzogen sich an diesem Tag in der Aula der Hauptschule im Sande einen Bluttest.

Darunter war auch Simone Heiliger, eine junge Frau aus Zülpich, die sich jetzt aufgrund ihrer damaligen Typisierung als Lebensretterin bewähren konnte und für einen Patienten aus England Stammzellen gespendet hat.

Beim jüngsten Monatstreffen der Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder in Roggendorf war das Ehepaar Heiliger, das seit Jahren zu den treuen Unterstützern der Hilfsgruppe zählt, zu Gast. Simone Heiliger berichtete über die lange Zeit zwischen der Typisierung vor 18 Jahren und der jetzt erfolgten Knochenmarkspende.

18 Jahre vergingen

1080 Milliliter Knochenmark seien ihr in der Klinik im Kölner Mediapark aus dem Beckenkamm entnommen und sofort nach England gebracht worden, erzählte die Römerstädterin, die beim Roten Kreuz im Kreis Euskirchen beschäftigt ist. Sie würde es jederzeit wieder machen, so Simone Heiliger.

Den Empfänger würde sie gerne persönlich kennenlernen, wenn die mehrjährige Sperrfrist vorbei ist und er überlebt, worauf die Zülpicherin inständig hofft. Die Mitglieder der Hilfsgruppe applaudierten.

Der Lückerather Hilfsgruppensprecher Willi Greuel berichtete, dass die Hilfsgruppe Eifel seit 1992 mit der Deutschen Knochenmarkspender-Datei (DKMS) elf Typisierungsaktionen durchgeführt und finanziert hat. Über 24.000 Eifeler seien dabei typisiert und in die weltweite Spenderdatei aufgenommen worden.

355 von 24.000 spendeten

Von ihnen hätten bislang bereits über 350 Stammzellen Stammzellen gespendet – und zwar für Patienten in der ganzen Welt. Simone Heiliger sei die 355. Echtspenderin aus den Eifeler Hilfsgruppen-Aktionen. Greuel: „Eine Zahl, die uns stolz macht“. Viele Freundschaften zwischen Spendern und Empfängern seien entstanden.

Wenn auch das Spendenaufkommen in den vergangenen Monaten durch die Corona-Pandemie stark zurückgegangen sei, so verfüge die Hilfsgruppe doch über eine Rücklage für den Fall, dass eine weitere Typisierungsaktion für einen Leukämiekranken aus der Eifel akut erforderlich werden sollte, so Willi Greuel.

In Kall sei aktuell ein Kind an Leukämie erkrankt. Sollte in absehbarer Zeit ein Stammzellenspender gesucht werden müssen, stehe die Hilfsgruppe bereit, um eine weitere Typisierungsaktion zu organisieren. Greuel: „Am Geld darf so etwas nicht scheitern“.

100.000 Euro weniger Spenden

Allein durch ausgefalle Großveranstaltungen wie zum Beispiel die Oldienacht, das Familienfest und das Lorbacher Oktoberfest sowie zahlreiche Konzerte von Vereinen zugunsten der Hilfsgruppe summiere sich der Ausfall an Spenden bislang auf mehr als 100.000 Euro. Dennoch könne die Hilfsgruppe ihren festen Verpflichtungen gegenüber drei Förderschulen in Kall, Schleiden und Euskirchen, sowie zwei integrativen Kindergärten in Kall und Mechernich nachkommen.

Leider habe die seit vielen Jahren von der Hilfsgruppe finanzierte Ferienfreizeit der Kaller St. Nikolausschule an der Nordsee wegen der Corona-Krise 2020 gar nicht stattfinden können.

Dank einer großen Spende der Tischlerinnungen Euskirchen und Düren-Jülich sei das Spendenaufkommen im September mit insgesamt 24.700 Euro gegenüber den Vormontagen relativ hoch gewesen. Das bisherige Gesamt-Spendenaufkommen im Jahr 2020 bezifferte Greuel auf insgesamt 134.000 Euro. Seit der Gründung im Jahr 1992 habe die Eifeler Bevölkerung der Hilfsgruppe Spendengelder von insgesamt 7,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Statt Fest 1000 Euro für die Hilfsgruppe

Beim Monatsstammtisch in Roggendorf werden Spendengelder traditionsgemäß persönlich übergeben, so auch diesmal. Das Ehepaar Danilo und Petra De Cesero aus Kall überreichte einen Umschlag mit 1000 Euro. Das Ehepaar betreibt in Kall das Eiscafé Cortina, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Geschäftsjubiläum hätte feiern können.

