Wir erwarten verantwortliches Handeln und es ist traurig und beschämend, wenn dies nicht geschieht“, betont der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper. Grafik: Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau
Region/Koblenz, 11.11.2020 – Die Dürre der letzten Jahre, die Afrikanische Schweinepest in Brandenburg und Sachsen, stetig steigende Auflagen und ein preisdrückender Lebensmitteleinzelhandel (LEH) machen den bäuerlichen Familienbetrieben zurzeit das Leben schwer. So liegen beispielsweise die Erzeugerpreise bei Schweinefleisch um circa 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau, der Preis für Ferkel hat sich in dieser Zeit sogar mehr als halbiert. Nun hat der Discounter Aldi eine Preissenkung bei Trinkmilch von zwei Cent durchgesetzt. Aldi hat im Frühjahr den Trinkmilchpreis um zwei Cent pro Liter angehoben. Dem sind die anderen Discounter nicht gefolgt und deshalb sah man sich bei Aldi nun gezwungen, die seinerzeitige Anhebung wieder zurückzunehmen.
„Ich erwarte mir von verantwortlichen Managern, dass sie sich nicht nur Gedanken über die Zukunft ihrer Unternehmen, sondern auch unseres Landes – und damit auch über die Bauern und Winzer – machen. Wir erwarten verantwortliches Handeln und es ist traurig und beschämend, wenn dies nicht geschieht“, betont der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper. Bei nur wenigen Lebensmittelketten in Deutschland könne die Preisentwicklung nicht alleine auf die Wechselwirkung von Angebot und Nachfrage geschoben werden. Es sei dringend geboten, dass der LEH die heimischen Lebensmittelerzeuger, nämlich die Bäuerinnen und Bauern und deren Betriebe, unterstützt und auskömmliche Preise zahlt. Moderate Preiserhöhungen würde der Verbraucher durchaus akzeptieren, so Horper. Allerdings müssten alle Lebensmittelketten nachziehen. Ein Preiskampf auf dem Rücken der Bauern biete keine Perspektiven.
Horper: „Ich bin es leid, an die soziale Verantwortung der Entscheidungsträger in Politik und Handel zu appellieren. Wer immer noch nicht versteht, dass es in vielen Bereichen der Landwirtschaft längst nicht mehr fünf vor zwölf ist, der verschließt die Augen vor der Realität. Die immerwährenden Preiskämpfe im LEH müssen endlich ein Ende finden, denn schließlich möchte der Verbraucher nicht nur qualitativ hochwertige Nahrungsmittel, sondern auch regionale Produkte. Wie soll er diesen Wunsch künftig noch befriedigen können, wenn der LEH genau diese Strukturen zerstört? Eine preispolitische Umkehr ist dringend erforderlich.“
Die Online-Veranstaltung Hackathon unterstützt die rheinland-pfälzische Wirtschaft in der Corona-Krise. Foto: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz
Ahrweiler, 11.11.2020 – Vom 13. bis 15. November findet der Hackathon der Wirtschaft Rheinland-Pfalz des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz statt. Die Kreiswirtschaftsförderung ist als Kooperationspartner vertreten. Mit dieser Online-Veranstaltung soll die innovative Widerstandskraft gezielt gefördert werden, damit die Wirtschaft gestärkt aus der Coronakrise hervorgehen kann. Kurz: Gemeinsam mehr Resilienz für die Wirtschaft schaffen.
Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen können sich auf die Themenbereiche Smart Mobility, IoT (Internet of Things), Handwerk, Gesundheitswirtschaft und Smart Farming freuen. Erfahrene Mentoren unterstützen bei der Umsetzung der Ideen. Wie bei Olympia gilt auch für den Hackathon der Wirtschaft Rheinland-Pfalz: Dabei sein ist alles! Anmeldung möglich unter: rlp-hackathon.de/ , weitere Informationen unter: www.instagram.com/rlp_hackathon , twitter.com/rlp_hackathon oder www.linkedin.com/company/rlp-hackathon
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Ahrweiler, 11.11.2020 – Der Werksausschuss des Eigenbetriebes Schul- und Gebäudemanagement hat in seiner jüngsten Sitzung auf Vorschlag von Landrat Dr. Jürgen Pföhler den Weg für die Anschaffung von Fieberampeln für alle kreiseigenen Schulen sowie für die Verwaltungsgebäude und das Gesundheitsamt frei gemacht. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Corona-Pandemie weiter einzudämmen und das Einschleppen des Coronavirus in die Schulen sowie in die Kreisverwaltung durch fiebrige Personen zu verhindern.
Voraussetzung für die Anschaffung ist ein erfolgreicher Praxistest, der zurzeit am Peter-Joerres-Gymnasium durchgeführt wird. Das Gerät misst die Temperatur auf zwei verschiedenen Höhen, so dass sowohl Kinder als auch Erwachsene erfasst werden. Das Ergebnis wird sowohl farblich entsprechend der Temperaturbereiche als auch schriftlich auf einem Display angezeigt. Das Gerät ist selbststehend und kann problemlos an jedem Zugang aufgestellt werden.
Die Kosten pro Gerät belaufen sich auf rund 1100 Euro. Insgesamt ist auf der Grundlage einer Bedarfsanfrage an den Schulen mit Gesamtkosten in Höhe von rund 58.000 Euro zu rechnen. Sollte der Praxistest positiv verlaufen, wird die Verwaltung auf Grundlage des Beschlusses ermächtigt, die Auftragsvergabe für die Anschaffung der Fieberampeln vorzunehmen.
Da die Fundstellen außerhalb von bebauten Gebieten lagen, mussten nur etwa 300 Personen ihre Wohnungen räumen. Diese können jetzt in ihre Wohnungen zurückkehren. Quelle/Grafik: Kreisstadt Euskirchen
Euskirchen, 11.11.2020 – Am gestrigen Dienstag, 10. November, wurden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst zwei sogenannte Verdachtspunkte in Euskirchen untersucht, wobei zwei Bombenblindgänger gefunden wurden.
Die Entschärfung der beiden 250-kg-Bomben in Euskirchen wurde erfolgreich abgeschlossen. Bei beiden Blindgängern handelte es sich um 250-kg-Bomben amerikanischer Herkunft mit Front- und Heckzünder.
Die Absperrmaßnahmen sind seit gestern 17.15 Uhr aufgehoben, die Bewohner des betroffenen Bereiches konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.
Den noch warmen Apfelsaft durften die Kinder direkt vor Ort probieren – und er schmeckte vorzüglich. Foto: Gisela Caspers/pp/Agentur ProfiPress
Blankenheim-Dollendorf, 11.11.2020 – Apfelsaft kommt nicht aus dem Tetra-Pak, das ist für die Dollendorfer Kinder schon mal klar. Doch wie viel Arbeit es ist, eine große Menge Apfelsaft herzustellen, das stellten die Mädchen und Jungen jüngst fest.
Weil die Streuobstwiesen Netzwerk Nordeifel eG, kurz SoNNe, angekündigt hatte, nach Dollendorf zu kommen, war man sich im Rotkreuz-Kindergarten und dessen Förderverein schnell einig gewesen: Wir lassen uns unseren eigenen Saft pressen. Bei Familie Riethmeister in Dollendorf durften die Kinder dann auch Äpfel pflücken. Acht Kinder mit acht Elternteilen ernteten mit viel Elan und voller Stolz in kurzer Zeit einen ganzen Hänger voll. Ein paar der Äpfel schafften es übrigens nicht auf den Hänger, sondern wurden noch vor Ort als kleine Stärkung bei der Arbeit verspeist.
Am nächsten Tag schauten die Kindergartenkinder dann bei der Obstpresse vorbei, um ganz erstaunt zuzusehen, wie aus ihren Äpfeln leckerer Saft wird. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der SoNNe eG erklärten den Kleinen sehr anschaulich jeden Arbeitsschritt. Zuerst wurde das Obst mit Hilfe eines Transportbandes in ein Wasserbad gefahren. Nach der Wäsche ging es weiter in einen Häcksler. Die Masse wurde dann in ein Leinentuch gefüllt und unter einer großen Presse zusammengedrückt. Anschließend wurde der ausgepresste Saft in einen Wärmebehälter gepumpt, erhitzt und in Behälter gefüllt. Diesen warmen Apfelsaft durften die Kinder auch direkt probieren – und er schmeckte vorzüglich!
Insgesamt wurden aus den Äpfeln der Kinder 370 Liter Saft gepresst. Da die Kleinen diesen mit Sicherheit nicht komplett trinken können, kann im Kindergarten Apfelsaft gekauft werden. Der Erlös kommt dem Förderverein Kindergarten Dollendorf zugute.