Das Fest fiel wegen Corona ins Wasser, weshalb sich Danilo De Cesero für die 1000-Euro-Spende an die Hilfsgruppe entschied.

Einen Betrag von 550 Euro übergab die Katzveyer Ortsvorsteherin Pia Benz an Kathi Greuel. Benz, die selbst aktives Mitglied der Hilfsgruppe Eifel ist, hatte Corona-Schutzmasken genäht, und diese zugunsten der Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder verkauft.

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Landrat Eibes appeliert an Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Wittlich, 20.10.2020 – Seit nunmehr 7 Monaten beeinflusst die Corona-Pandemie unser Leben. War der Beginn der Pandemie von Ängsten und herben Einschnitten geprägt, entspannte sich die Situation insbesondere in den Sommermonaten auch aufgrund fallender Infektionszahlen zusehends. Seit einigen Tagen ist allerdings ein deutlicher Anstieg der nachgewiesenen Infektionen festzustellen – auch in unserem Landkreis. Innerhalb kürzester Zeit stieg die 7-Tages-Inzidenz auf über 57,8 Fälle/100.000 Einwohner und somit in einen kritischen Bereich.

Ist das ein Grund zur Panik? Sicherlich nicht. Allerdings macht der Anstieg der Fallzahlen uns mehr als deutlich, dass Sorglosigkeit aktuell nicht angebracht ist. Die Pandemie ist nach wie vor existent und wird uns die kommenden Monate weiter beschäftigen, auch wenn wir über den Sommer hinweg vielleicht schon einen anderen Eindruck gewinnen konnten. Auch liegt dem jüngsten Anstieg der Fälle ein „diffuses“ Infektionsgeschehen innerhalb des Landkreises. Es gibt nicht den einen Corona-Hotspot (sinngemäß: Brennpunkt) oder Superspreader (deutsch: Superverbreiter), auf den man das gesamte Infektionsgeschehen zurückführen kann. Vielmehr verteilen sich die Positivfälle mit unterschiedlicher Gewichtung flächig über das gesamte Kreisgebiet.

Unser aller Ziel muss es daher sein, uns so zu verhalten, dass die Weiterverbreitung des Virus eingedämmt wird. Denn wir sind uns einig: Keiner von uns will einen zweiten Lockdown mit all seinen Folgen erleben. Deswegen appelliere ich an Sie: Behandeln Sie die wiedererlangten Freiheiten und Lockerungen als kostbares Gut, das es zu schützen gilt. Zu schützen, indem Sie einen konkreten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Beachten Sie die AHA-Regeln, die da lauten: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen. Achten Sie in Herbst und Winter, wenn wir uns vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten, auch auf das regelmäßige Lüften und meiden Sie größere Menschenansammlungen.

Bitte haben Sie auch Verständnis für die Maßnahmen, auf die sich die Taskforce unter Beachtung des Corona-Warn- und Aktionsplans Rheinland-Pfalz verständigt haben. Helfen Sie mit, dass es bei dieser begrenzten Zahl an Maßnahmen bleibt und beweisen Sie insbesondere bei privaten Feierlichkeiten Eigenverantwortung, auch wenn sie in den eigenen vier Wänden stattfinden und vielleicht keiner hinschaut.

Im Vertrauen darauf, dass wir Bernkastel-Wittlicher auch diese Phase der Pandemie gut meistern werden, lassen Sie uns gemeinsam die vor uns liegenden Wochen angehen. Beweisen wir, dass wir in der Lage sind, den Virus wie in den vergangenen Monaten durch die konsequente Einhaltung der verschiedenen Regeln und Maßnahmen wirkungsvoll zu bekämpfen und die Dynamik des Infektionsgeschehens zu bremsen.

Ich bedanke mich bereits schon jetzt für Ihr Verständnis und Ihr Engagement.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat

Gregor Eibes

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Atemlose Spannung beim „Mord(s)vergnügen“ in Nideggen

Nideggen, 20.10.2020 – Trotz Corona-Schutzvorgaben war auch die achte Auflage der Kriminacht auf Burg Nideggen wieder ein „Mord(s)vergnügen“ für die Besucher. Der in tiefem rot angestrahlte Bergfried, umgeben von Feuerschalen, Fackeln, Lichtern und Laternen, wirkte schaurig-schön. Musikalisch untermalt wurde das Bild vom Trio „A la Via“. Zwei Krimiautoren und eine Performance-Künstlerin hatte das Burgenmuseum Nideggen und sein Förderverein zur Lesung eingeladen.

Der in Dortmund geborene Journalist und Autor Jan-Christoph Nüse las aus seinem neuen Politthriller „Vier Tage im Juni“. Das tat er im Outfit der 1960er Jahre, denn seine Geschichte rankt sich um die Deutschlandreise John F. Kennedys im Juni 1963. Nationale Geheimdienste und der Secret Service konkurrieren um den bestmöglichen Schutz des amerikanischen Präsidenten, wobei im Hintergrund die Attentatsplanung kriegstraumatisierter Täter ihren Lauf nimmt. Aber auch andere Kräfte machen dem Sicherheitsteam das Leben schwer. Autor Nüse schafft in seinem Roman ein wunderbares Zusammenspiel aus journalistischer Profession und spannender Fiktion. Während seiner Lesung hätte man eine Stecknadel fallen hören.

Autor Peter Jackob und die Performance-Künstlerin Corinna Ramona präsentierten eine Symbiose aus Lesung und Pantomime. Der Literaturwissenschaftler Dr. Peter Jackob schuf vor elf Jahren die Reihe um den meist schlecht gelaunte Hauptkommisar Schack Bekker, der in der Mainzer Altstadt ermittelt. Dabei begegnet er originellen und skurrilen Figuren. Peter Jackob bot ein Potpourri seiner Krimireihe, und Corinna Ramona schlüpfte pantomimisch in Sekundenschnelle in die Rolle der Gestalten.

Am Büchertisch signierten die Autoren abschließend ihre Romane.

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Sankt-Matthias-Bruderschaft Kommern holte pandemiebedingt abgesagte Frühlings-wallfahrt im Oktober nach

Mechernich-Kommern/Trier, 20.10.2020 – Corona hat die St.-Matthias-Bruderschaft Kommern nicht stoppen können, mit der eine stattliche Anzahl Gläubige rund um den ganzen Bleiberg seit 40 Jahren zum Apostelgrab nach Trier pilgern.


Zwar fiel die geplante Mehr-Tages-Prozession zur Hauptpilgerzeit zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten Pandemie-bedingt ins Wasser. Dafür holten 19 Wallfahrer den Vier-Tages-Marsch von St. Severin in Kommern nach St. Matthias in Trier jetzt zur so genannten „kleinen Oktav“ im Oktober nach.

Am ersten Pilgertag zählte die Bruderschaft unterwegs sogar 22 Fußwallfahrer. Drei Tagespilger waren dabei. Vier betrug die Anzahl der Jubilare im Jahr des 40-jährigen Bestehens der „SMB“ (Sankt-Matthias-Bruderschaft) Kommern: Bert Schallenberg absolvierte seine fünfte, Brudermeisterin Karin Pilzecker ihre zehnte und Beate Nöthen und Oswin Heinemann ihre 20. Fußwallfahrt zum einzigen Apostelgrab nördlich der Alpen.

Ohne Orgel eingezogen

Der Weg führt seit 1987 über Ripsdorf, Kopp und Burg Ramstein an die Mosel, berichtet SMB-Chronist Frank Weiermann: „Vor der Basilika in Trier wurden wir von Bruder Athanasius empfangen. Er führte uns in die Basilika ohne das gewohnte triumphale »Großer Gott, wie loben Dich« von der Orgel. Wir sangen a Kapella… es war anders, aber genauso ergreifend.“

Die Kommerner Bruderschaft war 1980 gegründet worden. Karl-Günther Fuß leitete die Bruderschaft als Brudermeister ununterbrochen bis 2016. Seit 2016 hat Karin Pilzecker den Brudermeisterstab im Griff. Ursprünglich war für den Nationalfeiertag, 3. Oktober, ein Jubiläumsfest vorgesehen. Weiermann: „Durch Corona mussten wir dieses leider absagen.“

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1500 Euro aus dem Spendenprogramm „evm-Ehrensache“ gehen an zwei Chöre der Verbandsgemeinde Kelberg

Kelberg, 20.10.2020 –  Über insgesamt 1500 Euro aus der „evm-Ehrensache“ dürfen sich gleich zwei Chöre aus der Verbandsgemeinde Kelberg freuen. Mit ihrem Spendenprogramm unterstützt die Energieversorgung Mittelrhein (evm) jedes Jahr Vereine und Institutionen aus der Region, wenn es um kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte geht.