Der Werbekombi EIFELSCHAU.de und EIFELZEITUNG.de ist eine der meistgenutzten Plattformen in der Region, wenn es um Ihre Online-Werbung geht. Unsere Hotline: Daun – 06592 929 8000 Foto: Gerd Altmann
Daun, 10.11.2020 – Im Zeitraum 09.11.2020, 16.00 Uhr bis 00.00 Uhr führte die Polizei Daun an wechselnden Orten im Dienstgebiet verstärkt Kontrollen durch. Diese zielten in erster Linie auf die Einhaltung der aktuell geltenden Corona Richtlinien. Um die Bevölkerung dahingehend auch zukünftig zu sensibilisieren, wird das Konzept in dieser Form in der nächsten Zeit beibehalten.
Ein positives Resümee der gestrigen Maßnahme zog der Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Johannes Burg, am Ende des Tages. Es wurden keine Verstöße auf diesem Gebiet festgestellt! Gaststätten waren geschlossen und der Mund-Nasen-Schutz wurde da getragen, wo es erforderlich war, so der Beamte.
Euskirchen, 10.11.2020 – Am heutigen Dienstag, 10.11.2020, wurden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst zwei sogenannte Verdachtspunkte in Euskirchen untersucht, wobei zwei Bombenblindgänger gefunden wurden. Da die Fundstellen außerhalb von bebauten Gebieten liegen, müssen nur ca. 300 Personen ihre Wohnungen räumen. Bei beiden Blindgängern handelt es sich um 250 kg Bomben amerikanischer Herkunft mit Front- und Heckzünder.
Nach Rücksprache mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst wird der umliegende Bereich der Fundorte der Bomben durch das Ordnungsamt, die Feuerwehr und die Polizei für eine Entschärfung geräumt (siehe anliegende Karte). Die betroffenen Gebäude müssen bis 15:00 Uhr verlassen werden.
Die betroffenen Bewohner werden gebeten, möglichst bei Familie oder Bekannten unterzukommen. Für die Bewohner, die nicht bei Familie oder Bekannten unterkommen können, ist ab 15:00 Uhr eine Sammelstelle in der Kantine des BZE eingerichtet, in der sie sich bis zum Ende der Entschärfung aufhalten können. Der Zugang ist nur über die Rheinstraße möglich. Auf die Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregelungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie wird ausdrücklich hingewiesen.
Die Zugangsstraßen des Evakuierungsbereichs werden ab 15:00 Uhr vollständig gesperrt. Hauptverkehrsstraßen sind nicht betroffen.
Die Entschärfung der Bomben ist gegen 16:00 Uhr vorgesehen. Über das Ende der Entschärfung wird rechtzeitig informiert. Die Bewohner der betroffenen Bereiche können voraussichtlich gegen 17:30 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren.
Für Betroffene, die beim Verlassen ihres Hauses Hilfe benötigen, ist eine Hotline in der Einsatzzentrale bei der Feuerwehr Euskirchen eingerichtet. Die Telefonnummer lautet: 02251/1484770.
Aktuelle Informationen von Stadt und Polizei sind auf den Social-Media-Kanälen (Facebook und Twitter) der Kreispolizeibehörde Euskirchen zu finden.
Euskirchen war im zweiten Weltkrieg Ort umfangreicher Kampfhandlungen. Daher ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Bombenfunden gekommen und dies wird auch weiterhin so sein. Da aktuell in vielen Bereichen der Stadt Bautätigkeiten stattfinden, kann es aktuell zu einer Häufung von Funden kommen.
Peter und Dietmar Evertz (v.l.) haben die Georgstatue im Kapellchen am Ortseingang Richtung Scheven einer gründlichen Überholung unterzogen. Foto: Robert Ohlerth/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Kallmuth, 10.11.2020 – Komplett gereinigt, überarbeitet und neu lackiert haben die Gebrüder Peter und Dietmar Evertz jetzt die Figur des Heiligen Georg in der Georgskapelle am Ortsausgang Richtung Scheven. Ortsvorsteher Robert Ohlerth dankte den Brüdern für ihren ehrenamtlichen Einsatz, dank dem die Darstellung des im Ort hochverehrten Reiterheiligen nun wieder in neuem Glanz erstrahle.
Die Figur war 1992 in monatelanger Arbeit von dem autodidaktischen Holzbildhauer Josef Müller geschnitzt und dann aufgestellt und eingesegnet worden. Das Holz stamme aus einem uralten Balken der Kallmuther Burg, so Robert Ohlerth: „Karl-Josef Schmitz gab es meinem Schwiegervater Josef Müller seinerzeit und versicherte, das Holz stamme aus den ältesten Teilen des Burggebälks.“
„Land der schönen Pferde“
„Inzwischen war die Georgsfigur sehr in die Jahre gekommen und restaurierungsbedürftig“, sagte Ohlerth dem Mechernicher „Bürgerbrief“, weshalb er für den ehrenamtlichen Einsatz der Gebrüder Evertz außerordentlich dankbar sei.
Der vermutlich im Jahre 303 im Zuge einer grässlichen Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian gemarterte Georg stammte aus Kapadozien, dem legendären „Land der schönen Pferde“. Der Drachentöter gab Ländern (Georgien), Adelsfamilien, Städten und Ritterorden seinen Namen.
In Kallmuth wird er seit Hunderten Jahren mit einer Fußprozession zum Georgspütz bei Vollem/Urfey verehrt, die seit den 1950er Jahren jeweils am 1. Mai als Reiterprozession begangen wird. Auch die örtliche Pfarrkirche ist St. Georg geweiht.
Ahrweiler, 10.11.2020 – Gesundheitsamt legt zweiten Sachstandsbericht zum Infektionsgeschehen vor. Die aktuell hochdynamische Ausbreitung des Corona-Virus führt dazu, dass das öffentliche Leben im Kreis Ahrweiler drastisch beeinträchtigt ist.
Die mit dem Virus verbundenen Auswirkungen stellen nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Kreisverwaltung vor enorme Herausforderungen. Dies macht eine aktuelle Zwischenbilanz des Gesundheitsamts im Kreis- und Umweltausschuss mehr als deutlich.
Entwicklung der gemeldeten Personen mit SARS-CoV-2 im Kreis Ahrweiler mit Stand 08.11.2020. Grafik: Gesundheitsamt Kreis Ahrweiler
Seit Mitte Oktober sind die Fallzahlen von infizierten Personen im Kreis sprunghaft angestiegen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche an. Überschreitet dieser Wert die Zahl 50, sind nach dem Corona-Warn- und Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz Einschränkungen des öffentlichen Lebens möglich. Im Kreis Ahrweiler wurde der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen erstmals am 24. Oktober überschritten. Der Inzidenzwert lag seinerzeit bei 53. Seither befindet sich der Kreis in der Alarmstufe rot. Der Inzidenzwert liegt aktuell bei 153 (Stand 09.11.2020).
In diesem Zusammenhang tagte am 24. Oktober die regionale TaskForce unter Leitung des Präsidenten des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV), Detlef Placzek, um über Maßnahmen zur Eindämmung des Virus im Kreis zu beraten. Im Ergebnis wurden am 25. Oktober kontaktreduzierende Maßnahmen mit den Beteiligten erörtert und im Rahmen einer Allgemeinverfügung zum 26. Oktober in Kraft gesetzt. Da zwischenzeitlich die 12. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes in Kraft getreten ist, wurde eine Änderung beziehungsweise Anpassung dieser Verfügung erforderlich. Darüber hinaus wurden die geltenden Maßnahmen bis Ende November verlängert. Die Maßnahmen zielen auf eine systematische flächendeckende Reduzierung der Kontakte, um die Ansteckungsgefahr zu senken.
Die Anzahl der aktiven Corona-Fälle im Kreis liegt aktuell bei 420 (Stand 09.11.2020). Acht Personen sind bisher an den Folgen einer Infektion mit dem Corona-Virus verstorben (Stand 09.11.2020).
Covid-19-Fälle im Kreis Ahrweiler nach Altersgruppen insgesamt, Stand 08.11.2020. Grafik: Gesundheitsamt Kreis Ahrweiler
Bei Personen mit festgestellter Infektion sowie bei engen Kontaktpersonen wurde und wird eine Quarantäne über mindestens 14 Tage durch die Kreisordnungsbehörde erlassen. Bis heute war dies insgesamt 3700-mal der Fall. Die Infektionen betreffen alle Altersgruppen. Ein 21 Tage alter Säugling ist bislang der jüngste Infizierte, die älteste betroffene Person ist 104 Jahre alt. Die Gruppe der 19- bis 49-Jährigen (50 Prozent) ist besonders häufig von Infektionen betroffen, gefolgt von der Altersgruppe zwischen 50 und 65 Jahren (23 Prozent) und den über 65-Jährigen (15 Prozent). In der Summe infizieren sich mehr Männer (55 Prozent) als Frauen (45 Prozent).