Am Donnerstag, 15. Oktober, übergab Berthold Nick, Leiter der kommunalen Betreuung Verbandsgemeinden bei der evm, den Spendenbetrag gemeinsam mit Johannes Saxler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kelberg, an die begünstigten Vereine. „Seit Jahren legen evm und die Verwaltung gemeinsam fest, welche gemeinnützigen Vereine im jeweiligen Jahr die Spenden erhalten“, erklärt Johannes Saxler. „Wir freuen uns, dass wir das Engagement mit der Spende der evm weiter unterstützen können.“ Jeweils 750 Euro gehen in diesem Jahr an den Männergesangverein Concordia Bodenbach 1887 e.V. und die Chorgemeinschaft Bongard e.V.

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Unternehmen der WEIG-Gruppe gewinnen mit innovativer Einweg-Maske beim European Carton Excellence Award 2020

Mayen, 20.10.2020 – Sie werden mit steigenden Corona-Infektionszahlen noch wichtiger: Mund-Nasen-Masken zum Schutz vor Tröpfchen und Aerosolen. Doch der millionenfache Einsatz führt auch zu einem hohen Müllaufkommen, das sich nicht recyceln lässt.

Um eine umweltgerechte Alternative zu bieten, haben die Unternehmen WEIG-Packaging und WEIG-Karton eine Einweg-Mund-Nasen-Bedeckung entwickelt, die aus Recyclingkarton und Filterpapier besteht. Diese kann ungetrennt über das Altpapier entsorgt und dem Papierrecycling zugeführt werden.
Die Innovation wurde nun offiziell ausgezeichnet – als Preisträger beim European Carton Excellence Award 2020, Europas bedeutendstem Wettbewerb für Kartonverpackungen. Er wird jährlich von den Verbänden Pro Carton und der European Carton Makers Association (ECMA) verliehen, die die europäische Karton- und Faltschachtelindustrie vertreten. Um die begehrte Auszeichnung zu ergattern, reichen Kartonhersteller, Verarbeiter und Designer ihre kreativsten und erfolgreichsten Ideen ein.

Die Mundschutz-Lösung der WEIG-Gruppe wurde in diesem Jahr Sieger in der Kategorie „General Packaging, Recycled Fibre“ (Verpackung allgemein, Recycelte Faser). Offizielle Preisträger sind WEIG-Packaging als Verarbeiter und WEIG-Karton als Kartonlieferant. Die Jury lobte vor allem das gelungene Design, die einfache Handhabung und das umweltfreundliche Konzept.

Das clevere Konzept stammt aus der Verpackungsentwicklung von WEIG-Packaging in Emskirchen. „Wir wollen einen Beitrag zur Corona-Bekämpfung leisten und gleichzeitig unsere Kompetenz in den Bereichen Recycling und Karton einbringen“, erklärt Vertriebsleiter Ronny Bruchmann.

Die Einweg-Mund-Nasen-Bedeckung besteht aus Karton und einem Filterpapier als Einlage. Das Papier verringert die Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen des Trägers. Es ist für den direkten Lebensmittelkontakt zugelassen, kann also bedenkenlos getragen werden. Die Maske eignet sich für jede Kopfgröße, da sie an den Ohröffnungen angepasst werden kann. Der besondere Clou: Das Produkt kann von WEIG-Packaging individuell bedruckt werden – Unternehmen haben also die Möglichkeit, es als Werbefläche zu verwenden.

Als Zielgruppe sieht die WEIG-Gruppe vor allem Unternehmen und Organisationen, die die Mundschutz-Lösung Kunden, Besuchern oder Mitgliedern zur Verfügung stellen wollen. Erster Verwender ist die Großbäckerei Kuchenmeister im westfälischen Soest, ein internationaler Anbieter von Fertigkuchen, Baumkuchen und Christstollen.

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Wirtschaft

IT-HAUS GmbH zählt zu Deutschlands besten Ausbildern 2020

Föhren, 20.10.2020 – Das Wirtschaftsmagazin CAPITAL hat zusammen mit der Talentplattform Ausbildung.de und den Personalmarketing-Experten von TERRITORY EMBRACE die besten Ausbildungsstätten in Deutschland ermittelt.

Dazu musste IT-HAUS einen Fragenkatalog mit mehr als 90 Fragen rund um das Thema Ausbildung und deren Betreuung beantworten. Teilnehmen konnten Unternehmen, die mindestens fünf Auszubildende oder drei duale Studenten beschäftigen. Rund 660 Unternehmen nahmen an der Ausbilderstudie teil.

Insgesamt wurden fünf Kriterien mit folgenden Fragestellungen genauer beurteilt:

Betreuung: Werden die Ausbilder vom Betrieb unterstützt? Ist eine Betreuung der Ausbilder durch genügend qualifiziertes Personal gewährleistet? Erhalten Auszubildende ein regelmäßiges Feedback?

Lernen im Betrieb: Können verschiedene Lernmethoden genutzt werden? Dienen die Tätigkeiten im Betrieb dem Lernerfolg und repräsentieren den gewählten Beruf? Gibt es Unterstützungsangebote?

Erfolgschancen: Gibt es Möglichkeiten der Übernahme oder auch Weiterbildungsmöglichkeiten nach Beendigung der Ausbildung? Gibt es ein angemessenes Ausbildungs- und Einstiegsgehalt?

Digitalisierung: Werden Medien- und Digitalisierungsthemen vermittelt, digitale Lehrmethoden genutzt und neue Technologien und moderne Arbeitsmethoden verwendet?

Ausbildungsmarketing: Gibt es eine Strategie und ein ausgewiesenes Budget für das Ausbildungsmarketing? Bestehen Onboarding-Maßnahmen bereits vor Beginn der Ausbildung? Und werden Benefits angeboten?

In den Bereichen Betreuung, Erfolgschancen und Digitalisierung und Innovation erhielt IT-HAUS die volle Punktzahl. Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen: In der Kategorie Ausbildung gehört das Unternehmen mit 4 von 5 möglichen Sternen zu den ausgezeichneten Ausbildungsbetrieben und verfehlte die vollen fünf Sterne nur um einen Bewertungspunkt.

Die IT-HAUS GmbH beschäftigt derzeit insgesamt 36 Auszubildende in verschiedenen kaufmännischen und technischen Bereichen. Auch im nächsten Jahr sucht das Föhrener Systemhaus wieder Auszubildende in folgenden Berufen: Fachinformatiker Anwendungsentwicklung (m/w/d), Fachinformatiker Systemintegration (m/w/d), Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d), IT-Systemelektroniker (m/w/d), Kaufmann/frau für Groß- und Außenhandelsmanagement (m/w/d), Kaufmann/frau für IT-System-Management (m/w/d).

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MdB Peter Bleser besucht Regionalzentrum Rauschermühle in Saffig

Saffig, 20.10.2020 – Über das Erreichen der deutschen Klimaziele, die Zukunft der Energieversorgung in Rheinland-Pfalz und das Energiewende-Projekt Schwarmspeicher Cochem-Zell haben sich Peter Bleser, Mitglied des Deutschen Bundestages sowie des Ausschusses für Wirtschaft und Energie, und Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, am vergangenen Donnerstag ausgetauscht. Während Peter Blesers Besuch im Regionalzentrum Rauschermühle wurde Katherina Reiche vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Situation per Videokonferenz zugeschaltet. Peter Bleser nutzte die Gelegenheit zudem, um sich nach dem Gespräch das Ausbildungszentrum in Plaidt anzuschauen.

Besuch im Aus- und Weiterbildungszentrum (v. l.): Dr. Lothar Oelert (Westenergie AG, Kommunales Partnermanagement, Leiter Region Rheinland-Pfalz), Thomas Hau (Westenergie AG, Kommunales Partnermanagement), Peter Bleser (Mitglied des Deutschen Bundestages), Martin Schmidt (Westnetz GmbH, Ausbilder), Fabian Vocktmann (Westenergie AG, Kommunales Partnermanagement, Regionalmanager Region Rauschermühle), Jan Bruhn (Westnetz GmbH, Leiter Aus- und Weiterbildungszentrum Plaidt). Foto: Westenergie

„Unsere Klimaschutzziele haben wir vertraglich mit dem Pariser Abkommen, im Koalitionsvertrag und im Klimaschutzprogramm festgeschrieben. Bis 2050 wollen wir klimaneutral sein. Das heißt, dass auch unsere Wirtschaft bis dahin weitgehend dekarbonisiert sein muss. Dafür müssen wir unsere Energieversorgung vom Kopf auf die Füße stellen – von einer zentralen zu einer dezentralen Energieversorgung“, sagte Peter Bleser während des Treffens in Saffig.