Bisher wurden rund 20.000 Abstriche durch das Gesundheitsamt vorgenommen. Hinzu kommen die Abstriche durch die niedergelassenen Ärzte, Krankenhäuser und die Corona-Ambulanz in Grafschaft-Gelsdorf. Hier werden neben rund 25 bis 30 Tests pro Woche auch Untersuchungen und Behandlungen durch niedergelassene Ärzte durchgeführt. Seit ihrer Eröffnung Mitte April wurden bislang mehr als 300 Patienten untersucht und behandelt sowie weitere 1400 Abstriche, beispielsweise bei Erntehelfern und ambulanten Pflegediensten, durchgeführt. Aufgrund der dynamisch steigenden Fallzahlen muss der Betrieb der Corona-Ambulanz als zentrale Anlaufstelle des Kreises bedarfsangepasst aufrechterhalten werden, vor allem auch in Hinblick auf eine bevorstehende Schutzimpfung.
Bei fast der Hälfte aller Testungen handelt es sich um freiwillige Screenings (42 Prozent), die dazu geführt haben, dass in 34 Fällen Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden konnten.
Das Gesundheitsamt konnte bislang die Infektionsketten nahezu vollständig ermitteln und durch Quarantäneanordnungen die Weiterverbreitung des Virus einschränken. „Aufgrund des zunehmend diffusen und hochdynamischen Infektionsgeschehens wird die Verfolgung der Infektionsketten zunehmend umfangreicher und schwieriger“, heben Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Dr. Stefan Voss, Leiter des Gesundheitsamts, hervor.
„Das wichtigste Instrument zur Eindämmung einer Pandemie ist die Nachverfolgung der Kontakte eines Infizierten, um Infektionsketten wirksam zu unterbrechen“, betont Siglinde Hornbach-Beckers, Leiterin des Fachbereichs für Jugend, Soziales und Gesundheit. Es bleibt abzuwarten, ob dies auch tatsächlich weiterhin erreicht werden kann oder ob gegebenenfalls noch weitere einschränkende Maßnahmen erforderlich sind.
Impressionen aus Sambia für den guten Zweck: Gertrud Kutscher (links) und Sabine von Drathen-Mester haben Bürgermeister Alfred Sonders das erste Exemplar des Wandkalenders 2021 verkauft. Foto: apa
Alsdorf, 10.11.2020 – Ganz viel Natur steckt wieder drin, auch zahlreiche Portraits sind unter den beeindruckenden Fotos: In seinem Kalender für das Jahr 2021 präsentiert der Alsdorfer Verein „fair handeln“ erneut Aufnahmen, die während Besuchen in Afrika – vor allem in Sambia -entstanden sind.
Die Vereinsvorsitzende Gertrud Kutscher und ihre Stellvertreterin Sabine von Drathen-Mester haben das erste Exemplar jetzt an Bürgermeister Alfred Sonders verkauft. Der hatte eine Gruppe des Vereins 2016 nach Sambia begleiten können und vor Ort gesehen, welche Hilfsprojekte durch Gelder des Vereins unterstützt werden. „Wenn man sieht, in welcher Armut – aber mit wie viel Lebensfreude – viele Menschen in Sambia ihren Alltag meistern, dann gibt einem das eine ganz andere Perspektive auf das Leben, wie wir es hierzulande kennen. Es sollte uns ein Herzensanliegen sein, diese Menschen zu unterstützen.“ Brunnenprojekte sind vom Verein bereits auf den Weg gebracht worden, auch Pumpen wurden angeschafft, um das lebensnotwendige Wasser zu fördern. Ebenso Schutzzäune, um landwirtschaftliche Flächen vor Wildtieren schützen zu können. Bildung ist ebenfalls ein Schwerpunkt, den der Verein in der Diözese Monze unterstützt. Der Erlös aus dem Verkauf des Kalenders wird in diese Projektarbeit fließen, ebenso wie Gelder aus dem Verkauf fair gehandelter Waren, die der Verein im Weltladen an der Marienstraße 21 in Mariadorf anbietet.
Jeweils 100 Tischkalender und 100 Exemplare für die Wand hat der Verein aufgelegt. Der Tischkalender ist zum Preis von je neun Euro erhältlich, 15 Euro kostet der großformatige Kalender. Erhältlich ist beides im Weltladen zu folgenden Öffnungszeiten: dienstags von 15 bis 18 Uhr, donnerstags von 9 bis 12 Uhr, freitags von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr. Zur Vorweihnachtszeit hat der Verein sein Angebot zudem um Geschenkideen erweitert, unter anderem fair gehandeltes Porzellan, Kerzen und Filzanhänger gehören nun zur Auswahl. Infos online unter: www.fairhandeln-ev.org. (apa)
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