„Für die mit uns verbundenen Kommunen in Rheinland-Pfalz sind wir ein starker und verlässlicher Partner. Das ist Teil unserer DNA“, betonte Katherina Reiche. „Stadt und Land gehören für uns zusammen, wir vernetzen sie daher miteinander. Denn: Energieerzeugung findet immer dezentraler und immer stärker im ländlichen Raum statt. Hier ist Platz für große Windparks und Solaranlagen, bei gleichzeitig geringerem Verbrauch. Entsprechend muss der Stromüberschuss gespeichert oder in die Städte transportiert werden. Und das tun wir. Mit unserer dezentralen Aufstellung können wir den Herausforderungen der Energiewende optimal begegnen“, so die Vorstandsvorsitzende der Westenergie. In Rheinland-Pfalz sind derzeit rund 38.000 Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien an das Verteilnetz der Westnetz, 100-prozentige Tochtergesellschaft der Westenergie, angeschlossen – Tendenz steigend.

Beispiel für eine dezentrale Energieversorgung ist das Forschungsprojekt „Multimodaler Schwarmspeicher Cochem-Zell“. In dem mehrjährigen Projekt haben der Landkreis Cochem-Zell und Westenergie gezeigt, wie die in Privathaushalten durch Photovoltaik erzeugte Energie auf intelligente Weise gespeichert und für die Region nutzbar gemacht werden kann. Durch die Zusammenschaltung vieler einzelner Batterien in den teilnehmenden Projekthaushalten ist eine virtuelle Großbatterie, ein so genannter Schwarmspeicher, entstanden.

Beim Besuch des benachbarten Ausbildungszentrums in Plaidt erfuhr Peter Bleser, dass Westnetz, der Verteilnetzbetreiber der Westenergie, am Standort zurzeit 61 junge Menschen in den Berufen Elektroniker und Elektronikerin für Betriebstechnik, Industriekaufmann und Industriekauffrau sowie im dualen Studium Elektrotechnik ausbildet.

Das Regionalzentrum Rauschermühle verantwortet Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb der Energieverteilnetze sowie der Glasfaserversorgungen in den Landkreisen Ahrweiler, Cochem-Zell, Mayen-Koblenz und in der Vulkaneifel. Am Standort in Saffig sind rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das von Westnetz betriebene Stromnetz misst rund 9.400 km und umfasst rund 138.000 Strom-Hausanschlüsse, das Breitbandnetz hat eine Länge von rund 1.000 km. Darüber hinaus ist das Regionalzentrum für ein 1.350 km langes Straßenbeleuchtungsnetz in 160 Gemeinden zuständig.

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Abschluss mit Bestnote – Sven Tausch ist Top-Azubi im Bezirk der IHK Aachen

Euskirchen, 20.10.2020  – „Als ich mich beim Roten Kreuz im Kreis Euskirchen beworben habe, hat mich zum einen das positive, menschliche Image angesprochen. Zum anderen ist das DRK ein großes Unternehmen, in dem ich beruflich viel Potential für mich gesehen habe“, sagt Sven Tausch. Der 27-Jährige aus Urft hat seine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement gerade mit Bestnote „sehr gut“ abgeschlossen – und gehört damit zu den Top-Azubis im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen.

Sven Tausch (vorne, 2.v.l., hier beim Ausbildungsbeginn 2017) ist bereits der zweite Auszubildende in der Verwaltung des Roten Kreuzes, der es unter die Top-Azubis im Bezirk der IHK Aachen geschafft hat. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker ist voll des Lobes: „Dass Sven zu den Top-Azubis zählt, überrascht mich nicht wirklich: Er war von Anfang an sehr interessiert und überdurchschnittlich aufnahmefähig. Außerdem hat er sich regelmäßig mit seinen guten Kenntnissen im EDV-Bereich eingebracht.“

Sven Tausch hat hohe Ansprüche an sich selbst: „Wenn man sich gut mit etwas identifizieren und eine Leidenschaft für das entwickeln kann, was man macht, dann hat man auch die Motivation, sich hinzusetzen und zu lernen.“ Gleichzeitig fühlte er sich beim Roten Kreuz gut durch die Ausbildung begleitet: „Man ist hier auf meine persönlichen Bedürfnisse eingegangen und ich musste auch keine Angst haben, Fehler zu machen.“

So überrascht es nicht, dass er zu den „besonders geeigneten und motivierten Mitarbeitern“ zählt, die vom Roten Kreuz die Möglichkeit bekommen, ein berufsbegleitendes Studium zu absolvieren. Zum Sommersemester soll es schon losgehen: Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen. Parallel arbeitet er weiter in der Personalverwaltung und Finanzbuchhaltung.

Das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen bildet zurzeit rund 50 junge Menschen aus: Notfallsanitäter/in (6), Kaufmann/frau für Büromanagement (2), Fachinformatiker/in (2), Erzieher/in (32) sowie acht Studenten im dualen Studiengang. Als attraktiver Ausbildungsbetrieb tritt das Rote Kreuz so dem demografischen Wandel entgegen, um künftig Positionen im Unternehmen mit intern ausgebildeten Kräften besetzen zu können.

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Tourismus

Erfolgsgeschichte Blumenrather Heide trägt Früchte

Virneburg/Kreis MYK, 20.10.2020 – Wo vor 10 Jahren weitgehend Wildwuchs herrschte, hat sich nun wieder die heidetypische Fauna und Flora etabliert und beachtlich entwickelt. Dass die östlich von Virneburg gelegene Blumenrather Heide ebenso wie alle anderen Heidegebiete zu einzigartigen und erfolgreichen Naturschutzgroßprojekten geworden sind, ist unter anderem der wichtigen Basisarbeit durch die Biotopbetreuung des Landes und das LIFE-Projekt „Schutz und Pflege von Wacholder der Osteifel“ zu verdanken. Die Fortführung des erfolgreichen Naturschutzprojektes hat der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) in den vergangenen Jahren mit dem Ökokonto „Blumenrather Heide“ ermöglicht. „Ohne die Zusammenarbeit mit dem LBM wäre das so nicht gelungen“, lobte Landrat Dr. Alexander Saftig jüngst bei einem Ortstermin und zeigte sich hocherfreut, dass dieses erfolgreiche Projekt fortgesetzt wird.

Seit 2011 hat die Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz im Rahmen einer Ökokontoregelung mit dem Landesbetrieb Mobilität die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen der Heide übernommen. Zu dieser Vereinbarung ist es bereits kurz nach der Stiftungsgründung gekommen und beinhaltet das Ökokonto „Wacholderheiden“ in den Bereichen der Blumenrather Heide und auf dem Schafberg bei Virneburg. Dabei wurde direkt eine große Fläche gesichert, die zwischenzeitlich größer ist als 15 Hektar. „Das war für alle Pionierarbeit“, betont der Landrat.

Damals fehlte es an Nachwuchs, kleine Wacholderpflanzen waren eine enorme Rarität und mussten besonders geschützt werden. Die Heidekrautbestände waren stark überaltert, viele seltene Tier- und Pflanzenarten kamen nur noch sehr kleinflächig und in Restbeständen vor. Diese Bild hat sich nun durch die kontinuierlichen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen entscheidend gewandelt: Die Zahl der „Babywacholder“ übersteigt nun fast schon die Tausend im gesamten Gebiet, auch in der Blumenrather Heide tauchen bereits die ersten Jungpflanzen auf. Das Heidekraut kommt nun in flächigen und vitalen Beständen vor, selbst ehemals seltene Pflanzenarten wie das unscheinbare Borstgras, Küchenschelle oder auch Arnika breiten sich aus beziehungsweise werden im Gesamtgebiet gezielt gefördert. Der Ginster als Störenfried geht kontinuierlich zurück, wird aber in den Randbereichen als heidetypische Pflanze erhalten.

Übertroffen wird diese positive Entwicklung nur noch bei den Tierarten: An seltenen Vogelarten kommen unter anderem die Heidelerche, der Neuntöter und der Baumpieper in den Heiden vor. In diesem Jahr hat in der Blumenrather Heide zum ersten Mal die Heidelerche erfolgreich gebrütet und mit großer Wahrscheinlichkeit drei bis vier Jungtiere großgezogen. Kaum zu überschauen sind die zahlreichen seltenen und gefährdeten Insektenarten in der Blumenrather Heide, darunter Heuschrecken, Schmetterlinge und Käfer.